feint. SVfeThtn. Advlf Kammer au? BeAerNteim, ^ns. Regt. 116. Kandidat der Theologie Reinhold Bartels aus Maffburg, Res.-Jctger-Bat. 23. Ingenieur Karl Seip p aus Liedenkopf, Off.-Stel-lv. im Res -Aren.-Regt. 12. Gefreiter Heinrich Scholl aus Frantenberg, Pion.-Bat. II. Usfz. Wilhelm Becker, Jnf.-Regt. 130, Hermann Wolf, Art - Regt. 63, Lehrer Hermann Lenz, Landm.-Inf.-Regt. 81, aus Battenberg. Gerichtsassessor Köhler aus Weiiburg. Leut» d. R. im Fußart.-Regt. 9. Leutn. d. R. Rttdolf Schumacher aus Eschenau, Res.-Jnf.-Regt. 86. Leutn. u. Kommandeur Zobel aus Darmstadt. Ufsz. (Polizeisergeant) F a k o b aus Wetzlar, Landw.-Fnf.-Regt. 116. Oberlt. Paul Schönfeld aus Wetzlar, Körps-Briickentrain des 11. Armeekorps. Sieg mund Roscnbauin ans Hörnsheim, Füsilier beim Füst- Regt. 40. Osf.-Stcl.v Theodor Trauthig aus Reislirchen (Kr. Wetzlar), Inf.-Regt. 116. Musketier Heinr. Schmidt aus Bonbaden, Jus.-Regt. 88. Uffz 5>'inr. K bemann aus Burgsolms, Inf.-Regt. 116 (inzwischen gefallen). Cinj.- Freiw.-Uffz. Otto Appel aus Friedbcrg, Jnf.-Regt. 81.
** Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegshilfe. Nach Mitteilung des Kreiskomitees und unter Hinweis aus die Anzeige in Nummer 240 dieses Blattes vom 13. Oktober 1914 sind in der Zeit vom 11. Oktober 1914 bis 10. November 1914 aus folgenden Ge- m ein den usw. die beistehenden Beträge an den Kreis- lasscrechner abgclicfert und von diesem an den Landesvercin vom Roten Kreuz in Darmstadt überwiesen worden. Gern e i u d e n: Allertshausen 100 Mk., Großen-Lindcn 55 Mk., Inheiden 170 Mk., Lollar 200 Mk.. Laug-Göns 821 Mk., Londorf 294,90 Mk., Leihgestern 100 Mk., Obbornhofen 600 Mk., Reinhardshain 46 Akk., Röthges 88,50 Akk., Ra- bertshauscn 47 Mk., Staufenberg 100 Mk., Weitershain 400 Akt., Watzenborn-Steinbcrg 300 Akk., Saasen mit Bolln- bach, Veitsberg und Wirberg 215 Mk., weiter voul Kriegerverein Daubringen 50 Mk., vom Bienen- züchlervcrein Gießen 100 Mk., vom Eisenbahnerverein Großen-Linden 50 Mk., weiter von der Israelitischen Religionsgemeinde Holzheim und G r ü n i n g e n 100 Mk. Ter Gesamtbetrag der vorstehend ausgesührten Gaben beläuft sich auf 3837,40 Mark, cs ist also zuzüglich der bis zum 10. Oktober abgeliefertcn 28372,98 Mark und unter weiterer Eiurcchnuug der bis zum 10. September direkt nach Dcrrmsbadt abgel-ieserteu Gelder, in Höhe von 5905,58 Mark, bis jetzt aus d e u Landgemeinden des Kreises Gießen der Betrag von 38 115,96 Mark an den Landesvercin in Darmstadt abgesührt worden.
** Weihnachten int Felde. Millionen unserer Lieben wird in diesem Jahre kein Weihttachtsbaum leuchten, und fern der Heimat mild auf fremder Erde müssen sie den Tag begehen, der seiner eigentlichen Bedeutung als Fest des Friedens heute mehr denn jemals entkleidet ist. Da tut cs wohl, daß die oberste Heeresleitung ein sorgendes Verständnis für die Regungen des Dolksempfindens zeigt und alles, was in ihren Kräften steht, tun will, um mit- znhelfen, daß unseren Kämpfern das schönste Fest des Jahres nicht ohne jeden heimatlichen Glanz und friedlick)en Klang verslici.en möge. Amtlich wird folgendes bekanntgegeben:
Es darf angenommen werden, daß das Weihnachtsfest in Millionen von deutschen Herzen den Wunsch rege machen wird, den Verteidigern von .Haus und Herd Zeichen der Liebe und Dankbarkeit zukommen zu lassen, sie für einen kurzen Augenblick vergessen zu machen, daß sie aus fremder Erde kämpfen, daß sie fern find von ihren Lieben in der Heimat. Ter Wunsch, die einem treuen Gedenken entsprungenen Liebesgaben bestimmten Personen zuznsuhren, bestimmte Truppenteile oder Hceresverbände, besonders zu bedenken, ist um die Weihnachtszeit so begreiflich, daß zu seiner Verwirklichung alles geschehen soll, was von militärischer Seite möglich ist, freilich in der bestimmten .Hoffnung, daß die Opsersreudigkeit des deutschen Volkes auch d i e Verteidiger des gemeinsamen Vaterlandes nicht leer allsgehen lassen will, deren keine treue Mutter oder Gattin, kein sorgender Vater oder Freund besonders gedenkt. Deshalb muß den Militärbehörden das Recht bewahrt bleiben, nach billigem Ermessen aus- zugleichen und Sendungen, deren Empfänger sich nicht mehr beim Feldheer befinden, zum Besten der Allgemeinheit zu verwenden. Für die Zuführung der Weihnachtsliebcsgaben an die Front sind solgende Bestimmungen in Aussicht genommene
1. Liebesgaben für Einzelne, a) Bis einschließlich 250 Gramm kann die Zusendung in Briefen durch die Feldpost jederzeit erfolgen; das Porto beträgt von 50—250 Gr. 10 Psg. Briefe von 250—500 Gr. (Porto 20 Psg.) werden voraussichtlich im Dezember eine Woche lang zugelasscn werden, b) Für Paket- sendungen bis cinschl. 5 Klg. ist nicht die Feldpost zuständig, sondern sind militärische Vorkehrungen gctrossen. Die heimatliche Post nimmt in der Zeit vom 23.—30. November solche Pakete an und befördert sie bis zu dem zuständigen militärischen Paketdepot in der Heimat. Das Porto beträgt 25 Psg. Bei den tnilitärischen Paketdcpots kann auch unmittelbar von Absendern — portofrei — aufgegeben werden. Die Namen der militärischen Paketdepots werden mit weiter ersorderlichen Einzelbestimmungen über Annahme und Beförderung der Pakete öffentlich bekannt gemacht uird in den nächsten Tagen bei sämtlichen Postanstalten des Deutschen Reiches angeschlagen werden. Tie Pakete werden von den militärischen Paketdepots geordnet und über die militäri- kchen Sainmelstrtionen an die Etappenhauptorte gezandt. Hier werden sie von den Etappenbehördcn übernommen, vetteilt und der Truppe zugeführt. Vorbedingung für die richtige Zustellung aller Briese und Pakete ist die richtige Adresse, Alle Angehörigen des Heeres sind erneut an- goviesen worden, tlrrc genaue Adresse nochmals ihren Angehörigen in der Heimat milzutcilen. Es wird sich empfehlen, wenn Svender von Liebesgaben, die in den nächsten Tagen keine derartige Nachricht erhalten sollten, vor Ilbsendung bei den nächsten Angehörigen ihres Freundes Erkundigungen einziehen.
2. Liebesgaben für bestimmte Truppenteile und Hceresverbände sowie Liebesgaben für die Allgemeinheit. Die Zuführung dieser Liebesgaben erfolgt nur durch Vermittlung der Organisation der freiwilligen Krankenpflege, a) Liebesgaben in ganzen Wagenladungen sind bei der Abnahme stelle für freiwillige Gaben I (für Verwundete und Kranke), und II (für Gesunde) am Sitze des iür den Wohnort des Spenders zuständigen stellvertretenden Generalkommando anzumelden. Die Namen der Abnahmestellen werden in den nächsten Tagen nochmals öffentlich bekanntgcgeben »no bei sämtlichen Postanstalten des Deutschen Reiches angeschlagen werden. Tie Abnahmestellen geben dann den Anmeldern Nachricht, an welche militärische Sammelstation sie die Wagen zu senden haben. Von der militärischen Sammclstation werden die Wagen auf den für den allgemeinen Nachschub bestimmten Bahnen den Eiappenbehörden zugeführt, die die Weiterführung der Liebesgaben an die Truppen bewirken. Es ist erwünscht, wenn sich Personen zur Verfügung stellen, de diese Effenbahnzüge von der Sammelstation nach dem Etapvcu- b.ruptort geleiten, um zur Sicherheit der Zuführung beizutragen. Wenn cs die Kriegslage erlaubt, kann ihnen von den Etappeninspektionen auch die Erlaubnis zur Begleitung »onk Etappenhanpl- ort nach vorne gestattet werden. Die Auswahl treffen die stell- orlretcnden Generak-Kommanbos im Einvernehmen mit den örtlichen Derriotvrial-Telegierten aus der Zahl der Personen, die fick bei der Organisation der Licbesgabentät'gkcit besonders ver- t'ent gemach! haben. Die stellvertretenden Generalkommandos stellen mich, die Geleitscheine von der Sammelstation bis znm Etappenhauptort aus. Grundsätzlich muß, jedoch die Fahrt in dem Eisrnbahnzug erfolgen, der die Liebesgaben vorführt und grunbsäAich muß die Fahrt in der Samniel-
Itatwrt angetreten werden. Fahrten iu Kraftwagen werden für Ileberbringer und Geleiter von Liebesgaben in keinem F a l l g e st a t t e t.
bfLiebesgabeningeringererMengealsganze Wagenladungen sind ausnahmslos bei den gleichen Ab- nahmestellen der freiwilligen Krankenpflege a b z u l i c f e r n. Von dort gelangen sie an die zuständigen Sammelstationcn. Weiler ivird mit ihnen wie unter a angegeben, verfahren, auch hinsichtlich der Begleitung.
Vorbedingung sür die Versendung aller Liebesgaben ist, daß alle Absender sich« genau an die Bestimmungen über Inhalt und Verpackung Italien, Gegenstände, die raschem Verderben oder Zerbrechen ausgesetzt sind, keinesfalls ab- stnden. Sie müssen sich vergegenwärtigen, daß vom Tag der Ausgabe bis zur Zustellung etwa vier Wochen vergehen, da» guter Wille und rührende Liebe sich hart stoßen an der rauhen Wirklichkeit des Krieges!
Großes Ä an Pt g u a rt irr , den 13. November 1914.
Der Gcncratguartiermcisler.
** ®o f'b a u f f ä u f c r. Aus verschiedenen Orten unseres Verbreitungsbezirks wird uns mitgeleill, daß daselbst Leute ain Werke sind, die sich als Regicrungsbcainte ausgebcn und beauftragt sein luoiieit, das im Besitz der Bevölkerung be- sindliche Gold gegen Papiergeld e in z u t a u s ch en. Demgegenüber ist festzustclle», das; von Clonts wegen Einzek- persvncn mit einer solchen Funktion nicht beanstragt ind. Es handelt sich also um Schwindler, die entweder spetu lative Zwecke verfolgen und im Trüben fischen, oder, was noch schlimmer ist, mit Agenten, die aus irgend einem Grunde das finanzielle Rückgrat des Deutschen Reiches schwächen wollen. Daß von seiten der feindlichen Regierungen auf verschiedene Art versucht wird, möglichst viel Gold aus Deutschland herauszuzichen, ist bekannt, und man wird gut tun, oen gol'dwechselnden „Staatsbeamten" die Bekanntschaft mit der nächsten Behörde zu vermitteln, — Wiederholt sei auf die Wichtigkeit der Tatsache hingciviesen, daß die Reichsbant für jedes in ihren Kassen befindliche Ewld stuck den dreifachen Betrag an Noten ausgeben darf. Alle Postanstalten vermitteln die Umwechselung des Goldes in Papiergeld, und cs ist vaterländische Pflicht eines jeden, noch in seinem Besitz befindliches Goldgelb dem allgemeinen Wohl zur Verfügung zu stellen. Welch ungeheure Bedeutung darin fegt, erhellt ans der einfachen Tatsache, daß in den Kassen der Reichsbank gegenwärtig etwa 1885 Millionen Gold vorhanden sind, wahrend der Betrug des gemünzten Goldes in Deutschland schätzungsweise 4 l k Milliarden beträgt.
**PostverkehrmitBrüssel. Die Briesbestellung in Brüssel muß vorläufig durch deutsches Personal ans- gesührt werden. Sie wird sehr erschwert dadurch, daß auf zahlreichen Sendungen die nähere Adresse nicht oder nur mangelhaft an,gegeben ist. Es liegt im Vorteil der Absender und Empfänger, wenn bei allen Bricfscndungen nach Brüssel, auch bei Sendungen an große Firmen, stets der Stadtteil, die Straße und die H a u s n u m m e r angegeben werden,
** Der Po st verkehr mitben Kriegsgefangenen. Wir geben nachstehend eine Zusammenstellung der sür den Post- vcrkchr mit kriegsgefangenen Deutschen geltenden Bestimmimgen, 1. Zugelasscn im Verkehr mit KriegsM-sangencn sind: 1. ossene Brieffcndungen ohne Nachnahme, und zwar offene gewöhnliche Briese, ^Postkarten, Drucksachen, Warenproben und Geschästs- papiere:^2. Briese und Kästchen mit Wertangabe ohne Nachnahme; 3, Postpakete bis 5 Kilogramm ohne Nachnahme Gach Frankreich Wertangabe nicht zulässig). 4. Postanweisungen (nach Rußland nicht zulässig). — 2. Die Sendungen sind sämtlich portosrei, sie müssen mit dem Vermerk „Kriegsgefangenensendling" versehen sein und dürfen mir bei den Postcrnstalten, gewöhnliche Bricfsendungeir auch durch die Brieskasten ausgeliesert, nicht aber an irgendwelche Behörden oder Bureaus im In- oder Ausland übersandt werden. 3. Adresse (möglichst genau): Vor- und Zunahme, Dienstgrad des Gefangenen, Unrerbringungslagcr, Lazarett usw., Bcstim- mungsort. Es cmpstchlt sich, Postsendungen erst dann an Kriegsgefangene abzusenden, wenn ihre Adresse bekannt ist. Bei gewöhnlichen Briessendungen genügt indessen mich die Angabe des Bestimmungslandes, doch ist in diesem Falle eine erhebliche Verzögerung in der Beförderung uirverincidlich. Bei Wertsendungen und Paketen muß der Bestimmungsort angegeben sein. Auf jeder Sendung muß der Absender angegeben sein. — 4. Wenn die Adresse eines Kriegsgefangenen anderweit nicht zu ermitteln ist, kann sic bei einer der uachbezcichneten Au s kn n f t st cl len , aber auch nur bei diesen, nicht bei irgendwelchen sonstigen Bureaus oder Behörden erfragt werden! 1. Zentralnachweis-Bureau des Kricgsininisteriums, Berlin NW. 7, Torotheenstraße 48, 2. Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz (Abteilung Gesangenensürsorge), Berlin. 3. Agence de renscignements pour prisenniers de guerre, Genf, rue de l’Athenee 3 (zu 1—3: Auskunft über Kriegsgefangene in allen Ländern; Anfragen in deutscher Sprache). 4. Auskunftsburcau des Roten Kreuzes in Wien 6, Dreihufeisengasse 4 (Auskunft über österreichische Kriegsgefangene im Auslande). 5. Auskunftsbnreau des Roten Kreuzes in Budapest 4, Vaczy-Utrza 38 (Auskunft über ungarische Kriegsgefangene im Auslände). 6. KricgsgeiangeneneBurcau vom Roten Kreuz, Wien 1, Jasomirgottstr. 6 (Auskunft über srcmdc Kriegsgefangene in Oesterreich-Ungarn). 7. La Croix Rouge Frangaise Commission des Prisonniers de Guerre, Bordeaux, 56 Quai des Charlons (Auskunst über Kriegsgefangene in Frankreich)) 8. The Prisoners of War Inlormation Bureau, London, 49 Wellington Street, Strand (Auskunft über Kriegsgefangene in Großbritannien; 9. Das dänische Rote Kreuz in Kopenhagen (Auskunft über Kriegs- gesangene in Rußland). 10. Rommander Prisoners ok War, Gibraltar (Anslunft über Kriegsgeiangene in Gibraltar). 11. Brüsseler Bureau des Roten Kreuzes, Brüssel (Auskunft über belgische Kriegsgefangene im Auslande). Zu 1—11: Briefe an diese Auskunftstellen müssen offen sein und, wenn sic portofrei befördert werden sollen, den Vermerk „Kriegsgefangcnenscndung" tragen. Die in den Niederlanden befindlichen deutschen Heeresangchörigen sind sämtlich in Bergen (Nordholland) untcrgebracht. — 5. B e sondere Bestimmungen: a) Briese an Kriegsgefangene können in deutscher Sprache geschrieben werden. Briefe mit Schokolade, Zigarren usw. müssen sehr haltbar verpackt sein, da sonst auf unbeschädigte Uckerkunst nicht gerechnet werden kann, b) Für Pakete gelten die im Pakctpust tarif für das Ausland enthaltene Veiscndungsvvrschriften 'Auslandspaketkarte, Zollinhalts - Erklärungen usw.). Tie Pakete dürfen keine schriftliche», Mitteilungen enthalten und müssen gut veroackt sein, o) Für Postanweisungen ist das sür dcs,r Auslandsverkehr bestimmte Formular zu verwenden. Die sür Frankreich und Großbritannien bestimmten Postanweisungen müssen aus der Vorderseite folgende Abvchse tragen: 1. für Frankreich: Obcrpostkoiitrollc Bern (Schweiz): 2. für Großbritannien! Königlich Niederländisches Postamt S'Gravenhaqc. Die Adresse des Empfängers der Gcldseirdung (s. unter 3) fft <uqj der Rückseite des Postanweisungsabschnittes genau anzrigeben. Bei Postanweisungen an Kriegsgefangene in Frankreich braucht indosscn der Aufenthaltsort, wenn nicht bekannt, nicht aingegeben zu werden. An Stelle des Formular?, die sonst für die Freimarken zu dienen hat, ist die Bemerkung „Kricgsgesangenenscndung T-u frei" anznbringen. Die Postanweisungen nach Frankreich sind in der Frankenwährung, die nad> Großbritannien und den Niederlanden in der holländischen Guldenwährung auszustellcn. In der Schweiz wird bei der Umschreibung der^ Postanweisungen nach Frankreicki das Verhältnis von 102:100 Franken zugrunde gelegt, o) Briese mit Wertangabe dürsen außer schriftlichen Mittei langen mir Wertpapiere enthalten. Die Briese ,rnd Kästchzm mit Wertangabe müssen offen cingeliesert und nach Prüfung des Jin Halts durch den Annahmebecuilten unter dessen Augen vom Absender versiegelt werden, e) Sendungen an Kriegsgefangene in Gibraltar müssen adressiert sein: Rommander Prisoners ok War, Gibraltar.
" Da? Kreisamt erläßt im Anzeigenteil der vorliegenden
Ausgabe eine Bekamitmachuiig über die Maßregeln zur Bekänwumg der svlanl- und Klauenseuche, an! die wir ausdrücklich Hinweisen. Don Bedent-mg ist dabei namentlich auch die Ve- ilimuiung, daß tu den Sperrbezirke» die Hunde sestzulegen sind.
Landkreis Gießen.
O L i ch, 16. Nov. Trotz Krieg und teilweise ungünstigem Eiienbaknsa ri lan konnte d>« L a n d >v i r i i ch a ! t I i ch e W i ii t er- schule liier hente mit 22 Schülern erössnet iverden, von denen 10 die obere und i2 die untere Klasie besuchen.
Kreis Büdingen
<2 Nidda, 16, Noo. Ein l'l Iatzre alter Babnarbeiter von liier kam beute vormittag mit einem Bein an! de», hiesigen Bahnhof in die Drehscheibe. Der K » n wurde ihm stark z e r g u c t s ch t.
Hessen-Nassau.
b. Hanau, 18. Nov. Das p and ratsamt hat ftir den Bereich des Kreises Haiiau ein Ausfuhrverbot für Kar- t o i I c l n cilasien.
I>. F ii l d n . 18. Nov. Der Fuldaer L i e b e S g a b e m - wagen, der für das hier stehende Feldartillerie-Reginient Nr. 47 bcstiniinl war, ist in den poinische» Sünipien Necken geblieben »nd v e r!» n k e n.
vermiscHtes.
*• Eröffnung des Deutschen Hauses ln Agra. Am 15. November ds. Js. ist in Agra im Kanton Teffin an der südlichen Abdachung der Collina d'Oro oberhalb des Lugancr Sees das Deutsche Haus erössnet worden. Das Deiitsche Haus in Agra, eine Tochtcranstalt der Deutschen Heilstätte in Davos, ist, ebenso wie die Davoscr Anstalt, aus sreiwilligen Beiträgen cntsinnden. Für die Dauer des Krieges werden die 100 Betten des Tculschcn Hauses zu ermäßigten Preisen deutschen verwundeten und erkrankten Kriegsteilnehmern und ihren Angehörigen zur Verfügung gestellt.
* Herr und Frau Caillaux. Meldung der „Agence Havas": Caillaux und Frau haben sich am Samstag nach Brasilien eingeschisst. Ter ehemalige Ministerpräsident ist beauftragt, verschiedene Landcscrzeugnisse daraufhin zu untersuchen, ob sic sich zur menschlichen Nahrung bezw. zu Zwecken der nationalen Verteidigung eignen.
' D i e N o t t i n g h a in e r gegen d i e P l a n e » e r S p i tz c, Iii Nottingham kand kürzlich eiiic KriegSsttznng der dortige» Sviiien- igbrikgule» linkt, deren Gegensinnd die Besprechimg von Biicieln und A-eqen bdöete, um den dentlckie» Svitzeilbandel, besonders glich die Plnueiier Erzeugnisse, nnf deni Weilmarkl n»sz>äcbaitcn und die Geschälte den englische» Nntcrnebmern znzuiühren. Schon vorher hotte, wie der »Konfektionär" be-ichtet, in London eine Beratung verschiedener Vertreter der cngiischen Spitzei»nd»slrie stgtt- geinnden, die den Beschinst geigßi hatte, die Großhändler zur Ver- ivcndmig der tzlolliiighanier ilat! der beutidten, besonders tei Pianener, Dpsye zn veranlgsseii. Allein bet der Besprechung in Nottinghaii, mußten die nteressenten selbn sellstelien. daß die Pianener Spitze ni t ;u denneibe» billigen Preise in Notliiigbam beriestclll werben könne. Pianener Spitze dort herznnelle». bedinge die Anfsiellnng neuer koübarer Piaichiiien, nitb der önju iiötigc Ülufiuoiib ivürdc sich mir don» bezahlt inache» kviine», ivenn die Großliaiielcr in de» ersten Jah>eii bedcnlcndes Eiilgegeii- konnneil bezetiieii. Fer-ier joiirbc hervorgehoben, daß die Be- dieiinng der Planeiier Maschinen »nverhältnisinäßig hohe Arbcils- iöhne criorderii würde. Den» aiicch das j ihrelangc Darniederliegeii der Spitzen »nd Stickereinidlistric in iliigland seien die geschickten und ailsgcbildete» Krgitc zu anderes, Jndnslrieen übergeqangen, so daß jetzt eiitwcder überhaupt kei» Nachivuchs oder aber nur ver- einzelle teicrc Kräite zu haben seien. Kurz: auch hier scheini der englische Wettbewerk mit der deutsche» Industrie ein Haar in der Suppe z» finde». Die Noltiiighainer Svitzenfabrikanten Hohen nun aui die .große pailiotische Welle" besonders >» Fraiikreich, wo man hoffentlich nach dem Kriege kein Kleid mit dem scheu spitze» werde mehr trage» wollen. Nun, die deutsche Soitzen» indiistrie mit ihrer g»ßerorde»tiichen Leistungsiähigkeit kann dieser .große» patriolischeii Weile' mit Gemütsruhe eillgcgeiisehc».
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wclleraussichtcn in Heilen a»> Mittwoch, de i 18 Nov. 1911! Ziemlich heuer, trocken, kalt, Nnchisro», nördliche Winde.
Letzte Nachrichten.
(WTB.) GroßesHauplauartier.l?. November, vormittags. (Amtlich.) Auch der gestrige Tag verlief aus dem westlichen Kriegsschauplatz im allgemeinen ruhig, Süd- lul» Verdun und nordöstlich Cirey grifsen die Franzosen er- folgws an.
Die Operationen auf dem östlichen Kriegsschauplatz nahmen weiter einen günstigen Fortgang. Nähere Nachrichten liegen noch nicht vor.
Oberste Heeresleitung.
Der (Gouverneur von Warschau srefaugeu.
(WTB.) Berlin, 17. November. (Nichtamtlich.) Unter den in der Schlacht bei Kuttw Gefangenen befindet sich der tzlouverneur von Warschau, von Korff, mit seinem Stabe.
Die Del-andlung der deutsche» Zivilgesangenen in Frankreich,
i. Köln, 17. Nov. lieber die Rückkehr der deuffchcn Zivil« gefangenen aus Frankreich schreibt man der „Köln. Ztg.": Die tlnterkunst der Gefangenen war in fast allen Fällen menschenunwürdig. Wegen zu großer Feuchtigkeit leerstehende Kasernen, verlassene .Klöster, Ställe und 'ähnliche Räume dienten als Gefängnisse. Betten gab cs fast nirgends. In manchen Fällen gab es Strolffäcke und Decken, in sehr vielen, wenn nir!>t den meisten Fällen, diente sür alle Gefangenen ohne Unterschick des Mters und Geschlechts Stroh als Lager. Durcliweg lv-.rb über das Essen lebhaft geklagt. Sellen >var es ausreick>end, nur den Hungei' zu stillen. In fast allen Fällen beschwert man sich auch über die schlechte ^Besdchsenheft des Essens. Statt walz wurde durchiveg Soda genommen. In einem Falle sollte es in einem Lager Sonntags etwas besonderes, nämlich Gulasch mit Reis geben. Als aber die Sch üssel auf dem Tische stand, entströmte ihr ein solch durchdringender Petrolcumgeruch, daß niemand an diesem Tage einen Bissen genießen konnte. Ueber die Behandlung wird in unzähligen Einzelheftcn bitter gellagt. Ein Kommissar in Roubaix ließ alle Gefangenen vollständig ausziehen, um sie ans Geld und ähnliches zu untersuchen. Er nahm allen 40 Prozent ihrer Barschaft ab.
Die englischen Millionenkrcdite.
i. Köln, 17. Nov. Die „Köln. Ztg." meldet aus Kopenhagen : Berlingske Tideude berichten, daß As guith dem Parlamente heute die auf 225 Millionen Pfund sich belaufenden Krcditforderungen der Regierung vorlegcn werde. „Daily Mail" bemerkt zu dieser Tatsache, daß dies das erstenmal in der Geschichte Englands sei, daß solche Forderungen auf einmal gestellt würden. Im Frühjahr 1915 werde England über drei Millionen Soldaten verftigcn. (Und was für welche! D. Rck. d. G. A.) _________
Schnupfen
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