Nr. 269
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Erstes Blatt
16§. Jahrgang
Montag, t6. November
Geueml-Mzeiger fir Oberhessen
Rotationrdruck und Verlag -er Srühl'schen l!niv.-S»ch- und Steindruckerei li. Lange. Schrisilcitung, Seschästrstellc u. Druckerei: Zchulstr. 7.
»eruq»» rei»:
inonatl. 75 Ps., viertel» lährl. Mk. 2.20; durch Abhole- iu Zweigstellen nionatl 65 Pi.; durch diePost Mk.2.—viertel- ,äl,rl. aurschl. Beüellg. Zeilenprei»' lokalI5M, cuisw. 20 Bf. — Haupt- schriflleiter: Aug. Goetz. Berantivortlich für den polit. Teil- Aug. Goetz; sür „Feuilleton", „Vermischtes" und,.Kcricht§- saal"^ Karl Neurath; für .Stadt und Land": Clio Braun; sür de» Anzeigenteil: H. Beck.
Mühsames Vorarbeiten in Westslandern. Die ErhebMg k% Islam.
Großes Dauptguartier, 1s. Nov., vormittags. (W.B. Amtlich.) Die Kämpse in Wcstslandern dauern an, in den letzten Tagen behindert durch das regnerische und stürmische Wetter. Unsere Angriffe schritten weiter langsam vorwärts. Südlich Ipern wurden 700 Franz-osen gefangen ge- MtMnen.
Englische Angriffe westlich Lille wurden abgrwiesen.
Bei Berry-au-Bac nmßtrn die Franzosen eine beherrschende Stellung räumen.
Im Argonnerwalde nahmen unsere Angriffe einen guten Fortgang. Die Franzosen erlitten starke Verluste und ließen auch gestern wieder über 150 Gefangene in unseren Händen.
In Ostpreußen dauern die Kämpfe noch an. Bei Stalin- pönen wurden 500 Russen gefangen genommen. Bei Svldau fiel noch keine Entscheidung. In der Gegend von Wloclawec wurde «in russisches Armeekorps zurückgcworfen. 1500 Gefangene und 12 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. ^ Oberste Heeresleitung.
(WTB.) Großes Hauptquartier, den 15. Nov. vorm. sAmtlich.) Tie Kämpfe auf dem rechten Flügel zeitigten auch igestern, durch das ungünstige Weiter beeinflußt, nur geringe Fortschritte.
Bei dem mühsamen Vorarbeiten wurden einige hundert Franzosen und Engländer gefangen genommen und zwei Maschinengewehre erbeutet.
Im Argonnenwalde gelang es, einen starken französischen Stützpunkt zu sprengen und im Sturm zu nehmen.
Die Meldung der Franzosen, sie hätten eine deutsche Abteilung bei Coincvurt (südlich von Marsal) in Unordnung gebracht, ist erfunden. Die Franzosen hatten vielmehr hier erhebliche Brrbistc, während wir keinen Mann verloren.
Im Osten dmiern an der Grenze von Ostpreußen und in Russisch-Polen die Kämpfe fort. Eine Entscheidung ist noch nicht crfolat. Oberste Heeresleitung.
* * *
Auch aus den beiden letzten Tagesberichten unserer Heeresleitung geht hervor, daß die deutschen Truppen sich langsam Bahn brechen und am Abschnitt der Äser wieder kleinere Erfolge gehabt haben. Die Engländer hatten bekanntlich verkündet, je länger die Entscheidungen sich verzögerten, desto mehr werde sich die Lage Englands und seiner Bundesgenossen verbessern. Nun, wir haben davon noch nichts gemerkt, im Gegenteil! Unsere Hoffnungen haben sich erfüllt: Die Erhebung der Buren, von der uns die englische Zensur nur wenig und ivahrscheinlich nur rosig Gefärbtes Mitteilen läßt, die Erhebung des Islam, die nun wirklich in einer ungeheuren Ausdehnung entflammt ist, so daß auch die Franzosen in M a r o k k o bereits iu höchster Not schweben — das sind Dinge, die sich erst in der Entwicklung befinden und ihre vollen Folgen erst in einigen Wvchcn zeigen werden. Denn das Gebiet des Islam ist zu weit und groß, die Berkehrsverhältnisse und Nachrichtenvermittlung sind dort zu schwierig und umständlich, als daß der Fctwa etwa so wirken könnte wie in Deutschland der Mobilmachungsbefehl. Smt merhin, überraschend kommen diese Dinge ja auch der mohammedanischen Welt nicht. Bon besonderem Interesse wird es sein, wie sich die 78 Millionen Muselmanen in Indien verhalten werden, von wo wir vorläufig noch alle Nachrichten durch das englische Sprachrohr erhalten. Der Feldzug gegen Aegypten hat schon zu sichtbaren Erfolgen des türkischen Heeres geführt, das ja auch gegen die Russen siegreich gewesen ist. Wäre cs unseren Feinden nun nicht vielleicht doch lieber, tvcnn sie die afrikanischen und indischen Mitkämpfer in ihrer Heimat gelassen hätten? Wir hatten Tsingtau von Anfang an, als die Japaner uns den Krieg erklärten, für vorläufig verloren erklärt; wie wird dagegen England den Wfall Indiens, des Zentrums seiner Macht, ertragen?
Doch wir wollen uns an.bcn eindrucksvollen Kmidgcbnn- gen, die uns jetzt der Draht aus Koirstanrinopel berichtet, nicht berauschen. Es ist nötig, daß Deutschland alle seine Kräfte zusammcnnrmmt, um die Gegner im Westen und Osten niederznringcn. Denn es ist klar, daß die Engländer in dem Kainps, der auch um ihre Existenz geht, alle ihre Mittel springen lassen werden. Es ist charakteristisch, daß in der letzten Zeit französische Stimmen eirrdringlich die Gefahren geschildert haben, die eintreten, wenn Deutschland den Küstenstrich bis Calais gewinnt. Die Engländer sehen sich also von ihren Freunden angeeifert und niüsscn es sich gefaben lassen, Andeutungen zu hören, daß sie noch nicht alles getan haben, was in ihren Kräften steht. Man appelliert in Paris jetzt an den britischen Eigennutz! Me Belgier sollen mit ihren englischen Helfern bereits zerfallen sein, da sie wohl wissen mögen, daß ihr letztes Heil nur in einer Verhandlung mit Deutschland liegen könnte. Indessen, wir müssen solche Meldungei: dock) mit einiger Vorsicht aufnehmen, denn es gibt natürlich auch gutgemeinten Klatsch, den wir uns vom Leibe halten müssen. So viel ist sicher, daß die Belgier für die furchtbare Heimsuchung ihres schönen Landes sich bei den Engländern zu bedanke,: haben Iverden.
Die Kämpfe in Westftandern.
Amsterdam, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) ,,Tele- graas" meldet aus Slvuis vom 11. Nov.: Gestern abend begannen an der Küste wieder die Kanonen zu donnern, nachdem lange Zeit Stille geherrscht lfatte. Gleichzeitig wurde wieder auf der Front in der Umgebung von Lambartzyde und Nicuport gekänipst. Die See stürmte und ein kalter Wind fegte über die Dünen und die Ebene; gleichwohl wurde hartnäckig gekämpft. In der Nacht brach ein gewaltiges Unwetter lvs. Zwischen den krachenden Donncrschlägen donnerten die Geschütze. Die deutschen Matrosen machen aus treibende Minen Jagd und sprengen sie in die Luft. Die Küste von Ofteiche bis nach Knoche ist jetzt ganz in Verteidigungszustand versetzt.
Zwist zwischen Belgiern unS Engländern?
Berlin, 15. Nov. (Ctr. Dln.) Verschiedene Quellen nrelden übereinstfinmend, daß zwischen Belgien und England ernste Zwistigkeiten ausgebrochen sind. So berichten insbesondere die a m b u r g e r Nach richte :>." aus Brüssel: Aus bester Quelle kann bestätigt werden, daß zivtschen Belgien und England sehr e r n st c Differenzen bestehen). Es heißt, daß jeder persönliche Verkehr zwischen König Albert und der englischen Heeresleitung aufgehört hat. Der König wünscht eine direkte Verständigung mit Deutschland, was England unter allen Umständen zu hintertrciben sucht. Eine Brüsseler Mitteilung der „Kreuzztg." bestätigt diese Nachricht. Darin heißt es n. a.: Die Belgier werfen den Engländern vor, daß sie auch in dei: Känchfen bei Mcuport von ihren Verbündeten tagelang in: Stich gestaffsen wurden, wodurch sich ihre inlgeheuren Verluste erklären. Fast eine ganze belgische Division ist vernichtet worden.
Die englischen Verluste.
London, 14. Nov. (WTB. N:chtmnilich.) Im Unterhaus hat A s q u i t h in Beantwortung einer Frage mitgeteüt, die englischen Verluste auf dem französischen Kriegsschauplätze betrügen bis zum 31. Oktober ungefähr 57000 Mann.
lieber eine völkerrechtswidrige Verletzung des Genfer
Abkommens durch belgische Radfahrer
weiß ein Landwchr-Jnfmiterie-Regiment an seine Vorgesetzte Behörde zu berichten. Es handelt sich um den Ueber- fall des Hospitals in Aelbeke, etwa 8 Kilometer nordöstlich Tonrcoing. Tie Schilderung des unerhörten Vorfalles lautet folgendermaßen:
Am Sonntag, den 11. Oktober zwischen 1—2 Uhr nachmittags erschienen in Aeleke 18 bis 20 belgische Radfahrer unter Führung eines Offiziers. Sic drangen in das als Feldlazarett eingerichtete Hospital, ein, welches durch eine Genfer Fahne gekennzeichnet war. In die beiden Säle, in weichen gegen 40 Schwerverwundetc, darunter auch einige Leichtverwundete lagen, wurden von ihnen mehrere Schüsse, etwa 5—6, abgegeben, ohne zu treffen. Den in einem Saale befindlichen Santtätsfeldwebel zogen sie aus dem Fenster und erschossen ihn auf der Straße, obwohl er eine Genfer Armbinde trug. Mit den Radfahrern war ein Panzer-Automobil angckommen. Einwohner haben sich an dem Uebersall nicht beteiligt. Diese Angaben sind mir soeben durch die Bizewachtmeister Grallinger und Engel vom 2. schweren Reileiregiment, sowie durch die Ulanen Pfeiffer und Schneider vom 2. bayerischen Ulanen- Regiment gemacht worden, welche leichtverwundet sind und nach Dunkelwerden aus dem Lazarett aufbrachen, um die Hilfe deutscher Truppen herbrizuholen.
Japaner im rnffischen Heer.
Berlin, 14. Nov. (Ctr. Dln.) Der Korrespondent des „Achtuhrabendblattes" in Insterburg berichtet, er habe sich durch eigenen Augenschein überzeugen können, daß unter den bei Eydtkuhnen und Stallüpönen in der letzten Woche statigefnndenen Gefechten Japaner gefangen genommen wurden. Sie tragen die japanische Uniform. Verwechslungen mit mongolischen Truppen erscheinen demnach ausgeschlossen. Es tmirde auch von den deutschen Offizieren und Soldaten bestätigt, daß die Gefangenen Japaner seien, und zwar handelt es sich um Artilleristen, die auf russischer Seite kämpfen.
Warme Unterkleidung für die Truppen.
(WTB.) Berlin, 14. Nov. (Nichtamtlich.) Der Kriegs- cmsschuß für warme Unterkleidung hat auch in der abge- lauscnen Woche seinem Programin entsprechend je einen Wollzng sowohl nach dem Westen als auch nackt dem Osten zur Beförderung gebracht. Ein erheblicher Teil der diesmaligen Sendungen stammte ans dem Königreich Sachsen und konnte seiner Besttmnrung besonders rasch zugeführt werden. Inzwischen haben sich die 'Ansprüche nach Versorgung der in den Schützengräben liegenden Truppen mit Wolldecken außerordentlich enveitent. Der Kriegsausschuß hat bereits mehr als 1000 000 Mk. zur Beschaffung solcher Decken aufgcwandt und die Truppen haben mit äußerster Dankbarkeit und dem Gefühl großer Erleichterung diese Spenden empfangen, die eine neue Bürgschaft für die Anf- rechtcrhaltung des.übrigens vorzüglichen Gesundheitszustandes unserer wackeren Krieger im Felde gewähren. Es ist nunmehr Aufgabe des Kriegsausschusses, für Beschaffung ivciterer Mittel zu sorgen, wodurch eine Unterbrechung der bisherigen Lie bestätigreit verhindert und nach Miglichkeit sichevgestellt wird, in der planmäßigen Versorgung der einzelnen Truppenteile mit dem über die vorschristsrnäßigen Ausrüstungsgegenstände hirrausreichenden Kälteschutz fort-
;»fahren. Die Einsicht der Notwendigkeit solcher vorsorgen-
oen Tätigkeit ergreift immer weitere Kreise. So haben sich z. B. sämtliche Fachverbäüde der Großh. Hessischen Eisenbahngemeinschaft und der Rcichscisenbahn mit fast 600 000 Mitgliedern angeschlossen. Dieses Beispiel bedarf dringend der Nachahmung durch andere Verbände und Privatpersonen. Es ergeht deshalb hierdurch die Bitte an die große Oeffentlichkett, vor allem Geldbeiträge an das Bankhaus Mendelssohn & Co., Berlin, Jügcrstraße, für den Kriegsausschuß für warme Unterkleidung bald möglichst einscnden zu wollen.
Tie Lage der «verbündeten Heere in Russifch-Pc^cn.
(WDB.) Ofenpest, 14. Rov. i Nichtamtlich.) Im „Pcstcv Lloyd" veröffentlicht Feldmarschull-Leutnant Schay einen aas- klärcnden Artikel über die Lago auf dem russischen Krregsskbau»- platz, in weläxim es u. a. heißt: Dem Laien ist Zurückgehen identisch mit Geschlagcnscin, obgleich zwar ein Fechter, der durch einen Sprung nach rückwätts einem gefährliche:: Hieb des Geg- ncrs ausiueicht, gewiß nicht für besiegt erklärt wird. Der Vorteil der Rückzugsoperalioncn der österrrichiscl>-ungarischen und der deutschen Armee liegt in folgendem: Tr:: Russen fehlt letzt zunächst die Unterstützung durch die drei mächtigen Weichselsestungen und das gctvaltigc Hindernis der Weichscl-Don-Linic. Som:t käme nnr noch der große Kräfteüberschuß der Russen zur Geltung. Aber awti dieser Kräfteüberschuß wir» bedeutend vermindert sein. -Die Entfernung von der Wachselstrecke Nowogeorgictosk-Jvaugorod westbich bis zur deutschen Grenze bettägt rund 200 Kilvmetzer. Aus dieser langen Strecke lausen nunmehr die naturgemäß cmp- findlickieit Verbrndungstlmien der Russen, die durch namhafte Krätle gesichert werden müssen. Durch Einschließung der vor unserer Front liegenden Festungen Prsemysl und eventuell auch Krakau gehen den Russen weitere Kräfte für die offene Feidschlacht verloren. Die Stellungen der Verbündeten sind ferner dadurch verbessert, daß den Russen sür Krästeversüguiigen hinter ihrer Front nurrmehr keine, so leistungsfähigen Bahnen zur Verfügung stehen, wie östlich der Weichsel. Hervorzuheben ist auch, daß infolge deS Vordringens der Rmsen in Polen ihr Rücken, wenn imfi nur indirekt, durch die Lcs«erreicher und Ungarn in Galizien bedroht erscheint, was die Atifinrrksamkeit der Russen und eventuell auch mehr Truppen als bisher in diese heikle Richtung lenkt. Durch Zurücknehmen der verbündeten Arnlecn hat sich also ihre Lage gegenüber den Berhältnissen an der Weichsel bederitend gebessert, und der Nachteil des Ausgebens einer bereits erreichten Stellung wird reichlich durch die Vorteile der neuen Situation wettgcmacht.
Tic Kämpfe gegen die Serbe».
Wien, 15. Nov. iWTB. Nichtamtlich.) Vom südlichen Kriegsschauplatz wird amtlich gemeldet: 15. November. Um für den Slbzug seiner Trains Zeit zu gewinnen, leistet der Gegner aus den Höhen nördlich und westlich Valjevo in vorvercitcicn Stellungen Widerstand. Unseren trotz unausgesetzter Kämpfe und großer Strapazen vom besten Geiste beseelten Truppen gelang es schon gestern, den Schlüssclvunkt der scindlichen Stellung, die Höhen bei Kamenica und die von Leznica nach Daljavo führenden Straßen, nach harten Kämpfen zu erobern. 580 Gefangene wurden gemacht tind zahlreiche Waffen und Munition erbeutet. Unsere Truppen standen gestern abend vor Obrenovas, bei Ub und im Angriff auf den Höhenrücken Jauttna, auf der Rückenlinie östlich Kamenica und in südlicher Richtung bis aus Stubica, dem Sattclpunkt der Straße Rogacika-Valjevo.
Tie österreichische Kriegsanleihe.
Wien, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Den Blättern zufolge erreichten die Voranmelduitgen auf die österreichische Kriegsanleihe bisher die Höhe von 400 000 000 Kronen. Unter den gezeichneten Beträgen befinden sich 25 Millionen von der Ersten Oestcrrcichi» scheu Sparkasse und viele Zeichnungen von einer Million und darüber.
Kundgebungen vor der deutschen Botschaft in Koustantinopcl.
Konst an tin opel, 15. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Uebcr die großen Kundgebungen der Türken wird weiter gemeldet: Nach der Kundgebung vor dem Sultan spielte sich vor der d e u t s ch e n B o l s ch a s t eine unvergleichliche i^ene ab. Trotz des strömenden Regens sammelte sich bei eintretender Dunkelheit eine Riesenmenge von Tausenden vor dem deutschen Botschaftsgebäude an. Ms der deutsche Botschafter ans dem Balkon erschien, ertönten minutenlang Zurufe und Händeklatschen. Die Musik spielte „Heil dir im siegerkranz". Deutsche und türkische Fahnen wurden ge- lchwenki. Der Vorsitzende des Komitees der Jungtürken N a - z i m B e i.^hielt eine Ansprache, in der er ausführte, die Vertreter des Islams seien glücklich, gemeinsam mit den tapferen und siegreichen Mächten in den Krieg ziehen zu können. Der deutsche Kaiser sei ein wirklicher Freund der Os» manen. Das habe er heute bewiesen und das sei unvergeßlich. Botschafter Frh-r. v. Wange nhcim erwiderte, er begrüße mit Genugtuung den Ausdruck der Freude vieler Tausende darüber, daß das türkische Heer gemeinsam mit den deutschen Streitkräften ß.n den Krieg ziehe. Er dankte für die Kimd- gcbnngen und sagte, er werde nicht verfehlen, seiner Regierung und dem Kaiser zu berichten, der sich immer als treuer Freund zur Türkei gezeigt habe. ?lls Zeichen seiner Freundschaft habe der Kaiser einige mnsclmanische (befangene geschickt und sic dem Sultan zur Versiiganig gestellt. Die Türkei und der Islam befänden sich an einein Lßeitdepunkt ihrer Geschichte. Er sei feit überzeugt, daß die Heere der drei Ver- kündeten, die zur Walpeung ihrer hchligsrcn Güter ans<w- zögert seien, siegreich blechen würden. Der Sieg luürde für


