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Cie Bestimmung für wirkliches Feindesland erheischt, vollkommen außer ach! gelassen und hier eine Maßregel in Aussicht gestellt wird, die einer Handelsblockade in einem neutralen Gebiet wunderbar gleicht, welche omnium consensu durch den auch von England angenommenen Artikel 18 der Londoner Deklaration für unzulässig erachtet wird. Es besteht ebensowenig ein Zweifel, daß diese Maßregel in vollkommenem Widerspruch steht mit dem Grundsatz des freien Aussuhrhandels mit den neutralen Staaten, welcher Grundsatz uns von England durch die gleichlautenden Ar­tikel 7 und 2 der Haager Neutralitätsverträge von 1907 ver­bürgt sind.

Der Burenausstand.

London, 9, Nov, (stkichtamtlich, Rrnter,) Ein starkes Kommando von Aufständischen zieht, w-ie es heißt, unter dem Befehle des Generals Kemp durch das Dal des Great Salt River nach dem Bezirk Vryburg. Oberst Albert zieht mit Regierungstruppen in derselben Richtung, Eine Abtei­lung Aufständischer ist in Harrysmith eingerückt,

Pretoria, 8, Nov, (WTB, Nichtamtlich, Reuter,) Die Regierungstruppen haben den Baalfluß über­schritten, die Aufständischen verfolgt und 350 davon gefangen genommen. Im Freistaat besetzten die Aufständischen neuer­dings .Harrysmith und entfalteten in mehreren anderen Distrikten ihre Tätigkeit, Oberst Mentz meldet, daß er nach einem Gefecht von Br o n kh o r stsprui t die von General Müller befehligten Ausständischen verfolgt, sie am Samstag überrascht, drei von ihnen getötet, sechs verwundet und vier gefangen genommen habe,

Tie Lage und »Haltung Griechenlands.

(WTB,> Wien, 9. Nov. (Nichtamtlich.) DieSüdsla- bi'sche Korrespondenz" meldet aus Athen: Ter DruckEng- lands und Frankreichs, um Griechenland zur Auf­gabe seiner Neutralität zu veranlassen, ist seit der Eröffnung der Feindseligkeiten mit der Türkei stärker geworden, und versetz: Griechenland unter allen Balkanstaaten in die un­angenehmste Lage, Man befürchtet namentlich, daß England Griechenland zwingen werde, gegen die Türkei vorzugcben bevor dieses über die Haltung Bulgariens klar geworden ist. Ter Druck Englands, der sich auch in der Behinderung der Ausfuhr der wichtigsten griechischen Produkte äußert, ist um so fühlbarer, als sich die ganze griechische Flotte in den .Hänl- den von Engländern befindet. Dem griechischen Admiral Kun­duriotis, dessen zweimonatiger llrtaub jetzt abläuft, mußte auf Verlangen Englands sein Urlaub verlängert werden, was zu vielen Kommentaren Anlaß gibt.

Die Kriegsgefangenen von Tsingtau.

Dondcrholländischeu Grenze, 9, Nov, (Telcgr.) Ein Reutcrtelegramm vom 8. November aus Tokio lautet: Nach den letzten Berichten sind bei der Einnahme von Tsing tau 2300 Kriegsgefangene gemacht worden. Die Verluste der Japaner betragen 40 Offiziere verwundet und 426 Mann getötet oder verwundet. Außerdem sind zwei englische Offiziere verwundet,

Eii» russischer Protest gegen China.

(WTB,) Leipzig, 9,Nov, (Nichtamtliche DemLeip zcger Tageblatt" wird aus Kopenhagen gemeldet: Wie die hiesigen Blätter aus Petersburg melden, hat die russische Re­gierung in Peking Protest erhoben gegen die begonnenen starken chinesischen Konzentrationen in der Man­dschurei.

Der Kaiser über Tsingtau.

Berlin, 9. Nov. (Etr, Mn.) Vom Kaiser ist bei dem Reichstagspräsidcnlen Dr. Kampf nachstehendes Tele­gramm eingetroffen.

Ich danke Ihnen für den Ausdruck der Gefühle des Schmerzes und des Vertrauens auf die Zukunft, von welchem der Reichstag und alle deutschen Herzen angesichts des Falles von Tsingtau er­füllt sind. Die heldenmütige Verteidigung der in langjähriger Ar­beit geschaffenen Mnsterstätte deutscher Kultur bildet ein neues Ruhmesblatt für den Geist der Treue bis znm Tod, den das deutsche Volk mit seinein Heer und seiner Flotte in dem gegenwärtigen Beetcidignngskamvs gegen eine Welt von Haß, Neid und Begehr­lichkeit schon so mannigfach wills Gott, nicht vergeblich betätigt hat. Wilhelm I, R,"

Der Kaiser und der Bremer Senat.

(WTB,) Bremen, 9,Nov, (Nichtamtlich,) Anläßlich des Sieges unseres Geschwaders an der chilenischen Küste hat zwischen dem Senat der freien Hansestadt Bremen und dem Kaiser folgender Depescheruvechsel stattgefunden:

Seine Majestät dem Kaiser, Großes Hauptguartier, Zu den großen Wasfentatcn des Heeres und der Marine hat die letztere in diesen Tagen eine neue von besonderem Glanze binzugefügt, die Vernichtung der englischen Kreuzerdivision an der chilenischen Küste, Elv, Kaiserlichen und Königlichen Majestät, als dem weit- blickcnden Schövjer der deutschen Marine, beehrt sich der Senat der Freien und Hansestadt zu deren erstem herrlichen Sieg die herzlichsten Glückwünsche z»»> 'Ausdruck zu bringen. Möchte der Geist, mit dem Ew. Majestät die deutsche Wehrmacht erfüllt haben, sie zu einem vollen Erfolg für unseres Reiches Macht und Ehre führen. In untertänigster Ehrerbietung der Präsident des Senats, Stadtländer,

An den Senat der Freien und Hansestadt Bremen! Meinen wärmsten Tank für die Glücktoünsche der Freien und .Hansestadt Kremen zu dem ersten Seesieg unserer Marine, Ich freue Mich mit dem gesamten deutschen Volk über diese glänzende Probe echten Seemannsgeistcs und bitte Gott, daß er unseren Waffen zu Lande und zu Wasser auch fernerhin den Sieg verleihe und die ans die Vernichtung deutschen We>ens und Einilusses gerich­teten Pläne aller unserer Feinde zuschanden mache. Gezeichnet Wilhelm I R. Auch zwischen dem Staatssekretär des Reichs- marlneamtö, Großadmiral von Tirvitz und dem Präsidenten des Senats jand ein ähnlicher Depescheniveäücl statt.

Bon» südöstlichen Kriegsschauplatz.

(WTB.) Wien, 9, Nov, (Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet: 9, Nov, Unsere Operationen aus dem südlichen Kriegsschauplatz nehmen einen durchaus günstigen Verlauf Während jedoch unsere Vorrückung über die Linie Sabae- LicSnica an den stark verschanzten Bergfüßen auf zähesten Widerstand stieß, endeten die dreitägigen Kämpfe auf der Linie Loznica-Krilpauj-Ljubovija bereits mit einem durch- greifenden Erfolge. Der Gegner bestand aus der ser­bischen 3. Armee, General Paul Sturm, und der 1, Armee, General Peter Bojavic. mit zusammen 6 Divisionen von 120000 Mann, Die beiden Armeen befinden sich nach den« Verlust der lavier verteidigten Stellungen seit gestern ans dem Rückzuge nach Baljewo. Unsere siegreichen Korvs erreich­ten gestern abend Loznica, östlich den dominierenden Höhen des Hanptrückens der Sobolska Planina, südöstlich Krupanj, Es wurden zahlreiche Gefangene gemacht und Kriegsmaterial erbeutet, Details fehlen noch.

Aus dem Reiche.

(WTB.) Berlin, 10, Nov. Die Vorlage über Fest­setzung von Höchstpreisen für Kartoffeln, die

dem Bundesrat derNeuen Polit, Korr," zufolge dem­nächst zugehen wird, sieht eine Preisbemessung vor, welche der Bevölkerung das wichtigste Nahrungsmittel neben dem Brot zu erschwinglichen Preisen zur Verfügung stellt und doch dem Landwirt keinen Anreiz bietet, die Kartoffeln in übermäßigem Umfange zu verfüttern.

(WTB.) B e r l i n, 10. Nov, In der gestrigen Kriegs- s i tz u n g der Berliner Handwerkskammer wurde er­neut die Entschlossenheit der Handwerkskammer festgcstcllt, daran festzuhalten, daß alle Erwerbsstände zusammcustehen müssen, bis es gelungen ist, einen Frieden zu schließen, der unserer großen Opfer lvert ist. Für das notleidende Hand­werk in Ostpreußen und Elsaß-Lothringen sind von der Handelskammer 10 000 Mark bewilligt worden. Bis zum 3, November wurden im ganzen 1310 Handwerker mit 4763 Familienangehörigen mit 70000 Mk. unterstützt,

Gotha, 8, Nov, Im Anschluß an die bereits srüher gemel­dete Kundgebung des gemeinschaftlichen Landtages der Herzogtümer Koburg und Gotha gegen eine Thronfolgeaußer deutsch er Mitglieder des koburgischcn Fürstenhauses in den beiden thüringischen Herzogtümern hat nunmehr auch der Ausschuß des Got Hai scheu Sveziallandtages einsttmmig den Be­schluß gefaßt, worin das Staätsministerium ersucht wird, einen dahingehenden das Staatsgrundgesetz und das Thronsolgegesetz ab­ändernden Gesetzentwurf vorzulegen. Während sich aber der An­trag des gemeinschaftlichen Landtages lediglich gegen die Thron­folge an und für sich wendet, richtet der Gothaische Landtag sein Angcnmerk^darüber hinaus auch dagegen, daß bis jetzt die aus­ländischen Thronanwärter auch berechtigt sind, als Erben am Go- thaischen Hansiideikommiß und an dem Ernst Albert-Fideikommiß auszutretcn. Nach der jetzt gültigen Erbfolge würde im Falle des Aussterbens der von Herzog Karl Eduard begründeten Linie zunächst das englische Königshaus, dann die chcm, königlich vortugiesische danach die bulgarische und schließlich auch noch die belgische Linie des koburg-gothaischen Hanfes erbberechtigt sein: erst nach diesen kommen wieder zwei deutsche Fürstenhäuser in Frage, nämlich die sachsen-mciningische und die sachsen-altcnburgische Linie. Der ge­meinschaftliche Stammvater dieser Erbberechtigten ist der im Jahre 1675 verstorbene Herzog Ernst der Fromme von Gotha,

Provinzial-Ansschutz der Provinz Oberhessen.

Kz. Gießen, 7, Nov.

Klage des Schäfers August Philipp Keller zu Butzbach gegen die Fürsorge für Beamte u nd Bedien st etederLaud gemciudenundK om- munalvcrbände wegen Gestattung der frei- willigen Fortsetzung der Mitgliedschaft. Der Gemeindeschäfer von Hoch-Weisel August Wilhelm Keller ist, um sich pelüniär zu verbessern,in dieTieuste der Schäferci- gescttschast Butzbach übergetreten und stellte daraufhin bei der Fürsorgekasse, deren Mitglied er war, Antrag auf frei­willige Fortsetzung der Mitgliedschaft, Dieser Antrag wurde von dem Verwaltungsrat der Fürsorgekasse mit der Begrün­dung abgclchnt, daß Keller die Auflösung seines Dienst­verhältnisses selbst verschuldet habe. Der Provinzialausschuß nahm den gegenteiligen Standpunkt ein und entschied, daß der Klage des Schäfers stattzugeben sei unter Aufhebung des Bescheides der Fürsorgekasse,

Klage der G e m c i n d c r a t s m i t g l i e d e r Hein­rich Ruppel XI. und Genossen gegen den Be­schluß des Kreisausschusses des Kreises Gieße» vom 19, September 1914, Auf ordnungs­mäßige Einladung zu zwei Sitzungen des Gemeinderats in Obbornhofen haben einige Mitglieder, die sich durch ein­seitiges Vorgehen des Bürgermeisters für überflüssig hiel­ten, ohne Entschuldigung gefehlt, Der Kreisausschuß ver­hängte über die Mitglieder Ordnungsstrafen von 2 Mk. pro Sitzung und Mitglied, Gegen die verhängten Strafen klag­ten die Gemeinderatsmitglieder nunmehr bei dem Provin- zialausschuß. Dieser kam zu der Entscheidung daß die Ge- meindcratsmitglieder Heinrich Ruppel XI, und 4 Genossen wegen unentschuldigten Ausbleibens in einer Sitzung zu je 2 Mk, Ordnungsstrafe verurteilt werden. Wegen einem Gemeinderatsmilglied, das zurzeit im Felde steht, beschloß der Provinzialausschuß die Verhandlung auszusetzeu.

Gesuch des Heinrich Ripper zu Friedberg umErlaubniszumBetricbeeinerSchanklv iri­sch aft indem Hause Hanauer Straße 3, Gesuch- stctter hat seinen Antrag auf SchanLvirtschaftskvnzessivn zurückgenommen.

Klage des Gesamtarmenverbands Nien­stedten zu Blankenese gegen den Ortsarinen- verband Storndorf wegen Unterstützung des H, Günther, Der Provinzialausschuß entschied, daß die Klage des Gcsamtarmciwcrbands Nienstedten zu Blankenese gegen den Ortsarmenvcrbcmd Stonidorf als unbegründet !zurückzuweisen sei und der Gesamtarmenverband Nienstedten die Kosten zu tragen habe.

Ans Stabt und Land«

Gießen. 10. November 1914.

Auf dein Felde der Ehre gefallen.

(AvS Hessen und den Nachbargebieten.)

Unieroff, d. L, 'Andreas TongeS, Jni.-Rgt «3, aus Friedens- dort. Landivehrmann Seinr. Aua. W a I d s ch in i d t aus sirohu- bansen (Till>. Musketier Karl 9! e i tz, Ink.-Rat. 114, aus Elpenrod. Landwekirm. Karl Leihinann, Ink.-Rat. 146, aus Maulbach. Landivehrm. Hciur. Eckstein, Ius.-Rgt. 116, ans Brauerschmend, Unterosf. ü. Res, Ernst P ! e ß Iiü.-Rgt. 16$, aus Offenbar!, a M. - Eokr, der Res, Allred I >u m i s ch , Juk.^ Rqt 115, auS Offe,ibach a, M. Res. Karl B n » in a ä r t m c r, Jul.-Rat, 115, aus Offenbar!, a. M. MuSk Julius Stöcker, Ink.-Rat. 164, aus Offenbach a. M. Rej, Franz Fr. S n u e r Ink.-Rgt, 116, aus Offenbach a. M, Kanonier Heine. Längs- dori, Fub-Aet-Rgt. S, aus Groß-Nerliteubach. Meir. F>ih Schneider, Ink.-Rgt 84, und Res, Karl Schneider, 3»f.» Rat. 31 (Bruders, aus Reiskirchen (Kr. Wetzlar. Landwekirm. Slei er Wild. Jen, Ink.-Rgt 116, aus Oberudori, Landmebrm f'etuv. D ö r t n q II. aus Bannerod. Res. Karl Wenzel aus Rieder-Florstadl. Laiidwcbrnicuin Rob. öeinr. Schneller Ink.»Rat. 116, aus Rieder-Wöllstadt. Res. Karl Kost, Is.. Rgt. 116, aus Petterweil. Dize'elswebel und Rekcrendar Her»,. Schäler, 22. bayr. Ink.-Rgt, ans Reichelsheim i. d. W. Landivehrmann Willi. Mühlia, Ini.-Ra». 116, aus Reichels- titun i. d Ä, Landivehrm. Wild. Siedler, Ink-Rat, II6, aus Ober-Rosbach, llmeroff. d. L. Jak, Jinhok, 41.Ärig.-Ers.-Bat. aus Mainz. - Res. Wilh. Zivi, Ins-Rgt. 88, aus Mainz, Landwehr»,, Ga, I n n a, Ink.-Rat. 117, ans Mainz. Land- wehrnu Wilh. Bender III., In'.-Rqt. 117, nus Essenheim. Res, Emil Schneider. Res.-Iägerbat, ll, nus Ostheim b, Butzback, Landivehrm. Heine. PHiiipvS, Ink.-Rgt. 116, aus Langen- Hai»-Ziv ingenberg. Kiiegslreiw, Gew Dr. pdil, Hugo Weaelc aus Darmstadt. - Dr jar Karl Schleicher, Bürgermeister ln Kreuznach, Ge'r. Karl T,e h l, Lauvw.-Rat. 30, aus Wies- baden Tronweler-SecEmil Braatz, Traa.-Rgt. 23» aus Tarmstadt Nuteroff. d. Res. Lehrer Karl Saum. Ins-Rgt 116, aus Tarmstadt. - Res, 'Adam H a r t in a » n , Ink.-Rgt. 116, aus Darmstadt. Res. Phil. Wenchel, Jns.-Ra», 116. ans Messel. KrieqSireiw. Reuili. Fasterding, Res.-Iägerbat Marburg. Fcldivcbcl Job. R » v v e r s b e r a , Ink.-Rat-4!, aus Ltcezhausen. 5i>>egclrenv, Albert Walter, Rei-Jngerbat, Marburg. Res. Ad. «lern, Jns.-Rgt. 116, aus Geiß-Ridda.

Laudwehkm. Wilh. K leer, Ink-Rgt. 116, aus Ober-Didders- he>m. Gesr. Otio Zoll, Jiik.-Rgt.llk, aus Lber-Widdcrsheim.

** D r. Fritz P o l h , ein Bruder des am 2. November gefallenen Hanpnnanns P o l y , ist zwei Tage nach seinem Bruder, am 4, November, ebenfalls auf französischer Erde g e st o r 6 e n. Er stand als Stabsarzt d. Res. beim 2 . Bat. des Jns.-Regts. 116 und hatte sich wie sein Bruder das E i s e r n e K r e u z" verdient.

** Ritter des Eisernen Kreuzes: Feldwebel! Harnisch, Jnf.-Rcgt. 81 (früher Jnf.-Regt, 12/116). Fcldw. Plage mann, Jnf.-Regt. 81 (früher Jnf.-Regt, 8/116). Uffz, Gottfried Zeller aus Vilbel. Prüp-Anst,-Lehrer Welcker in Herbvrn, Off,-Stellv, Emil Cuntz vom Res,- Jnf.-Regt, 81 aus Sinn, Reservist Heinrich Moos aus Donsbach, Uffz, Bau mann, Gesr, Beutel und Feldw. Zink ans Unter-Schönmattenwag, Lenin, Otto Schmidt im Jnf.-Regt, 60 aus Heppenheim, Graf Eberhard zu Erbach, beaustragi mit der Führung der iRach^icksten-Abt. der 6, Kav,-Div,, in Erbach, Dr, Herm, Schweckendiek beim 66, Res,-Jnf,-Rcgt, (Altenburg), Dr, Phil, u>:d chem, Aug, Sch weckendick, Vizesetdw, im Res,-Jäger-Bat, 11 (Marburg). Lcutn, d. R, Gerichtsass, Dr, Werner Rhode (Marburg). Res, Hermann Seger (Marburg), General- stabshauptmann Kurt v. He er in gen, ObcrU. rmd Rogi- mentsadj, im Jus,-Regt, 91 v. Heeringen, Lenin, d, R. Wilhelm F l c i s ch h n t (Homberg) im Pionierbat, 11, Kreis- ticrarzt Jakobson, zurzeit Stabsveterinär beini 4L. Feld- Art.-Rcgt, Leutn, d, R, im 1. bayr. Jnf.-Leib-Regt, Ernst Hacker aus Darmstadt, Tr, phil. Hermann Schmeel, Uffz, d, R, beim Stabe der Mun,-Kol-Abt. II des 14. Arniec- korps, in Darmstadt, Leutn, Jäger in Darmstadt, Einj,- Uffz, Ka lb e rla aus Ostheim, Jnf.-Regt. 168. Wachtmeister Bürgermeister Möckc l aus Maibach, badische sck/wcre Mu- nitionskolonne. Vizefcldw, Sch e er, Jnf.-Regt, 13, früher Unterofsizierschule Wetzlar, Gesr, Wilhelm Fey, Res,-Jns.- Rcgt, 116, aus Oberndorf (im Lazarett seinen Wunden er­legen), Stabsvetrenär im braunschw, Husaren-Regt, Mberl Kaiser aus Lauterbach.

** Der ungediente Landsturm, der im Oktober zur Müstcrung gekommen ist, wird aller Mahrscl>cinlichkcit nach zum Teil gegen Ende dieses Monats zur Einstellung kommen.

** Die Paketuot. Im Hinblick aus die mannig­fachen Klagen über die Mängel der Pakctbefördewmg ins Feld seien nachstehend drei Acntzernngen zu diesem Gegen­stand wicdergegeben, die znr Klärung der Uusicksten das ihrige beitragen dürften. Amtlich wird- erklärt:

In der Presse und in Zuschristcn ist im Tone des Vorwurfs gegen die Postvcrwaltung darauf hingewiescn worden, daß bis vor kurzem aus Bahnhösen große Mengen von Postpaketen ausgcstapclt waren, die offenbar wegen Mangels an Personal nicht sortiert und besördcrt würden. Wenn hieraus gefolgert werden sollte, daß die Postverwaltung den Paketvrrlehr veruachtässigt und ihm nicht wie sonst die möglichste Sorgsalt gewidmet habe, so ioäre das falsch. Die Pakete, die die Einsender der Zuschriften usw, ge­sehen haben, waren nicht Pakete des allgemeinen Verkehrs, sondern solche, die nach der Bekanntmachung des Kriegsministeriums vom 1. Oktober in der Zeit vom 19. bis 26. Oktober zur Beförderung an das Feldheer ausgcliescrt worden sind. Nach dieser Bekannt­machung hatte die Postverwaltung die Pakete anzunchmen imd bis zu den Militär -Paketdevots zu desördern. Das ist seiner Zeit geschehen. Die Weiterbeförderung der Pakete von den Paket- dcpots aus lag in den Händen der Militär Verwaltung und ist von ihr mit allen Mitteln betrieben worden. Wenn trotzdem der ?lbsluß der Pakete von senen Stellen nicht mit einer solchen Be-, schlninigung vor sich gegen konnte, daß eine Ansammlung ver­mieden'wurde, so lag dies an der Menge der zuströmenden Pakete und an der notwendigen Rücksichtnahme aus die Möglichkeit ihrer Weiterbeförderung auf des Etappenstraßen,"

Weiterhin wird amtlich mitgetcilt:

Im Publikum ist die irrtümsichc Auffassung verbreitet, daß die in der Zeit vom 19, bis 26, Oktober 1914 von den Paketdevots angenommenen Pakete durch die Feldvost zu den Truppen beför­dert werden, Die Feldvost hat mit diesen Paketen überhaupt nichts zu tun, und die Reichspost hat lediglich die Zuführung der Pakete an die Paketdevots übermittelt.

Bei den Paketdevots sind die Pakete nach den i einzelnen Trupvenverbänden geordnet und mit der Eisenbahn weiter beför­dert worden. Naturgemäß hat zeitweise bei den Paketdevots eine starke Ansammlung von Paketen stattgefunden, denn die Paket­depots sind eben Sammelstcllen. Nach Schluß der Paketannahme wickelt sich die Weitersendung ordnungsmäßig ab, Tie Zustellung der Pakete an die Truppen wird zeitlich eine sehr verschiedene sein. Berücksichtigt man, daß wichtigere Bedürinisse unserer kämvsendcn §>eere vor den Pakctsendungcn unbedingt den Vorrang haben müssen, und daß die Etapoenstraßen stets außerordentlich belastet sind, so kann es nicht Wunder nehmen, wenn in manchen Fällen einige Wochen vergehen werden, bis die Pakete an ihrem Bestimmungsort angelangt sind,"

Als Beweis für die Mühewaltung, die man der An­gelegenheit an den verantwortlicl)en Stetten widmet, diene lchließlich noch nachstehende Mitteilung des General­kommandos:

Die eingegangencn Reklamationen über unvünktliche Zu­stellungen von Paketen an Truppen jm Felde gaben dem Stell­vertretenden General-Kommando des 18, Ar­meekorps Veranlassung, eine Kommission ins Feld zu entsenden, welche die ausdrückliche Aufgabe hatte, nach vermißten Sendungen Ermittelungen anzu st eilen, diese mit einer Reihe neuer Waggonsendungen der Bcstimmuirg zuzuführen. Die Reise, welche im Laufe der letzten Woche ausgeiührl wurde, hat das befriedigende Resultat ergeben, daß nunmehr alle Sendungen für das 18, Armeekorps an dem Schlußpunkr der Bahnlinie weiter« geführt werden konnten. Der vom Generalkommando beauftragte Kommissar war in der Lage, persönlich mit dem Generalkommando des 18. Armeekorps im Felde zu verhandeln, und die Auslieferung von rund 86 000 bis 100 000 Paketen am Sitze des General- Kommandos zu veranlassen. Bei dieser Rücksprache hat sich heraus­gestellt, daß die Verabfolgung der zahlreich eingehenden Pakete dadurch weitere Verzögerung erleiden muß, daß von einzelnen Absendern teilweise Sendungen im Gewicht von 10 bis 20 Kg. unifassend 68 Pakete an einzelne Offiziere und Mannschaften übermittelt worden waren. Das Generalkommando im Felde er­klärte dem Kommissar, daß eine Verabfolgung derarttg großer Mengen jeweils nach Lage des Gefechtes auf Schwierig­keiten stoße, zumal eine Reihe von Regimentern sich zur Zeit in vorgelagerten Schützengräben befinde, und auch durch di« weitverzweigten Stellungen nicht binnen kurzem erreicht werden können. Die Msender der Pakete müssen daher damit rechnen, daß die Verabsolgung der Sendungen nur in geeigneten Zwischen­räumen erfolgt und auch dann nur zu crinüglichen ist, wcmi die einzelnen Osnzicre und Mannschaften im Fclddienst abgelöst wer­den, und von ihrem zeitweiligen Standort zurnckkehren.

Die weiteren Untersuchungen der abgesandten Kommission erstreckten sich aus die viclsachcn Klagen bezüglich der Sendungen, die offen oder teiliveise ihres Inhaltes beraubt am Besffmmungs- ort anlangen sollen. Diese Klagen sind bezüglich Paketen voll­ständig unberechtigt.

Es hat sich gezeigt, daß die Waggonsendungcn gut vervlombt bis an die Endstation gelangen und dort von den Kraftwagen­kolonnen des Korps oder den Fuhrwerken der einzelnen Regimenter pünktlich in Eniviang genommen werden. Durch die weile Reise sind selbstverständlich Beschädigungen niemals zu vcrmcideu: ins­besondere gilt dies von leicht verderblichen Sachen, wie Obst, Flcischwarcn oder schlecht verpackwn Flüssigkeiten, die trotz wieder­holter Mahnungen in der Presse, immer iwch zum Versand ge-