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Der Sirhener Anzeiger
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Erstes Blaü
;64. Jahrgang
Dienstag, JO. November
General-Anzeiger für Oberhesten
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monatl. 75 'Bi., viertel- jährl. Akk. 2.20: durch Abhole- n. Zweigstellen inonatl 65 Ps.: durch diePost Atk.2.— viertel- jährl. ausschl. Beslellq. Zeilenpreis: lokal 15 Pi-, ansiv. 20 Ps. — Haupt- schristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich sür bei» polit. Teil: Ang. Goetz; sür ,Feuilleton", .Vermischtes" und.Gerichtssaal": Karl Neurath; sür .Stadt und Land" :
Rotationsdruck und Verlag der vrühl'fchen Univ.-Buch- und Steindruckerei R. Lange. Zchriftlcitung, SeschästrjteHe u. vruckerei: Schulstr. 7. Anzeigenteil:' H^ Beck!
Ariegsglück im Westen und im Osten. Auch die TMen siegen?
Großes Hauptguartier, 9.Nov. vorm. (WTB. Amtlich.i Wieder richteten mehrere feindliche Schiffe ihr Feuer gegen unseren rechten Flügel. Sie wurden aber durch unsere Artillerie schnell Vertrieben. Ein in den Abendstunden aus Nieuport heraus unternommener und in der Nacht wiederholter Vorstotz des Feindes scheiterte gänzlich. Trotz hartnäckigsten Widerstandes schreiten unsere Angriffe aus Ypern langsam, aber stetig vorwärts. Feindliche Gegenangriffe südwestlich Ypern wurden abgewiesen und mehrere 100 Mann zu Gefangenen gemacht.
Im Osten wurde rin Angriff starker russischer Kräfte nördlich des Wysztyter See's unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen. Die Russen ließen über 4000 Gesan- gcneund lOMaschinengewehrein unsere »Händen
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Es ist ein schlechtes Zeichen für den Feind in West- flandcrn, dach er seinen 'Durchbruchsversuch an der Küste, bei Menport, nochmals, und zwar wiederum vergeblich, auf- genoinmen hat. Die Unseren sind, trotz Ueberschwemmungcu, unermüdlich auf der Wpcht, und sie ziehen den Kreis um die feindliche Armee enger und enger. Englische Kriegsschiffe hatten geglaubt, den Durchbruchsversuch bei Nieuport durch iljx Feuer unterstützen zu rönnen: die Hoffnung war eitel; die Schiffe wurden schnell vertrieben.
Die Franzosen verbreiten wortreiche amtliche Nachrichten, aus denen aber mitKlarheit g a r u i ch t s entnommen werden kann. „Wir halten uns": „unsere Truppen drangen da und dort vor", usw.; Nebensächlichkeiten werden aufgezählt, und es lohnt nicht, sic wiederzugeben. Die Hauptsache, daß, es jetzt bei Ypern rüstig vorwärts geht, steht nur in der deutschen Meldung. Feindliche (Gegenangriffe wurden dort abgewiesen und mehrere hundert Gefangene gemacht. Bemerkenswert ist, daß die Franzosen nach ihren eigenen Meldungen keine Gefangenen und keine Beute gemacht haben.
Auch im Osten haben unsere unverzagten Truppen lviedcr über andrängende Russen einen ansehnlichen Sieg davougctragen. 4000 Gefangene und 10 Maschinengewehre in unseren Händen, das stimmt alle'Herzen froh und bringt uns leicht darüber hinweg, daß die Russen mit ihren An- griffsversuchen gegen Ostpreußen anscheinend immer noch nicht genug haben. Noch nach Jahrhunderten wird dieser ostprcnßische Grenzstrich für das Zarenreich ein Ort der Btaniage sein. In der Vorstellung des Betrachters befestigt sich immer stärker jenes Bild von den handfesten Fäusten, die einen schwerfälligen Burschen beim Kragen packen und ihn vor die Türe werfen. Ter Mißhandelte kommt wieder, aber immer ist derselbe Besen zur Stelle. Ter Wysztptcr See liegt auf der deutsch-russischen Grenze, südöstlich von Gumbinnen. Starke russische Kräfte erlitten schwere Verluste. Nun wird das Gouvernement Suwalki wohl bald wieder ganz in deutscher Hand sein!
Auch die Türken siegen über die Russen! Am Oberlauf des Aras im Karsgcbiet, bei dem Städtchen Kagpsman, hat das türkische .Heer das Zentrum des Feindes erfaßt und nach zweitägigem Kampfe geschlagen. Gar nicht weit davon, an der Ostküste des Schwarzen Meeres, haben gleichfalls tür- schc Geschütze gedonnert, und zwar galt der Angriff eines türkischen Kreuzers der Stadt Poti. Väterchen Zar muß auch dem „kranken Manu" gegenüber den Rückzug an treten. Ob er nun die pauslavistischen Hetzer und Treiber einmal fragen wird, wohin ihre schönen Pläne entschwunden seien? Die russische Hydrä hat viele Köpfe: sie hat aber bereits so viele verloren, daß sic bald ansängt, ungefährlich zu werden, zumat die noch vorhandenen Köpfe nicht mehr recht beißen können, weil keine Zähne (Kanonen) mehr vorhanden sind. Und mit der Peitsche ist doch gegen den äußeren Feind nichts zu machen.
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Türkischer Sieg über die Russen.
(WTB.) Konstantinopel, 8. Nov., 6 Uhr abds. (Amtlich.) Zweiter amtlicher Bericht aus dem Großen Haupt- guartier: Im Kampfe, der seit zwei Tagen an der kaukasischen Grenze andaucrte, ist die russische Armee vollkommen geschlagen worden. Unsere Armee hält die russischen Stellungen besetzt. Einzelheiten werden später bekannt gegeben werden.
Ko n sta ntino p el, 9. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Ein weiterer Bericht des Großen Hauptquartiers über den t ü r lisch en Siegander kaukasischen Grenze besagt: Während unsere Kavallerie über Kaghisman gegen den Feind vorrückte, griff das ;Gros unserer Armee das russische Zentrum an, das stark war. Nach heftigem zweitägigen Kampfe wmde der Feind geschlagen. Unser Heer besetzte die vom Feind verlassenen Stelliingen.
Beschießung von Poti durch einen türkischen Kreuzer.
(WTB.) Petersburg, 9.Nov. (Nichtamtlich.) Der Generalstab der kaukasischen Armee meldet: Am 7.Noveinber morgens kam ein feindlicher Kreuzer vom Typ der „Midilli" in Poti an und eröffnete das Feuer gegen Stadt, Hafen, Lenchtturm, Bahnhof und Eisenbahn. Er löste 120 bis 150 Schuß. Als der Kreuzer sich dann der Mole näherte und gegen russische Truppen Mäschincngewehrfener zu geben versuchte, erwiderten diese mit Artillerie- und Gewchrfeucr. Nach den ersten Kanonenschüssen entfernte sich der Kreuzer in der Mchtung Sukhum. Sechs russische Sol
daten verletzt; Beschädigungen von Stadt und Hafen unbedeutend. Einwohner keine Verluste.
Poti ist eine Stadt an der Ostküste des Schwärzest Meeres. Sukhum liegt etwa 80 Kilom. nördlich davon. Kaiser Franz Josef und der Sultan.
(WTB.) Wien, 9.No». (Nichtamtlich) Zwischen Kaiser Franz Josef und Sultan Mehmed fand ein Depeschenwechsel statt. Das Telegramm Kaiser Franz Josefs hatte folgenden Wortlaut:
In diesem feierlichen Augenblick, da das ottomanische Reich, genötigt für sein« Ehre und sür die Wahrung seiner obersten Interessen zu kämpfen, sich auf die Seite Oesterreich-Ungarns und seines Verbündeten, Deutschland, stellt, liegt es mir am Herzen, Eurer kaiserlichen Majestät die hohe Genugtuung anszudrücken, die ich darüber empfinde, unsere Heere und unsere Flotten in edler, hehrer Begeisterung für die Unversehrtheit und den Ruhm des Vaterlandes kämpfen zu sehen. Es freut mich in diesen! glücklichen Beginn der Aktion der Flotte Eurer kaiserlichen Majestät ein Unterpfand und ein gutes Vorzeichen für den Erfolg unserer Waffen im Kampfe zu erblicken, der uns von unseren Feinden ausgezwungen ist, und für die dauerhafte ruhmvolle Zukunft unserer Völker.
Franz Josef.
Das Antwort-Telegramm des Sultans lautete:
Ich habe das Telegramm, das Eure Majestät an mich zu richten die Güte hatten, mit größten! Vergnügen erhalten. Gestützt ans mein Recht und im Vertrauen auf den Allmächtigen habe ich den uns von unseren gemeinsamen Feinden aufgedrimgenen Kampf ausgenommen. Ich kann Eurer Majestät versichern, daß ich meinerseits die lebhafteste Befriedigung darüber empfinde, meine Heere mit den glorreichen Heeren Oesterreich-Ungarns und Deutschlands für die Verteidigung unserer heiligsten Rechte kämpfen zu sehen. Ich habe die fest« Hoffnung, daß der Allerhöchste die heilige Sache der Gerechtigkeit durch den Sieg unserer Heere triumphieren lassen wird. Ich lege Wert darauf, Eurer Majestät meine große Bewunderung sür die ruhmvollen Taten ihrer Heere anszudrücken und hege die aufrichtigsten Wünsche für unsere gemeinsamen Erfolge. Mehmed V,
Enver Pakcha und der Oberkommandicrendc der österreichisch-ungarischen Armee.
Konstantinopel, 9. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Der Oberkommandierende der österreichisch-ungarischen Armee, Erzherzog Friedrich, hat an den türkischen Kriegsminister En v e r Pascha ein Telegramm gerichtet, in welchem er seine große Freude und Befriedigung ausdrückt, daß die Türkei an dem Kriege, den Oesterreich-Ungarn für die Gerechtigkeit und die Zivilisation unternommen hat, mit solchem Mute teilnehmc. Der Erzherzog begrüßt den Kriegsminister als das wahre Haupt der ruhmreichen Armee, die gegen die gemeinsamen Feinde den Sieg davontraacn werde, und fügt hinzu: er betrachte den Erfolg der ottomanischen Flotte als ein gutes Vorzeichen. Schließlich spricht der Erzherzog dem Krieqsminister Enver Pascha und dem Marineminister Dsche- mal Pascha, dem es in so kurzer Zeit gelungen sei, eine so tüchtige Flotte zu schatten, die herzlichsten Glückwünsche aus.
Enver Pascha erwiderte mit einem Telegramm, in dem er dem Erzherzog für die Glückwünsche dankt und den Wunsch ausdrückt, der Allmächtige möge den Ottomanen und ihren Waffenbrüdern, die gegen die Feinde des Rechts und der Humanität Krieg führen, den Sieg verleihen. Das Telegramm schließt mit den Worten: Wir haben mit großem Vertrauen die Waffen ergriffen, um sür Millionen Unschuldige die Freiheit zu erringen. Die Depesche ist gezeichnet: Enver Pascha, Vize-Generalissimus des ottomanischen Heeres und der Flotte.
Englisch-türkische Feindseligkeiten.
(WTB.i Athen, 9. Nov. (Nichtamtlich.) Meldung der Agence d'Athsnes. Zwei englische Torpedobootszcrstörer haben die Telegraphcnstationen Sarmussakll und Ajusmand beschossen. Die Türken räumten Moskhonissia. Ein kleiner griechischer Dampfer unter englischer Flagge wurde von den Türken bei Aivali in den Gstund gebohrt. Die Griechen in Smyrna flohen, nachdem dort eine Panik ansgebrochen war, nach Burla. Ein englischer Torvedobootszerstörer begab sich nach Aivali, um den englischen Konsul an Bord zu nehmen. Die türkischen Behörden lehnten cs ab, ihn sreizugeben.
Aus Aegypten.
Mailand, 9. Nov. Der „Secolo" meldet aus Eairo: GeneralMaxwcll, Kommandant der britischen Streitkräfte in Aegypten, hat einen Aufruf erlassen, in dem er ankündigt, daß Großbritannien in der Achtung vor dem Suh- tan und der Religion der Moslems darauf verzichte, in dem: Kriege gegen die Türkei von ihnen Hilfe zu forderst. abep sicher verlange, daß das ägyptische Land keine Maßregeln ergreife, die geeignet sind, die militärischen Operationen zu stören. Der Ministerpräsident des Kbediven erklärte, daß er mit seinen Kollegen die Zivilverwaltnng des Landes fort- besorgen werde, damit sic nicht znm Schaden des Landes eine Unterbrechung erleiden. General Maxwell bestimmte, daß der Beschluß des ägvvtischen Ministeriums vom 5. August bei Gelegenheit der Kriegserklärung an Deutschland auch aus die Türkei in Anwendung komme, mit der Beschränkung, daß den in den ägyptischen Häfen vorhandenen Handelsschiffen keinerlei Vergünstigung zugestanden würde.
Die Besitzergreifung Zyperns.
Athen, 9. Nov. Der vom englischen Kronrat gefaßte Beschluß, von Zypern, das seit 1878 unter englischem Protektorat steht, Besitz zu ergreifen, wird in hiesigen politischen Kreisen vom griechisch-nationalen Standpunkt aus als die Beseitigung des Haupthindernisses der Vereinigung Zyperns mit Griechenland angesehen. Die erwähnten Kreise gaben sich der Hofsirung hin, daß die Annexion Zyperns nur als Vorspiel der künftigen Einverleibung in Griechenland anzu- schen sei.
Die Kämpfe in Nordfrankreich.
Genf, 9.Nov. An beiden Ufern der Yser unternahmen gestern die Deutschen entschiedene Angriffe, besonders gegen die Umgegend von Rams- capetle, ebenso bei Lontbaerzyde, wo die Gegner mehrere! Maschinengetvehre verloren. Die verzweifelten Anstrengungen der Franzosen, vc»^ Dixmuiden oder Ypern gegen Ostende vorzndringen, scheiterten an dem tapferen deutschen Widerstande. U eberlegen zeigten sich die Deutschen gleichfalls in einem hartnäckigen Kanrpfe um einige zwischen dem Kanal von La Bassse und Arras sowie um die Flüsse Arras und Oise gelegenen Ortschaften. Bon den bis abends sortgcsctztcn, meistens durch das Bajonett entschiedenen Gefechten auf den Maashöhen und Umgebung war dcos bei 2t. R e m y das blutigste. Alle wichtigen Stellungen wurden von den Deutschen behauptet, das Gleiche gilt von den Kämpfen um einige Dörfer im Osten von Verdun. Die französischen Kritiker betonen, daß vorläufig nichts die Vermutung rechtfertige, als hätten die zwischen Ostende und, Arras, wenngleich unter schwierigen Umständen stramm zusammengehaltenen deutschen Strettkräste ihr Hauptziel, Dünkirchen, ausgegeben.
Zwei Bomben über Dünkirchen abgeworfen.
(WTB.) Lo n d on, 9. Nov. (Nichtamtlich.),,Daily Mail" meldet, daß eindeutscherFlieger gestern zwei Boucheu über Dünkirchen abwarf. Die eine Bombe fiel in ein Dock, ohne Schaden anzurichten. Die zweite fiel in die Mhe des Rathauses. Im Umkreis von 100 Metern sprangen all« Fensterscheiben. \
Der Kaiser an der Front.
Berlin,9. Nov. Ein Arzt, der im Felde steht, schreibt! dcni „Berliner Tageblatt":
Ein sommerlich warmer Tag: der erste November 1914. Die seit 14 Tagen von den Deutschen besetzte Stadt zeigt militärisches Gepräge. Plötzlich heißt es, der Kaiser kommt nach. Punkt 3 Uhr erscheint der Kaiser im Auto, umgeben von seinem Stabe. Der Kaiser sieht ganz vorzüglich ans. Frisch und fast sorglos heiter schreitet er, wie bei der Parade, die Front ab und grüßt jeden Truppenteil! mit einem kräftigen „Guten Tag, Stanerabeit", dem ein kräftiges „Guten Tag, Majestät" entgegenschallt. Biele Soldaten und Offiziere werden ins Gespräch' gezogen. Znmj Schluß versammelet sich alle Offiziere um ihren obersten; Kriegsherrn, der folgende Rede hält: „Meine Herren! Mit Freuden habe ich gehört, daß sich ixte Kavallerie tadellos' geschlagen hat. Der Kavallerie ist in dieseist Kriege eine Aufgabe zuteil geworden, wie ich sie nie gedacht hätte. Es war vielleicht meine Schuld, daß ich an die Friedensausbildnng nicht das anf- gewendet habe, was die Kavallerie hier ausüben mußte. Mit Sellengewehren und Spaten hat die Kavallerie gekaut pst, und General von Marwitz hat mir gesagt, daß die Infanterie gern und stolz mit der Kavallerie gekämpft und gesllirmt hat. Mll Freude habe ich vernommen, daß die Soldaten nur ungern die Schützengräben verlassen haben, um sich von chren Strapazen etwas zu erholen. Ich hoffe aber, daß die Kavallerie noch Gelegenheit liaben wird', von ihren Lanzen Gebrauch zu machen, wenn es mit der Hilfe des lieben Gottes, der uns schon so viele Erfolge gegeben hat, gelingen wird, den Feind zu umkreisen. Ich danke Ihnen, meine Herren."
Hierauf brachten General von Marwitz und sänllliche Offiziere ein donnerndes .Hurra auf ihren obersten Kriegsherrn aus, und der Kaiser bestieg mit seinem Stab dos Auto.
Sven Hedin in Berlin.
B e r l i n , 9. Nov. Sven Hedin ist gestern früh in Berlin eingetroffeu. Er ist voll ehrlicher Begeisterung über das, was er auf dem westlichen Kriegsschauplatz gesehen hat. „Ich war überall an der Front und ich kann nur sagen, daß der Ein»- druck, den ich gewonnen habe, ein großartiger, überwältigen-- der ist. Diese Begeisterung der Soldaten, ihre Kampsesfreude, diese Kraft, die sich überall offenbart, ist das Schönste, was icki je in meinem Leben gesehen habe. Es ist wie eine Offenbarung, diese Truppen zu sehen. Esi st meineinner st e Ueberzeuaung: Die Deutschen werden siegen, überall. Ich habe auch öfters den Kaiser gesprochen, er sieht gut aus. lieber ihn kann ich nur das eine sagen: Er ist in allem, was er tut, ein leuchtendes Beispiel für sein Heer. * -» *
Taö Bordringen der deutschen Truppen auf Uarmonth.
(WTB.) Berlin, 10.Nov. Nach einer glaubwürdigen Erzählung eines Scheveninger Fischers, der Augenzeuge des Bombardements der deutschen Schiffe auf Yarmouth war, sind die deutschen Schiffe keineswegs," wie die Engländer behaupten, geflohen, sondern langsam zürn ck g e f a h r e n. Das englische Geschwader sei erst erschienen, als die deutschen Schiffe außer Sehweite waren.
Holländischen Zeitungen zufolge herrscht infolge des letzten deutschen Angriffs'auf die englische Küste unter den Knstenbcwohnern im östlichen England unbeschreibliche Panik. In London seien bereits mehrere Tausend, Flüchtlinge aus dem Gebiet der Ostknste eingetroffen.
Ein holländischer Protest gegen England.
(WTB) Rotterdam, 9. Nov. (Nichtamtlich) Der „Nie uwe Rotterdam schc Courant" schreibt in einem Leitartikel über die neueste brllische Maßregel über dem neutralen Handel:
Es ist kein Zweifel, daß das Recht der Neutralen, das bei der Führung von Kanterbn-o^ aus neutralen Schissen doch mindestens


