in beit frfmx'TMi Zeiten, die unser Vaterland lund seinw Kckrc»- aer eben durrhmerchen nrüsseu, au>ch> fius dem Land«?
die Opfertvilligkeit und 5>i lf's b e re ick s ch:a§ £t ift. Wenn man bebcntt, daß die Stadi Gießen sowie sollten größere Landorte, in denen Zweigveverne vom Roten .teraijj. oder selbständige Lazarette bestehen, eine gesonderte Samt meltätigteit entfaltet haben, so itbertirftr das, was di^ noch verbleibenden, zum Teil recht kleinen Laudhenrei ninrj bis jetzt alles aufgebracht haben, sicherlich die Ermcrk»- kungen vieler. Schon die Summe an lstwlsspendcn, die ixfii Kreiskomitce an den Landesvercin vom Roten Kreuz na Kj Darmstadt gvliefern konnte, legt in Anbetracht der Krieg s- zciten und d er taburcb besctirankceren Leistungsfähigkeit i> Ü5 Einzelnen beredtes Zeugnis für die Gebefrcudigkeit, aihzr auch für die lebhafte Tätigkeit der iv: den einzelnen Orte«<r am Werke gewesenen Sammler ab. Ein Gleiches gilt flu die Spenden an Naturalien und an Bekleidung»- und Lazar-, rettartikeln. Es wäre interessant gewesen, wenn das Kreisg, vomitee den Wert dieser Sperr den "andh eätimal in Geld v«r>> anschlag! Hütte, denn dies gäbe, zusammengerechnet mit den Geldspenden, erst ein richtiges Bild dafür, in welcheiA Grad sich die Landbevölkerung bis jetzt mit so üb crr äschert-, dein Erfolg angestrengt hat. Als sehr erfreulich können i»tr; cs schließlich bezeichnen, daß anscheinend alles das, ivaltl von den eiugelieferlcn Bestanden verschickbar war, auch cu» unsere Soldaten lpnausgrng. Auf alle Fälle zeigt schor r. die vorliegende Rechiruirosablagc, daß sich das ürcislomüc e eine überaus dankensiverte Aufgabe gestellt hat, wenn ci f irrt Vertrauen auf das Entgegcürkommen der Bevölkerung i und die Mitarbeit freiwilliger Helfer die Kräfte unserer > Landgemeinden zum Wohl der Krieger und Verwundeten ^ nutzbar gemacht hat,
** Ten Liebesgabe ilscitdungen an nnjiere 1 l 6er der verschiedenen Formationen hat man warmherziigc Begleitschreiben bcigclegt. Lkachsteljiend sei dasjenige, das die Freiwilligen erhielten, wiedcrgegcben:
Euch Freiwilligen allen senden wir Taheimgcbliebe-, neu unsere Gaben und unfern Gruß,
Als Ihr alles verließet, was Euch daheim teuer war — alles, was Ihr durch ernstes Streben der Vergangen-
heit abgerungen hattet, oder was Ihr erst von der knnft erhofftet — da standet Ihr mit dcni Freibrief höchsten Adels vor unserer Seele, Ta erhielten Mut und Bc- aeisternng ihre feste Begnindung — da erst schloß sich wür- dig die Kette, die durch das mannhafte Eintreten aller Parteien, aller Richtungen und Kreise gebildet wurde. T rutsche Männer, Helden der Werkstatt und des Geistes auf der ganzen Front, das gab und gibt uns den Glauben an unfern Sieg über alle unsere Feinde!
Wir folgen Euch aus Schritt und Tritt — wenn die Herbstnebel sinken, gedenken wir Euer, wenn der Regen strömt, haben wir nur den einen Gedanken: möchte er unfern Kriegern im Felde nicht schaden. Bricht die Sonne durch, so jubelt cs einer dem andern zu: „Das lvird den Unftigen da draußen gut tun!" Faltet unser Jüngstes abends die Hände zum Gebet, so kommt es innig und dringlich von den Kindcrlippcn: „Lieber Gott, behüte und beschütze alle unsre lieben Krieger zu Lande, zu Wasser, imter dem Wasser und in der Luft — unb laß sie alle siegen!" Und unsere Seele betet mit.
Blicken wir zu nächtlicher Stunde zu den goldenen Sternen empor, da gedenkett wir Euer, Wie oft werdet Ihr in, Lärm der Schlachken das Gefühl haben, als stündet Ihr ans, den, schmalen Stege, der Ewigkeit von Ewigkeiten trennt. Ewigkeiten hinter Euch mit unergründlichem Werden, mit Entwickelungen und Leben, von deren tiefsten Geheimnissen manche unter Euch erst eben versucht hatten, den Schleier zu lüften. Und Elvigteiten vor Euch, in die Euer Geist cindringen möchte in unermüdlichem Forscher- ernst durch die wache Sehnsucht kurzer, heiligster Augenblicke, Urti. zwischen Ewigkeit und Ewigkeit Ihr selber als lebendige Werkzelige höchster Wcltenmacht, mitschaffend am Entstehen einer neuen Zeit mit neu zu prägenden Werten und Möglichkeiten, Schauer überrieseln mich vor der Größe ltttö Heiligleit Eurer Aufgabe, Gott segne Euer Schwert und stärke Euch Körper und Geist, Er lasse Euch lebendig den Zusammenhang zwischen Euch und der Heimat empfinden, Er schenke Euch leichte frohe Stunden, dantit Eure- Seele die Slwunkrast behalte für all' das Große, was aus schweren Opfern, ans tapferem, freudigem, ehrlichem Kampfe rmporwachfen will.
Gießen 1914. Rotes Kreuz, Gießen,
** K notc-Riemann-Abcnd. Man schreibt uns: Tie Beifallsstürme, die vor drei Jahren das Theater dnrch- lobteit, als Heinrich .Knote, der weltberühmte Münchener Tenor, seine glänzende Slimnre erschallen ließ, sind noch in der lebendigen Erinnerung aller, die dem Abend anwohn- len, Während der Erlrag des damaligen Konzertes der Ortsgruppe des Alldeulschen Versandes die Mittel verschaffen mußlc, um die Bevölkerung durch Borträge und Versammlungen über den Ernst der Lage aufzuklärcn nnb sie auf den lommenden Krieg innerlich vorzubcreilcn, soll diesmal der
Ertrag zur Linderung des Loses derjenigen dienen, deren Ernährer im eingelretenen Krieg gefallen find. Die Preise sind niedrig genug gehalten — Galerie u. a. 75Psg, —, um selbst Minderbemittelten einerseits den Genuß der bohen Kunst Knotes und Biermanns, andererseits damit gleichzeitig einen Beitrag zu dem guten Zwecke zu ermüglicheu, Ter Barverkauf beginnt Moulag, 8, November, au der Theaterkasse.
** F ü r Elsaß und Ostpreußen, Wir verweisen auf die Be'anntmackiuiig im Inseratenteil unserer heutigen Nummer, daß auch Liebesgaben für Elsaß-Lothringen und Ostpreußen vom hiesigen Roten Kreuz gesammelt werden. Die Zeitungsnachrichten und hierher gelangte Briefe schildern die Rot der Levötterung, die vor den anoringenden Feinden fliehen mußte, ohne die nötigen Habseligkeiteu mitnehmen zu tönnen, Frauen und Kinder sehen der kalten Jahreszeit mit Schrecken entgegen, oa sie alles verloren haben,
** Führt alle Goldin ü nzcn an die Reichs- kasscn ab! Ein Leser unseres Blattes schlecht uns: Am Schalter des Postamts teilte mir in diesen Tagen einer der Beamten mit, daß immer noch täglich eine stattliche Menge von Goldmnuzeiz cingeliefert wird, Wie vieles Gold »lag aber noch in den Sparstrümpfen und Kassetten zurückgeblieben sein! Jedes Zurückhalten von Goldmünzen in Privatbesitz ist ein Raub an der wirtschaftlichen Kraft unseres Reiches, das für jede Gold-Krone einen viel- iachcn Betrag von Papiergeld in den Verkehr bringen kann. Darum auch die letzten Goldfüchse heraus und an die öffent- lichen Kassen abführen!
Landkreis Gießen,
A Henchelheiin, (J. Nov, Tee Unterricht in der hic- sigen Fortbildungsschule wurde diesmal mit öö lSchülern begonnen, einer Zahl, wie sie bis jetzt noch nicht Erreicht ist Auch für die Begründung einer Jugend- ivehr man auf eine rage Beteiligung, ihre Organi
sation ist aufs 'beste vorbereitet,
i - Hessen-Nassau.
m, Kirchhain, ,i. Nov. Mitten im Kriege ist die Avussührang eines großzügigem Kulturwerkes, die Ohm- 'Regulierung, genehmigt. In den Gemeinden Amöne- kchrg, Kirck Hai::, Großseelheim, Kleinseelheim und Nicper- irüa Ib soll eine umfassende Flutzragulierung arisgesührt und dadurch die stete Ueberschrreiniurmgsgesahr beseitigt !ver- de-z, Zu den erheblichen Kosten lersten Staat und Provinz 60 .Prozent Beihilfe, 10 Prozent tilgen die beteiligten Gemeinden im Berhliltni. der Fläche, so entfallen auf die S t, i d t Kirchhain <>8 000 M ark Negulicrungskosten, die wieder auf die einzelnen Grundbesitzer verteilt werden, ,Jjn der Gemeinde Kirchhain werden die Arbeiten gleichzeitig mit der Zusammenlegung aus Fr'führt,
ft ll> » 8 Ruvheijc», 6. Nov, Für dev gesamten llmfgng des R cg, i e r » » g 4 b e z ii I s K n i i e I iß n»»!i,ebr der Ö ü ch fi- prpiS (ii v S'u c i i c f n v t o f i c 1 n im ,2cinl>n»del mit :l Alk, feftfi"iei jt. 'bei frcicv Lieiernng ins Haus ober beim Klemhandcl auf böüi Wocbettmnift erhöbt lieh her "trt.fä um 5- Big, 'i-ct pimnbri reifem'ilerfant (bu zu 20 Pkurid» bürfcit 1 Pkg. kür da- Pliiud fletntl remen werden,
’|| 'if n 1 1 c n b er n , G. 9iou. Tie in der Reihe innerer Stadt über die Eder führende Brücke stürzte in bei» '.'lugenblick ein, als ein Fuhrwerk darüber fuhr. Ter Knecht kam mil dem Schrecken da, um, auch die Pferde konnten gerettet werden,
,ui. N e u st a d t, 6, Nov Der fett SlnSbrittb des Krieges hi« »selbst in Aktion getretene K r i e g s e> >i s s ch u ß zum Roten K e«: uz entlastet eine segensreiche Tätigkeit und basste in jeiner ge jtarn abend abgebalteaen Sitzung mebrere anerkeeiKonswerte Be- Icbi-iisse, Ter Keieasausschuß überninunt den grössten Teil der kür di t im biesigen SchwenernhanS iwlergebrachten PerwAndeteii ent- st-i'idenen Bervsteg'ng§- und Arztkailen, befchloli weite z, ledern ans R irnstadt gebürtigen und im Felde stehenden ttrieaer ein LiebeS- Ket, bestehend' aus 1 Paar Strümpfen, 1 Paar Pulswärmer, 1 löeibbiude, Zigarren und Scholotade zu senden und mehreren t> sdnrfiigcn Witwen, -deren Männer den deldcntod cibiitea, eine u Zitcrslntziing zukomme» z» lassen. B,s jetzt sind schon von hier letzt Krieger jur Fahne cinbenifen.
h, F r a u k s u r t a, M,, 6. Nov, Der Magistrat der Stadt sFrankfurt hat heute für beste auserlesene Sp e i s c ka r Po f- s l e 1 n folgende H ö ch st preise fest gesetzt: Beim Verkauf ' !,ou mindestens 100 Kilogramm unmittel-bar an den Ber- braucher kosten 100 Kilo Kartosfetti einschließlich Verpack,rng e nd Beförderung nach der nächsten Ladestelle 6.50 Mt,, bei freier Lieferung ins Bans oder beim Verkauf in der Markthalle 8 Mk, Jtn Kleinverkänf kostet ein Kilo 9 Pfg,
Dienstag, den >0. Rovem'cr, abends 6 Nbr: Dersammlung des FranenvereiiiS der Lnkasqemeinde im Lnkassaal,
Mittivoch, den II. November, abends 8 Uhr: Knegsbetstimde.
Pfarrer B e ch l o I s h e i n, e r.
Freitag, den 13, 9ioven>ber, abends lUir: Vereinigung
der konfirmierten iveiblichen Jugend der Johannes einemde.
Näch'lküiilligen Sonntag, den t', Nonen,brr, findet i»! tzt! end. aottesdienst Beichte und heiliges ülbeuhnmh! für die Lukas» „nd Johannesgemeinde geinenijani statt Anmeldungen dazu werden vorher bei den, Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
wartdurg-verein, eb.ingelischer tfil tglings mid Maimer-Ver!!-,.
Sonntag, de» 8. November, abenks 8 llhr: Port rag (z,,. gleich Bereinigung der konfirmierten männlichen Jugend de, Markus gemeinde,
Dienstag, den 10, 9tobember, abends 8 1 /, Uhr, Bibelstimde, Donnerstag, den 12. November, abends 8tz. llhr: Lesegbeud, Sam-iaa. den lt. > ov„ abends 8 llbr: 9Iellere Abteilung.
vibelktänzchen für Schüler höherer Lehranstalten.
Für die längere Abteilung :eden Aüttwoch von 6—7 uftr, fi» die ältere Abteilung jeden Samstag von 6 — 7 Uhr im Johannesj ,.,: vibelktänzchen fiit Mädchen atu der Iahanireszeuteiiide.
Jede» Dienstag von 6-7 Iltir im Johannesstral.
Sonntags-Verein für Rädchen.
Jeden ecoimtag »achmiltag von 2 Uhr ab Tiezstr. lö x, |An- iprache, Gesang, Spiele, Bibtiathek.)
Evc>nqe!iich;r Eottesdieiiit.
Kirchbcrg: Sonntag, de» 3, . ovember, vormittags 10 Uhr, tiveil. 'Abendmabt für Lotlar.i Lollar: Mittwoch, den 11. 9lov , abends * Uhr: Kriegsbetsinnde, Danbringe» : Tonneislag, den 12. 9iov,, abends 8 Udr: KriegSbetstnnde. ttz » ß »i an», Tekaa.
rkatholische Gemeinde.
Gottesdienst.
S a m 7 t a a , den 7, November: tz'achmittag? um 5 Uhr und obexds um 8 Uhr: 6iolegent>efi z»r bcil. Beuchte.
Sonntag, d e » 3, N o v., 23, S o » » t a g » a ch D i i u g st e n,
Vormittags von. 6' , Uhr an: Gelegenheit zur ht. Beichte.
, um 7 Uhr: Die erste hl. Messe.
. um 8 Uhr: Austeilung der ht. Kommimiou.
, mn 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
„ »m 11 Uhr: öl. Messe mit Predigt.
Nachmittags um 5'/, Uhr: Ehri lenlchre: daraus Andacht sin die Abgestorbenen.
Dienstag und Freitag abend mit VI, Uhr ist Kriegsbittandacht,
Diasp»ra-Gottesdie«st.
Sonntag, den 8. 9t o v e in h e r:
In ©rüubfiv, um btzs Uhr.
In Hungen ui» d'l, Uhr.
Feldherrn des Krieges gesorgt. Einer der „Kladderadatsch gelehrten". Professor Eberlein, Tjat bekanntlich Hürden - bnrg schon modelliert, und eine lebensgroße (and) lebens
Spiclplan der Sicftcncr StaOtfljcatcrs»
Tircktton: Hermann Stcingoetter.
Sonntag, den 8. Liovember, nachiniliag - ,p/, Uhr, de: Polks- vreisen: Prolog von Hern,. SteingoeNee, gesprochen von Maria Schild, Hierani: .WallenNcinS Lager' von Fr. v. SchtNer. u,„» Schliib: „Das Eiserne Kreuz,' Le ensbitd in t Anlzua von Ernst Wiehert, in neuer Einrichluug vo» Richard Kehler. Ende ,r , Ilt» 9tb«nds 7", Uhr, bei kleinen Proste»: „Wi- die ,'!Iten snngen."
Lustsmet in vier Akte» von Karl 9!ie>:iann, Ende nach I-) Uhr, Dienstag, den 10, Liovember, abenos 8 Uhr, bei gewöhnliche» P,eisen termähiat), 2.Dienstag-'Aboi>»einento-Borslell»»g „Zivilehen de» Schlachten/ Schanisiel in einem Auszug von Björnstjerne Björnlou. Hieran': »WalleiisteinS Lager,' Ende gegen In Nh,-. Freitag, den Ist, 9!aveniber, abends 8 llhr, bei gewöhnt, Preiien (erinässtgll, 2. Freilag-Aboiinenients-PorsteÜinig: „Minna von
Barnhelin." Lnslsoiel >u ö Anlzngen von (9. E. Les'ing. Ende regen I0X Uhr, Sonntag, den Ist. November, nachnnltags i'A llhr, bei kleinen Preisen: „Die .'Kabenilctneiiu." Schani viel in 4 91fteu von Ernst von Wilbenbrzich, Ende ü'/ t Uhr. lfiin 9lbend keine Vorstellung,
Letzte Nachrichten.
jWTVZ Großes Hauptquartier, 7- Nobcuiber vom. lAmtlichZ Illiscr Angriff j,; der Ricl>tii»g Hperii inaditr nudi gestern, beiouLers südwestlich Fortschritte. 1000 evian=
zosrn wurden zu Gesangeucii gemacht »iid Z Maichinenarwesitk rrürmct. Fra«;osische A»grifft westlich Noyvn sowie ans dik non uns gktiouimcuk» Orkt Balllti !ittd ElfauonnkS »'.»irden jmtrr schweren Berlnftrii für den Feind abgelziiescii. Ter von uns eroberte und nur schwach besetzte Sri Soiipir und der Wkst- tcil von Slipigneul, der dauernd unter schwerem Artillcrit- fcucr lag, mußte von »ns geräumt werden. Bei Scrvon lvurde der Feind abgewiesen, im Argouiikr Wald weil» zurnckgedriickt.
Ans dem öltlichen Kriegsschauplatz wurden drei rnssischk Kavallerie-Divisionen, die die Warta obcrlmlb Eolo über schritten hatten, geschlagen und über den Fluß znrückgcworscli. Im übrigen kani es dort zu keinen Zitsommenstößeii.
Rotterdam, 7, Nov, <Nichtst.mtlich,) Zuverlässigen
Nachrickckeii zufolge hoben nach Äusjszen des deutschen Admirals in Volporaiso die deutschen Schiffe in dem Seegefecht an der chilenischen Lüste i e i n e n Vertu st erlitten, 9tur einige Leute sind leicht vrrwnndet, •
Das Seegefecht an der chilenischen Küste,
Rotterdam, 7, Nov, Wie der „Newvork öeralb" meldet, hatten die Engländer in dem Seegeiecht an der chilenischen Aüstk I nur wenige Treffer zu verzcüt>ncn, so daN sich die Verluste der dnit- j scheu Besatzung auf,<i Verwundete oeschriükten tollen. Das Feuer der deutfchen Kanoniere tvar vorzüglich. Immerhin bedurile es nur 400 Schuß ans große Entfernt!ng, um die engl, <c:ch>iie iämpfunsähig -ii machen. Gelandete deutsche Ossiziere erzähle», daß die Englänocr heldenmütig kamviten, aber daß ihre Artillerie den schweren großen Kanonen der Deutschen gegenübe, wirknngSlo? war. Die kleinen deutschen Kreuzer beteiligten sich NN dem Kampfe und einer unter ihnen niackte sogar dem „Ätonmoutti" den Garauc Man vermutet, dasz die engliichen Schisse zu der japanischen Flotte von abl Schiften, welche die deutschen Schisse beriolglen, stoßen
wollten. Aus diesem ltzrunde blieben die deutschen Schisse rennatlich nur einen Tag in Valparaiso, um ihre Vorräte zu ergänzen, — Ameeiianische Blätter geben zwar zu, daß die Artillerie der deutschen Skliisfc überlegen nr, nber sie verhehlen ihr Erstaunen bar liier nicht, daß das engliilbe Geschwader so wenig Schaden anrichterc. Das Schießen der Engländer soll den, ausgezeichneten Richten der deutschen Kanoniere gegenüber nur mäßig gewesen sein Die amerikanischen Blätter erkennen übereinstinimcnd ait. daß die Deutschen große Tüchtigkeit, Mut und daoes große Einheit beim ejusaminemoirken ihrer Schiisk, bevor die englischen und japanisch«» Schijse sich vereinigen konnten, zeigten, so das: sie die Engländer getrennt schlugen.
aus dem Stegreif godirhlel — ging an Hindenburg ab:
Heil Dir, D„ Held und Dr, Kladd,!
Setz die verjluclsten Russen matt! ,
Du bester .Held im deutschen Staate,
Es strabtt in um rer Kemenate Dein Bild, geformt von Meiperliand,
Ans Lorbe-rn nieder von der Wand.
Gebildet hals der Eberl ein!
Wir aber trinken edlen Wein,
Wir trinken ihn zu Deinem Wohle,
Daß Nikolaus dcr Tenjel hole!
Der Teufel ist ein braver Mann----
Doch — einer ist, berc- besser kann.
Der Klndoeraditiäwisch b. Trarbael (.
Wieder sollte pvvmpk am 2, November aus dem Hau ch t- quartier der Ostarmee Hindenburgs eigenhändiger Dc a ik, unterzeickfiiet Dr, Klad-d, Sind diese Antworten <tueb aur kurz, da der große Stratege noch immer ,,JcI)c beschäst tijt" ist, so beweisen sie doch, daß er Sinn für Humor hat, r i»as übrigens schon kein Geheimnis mehr ist.
Freiburg, fi, Rov, (WTB. Nichtamtlich.) Natunor ßhcr August Wcisnian» ist im Alter von 80 Jahren gestorben.
IttrcdlicHe NncHricHten«
Eoangellschr Gemeinde.
Sonntag, den o. N o v o », b e r, 22. >, a ch T r i n i t a t i s. Gottesdieiilt.
Zn der Stadtkirche.
Pormitlags 0'ü llbr: Proleiior tt, Sckiian,
Vormittags II Uhr: Slinbertirrbe für die MarluSgeineinde.
Plärrer Schwabe,
Abends b Uhr: Pimeroerwalter F n ch
Dienstag, den 10. November, naclnuiltags 4 Uhr nelmieii die Pcriaimnlungc» des F r a n e n »> i l f > o n s v e r e i » s für Bafel
ii» Matthäi siaale wieder ihren A»>a»a und locrbcn daun regelmäßig alle 14 Doge qchalic» werde» Die alten ■> iiglieder, loiuic alle, die geneigt find, einzutrelc» und mitzuar eiten, werde» dazu herzlich ivillkommen geheüie».
Sonntag, den 8. 9!ovember, abends 8 II r: Pereiniaung der konfirmierten »iäunltche» Jugend der Maiknsgemeinde, Tiez- straße Ist.
Dienstag, den 10, November, abends 8 Uhr: Bereinigung dcr oiifirniicrlcn weiblichen Jugend der Maeknsgeincinde k In der Iohannerkirchc.
Vormittags 8'tz Uhr: Pfarrer 2l » s > e l d.
Vormntags II Uhr: Kindcrkirche für die ckobaimesgemei-iste,
Pfarrer A » § f e l d. Abends ö Uhr : Pfarrer B e ch l o l s !> o i m e v.
SlbrubS 7’/, Uhr: Vereinigung der konfirmierte» inännli be» Jugend der LukaSgemeinde in, LulaSfnal,
Zm rnfosiaale lkiebigltraß- 56).
Nachmittags 2 Uhr: Gottesdienst für Taubstumme.
Pfarrer Bc cht o l s b e i m e t. Abends 8 Uhr: Veijamnilung und Bibclbesvrechung ji»
Johaunesjaal.
Verantwortlich für „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Verniijchics": I, D,: A u g u st G o e p.
Auch zur KickegSzcit werben die deutschen Frauen daraui kr daätt sei», schön gepflegtes volws Haar zu befilzcn und sich zu erhalten, denn nickits entstellt mehr als eiue schlechte Fciun Vielen Damen in es nun trotz aller Mühe nicht möglich, eüu schöne, haltbare F'easur zuwege zu bringe», da ihr Haar a,i in reichlichem F-etlgchaPt leidet. In solchen Fällen überrascht das ärztlich und von D.ameniriseuren bestens emveohlenc Pallabona durch seine Wirkung, Jede Dam- mache einen Versuch, Äe: Daniensriseuren und in Panüincrien ist das beivährte Fabrilal stets auf Lager, Vit 8 *
Amtlichcr Tcik.
Bckeu«llt«rachung.
letzter Zeit ist es vorgekommc», oaß Militärpflichtige, die als Freiwillige angenonimen, im Besitze van Annahme,meinen von Rcgimenlern waren, sich nick)' zum Kricgsersatzgeschäit gestellt haben, in dem Glauben, daß der Auimhineschein noch Gültigtest habe.
Es wird daher hiermit daraus ausmerlsam gemocht, daß die 'stnnahmeicheine durch die Mobilmachung ihre Gültigkeit verlöre» aben, und daß sie in Frage komnienben Personen, soweit sie miliiärpslichtig smd, verpflichtet siitü, sich zum Kwiegaersatzgeschätt zu stellen, Tiejeiitgeu, die der Gestellung bi-:- >eyt nicht nachge- konimen sind, werden liierniit ausgesordert, sich soiorl aut Ziiitmers oes Regierungsgebäudes in Gießen zu melden,
Gießen, den ö November 1!il-l,
Ter Zivil-Byriitzende:
I, V.: Hechler.


