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Bekanntmachung.

Auf Grund dcs § 1 des Gesetzes, bctr. Höchstpreise, vom 4. August 1914 Und § I der Bekanntmachung des Großh. Ministeriums des Innern, be­treffend die Ausführung dieses Gesetze?, vom 7. August 1914 werden unter Aushebung der früheren Festsetzungen die Höchstpreise für Speisckartoffeln einschl. freier Lieferung in den Aufbewahrungsraum des in der Stadt Gießen wohnenden Käufers mit sofortiger Wirksamkeit fiir die Stadt Giessen wie folgt festgesetzt:

1. für beste ausgelcsene Speisekartoffcln der Doppelzentner Mk. 6.5V

2. für geringere Ware der Doppelzentner...... 5.50

3. für beste Speisekartoffeln im Kleinverkauf das Kilogramm 0.07

Tiefe Festsetzungen haben nur die Bedeutung einer ©bergrenze

für die Preise.

Es ist selbstverständlich, daß geringere Preise insbesondere dann ge­fordert werden, wenn die Beschaffenheit der Ware oder sonstige Verhältnisse cs angemessen erscheinen lassen.

Die Verkäufer, unter denen alle Personen zu verstehen sind, welche mit Kartoffeln, sei cs im Marktvcrkehr, in Läden oder sonstwie handeln, haben die vorstehend festgesetzten Preise mit Angabe der Menge, auf die sich die Preise beziehen, durch einen sichtbare» Anschlag an den BerkaufS- ftellen zur Kenntnis zu bringen. Sie haben diesen Anschlag mit dem polizeilichen Stempel versehen zu lassen und täglich während der Verkaufs­zeit aus'uhängen. Der Verkäufer hat ferner eine Wage mit geeichten Gewichten bei der Verkaufsstelle aufzustellen und ihre Benutzung zum Nach- iviegcn der gekauften Waren zu gestatten.

Auf die hierunter abgcdruckten §§ 2 und 4 des Gesetzes, bctr. Höchst­preise, vom 4. August 1914, wird besonders hingewiesen.

Außerdem kann zur Verhinderung von Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des genannten tz 4 die Schließung der Verkaufsstellen der- zeitigen Verkäufer erfolgen, welche die Jnnehaltung der Höchstpreise verweigern.

Gießen, den 29. Oktober 1914.

Der Oberbürgermeister.

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§ 2. Weigert sich trotz Aufforderung der zuständigen Behörde ein Besitzer der im § 1 genannten Gegenstände, sie zu den festgesetzten Höchst­preisen zu verkaufen, so kann die zuständige Behörde sie übernehmen und auf Rechnung und Kosten des Besitzers zu den festgesetzten Höchstpreisen verkaufen, soweit sie nicht für dessen eignen Bedarf nötig sind.

tz 4. Wer die nach § 1 festgesetzten Höchstpreise überschreitet oder den nach 8 3 erlassenen Ausführungsbestimmungen zuwidcrhandclt oder Vorräte an derartigen Gegenständen verheimlicht oder der Aufforderung der zuständigen Behörde nach 8 2 nicht nachkommt, wird mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark oder im Unvermögenssall mit Gefängnis bis zu sechs Monaten bestraft.

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Bücher-Rückgabe an die Universitäts - Bibliothek.

Sämtliche Benutzer mit Ausnahme der Universitäts­lehrer haben die vor dem _1. August entliehenen Bücher bis spätestens am 15. November zur Musterung vorzulegen.

Giessen, den 2. November 1914.

Der Direktor der Universitäts-Bibliothek. _ Pr. Haupt. _ 11128P

Bekanntmachung.

Die Stelle eines Finanzaspiranten an dem R chnungsbureau der Veterinäranstaltcn der Landes- Universität ist sofort zu besetzen. Bewerber wollen ihre Gesuche alsbald bei der Unterzeichneten Behörde einreichen.

Gießen, am 31. Oktober 1914. Verwaltungsausschuß der Großh. Landesuniversität. _ E cf. _ 11127D

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Konkursverfahren.

Das Konkursverfahren Über das Vermögen des Konrad Köhler in Gießen wird nach er­folgter Abhaltung des Schlußtermins hierdurch aufgehoben. U135B

Gießen, den 28. Oktober 1914.

Großherzogliches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Die Konrav Schneider Ehefrau, Josephinc geb. Pfeiffer, zu Gießen, ist heute wegen Trunksucht entmündigt worden. U136B

Gießen, den 26. Oktober 1914.

Großherzogliches Amtsgericht.

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