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ertrfttjr uns gutgentetnten ssorrtemtitgen mm ökxn ttod» jut Amveubung von Zwangsmaßregeln kommen dürfte, wie man es für Alsfeld bereits in Erwägung gezogen, hat, wird für niemanden etwas Erfreuliches haben. m ** Prin z Maximilian von Hessen gefallen. Tie

Nackricht, daß Maximilian, Prinz von Lessen, Leutnant im Großh. Hess. Loib-Tiagoiiar-Regimcnr Nr. 24, der Lohn des Prinzen Friedrick Karl von Lessen nnd der Prüizeisin Margarethe geborenen Prinzessin von Preußen, am 13. Oktober d. I bei Baalleul in Nordfrankreich verwundet und in dem Trappistcn- Klostrr St, Jean-Chafellc, ivvhin er überführt, den erliticiren schweren Verwundungen erlegen ist, wird nunmehr bestätigt Pruiz Max war ein Neffe unicres Kaisers und bis jetzt der nächste Per- wandte des Kaisers, der sein Blut im Kampfe für das Vaterland vergossen hat.

** Militärische B eförderungen. Zu Hauvt- leuten wurden befördert die Oberleutnants: H c y e r, der Land wehr a. D. (Gießen!, znlcsU ÜauÜw-Ins ll., und Sch e er der Land», a. D. iGceßm). zuletzt Landw.-Fnf. I. Ausg., beide jc;;t tm Landsturm-Jnf.-Bat. Gießen, ju Oberleutnants: Cra- m<-t, üniln. d . Landw, a. D. iGreßxn,. zuletzt in der Landw.- Inf. H. Amsg., jctvt tm LQndsvtrrn-Iirf.^Bat. (U^en, und K r ü- ger, der Landw. a. D (Gießen', zuletzt in der Landw.-Jüt- II. Ausg., jeszt Advrta.nl bcun Bczirk-kmnmando Gießen.

** Aus dem Bureau des Stadttheaters schreibt man uns: In der morgigen ersten Abonnements­vorstellung, dieMinna von Barnhelm", Lessings ewig jußcndsrisches Soldatenstück, bringt, sind in Hauptrollen beschäftigt die Damen Stettner (Minna), Wen gerbt (Fran­ziska), Frenze! (Dame in Trauer), sowie die Herren v. Noggenhausen (Tellhcim), Goll (Wirt), Schubert (Werner), Rotteck (Riccant de la Marlin irre) und Grosser-Braun (Just). Es sei besonders erwähnt, daß die Einzel­preise bei Abonncmentsvorstellungen der sog.gewöhn­lichen Preise" für diese Spielzeit cnnäßigt worden sind.

** Unser Museum ist neuerdings um eine interessante Sammlung moderner Keramik bereichert worden, die nebst dem Ausstellungsschrank vom Fürsten Wilhelm zu Dsenburg- Büdingen geschenkt wurde.

** Gestohlen wurden in der Nacht von Freitag auf Sams­tag ca. 25 Kartoffelsäcke <sog. Exportsäcke). Bor Ankaus wird ge­warnt.

** Personenverkehr nach Straßburg. Fahr- karten nach Straßburg (Elf.) werden fortan nur an svlche Per­sonen ausgegeben, die sich im Besitz der erfordertick>en Berech­tigungsscheine zum Dcireten der Stadt oder des crlvcitcrten Befehlsbereichs der Festung befinden. Es werden deshalb Fahr­karten nach Straßburg (Elf.) imr ausgcgeben an Reichsdeut­sche bei Vorlegung eines Passes oder Passierscheines der zu­ständigen Behörde ihres Wohnortes und an Ausländer bei Vorlegung einer schriftlichen Erlaubnis, die für die linkSrheinisckien Ortschaften vom Militär-Polizeimeister in Straßburg (©ff.) und für die rechtsrheinischen vom Zivilkommissär in Kehl ausgestellt sein müssen. Ans Militärpersonen in Uniform stndcn diese Be- stimmungcn keine Anwendung.

** Pferdemangel. Der Tierschutzverein für das Großherzogtum Hessen schreibt uns: Wer jetzt durch die Stallungen hin und her in unserem deutschen Lande wandern würde, der würde manchen Platz, an dem sonst ein braver Schimmel oder wackerer Brauner gestanden, leer, au mancher Stelle ein altes, gebrechliches Tier finden, das kauni die Hälfte dessen zu leisten imstande ist, was sein Vorgänger ohne Murren geschasst. Das Vaterland hat viele- viele, auch aus ihren Reihen zum Felddicnst berusen, und mansier alte Invalide wird nun wieder zu stärkerer Arbeitsleistung in der Heimat herangezogen. Da liegt cs im In­teresse der Allgemeinheit, besonders aber jeden Fuhrunternehmers, das vorhandene Pferdematerial nach Möglichkeit zu schonen, durch Darreichung kräftiger Nahrung und guter Streu nnd durch genaue Jnnchaltnng der nötigen Ruhezeiten dafür zu sorgen, daß die Tiere so lange als möglich leistungsfähig erhalten werden. Es gilt zu bedenken, daß ein altes oder kränkliches Tier unmöglich dasselbe Maß von Arbeit leisten kann und unbe­dingt mehr Ruhevauien nötig hat, als ein junges und ge­sundes. Wenn dadurch Stockungen im Betrieb entstehen, wenn es unterwegs langsamer vorangehl, so laßt den Aerger nicht an euren Tieren ans. Sic sind unsckmldig daran, daß sie nicht kräftiger sind, sie haben ihre Kraft meist in strenger Arbeit anfgekwancht und leiden genug unter den Beschwerden des Alters. Viele Besitzer haben jetzt neue Pferde anschafsen müssen, die bisher vielleicht in ganz anderer Art, in ganz anderen Betrieben gearbeitet baden. Verliert nickt gleich die Geduld; wenn sie nickst ebenso wacker die ungewohnte Last ziehen, wie die, die ihr weggeben nrußtet. Denkt daran, wie manche irgend ein Gebrechen haben, wegen dessen sie nicht für den Felddicnst verwendet werden konnten, nnd das sic hindert, so zu arbeiten, wie ilir es zu verlängert gewohnt seid. Auch Tiere haben innere Krankheiten, Lungen- und Herzfehler, und manckwr Fuhr­mann würde die Peitsche sinken lassen, wenn sein Pferd ibm saqen könnte, warum es nicht besser zieht. Auch rin Tier muß sich in eine neue Arfeit erst eingewöhnen. Legt ihm erst kleinere Lasten ans und nack und nach größere. Vermeidet das gedankenlose Zerren am Zügel, das inan bei so vielen Fuhrleuten fast ununterbrochen beobachten kann: eS schädigt das Gebiß und dadurch den ganzen Organismus des Tieres. Seht nach, ob das Geschirr, namentlich das Kummet, euer Pferd nicht wund reibt: bedenkt, wie sihmerz- hast solche Stellen besonders beim Ziehen sind, und beugt recht­zeitig vor. Es soll noch darauf hingewiefrn werden, welch' großen Einfluß ein gütiges Zureden, der ruhige Klang einer menschlichen Stimme gerade auf das Pferd hat. und daß man damit in den meisten Fällen weiter kommt, als mit Peitschenhieben, die das Tier nur kovsicken machen. Was ihr eueren Pferden an Fürsorge und Freundlichkeit zuteil werden laßt, ist nicht verschwendet, sie Wer­dens euch reichlich lohnen, des seid gewiß!

Landkreis Gießen.

O Eteinhetm b. Hungen, 31. Okt. Als erster aus unserem Orte hat der Sergeant Holma nn im Dragoner-Regiment Nr. 8 für Taplerkeii vor den, Feinde dar Eiserne Kreuz erhalten.

L > ch , 30. Okt. Lehrer Wilhelm Rabenau in Heisters bei Lanierbach bat das E i l e r n e Kreuz erhallen. Er wurde zun, Reserve-Jns.-Reg, Nr. 116 als Unteroffizier eingezogen, hat sich beim ErkundignngSdienst und als Führer in hervorragender Weise ansgezcichuet und wurde bei Seda» verwundet. Er ist ein Sohn des nun hier im Ruhestand lebenden Lehrers Rabenau von Müschen heim.

Kreis Büdingen.

X B n d i II g e n , 29. Okt Humor bei der Musterung zeigte hier ein eiivas beleibter älterer Landsturmmann. Aus die Frage, zu Ivclchem Truppenteil er gerne wolle, antwortete er: »Zu der dicken Berta". Sein Wunsch wurde «rlüllt; er kam zur schweren Artillerie. r

Kreis Alsfeld.

6. Alsfeld, 1.Nov. Wie das Kreisamt mitteilt, sind bereits Verhandlungen bezw. Erwägungen über Maßnahmen zur Beschlagnahme überflüssiger Kartoffelvorrätc im Gange. Ten Anlaß zu diesem Vorgehen bietet die Zirrückhaltung der Kartofscln durch die Verkäufer, so daß es den Konsumenten unmöglich ist, ihren Wintertzedars zu angemessenen Preisen zu be­schaffen. Das Krcisamt warnt die Verkäufer nochmals vor Zuwider­handlungen gegen die amtlichen Preise.

Kreis Friedberg. b Friedberg, 1. Nov. Das Kreis amt hat für den Ort H a r h e i m Höcbstvreise für Brot lestgesetzi. Es kostet das Plund Weihbrct 18 Psg., das Plund gemischtes Brot Psg. und das Plund Schwarzbrot 11 Pig.

Starkcnburg und Rheinhessen.

b D a r in st a d t, l. Nov. Das grobe (Lelangcncnlager flul den, GrleSheimer Truppenübungsplätze war schon seit langen Tagender Schauplatz von Prügeleien zwischen den En g- l ä n d e rn und F r a nzo s en. Diesen eigenartigen Berbrüderung»- kundgeliungcn sah man zwar anfänglich nicht ohne eme kleine

Schadenfreude zu; letzthin wurden die Prügeleien aber derart stark, daß das Lagerkommando am Freitag abend die Engländer eüicm anderenLager zuführ«» mußte.

Hessen-Nassau.

-s- Fulda, 31. Okt. 'Aus den, hiesigen Güterbahnhose wurden während der vergangenen Nacht die Rangierer M o h r aus Mittelrode und Gaul aus BeterSberg von einem ein- fahrenüen Eilgüterzuge üb ersah reu und getötet. Mohr war verheiratet und Vater von drei Kindern, Gaul war ledig.

vermischte».

* Ern Prinz, derben TropeWaldbau studiert. Wie der HolzlveN aus Kopenhagen berichtet wird, ist Prinz Erik, ein Sahn dos dänischen Prinzen Waldemar, jetzt aus dem Motor­schiss ^Tonaking" nach Singapore abgereist, um etwa ein Jahr lang eine Reihe Kautschukplantagen, Teakholzwälder, zu besuchen und die tropischen Baumartcn, den Einschlag und die Holzflößerei aus der Malakka-Halbinsel und in Siani zu studieren. Prinz Erik halte sich früher in England praktisch in der Landwirtsckwit aus- gebildet. nnd er Iwt dann den Unterrichtskursus im Tropcnwald- bau, den dieCftafiitifle Kvmpagiri" m Kopen hegen abhielt, mir durchgeniacht.

* Zeitungen, die Nummer zu 200 Franken ! Die sonst so heiteren Brüsseler, sind in recht gedrückter Stimmung, seit sic unter deutscher Verwaltung stehen und die deutschen Kriegs­nachrichten zu lesen bekommen. Um sich nun doch etwas aufzuhei­tern, verschaffen sie sich für teures Geld englische Zeitungen. Es ist säst unglaublich, waS für Preise sie dafür bezahlen. Ein Bericht­erstatter desAlgemeen Handclsblad" (Amsterdam) versichert, für eine neue, also einen Tag alteTimes" werden in Brüssel 160 bis 300 Franken bezahlt. Wer soviel Geld nicht auswenden kann, kann sich die Times leihweise beschaffen. Allein das ist auch nicht billig: um daS Blatt auch nur 5 Minuten lesen zu dürfen, muß man 10 Franken bezahlen, und außerdem muß man sich dazu erst in einer Liste vormerken!

Amtlicher Wetterbericht.

Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, de,, 3. Noveinber 1311: Wolkig, trocken, kühl, südöuliche Winde, Moigennebel.

kehle Nachrichten.

Der Kaiser und das Eiserne Kreuz.

(WTB.) München, 1. Nov. (Nichtamtlich.) Die Korrespondenz" Hofsmann meldet: König Ludwig von Bayern hat, sich eins wissend nril allen deutschen Bundcsfürsten, Kaiser Wilhelm gebeten, die hohe Kriegsauszeichnung des Eisernen Kreuzes erster und zweiter Klasse, die jetzt die Brust so vieler tapferer deut- Kfjer Krieger schmückt, als oberster Bundesfeldherr zur Ehre der ruhmreichen deutschen Armee an legen zu wol­len. Der Kaiser dankte darauf dem König und den Bundes- fürsten durch ein Telegramm aus dein Hauptquartier. Er werde das Kreuz non testen tragen in Andenken an die Ent­schlossenheit und Tapferkeit, welche alle deutschen Stämme in unserem Kampf um Deutschlands Ehre 'czuszeichnet. Der König hat außerdem dem deutschen Kaiser das ö ro ß°> kreuz des Militär-M a^-Jo sef-O rd cns ver­liehen und dem Kaiser dasselbe im Hauptquartier durch den Flügcladjudanten Obersten Grafen Castell überreichen lassen.

Zwei Herrenhmismitglieder gestorben.

Koblenz, 1. Nvv. (WTB. Nichtamtlich.) Oberbürger­meister O r t m fl n n , Mitglied des Herrenhauses, ist heute nachmittag 6'/- lth-r insiüge einer Mlnddarntoperativn ge- ftorbe n.

Posen, 1. Rov. (WDB. Nichtamtlich.) Das Mitglied des Herrenhauses Graf Adolf von Höchenthal ist heute abend 5si« Uhr an einer Lungenenlzündung g e ft o r b e w

Ein vergeblicher Vermittlungsversuch.

Berlin, 1. Nov. Aus Konstantinopel ward dem Bert. Tagebl." berichtet: Ein Vermittlungsversuch, den der französische Botschafter Domvard gestern unter­nahm, scheiterte. Er ist aber interessant, weil bei diesem Versuch zugegeben wird, dast sich Rußland als der an­greifende Teil bekennt und bereit sei, we!gen der Vorfälle ini Schwarzen Meere Zugeständnisse zu machen. Die tür­kische Regierung verlangte darauf die Demobilisierung der russischen Schtvarze-Mcer Flotte, was Rußland ablchnte. Aus Acuherungen von Gefangenen, die vernommen wurden, hat sich ergeben, daß der rusirsche MinenlegerPruth" be­reits vor acht Tagen mit Minen von Sewastopol unterwegs war. 'Der kommandierende Offizier hat ehedem auf dem russi­schen Stationär in Konstcmtinopel Dienst getan.

Die Vernichtung desHermes".

(WTW.) Dover, 11. Rov. (Nichtamtlich.) Meldung des Reuter scheu Bureaus: Der englische KreuzerH ermes" wurde gestern morgen duvck» zw« Torpedos getrosten. Das Schiss blieb 45 Minuten über Master, bis es kmterte und sank. Bon der Besatzung werden 40 Mann vermißt.

Ein englischerDreadnought" kampfunfähig.

(WTB.) Berlin, 1. Nov. (Nichtamtlich.) LautSerL' Tageblatt" ist der ctzrund dafiir, daß das englische SchlachtschiffBenerable", das 14 Tage lang die Belgier durch Bombardement gegen die Deutschen unter­stützte, nach England zurücklehrte, der, daß die ,,V«ierable" von einer deutschen Granate od-er einem Unterseebovttor- pedo lamp funsahig gemacht worden ist

Zeppelinversichermtg in London.

lWDB.) Berlin, 2. Nov. (Nichtanitlich.) Die Unruhe des englischen Publikunis wegen einer deutschen Luftschxffinva- si o u wird durch die vou denDaily News" eingeführte Abon­nenten Versicherung wegen Aiohirimgssck>äden durch Flug­zeuge gekennzeichnet.

Eine Kundgebung für die Türkei in Bremen.

Bremen, 1. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Anlaß des Eingreifen der Türkei in den europäischen Krieg smid heut« mittag l Uhr bei dem türkischen Konsul in Bremen, Herrn Elfeldt. ein Empfang statt, dem Vertreter und Mit­glieder des ,ip«n«ts, Vertreter brcmisckwr Behörden, des Reiches und der Militärbehörden, der österrsichische Konsul, die Kvwuln Preußens imb der übrigen Bundesstaaten, sowie Vertreter von Handel nnd Industrie Bremens beiwohnten. Vor dem türkischen Kvnstilst spielte ein« Musikkapelle. Bei diesem Empsang kam die vllseitige Sympathie sür den türkischen Freund zum Ausdruck, sowie die freudige Genugtuung über die bereits er­zielten Wosienerfolgc der Türkei.

Die tüi-kißhen Operationen.

Berlin, 2. Nov. lWTB Nichtamtlich) Der Mailänder Secolo" meldet, in P a l ti CH na werden unter Be kki -Pascha Truppeng eg e n Aegypt'en zusammengezogen. In Samsun stehen 200 000 türkische Truppen mit der Front gegen den Kaukasus. Das 18. Armeekorps unter Kiamil Pascha geht durch Pevsren g«g sn Indien.

Lolland imb die belgischen Flüchtlinge

(WTB.) Haag, 1. Nov. (Nichtarttüich) DerNienwe Rot-

terdamsck)e Eoumnt" meldet: Holland hat das Anerbieten Englands, zur llnterstüMmg bclsrschLv Flüchtling« beizutragen, iabgelehnt. i

Zur Haltung der Balkmrftaaten.

(WTB.) Sofia, 1. Nov. (Nichtamtlich.) Der Ans­bruch des Krieges zwisckMn der Türkei und Rußland erregt hier lgroßes Aufsehen. Im albgenieiucn herrscht größte Gcnugtunng.

(WTB.) Athen, 1. Nov. (Nichtamtlich.) Mcldimg der Agcnce d^Äthönes. Die Blätter besprechen die durch den türkischen .Handstreich geschasserr« Lage urtd erklären, Grie­chenland wolle nach wie vor rn Frieden leben. Nach der Meinung der Blätter lßirrgt jedoch der Friede auf dem Balkan einzig tmd allein mm Bulgarien ab. Grie­chenland wache über seine Interessen.

(WTB.) Sofia, 1. Nov. (Mchtamtlich) Nach einer Meldung aus Varna ist das Kabel Varna Sebasto- pol zerschnitten worden.

Eine innere russische Kriegsanleihe.

(WTB.) Petersburg, 1. Nov. (Nicktamilich.) Ein kaiser­licher Ukas ordnet die Ausgabe einer fünsprozcnügen rnnecen Anleihe von 500 Millionen Rubel an, die rn 50 Jahre» amortisiert -verden soll.

Indier gegen Tsinglmr.

(WTB.) London, 1. Nov. (Nichtamtlich,) Amtlich wird be­kannt gegel>en, daß sich ein indischer Truppenkontin­gent den englischen und japanischen Streitkräften vor Tsing­tau vereinigt hat.

Ans Tsingtau,

(WTB,) Frankfurt a. M., 2. Nov. (Nichtamtlich.) DieFrankfurter Zeitung" bringt zu einer Msldinig der Agence Havas aus Tokio vom 31. Oktober:Die Festung von Tsingtau ist zerstört word«i, die Operationen iverden

mit allgemeinem Erfolge sortgesetü" folgenden .Kommentar:

Die Javaner hatten bnrits vor längerer Zeit angekündigt, daß sic am Namenstag ihres Mikado, dem 01. Oktober, ihm als Ehren­geschenk die eroberte Festung Tsingtau dacbi«gcn wollen. Dieser Wunsch war wohl auch der leitende c^ckanke bei der Her«usgabie des vorliegenden Telegramms, das die Agenee Havas sich zu ver­breiten natürlich eilsertig bemühte denn das vorlicgrndc Tele­gramm ist offenbar unrichtig. Wir verhehlen uns nicht,

daß unsere iapsercn Landsleute in Tsingtau einen Ver-

zweislungskamps gegen eine viek'ache llebermacht zu führen

hab-e:. dem sie zum Sckstuß hctdenmiitig werden erliegen müssen. Aber noch Ivird es nicht so weit sein: denn»

wenn die Fapaner die ..Festung von Tsingtau" zerstört hätten, dann wäre es nicht ersichtlich, gegen wen sich ihre weiterenall­gemeinen ersolgreül-en Opcratienen" ricksten sollton. Einen wer­teren Schutz als die Festung besitzt Tsingtau nicht, imd es müßte den Japanern dock» ein leilhteZ sein, mit ihrer gewaltigen tiefe» macht nach der Zerstörung der Festung den openen Platz zu neh­men! Es wird wohl richtig fern, daß das konzentrische Feuer von der Land- urrd der Ostseitc einzelne Teile der Festung beschädigt bat, aber daS geht aus der Havasmeldurig deutlich femm: Noch hält sich in der Festung die feldenmütige BesaMmg!

Die Stimmunli in Paris.

Berlin, 2. Nov. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Genf vont 1. Nov. meldet der Sonderberichterstatter derDeutschen Tageszeitung": Der amtliche französische Bericht gab in Paris Anlaß zu großem Pessimismus, weil er ein Eingeständnis mehrerer Niederlagen der Der-» kündeten enthielt. Das belgische Eommunique gibt ebenfalls das siegreiche Vordringen der Deutschen zu.

Aus Spünicn.

(WTB.) Paris, 1. Nov. (Nichtamtlich.) DerTempS" mel­det, der spanische Ministcrrat setzte die O t sen sj »st är ke iär 1915 aus 140 463 Monn Lanüheer, 11096 Matrosen und 4100 Mann Marineinsaiüerie sest.

In Krieg nnd Frieden

gebraucht man gegen Husten und Heiserkeit

------- Eutol-Bonbons

Dose 30 Psg. :: Jeldpostkarton 65 Big.

111291iv

Todes-Arrzeige.

Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mtteilung, daß heute nach, mittag I V- Uhr meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Tochter, Schwägerin, Schwie­germutter, Großmutter und Tante

Frau Emma Battenberg

geb. Klös

im Mtcr von 50 Jahren sanft entschlafen ist.

Die ttauernden HinterSliebenen: Familie Eduard Battenberg Familie Georg Thoma« Familie Heinrich Schneider.

Gießen, den 31. Oktober 1914.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 3. No­vember, nachmittags 3 Uhr, von der Kavcllc des neuen Friedhoss aus statt. mtl

Nachruf!

Am 18. Oktober starb auf Frankreichs Erde den Heldentod fürs Vaterland unser ttcues Mitglied

Heinrich Speier

Reservist im Garde- Fnf..Regiment Elisabeth.

Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. ilibS

StwlflnbSujaftti" Sipar