Ausgabe 
28.10.1914
 
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Sfrtiftn rwH manche AnNcrrheiten, so daß eine kurze Zusammenftcllung der maßgebenden Gcsctzesvor- schriften angezeigt ist. Die aus Grund der Reichsversiche- rungsordnung gegen Invalidität versicherten Personen, die im Kriege oder später infolge der Feldzugsstrapazcn invalide werden, haben Anspruch aus die Invaliden­rente. Als invalide gilt ohne Rücksicht auf das Lebensalter der Versicherte, der insolge Krankheit oder anderer Gebrechen nicht mel>r imschnde ist, ein Drittel dessen zu erwerben, was gesunde Personen seiner Art mit ähnlicher Ausbildung in derselben Gegend durch Arbeit zu verdienen pflegen. Ist die Jnvalchität dauernd, so beginnt die Rente mit dem Tage des Eintritts der dauernden Invalidität. Ist dagegen in ab­sehbarer Zeit wesentliche Besserung zu erhoffen, so beginnt die Invalidenrente erst nach einer 26 wöchigen nnunlcrbrochc- nen Dauer der Invalidität. Was die Ansprüche der Hinterbliebenen der gegen Invalidität versichert ge­wesenen Feldzugsteilnehmer betrifft, so gilt solgcnoes: Witf» wenrenle erhält die > n v a l i d e (nicht die noch erwerbsfähige) Witwe des Versicherten. Für den Begriff der Invalidität gilt ini wesentlichen dasselbe, nias oben für die Invalidität des Mannes gesagt ist. Die Wittvenrente beginnt in der R-zel mit dem Todestag des Ehemannes. Ist in absehbarer Zeit Wiederherstellung der Erwebssähigkeit zu erwarten, so kann die Witwenrente auch erst nach 26 wöchiger ununterbrochener Dauer der Invalidität gewährt werden. Witwengeld er­hält die Witwe (auch die noch nicht invalide) des Versicherten, wenn sie selbst auch gegen Invalidität au» Grund der Reichs­oersicherungsordnung versichert ist. W ai se n re n t e er­hallen nach dem Tode des versicherten BaterS seine ehelichen Kinder unter 15 Jahren, ohne Rücksicht daraus, ob die Mutter noch lebt und ohne Prüfung der Frage, ob Bedürstigkeil vorliegt. Ob die Anträge Erfolg haben, hängt im Einzelsall noch davon ab, ob n-eitcrr gesetzliche Voraussetzungen wie Er­füllung der Wartezeit, Erhaltung der Anwartschaft zutrcs- sen. Die Ansprüche selbst sind bei der Bürgermeisterei des letzten Wohn- oder Bcschästigungsortes anzumelden.

" Verkauf aiisrangicrter Militärpferde und tragender Stuten. Am 3. November, vormittags 10 Uhr, findet in S t. A » o l d eine Versteigerung von Pferden des Etappen- Pferde-Devots daselbst an Landwirte statt. Auskunft erteilt der genannte Truppenteil.

Kreis Biwingcn.

b. Büdingen, 27. Skt. Da? ft r e i 5 a nt t bestimmte für ten ftreis Büdingen folgende Höchstpreise s ü r ft a r t o s s c l n: gut auSgelesene Speilekartofseln der Doppelzentner 8 Mark und geringere War« der Doppelzentner 5 Mark.

Hessen-Nassau.

m ftirchhaln, 27. Lkt. A»r unserer etwa 2308 Einwohner zählenden Stadt sind di? jetzt 18 7 Soldaten z» de» Fahnen einberulen worden, hierunter befindet sich auch eine gröbere 'II,>- zahl ftriegSireimistiger. Ausgezeichnet mit dein Eisernen ft r eng wurden Serqeant ft. Bähr bei der Maschinengcwehr- ftompagnle de« Insauterie-NegimentS Nr. 112, sowie der Unter­offizier ft. St «»»er sin FeldarliNerie-Rkaimenl Nr. 8. Bon den Gemeinden HalSdorl, Wohra, Schiffelbach, Langcndori und anderen ist eine Anzahl Wagen Stroh für die Verwundeten ab- gegeben worden.^ Mehrere hluldert Zentner ft a r t o s i e l» ünd geianunelt, die für dar Note ftreuz bestimmt fmb. Reichlich stieben Gaben an Naturalien und Geld. In den Rauschenberger aus­gedehnten Waldungen werden seit einigen Tagen durch dl« Schul­

jugend Eicheln gesamniell, die zur Schweinemast verkauft werden. Ter Ertrag i*t für das Rote ftrcnz bestimmt.

h Frankfurt o. M, 27. Sit. Das Erscheinen mehrerer Flieger über Franksnrl verursachte beute in der Stadl eine grobe '.'liffreguna. die ftrfi noch steigerte, als sogar von verschiedenen Lc»c» ans die Maschinen geschoffe» wurde. Tie Geschoss« ivaren aber wirkungslos, da sich die Flieger iu bedeutender höhe ani- hielte». Wie milgcteilt wird, handelte cs sich um heimisch» Flieger, die augenblicklich hier ihren Urdnngen aus längere Zeit obliegen. _ _

vermischte».

* Salvarsanin ade in E n g l a u d". Zu den brutalen Mitteln, mit denen England wider alles Völkerrecht den Krieg führt, gehör! auch die Beschränkung der deutschen Patente iu Eng­land. Zwar sind sic nicht völlig von der englischen Regierung be­seitigt worden, wie man anfänglich meinte, aber das englische Handclsamt ist ermächtigt worden, aus Antrag Patente »nd van- delsmarkcn auszubeben, und zwar dann, wenn Firmen die Aus­nutzung der deutschen Erfindung übernehmen oder ihre Aare mit der deutschen Marke versehen wollen, also vor einem gewissenlose» Tiebstahl an geistigem Eigentum nicht zurückickireckefi. Welch man niosache Schädigung-» für uns aus diesen Maßnahmen entstehen, geht aus der Tatsache hervor, daß im Fahre 1903 in Grotzbritan- nicn 2751 Patente an Tc.itschlaiid. im Fahre 1901 dagegen in Tcutschland nur 571 Patente an Großbritannien erteilt worden sind. Auch die neutralen Staaten werden dadurch iu Mitleidenschaft gezogen und haben daher energisch und zum Teil schon erfolgreich vrotcstierl. In der Teulschcn Medizinische» Wochenschrift wird nun daraus hingcwiesen, daß ein solcher Raub auch an einem der wich­tigsten und wertvollsten pharinazcutischcn Handcl-sgegenstände ver­sucht wird, am Salvarsan. Tie auch deutschen Aerzten wohlbekannte Firma Burroughs Wellcome u. iio. bat den Antrag ge­stellt, daß ihr eine Lizenz auf das Sa l v a r sa » - P a r e n t der Höchster Farbwerke gegeben werde und sie das Recht erhalte, ihre Prodnkle unter dein Namen Salvarsan und Neosalvarsan zu ver­lausen. Tabei bandelt es sich nicht etwa nur darum, während der Kriegszeit den Engländern das, wohl auch in Großdritannicii un­entbehrliche Mittel zu liefern, sondern die Firma hat ausdrücklich erklärt, sie könne nur dann die Fabrikation ausnchmen. wenn ihr die alleinige Lizenz für England während der ganzen Palcntdauer ziigelvrochen werde. Es scheint wenig Aussicht vorhanden, daß das Handelsaint die Proteste der deutschen Firma anerkennt: höchst» toahrschciiilich wird die Erlaubnis der Salvarsan-Fabrikation der engfischen Firma zuerkannt werden,Wären nur die Barbaren, als die wir nicht zum mindesten von der englischen Presse verschrieen werden," fügt die Zeitschrift hinzu,so könnten wir nur wünschen, daß das, Handclsamt hinreichend Atangcl an Einsicht besäße, um dem Anspruch der Firma Burroughs, Wellcome u. Co. zu will- sahren. Man weiß, welche Schwierigkeiten die einwandfreie Her- slellnng deS Salvarsans verursacht und welche eiudringende Sach­kenntnis und praltiiche Hebung zu ihrer Uebcrwindung nötig ist. Solche Fähigkeiten lassen sich nichtkriegsmäßig" enverbcn. Tollte die Londoner Firma wirklich die Fabrikation des Salvarsans unter­nehmen, so werden wahrscheinlich die durch ihr Fabrikat hcrvor- gerusenen Schädigungen der Engländer als eine neueenglische Krankheit" eine ständige Rubrik in der englischen Literatur bilden."

viichertijch.

T> i eBibliothek der It »t e r h a l t u n g und des Wilsen?" (Union, Deutsche Verlagsaejell'chalt Stuttgart), deren schmucke in der ganze» Welt bekannte Bände eine Zierde jeder Bücheriammlung bilde» und von de» Abonnenten stets mit Un­geduld erwartet werden, hat eine Einrichtung getroffen, die bei asten Lesern glotze Freude bereiten wird. Sie beginnt in dem uns

vortlegenoen onum rniioe mit der Veröffentlichung einer in cinzelnc Kapitel e»,geteilten, aber in sich zusammenhängende» Geschichte des Weltkrieges 1911, so datz die Ado»> nenten ohne beiondere ftosten ans diese Weise in den Besitz eine, reich istuslrierten ftriegsgeschichtc vom Anbeginn bis z»u, hoffe»,- l,ch recht glücklichen Abschluss gelangen. Ter übrige Inball bringt nach wie vor cme reiche Auswahl von spannende» Romane», Noveste», Erzählungen, belehrenden Aufsätzen »im.

rDötfjentl. Ueberficht der Todesfälle!. d. Stadt Gieße».

41. Woche. Vom 4. dis 10. Oktober 1911. Einwohnerzahl: angenommen zn 32 900 (tnfl. 1800 Mann Militär). StcrblichkeitSzisser; 26,50 »/ nach Abzug von II Ortsfremden- 6,32°»,.

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Es starben an: Zusalninen: Erivachiene: im

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ftriegSvrrletzungen

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Summa:

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Tnvhns I.

A n m.: Tic in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit ans von aiisivütts nach Gießen gcbvachtc Kranke kommen.

^iirclileche Nact-riehten«

Evangelische Semeiiive.

Heute abend 8 Uhr: ftliegSbetstunde »> der FohanneSkirche.

Pfarrer A u »f e t d.

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Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzcn.

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Höchste Demveratu: an, 28.27. Oft. 1911 = -f- 13,1 C. Niedrigste . , 26.-27. , 1314 =.+ 9,2' .

Niederschlag: 0,0 mm.

Verantwortlich fürFeuilleton",Gcrichtssaal" u.Vermischtes"! I. V.: August G o e tz.

Bortrag

in der neuen Aula der Universität am TonucrStag, den 29. Oktober, abends 8", Udr.

Weh. Ilofraf Ppofe«»op Dp. Klba:

Ans der Kntwicklnng der cheminchen

IndiiMtrie in I>eutHchlnnd u. Ilnxlnnd.

Zum Beiten von Hinterbliebenen im Selbe gesallrner fSiehencr.

Eintrittskarte» eine zu 30 Pfg., zehn zu L50 Mk. sind in den Buchbandlungen von lhrerS, SelterSweg, Koch, SelterSweg, Legier, Süd-Anlage, Schneider. Reuen Bane, sowie Ern» Balier, MänSburg und abends an der Kaffe zu habe». H0171)

Turnuerem 2 iehenv. 184 d

Hauptversammlung

am Samstag, den 31. Ott. 1914, abends 9 Uhr, im CambrinuS.

DaaeSorbnnng: t. Bericht, 2. Rech nunaSablaac, 3. Enltailuug des Rechners. 1. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet ,,.,1) _ Der Vorstand.

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Anfang um 5, 7, 9 Uhr. Passe­partouts und Freikarten haben keine Gültigkeit. Ferner:

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Infolge der durch die ftriegslagc gebotenen Svartam- kest wird nick! emonnfben. wenn man d. Fleisch,selbst iniiidcrwcriigein. gleich vci Beginn des Schmoren-

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