Ausgabe 
26.10.1914
 
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Nr. 251

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Erstes Blatt

164- Jahrgang

Montag. 26. Oktober M

'$ e i« a ö v r c i ,. inonatl. 75 Pi., vicrtel- jährl. Mk. 2.: durch 'Abhole- u. Zweigstellen monatl. 65 Ps.; durch diePost Mk.2. viert el- ,älnl. ausschl. ideüellg. Zcilenvrcis: lokal löPf., aiisiv. LV Pi. paupl- lchriüicitcr: Alig. ltiocg. Verantwortlich für £>ci» polii. Lcü: Aiig. (a»»eS 5 ; fürFeuilleton",Ver­mischtes" uiid.Äerichts- faal": Karl Reurach: fürStadl und Land":

Notati««rtzruck und Verlag der vrnhsschen Univ.-Vuch und Zteindrilckerei R. Lange. 5christleitung, Seschästrstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. An°eigcm-ll? y" Beck!

General-Anzeiger für Oberhessen

500 Engländer. 1800 Russen gefangen! Generalstabzchef v. Nsltte erkrankt.

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(WTB.) Große? Haupt avartrcr, 25. Okt. vormittag?. lLntttich.) Mitteilung der Obersten Heeresleitung: Der I s er­st anal ist zwischen Nieuvvrt und Dirmuiden nach hes- tigem Kampfe am 24. Oktober von uns mit wei­teren starken Kräften überschritten worden. Oest. sich und nordöstlich von D p r e s hat sich der Feind verstärkt; trotz­dem gelang es unseren Truppen, an mehreren Stellen vorzudringcn. EtwaoüOEngländer, darunter ein O b « r st und 2 8 O s f i» ziere, wurden gefangen genommen.

Im Osten haben unsere Truppen die Offensive gegen Augustow ergriffen. In der Gegend von Jwangorod kämp­fen unsere Truppen Schulter an Schulter mit den österrcichisch- ungarischen Truppen und machten 1800 Gefangene.

"Berlin, 25. Okt. ^Nichtamtlich.) Wie aus dem Großen Hauptquartier mitgcteilt wird, ist General v.Moltke an Leber- und Gallenleiden schwer erkrankt. Die Krankheit gibt keinen Anlaß zu Besorgnis. General v. Moltke be­findet sich in guter ärztlicher Pfleg« im Großen Hauptquartier. In seinem Zustand ist bereits eine wesentliche Besserung ein- getretcn. Seine Geschälte sind jetzt Kriegsm inister Gene­ral v.Falkenhapn übertragen worden.

Großes Hauptquartier, 24. Okt, vormittags. lAmt- lich) Die Käntpfe am Vfer-Dpres-Kanalabschnitt sind außerordentlich hartnäckig. IM Norden geling es uns mit erheblichen Kräften, den Kanal zu überschreiten. Ocst- lick, slpres und südwestlich Lille drangen unsere Truppen in hef­tigen Kämpfen langsam vor.

Ostende wurde gestern in völlig zweckloser Weise von eng- lischen Schissen beschossen.

Im Argonnenwalde kamen nnfre Truppen ebenfalls vorwärts: cs wurden Mehrere Mafchrnengewehre er­beutet und eine Anzahl Gefangener gemacht. Zwei fran­zösisch« Flugzeuge wurden hier hcrmrtergeschossen. Nördlich T o u l bei Fllreri lehnten die Franzosen «ne ihnen von uns zur Bestattung ihrer in großer Zahl vor der Front li-gerben Toten und zur Bergung ihrer Verwundeten angebotene Waffen­ruhe ab

Westlich Angustow erneuerten die Russen ihre Angriffe, die sämtlich abgeschlagen wurden.

Berlin 24. Okt. sWTB. Amtlich.) Die bereits früher nichtamtlich gemeldete, am 13. Oktober mittags erfolgte Ver­nichtung des englischen KreuzersHawke" durch ein deut­sches Unterseeboot wird hierdurch amtlich bestätigt. Das llntersecboot ist wohlbebalten zurückgekehrt. Am 20. Oktober ist der englische DampferGlitra" an der norwegischen Küste von einem deutschen Unterseeboot durch Ocsfnen der Ventile p e r s r n k t worden, nachdem die Besatzung auf Auf­forderung das Schiff in den Schiffsboolen verlassen hatte.

Ter stellvertretende Chef des Admiralstabs Behacke.

Der Krieg in Westflandern steht für die deutschen Truppen außerordentlich gut. Am Samstag haben wei­tere starke Kräfte den Ajserkanal überschritten und den Feind zurüekgetrieben, der sich dort festgesetzt Tratte, fortan sedoch schutzlos der stürmischen Offensive der Unseren preis­gegeben ist. Etwas weiter südlich, nämlich östlich und nord­östlich von Bpern sind deutsche Truppen ebenfalls vorge- drungen, und wenn es auch Tellen des tvestlich von Lille kämpfenden ffmrzösischcn Heeres gelungen ist, sich nach Nor­den durchzudrücken, so ist bei Wern ihre Stellung dennoch sehr gefährdet, wie wir aus der Meldung unseres Haupt- gnartiers ersehen. Die deutschen Truppen sind in der Uederlegenheit, und bereits jetzt sind 500 Engländer in Ge­fangenschaft geraten.

Der stampf an der belgischen Küste erinnert ein wenig an den Befreiungskampf der Niederländer, allerdings sind die Deutschen von ganz anderen Motiven getrieben, als die Angreifer im 17. Jahrhundert, die Spanier. Aber das Bild der Küstcnkänlpse hat lieute doch noch andere Farben^ Dir mögen die Belgier es bedauern, daß sie nicht, wie 1574 die Niederländer bei Leiden, Dämme durchstoßen und die An­greifer dem Untergang in den Fluten überliefern können. Die Belgier lraben lreutc ein anderes Hilfsmittel, die Sclnfss kmionen der Engländer. Aber auch diese können nickt viel ausrichten, denn die großen Schlachtschiffe vermögen nickt an die flache -niste heraiizukonnnen, und es ist nur ein Versuch mit untauglichen Mitteln, daß die drei kleinen, ursprüng­lich fiir Brasilien erbauten Kanonenboote die Untersttitzung von der See l)er besorgen sollen. Wie holländische Blätter wissen wollen, zeigte sich bei den letzten Kämpfen nur noch ein einziges dieser Boote, woraus zu schließen wäre, daß die beiden anderen kampfunfähig gemacht worden sind. Selbstverständlich haben dre kleinen Boote auch nur schwache Gcjckstitze. D-ie schweren deutschen Batterien aber haben zwi­schen Nieuport und Ostende in gedeckten Stellungen ein sehr tmrksanies Feuer gegen die englisckren Kriegs säst sie unter­halten können, woraus diesen offenbar die Lust vergangen fft, noch weiter vorzugchen.

Großes Bedauern ttrirb die Nachricht von der schfvercn I Erkrankung des deutschen Generalftabschefs v. Moltke Her­vorrufen. Die Verdienste dieses vortrefflichen Strategen ioerden aus dem bisherigen Gang der Ereignisse erwiesen. Wenn uns etwas über dieses Mißgesciuck z» trösten vermag, so ist es der ausgezeichnete stand unserer jetzigen iniiitärischen Lage. Die sttalegischen Pläne sind überall erfolgreich in Angriff genommen auch aus dem Osten sind ja iviedcr die günstigsten Nachrichten gekommen und die Organisa- kion ist zahlreichen Mitarbeitern des Erkrankten lvohl be­kannt. Mit General p. Moltke sind auch andere deutsckrc Generalstäbler aus der Schule des Grafen Schliefen hervor- aegangeiL und nur dürfen das scste Vertrauen haben, daß die Forff'chrirte unserer deutschen Heere anhalten werden. Auch den heute noch unbekannten Männern, deren iveit- blickcnde, gründliche und zuverlässige Arbeit uns bei der Mobilisierung und dem Aufmarsch des deutschen Heeres die bewunderungÄvürdigsten Erfolge gewährleistet hat, dem Geist in unjcren obersten Osfizierstellen, darf die weit­gehendste Zuversicht cntgegcugebrachl werden.

lieber die lange vor dem Ausbruch des Krieges von un­seren Feinden gerrosfcnen heimtückischen Vorbereitungen e» lhilten wir heute neue überzeugende Belege. TieNordd. Mlgem. Ztg " berichtet nämlich, daß in den Papieren des beim Kriegsbeginn aus Frankfurt a. M. geflüchteten fran­zösischen PräteiGenten Philipp von Orleans Geheimberichte gesunden worden sind, die ein Helles Schlaglicht ans die amtliche englische Meugnung eines Marineabkommens zwi­schen England, Frankreich und Rußland werfen. Ein Major Dublaix hat als Vertrauensmann des Prätendenten an diesen folgenden Brief vom 29. Januar 1914 gerichtet:

_____Gnädigster Herr! Ich habe gestern, ziemlick), lange einen

Seeofstzier sprechen können, der persönliche Beziehungen zum Haitptmann Perct, dem Adjutanten des Marincministers, und zum Hauptmann Dimitrjew, dem russischen Marineattache, besitzt Wir haben van dem kürzlich«» Besuche des russischen Admiralstabschess, Admiral Russin, in Paris gcsprochm. Es scheint, daß in zwei ge­heimen Zusammenklinsten die jranzüffsckren und russischen Äd- miralstäbler geprüft lraben, ivclchc Rolle die russischen Geschwader sür den Fall eines europäischen Krieges spielen könnten. Natür­lich ist cs nicht möglich), zu ersahren, was in diesen Zusammen­künften beschlossen lvordcn ist. Die Besprechungen sollen sich aber vornehmlich aus das künftige Eingreifen der russischen. Schwarzen Meer-Flotte im Mittelmcer bezogen haben. Die voraussichtliche Rolle der russischen Ostsceslotte sei nur nebenher in Betracht gezogen worden. Wenn diese Auskunft zn- trcssend ist - und ich habe Grund, es zu glauben, so muß hian daraus- ohne Zweiscl de» Schluß ziehen, daß das etlvaigc Zu­sammenwirken dereussi 1 ck) en O st s c e f l o t t e mit den englischen Nordseegeschwadern sür den Fall eines europäischen Krieges von dem russischen Marineminister, Admiral Grcgorowitich, mir der britischen Admiralität geprüft worden ist und geprüft werden wird. Allerdings hat erst kürzlich im Unterhaus auf eine Frage des radikalen Abgeordneten King über die Vorbereitung oder den Abschluß einer englisch-russi­schen Marinekonvcntion Sir Edward Grev geantwottet: Wenn zwischen den europäischen Mächten ein Krieg ausbreck>e, so bestehe kein geheimes Et »vernehmen, das d:e Frei­heit der ^Regierung oder des Parlaments beschränken oder ein­engen könnte, wenn cs sich darum handeln tvürde, über die Teil­nahme Englands an den Feindseligkeiten zu entscheiden. Vor einem Jahre hat Asguith mit Beziehung aut das sranzösisch-englischeBündnis die gleiche Sprache geführt. Es ist aber notorisch, daß die amtlichen Er­klärungen der englischen Minister immer buch­stäblich genommen und im engsten Sinne ausge­legt werden müssen. Man muß also einräumen, daß kein divlomattsches Schriftstück vorhanden ist, das England formell vcr- pilichtet, für diesen oder jenen bestinrintcn Fall seine Heere und seine Flotte mit denen Frankreichs und Rußlands zu verlanden; aber es ist darum nicht weniger gewiß, daß milttärische Ab­machungen. die zwischen den Armee- und Marincstäbcn dieser drei Mächte zustandegekonnnen sind, mit Genauigkeü die Betei­ligung der biitisclwn Streitkräfte^ in dem Kampfe zu Land und zur See für den Fall regeln, daß Regierung und Parlmnent in England die Tcilnahine an den Feindscliglcüen beicblies-en soll­ten. Und ierner nur groß die Zuneigung der englischen Radr- kalcn für Deutschland und ihre Abneigung gegen Rußland sein mag, sicherlich würde England sich die Gelegen­heit nicht entgehen lassen, die ihm ein cnropäiscircr Krieg für die Vernichtung oder Schwächung des einzigen ernst­lichen Nebenbuhlers um die Seeherrschaft bieten würde."

Mit diesem geheimen Berichte vom 29. Januar 1914 hat Major Tublaix sich als guter Proplret für das erwiesen, was anfangs August in Errgland tatsächlich gescheheii ist. Gibt es fiir das -wiespältige Verhalten Gretzs einen anderen Aus­druck als Heuchelei? Und wird es nicht von Tag zu Tag llarer, daß Deutscklaiids Entschlossenheit in den entsckreiden- den letzten Tagen des Juni ein unerläßliches Erfordernis war? Verflogen sind jetzt alle «brüstungsideen, das Fort- wursteln, das uns .Verderben hätte bringen müssen, war einmal. Ganz komisch, aber auck) verdächtig llingt eine neue Botschast, die neuerdings aus England konnnt. DieBoss. Ztg." berichtet nämlich:

Unter Führung des früheren Unterrichtsministers in dem liberalen englischen Kabinett, Trevelyn, der bekanntlich bei Kriegsausbruch seine Demission gegeben hat, ist eine neue Partei gebildet worden, die sichB e r e i n i g u^r g d e r d e m o k r a t i - s ch e n Kontrolle" nennt. Unter den Führern befindet sich auch der bekannte radikale Politiker Rmnsay Macdonald, sowie der bekanutc Avoücl der deutsch-euglischeu Verständigung, Norman

I Angcll. Das Programm der Partei enthält den Gnmdsatz, daß der gegenwärtige Krieg jeden künftigen unmöglich I machen soll. Bei den neu«: Friedcnsbcslimmungen soll deslralb vorgesehen werden, daß kein Territorium ohne Krstimmung der Bevölkerung abgetreten ioerden darf, ferner daß die auswärtige Politik einer demokratischen Kvmrolle unterworfen werden imiis, daß ferner ihr Ziel das Zusammengrlrcn aller europäischen Staaten sein soll, die einen gemeinsamen obersten Rat zu errichten haben. Ferner soll die Verminderung aller Rüstung unter Zustimmung der kricgsührcnden Staaten als letztes Ziel angrstrehl ioerden. Es soll deshalb ein Staatsmoiwpvl für die Herstellung von Kriegs­materialien angcstrcbt und die Aüshihr von Waffen und ikriegs- matcrial zu Wasser und zu Lande verboten werden.

Nicht einmal,der jetzige Präsident der Bereinigten Staa­ten von ^Nordamerika wird an diese Botschaft glauben; wir vermuten aber, - die englischen Urheber selbst nichts Po» diesen Phantastereien erwarte». Es sei denn, daß damit wieder einmal .Stimmung gemacht werden soll. Das friedliche, gesittete zind humane England!

Eine ciiglisch-franzifsisch-russischc MarinckonPention?

(W?B. Nichtamtlich.) Wien, 24. Okt. TieNeichs- post" meldet aus Sofia: Die letzte Nummer der in Peters - bürg erscheinenden ZeitungNowojc Zwono" berichtet, das. vor einigen Tage» auf Verlangen Englands eine neue errg- lisckr-sranzösisch-rnsfischc Marinetonpcnlion abgeschlossen wor. den ist, der zufolge der O b c r b e s c h l über die russische Bal- tische und Schwarze-Meer-Flotte de» Engländern über­tragen werde. Großbritannien verpflichte sich gleichzeittg, die Flotten durch eigene Geschwader zu verstärken. Das Blatt fügt hinzu, daß die Forderungen Englands nach unbedingter Unterordnung der französischen und russischen Admirale unter die englisckren Flottcnkommandanten von Frankreich an­fangs bekäinpst lvordcn sei. Rußland habe dem Vorschlag so­gleich zugestimmt.

Die Kämpfe an der belgischen Küste.

Rotterdam, 25. Okt. Deutsche Marinesoldatcn haben gestern Heyst »nd Knocke und andere Dörfer besetzt. Die Deutschen bewachen sehr sorgfältig die Lcuchttürmc von Knocke, wahrscheinlich, um nicht durch eine Landung engli­scher Soldaten überrascht zu werden. Auch sonst sind Wachd- poslen auf den Dünen ausgestellt. Englische Bürger mußten gestern gegen 12 Uhr das Land verlassen.

Die Cinsührung der deutschen sozialpolitischen Gesetze in Belgien.

Berlin, 25.Okt. (WTB. Amtlich.) Bei der deutschen Zivilverwaltung in Belgien wird erwogen, ob und wie­weit während der Dauer der Besetzung zu Gunsten der Llrbeiterschaft dieses Industriestaates die deutschen sozialpolitischen Gesetze, insbesondere auf dem Gebiete des Arbeikerjchutzes, eingesührt werden sollen und können. Ein nach außen erkennbarer erster Schritt ist dadurch geschehen, daß der Direktor im Großhcrzoglich badi­sche» Gewerbcaufsichtsamlc, Geheimer Oberregicruiigsrat Dr. Bittmann und der Hilfsarbeiter int Reichsamt des Innern, Gewerbeassessor Poerschke nach Brüssel berufen wurden, um durch Vorarbeiten dem Porschwcbcnden Ziele näher zu kommen. Auch sonst ist bei mannigiachcn Anlässen, die in das Gebiet von Arbeiterschutz und Ärbeiterwohl hiw- überspielen, zwischen dem Verwaltungschcs und Sachverstän­digen beraten worden.

Ter letzte franzöfirche Kriegsbericht.

Paris, 24. Okt. (W. B. Nachlawtlickr) Amtlich wird ge­meldet: Aut unserem linken Flügel setzen sehr bedeutende deutsche Kräfte, deren Gegenwart bereits gestern gemeldet ivurde, die heftigsten Angriff« auf dem Gebiete zwisckren dem Meer, dem Kanal und La Baisse fort. Im ganzen wurde die Lage der Verbündeten gehalten, wenn sie auch an einigen Stellen weichen mußten, rückten sie an anderen vor. Der Feind zeigte ebensalls eine sehr bedeutende Tä­tigkeit im Gebiet von A r r a s und der Somme. Nördlich und südlich der Somme rückten toir vor, namentlich im Gebiet vvn R o si ö r cs - e n - S«n t e r re. Im Gebiet vvn Verdun und Pont-ä-Monssvn Hallen wir einige Teilerfolge. Ans der übrigen Front nichts Neues.

Zusammensassend scheint der Feind aus dem größten Teil der Front, namentlich zwischen der Nordsee und Oise, eine K r a i t - anstrengung zu unternehmen, indem er neue For­mationen verwendet, die aus neu ausgebildeten Mannschaften, die teils sehr jung, teils ziemlich alt und deren Ossiziere alten Truppenteilen entnommen sind, bestehen. (Nottz des WTB.: Man erkennt hier deutlich das Bedürfnis, den überraschenden Ein­druck der kraftvollen deutschen Offensive abzuschwächen und den sinkenden Mul aufzurichten.) .

In Rußland stehen die Deutschen noch an der Wcrch- i el mit Ausnahme der Linie Jwa ng o rv d - Ko se n i tzv, die sie, von den Ruhen verfolgt, räumen mußten. Alle öfterreichixben Versuche, nördlich Jaroslaw den San zu überschreiten, wurden abgewiesen. In diesem Gebier erariffen die Runen tne Ofwnnve. Mottr des WTB : Tie neuesten önerreicknich-ungarmlchen Knegs- bcrickNe lassen erkennen, was es mit diesen Behauptungen der fran­zösischen Heeresleitung auf sich hat.)

Ein -lrtillcriekamps im Sundgau.

Basel 25 Okt. Ein ernster Artilleriezusam­menstoß hat am Freitag rm südlichen Sundgau statt- gesunden Tie Franzosen versuchten, die deutschen Stellun­gen bei Sepl und Largitzen zu stürmen. Die deutsche Arsille- rie sckoß von Bisel-Feldbach. Die militärischen Operationen