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Der Siehener Anzeiger
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Erster Blatt m. Jahrgang
Donnerstag, 22. Moder
General-Anzeiger für Oberhessen
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Die Schlacht am ysertale. westlich von Lille 2*000 Engländer gefangen. Der Raubzng der Japaner im Stillen Ozean.
®rofie3 Kerrrvtouartier, 21.Oft., vorm. rSTmtlid).) ttra Dser-Kanal stehen unsere Truppen noch in hefttgcm Kampfe. Der Feind unterstützte seine Artillerie voni Meere nordwestlich Nieupsrt aus. Ein englisches Torpedoboot wurde dabei von unserer Artillerie kampfunfähig gemacht.
Die Kämpfe westlich Lille dauern an. Unsere Truppen gingen auch hier zur O f f e n si v e über und warfen den Feind an mehreren Stellen zurück. Es wurden etwa 2000 Engländer zu Gefangenen gemacht und mehrere Maschinengewehre erbeutet.
Auf dem östlichen Kriegsschauplatz ist keine Entscheidung gefallen.
Der Reichstag wird zu einer kurzen Dczembertaguna zusammengerufen. Wie wird es dann wohl in der Wett ausschen? Sckstverwicgcnde Beschlüsse haben unsere deutsehen Parlamentarier nicht mehr zu fassen, seit an jenem denkwürdigen 4. August das große Gelöbnis abgelegt worden ist, ohne Unterschied der Partei in diesem Kriege durch- zuhalten bis ans Ende. Es hat sich inzwischen nichts ereignet, was nnS diese wundervolle nationale Einmütigkeit irgendwie beeintriichtigeit kaimte, weder im Fnncrn, zwischen den Parteien, noch draußen vor den Feinoen. Im Gegenteil, der deutsche Reichstag, würde er heute schon sich zu- sanemeufinden, könnte voll Stolz auf die bisherigen Waffcn- baten das Gelöbnis erneuern. Wenn die letzten Blätter von den Bäumen gefallen sind, wird die blutige Feldarbeit ans Frankreichs Boden beendet oder bis ans nahe Ende gediehen sein.
Die gestrige Meldung aus dem deutschen Hauptquartier, die wir einem Teil unserer Auflage noch mitgeben konnten, berichtet uns wieder vvu der tapferen deutschen Offensive ES ist selbstverständliche daß die Engländer nach dem Fall von Antwerpen an der Küste von Oftende bis Ealais neue Landungen unteruonrmen haben. And im Bunde mit den, Rest des belgischen Heeres leisten sie nun dem deutschen Angriff an der Pser den letzten Widerstand. Das deutsche Hauptquartier ist, wie imirrer, nicht ruhmredig. Aus dem amtlickzen franzvsischien KriegÄ>ericht aber erhalten wir die beste Gewähr, daß es gut mit unserem Vordringen stetst. Hieß es doch in einer solchen Meldung vom 30. d. M. spät abends, die Deutschen hätten auf allen Kampflinien nach- drücklickfst angegriffen, die Belgier leisteten Widerstand. Holländische Blatter bezeichnen es als unwahrscheinlich, daß die Belgier sich noch) lange halten könnten, und ein Beweis dafür, daß auch) das Eingreifen der englischen Flotte unsere itzegncr nicht retten kann, liegt i» der Tatsache, daß es unserer Artillerie sogar gelungen ist, ein neugieriges englisches Torpedoboot kampfunstihig zu machen
Westlich von Lille sind zu unserer großen Freude wieder einmal 2000 Engländer gefangen worden. Wie stark nun ihre Truppenmachl noch auf belgischem und französischem Boden ist, läßt sich sckzwer erraten. Der englische Finanzl- ministcr Lloyd George Halle nach einer Meldung aus Bordeaux dort mit dem französischen Minister Briand vor dessen Abreise nach Paris eine lange Unterredung. Sind es Geldnöte der französisch russischen Bundcsbrüdcr? Mit Geld kann England etwas besser kämpsen als mit seinem unansgebil- detcn „Heere"; aber wenn jetzt den Russen sinanziclle Hilfe geliehen werden soll, so kann man sich ausdenken, daß da viele Zweifel und Bedenken austauchen. Wohin kommt das Geld, wie wird es verpulvert? Rußland hat bekanntlich auch an der türkischen, persischen und afghanischen Grenze große Wie „Wir werden furchtbar zu leiden haben", sagte Sir Grcy, als er dem englischen Darlanicnt die englische ikriegs- absicht mitteilte. Er hat nicht zu viel gesagt, und es liegt ein schöner Gegensatz zu der Meldung von 200000 Mann neuer Landungstrupven in der Tatsache, daß im Umkreis von London jetzt Befestigungsarbeiten in Angriff genommen worden sind und daß di- „Times" den furchtsamen Bewohnern der Hauptstadt rät. ihre Häuser gegen Gefahren ans der Luft mit — Sandsäcken zu schützen. Die neueste Erfindung im Zeitalter der Luftschiffe. Es gibt im Kriege doch auch ergötzliche Momente!
Die Italiener haben V a lo n a besetzt, oder, wie es heute in einer Berliner Privarmeldung heißt, sie werden es möglicherweise in den nächsten Tagen besetzen. Aus den ersten Blick klang die Nachricht etwas beunruhigend. Was wird Oesterreich tun? Balona, der Südhasen Albaniens, liegt dem Stiefelabsatz Italiens, Otranto, gegenüber, und die Mecr- straßc von Otranto ist noch nicht 100 Kilometer breit. Ter Wunsch Italiens, den Hasen von Balona zu besitzen und aus- zubaucn, ist also ohne weiteres verständlich. Freilich würde Oesterreich diesen Verschluß des Adriatiichen Meeres mit sehr gemischten Gefühlen begrüßen. Ein Blick aus die Karle genügt, um zu erkennen, daß die Fwage von Balona in der Tat einer eingehenden Verständigung zwischen Italien und Oesterreich bedürfte. Wir dürfen aunchmen, daß es jetzt zeitgemäß war, diese Dinge zu ordnen. Wenn Italien mit dem Herzen auf der Seite des Dreibundes stehen soll, war es wohl erforderlich, das schwebende schwierige Problem einer Lösung cntgegenzufiihren. Noch wissen wir nichts über Oesterreichs Zustimmung, aber da es bekanntlich in Albanien seit der Abreise des Fürsten Wilhelm wieder sehr bunt hevgeht, lag die Annahme nahe, daß die mit Griechenland im Bunde stehenden Epiroten Balona in Besitz nehmen
könnten. Wir wollen hoffen, daß es gelungen ist, die Unterhaltung zwischen Rom und Wien ans eine freundschaftliche Grundlage zu stelle». Es gibt nördlich von Valona noch andere alte Zankäpfel, die sich zu Kompensationen für die Habsburger Monarchie eignen würden. Wie die oll banische Frage schließlich gelöst werden könnte, das zu prüfen, ist vielleicht für Wien und Rom noch nicht der geeignete Augenblick gekommen. Daß aber der ivackeligc Zaun des Königs Nikita von Montenegro sich noch lange vor Skntari halten könnte, ist ganz ausgeschlossen Hier wäre recht wohl eine Dtöglichkeit schon jetzt zu schaffen, Oesterreichs Einverständnis zu der Besetzung von Valona zu erlangen.
Die deutsche Offensive.
<25 e n f, 21. Okt. Die Fortsetzung des Widerstandes durch die belgischen Truppen, die seit Sonntag schwere Verluste erlitten haben, gilt als fraglich. Von englischer Unterstützung von der Seeseite ist in den französischen Meldungen keine! Rede mehr. Aus amtlichen wie ans privaten Depeschen geht hervor, das; die deutsche Offensive ans der ganzen Front fort- geführt wird, die den Franzosen die alleräußersten Anstrengungen auferlegt. Die Verbündeten richteten bei Dünkirchen eine starte Stellung ein, wohin sich das sranzösischc Marine- kontingent gezogen hak, das den Rückzug der Belgier von Antwerpen deckt. Es wird behauptet, daß die Belgier keinen Kampswert mehr besitzen, solange sie iiidjt vollkommen reorganisiert sind. Es werde daher längere Zeit dauern, bis die Verbündeten von ihnen würden stützen ziehen können. Alle deutschen Truppen, die bei Antwerpen entbehrlich sind, werden »ach Ostende geschasst, wo die Deutschen osfenbar eine starke Stellung einnehmen.
Wo ist der König der Belgier?
Rotterdam, 21. Okt. (WTB Nichtamtlich.) Der „Nicuwe Rottcrdanische Courant" meldet ans Havre vom 19. Oktober; Das Königspaar der Belgier und der Ministerpräsident befinden sich in der Nähe der belgischen Armee.
Ter Fühl er des englische» Fliegerkorps gefangen!
Berlin, 21. Okt. (Priv.-Tel.) Die „Voss. Ztg." meldet aus München: Vom 1. Bayerischen Armeekorps wird bekanntgegeben, daß ein englisches Flugzeug erbeutet wurde, welches zunächst der Fliegerersatz-Abteilung in Obersihleißheim überwiesen wird. Mit dem Flugzeug ist auch der englische Oberst Grey, der Führer des englischen Fliegerkorps und ein Unteroffizier in Gefangenschaft geraten.
Die Rückkehr der Belgier.
Amsterdam, 21. Okt. (WDB. Nichtamtlich.) ,,Tele- graas" meldet aus Bergen op Zoom von gestern: Die Rückkehr der Belgier nimmt einen riesigen Umsang an. Gestern reisten über 8000 Flüchtlinge ab. Die ersten vier Züge, die heute früh abgingen, nahmen weitere 8000 mit.
Tie Stimmung in Paris.
Basel, 2l. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Die „Nat.-Ztg." veröffentlicht einen Pariser Brief, in dem es heißt; Der Befehl des Kriegsministers betr. den Schutz vor den deutschen Flugzeugen beruhigt die Bevölkerung nicht mehr als die fortwährenden amtlichen Siegesnachrichten, welche durch Erzählungen Verwundeter und durch Briefe in Felde Stehender beträchtlich abgcschwächt werden. Was Wunder, wenn an Stelle der Augustbegeisterung Enttäuschung und Mißmut getreten sind. Meldungen der Blätter, welche immer wieder dartun, daß die Armeeverwaltung nicht mit allem Nötigen versehen sei, vermehren natürlich die Sorgen um die Soldaten. Bei den Parisern kominen noch Nahrungssorgen und die ungekienre Arbeitslosigketl hinzu. Infolge des Moratoriums und des dadurch bedingten Geldmangels wird die Krisis auch in den Kreisen der Begüterten sehr empfunden. Me Zufuhr war vermindert, immerhin ist sie abex zurzeit noch genügend. In Paris sind die Butterpreise von 2.40 auf 4 Franks gestiegen; ebenso sind die Preise für Gemüse und Obst stark in die Höhe gegangen. Eine amtliche Mittellung behauptet zwar, daß die Getreideernte genüge, streist aber doch am Schluß die Möglichkeit, amerikanisches Getreide einführen zu müssen; Hungersnotpreise seien jedoch nicht zu befürchten. Beruhigt hat dies die ohnehin mißtrauisch gewordenen Pariser keineswegs.
London wird befestigt.
Kopenhagen, 21. Okt Wie aus New Bork gemeldet wird, veröffentlichen dortige Blätter Briefe mehrerer Soldaten der englischen Kolonie lärmee, die jetzt an Stelle der regulären Armee in England die Garnisonen bildet. In diesen Briefen beklagen sich die Soldaten bitter, daß sie schwere Erdarbeiten verrichten müssen. In einem der Briefe wird mitgeteilt, daß in einem Umkreis von 20 Meilen rings um Lorrdon Gräben ausgehoben und daß rings um die Stadt eine große Anzahl Erdwerke. Schützen- und Verteidigungswerke angelegt werden. Ferner sind auch entlang der ganzen Küste und an allen strategischen Punkten zwischen der Küste und London Verteidigungswerke angelegt worden.
Eine englische Marinewerft brennt.
Rotterdam, 21.Okt. (Etr. Bin.) Wie das „Rottcr- damschc Rieuwe Blad" meldet, steht die Marinewerft von Sheerneß in Flammen.
Shcerncß ist nicht nur Flottenstation und noch dazu die einzige aus den, Wege nach London, sondern auch Stapelplatz für alle Flottenbcdüisnisse, Vorräte jeglicher Art, Kohlen in gewaltiger Menge liegen in den Schuppen dieser Station für die Flotte bereit. Hier würde sich ein Geschwader nach einem Scekainps mit allem Notwendigen, auch mit 'Munition ansstalteii können. Die kostbaren Torpedoboote und Sceminen sind ebenfalls dort ausgespeichert. Denn von Sheerneß aus finden auch Schießübungen mit Torpedobooten statt. Was eine Feucrsbriinst an einem derartigen Orte dedentet, ist kaum genügend zu würdigen. Es ist freilich in dem Telegramm nur von Sheerneß selbst die Rede, und der kleine Ort liegt genügend weit von dem Dock und den Arsenalplätzen entfernt. uni jede Geiähr von ihnen auszuschlicße». Da man es aber für wichtig hielt, die Feuersbrunst zu melde», werden wohl auch die Docks, die Kasernen und die Magazine der Insel Sheppcy, aus der Sheerneß liegt, in Flammen stehen.
Ein englischer Dampfer von einem deusche» Unterseeboot in den Grund gebohrt.
Kristiania, 21. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Aus Sta- vanger wird gemeldet: Der englische Dampfer
„G l i t r c" der Saivesen-Lcith-Linie ist zwölf Seemeilen vor der norivegischen Küste von einem deutschen Unterseeboot in Grund gebohrt worden. Die Mannschaft ist gerettet.
Die Aufregung in Dover.
London, 21. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Befehl, daß alle ausländischen Flüchtlinge binnen einer Woche die Stadt D o v e r zu verlassen lfäben, ist, wie angenommen ivird, durch die Vermutung veranlaßt worden, daß mit der großen Zahl von Michtlingen auch Spione nach Dover übergesetzt worden sind.
Tie Lage der Deutschen in England.
London, 21. Okt. (W. B. Nichtamtlich) „Daily Chroniclc" gibt solgendc Darstellung von den Pogroms des Londoner Pöbels aut die Deutschen: Der Ursprung des Angriffs ist un- Pbclannt, aber die Planmäßigkeit des UcbcrsallS wird durch die Tatsache wahrscheinlich, daß der Pöbel gleichzeitig in Sonth- wark, Cambcrwell und D e p t f o r d in Aktion trat. Nach einem Bericht ivurde die Menge in Dcptsord durch eine Bemerkung verwundeter Soldaten aufgeregt, die, an mit Kunden gefüllten deutschen Läden vorüberkommend, ausriesen; Haben wir dafür gekämpst? Nach einer anderen Lesart erregte der Anblick einer großen Zahl belgischer Flüchtlinge in Dcptsord die Witt der Menge gegen die Deutschen. Jedenfalls begann ein organisierter Angriff auf die Highstrcet in Deptsvrd. Am SamStag um zehn Uhr abends wurde ein Hagel von Steinen und Ziegeln auf 'die Schaufenster des Schwcinemetzaers Pfister geschleudert. Die Menge stürmte den Laden, warf die Fleischwarcn weg, zertrampelte sie und demolierte das Mobiliar der Privatwvhnung. Die Menge, die jetzt einige tausend Mann zählte, bewegte sich nun die Highstreel auswärts und ließ ihre Wut an allen deutschen Läden, meist Fleischern und Bäckern aus. Die Schaufenster wurden zertrümmert, die Lebensmittel vernichtet und hie Möbel aus den Fenstern auf die Straße geworfen. Die 200 Mann starke Polizei war nicht imstande, die Menge zu zügeln. Erst mit Hilfe von 350 herbesgernfenen Trainsoldatcn wurde die Ordnung wieder hergcstellt. Der Aufruhr dauerte drei Swnden an Aehnliche Angriffe, obwohl kleineren Umfangs, fanden gleichzeffig in Southwark und Camberwcll statt. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen.
„Daily Chrvnicle" schreibt; Wir erfahren, daß neue Maßregeln gegen alle noch nicht internierten Personen deutscher und österreichisch-ungarischer Nationalität in Erwägung stehen. Während wir die Verstärkung von Vorsichtsmaßregeln gegen Spione entschieden befürworten, hoffen wir, das, die Regierung kein« Politik rücksichtsloser Verfügung billigen wird, die den Unschuldigen mit dem Schuldigen zusammenwirft.
London, 21. Okt. M. B Nichtamtlich.) Die gestrige „Daily Mail" schreibt: Wir haben keinerlei Sympathie msi den heftigen Angriffen, die in Deptsvrd und anderwärts mir die Läden geschehen sind, deren Besitzer deutsche Namen tragen. Wir vertrauen darauf, daß die Behörden Schritte ergreifen werden, um eine Wiederholung solcher Vorkommnisse zu verhindern, aber wir vertrauen auch darauf, daß sie sich erinnern werden, daß die Herrschaft des Pöbels stets in Kraft tritt, wetin die Regierung zu weit hinter der öffentlichen Meinung zurückbleibt.
General v. Beseler Dr.-Fng.
Hannover, 21. Okt. (Priv.-Tel.) Rektor und Senat er Technischen Hochschule Hannover haben auf einstimmi- .en Antrag der Abteilung Maschinen- und Jngenieurwcsen en siegreichen Belagerer Antwerpens, General v. Bese- er, zum Dr.-Jng. ehrenhalber ernannt.
Ter König von Sachsen im Hauptquartier.
D r e s d e n. 21. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der K ö n i g
st am 20. Okt. glücklich im G r o ß e n Ö a u p t q u a r t f e r
»gekommen. Er frühstückte beim Ka r s e r und besichtigte m Nachmittag ein erobertes Fort sonne ein Lazarett, in em sich viele Sachsen befanden.
Ein russischer Bericht.
Berlin. 21. Okt. (Priv.-Tel.) Die „B. Z. am MA neldet ans Genf: Der rusilschc Eeneralftab gibt unter dem 9 Okt. bekannt: Man meldet k e i ne wesentliche Ver - iiderung. Tie russischen Truppen sind teils in engster sühlnng mit dem Feind, teils im Kampf auf der Front von ötryi bis Ostpreußen.


