Ausgabe 
20.10.1914
 
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den Krieg gehetzten Bundesgenossen ohne Beistand dem siegreichen Feind auszuliefern. Die Engländer von 1914 sind, was sie zu allen Zeiten waren, die Söhne des perfiden Mbaon und jhr belgischer Feldzug ist ihre schmachvollste Feigheit, ihr unverantwortlichster Verrat oder beides!

SB. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.

Präsident Hafenstem über Deutschlands Finanz- und Wirtschaftslage.

Tie am 29. September d. Js. abgehaltene Sitzung des Z c n - tralansschusses wurde von deni Vorsitzenden, Präsidenten des Reichsbankdicektoriunis havenstein, mit folgender Ansprache eröffnet:

Ter deutsche Geldmarkt hat in diesen beiden ersten Ptonaten des Krieges, der den internationalen Geldmarkt völlig und die Weltwirtschaft großenteils ausschaltete und jedes Land dazu gezwungen hat, sein eigenes Leben zu leben, verhältnismäßig am besten unter allen Ländern abgeschiütten. Die Reichsbank ist trotz Geldpanik und Kreditsorge, die durch das Land schritten, mit eineni Diskont von 6 Prozent ausgekommen. Der Geldmarkt ist verhältnismäßig flüssig, die Danken und sonstigen Kreditorgani- sationeu haben im Gegensatz zu England und Frankreich keinen Tag lang chre Tätigkeit ansgesetzt oder die Auszahlung der Bankgutbäben eingeschränkt »ich haben, gestützt auf die Reichsbank, ihre Kreditgewährung ohne rigorose Einschränkungen aufrecht ge­halten und ihre Guthaben bei der Reichsbank beträchtlich verstärkt.

Die Rcichsbank selbst darf mit Genugtuung auf die ersten Monate zurückdlickcn. Tie seit langen Jahren und von allen be­teiligten Instanzen durchdachte und bis zur letzten Ausführung vorbereitete finanzielle Mobilmachung hat sich außerordentlich be­währt, nirgends versagt und nirgends eine Lücke gezeigt, wenig­stens keine, deren Schließung schon im Frieden in gleicher Weise hätte vorbereitet werden können. Jhr seit Jahren verstärkter und durch Zuführung des verdovveltcn Reichskriegsschatzes vermehrter Goldbestand und die durch die neueröffnete Kreditquelle der Tar- lehnskasseu ihrer Kreditgewährung gebrachte Entlastung. durch die Darlchnskassensibeine aber vermehrte Elastizität bat sie in den Stand gesetzt, nicht nur zwei volle Monate ohne jede Schwierig- kcit als Krieasbank des Reiches, sondern daneben auch als der feste Rückhalt des Wirtschafiskredits und des Wirtschaftslebens tätig zu sein und dabei ihre Kreditgewährung nicht nur einzuschränken, sondern weitherzig und jedeni gesunden und berechtigten Kredit­bedürfnis entsprechend zu erwcilern und gleichwohl von Woche zu Woche au innerer Starke zu wachsen. Jhr Wechscllonto stieg von 750 Millionen Mark am 23. Juli bis zum 15. August auf 2980 Millionen Mark, also um nind 2'/, Milliarden Mark: an Schotz- anweisungen und Schatzwechseln des Reichs besaß sie am 23. Juli 315 Millionen Mark, am 26. September 2348 Millionen Mark, also nind 2 Milliarden Mark mehr, denen allerdings auf dem Konto der öffentlichen Guthaben noch ungefähr die .Hälfte jenes cklesanitbcstandes an Dchatzanweiftmgen und Schatzwechseln gegen­übersteht. Die Summe ihrer Kapitalanlage, die am 23. Juli 1132 Millionen Mark betrug, hat am 31. August die fünfte Mil­liarde um 18 Millionen Mark überschritten, und der Notenumlauf wies am selben Tage seinen bisherigen .Höchstbestand von rund 4235 Millionen Mark auf. Mit der lleberwindung der Geld- vanik und Zahliingsmittelnvt der ersten Wochen und mit der wach­seirden Wiederbelebung unserer wirtschaftlichen Arbeit sind aber auch die Rückflüsse in sehr erfreuliche und normale Bohnen eingelenkt. Tie Wechictanlage hat seit ihrem höchstbcstairde am 15. August bereits um mehr als eine halbe Milliarde Mark abgenommen und betrug am 26. Septeinber nur noch rund 2454 Millionen Mark und ist nur noch um 423 Millionen Mark böher als die vor diesem Kriege je erreichte höchste Ziffer von 2031 Millionen Mark am 31. Dezember 1912. Benutzt man aber die Jnaiffvruchnohme der Bank nach den Beständen an Wechseln plus Lombards minus Pri­vatguthaben, so ist die Inanspruchnahme der Reichsbank durch den Verkehr beute mit rund 1004 Millionen Mark nur etwa zwei Drittel so stark wie Ende 1912, auch wenn man in Betracht zieht, daß das Lombardkonto heute durch Ueberführung von Darlehen auf die Darlehnskassen einigermaßen entlastet ist und die Privat- gnthäben durch Vorbereitung ans Ultimo und Kriegsanleihe einiger­maßen verstärkt sind, so daß sie erheblich über 1 >/r Milliarden Mark hinausgehen.

Auch der Goldbestand zeigt eine sehr erfreuliche Entwick­lung: von den 1253 Millionen Mark, aus die er durch die in den letzten Jahren vor Kriegsausbruch auch bei uns wie aller­dings in weit stärkerem Grade in allen übrigen Ländern ein- setzende Geldvanik herabgedrückt wurde, hob er sich zunächst durch Zusührung des Reichskriegsschatzes und von Auslandsgold bis zum 7. August auf 1478 Millionen Mark: mit den ersten Siegen un­seres Heeres und der bald eintrrtenden Beruhigung und infolge der sehr dankenswerten Aufklärungsarbeit der gesamten Presse und der Behörden aber begann das versteckte Gold allmählich wieder zum Vorschein zu kommen und zur Reichsbank zirrückznftießen. Ueberall und in allen Schichten und immer größeren Kreisen er­wachsen der Reichsbank jetzt verständnisvolle Helfer auf diesem Ge- , biet, und ihnen wie der Presse, weiß die Reichsbank Dank dafür.

' daß ihr Goldschatz und damft ihre Mionskraft von Woche zu Woche stärker wächst: seft dem 7. August hat er dadurch bereits um etwa 200 Millionen Mark, in der letzten Woche allein um 56 Millionen Mark zugenommen, und wir hoffen von einer tatkräftigen Fort­setzung dieser Mithilfe noch iveftere starke Erfolge. Infolgedessen hat stch auch die Metalldeckung der Noten von ihrem niedrigsten Stande von 37,9 Prozent am 31. August wieder auf 42,7 Prozent und chre gesamte Bardeckung auf 46,4 Prozent gehoben. Gestatten Sie mir, meine Herren, an diesen Ueberblick über den Stand der Reichsbank noch einige allgemeine Bemerkungen zu knüpfen.

Der Verlaiff dieser ersten bechen Monate des Krieges gibt nicht nur der Reichsbank, sondern unserem ganzen Volk Anlaß, mit Genugtuung aus sie zurückzublicken und mit starkem Ver­trauen in die Zukunft zu schauen. Wir haben in wenig Wochen eine starke Geldpanik und Zahlungsmittelnvt überwunden, wir hoben der noch ihr drohenden Kreditkrifis wirksam gesteuert und Hecken nunmehr auch die Arme frei und regen sie. um zmch die letzte Gefahr, dir ans dem Weltkriege für unser Wirtschaftsleben erwachsenden Schnurrig leiten und Nöte zu bannen, und wir sind das einzige der kriegführenden Völker, das ohne Moratorium auskommt und seine wirtschaftliche Arbeit weiterführt und neu organisiert. Wie stark die Geldpanik und das kopflose Verstecken des Geldes war, ergibt sich aus wenigen Zahlen: In den Tagen vom 23. bis 31. Juli sind der Reichsbank an Gold, Silber und Reichs­kassenscheinen 195 Millionen Mark, an Banknoten 1019 Millionen Mark, zusammen 1214 Millionen Mark oder 1050 Millionen Mark mehr als in derselben Zeit des Vorjahres entzogen: sie hat an Silber im Lause des August etwa 300 Millionen Mark hinans- gegeben und den Umlauf der kleinen Note von 812 Millionen Mark am 31. Juli bis zum 31. August aus fast 1600 Millionen Mark, also um fast 800 Millionen Mark, den der großen Noten um über 500 Millionen Mark gesteigert, und daneben sind noch etwa 120 Millionen Mark Darlehnskassenscheinc bisher dem Ver­kehr zugeführt. Ein Teil dieser dem Verkehr zugefuhrlen Zahlungs­mittel diente natürlich dem durch die Verhältnisse stark vermehrten Bedarf an solchen, ein ganz erheblicher Teil aber dem Ersatz des thesaurierten Goldes und auch Silbers. Die Zahlungsmitteln!« ist aber dadurch in der Hauptsache überwunden loorden und wird infolge der fortgesetzten Silberprägimyen und der Ausgabe von kleinen Darlchnskassenschernen auch da, wo sie sich noch, nament- lich bei Lohnzahlungen, geltend macht, in wenigen Wochen voll­ständig überwunden sein. Der Sorge um den Kredit, die dann einsetzte, traten zunächst di« starke Aktionskras, der R e i ch s b a n k und die neben ihr eröffnet« jtoeite große Kredit­quelle. die Darlehnskassen, wirksam entgegen, die bereits 24 Stunden, nachdem der Reichstag die vorbereiteten itzesetze ge­nehmigt hatte, an 150 Orten in Deutschland zu arbeiten au- fingen. .heute sind sie auf 217 angewachsen. Wo beide Kredit- v"ellen nicht hinreichen, wurden und werden überall durch die talkristtigc Selbsthilfe und das zirlbewußte Zusammenarbeiten aller rzii teu Organisationen, Kriegskrrdttbanken, geschaffen, die, gestützt die Reuhsbmrk, uud vou chr vr weitem MaHe imta>

stützt, auch alle bisher davon ausgeschlossenen Kreise an dir beiden großen Kreditgucllcn, Reichsbank und Darlehnskassen, heransühren.

Ueberall aber l>at sich gezeigt, daß die Kreditnot tatsächlich bei weitem nicht so groß ist, wie die erste Sorge sie sich vor­stellte, überall wird latsäckstich viel weniger Kredit in Slnspruch genommen, als woraus alle diese Organisationen sich eingerichtet hatten: selbst die Tarlehnsbrssen Hilden in diesen ersten zwei Mo­naten mir 320 Millionen Mark an Darlehen auszugebcn brauchen. Diese verhältnismäßig geringe Inanspruchnahme sür den Wirt- schastskredit hat sie aber auch wieder befähigt, in hohem Maße der Beschaffung der Mittel für die Kriegsanleihe zu dienen, indem sie allen denen, die nicht nur ihre augenblicklich verfügbaren «tzelder, sondern mich die von ihnen in den nächsten Monaten zu erübrigen­den für die Kriegsanleihe darbringen wollien, die Möglichkeit boten, einen cnlsprecheriden Teil ihres alten Besitzes an Wert- papieren zu diesem Zweck flüssig zu machen.

Die Begebung der Kriegsanleihe ist unter all dem Großen, was diese gewaltige ernste Zeit in unserem Volke gezeiligt lpit, ein neues leuchtendes Bild, das sich würdig den Taten unseres Heeres an die Seite stelll. Der Zug ernster und unbeugsamer Entschlossenheit, mft der dieser uns ausgczwungene Kamp: nm unsere Eristenz und Weltgeltimg unser Volk bis in die letzte Hütte hinein erfüllt hat, hat sich auch in wundervoller Einmütigkeitnd Hingebung bewährt, als es sich darum han­delte, dem Vaterland auch die Mittel zu bieten, sür d-iesen Kamp: gegen eine Welt von Feinden. Und was an dieser Anleihcbcgebung so beispiellos und herzerhebend ist. das ist, daß auch die gering Bemittelten, die nur von ihrer Hände Arbeit allmählich Ersparnisse sammeln können, imd die lleineren Ka­pitalisten sich wie noch niemals und nirgends durch das ganze Land dazu drängtem diese Ersparnisse sür die KrirAsanleihe darzubriugen. Die Statistik der Zeichnungen ist erst tür zirka 2% 'Milliarden ausgestellt: wenn man sie etwa in gleichem Ver­hältnis ans die gesamte Zeichnung überträgt, so ergibt sich: Tie Ziffer der Einzel Zeichnungen stellt sich auf dtwa l 150 000 und hiervon enffallen auf die Zeichnungen von 100 und 200 Mk. nicht weniger als 200 000, auf die von 200 bis 2000 Mk. nicht weniger als 700 000: an diesen llemen Zeichnungen sind also 900 000 Einzelzeichner beteiligt. Die Tairsende von Zeichnungs- und Bcrinittclungsstellen haben gewetteifert, der Anleihe den Boden zu ebnen: einen bffonders warmen Dank aber möchte ich hier aussprechen an zwei Helfer: die deutsche Presse und die deutschen Sparkassen.

Wir sind in vierzigjähriger intensiver Arbeit wirtschaftlich stark und reich geworden. weit mehr als Neid urrd Mißgunst urrserer Gegner ivahr lxrben wollten, der weitaus größte Teil unserer wirtsclAftlicheir Arbeit weit mein als in England dient dem l>eimischen Verbrauch, und diese haupfftärke unserer Wirffchast, der große imrere Markt, ist uns voll erhalteir ge­blieben, da der deutsche Boden frei von Feinden ist, und wird durch eine ansehnliche Ernte, die zugleich die Ernährung unseres Volkes auch für ein« lange Dauer des Krieges sicherstem, noch besonders gestärkt. Aber auch der Außenhandel ist zu einem sehr starken Teile erhalten geblieben, und es ist von besonderem Interesse, daß unsere Ausfuhr im August trotz aller ihr bereiteten Hemmungen absolut wie relativ weniger zurückgegangen ist als die Englands: wir wissen heute, daß wir finanziell und wrrt- schastlich das bestorganisierte, und daß wir vielleicht mich das organisattonsfähigste Volk sind. Und da hierzu noch der einhellrge Wille tritt, diese Fähigkeit auch zu betättgen und die ganze ge­sammelte Kraft an die Durchführung des Kampfes zu setzen, so gibt es auch hier nur nicl>t die bloße Hoffnung, sondern die volle und restlose Ueberzeugung, daß wir auch über die loirt- schgslliclieu Schwierigkeiten hiuwegkouimen und jede Dauer des Krieges durchhalten werden und daß, wenn auch nianchcs, was krank war, auf der Strecke bleiben und der Krieg hier ein liarter, aber nnverntcidlicher Renrigungsprvzeß fern wird, doch alles Ge­sunde und vor ollem das Ganze gesund und stark bleiben und auch der alle Kräfte wachrufenden und anspannenden Prüfung nur stärker hervorgehen wird."

Rieche »in- Schule.

Der Militärdienst der evaugelischen Geistliche«.

Berlin, 19. Okt. lW. B. Nichtamtlich.) In einer dieser Tag« verbreiteten Nachricht über die kriegsgesangenen fran­zösischen Geistlichen war gesagt worden, daß im Gegensatz

z» den lranzösischen Geistlichen, die als einfache Soldaten in den Reiste des Heeres mit der Waffe kämplen, die deutschen nur in der Militärseelsorge, bezw. als Krankenpfleger verwendet werden. Diese Mitteilung bedarf einer Ergänzung. In Württemberg z. B. dienen von 160 eingerückten evangelilchen Geistlichen 90 mit der Waffe. Auch der Evangelische Oberkirchenrat in Berlin hat die abkömmlichen Pfarrer, soiern sie militärisch ansgebildct sind, zu­nächst sür den Garnisoiid,enst, nun aber auch sür den Dienst im Felde grundsätzlich sreigegeben.

*

B. Gießen, 19. Okt. Eine außerordentliche Psarr- konserenz der o b e r h e ss i s ch e n e v a n g e l i s ch e n Ps a rr er land beule im Konfirmandensaale der Johanneskirche statt. Nach dem Gesang von »Eine seste Burg ist unser ®olt* begrüßt« der Vorsitzende, Geh. Obeikonsistorialrat v. P etersen - Darinftadt, die zablreich Versammelten und begründete die durch die Kriegszeit veranlaßte Konferenz. Darauf lprachen Professor v. Echian dier und Piarrcr Nebel-Laubach über di« Frage: »Welche besondere Ausgaben stellt die Kriegszeit dem Plärrer und den Gemeinden?' Erstercr flefli« einige große Gestchlspunkte heraus, indem er daraus blnwics, daß jetzt eine Zeit starken religiösen Verlangens lei, di« religiöse Sattheit und Sicherheit Hab« nachgelassen, es fei religiöse Saatzeit, die durch Wort und Schrist auszunutzcn sei. Es tauchen jetzt viele religiöse Fragen aus, die nach Schuld und Unschuld. Liebe und Krieg, Tod und Ewigkest, Gott und Welt- renierung u. a. m., die von dem Pfarrer Antwort verlangen. Kriegszeit ist aber auch LeidenSzeit, die Trost erfordert, und ist eine P r ü I u n g s z e i r sür die christliche Sittlichkeit. Pfarrer Nebel behandelte das Tbema im Hinblick auf die Mithilfe de« Psarrers in der Fürsorge sür die Krieger und ihre Angehörigen. Die beiden Dorlräge lösten eine rege Aussprache aus, an der sich viele Herren beteiligten. Tabei wurde auch der Mangel an evangelischen Feldpredigern in, Felde und den Lazaretten bedauert und eine entsprechende Entschliegung an Großh. Oberkonststortum beschlossen.

Au» Stadt «nd Cant»

Gießen, 20. Oktober 19U.

Auf dem Felde der Ehre gefalle«.

(AuS Hessen und den Nachbargebieten.)

Gcft. PH. Weller, Inf-Regt- 113 aus Klern-Lrwdm. Unteroff. d. R. ?ld. Wicke, Jnf.-Regt 116 aus Ruttershausen. Unteroff. d. R. Jak. Rosenbaum, Jws.-Regt. 116 ans Gis- ßen. Mnsk. Henri. Schäfer, Jnf.-Regt. 116 ans Gießen.

Husar Ernst Greifkowski, Lerb-Hus-Reyt. 2 aus Hom­berg a. d. Ohm. Kanonier herm Reichwa ld, 25. Ersatz- Ari.-Regt. aus Lich. MuSk. Wilh. Lind, Jnf.-Regt. 116 auS Frankfurt a. M. Res. Wilh. Kern, Jsnf.-Regt. 116 aus stanrmheim. Res. Wilh. Kost, Inf. -Regt. 118 aus Budeu. heim. Res. Pankraz Wirst Knab, Jnf.-Regt. 11/7 auS hochts- herm Ein,.-Uuteroff .Karl Dürk, Ins.-Regt. 117 aus Flon­heim. Gefr. Stof. Frey I., Inf-Regt 168 aus Herdes hestn.

Gefr. d. R. Ernst Wickenhöfer, Jns.-R«gt. 83 aus Holz- Hausen (Eder>. Res. Karl Achenbach, Aug.-Garde-Gren.- Regt. 4 aus SLallau. Mnsk. Kart Blöcher, Stof-°Regt. 118 aus Wallau i Gardist Carl Sei pp, Garde-Grcn.-Regt. 5 aus Bicdenhqss. Res. Karl Schäfer aus Renncrtshauieu tlrrtcxoff. d. R. Ludwig Günther, Res.-Inf.-Regt. 115 ans Woffsqarten. Res. Ehr. Sauerwein, Revisionsassisteut auS Langstedt. Res. Ach. hernr. Robert aus Liederbach. ßijefeflMu. Ludwig Lanz, Jnf.-Regt. 115 aus Dannenrod. Kanonier Waith. Schwebe!, Feldart.-Rezsi. 2b aus Obern- hausen i. O. Lt. d. R. m* Forsiassesior Wich Brückner,

Jnf.-Regt. 97 aus Reusbadt r. O. Res Adam Bohkän^a, aus Langen-Brombach Res. Foh. Kn Izer, Jnf.-Regt. 118

aus Dorchheim. Musk. Willi Beckmann, Jnf.-Regt. 168 aus Echzell. Unteroff. d. R. Gerrchtsapessor heürr. Gluck, Jnf.-Regt. 118 aus Schickten. Lt. d. R. Finauzasiessor JEffi Grohrock, Jnf.-Reft 118 aus hrrschhvrn. Gefr. d. Res. Phil. Hofmann. Jnf.-Regt. 118 aus Ober-Flörsheim. Lehrer Fritz Kraft aus SLorms. Gefr. Jost Jos. Kuhn aus Worms. Vizeseldw. d. R. und Bmrkbeamtcr Willn Ja» r o s ch aus Wiesbaden. Res. Eurll Hanke, Jirf.-Regt. 80 aus SAicsbadcn. Landwehrni. Franz Kun kel, Pion.-Bat. 21 aus SVies baden. Res. Karl Sartorius, Jnf.-Regt. 11b aus Merlau. Landivehrni. Adolf Clemens, Jnf.-Regt. 81 mis Drllcnburg. Gefr, F-crdrrurnd Klernschmidt, Jnf.- Regt. 88 ans Groß-Auhenn. Seesoldat Jo Hz helbi g, 8. Secbat. <ruS Nervinederinus. Res. Joh Eckhard, Füs.- Regt. 80 aus Wiesbaden. Lehrer hernr. Frrcdrrch, Jnf.- Regt. 87 aus Brandobrcndorf. Landwehrm. Wilh. Laug, Jnf.-Regt. 81 aus Groß-Rechtenbach. Landwehrm. Frredrich Oestreich, Jnf.-Regt. 81 aus Dorlar. Landwehrm. hernr. Baumbach, Jnf.-Regt. 116 aus Offenbach a, M, Gardist SUfr. Franck, Jnf.-Regt, 115 aus Osfenbach a. M. Res. heinr. Carl, Jnf.-Regt. 55 aus Dudenhofen b. Offenst Res. und Geometer Lndw. Bauer, Jnf.-Regt. 55 aus Fr«i>- berg. !®efr. st R. hernr. Cordes, Jnf.-Regt. 116 aus Friedberg. Landwehrm. Wilh. Heus aus Burg st Cerborn,

Erns.-Fveiw. Ernst Metzger, Jnf.-Regt. 118 aus SSorms.

Gardist Gustav hoch, Jnf.-Regt. 115 aus SBorms. Uffz. d. L. und Delegrapstir-Slsiistent hernr. Grützmacher aus Wies­baden. Lt. Hans Joachmr v. Linsrugen, Jnf.^Rcgt. '72 aus Darmstadk. Res. Phil. Bersch, Feldart.-Rcgt. 25 aus Jugenheim. Res. Karl Weiß, Jnf.-Regt. 116 mis Ehrings- Hausen, Oberst

»

** Person alNachrichten. Bestätigt wnrde a« 10. Oktboer d. I. der von dem Herrn Grafen zu Erbach-FSrstrna» auf die crleüigtr ftinfte Lchrcrstelle an der Volksschule zu Beer­felden, im Kreis« Erbach, präsentierte Schnlaintsaspirant Wilhelm Arzt Mis Michelstadt, und der von dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau aus die erledigte zweite Lehrerstelle an der Volks­schule zu Steinbach, nn Krieffe Erbach, präsentierte Schuk- amtSaspirant Leonhard Kumpf aus Beerfelden. Durch Ent­schließung Großb. Ministerium des Innern wurde der Lehramts- reserendar August Adam, zurzeit in.Schwerin r. M., Mm Lehr- amtsassessvr ernannt. Am 8. September d. I. wurden dir Weichensteller 1. Klasse in her Hesfisch-Preirßrschwi Eisenbahn- gemeinschast Philipp Metzger zu Groß-Gerau und Philipp Sckrimps zu Bischofsheim Pom 1. Oktober d. I. au in den Ruhestand versetzt. In den Ru bestand versetzt wurde» ferner folgende Beamte in der Heffisch-Prenßischen Eisenbahu- gcmeinschaft vom 1. November d. I. an: die.Bastnwärtrr Heinrich G r ü n b e i n zu Trais-Horloff und Georg N ö s i n g « r zu Klein- Gerau, der Rottenftihrrr Karl Schwarz zu Bad Salzschlirf.

** Paiketsendiieigen an Angehörige der 18. Armeekorps. Für das 18. Armeekorps zwei Pa?etdepots eingeriehtet tomLen und ^uerr in. Frankfurt (Main) und ftr Darmstadt. In der Zeit vom 19. bis 26. Ocktober ist daher im gllgenlernenl auf den Packeten für die hessischen Truppenteile des 18. Ar­meekorps in der AufschriftPaketdcpot Dcrcmstadtt', für die preußischen Truppenteile des 18. ArmeekorpsPaket» dcpot Franksurtnrain" an^ugeben. Die Auflieferung der Pakete, die das Höchstgewicht von 5 Kilogrannn nicht über­schreiten drüfen, erfolgt bei den Popmrsdalten otznePaket» karte (Paketadrcsse) gegen ein einheitliches Porto von 25 Pf. In Aarmstodt können die Pakete auch bei dem daselbst bestehenden Paketdepot, soweit dasselbe zu­ständig ist, kostenlos aufgeliefert werden. Bon den Paketdeppts aus erfolgt die Beförderung der Pakete ins Feld durch die Militärbehörden. Die Feldpost ist cm bec Beförderung nicht beteiligt. Üeber dLäheres geben die Ortspoflanftalten Auskunft.

Landkreis Gießen.

2 Jich, 18. DB. Die hiesig« Spsirr» v«d Dar» lehnskasse, die auch in der Umgebung viele Mitglie­der zählt, bewilligte in ihrer letzten Vorstands- und Auf» sichtsratssitzrmg 300 Mk. für die Zwecke des Roten Kreu­zes. Im neuen großen Saale des fürstlichen Schlosses wurde vorgestern ein vaterländischer Abend ver­anstaltet, der sehr zahlreich aus allen Bevölkerungs kreisen besucht war. Tsie erhebend« Feier wurde durch Ansprachen von Seminarlehrer Lore n tz und Stiftsdechant Klingel, h ö f e r eingeleitet. Daraus boten «ne Anzahl Danmn nrafv kalische und gesangliche Darbietungen, während Schül«' des Vorseminars durch den Vortrag vaterländischer Ge> dichte erfreuten, die der Stiimnung der Feier angemefse» waren. Der Abend erbrachte einen hübschen Erlös fürs Rote Kreuz; es find rund 150 Wk. eingegangen.i Ein«

K öne Gelegenheit, sich jetzt etwas Geld zu verdienen, ist t ärmeren BevöWcrimgs kreisen durch die Erlaubnis zum Eichellesen in urrseren ausgedehnten Wäldern geboten worden. Die Leute verkaufen die gesammelten Waldfrüchtr an Landwirte als Schweineftrtter. Der hruptabnehmer ist das filrstliche Hofgut. Es werden für das Pfund 2 Pf. be­zahlt. Es gibt hier Familien, die am Tage 34 Zentner! Eicheln znsammenlefen urü) auf diese Weise ein schönes Stück Geld für die Wintermonat« ersparen können.

-n. G ö b el» rod, 17. Okt. In welch reichem Maße omch in, lleineren Orten für unsere tapferen Krieger geopfert wird, »dtf sich besonders auch in uns«er Gemeinde, die an Liebesgaben für das Rote Krenz bissetzt nachsvlgendes abgesandt hat: cme erstmalige Geldsammlung innerhalb des OrteS in bar da Betrage von 223,90 Mark; an Lebensmitteln 660 8er. 64 Pfund gedörrte Zwetsche», 26 Pfund g ed ö rr t e Aepfel schnitze, 120 Pftmd Aepsel, 20 Pfund Gelberübcn, 25 ZenMer Kartoffem,

9 Zentner Kraut, 1 Zentner Koblraben, 40 Pfund frisches Ge­müse: an Bekleidungs- und Wäschestücken 29 Bett» tücher, 4 Handtücher, 36 Paar Strümpfe, 83 Hemden, 1 wollene Decke, 1 Bettboltrr. Nach dies« Sammlung erfolgte vor kurzem eine zweitr, welche den schönen Betrag von etwa 130 Mark «gab. Ans letzt«« wurden Stoff und Zubehör zur Anscrttgung weiterer Liebesgaben gekauft.

z. Londorf, 16. Okt. Unter zahlreicher Beteiligung wurde heute Schreincrineister hoch Winkelhaus von hier zur letzten Ruhe bestattet. Die hiesige Spar- und Bor- schußkasse, dessen Direktor der Verstorbene war, sowie der Geioerbeverein, den er als Vorsitzender erfolgreich leitete, und der Kriegerverein, dessen Mitglied er war, legten Kränze am Grabe weder. Bor zirka drei Wochen starb ein Schtoie- gersohn von ihm den .Heldentod. Der Krieg hat hier bereits vier Opfer gefordert.

Kreis AkSfrld.

e. Groß-Felda, 19. Okt. Ein Zeppelin-Kren z e r wurde Freitag morgen kurz nach 5 Uhr hier bemerkt. Das Lustsäsiff kreuzte 1h, Stunden lang über unserer Ge­markung und verscktzoand dann in nordwestlicher Richtung.

Ikrns Laittechach.

O Lauterbach, 18. Okt. In der heimatlichen Erde wurdl heute d« in einein Aachener Lazarett au einer schöneren Berwim» dung gestorbene Einjährig-Freiwillige im Kurhcssischcii Füsllier» Rcgiment Nr. 80, Jakob Reuter, Sohn des Frcihcrrlich Rred- «selschen Baumeisters Reut« hl«, unter großer Betelligung zur