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Tages mrn «fMlte et» H er»«Le rer, der auch die ver- u e i i ieud c Antwort statt eines Sekworchens erhalten hatte, den Damen, wie brausten im Felde im Schütz eugrerben es ein Schowrchcn gewesen sei. das dem Manne die Strapazen, den Hunger und den Durst hat vergessen machen Ach, meinte eine der Zuhörerinnen, ein sxhoorchen, damit ist wvhl Kautabak gemeint? Als der Soldat dies bejahte, da ging den Damen ein Licht auf, und seit dieser Belehrung erhält jeder Soldat sein Schnarchen, denn man hat Kisten voll davon bereit gestellt.
Landkreis Gießen.
a, Großen-Linden, 16, Okt, Die Gemeinde Großen- Linden hat aut Anffordenrirg des ersten Pfarrers in den dre, Innen Tagen cl s Wagen mit Kartoffeln. Gemüse, Obst und Speck in die Gießener Lararette gebracht. Tie ganze Bevölkerung, ohne Unterschied von Reich und Arm, hat sich an der reichen Spende beteiügt,
-l- Reiskirchcn, 16, Okt, Tie hiesige, nur wenige Mitglieder zählende israelitische Gemeinde halte stch bereits tatkräftig an der ersten Sammlung für das Rote Kreuz beteiligt, Dergangenen Sonntag km rin e nun Pfarrer Go m bcl in der Kirche bekannt geben, das ihm durch den Vorsteher der genannten Gemeinde 217 Mark überreicht wurden für den gleichen Zweck, Der Betrag war durch freiwillige Spenden der Gcmeindemitqlieder aufgebracht worden,
—m, Hungen, 16.Okt, Heute früh gegen 5Uhr wurde hier ern Flugzeug gesichtet, das aus der Richtung Friedberg kam und in der Richtung Gießen weiterftog. Kurz hinter Lich wendete sich das Flugzeug und kehrte in der Richtung Gelnhausen zurück: Ob cs ei» deutsches oder ein fremdes war, konnte nicht ermittelt werden, Dernrutlichf halte es die Orientierung verloren,
Kreis Büdingen, h B ü d i n g e n , 15, Okt, Unter der Leitung des Tekans Schäfer (Büdingen) tagte hier die Synode desDeka- n a t s Büdingen, Nach der Erledigung gesckxistlicher An- gescgenheiten und der Vorstellung neuer Synodalmitglieder sprach Pfarrer Sattler (Staden) über das Thema: „Was haben wir an unserer Landeskirche?" Zu Mitgliedern der Landessynode wurden gewählt: Pfarrer'Grebel (Büdingen), Kaufmann Lenz (Ortenberg), und als deren Stellvertreter Pfarrer Wilhelm (Bleichenbach) und Schreinekr- meistcr Wittekind (Büdingen).
Kreis Friebberg, r Friedberg, 18. Okt. Gestern abend wurde Bürgermeister Vaurat stark Stahl nach abgelaui-ner zwölhährtger AnttSperiodc vom versammelten Stadtvorstand einstimmig wieder- gcmählt, Ter Wtedergewählte verdankt die Verehrung, die er in alle» streik» genießt, seinen »mtassenden Zähigkeiten nicht weniger als leinen, leutietigen Weien. Während seiner lührung hat di« Stadt Friedberg in jeder Beziehung einen außerordentlichen Ansschwung genommen. Es entstanden in de» letzten Fahren n. a. das Bürgerhoivital, di« Gewerbeschule, die Seminarschttle, die Bciverbeakcidemic, der Babnhoi »nd die Post in prächtigen Neudauten. Auch ganze Stadtviertel sind neu erstanden. Trotz dieier »miassenden Bautätigkeit sind die Sleuer- verhältnisse günstig aeblieben, Di« Friedberaer Büraer'ckalt begrüßt die Wiederwahl des BürgeruieiüerS mil de», Wunichc, daß er noch lange zun. Besten des auidlühenden DemeinweienS wirken möge.
k, Butzbach, 15. Okt, Der heutige Schweinemarkt war beschick mit 564 Ferkeln, 10 Läufern. Die Preise betrugen für das Stück Ferkeln bis 6 Wochen alt 10—12 Mark, 6 — 8 Wochen alt 13 — 15 Mark. 8—13 Wochen 16 —18 Mark: Läufer 20 — 25 Mark. Tic Tendenz war stau,
Hessen-Nassau.
? Rodheim a, d, Bieber, 16. Okt, Während der Ber- bandsausschuß, Aussichtsrat und Vorstand der Spar- und Dar- lehnskaise an 5iebühren und Tagegeldern 160 Mk, für das „Rote Kreuz" gestiftet haben, betrug die Kriegsfpcnd« der Gemeinde 600 Mk,
A Franken bach, 15. Oft. Unser landwirtschaftlicher Verein (ca. 80 Mit^icker) hat eine größere Haferlieserung für die Arme» übernommen. Der Hafer ist nach Station Abend- stcrn zu sahren und wird per Malter mit 21,50 Mark bezahlt, m, Kirchhain, 15, Okt, Nach 40 jähriger Dienstzeit wurde Herrn Postmeister The iS der gewünschte Austritt aus dem Staatsdienst bewilligt, Grstern verlief- derselbe nach l3 Fahren Ästigkeit a» unserem Orte unsere Stadt, um sich in Marburg eine neue Heimat zu gründen, — Nachdem in der Generalveisanrmjlung des hiesigen Gesang-« Vereins vom 8 August einsttnrmig beschlossen wurde, 300 Mark aus der Vereiuskasse für allgemeine KriegSsürsorga abzusühren, mirde in der gestern abgehaltenen Generalversammlung der Beschluß gefaßt, unseren im Felde stellenden Sänger» allwöchentlich kleine Sendungen von Zigarren, Schokolade, Schreibmaterial und dergleiclten in Feldpostbriefen zuznsendcn, Zn diesem Liebesoabensonds wurden vorerst 100 Mk, aus der Vereiuskasse bewilligt, Dis jetzt sind 35 Mitglieder des Vereins zum Krieg ausgerückt
h Fechenheim, 15, Okt, Tie gegenwärtig von der Tckniljugend aller Ortschaften geübten Kriegsspiele forderten hier ein Opfer, Der zehnjährige Schüler Gi ld wurde von einem „Gegner" mit einem Beil derart gegen den Kops geschlagen, daß er dem Hanauer .Krankenhansc zngcführt werden mußte, wo er nach qualvollem Leiden verstarb.
h, B a d H o m bn r g v, d, H., 15, Okt, Die K a i s e r i n benutzte ihren Aufenthalt im hiesigen Schlosse zu ausgedehnten Fahrten durch dre im köstlichen Herbstschmnck prangendeu Wälder, Am Rtttttvoch stattete sie mit dem Prinzenpaar OSkar der Saalburg einen längeren Besuch ab und verweilte
dann im Saalburq-Htzisthause zum Tee, - Heute mittag
begab sich die hohe Frau mit dem Prinzen Oskar und dessen Gemahlin nart, Cronberq zum Besuch der Prinzen- paares Friedrich Karl von Hessen, Rach der Fannlien- tafel begaben sich die Herrschaften durch den Taunus nach Homburg zurück.
X Hann», 16. Oft. Rurj nach eriolgtem Kriegsausbruch ging durch die Zeitunaen die Nachricht. daß der zweite Direktor der Spielbank in Manie Carlo, Kaufmann Kurz ans Haii^an. niegen Spionage von den Franzotrn erichopen worden sei. Ties ist nach neueren Mitteilungen imzutresseud stur, ist v e r h a i t e > ivorden: er befindet üch als Ge'angener in Marseille. Zwei van ihm wegen Jaiichspielerei aus der Spielbank verwiesene Spieler ballen ihn aus Rache der Svionaa« verdächtiat.
h, Cronberg, 15,Okt, Prinzessin Friedrich Karl von Hessen gab beute nachmittag allen verwundeten Kriegern, die in Cronberg lveilen, ein Mahl, wobei sie sich mit jedem der Soldaten in der ungezwungensten Weise unterhielt. 1
Kann Deutschland wirtschaftlich vernichtet werden?
Die Meinung eines Engländers,
Das englische Publikum gibt sich der von Regierung und Presse vielfach genährten Hoffnung hin, daß England den Krieg hauptsächlich mit wirtschaftlichen Waffen führe und, wenn es Deutschland nicht aus dem Schlachtfelde besiegen könne, io doch seine materielle Vernichtung herbeiführen werde. Diesem Trngbildc der öffentlichen Meinung widerspricht in energischer Weise ein bekannter englischer Nationalökonom, Dr Gllberl Sinter in einem Aussatz des Daily Chro »tele. Der Verfasser knüpft an die Aeußerung Lloyd Georges «r, noch der „die letzten hundert Mittwnen" den Krieg ents
scheiden würden. Dies Wort, das übrigens Ludwig UV. schon vorweg genommen hat, als er sagte: „Ter letzte Louisdor macht den Sieg", kann auf Deutschland keine Anwendung finden. „Es gibt verschiedene Umstände, in denen die Lebens-- bedingungcn für die finanzielle Stellung eines Staates liegen können. So ist es z, B» für unser Land eine Lcbensnotwen- digkeit, daß wir imstande sind. Nahrung und Rohmaterialien cinzusühren. Wenn unsere Zufuhr durch finanzielle Erschöv fung oder durch die Unmöglichkeit. Waren zu erlangen, ab- geschuitien würde, dann mären wir machtlos. Diese Gefahr ist natürlich äußerst fern, solange uiricre Flotte das Meer beherrscht. In ähnlicher Lage befinden sich Staaten, die aus dem andern Ende der industriellen Stufenleiter stehen, noch unentwickelte Bouerngemeinschaftcn, wie die der Balkaninscl, die ihre Waisen nicht selbst fabrizieren können. Sie müssen auf Kredit kaufen, »nd wenn ihr Kredit erschöpft ist, liegt auch ihre militärische Kraft darnieder. Wer es gibt auch Länder, bei denen die finanzielle Lage nicht so wichtig ist Wenn wir die Verhältnisse in Deutschland betrachten, dann werden wir gut tun, uns zunächst einmal alle Geldfragen aus dem Sinn zu schlagen. Es ist durchaus ziveckrntsprechend für die deutsche Regierung, Anleihen im Znlandc zu erheben und auszugeben. Aber wir geben uns falschen Hoffnungen hin, wenn wir annehmen, daß, solange deutsche Truppen die Grenzen bewachen, irgendeine Möglichkeit dafür vorhanden ist. daß die Regierung in der Ausnahme von inneren Ausleihen irgendwie beschränkt werde oder daß diese Anleihen nicht durchgeführt werden könnten, Deutschland befindet sich nicht in der Situation einer belagerten Stadt, weil es seinen Handel mit den neutralen Staaten bis zu einem gewissen Grade aufrecht erhalten kann. Die Vernichtung des Außenhandels, die wir betreiben, mag für die Fricdenszeitcn eine ehr wichtige Angelegenheit sein, aber sic nimmt Deutschland nicht die Fähigkeit, .Krieg zu führen. Solange Deutschland weiter hervorbringen kann, was für das Leben seines Volkes und für die Führung des Krieges notwendig ist, ist die Unterbindung des Außenhandels nur eine zeitweilige Unannehmlichkeit, Auch Armut und Arbeitslosigkeit sind nur Fehler der richtigen Verteilung, und solche Fragen können durch eine gute innere Organisation gelöst werden. Da die deutsche Stadtbevölkerung der Landarbeit ivcnigcc cittfrcmbet ist als die unsere, so wird die Schwierigkeit, städtische Arbeitslose zur Gewinnung von Nabrung zu verwenden, geringer sein, als sie cs bei uns wäre. Die Frage einer möglichen Erschöpfung Deutschlands ist also keine Frage einer allgemeinen finanziellen Erschöpfung, sondern nur einer Erschöpfung einiger besonderer Bedürfnisse. Was die Nahrung anbelaugt, so wissen wir sicherem Vernehmen nach, daß Deutschland bei Ausbruch des Krieges mit Einschluß der diesjährigen Ernte für 18 Monate Nahrung besaß, Deutschland führt unter normalen Verhältnissen Getreide sür etwa '/- seiner Bevölkerung ein; aber auf der anderen^Seite führt es große Mengen von Kartoffeln und Kartoffel-Spiritus aas und verwendet selbst eine große Menge von Kartosselspiritus in den chemischen Fabriken, Die Ausnutzung dieses Kartosselüberslusses zum Ersatz des Getreides stellt Deutschland in Bezug aus seine Ernährung während des ganzen Krieges au> eigene Füße, Auch der große Uebersiuß an Zucker, der sonst ausgeführt wird, ist nun verfügbar," Mit der Aushungerung Deutschlands ist es also nichts, und ebensowenig übrigens mit der Oesterreich- Ungarns, wenn es nicht gelingt, Ungarn, die Kornkammer der Monarchie, zu besetzen, Einige Schwierigkeiten könnte Deutschland nach der Ansicht des englischen Nationalökono- men in Bezug auf die Kleidung haben!, da die Zufuhr von Rohwolle fehlt. Wer auch hier wird die mögliche Zufuhr immerhin für eine beträchtliche Zeit genügen, „Das andere große Bedürfnis des Krieges ist Munition, und dann das Eisen und dir Kohle, di« die mächtigen Fabriken von Krupp mit Rohmaterial versorgen. Essen ist in der Tttt das Herz der ganzen deutschen Militärorganisation, und vielleicht mehr als Berlin das Endziel der verbündeten Heere. Eisen und Kohle hat Deutschland im Ueberfluß," Auch in Dingen des Transports wird Deutschland nicht in ernstlichere Schwierigkeiten geraten, und so bleibt schließlich Slater nur noch übrig, an der Unerschöpflichkeit des Menfchenmaterials in Deutschland zu zweifeln. B.
vermischte».
'Schroda, 15. Cft. Vergangene Nackt stürzte auf der Chaussee Schroda—Po!«» ein Automobil des Land stur,n- BalaillonS Sckroda Nr, 2 »m. Tabei wurde» gelötet: Ter königlicke Tomänenoächter »nd OlfizierSstesivertreter Sarazin aus Schneeschuh, der Lehrer an der hiesigen katholischen Schule Bizefflswebel AoycielhowSli »nd der Maschiuensabrskant Land- stnrmmann Snsioki. Ter vierte Insasse des Automobils, Hauvt- mann der Landwehr Heuer, Gymnasialdirektor in Jaucr, kam mit leichteren Verletzungen davon.
' Augsburg, 15. Okt Ein Tabakrtag sür »usere Trupoen im Feld« wurde dieser Tage hier veranstaltet. Tns Ergebnis ist folgende?: 270 000 Zigarre», 240 000 Zigaretten, 14 000 Päckchen Rauchtabak, 5500 Päckchen Schnupftabak, 2200 Virile», 2000 Zigarren» und Zigarettentaschen, An Bargeld sind 18 000 Mk. gesammelt worden.
* Ein General vom alten Schlag« Daß es früher sehr bedeutende Heerführer gab. die nicht ortho- graphisch zu schreiben und grammatikalisch zu sprechen wußten, beweisen Mäimer wie Blücher und Wrangel, Weniger bedeutend als Heerführer wie die genannten, dafür aber um so weniger noch der Rechtschreibung und des richtigen Sprechen:- kundig war ein General tv P,, der nach den Befreiungskriegen Kommandant der Fciwng Spandau wurde. Es gab keinen schriftlichen Erlaß ans inner Feder, der nicht von Fehlern wimmelte. Seine Adjutanten waren daher stets bemübt, seine Erlasse einer gründlichen Aeuderung zu unterziehen, bevor dieselben zur Beförderung weitcrgegeden wur- den, General von B, schloß freundlich beide Äugen zu dieser Eigenmächtigkeit seiner Offiziere, so stramm und streng er auch sonst war Lues Tages aber überraschte er zukällig die Herren bei der übrigens nicht leichten Arbeit, Da lächelte er dann mid^agte: „Aha, die Herren korrigieren, Za, ja, als ich noch in die Schule ging und oock noch später, da schrieb ich ooch so ortlwiraphisch wie nur einer. Erst als ich bei Jena den Schuß in'n rechten Arm erhielt. da will cs durchaus mch mehr damit jehn," — Als anfangs der dreißiger Jahre des vorigen JahrhiindertS die Cholera in Berlin sehr stark wütete, war auch Soanda» und besonders die Garnison nickt unberührt davon geblieben General v P erließ daher die strengsten Befehle bezüglich der Speisen für seine Soldaten, Ter Genuß roden Obstes nmrde bei schwerer Strafe verboten. Als trotzdem Ueberiretungen dieser Berboie vor- kameu und wieder Todesfälle an der Cholera sich erei-metcn, war der Kommandant außer sich und brach seinen Offizieren gegenüber in die D-orke aus: ,.No, ja. nu iS der Strauß gestorben! Dos hat er nun davon, dieser Kerl, So find iie nun — wir die Ffeenen Jüngeres! Wenn ich mir vor sie kinttellen iw>((te, in der eenen Hand die Cholera und in der andern eene Birne, ich jeh' die größte Wette ein. die verfluchten Kerls greisen nach die Birne!"
»WildeEiscnbahnzügc, Es war in den letzten Tagen davon die Rede, daß die Belgier, um die Bahnen nach Anttoeroen zu sperren, oder auch, ran den deutschen Eisenbahntrupven Schaden ziizusügen, sogenannte wilde Eiieubahnchgr abgelossen hätten Don dem Wert solch einer, am iinnlose Materuilzerstorung gerichteten Manipulation lann man sich keine rechte Vorstellung machen, imd es ist auch nicht bekannt genwrdrn, ob irgendein Zweck mit dieser Tcnselssahrt erreicht worden ist. Dennoch interessiert die Jtotii den Pt üch« logen, Lst doch solch ein wüver EffeirbahuzuL
der, mit gewcungem veizuvri gestillt ohne FWcunä sekneia ioouu-- sal überlassen nstrd, loie ein Snmbol für einige der mit un«. kämpfenden Völker: diese arme, betörte Masse, mit einem Züich- stos- von Haß und Wur erfülll und, so geladen, ohire Führung ihrem Schicksal überlassen! EtivaS ähnliches muß Emile Zola empfunden baben. als er scineii Roi«m „Die Bestie im Menschen" mu der Schilderung eines solchen lUkkden lLisenbahnzugeS su.'lvß. Gerade hat Frankreich den Kneg an Deutschland --klärt, im Julr 1870, In der ihm eigenen packenden und ansclzcrulichcn Art schildert mm Zola, wie ein 18 Lgogen langer, mit Soldaten gefüllter Zug, dessen Lokomotive bis zirm Platzen überlieizt ist, ohne Führung dahiniMist. den Zug und die äarin Sitzenden ins Verderben reißend. Der Dichter sieht so in einer Vision den llntergang des französischen Heeres, „Was flimmerte die Lokomotive die Opfer, die sie aus ihrem Wege zermalmte, tzticht achtend des vergossenen Blutes saust sic der Zukunft entgegen, O1>ne Führer im Dunkel der Nacht, wie eine blind und taub zu Tod imb Beildarben loS- qelasscne Bestie," Gleicht nicht mich das belgische Volk, aus dessen Reihen, wie jetzt auch von Eirglaichs Seit« festgestellt wird, ganze Banden von Franktireurs gegen unser« Truppen geivütet habeitz dieser Bestie von einer Lostmiptiva, die, zerstörend was ilyc entgegensteht, zum eigenen Untergang den Abgrund hinabsaust?
Märkte.
eb, Bingen, Ich Olt. AI a r k t v r e! s e. Wclzeii Mk. 25,00, Korn Pik. 22,87, Gerste tzstk, 2'>,50. Haler Mk. 22,09, Heu Mk. 6,50, Stroh Mk. 3,50, Kartoffel» Pik. 7,00, Erbsen Mk. 00,09, Linsen Mk. 00,30, Bohnen Mk. 00,00, Weihmehl Mk. 45,00, Roggenniehl Mk. 36,50; alles fiit 100 silgr. Butter I Llgr. Mk. 2,70, Milch I Liter 21 Psg., Eier 10 Stück Mk. 1,25.
eh. Rieder-Ingelheim, Ich Okt. Obstmarkt. Birnen 6—8 Pik., Aeplcl 3 — 18 P!k„ Zwetsche» 6,00—7,00 Pik., Ollittc» 12—13 Mk., Pfirsiche 6—12 Mk. der Zentner.
k>', Frankfurt o.M. V i e h h o s »i a r kt b e ri ch t voui 15, Okt, Austrieb: Rinder 129, Ochsen 42, Bullen 0, Kühe und Färsen 87, Kälber 397, Schake 317, Schweine 1741.
Tendenz: Kälber lebhalt, auSverkaust; Schale ruhig, a»S> verkanst. Bei Schiveine» keine Notierung. Preise für 100 Psd.
Lebend- Schlachtgewicht
Kälber. Mk. Mk,
Feinste Mastkälbee .......... 67-70 112 -111
Mittlere Mast- »nd best« Sangkälb» . . . . 68-65 107- 11t S ch a' \
Staklmastscha'«:
Mostlämnier mi» jüngere Ma!stbr>mnik . .
Aelicre Masthaniniel, aut genährte junge Schass
und geringere Mastlämmer...... 28-34
^ (| Marburg, 16. Okt. Auf dem heute hier abgehaltenen
S ch w e i n e in a r k t zogen die P> eile, besonders sür kleinere Ware, etwas an, ES wurden bezahlt lür 6—10 Wochen alte Ferkel 18 — 30 Mk., sür 3-4 Plonalc alte Länler 50—70 Mk, »nd lür größere Eiulegschivelne 100—130 Pik, das Paar, je nach itziöße und Oualität. Die Zufuhr betrug 1048 Stück,
41-00 90 - 00
75 80
Letzte Ncichrichten.
Angriffe der Rnffen und Franzosen znrückqrwiese». Brügge und Ostende in unserem vefitz.
(WTB.) ffiroßcs Hauptlfuarticr, 16. Okt, mit-! tags. (Amtlich.) Die Russen versuchten am 14. Oktotzer sich wieder in den Besitz von Lyck zu setzen. Die Angriffe wnr'- den zurückgewicscn, 800 Gefangene. 1 Geschütz und 3 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. ,
Brügge wurde am II. Oktober. Ostende am 15. Oktober von unseren Tnipven besetzt.
Heftige Angriffe der Franzosen in der Gegend nordwestlich von Reims sind abgewrescn worden. — Die Franzosen melden in ihren amtlichen Bekannttnachnngen, daß sic an verschiedenen Stellen der Front, z. B. bei Bcrry-au-Bac. nordwestlich Reims, merkliche Fortschritte gemacht haben. Diese Meldung «ntsyricht in keiner Weise den Tatsachen.
Bor dem Beginn der Entscheidung !n Russisch-Polen.
(WTB.) Osenpcst, 16, Okt, (Nichtamtlich.) Der Pestcr „Lloyd" bringt einen Artikel seines militärischen Mitarbeiters Über die zweite Phase des Feldzuges, in dem «S lzeißt: Unsere Llrmeen stehen nun an der grossen Strom-Barriere 2an- Weichsel, Sie schließen sich hier auf, und bereiten den Uebergang in einer möglichst breiten Front vor. Im Süden ist es Przemysls mächtiger Brückenkopf, der die Entfaltung starker Kräfte gegen das Borgelände von Lemberg erleichtert. Dop Vorgehen m,S denf Karpathen bedrängt die südliche Flanke der russischen Aufstellung, Wir dürfen erwarten, daß die Bewegung des Heeres nicht insj Stocken kommt. Tic günstige Rückivirkung aus die Lage in Polen stellt sich dann von selbst ein. Nun hat die Südgruppe der verbündeten Heere das Vorschreiten der Noridgruppe zu erleichtern. Die dott vereinigten Strertkräste haben schn-icrige Aufgaben. Zm Zentrum einsetzende kleinere Kämpfe deuten die nahe groß« Schlacht an.
Die Neste der belgischen Armee unterwegs.
(WTB.) Amsterdam. 16. Okt Der „Rotterdamsche Courant" meldet aus Aardenberg: Nach Berichten belgischer Flüchtlinge hat sich die belgische Armee in Ostende eingeschifft. Pnvatpersonen wnrde die Neberfahrt verweigert, Deutsche Ordnung in eroberten klegenden (WTB.) Amsterdam, 16. Okt, (Nichtamtlich, Ter „Rot« terdamsche Courant" meldet aus Sas van Gent unterm 14, d M,: Ein Teil der belgischen Flüchtlinge aus den Grenzdörsern ist zurückgekehrt, da sie sehen, daß sich die Deutschen korrekt verhalten. Die Deutschen ermahnen die Einwohner, nicht zu fliehen. Die Truppen mußten die ver- lasieuen Häuser ausbrecheu, um nirter Dach zu kommen. Sie bezahlen alles, die kleineren Sacknn bar, größere mit Bons. Entlassung der belgischen Bürgcrwehrcn,
(WTB? Amsterdam, 16. Okt, (Nichtamtkich? Hollän- dffche Blätter melden, daß an verschiedenen Orten Belgiens die Garde civiaue entlassen würde. An einer Stelle soll der Genera! de Kloot die Leute mit folgenden Wotten verabschiedet haben: „Ihr habt Eure Micht getan und dürft außerhalb Belgiens nicht kämpfen. Kaust Euch Zivilkleider und geht nach Hause," — Biele Gardisten hatten keinen einzigen! schuß gelöst, da sie nicht ausgebildet waren. Sie kehren in ihre Dörfer zurück. Starke deutsche Truvvenabtrilungen durchstrci cn den Norden Belgiens, Die sindcn nirgends mehr Widerstand, Die Londoner in Kellern und Erdlöchern,
WTB., London, 16. Okt, (Richtamlluch. Ter Kommandant der Berteünginiqswerke an der Themse MedwNi ha: durch Maueransehlag ein- Bekanntmachung erlaffen, in der die Bevölkerung vor feindlichen Luftschrssen und Fliegern gewarnt wird. Man müsse, sobald nun, Schießen höre, einen Unterschlupf suchen, möglichst in Kellern oder Bodenvertiefungen,
Die Oouvertnre zu einem vörttigiestschen Trauerspiel? kDDS.) London, 16 ,Okt, .Rtchtmnttich,! Das Ren- tersche Bureau erfiihrt: Die Empftndnngen vollständiger Sympathie des porttigiesischen Volkes für Großbritannien steigen beständig, Portugal muß auf alle Möglichkeiten gefaßt und bereit sein, Großbritannien immer und überall und in iedcm Angendlick, wo es notwendig iverden wird, zur Seite zu treten. Die Meldung von einer Kr i e gs e r I l ö rn ng Portugals an Deutschland ist unrichtig
Bei.mtwortlich sür „Feuilleton", „Gerichtssaal" u. „Berunsa>tes"t
Z. &; SwasÖ <8o«tk.


