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c fevtt «B«nb N/t lly-r in den netten Aul» der Utkiversi- t stattffndct, nochmal? aufmerksam. Der Ertrag ist bekanntlich m Beilen von Hinterbliebenen im Felde gefallener Gietzener stimmt,

** Im Gießener Lichtspielhaus zeigt man augen- cklich einen sehr sehenswerten Film, der unter dem Namen könig Whantom" das tragische (beschick eines krvnprinzlicken nnmerdieners znm Gegenstände hat. Der Prinz, der nach der :aut seines Dieners trachtet, wird von diesem erstochen in dem rgenblick, als er durch den Tod seines Baters zur Thronfolge cusen erscheint. Der Lakai, äußerlich ein Dovvelgänger seines rrn, spielt nun, um sich zu retten, den König, fällt aber bald n Mörderhand, Der an dramatischen Verwicklungen und van »den Momenten reiche und prächttg inszeniene Film m zudem ori ert u nd i st de r Beachtung der Kinobesucher sicher. Das :agramm ve^ienhnct weiter noch eine gelungene HumoreSk:, an lerikanisches bewegtes Lebensbild und interessante '.tumahmen n der Flotte Oesterrrich-ltngrrrns,

" Freigabe von Benzin, Wir verweisen auf die Be- antmachung des Generalkommandos bett, die teilweise A u s - bring der Sperre über die Bcnzinvorräte,

Aushebung des österreichisch.uugari schcn rndsturms. Das k, k, Generalkonsulat in Frankfurt bittet r Verössentlichnng folgenden Ausrufs: Die ,m Amtsbezirk des und k, General-Konsulates Frankfurt a. M, (Provinz Hesseu- rssau und Grvfcherzogtum Hessen) wohnhaften österreichischen und garischen Landsturmpslichttgen, welche in den Jahren 1894, 93 und 1892 geboren sind, haben sich bei dem genannten Ge- ral-Konsulate einer besonderen Landsturmmustcrung zu ter,leben, bei welcher ihre Eignung znm Landsturmdienst mit c Waise festgestellt werden wird. Es haben demnach jene Land- rmvstichtigen der bczeichneten Jahrgänge, welche bisher ihre Iuesse dem k, und k General-Konsulate noch nicht gemeldet »den, diese unverzüglich schriftlich unter Angabe des Geburts- I l sres, Geburtsortes und der Heimatsgemeinde nachzuholen. Jene,

! lche seit der letzten Meldung ihre ?ldresse geändert haben, haben 4 ebenfalls imverzüglich anzuzeigen Die genannten Landstnrni- I 'ichtigen werden sodann für die allernächste Zeit per Post die I irladung zur Musterung seitens des General-Konsulatss erlmlten, der das Ergebnis der Musterung wird jedem Untersuchten eine -scheimgnng ausgestellt. Die bei der Musterung für ,,Geeignet" Ürndencn werden sich am 26, Oktober d, I, bei ihrem ?u- ndigen Landwehrergänznngsbrzirkskommnndo in der Monarchie melden haben. Auf den deutschen Bohnen werden die Ein- ckenden gegen Borweis der hieramtlichen Bescheinigung freie chrt erhalten,

"Po st verkehr mit Belgien. Nachdem im Bereiche ! Kaiserlichen Generalgouvernements i» Belgien eine Kaiser- chr Deutsche Post - und Telearavben-Derwaltnna gerichtet worden ist, können von jetzt ab, jedoch zunächst nur im rfffir zwischen Deutschland und Brüssel, oewöbnliche und ein- chrlebene olle ne Briete, Boilkorten, Drucksachen, Warenvroben d GeschästSvarnere in deutscher »nd sronzöüscher Sprach«, seiner leqramme in oiiener Sprache zngeloffen werden, und zwar Tele- rmme ans Brüste! in deinicher »nd Iranzöiilcher, nach Brüstel r in deutscher Sprache, Mitteilungen über Rüitnnaen, Trnvven- er Schsffsbewegnngen oder andere militärische Mas,nabmen sind »cboten. Jit den Telegrammen inüsten bei der Aullieiernng Name d Wobnuna des Absenders angegeben lein. Ans Verlangen isten sich Absender und Emplänaer über ibre Persönlichkeit ans- isen. Die Taren unb Tari'e sind dieselben wie vor Ansbruch 5 Krieges im Berkebr mit Belgien. Die Frankicrnnq der »düngen eriolgt in Belgien mit deutschen Postwertzeichen, die schwarzer Schrist den Ausdruck Belgien und die Angabe des ertes in Centimen tragen.

** D,rc Behandlung der russischen landwrrt- sastlichen Arbeiter, Das stellvertt, Generalkommando des Armeekorps Hot für alle russischen Arbeiter im Alter n 1745 Jahren, die sich noch im Korpsgebiet befinden, die -ssä ln igr Karenz- oder Wartezeit aufgehoben Alle Arbeiter üssen den Winter über an ihrer bisst-rigen Arbeitsstelle r b I e i b e n und dürfen die Greirpen des Ortspvlizeibezirks bk ohne schriftliche Genckhmiqgmg der znstäridrgen Polizeibeböede rlaslen. Die bisberigen Arbeitgeber sind verpflichtet, den Lcu- i während des Winters Unterkunft imd Verpflegung zu ge- ihren,

** Zur Narbahnru n g' Einen Beweis für die große oserfrenoigkell unserer Landbevölkerung liefert die Taffache, daß stern van Herrn Ludw, Nestler V von Grvsten-Lrnden ein aqen mit Karwffcln und Weistkraut in einem txrr lnenqen zur nwimdetenpslege dienenden Lazarette abgelicsert wurde, Landkreis Kiesten.

-s- Inheiden, 13, Okt, Auch hier hat das Vaterland das ste Ovser gefordert, Hermann K u b l siel aus dem Felde der ire. Er hinterlästt eine Witwe mit 2 immündigen Kindern, Kreis Friedbcrg,

'A Friedberg, 15 Okt, Gestern konnten Kanzleirat r e u d e r zu Friedberg und seine Zwillinqsschwester Frau Bertha enz, Witwe des verstorbenen Kriegsveteranen von 1870/71, errn Pb, Lenz zu Gießen, ihren 70, Geburtstag feiern,

A Butz b a ch, 15, Okt Beigeordneter und Kansmann rr! H adermann H, und dessen Ehefrau Anna Dorothea, b, Fischer, zu Butzbach feiern heute das Fest der silbernen ochzeit,

Hessen-Nassau.

(?) N o d h e i m a d, Bieber, 14, Okt, Nach Beschluß der esigeu Gemeindevertretung wurde für jeden unter den Wos- n stehenden jungen Mann ein Anteilschein bei der Nass, riegsversicherung gelöst. Auch unser Gewerbeverein ct in gleicher WLise für die im Felde stehenden 11 Söhne iner Mitglieder eine Kriegsversicherung ausgenommen.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. WetterauSsichtcn in Hessen am Freitag, den 16. Okt. 1911: eist heiter, trocken, Ostwind, katl.

Letzte Nachrichten.

Unser Vormarsch auf Ostende.

Rotterdam, 14. Okt (5525. Nichtamtlich.) Nach nein Bericht der ,,Dailv Mail" nähern sich die Deut- hen aus drei Richtungen Ostende, erstens von pern, zweitens von Courtrai und drittens von ccloo durch Brügge. Westlich von Maldeghem ist hwerer Kanonendonner vernehmbar.

Der Reichskanzler in Brüssel,

(352®. Brüssel. 14. Okt, (Nichtamtlich,! Der Rrtchs- inzl er v Betbmann-H ollweg ist in Begleitung des Hess des Zivilkabinctts des Kaisers v, Valentini, des Gesandten >n Treuller und des Botschaftsrates v, Mntius heute nachmittrg er ein getroffen, .

Ausdehnung der Kriegsfüriorge in Preußen,

Berlin, 15, Okt. (5528. Nichtamtlich.) Die einmütige nnahmc der von der Staatsregierung dem preußischen andtage vorzulegende Kriegsentschädignngssorderung ir die Provinz Ostpreußen gilt als gesichert, Der redit, den die Staatsregierung für Beschaffung von Ar­nis gelegenheit vom Landtag fordert, ward, wie dieBoss, tg," hört, eine Milliarde erhebkich üherschrei­en. Es sollen auf allen hierfür in Betracht kommenden erwaltungsgebicten Arbeitsgclegenlreit geschaffen undauch ttl Kommunalverbänden llntersrützungen geivährt werden, er Charakter der bevorstehenden Landtagstagung als eine «tue Kriegstagung ist in volLm Umfange getvähr-

leistet. Vom 9. Februar 1315 ab ist eine kurze Etatsbera­tung geplant. Bis dahin blecht der Landtag voraussichtlich vertagt. Die Ei se nb ah nve rwaltun g ist bemüht, bei der Vergebung von Arbeit auch die kleinen Betriebe der In­dustrie, des Handwerks und des Handels zu berücksichtigen. Manche dieser Betriebe kämpfen mit großen Schwierig­keiten, so daß man sie als notleidend bezeichnen kamt. Ihnen wird durch Zuweisung von Staatsausträgen die Möglich­keit geboten n>erdeu, ihre Betriebe ohne Entlassung von Ar­beitern und Angestellten weiterzu führen.

Dir belgischen Flüchtlinge in Holland,

t, Köln, 15, Okt, DieKöln, Ztg " meldet aus dem Haag: Tie niederländische Regierung wird heute oder nwrgm einen Ausruf an die Flüchtigen aus Antwerpen und den umliegenden Dörfern richten, in die Heimat zurückzukeh­ren, Me Berichte über ansteckende Krankheiten untet den Flüchtlingen seien übertrieben. Bisher habe man crsr ernen Fall von Diphtherie sesrgeick.lt. Die nöttqcn Schutzmaßnah­men seien grttoff-ni Das AmsterdamerHandclsblad" weist <n>i die Fürsorge hin, die die Holländer den geflohenen Belgiern und damit auch deren Bundesgenossen angedeihcn lästen und stellt feTi, die Entenlepres e sonne angesichts dieser Tatsachen nun nicht mehr woh! von der seindieligcn Haltiing Hollands sprechen.

Eine treffende Kennzeichnung englischerHilfe".

(DTB ) Wien, 14, Okt. (Nichtamtlich.) DieNeue Freie Presse" schreibt:

Wenn cs noch eines Beweises bedurft hätte, wie die eng­lische Hilfe den Staaten des Festlandes von Europa bekommt, so zeigt diese- der Fall von Antwerpen. Sonst gilt es als die wichtigste Aufgabe einer Berteidigungstruppe, daß sie die be­lagerte Stadt schützt und vor dem äußersten bewahrt: diesmal ivar es genau umgekehrt, die Stadt Antwerpen mußte, nachdem die weiter« Verteidigung! aussichtslos geworden ivar. die Bcsdnclßung über sich ergehen lassen, um den ilichendcn Engländern den Rucken zu decken. Nur fremde Söldner, die kein Herz für die Bürger des ihnen innerlich fremden Staates haben, konnten so erbarmungslos handeln. Das mag für Frankreich eine bittere Mah­nung sein, wie es Paris erge!»en wird, wenn cs unter englischem Schutze verteidigt wird. ^Das pennen die Engländer dann Sich sidienkriege, die sie mit Söldnern und silbernen Kugeln führen.

Der Selbstbetrug Frankreichs.

(WTB.) Zürich, 15. Okt. (Nichtamtlich.) Ein Pariser, der die Schweiz besucht, schveibt demBaseler Anzeiger":

Man fängt endlrcl- in Paris an, zu merken, daß, die Bevölke­rung systemathisch in Unwrssenhert gehalten wird über die wichttgsten 'Vorgänge, Jetzt wird sie meist in Spannung gehalten durch Berichte derAgencc Havas", die hinterdrein sich als Falschmeldungen erweisen, sstachrichten über deutsch Siege werden erst nach lagelangem Zögern mitgeteilt. Das ictzige Ge­fühl der Unsicherheit lastet auf den Menschen mehr, als durch unliebsame Nacknichten bemerkt würde. Jetzt sicht man auch, daß den Franzosen inbezug aus die Verkehrseinrickstnngen jegliches Organisationstalent abgeht. Wie erstaunt war ich, als ich in der Schweiz>die deutschen Verlustlisten erblickte. Solche gibt es in Frankrerch nrcht. Nur die Namen der gefallenen Offiziere werden in den Zeitungen ver­öffentlicht, Von den vielen Tausenden von Gefangenen erfahren die Franzosen nichts: sind sic wt, verwuridet, gefangen? Niemand kann begreisen, welckze Ucberraschung der erlebt, der jetzt von Frankreich nach der Schlveiz kommt. Man fällt geradezu aus allen Himmeln, Jetzt wird einem endlich llar, warum mit solcher ?lcngstlichkeit darüber gewacht wird, daß'keine fremden Zcitungen nach Frankreich kommen.

Ein Loh für die Hilfe der Neutralen.

(WTB.) Berlin, 15. Okt. (Nichtamtlich.) MeNordd. Allg. Ztg." schreibt:

Der von England ruchlos angefachle Krieg lastet nicht bloß aus den unmittelbar kriegführenden Völkern, er drückt auch mit Härte die Neutralen. Die militärische Machtentsalttrng zum Schutze ihrer Neutralität beraubt sie vieler, chrem wirtschaftlichen Leben daheim notwendigen Kräfte, imd ihr aus amen regen 'Verkehr mit dem Auslande gestellter Handel und Wandel wird nicht nur durch den Kriegszustand an sich, sondern zum Teil auch noch durch die Unbilligkeiten getroffen, die ihnen wegen der Wahrung ihrer Neuttalität angetan werden. Es genügt, an die von England versuchten oder ausgefühtten Schikanen Au erinnern. Zu den .Basten und Verlusten, die dergestalt der Krieg den Neuttalen auf­erlegt, tteten die Aufwendungen und Bemühungen, die sic amtlich und privat in dankenswerter Weise in reichlichem Umfange freiwillig in dem Dienste der Menschlich­keit leisten. Man denke daran, wie sich aus diesem Gebiete zum Mispiel Amerika beiättqtt, vornehmlich aber auch, wie großherzig sich Holland, die Schwerz und hie skaudi- navischen Staaten sofort des Sttomes hilfsbedürftiger Flüchtlinge und AuSgctriebener aller Nationen annahmen, die der Kriegssturm über die neutralen Grenzen jühtte. Eben jetzt wieder hat Holland durch die Belagerung und den Fall von Antwerpen durch die Fürsorge für die große Menge der vorher ge- stüchteten bürgerlichen Bevölkerung und der nachher über getreten,», Msatzungstruppcn eine neue schivere Last an verantwortlicher Müh­sal und mildherziger 5lilfe ausgebürdet erhalten. Es ist recht und billig, daß wir in unserer eigenen harten Kriegsarbeit nicht ver­absäumen, den Blick voller Achtung und Bewunde­rung aus diejenigen Neutralen zu richten, die zwar klein an 5dollszahl, aber groß an OpferWilligkeit sind und an mensMicheii Edelmut, den sie in dessen Tagen, da dae Völker aus Herz und Nieren geprüft werden, wohlluend bekunden.

Aus Luxemburg.

Berlin, 14. Okt. Well in französischen und englischen Blät­tern in diesen Tagen die Nachricht verbreitet wurde, wir hätten in Luxemburg einen Gouverneur eingesetzt, der Befehls­haber der lleinen luxemburgischen Armee und 10 seiner Osfizrere seien erschossen, werden Sätze aus der Geschäftsordnung mllgetellt, die für die deutsche Zentralstelle der Entschädigung für Luxem­burg ausgestellt imirden Die betr. Bestimmungen sind von dem Wunsche dikttctt, die unvermeidlichen Schäden des deutschen Ein­marsches in Luxemburg nach Möglichkeit auszngleichcn.

Beachtliches zur Halttmg Italiens.

i. Köln, 15. Okt. DieKöln. Ztg." meldet aus Rom: Das G i o r n a l e d ' I t a l i a" bringt einen Bericht über eine Unter­redung seines Berliner Vertreters mit dem deutschen Staats­sekretär des Auswärtigen von Jagow Nach diesem Bericht hat Jagow erklätt, die Gefühle Deutschlands Italien gegenüber seren freundschaftlich geblieben, was sich nach dem Kriege erweisen werde. Umsomehr betrübe die Tat­sache, daß der größte.Teil der italienischen Meinimg aus seiten der Gegner Deutschlands sei. Der halbamtlichePo- volo Romano" bemerkt dazu an der Spitze des Blattes, von Jagow sei wahrscheinlich der Ansicht, die öffentliche Meinung Italiens richte sich nach den Kubilleüern, die ein Teil der Presse den dem Dreiverband günstigen Berichten widme. Der Staats­sekretär urteile aber nach dem Scheine. Die Elemente, dir das wirkliche Kritorium der öffentlichen Meinutlg bildeteu. rekrutierten sich aus denjenigen, welck>e beauftragt seien, das italienische Volk zu vertreten. Zuerst hallen sich die Konstituiioncllisten unter Führung des Abg. Grilwv für die Neu­ttalität im sinne des Regierungsprogramms ausgesprochen. Tann sei die Erllärung Giolittis in Cuneo erfolgt, der im Namen seiner Freunde sprach. Schließlich batten sich auch die demo­kratischen und radikalen Abgeordneten und zuletzt auch die meisten Sozialisten für die Neutralität er­klärt, Im Scnate seien mehr als Vt aller Mitglieder überzeugte Anhänger des Dreibundes, Demzufolge entbehre der Eindruck von Jagows jeder posittven Grundlage, Der Staatssekretär solle nicht glauben, Italien habe gegen seinen Bundesgenossen die Treue geändett.

Das amerikanischeRole Kreuz" in Oesterreich,

(WTB.) Wien, 14, Okt, Me beiden Hilssab teilnngeu, die das a m e r i k a n i s ch c R o t e K r e u z nach Ocsterreckz-Ungarn abgesandt hatz^ ttasen lieute auf dem Nordbahuhof ein, >vv sie namens dcS cxrzherzocK roalvator bon dem Träfen Traim, ferner vom Eisenbahiunimster, innem 5Krtrcter des ÜAinislers des Aenßrrn, einem Vertreter der amerikanischen Botschast und 5^er- tretern der Militär- rmd Ziwlb.'hördeir empfangen wureen, Gws Traun richtete an die amerrkamschen Aerztr und Pslegrnnnen eine Ansprache Der amr-rikanischc 'Arzt Snoddy dankte für den der amrrikonisckten Expedition Herr rieten warmen Empsaug,

Ocfterreichische Maßnalimrn isegen Angehörige feindlicher Länder.

(5828.1 Wien, 14. Okt, Der Unterrichtsininister hat ange­ordnet, daß Staatsangehörige von Belg,», Frankreickr, Ewvß- lnitannien, Javan, Rußland, Montenegro und Serbien von drrn Sttidien,alw 1914 15 angetan gen zu Inskriptionen an öster- re icki i s ch en Hochschulen ni ch t mehr z u gel a s s en srnd. Der Minister lfält sich jedoch vor, beim 5iorhaudeiff»n besonderer Umstände, namcutlick» für solckw Angehörige dieser Länder, ivelche nickit zu der dort l-errschcitden Natton zählen, eine Ausnahme zuznlassen,

Wiederhelebung des österreichischen Wirtschaftslebens,

(WTB.) Wien, 14, Okt, Eine nicktanttliche Mittellcmg weist darauf hin, daß eine Besserung des durch die Mobilisierung beeiniräckUigten Eisenbahnverkehrs bereits eingetreten sei und daß die durch die Mobilisierung verursachte Störung einzelner Industriegebiete übernnmdcn sei. Eine weitere Besserung sei zu erwarten von der Milderung einzelner Ausstihrverbote und von der Wiederherstellung des direkten Wagenüberganges nach dem deutschen Reiche und dem neutralen Auslande, wovon eine Wiederbelebung der Ausfuhr, namentlich nach dem deutschen Reiche, Italien, der Schweiz und Rumänien crhosst werden dürfte.

Dersttategische" nissische Mckzug.

(WTB.) Rotterdam, 15,Okt, (Nichtamtlich.) Au? P r z e m U s l ttnrd gemeldet, daß die Russen die Belagerung der Festung aufhvbe», angeblich, wie aus Petersburg bekannt wird, um den deutsck/en und österrcichstch ungarischcii Trup-j pen gegenüber eine strategische Stellung einzuneh- men Noch andere Stellungen in Galizien seien aufgehoben worden.

Die Cholera.

(i) Köln, 15.Okt. DieKöln. Ztg." meldet aus Zü­rich: Die schweizerische Regierung hat Rußland, Ga­lizien und Serbien als choleraverseucht erklärt. ?lus Mangel an amtlichen Nachrichten läßt sich das verseuchte Gebiet nicht näher umschreiben.

Zur Haltung der Türkei.

(WTB.) Ko n sta n t i nope l, 14. Okt. (Nichtamtlich.) Der ehemalige Großwesir .H a l k i - P a s ch a, der seit Jahren als Unter­händler über englisch-türkische Fragen sich in London ausgehalten hatte, ist von dort nach Konstantinopel znrückgckehrt.

(WTB.) Kvnstantinopel. 15. Okt. Die türkische Presse hebt mit lebhafter Befriedigung dir Tat des deutschen UnterseebootesU. 26" hervor, das den russischen .(fraise, Pallata" zum Sinken gebracht hat, und stellt fest, daß diese Tat die Moral der dentsckzcn Truppen nock> mehr steigern und aus die englische, französisch« und russische Armee und Marine einen deprimierenden Ansdruck ausüben werde.

Ein frestvilligrs Skiläuferkorps.

(WTB.) München, 15, Okt, (Nichtamüich.) In Bayern ist ein dlufruf zur Bildung eines freiwilligen Skilöuser- korps erlassen, Mefcs würde bei einem etwaigen Winterseldzug werivolle Kriegsdienste zu leisten haben.

Die vorsichtigen Rhodesier.

(58TB.) London, 15, Okt, (Nichtamtlich.) DieTimes" melden aus Salisbury: Das rhodesische Kontingent, das heute nach England äbreisen sollte, hat beschlossen, in 'Astrika zu bleiben.

Don der Tätigkeit der Heilsarmee.

i. Köln, 15. Okt. Die amerikanische Heilsarmee hat 400000 Pfund Sterling für die belgischen Flüchtlinge gesandt. (Köln. Ztg.)

Neubatl einer Kunstakademie in Düsseldorf.

Düsseldorf, 14. Okt. Me Stadtverordneten bewilligten für den Ban einer Kgl. Kunstakademie zweiMillioncn Mark. Mit den Slrbeiten stir das Hauptgebäude soll bereits in nächster Zeit begonnen weiden.

wscyenll. Uebersicht der Todesfälle i. d. Stadt Gietzen.

40. Woche. Bon, 27. September bis 3. Oktober 1914, Einwohnerzahl: angenommen zu 32 990 linkt, 1600 Mann Militär-, SterblichkeitSziffer: 33,40 %. nach Abzug von 13 OctSicemSen 14,22 0,.

Kinder

ES starben an:

Zusammen:

Erwachsene: im

1. Lebensjahr:

vom

2.15. Jahr

Tuberkulose

I

I

Darmkatarrh

1

1

Blinddarmentzündung 2 (2)

2(2)

Bronchitis

2

1

1

im Wocbcnbett

l(Y

1(1)

Schlaqfinh

1

1

Magengeschwür

1(1)

1 (1)

-

Lebensschwäche

2

2

Allersschwäche

1

1

Kriegsverletzung (7 Deutsch«,

2 Franzosen)

9(9)

9 (9)

Summa: 21 (13) 16 (11) 3 3(2)

Anm,: Me tn Nlammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel her Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Statt besonderer Anzeige.

Wir haben die Freude, die glückliche Geburt eines Töchterchens anzuzeigen. Laubach, 14. Oktober 1914. 10877

Kammerdirektor Birnbaum und Frau Else geb.Wrmmenauer

Der Zeichen- und Malunterricht

für Erwachsene und Kinder hat wieder begonnen.

Porträtaufträge

werden angenommen. Ver- grSssernngen nach Photogra­phien Verstorbener i. Oel u. Pastell.

M. Felchner, Goethestrasse 67.

07906