Ausgabe 
15.10.1914
 
Einzelbild herunterladen

steht, daß i m japanische Aktion sich nicht über den Stillen Ozean und zwar über die chinesischen Gewässer hinaus er­strecken darf, außer wenn Japan seine Schisse im Großen Ozean schuhen wüßte. Ebenso ivenig darf Japan seine Aktion westlich von dem chinesischen Meer und nicht auf fremden Landbesitz auf dem asiatischen Festlande außer auf deutschen richten. Japan hat also seinen Vertrag mit England geb racher-,

. *

Vom österreichischen Kriegsschauplatz.

(WTB.) Wie», 14. Oft. (Nichtmntsich.j Vom 14. Ost. mit­tags wird amtlich vettaukbart: In der Linie Stary-Sambor- Medyka find befestigte Stellungen des Feindes, die unsere Trup­pen angreifen. Diese Kämpfe nehmen an Ausdehnung zu. In den Karpathen nahmen wir Toronye nach viertägigen erfolg­reichen Kämpfen und verfolgten die Russen gegen W ys k o w. Klei­nere erfolgreiche dies echte mit »urück gehenden feindlichen Abteilungen fanden auch tm Bisio-Tale statt.

Der Stellve r treter des Generalstabs; v. Höfer, Generalmajor.

erfolgen. Die Feldpost, so sagt der Prinz, plage sich redlich. Er habe auch feststellen können, daß keinerlei Bevorzugung ftatt- fändc. Die ausschlaggebende Hauptsache für unser 5>eer seien viele und gute Offiziere, ferner eine eiserne Disziplin, frei von jeder Humanitätsdnselei. Der Tag werde komnirn, an welchem die Macht der Entcntr-Streitkräfte zusammcubrechcn werde.

Das 42-Zentimeter-8«schütz.

Rom, 14. Okt. Der Korrespondent desGioruale

d'Jtalia" schildert seine Eindrücke von dem deutschen

42-Zentimeter-Geschütze wie folgt:

Plötzlich hören wir, wie ein angstvolles Geheul die Luft durch­schneidet. Man hctt die Idee eines unsichtbaren Ungeheuers, das über unseren Kopsen dahinsaust, bellend, zischend, wiehernd, wie rin kolossaler Zentaur. Jeder von uns möchte vor Angst hinter Felsen flüchten, Auf einmal hört das Geheul auf und es ist, als ob eine gigantische Hand uns einen Schlag ins Gesicht versetzt. Dann ein dimipses Krachen, wie van einem in die Erd« gesästagen«, Riesenhammcr, ein sftebrüll, das in alle Knochen fährt und .">00 Meter von uns steigt eine gigantische Rauchsäule von Steinen, Erde, Asche, ausgerissenen Bäumen und Schult triumphiereich zuni Himmel empor. Es ist, als würde dir ganze Ebene zerrissen. Das innere Beben der Erde teilt sich uns dtlpch die Fußsohlen mit, bebt in allen Bcncn wieder und geht durch die Nerven.

Die deutsch-österreichische Waffenbrüderschaft. _

Wien, 14. Ost. C2SSJ8. Nichtamtlich.) Auf ein herzliches Dekagramm des Bürgermeisters von Metz, Dr. Foret, in welchem dieser mitteilt, er hefte eine Sammlung vo-n Liebesgaben für die österreichisch-ungarischen Waffenbrüder auf dem westlichen Kriegsschauplatz in die Wege, die in Deutschland bereits lebhaften An klang gefunden habe, hat Bürgermeister Dr. Weißkirchner geantwortet:

Voll inniger Freude und Dankbarkeit vernehmen wir die Nachricht, daß Sie unseren braven, mft den deutschen Wallen- hrüdern im Westen kämpfenden Soldaten in hochherziger Weise treue Liebe»gedeihen lasten. Je heftiger dre Kämpfe, ,c mehr Feinde ringsum, desto tiefer kam mrs das Bewußtsern, daß wrr alle im großen deutschen Reich und unserem lieben Vaterland« ein Volk von Brüdern sind, welche keine Macht zu zer­trümmern imstande ist. Darum waren «s für uns schöne Tage, als ihr tapferes Skutaridetachcment sich in unserer Stadt aus- hiell und einige ftohe Stunden verbrachte. Me gemeinsamen Kämpfe werden uns mit Gottes Hilfe den gemeinsamen Sieg bring«.

Rumänien» Neutralität.

(MTB./ Wien, 14. Okt. (Nichtamtlich.) Die ,.Politische Korrespondenz" meldet aus Bukarest zur Beurlaubung der seit Beginn des europäischen Krieges einberusenen Mann­schaften: Die Bereitwilligkeit in der Befolgung der Eini- berufungsbefthle hat di« leitenden Kreise wiederum davon überzeugt, daß die eventuelle Mobilisierung der rumänischen Armee in wenigen Tagen durchzuführen wäre. Unter solchen Umständen hätte es auch vom finanziellen Standpunkte aus wenig Berechtigung, di« Truppen weiterhin aus dem erhöhten Stand zu erhalten, um so weniger, als die verantwortlichen Leiter der rumänischen Politik zu der Ilcberzeugung gckom-- men sind, daß für das Königreich keinAnlaßvorliegt, aus seiner neutralen Haltung herauszu­treten. Die von russisch-französischer Seite geschürte Agi­tation hat zwar nur wenig nachgelassen, die Zahl der Ein­sichtigen über, die ihr entgegenarbeiten, hat n i ch t un­wesentlich zugenomme n. Gerade die Heftigkeit dieser Agitation trägt zur allmählichen Ernüchterung am meisten bei.Man merkt die Absicht, und man wird verstimmt,"

Die Großtaten der deutschen Unterseeboot«.

Stockholm, 14. Okt. Die weiteren Großtaten der deutschen Unterseeboote erregen in Schweden um so größeres Interesse, als sie an der henerckchcrrtcn Ostsee stifte erfolgten. Die Zeitungen Stockholms rühmen alle die von keinem Geg­ner erreichte Waffe, die Deutschland in seine« Unterseeboo­ten besitzt. Hervorgehoben wird, daßBajan" sofort den Schluß gezogen hat, fliehen zu mWen, ohne dier sinkenden Pallada" zu helfen, und daß die gesamt« Besatzung infolge dieser Handlungsweise umgekommen ist.

Kopenhagen, 14. Ost. (WTB. NichtamMch) Anlatz- llch dos Unterganges des russischen Kreuzers in der Ostsee schreibtEkst r ab ladet":

Die Deutschen haben guten Grund zu triumphieren. Das Glück folgt ihnen, aber sie kommen nicht schlafend zu ihren Siegen Während man beinahe überwältigt wird von den Be- gebcichettm M Lande, wo die einzigartige deutsche Tüchtigkeit den Truppen des Kaisers Sieg ans Sieg gibt, muß nmu mich gleichzeitig die deutsche Aktivität zu Wasser bewundern, tue bei der anscheinend völligen Untättgkeit der arideren Flotten noch mehr hrrvortritt. Die Episode in der Osffee'zekgt, daß Deutsch­lands Gegner trotz der eigenen großen Flotten! ,Aten Grund zur Nervosität haben

Eine falsche russische Meldung.

Berlin, 14. Ost. (MTB. Nichtamtlich.) Das offizieste Petersburger Telegraphrnbrrreau verbreitet eine Nachricht des russischen ltDmiralstabes, wonach bei der Vernichtung derPallada" zwei deutsche Unterseeboote ver­sankt worden seien. Diese Mitteilrrng ist, wie wir an amt­licher Stelle erfahren, in jeder Hinsicht «nMtre fßend.

Der König von Bachern leicht erkrankt.

München, 14. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der König leidet an einer leichten Indisposition, über die folgen­des mitgeteilt wird: Ueber der linken Schulter hatte sich eine steine Zellgewebsen tzündnng gebildet, dir eine Spaltung auf operativem Wege notwendig machte. Die Operation wurde von Generalarzt Prof. Dr. v. S e h d e l und Leibarzt Obermedizinalrat Dr. v. ßlin ausgesührt und verlief glatt. Die Heilung vollzog sich normal. Das All- gemeinbefinden ist gut. Zu irgendwelcher Besorgnis ist keinerlei Anlaß vorhanden. Der König verbringt einige Stunden des Tages im Garten des Wittelsbacher Palais. Voraussichtlich wird er sich in einigen Tagen zur Erholung nach Leutstetten begeben.

Eine Krankenschwester mit dem eisernen Kreuz ausgezeichnet.

Berlin, 14. Okt. Die Schwester Elfriebe Schcr- hans von der Berufsorganisation der Krankenpflegerinnen Deutschlands, die seit Beginn des Krieges ein Regiment im Osten auf dem Sanitätswagen begleitet, ist mit dem Eiser­nen Kreuz anr schwarz-weißen Bande ansgxzeichnet worden.

Prinz Franz von Bachern über den Krieg.

München, 14. Oft. Der als Regimentskommandeur ver­wundete Prinz Franz von Bayern, der dritte Sohn des Königs, erzählt, daß die Franzosen in der Schlacht bei Saarburg Mft ihrer schweren dlrticherre einen Verbandsplatz der Bayern beschossen haben. Dabei ivaren die verwundeten Franzosen, die hereinkamen, selbst von überwältigender Dankbarkeit von der Hilss- bereitschaft der deutschen Samariter. Ein verwundeter ftanzö- sischer Lenwcmt hat aus freien Stücken eine Bescheinigung aus­gestellt, daß die Franzosen das erwähnte Lazarett beschossen haben, trotz des Genjer Kreuzes, das über diesem wehte. Der Abttansport der Verwunderen mußte mitten in dem französischen Granatscurr

Italienische Urteile über deutsche Truppen,

Berlin, 14. Oft. fett. Bin.) Wie gut es mit unserem Heer bestellt ist, wird nun allmählich auch von ziemlich übelwollender Seite anerkannt. So stellt die nicht sehr deutschfteundlicheGa- zetta del Popvlo" nach einem Telegramm desBerl. Tagebl." ans Rom fest, daß die deutsche Armee sich tadellos verhält. Die Deut­schen in eine Stadt einrücken zu sehen, sei ein geradezu m o - je statisches Schausviel. Alle Truvven, Landwehr und Landsturm eingeschlossen, seien irisch und in bester Beriassung. Es fehle den Deutschen an gar nichts, meldet der Korresvondent, sie führen sogar massenhaft Reservevierde mft. Dabei sind sie stets guter Laune, scherzen und singen. Bon der auf ftanzösischer Seite üblichen Svionenftircht ist auf deutscher Seite keine Rede. Was endlich über die sogenannten deutschen Grausamkeiten gesagt wird, sei eitel Lug und Trug. Die Bevölkerung sagt übereinstimmend aus, die Deutschen seien sehr korrekt, nur wenn niam ihre Sicherheit be­droh«, erfasse sie Zorn.

Andere ftalienische Korresvondenten fällen nicht minder sym­pathische Urteile über die deutschen Truppen. Eine begeisterte Schil- derimg von ihnen entwirft der Korrespondent desMatttno", der früher stets deutschfeindliche Schilderungen sandte. Er beschreibt die kräftigen Gestalten der Ulanen und sagt, es seien ihrer so viele, daß sie ihm wie eine Völkerwanderung vorkämen. Auch die deutsche Infanterie gefällt mir sehr. Me Leute seien gedrungen und herkulisch gebaut und schritten breit und wuchttg einher. Das Fußvolk sei zahllos wie der Sand am Meer. Auch die Landwehr, deren Leute alle über 30 Jahre alt sind, scheine wie aus Fels ge­hauen und müsse tiefen Eindruck machen. Der Korrespondent hebt endlich die absolute Korrektheit der deutschen Soldaten hervor, die in den Läden alles auf Heller und Pfennig bezahlen. Kämpfe in Persien.

(WTB.) W i e n , 14. Okt. (Nichtamtlich.) Die Korrespon­denzRundschau" meldet aus Konstantinopel: Die Zusam­menstöße zwischen russischen Grenztruppen und den vordrin­genden Schachsevennen verlaufen sehr blutig und für die Russen verlustreich. Die Petersburger Telegraphen-Agentur berichtet, daß sich auch im Gebiete vo« Kaleschin die antirussischen Knndgebnngen hänfen. Die von der Äbgrenzungskommission in der Gegend von Bafchkal und Sarai errichteten Grenzpfähle wurden heransgerrfsen. An der Grenze erscheinen zahlreiche Fidais, die gegen Rußland agitieret. In den Provinzen Gilan, Äfferbeidfchan und Cho- rassan wurden die russischen Bedecknngsmannschaften von den Gouverneuren aufgefordert, abzuzrehen. Eine außer­ordentliche Session des Medfchlis, die dieser Tage zusanimen- tritt, wird in dieser .Htwsrchi wichtige Beschlüsse fassen.

A«» Stadt unt Land,

Gieße n» 1b. Oktober 1914.

28. Hessischer Handelskammertag.

Am 10. Oftober 1914 fand, wie schon gemetbrt, der 28. Hes­sische Handelskam uiertag statt. Das Gcoßherzvqliche Mi-

msterimn des Innern war durch Herrn Ministerialrat Schliep- h a k e vertteten. Es wurde zunächst sestgestellt, daß die Haudels- kiumnern namcuttich seit Krregsbegftrn in jeder W«ie dar» bei­gen «gen habe», Handel und Gewerbe ja unterstützen und manchettei Schwierigkeiten, die sich für fte boten, zu erleichtern. Vo» fast sämtlichen Handelskanrmern sind sogenannte Einignngsäm- ter errichtet worden, die den Zweck haben, bei Strrrtrgkcft« «ne Vermittelung zwischen den Parteien herberzuführe» und foorft hie Inanspruchnahme von Gerichten zu vermeiden. Mus dem Gebiete der Kredithilfc sind ebenfalls Maßnahme» getroffen worden. Me Handelskammern zu Mainz und Ofsenbach haben für ihren Bezirk die Gründung einer Kriegs-Kreditkass« veranlaßt, während in den Bezirken der übrig« .hessischen HandeLÄünrmerq von der Gründung solcher Kassen vorerst Ilbstand genommen ist. da sich ein entsprechendes Bedürfnis bisher nicht gezeigt hat. Die Kriegs-Kredittasse Mainz ist bereits seft dem 14. September in Tätigkeit, und hat schon .ein« Reihe von ..Krediten «währt. Die Kredi tkassc Ofsenbach wird ihre Tättgkeft in nächster Zeit beginnen, Ueber die Frage des Ersatzes von Kriegsschäbqn imd die Begleichung von Forderungen an das feftürkiche Aus­land verständigte man sich dahin, daß Kriegs s ch ä de n schni jetzt unter Beibringung der Beweismittel bei dem Refthsamtr des In­nern anzumelden seien, das hierzu aufgesordert .hat, wobei die Firmen sich auch der Vermittelung der zuständige» Handelskammer bedienen können Fordern»»«« ans FwschSftSvrrbftchnn^sr mtt dem feindlichen Ausland« werden zweckmäßig erst später angeineldet; es wird hierüber noch eine aenaneoe An- Weisung abzuwarte» sein. Im Mittelpunkt der jBaQattbÜatgat stand die Frage der Festsetzung vo» Höchstpreise» für wichtige Lebe^ismittrlb^dürfntss«. E? wnrde die be­reits mitgetnlte Erklärung einsti m mig cngeaonrotot. Hiera» knüpfte sich eine kurze Aussprache über tue Tätigkeit der aus Bcr- aulassung des oreußischen Kriegsmftristerjnms gegründet« Zen­tralstelle für Beschaffung der Heeres Verpfle­gung. Nachiem bei der LandwirtschastÄammer m Darmstadt, die für das Großberzvgtnm Heften als Zcnttalstelle bestimmt worden, ein« besondere ztzomminion eingesetzt wurde, ber neben Vertreter» der Landwirtschaft ei» Lertrrttr des Hanocls im all­gemeinen und je ein Vertreter des Gettwide-, Mehl-, Buch- und Heu- imb Stroh-Handels an gehören, sollen zunächst die Ersah- rnngen, die hlermft gemacht werden, abgewartet werde». Me von einer Handelskammer aufgeworfene Frage, oh die Ende dieses Jahres abzuhaltenden Erg änz«n gs Wahlen zu dem Han­delskammern zu verschieben seien, weil ein Teil der Wohl- berechttgten zum Militärdienst einqezoge» und infolgedessen nicht in der Lage sei, das Wahlrecht ausznnb«, nnrrde verneint. Me Klagen, die seit Ansbruch des Krieges darüber kaut ge wor d en sind, daß mft dch Bezahlung von Rechnnngr», insbe­sondere von dem Pnvatpubliftim, znrückgehalten wird, sind nicht verstummt. Die Geschäftswelt, die an sich.unter der Kriegslage leidet, ist dadurch in noch größere Schwierigkeiten gebracht war- den, zumal sic selbst genöttgt ist, ihren Derpftichtungen pünkkkich nachznkommen. Es wurde einstimmig beschlossen, eine ent- sprechende Aufforderung zu erlassen. Sodann fanden noch kurze Aussprachen über das .Vorgehen der Gerichte bei Gewährung von Zahlungsaufschub und die An- böning der Handelskammern hierbei statt, ferner über die Ver­legung des Unterrichts in den kaufmännischen Fortbildungsschulen in di« Abendstunden und über einige das Aus verkaufsvtzvßtti betreffende Foagen. --- E»b°

lich sprach der Handelskammcttag der Handelskammer Mainz seinen Dank sür die Führung der Geschäfte des Bor, o r t e s im abgelausenen Jahr aus und wählte sie einstimmig zu« Borort sür das Jahr 1915 wieder.

Georg Volk

Georg Volk ist am Dienstag abend nach längerem Leide» gestorben. In ihm verliert das BolksbildungSwese» im Rhcin-Maingcbiet seinen Gründer und hervorragendste» Fär» derer. Georg Volk wurde am 26. ?lpril 1862 in Kirch-Brvn,. b a ch ini Odenwalde geboren. Er besuchte das Lehrerseminar z» Benshcim und wirfte dann 25 Jalwe als Lehrer in Ofsenbach a 2t Dier entsaftete er auf dem Gibiete der Bolksbildungsarbeft «ms außerordentlich segensreiche und vorbildliche Tätigkeft. 1904 grün­dete er in Osemeinsckwft mit anderen Bolksftennden den Rhein- Mainischen Verbund für Volksbildung, etliche Jahre später als erstes seiner Att in Denttchland dasRhein-Mai­nische V e r b a n d s t h e a t e r". Dann rief er mft Lft Fuchz die V o l k s a k a d e m i e zu Rüsselsheim ins Leben, und schfteß. lich veranstaltete Georg Volk die sogenanntenVolkstage". Seit 10 Jahren stand Voll vollständig im Menste des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbildung, deyi er in mehr ghz 400 Ortschaften Hessens, Nassaus, .Knrhesscns und der Pfalz Ein. gang und Heimatrecht verschaffte Seine Gedichte in Odenwald« Mundart sind heute Gemeingut des Heften volles, und sein präch­tiges WerkDer Odenwald" gilt als eins der besten vvlftknndlichen Bücher. Das deutsche Vvllsbildnngswesen verliert in Georg Dost einen seiner hervorragendsten Förderer, das Heftcnland einen sein« besten Söhne.

Auf dem Felßc der Ehre gefalle«.

(Ans Hessen und den Rachbargebieten.i Untervff. d. R. Dr. phft. 2?<rnl Möller. Inf.-Regt. Ntz auS Gießen. Untervff. d. R. Lehrer Heiur. Schepp, Ins.- Regt. 116 ans Gießen. Bizefeldw. OttoLudwtg, Oit-Stqjt 116 aus Langsdorf Unterosf. d. R. Wüh Stroh ans Wiß­mar. Res Gotthard Schn etder, Jnf.-Regt. 83 ans Noch, eck. Lt. d. R. und Fug. Emil Mosingcr, Oesterr. Jn>.< Regt. 12 in Hanau a. M. Res. Ignaz Kunkel. Jnf-Regi 88 in Hanau. Landwehrnmrm und Ges angenenoufseher Wilhch» H o sma n n, Inf-Regt. 116 mis Rockwiberg. Hauptt» b« Landw. und Oberanttsrichtcr Frsttw. Wilh. Bickelhanftt d, Wald-Michelbach. Ren AdlKiMrei fn h , Ins-Regt. Ilb a»S Hef.loch. Res Rickxftvh Wevrich, Jnf.-Rsgt. 118 ans Wo«,», Pfiflligherm. Friedrich und Ludwig Hartenbach mtS Wvr»«,

Res. Gottlieb Müller. Jns-Regt 115 aus Ofieubach Res. Pmil Stachowtak, Jnf.-Regt. 116 ans Ofsenbach a. 2t>

Mitsk. August Mahr, Jnf.-Regt. 1L7 ans Mainz. Feld, Webel-Leutnant Lehrer GgÄbert Franz, 8. b.iyr Jnf-R-gt an« Lämmerspiel. Briefträger Omcrb Steu ern agel, ans DarmstadL Off.-Stellv WAh Büchner, Inf-Regt. 99 w« Darmstadt. ^ Bizefeldw. Hütteningenieur Haus Freitag, h>st.- Regt. 138 aus Leun. Unterosf. d. R. Lehrer ?ftrton Bach. Inf-Regt. 69 mrs Dornbolzhauseu. Res. Otto Hartung ans Niedernhausen. Lantzwehrm. Karl Lehr o»s Düdelsheim. Landwehrm. Katt Schur erl c aus Düdelsheim. Ein, -Froto. und Bankbeamter Earl Stenger, Fnf-Regt. 80 ans Maier», heim. Geft. Wilhttm Schien, Fägerbnt. 11 aus Berste»».

Gefr. Wilh. Busch, Jnf.-Regt. 81 ans Neuhütte-Straßebtttz» bach Res. Heinr. Jmmel, Res.-Jnf-Regt. 81 ans SochS- httden. Res. Anton Weller aus Aßbach Gefr. d. Res, Karl LovS, Jns.-Renst. 116 aus Gieheu.

** AlS neuen Roman, mit dessen Deröfterftlichong

wir he,ft« in den Gießener Familienblättern be­ginnen. haben wir, dem Geiste unserer Tage Rechnung tragend, einen historischen gewählt und zwar auS der lodernden Zeit dentscher Erhebung: »Die hundert Tage'. Roman auS dem Jahre 181b von M. v. Witten. Der Roman schildert die historischen hundert Tage von Napoleons Flucht von Ekba bis zu seinem Etrrrze, den letzten EroberungSzug des großen Abenteurers gegen Prenßen und besten Verbündete. Für Napoleon bedeuteten diese hundert Tage den Untergang, für unS den Grundstein zu dem herrlichen Aufbau unsere« deutschen Vaterlandes.

Perft»ntor«achrichten. Me Großherzogkn bat

am 8. Oftober d. I. dem Kanzlisten am Landgericht der Provinz Starkenbnrg Georg Brust die Krone znm Silbernen Kreuz de« Verdienstordens Phllipps des Großmüttgen verliehen. In den Ruhestand versetzt wurde an, 8. Oktober d. I. der Kanzlist anr Landgericht der Provinz Starkenbnrg Georg B r u st auf sein Nach­suchen.. unter Anerkenn»»» seiner langjäbrigen treuen Menste, der, Gesangenaufteber an der Zellenstrasanstalt Butzbach Johann Kon>

l

rad ggf^gft, Nachsuchen, unter Anerkennung seiner treuen Dienste^

mit Wirkung vom 1. Novencher 1914, am 16. September d. I. der Haiwttebrer an der Volksschule zu Gießen Ludwig Schauf auf sei» Nachsuchcn, unter Anerkennung semer langjährigen treue» Menste und Verleihung des Charakters als Rektor, vom L Oktober 1914 an.> Am 9. Oktober d I. wurde der SchrrLgehüfe He­dem Finanzamt Ofsenbach I Christian Schußler zn Ofterftwäi vom 15. Oktober d. I. an znm Finnnzanttsh n rea u v v r ste her beK dem Fmarrzamt Schotten ernannt.

** Im Sanitätsdienst des Rocke» Kreuzes auf dem Bahnhof ist im August in 969 Fällen Hilfe gekeister worden. Im September betrug die Zahl 1985. D« in der Samft, tognnmmer enthalten« A»gab« bezog« sich allein auf die Tätig- keft der lftahnhofswache und nicht auf die Hil sel e i stnnq« dev Lerhandstelle im Wactrsao! dritter Klaffe.

Von den Gießener KriegSpeet^wtktckgen. Am» schreibt uns: Seit drei Wochen befindet sich das erste Batmlb«. deS Reserve-Regtzun-nt-' Nr. 228, in dem sehr vreke Cbetz«: KriegsfreiwWge steh«, in . . . ., nicht wett vom Ler Exerzier platz. Dr den letzt« Tage« waren vstcke Angehörige der jung« Soldat« dorthin gereist, mehr oder weuiger schwer mft Pakete» belad«, Bm vor dem AaSrück« in d« FeldN« »och «mmak Abschied zn nehmen. Das war ein bmrtos Leb« in dem kkeipen Reste! Im Mfttelpiruft des GanJ« unsere heben Jung« mtt ihr« von Begeisterung und Tot«durst blitzend« Auge», jetzt, auch schon in der schmuck«, seldgwau« Deächk, in d« keMM, Tag« tw»Affew" ans dem Riicken. d« Helm auf dem Kvtße und die Patvo,«« twr der Brust lknd bkm sie ging« und st und « die Bürger und die Kinder um sie her. Hott« sie doch i» . - . 4 schnell Freunde gesund« und selbst ein Kivcheufinyerk daselbst veranstaltet.Es ist uns lech, daß der junge Mann jetzt gehet» neust," so sagte mft eine einfgche Frau pon «in«l un semr Ave»- williq«,er ist »ns kftb geworden, als wäre ernfer ngma Sohn." Und so sind sft denn bkmmmbeftänzt am Montag aus- gcrütkt. Anlrtzt stand« die Kornpagnim vor dem Bahnhof. Die Gießener Gäste, Väter, Mütter, Gattftrn« ging« durch die Reih« Er» letztes Händedrüch«, taus«d Griche an che rn der Hewmck! Auch der treffliche Oberst des Rcgmi«ts Drottftäßt Gießen grüßen llnglanblich, wie vitt Stodentem da war«! Mancher Professor hätte so vftl Zuhörer gesund«, daß er sofort sein Kolleg hätte beginn« könn«! llnd rnemer wieder rftfm dft jFung« uns zu:Wann schickt uns Gießen di« erste Liebesgaben? Schokolade, Zigarren, Ta­bak. Wolksachen!"

** Gin Gruß der 116er. Der Kommandeur un­seres Kaiser-Wilhelm-Reginemts bat in einem aus dem Felde an Herrn Oberbürgermeister Keller gerichteten Bttef dies« gebet«, der lieben Garnisonstndt Gießen dir herzlichstes Grüße des Regiments Kaiser Wilhelm z» über­mitteln.

pl

I,

F

hifi

** Krieg und deutsche Volkswirtschaft. Wft mach« aus ch« Vortrag des Professors Dr. .Skalweit: «Der Krieg und dre deutsche Voskswtrtichait",.

1,