W 15 kn diesem Feldzjnge gefallene Krieger begraben, dar- *r 5 französische Soldaten,
** Sterbeurkunden gefallener Soldaten, Von M -hörigen der im Kriege gefallenen Soldaten oder sonstigen M onen, die sich in einem Dienst- oder Bertragsperhältnis Im, em Deere befinden, werden von den hiesigen Standesämtern o,id) oterbeurkundcn verlangt. In einigen Fällen konnte solche ausgefertigt werden, meistens jedoch noch nicht. Die irden Bestimmungen über die standesamtlich,- Beurkundung in r Todesfälle sind nicht enthalten in einer kaiserlichen Per- mang vom 20,Januar 1879 lRerchsgesetzblali 5 . 5 . Hiernach ei riet von jedem Todesfälle im Felde der Regiments- Mnmandeur dem zuständigen Standesamt schrlit- l i Anzeige, Zuständig zur Bcurkuirdung ist das inländische Slau- 'dj, mt, in dessen Bezirk der Gefallene zuletzt gewohnt bat, Z befalle von Verwundeten in inländischen Lazaretten werden a nur bei dem Standesamt dieses letzten Wohnortes beurkundet. ■ es sich zeigte, gehen die einzelnen Stcrbe-sallsanzeigen aus E Felde nur ganz allmalstich ein, so das; die Angehörigen, 8 n sic Urkunden wünschen, Geduld haben müssen. Auch be- j fi nt die Sterbeiallsanzeigen in mancher Hinsicht, tvic -,, B S rssangabc, Bezeichnung der Eltern oder der Lhejrau, nieistens
S fälliger Nachprüfung, die nicht umgangen werden kann, soiern Urkunde für die Angehörigen Gebrauchswert erbalten soll, « Beschleunigung kann dadurch erzielt werden, datz die An m rigtn, ohne eine besondere Aufforderung der Standesämter m warten, ihr Familicnstammbuch, in welchem die Geburt oder 8 Eheschließung des Gefallenen beurkundet ist, dem Standesamt „ enden, da aus dem Stammbuch das Erforderliche ersehen wcr- u kamt.
** Einen schulfreien T a <i brachte der Fall von Ant- pen der Gießener Jugend, was jedenfalls zur Erhöhung des P ständnisses für die Bedeutung der Tatsache nicht wenig bei- d,en wird. — Bon allen Kirchtürmen der Stadt begannen um p Ihr zur Feier des Ereignisses die Glocken zu lä.pten.
** Di c amtlichen Nachrichten, die schon seit längerer t- am Stadthaus und an der Post täglich zweimal zum Ans- > n kommen, finden bei den Vor über g-.-benden rege Beachtung, inend nun das Anschlagsbrett am Stadthaus auch in den Abend- i ,den erleuchtet wird, geschieht dies an der Post nicht. Jetzt - ,r srülp-n Eintritt der Dunkellnit wäre es wünschenswert, wenn , > die Ilushangtafel an der Post erleuchtet würde, damit die irerhin eng und klein beschriebenen Telegrammblättcr besser zu ' ir sind,
" Französische Verwundete in Gießen, Im ! irnison - La z a r e t t sind, wie wir hören, von den 100 dort k «enden französischen Verwundeten 36 geheilt, darunter mehrere s -iziere Die Mannschaften gehen in den nächsten Tagen nach
I rrmstadt in das Barackenlager, die Offiziere nach rin,.
** StädtischerArbeits nach weis und Krieg, l August 1914 waren 424 offene Stellen gemeldet, von I rcn 241 besetzt w-urden (gegen 243 offene und 153 besetzte I eilen in 1913 Im September lvaren 360 offene Steilen ' ticlüct, von denen 175 besetzt wurden (246 Stellen mit l Besetzungen).
" Aus dem Bureau des Stadttheaters. Tie« igen Abonnenten, die wegen Beibehaltung ihres Abonnements ch nicht geantwortet haben, werden dringend ersucht, dies bis ontag zu tun. damit die wegen der Vorbereitungen drängende ägültige Enlsäp-idung über die Gestaltung der Spielzeit getroffen rdcn kann, — Wenn auch die Zahl der geplanten Vorstellungen turgcmäß kleiner fein wird als in früheren Jahren. so wird im I rigen die Bühncnleitung den bewälnlen Grundsätzen, die das eßencr Stadtthcalcr bisher zum Erfolg geführt haben, auch in •fern KricgSjahr treu bleiben Die Zahl der darstellenden Mit- edcr wird nicht weniger als 26 betragen, so daß auch sigure-n«
: rfyc Stücke möglich sind. Auch an Ausstattung wird neues geleit werden. So werden neue Möbelgarniturcn aus dem "-Atelier tl Professor Buttemeyer, die für das neue Emser Kurrheater be- inmt und zum Teil noch gar nicht in Gebrauch genommen waren, ni hiesigen Fundus eirrverleibt werden, -Auch die Spielzeit soll ! l, lpie bisher abwechselimqsreich gestalten und wenn natürlich ich den Zeitvcrhältnissrn Rechnung getragm wird, so ist damit ebt gesagt, daß nicht auch der echte Humor gelegentlich zu seinem echte kommt.
"Vom alten Schloß An der Außenfroiit des alten - rhlosses, dessen Wiederherstellung vor 12 Jahren durch die tadt km Innern urid Aeußern ausgeführt wurde, ist seit riigen Tagen der Bildhauer Sch e u ing-Fronksurl a. M. ttig, um oie Bildhauerarbeit am Portal Und am rker herzustellen. Ob der noch projektierte Wehrgang am anzleiberg hereiestellt wird, der zwischen dem Schloß und ehemaligen Fcidelschcn Hofreite seiner^ Platz erhält und r»S altebrivttrdkge Bauwerk nach dieser Seite hin erst ab- hließt, hangt von den dafür verfügbaren Mitteln ab.
" 1 5 »augef ucf)e sind beim städtischen Hochbauamt n abgelausenen Quartal genehmigt worden, darunter vier Zvhnhausbauben. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres »urden ebenfalls 15 Baugesuche, darunter aber nur zwei Sohngebäude genehmigt.
** Metzer Familien, die seit Ausbruch des Krieges im kreise Marburg untergebracht waren, wurden am Freitag wieder nit den Eisenbahnzügen in ihre Heimat zurückbesördert. i ** Bon der kurhessische» Brandversiche- n n g s a n st a l t. Wie aus deni soeben erschienenen Ge- cbästsbericht der Kurhessjschen Brandversicherungsanstalt rfjchtlich ist, sind die Geschäslsergebitisse im Jahre 1913 itsolern ungünstig gewesen, als die Entschädigungen 'enzehnjährigenDurckschnitt um 303 487,48 Mk. iberschrittcn haben. An Entschädigungen sind für 833 Schadensälle überhaupt 1 866 832,24 Mk. bewilligt worden. Die Gesanitversicherungssumme hat sich im Laufe des Jahres im 41 639 700 Mk. erhöht. Zur Förderung des Fenerlösch- vesenS sind im Berichtsjahre zusammen 210 408,17 Mk. be- villigt loordcn, ferner 3877,66 Mk. an die Unterstützungs- ;affe für verunglückte Feuerwehrleute. Die Aktiva der Kassa betrugen am Jahresschlüsse 6 362 677,44 Mk., welchen Passiva von 1 869 109,10 Mk. gcgenübcrstanden. Das Aktivvermögen betrug 4 493 568,34 Mk Ter Geschäitsbezirk der Kasse erstreckt sich auf 7 größere Städte, 57 kleinere Städte, 41 stadtädnlich gebaute Ortschaften, 1285 Landgemeinden und 162 Gutsbezirke. Tie 0>eiam!verflcherungssumme, welche am lEndc des Jahres 1912 1 673 390 300 Mk. betrug, erhöhte sich bis zum Ende des Jahres 1913 aus 1 715 030000 Mk., also ein Mehr von 41 639 700 Mk. An Brandstruern wurden für 1913 ausgeschrieben 14Pfg. Beitrag von je 100 Mark. Ilutlagckapital mit überhaupt 2014 582,96 9Kf. Tie Zahl der Brände betrug im Berichtsjahre 833 und die hierfür be- ivilligte Summe 1866 832,24 Mark.
** Als etne unnötige Sorge ist vieltach die Meinung verbreitet, daß für Soldatenstrümpfe, die fetzt nicht reichlich genug gestrickt werden können, grau- mrd braunmelierte Farben dos allein geeignete Material seien, während fcknvarze und andere einfarbig,- Töne irgend welche Gefahr bei Verwundungen mit sich brächten. Der Konsum in grauen 11116 braunen Farben Hut sich dadurch so sehr gesteigert, daß die Fa- brrkanten in der Liefcrrmg mcht nachkommar können. Hierzu tritt noch der empfindliche Mangel an australischer Roh. wolle, der der Fabrikation in Wollstrickgarncn große Sdiroic ngfcitcit bereitet, so daß bald ein fühlbarer Mangel an Strickwolle überhaupt eintreten kann. Die Bedenken, die der Ver Wendung sckpvarzer und einfarbiger Wolle entgegemtchen, sind >vie man uns von maßgebender Stelle milteilt, haltlos. Die Wollwaren iverden heute alle g ist fr er gefärbt, und es empfiehlt sich darum, da bei Groß- und Klem Händlern größero Pienscu in solchen Tönen vvrharrden sind, als in grau und
braun, diese Farben zu kaufen und im Interesse unserer Truppen reichlich M verarbeiten,
Krn-s Büdingen.
A Ridda, 10. Oft. Die ärmlichen Verlustlisten führten den Reservisten C. Kratz vom Resi-Ins Regt. 168 als tot an Wie uns der Totgesagte aus dem Rr-scrvelazaretl in Nidda mit teiU, war er nur leicht verwundet, ist vollkommen genesen und hvstt demnächst wieder an die Front zu kommen.
UniveriitätS'Nacbrichte».
Z Marburg. 9, Qkt, Das Wintersemester an der hiesigen Universität nimmt am 15, Oktober seinen Anfang Die Vorlesungen beginnen am 26, Oktober und die Zmmatrcku. lationen müssen bis zum 5. November erfolgt sein. Die feierliche Einführung des ncugavähltrn Rektors, Geh, Rat Prof, Tr, Kor- schell, findet am Sonntag, den 18, Okwber, in der Aula der Universität statt.
Gictzcner Strafkammer.
8 Gießen, 9, Okt, Mangels Beweises freigesprochen wurde der Taglvhuec Rudolf G, aus Gießen, zurzeit in Strafhaft im Lande'znchthiii - Markenschloß Strafe verbüßend, von der Anklage der salsche.t An-'chuldigung und Beleidigung, T, hatte einen Bcanitcn des Meineids bezickztigt und behaupt et. derselbe habe ihm gegenüber das Vorhandcnicin einer gestohlenen Uhr und Keirc ausgeitelll und dann später unter Eid ausgesagt, er habe nur gesagt, Uhr und Kette würden vielleicht noch herbei- gesckrafft. Tie heutige Beiveisauinahme stellte umltlUW fest, das der betr, Beamte genau bas. was er unter Eid ausgesagt, auch zu dem G. gesagt Halle, Das Gerickst kam nur zu der Freisprechung, werl es nicht für enmeseii erachtete, das der vocbe« straüe, rabiate, fckuoer zn behandelnde AngeNagte wider besseres Wissen gehandelt lzabe, obwohl rin hohes Ptaß von Wahrscheinlichkeit dafür spreche.
Freigesprochen wurde der Schiveinehändler Wilhelm St. aus Friedberg von der Anklage des Vergehens gegen das Viehfeuchrngeietz, K, sollte 60 Sämieinc aus Merle in Wests, nach Mücke gebracht und dort aus- geladen haben, ohne än Besitze von Ursprungszeugnissen zu sem, auck) die Tiere niä>t der vor geschriebenen Quarantäne unterworfeti haben. Ink bentig-en Termine konnte nicht zweifelsfrei bewiesen nn-rden, daß die Sckuvcine, die K. in Mücke attsgeladen hat, dieselben tvarrn, die er mis Merle bekam, Freisprechung erfolgte deshalb mangels Beweises,
H a f tbef ehl
wurde erlassen gegen den Imitc nicht erschienenen Angeklagten Elektrotechniker Aimust G auS Argenschwang bei Kreuznach, der des Diebstahls i. R. angeklagt ist.
Einen Tag Gefängnis erhielt der vierzehn,ährigr Taglöhner Heinrich K, aus Bad-Nauheim, "Er war früher in Frredberg in einer Druckerei bedrenstcl, bat sich dort ein Rechnungssormular verschafft, dasselbe für.best Aufgeber eines Inserats ansgefüllt unter Eimlellung des Betrags von 1.80 Mk , eine Quittung darlmter gefetzt und den Betrag erhoben und für sich verwendet.
Gericht^saal.
Spionagcprozeß vor dem Reichsgericht.
Leipzig, 9, Qkt tW, B, Nichtamtlich.) Vor dem zweiten Senat des Reichsgerichts begann heute vormittag der Spionagcprozeß gegen den Handlungsreisenden und früheren Restaurateur Mois Ela er, geboren am 6 , ?lpril 1881 zu Mülhausen im Elsaß und dort wohnhaft. Gegen Claer war bereits am 13. November >913 ein Termin anhängig. Der damalige Mitangeklagte, der Kraftwagenfiihrcr Ern», wurde damals wegen Spionage zu drei Jahren Zuchtharis verurteilt. Inzwischen wurde Claer vom Landgericht Mülhausen am 8 . ?lpril 1914 ivcgen nnter- nommencr Verleitung zum Meineid zu einem Jahre ZuchtImus verurteilt, weil er versucht Tratte, den Zeugen Mors in dieser Svionagesack>c zu seinen Gmüten zu einem MrLneiü zu verleiten. Die Anklage gegen Claer geht dahin, daß er im Jahre 1910 ein deutsches Ärtilleriegeschoß in seinen Besitz nnd zur Kenntnis eines französischen Nachrickstenbureaus gebracht habe. Zu der heutigen Verhandlung erschienen vier Zeugen, darunter der vorerwähnte Mors, ein Arzt und ein militärischer Sachverständiger. Die Verhandlung findet unter Ausschluß der Oefsentlichkeil statt. Claer wurde unter Einrechnung einer ihm vom Landgericht Mülhausen im Elsaß ou'erleglen einfährigen Zuchthmisstrafe wegni Verbreckxms gegen ß l des alten Spfonagegefetzes zu 5 Jahren 6 Monaten Zuchthaus, 10 Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt.
Eingesandt.
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Ein alter Soldat, der den 70er Feldzug mitgemacht hat, der daher aus eigener Erfahrung weiß, daß dgs edle Rauch werk, als Zigarren, Tabak, Zigaretten ic., dein Soldaten im Felde manchmal mehr bedeutet als Nahrung, erlaubt üch, folgenden Vorschlag zu mache»: Die Zigarrenhändler verschassen sich von deni hiesigen Regimenlsbureau eine Anzahl Adressen unserer Braven im Felde, heschreiben damit ihre in so schöner Aulniachung vorrätigen, von der Feldpost frei belörderten ZigarrenbrieE »nd bieten sie ihrer Knndschatt an. Aul diese Weise können gar viele, die keine direkten Angehörigen im Felde haben, linieren braven Trnpven draußen eine kleine Freuds machen. Derartige anonyme Sendungen werden sich größter Belieblhelt erfreuen. 8 . 8 .
Letzte Nachrichten.
(WTB.) Grohes Hauptquartier, 10. Okt., II Uhr vorm. (Amtlich). Tie ganze Festung Autwerpeu cinschliestlich sämtlicher Forts ist in unserem Besitz.
Das Echo von Antwerpen in der deutschen Presse.
(WTB.) Berlin, 10 , Okt. (Nichtamtlich.) Die Hoffnung des deutschen Volkes ist glänzenL erfüllt worden, die Zuversicht seiner EKgner bitter enttäuscht worden Antwerpen, die stolze Feste, ist gefallen. So begrüßt die „Voss, Zeitung" die Eroberung von Antwerpen. — Das Tageblatt schreibt:
Ein Jubeliut wird durch alle^ Deutschen Lande gehen, eine' der wichtigsten Bollwerke der Welt ist in kaum 12 Tagen dem Feinde entrissen worden. Der 9, Oktober ist ein Glückstag für unset Heer nnd die Heimat geworden, Ter Sieger von Antwerpen, General v, Beseler, dürste wolü neben v Hinüenburg gestellt wer den. Auch er ist ein eiserner Charakter und ein genialer Kopf, Hlnter den belgischen Verteidigern Antwerpens stand England, man kann wohl sagen, mit erhobener Hetzpeitsche, Wo sich der Gedanke in belgische Herzen legte, dem zwecklosen Zer stören und Blutvergießen durch die Kapitulatton vvrzubeugen, du sprach Britama ein Veto, Gehorchen mußten alle, cmch der König In der „Deuffchen Tageszeitung" liest man:
Der Fall von Antwerpen ist ein Schlag, der nicht nr Belgien niederwirst, sondern der auch England auf das emv ! findlichste treffen muß. Antwerpen war der Brückenkopf des I englischen Angriffes gegen Misere Flanke oder unseren Rücken, ! In Antwerpen fühlte sich der verbündete Belgier unter dem Schutz'
der englischen Hilfe, Dies hat sich jedoch als völlig wertlos er-> wiesen. Sie vermochte das Schicksal Antwerpens nicht einmal anszubalten, geschweige beim abzuwenden. So ist England auch direkt zu unserer besondereir Genugtuung in diese Niederlage verwickelt, In den fernsten Landen wird der Nimbus Großbritanniens einen Stoß erhalten bei der Kunde, daß es nicht inistande war, deni belgischen Hamburg loirksom Hilfe zu leisten.
Die „R u n d s ch a u" hebt hervor, daß der Fall von Antwerpen unseren Sieg in Frankreich beschleimigcn werde, da er die Helagcrungsarntee für den Kampf in Frankreich frei mache.
Die „Kr e UAzeitu ng" unterstreicht, daß mit Ant- iverpens Fall auch die Politik zusammengebrochen sei, die England seit Jahrzehnten mit Belgien und der Befeftig-mlg von Antlverpen verfolgt habe.
Englische Blätter über die letzten Stunden Antwerpens,
WTB.f London, 10, Okt, Nichtamtlich) Tn- belgischen Korreivondenlen der „Times" und des „Tailn TelegrapK' melde», 0 aß die Deutschen die Schelde überichritten babett. Starke Kräfte bewerkstelligten bei Schoonarde, schwächere bei TeramMde und Wetteren den Ueberqang, Die belgischen Kräfte waren zu schwach, den U ebergang der Deutschen zu verhindern obwohl Maschinengeweltre den Brückenbauern <m>wir Verluste bcibrachlcn Ein heftiges Gefecht mtspaim sich nachmittags, als die Belgier Vcrstärklingen erhalten hattet!, Allein'starke deutsche Jusanlerie faßte Fuß ans dem andern Ufer, Dann brachten die Deutschen Artillerse nach Tic zwei ersten Geschütze wurden von belgisäran Granaten getroffen, aber eine Batterie erzwang den UebergMig. Dan» mußten die Belgier weichen.
WTB? Berlin, 10. Okt, kNicktamtlnh3 lieber die letzten Kämvse in Annoerpen nnrd Löahres imd Falsches durcheinander gemischt. Am 8 , Oktober mittags wurden die letzten Elilwoh- ner von der Polizei aus getrieben. Die Belgier hatten alle Brücken über die Nelhe nnd die Rn ppel in die Luft geiv-rengl. Als die Deutschen am Dienstag Lier -md Puers angrisien, komuen die Belgier jedoch nicht verhindern, daß dentsckteP i o n i er e über die Reihe s ch w a in in e n, so daß der Brückenbau »cm beiden Seiten rasch in Angriff genommen iverden konnte. Ein Korrespondent in Rotteckxint erzählt, daß ein ganzer- Waggon mit Waisen ankani. kleine Milder, die meist noch nicht .5 Jahre alt waren und die sick' ängstlich und scheu diirck, die Straßen drängten. Die Züge aus Antwerpen konnten ilicht alle Leute sasseit, deshalb kamen viele zn Fuß über die Eirenze, teils in Wagen, welche, da es ail Pferden mangelt, vielfach von Frauen gezogen w-tlrdcn. Die Raubtiere in dem Zovlogisckieu Garten in Anttoerpen waren erschossen loordcn.
Der Schutz dcr Kunstlvrrkc Antwerpens.
(WTB.) Brüssel. 10. Okt. (Nichtamtlich.) Einen Tag nach Beginn der Beschießung ?lntwerpcns machte die belgische Regierung von einem deutschen Anerbieten Gebrauch uitd ließ bei der deutschen Zivilverwaltung in Brüssel durch amerika-- nische Vermittlung ein Verzeichnis der Baudenkmäler sowie der Krankenhäuser und Lazarette nebst Plänen dcr Stadt überreichen. Die Zivilverwaltung vcran- laßtc die sofortige Weitergabe dieser Unterlagen an die dculsche Belageruiigsartilleric, die bei der Beschießung daraus Rücksicht nahm.
Der Grund des russischen Pornwrschs auf Lyck.
(WTB.) Berlin, 10. Okt. (Nichtamtlich.) Die Russische Armee ist, wie die „Neue Polittichc Korrespondenz" erfährt, dem Entscheidungskampf mit der Hindenburgschen Armee ausgewichen und bot sich binter die Weichsel zurückgezogen. Dieser Rückzug ist strategisch deswegen von so entscheidender Tragweite, weil er die österreichischen Truppen von der lim- Ncrmmerung durch die stkussen endgültig befreit mid die Stoßkraft unser dortigen beiderseitigen Armeen tvejcntlich erhöht. Dieser Situation gegenüber schienen die von Lomsha aus L h ck marschierenden russlschenKolonnen eine den Rückzug derRnfscn deckende Kolonne des rechten russischen Flügels zu sein.
Die Franzosen wissen nichts Neues.
Paris, 9. Okt. (WTB. Mchtamtlich.) Das amllichck C o m m u n i q u e, das um 3 Uhr nachmittags erschien, meldet: Die allgemeine Lage ist unverändert. Auf nnscrm linken Flügel operieren beide Kavallerien noch immer nördlich von Lille und La Basses. Die Dck,lacht zieht sich hier ans eines Linie, die von Lens, Arras, Bray-sur-S-vmme, Ehmilncs, Royc uird Lassigily begretizl ist. Vom Zentrum bei der Oise und der Mense iverden mir einzelne Operationen geineldet. Auf dem rechten Flügel bei Woevre fand ein Artibteriekampf aus der ganzen Sck,lachtsront statt. Die Lage in Lothringen, den Vogesen und in, Elsaß ist unverändert.
Die zweideutige Haltung Portugals.
(WTB) Wien, 9. Okt. (Nichtamtlich.) Auf diplomatische Ansragen über die vortugiesisch-englifchen Verhandlungen erklärte/ wie die „Reichspost" von diplomatischer Seite erfährt, die Lissa- boner Regierung, daß sie nicht daran denke, die Neutralität Portugals aufzugeben und daß England sie nickst ersucht habe, von ihrer Neutralität abzugehen. Die portugiesisckra Regierung hat einen Kredit von 8 Millionen zn Rüstungs- zwecken gesordert.
Unsere tapferen Bimdesgenossen.
(WTB.) Wien, 9. Okt (Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lmitbart: 9. Oktober, mittags. Unser Vorrücken zwang die Russen, in ihren vergeblichen Anstrengungen gegen P r z e ni y s l, die in der Nacht ans den 8 . Oktober ihren Höhepunkt erreichten und die den Stürmenden imgeheuoc Opfer kosteten, nachzulassen. Gestern vormittag wurde das Artillerieseuer gegen die Festung schwächer und der Angreifer begann Teile seiner Kräfte zurück;»nehmen. Bei Landshut stellte sich unfern vordringenden Kolonneil ein starker Feind zum Kampf, der noch andauert. Slus Roszwadow ist der Gegner bereits vertrieben. Auch in den Karpathen steht es gut. Der Rückzug des Feindes aus dem Aiarmaroier Kvmitat artet in Flucht aus. Bei Boeskc wurde eine starke Kosakenabteilung zersprengt. In diesen Kämpfen zeichnete sich auch das Nkrainffche FreiwUligenkorvs aus. Das eigene Borrücken über den Beckid und über den Verecke-Paß ist im Borschreiten gegen Slawsko und Tucholka. Ter am Uzsoker-Paß geworfene Feind wird über Turka weiter gedrängt.
Der stellvertretende Chef des Generalskobes: v. Höfer, Generalmajor.
Kämpfe im Urmiagrbiet.
lWTB.) Konstantinopel, 9. Okt. (Nichtamtlich.) Wie das latt „Tasvir-i-Elkiar" erfährt, griff der persisch.- Kurdcnchet Kurt ak Daniro an der Spitze von Freiwilligen die russischen kkupationstruppen in Mavata)?. ,m Urmia-Gc- i e t an. Zwei Offiziere und zahlreiche ruffische Soldaten wurden -rötet, der Rest entfloh. Die Kurden kamen auf der Verfolgung r Ruffen bis auf zwei Stimden an die Stadt Urmia heran. Die ussen enffandten Verstärkungen mit Artillerie, zogen sich aber irück, ohne irgend etwas zu unternehmen, als sie iahen, dag die urden die die Gegend beherrschenden Punkte bcietzt h,el cn. Ter -rüchtigte Kurdensührer Said Ta ha . der Urheber von Unruhen , der türkisch-persischen Grenze, hat sich dem türkischen Komulat : TSbri s mtterworfcn.
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag den 11. Cft. 1914t
Allmähliche Abnahme der Bewölkung, meist trocken, kühl, nordost-
li che Winde. '
Verantwortlich für „Feuilleton", ..Gerichtssaal" u. „jB.crmi|ä)iia": I. Ä-: Augn«


