Einzelbild herunterladen

Bordeaux, 9.D!t. (WTB, Nichtamtlich.) Nach hier ein getroffenen Meldungen hat sich der große Kampf zwischen den Verbündeten und den Deulsck>cn im N o r d w c st c n n o d) ausgedehnt. Das Vorrücken der Verbündeten über A r - r a S war der Gegenzug gegen das Borrücken der Deutschen auf der Linie Armcntieres Tourcoing. Gestern haben heftige .Kleinkampfe zwischen den deutschen und den französischen Vorposten stattgesunden. Neue deutsche Truppenabteilungen sind hcrangerückt; das läßt darauf schließen, daß die Deutschen ihre Heere in Nordfrank­reich in möglichst großem Umfange verstärken.

Die Kriegsschatzung von Longwy.

Luxemburg, 9.Okt. Die Stadt Longwy wurde mit einer Million Francs Kriegskontriburion belegt, die ihr die Internationale Bank in Luxemburg vorstrecktc.

Ter Keim der Niederlage für die Gegner.

Kristiania, 9. Okt. (WTB. Nichtcmitlich.) Der Mili­tärische Mitarbeiter desDag bl ad" schreibt über die Lage im O st e n : Der Umstand, daß, die Deutschen und Oesterreicher bedeutend mehr Bahnen als die Rus­sen im Rücken zur Verfügung haben, um die Truppen von einem Ort zum anderen zu bringen, trägt den Keim den Niederlage für die Russen in sich. > '

Kristiania, 8. Olt (WTB. Nichtamtlich) An einer Betrachtung der Lage ans dem westlichen Kriegs­schauplatz führt der rnilitärische Mitarbeiter des Blat­tesAftenposten", ein Generalstabsoffizier, aus: Wenn Antwerpen fällt, werden nicht allein 200 00(1 Deutsche für Rordfrankreich frei, sondern auch bedeutende Massen schwerster Artillerie, was alles zusammen die Entschei­dung bringen mutz. Der Umstand, daß, die Verbündeten auch Verstärkungen von Indien erhalten haben, ist nicht be­sonders schwerwiegend, weil ihre Zahl noch nickst groß sein kann. Falls es richtig ist, daß düse Hindus sinh, ist es zweifelhaft, ob sie gleichwertig mit den deutschm Soldaten sind. Daß Joffres Armee aus Franzosen, Engländern,Negern undHindus zusammengesetzt ist, ist ein Schwächemoment gegenüber der deutschen, auf gleichartiger Kraft aufgebauten Armee. Falls man sa­gen darf, daß die Wagschale des Sieges sich nach cinciß Seite eiuge, so ist es die deutsche Seite.

Die Senegal-Neger.

R o m, 9. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) DieTribun a" gibt den Bericht eines kürzlich aus Bordeaux zurückgekehrten italienischen Abgeordneten wieder, der der äußersten Linken angehört. Nachdem er zuerst den französischen und in- bischen Truppen großes Lob gespendet hat, erklärt er: Nicht weniger bewundernswert sind die schwarzen Sol­daten vom Senegal. Sie stellen den Terror dar. Schon sahen sich die Befehlshaber der englischen und französischen Truppen gezwungen, von ihnen diskreten Gebrauch zu machen, denn diese Neger vom Senegal sind wild und schonen den Feind um keinen Preis."

Der Abschau, den wir über die Kampfesweise der Feinde empfinden niüssen, wird mit Verachtung gepaart, wenn wir folgendes Zeugnis derTimes" über die schwiarzen Helfer lesen:

London, 9.Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Kriegs­korrespondent derTimes" schreibt: Die Art des Kampfes in Nordsrankreich wird besonders stark von den afrikanischen Truppen der Franzosen empfunden, die wie alle Ein­geborenen sehr schwer die Furchtbarkeit des europäischen Krieges begreifen lernen. Die Verluste dieser Truppen waren zu Anfang des Krieges sehr groß. Ein Offizier des marokkanischen Tirailleur- Regiments sagte, daß in dem ersten Gefecht die Hülste der Leute siel. Der Offizier drückte seine größte Bewunde­rung für die militärischen Eigenschaften der Deutschen aus. Der Durchschnitt des deutschen Gewehr- feuers stehe auf gleicher Höhe wie der der Verbündeten. Es seien im Verhältnis vcrinutlich mehr französische Offiziere gefallen als deutsche und es sei allgemeines Gespräch, daß die Verluste der franzöfffchen Offiziere in den letzten zwei Mo­naten zehnmalgröber seien als vorher bei den Kämpfen in Marokko.

Wieder ein kritischer Tag in Italien.

Rom, 8. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Seit einigen Tagen .haben sich in den Zeitungen Polemiken entspannen über Berwäl- tungssiagcn des Kriegsministerinms. Abends überreichte, laut der ,Agenzia Stesam", dr Kriegsministcr G r a n d i dem Minister­präsidenten sein Entlassungsgesuch.

Die demokratisch-liberale L inke nahm eine Tages­ordnung an, in welcher unter der Anerkennung, daß die wachsame (bewaffnete Neiüralität den politischen Forderungen des Augenblicks entlvreche, der Regierung, welche mit sicherem Blick für die Be­dürfnisse des Landes mit allen Mitteln die höchsten nattonalcn Interessen zu wahren wisse, das Vertrauen ausgedrückt wird.

Minen im adriatischcn Meer.

R van, 9. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Das Mlarine- ininisterrum hat infolge der Auffindung einiger weiterer Minen im offenen Adriatischen Meere Anweisungen für die zeitweilige Einstellung einiger von der Regierung sub- lventionierten Linien im Adriabischen Meere gegeben. Gleich­zeitig ist der U e b e r wa chun gs d i e n st in den Gewässern des Adriattsüien Meeres verschärft worden, um in den möglichen Grenzen die freie Schiffahrt zu crleickstern.

Die Wahrheit in New York.

Airs New Dork schreibt ein Gietzener Kind kn einem Briefe vom 22. September, bänglich der Stel­lung der dortigen öffentlichen Meinung zum großen Kriege, daß mit dem Eintreffen des deutschen Gesandten in Waslsington alles besser geworden ist. Die deutschen Zeitungen und die deutsche Post sind wieder durchgedrungen: ebenso treffen jetzt die Funken- spruch-Telegrannne über Sahville täglich ein. Mit rühren­der Treue lullten Deutschen, auch ihre Kinder, am Vaterlande fest: mit Airgst und Sorge Inerden die den Zeitungen beiliegenden deutschen Verlustlisten durchsucht. Allein in New 'Jjorf sind bisher 100000 Dollars für die deutsche Sache gesammelt worden.Es ist leider das Ein­zige, was mail hier tun kann", so schließt der Brief;Gott behüte unser liebes Vaterland!".

Ein Denkzettel für zwei Verleumder Deutschlands.

München, 9.Okt. Der Maler Hodler in Genf und Professor S a r t o r i o in Rom haben von der Münchener Sezession folgenden Brief erhalten.:

Wir erblicken im Wottlaut Ihres Protestes gegen die er­logenen Greueltaten deutscher Truppen nicht nur eine törichte Leichtglärchigkcit, sondern auch den Ausdruck einer gehässigen Ge­sinnung gegen unser deutsches Volk und haben Sie deshalb aus nnserrn Verein ausgeschlossen.

* * *

Eine zusammenfasfende Beurteilung der Lage im Südosten.

Wien, 9. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Ein militärischer Mitarbeiter desNeuen Wiener Tagjblqttes" schreibt über die jüngste» excjgnjfle:

Immer neue Terlerlolge zeittgt das gesckstvssenc Bor-

gehen der verbündeten deutschen und üslrrreichisch-ungarischeu Armeen an beiden Ufern der Weichsel im Raume von Jwangorod, das kaum 100 Kilometer südöstlich von War- i ch a u liegt, bis nach D v mn o w am Sau-Fluß; 40 Klm. westlich P r z e ni n s l. Sieg auf Sieg über die feindlichen Naächuteu wird erfochten. Au und sür sich sind es zwar örtlich begrenzte Eiuzelereignisse in der 250 Kilometer breiten nordsüdlichen Ope­rationslinie, im Hinblick auf das ungeheure gemeinsame End­ziel aber bock, schon die ineinandergreisenden Glieder einer un­zerreißbaren Kette, die mit ehernem Druck langsam aber sicher immer mcrklickjee die russische Uebermacht an Hals und Brust zu würgen beginnt. Es zeigt sich nunmehr zur Evidenz, das die Kouzrntrierimg unserer Armeen nach Westen keine taktisch Niederlage ist, sondern eine vielmehr überlegne slrategisck.e Maßnahme bildete, diktiert von dem höheren Zwecke, innen lückenlosen Anschluß an die deutsche Armee nördlich Krakau zu sichern. Das wurde mit saldier Promptheit erreicht, daß den nun mit vereinten Kräften sich stellenden gegnerischen Truppen eine Spitze nach der anderen abgcbrock»en wird. Die Erstürmung des rusiisckgm Brücken tnopses Sandamierz und die Zurückwerfung einer feindlichen In­fanteriedivision bei Tarnobrzeg im Weichsel- und Saüwinkel tragen bereits die ermatteten Früchte. Die geschlagenen Gegner konnten sich bei der energischen Verfolgung über das Hindernis der beiden tiefen und breiten Flüsse nicht rasch genug zurückzichen und fielen samt ihrem Train abtellungsweise als Kriegs­gefangene unsexxn auf dem rechten Weichsttuser vordringcnden Truppen in die Hände. Unsere weiter südlich im Raume von Neu-Sandec, längs der Eisenbahn und der Chaussee gegen R z e s z o w vorgegangene Armee warf am 7. Oktober jene Heeres­teile des Gegners, die versuchten, die Festung Przemysl von Westen einzuschließen, bei dem Dorfe Barycz, l5 Kilometer süd­lich der Stadt Rzeszow, wodurch dieser so wüchsige Bahnknoten­punkt wieder endgültig in unseren Besitz genommen werden konnte. Trotz des wiederholten vergeblichen, mit furchtbaren Ver­lusten bezahlten Anrennens gegen die Forts von Przemysl in den ersten Tageit des Oktober rannten sich die Russen am 6. und 7. Oktober an den Bollwerken ernent die Köpse ein. Nicht so sehr die Tausende von Taten und Verwundeten, die der Gegner dort liegen ließ, werden ihn von einer Wiederholung des vergeblichen Beginnens abhalten, ivohl aber dürfte das be­denkliche Nahen unserer siegreichen Truppen im Westen der Festung schon in den nächsten Tagen jedem weiteren Be­lagerungsversuch möglicherweise ein endgültiges Ende bereiten.

Während also auf dem polnisch-galiziichen Kriegsschauplatz die seit Anfang Oktober einsetzarden deusichen und österreichisch- ungarischen Erfolge die Gcsamtlage in der Weise zu unsere» Gunsten verändert haben, daß cs selbst für die Berichterstattung des Dreiverbandes inrmer sckMieriger wird, die Tatsachen in das Gegenteil umzulügen, sind es auch im Süden unsere Truppen, die dott aus allen Linien das Gesetz des Handelns recht eindeutig vorschreiben. Mit der entscheidenden Nicherlage von vier serbisch- montenegrinischen Brigaden zwischen dem 3. und 7. Oktober dürste der Hauvckäche nach für unsere Reichslande des gesantten (Kuerllla- ktteges Glück und Ende verzeichnet sein.

Die russischen Verluste bei Lemberg.

B e r l i ii, 9. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) DieB. Z. am Mittag" meldet aus Wien: In der amtlichen Ausgabe der Petersburger Telegraphen-Agentur werden die großen Verluste der Russen in der Lemberger Schlacht zugegeben. Es gab dabei so große Massen von russischen Ver­wundeten, daß alle öffentlichen Gebäude zu ihrer Aufnahmü nicht genügten. Sehr viele Kanonen blieben, wie es weiter in dem Bericht heißt, in den Sümpfen stecken und sieben so in österreichische Hände.

Pogrome gegen die Inden-

Berlin, 9. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) DieB. Z. am Mittag" meldet aus Kopenhagen: Nach zuverlässigen persönlichen Mitteilungen sind in Bessarabien und Russisch-Polen blusige Pogrome gegen die Inden ausgebrochen.

Schlachtenbilder an» dem Oste«.

Nach derNordd. Allgemi. Ztg." gibt der Vertreter des Nienwe Rotterdamsche Courant', der ans Einladung des Großen Generalstabes an der Besichtigung der ostpreußischen Schlachtfelder tetlgenommen hat, seinem Blatte folgenden Bericht:

Nack, fünftägiger Autofahrt durch das unter den russischen Greueln oft zwecklos geschädigte Ostpreußen sind wir in Kö­nigsberg angelangt. In dem südlichen Ostpreußen ist die Be­völkerung wieder beruhigt. Sie kehrt in ihre Wohnungen heim, sofern sie noch bestehen, Städte von Bedeutung, wie O r t e l s - bürg, sind zu 70 Prozent niedergebrannt. Entsetzlich« Schandtaten sind von den Russen ohne Grund verübt worden. Wir haben überall Zeugen verhütt. Kosaken, und nicht nur sie allein, waren die Geißel des Landes. Neue russische Streitkräste werden auf der ganzen Linie von den deutschen Truppen gehalten. Soweit wir sahen, wird der Kampf aus russischem Gebiet geführt. Gestern waren wir südöstlich W i r b a l l e n, wo ein schweres A r - titlericduell stattsand. Die Russen schossen msi schweren Geschützen, die sie aus K o w n o angeführt hatten, konnten aber die glänzend versteckte deutsche Stellung nicht ausfindcn, deshalb waren deutscherseits fast keine Verluste zu verzeichnen. Ein russischer Sturmangriss in dieser Gegend wurde mit entsetzlichen Verlusten zurückgewiesen. Leichen junger russischer Sol­daten lagen haufenweise auf dem Schlachtfelde in der Feuerlini« und können nicht weggeholt werden. Auf 200 Meier erhielten an­stürmende Russen deutsches Maschinengewehrfcner: sie wurden

niedergemäht. Als wir auf das Schlachtfeld kamen, ivar nichts von Freund und Feind zu sehen. Rur hörte man die Granaten heulen, sah, wie schwarze Geister Erde und Rauch anffpritzcn, wo sie einschlugen, Rauchlvölkchen von Schrapnells, anflohendc Heu­schober, Gehöfte und Dörfer, daneben ganz ittedlüh eine sonnen- beschicnene Landschaft und einige sichtbare deutsche Soldaten, die ganz ruhig in den Niederungen des Terrains hielten und Trink- wasser heranschleppten. Mitunter sprengte ein Adjutant über die Felder heran. Unsere Gruppe war allein sichtbar für die Ruffon, weshalb sie uns schließlich mit eiisigen schweren Granaten be­ehrten die eben nahe genug heran kamcir, um ims später im frieb» sichen Hotel die Feuertaufe begiehen zu lassen.

An» Stadt nnd Land.

Gießen, 10. Oktober 1914.

Gegen die Arbeitslosigkeit.

Wie uns soeben aus Darnrstadt gemeldet wird, hat «in« Anzahl von Mitgliedern aller Parteien der Zweiten Kammer zur Steuerung der .Ar bertslos i g kerr rn Hessen den Antrag eingebrackit, l. alle im Voranschlag für 1914 vorge­sehenen Arbeiten, ivie Neubauten nsw., soweit sie noch nicht ausgesührt sind, tunlichst in den Wintermonaten zur Ansftihrung Au bringen und die einleitenden Schritte boldigir zu veranlaffen, 2. zu veranlassen, daß die Herstellungen rn der Dermögtznsrechnung, soweit die Regierung Barauj eine Einwirkung hat, ebenfalls bald rrnd tunlichst rm Winter, besonders die Arbeiten rmter dem KapitelStaa ts eisen- bahnen", in Angriff genommen werden.

Aber auch darüber hinaus müsse Arbeitsge­legenheit beschafft und dafür gesorgt werden, daß nur in Heffen wohnende Arbettslose herangezogen werden. Es werden daher sogen. Notstandsarberkcn nicht zu umgehen sesir, und da dem Staat zurzeit ans den beiden Restsonds gegen 12 Millionen Mark zur Verfügung stehen, die in Zeiten der

Nor zunr Wohl der Gesanitheit herangezogen werden sotzg,

bitten die Antragsteller, die für Notstandsarbviten esiordrrwr Kredite zu bewilligen. Ae Vorbereitungen beschleunigt werden, datz die Ausführung der Arbeit den nächsten Woch'n nrcksi aufgehaltcu würde.

*

**Kammerpräsident Graf v. Schlihff $ t

Emil Friedrich v.Schlitz gen. v. Görtz, Präsident j Ersten Hessischen Kammer, Kommendator der Hessische, y nossenschaft des Johanniterordens, ist gestern abend nach si zem Krankenlager im Diakonissenhause in Frankfurt a. M j 64. Lebensjahr verstorben.

** Die Nationalstif 1 ung sür die Hinte bliebenen der im Kriege Gefallenen veröffe, sich folgentden Aufruf :

Ein gewaltiger Krieg ist über Deutschland Ijetei gebrochen. Millionen deutscher Männer bieten ihre Hx. dem Feinde dar. Biele von il-nen lverden nicht zurückklm Unsere Pflicht ist es, für die Hinterbliebenen der Taptzr zu sorgen. Des Reiches Aufgabe ist, hier zu helfen, di< Hilfe nlutz aber ergänzt werden. Deutsche Männe Deutsche Frauen gebt! Gebt schnell! Aüch j kleinste Gabe ist willkommen! Es werden auch Staco Papiere und Obligasionen entgegengcnommen. Die y schäftsräume befinden sich Berlin N.W. 40, Alsenstr. Das Ehrenpräsidium: Dr. von Bethmamn Hollweg, 9 ttü kanzler. Dr. Delbrück, Stuatsminister, Staatssekretär t Innern, Vizepräsident des StaatsministerinmS. Das Präsidium: von Loebell, Staatsminister und MiM des Innern. Graf v. Lerchenfeld-Köfering, Königl. K< rischer Gesandter, von Kessel, Generaloberst, Oberbefeh Haber der Marken. Freiherr von Spitzemberg, Kabinet rat Jlpcr Majestät der Kaiserin. Selberg, Ksimmerz,, rat. Schneider, Geheimer Oberregiernngsrat, vottrageiü Rat im Ministerium des Innern als Staatskonninss, Herrmann, Kommerzienrat, Direktor der Deutschen Ba .Schatzmeister.

Das weiterhin mittmterzeickMete Komitee weist I Namen der firhrenden Persönlickiikciten der deutschen Fmcr des -Handels, der Politik und der Presse ans, darunter d jenigen des Hessischen Gesandten in Berlin, Frhrn. v Biegeleben, und des Großh. Heffischen Staatsnmnst, Dr. von Ewald.

** Der ungediente Landsturm Demnächst wird

Musterung Und Aushebung eines Dells des ungedient Landsturms, der mit der Waffe ausgebildet werden soll, folgen. Dem Vernehmen nach sollen zehn Klassen des ungedim Landsturms, Leute bis zum 30. Lebensjahre einschließlich, mustett nnd ausgehoben werden. Bisher hatte sich der ungedic Landsturm bis zum 39. Lebensjahre vor einigen Wochen let sich zur Land sturmrolle angemeldei.

** Ritter des Eisernen Kreuzes. Willy Bo v e r e t aus Diez, Lenin, d. R. beim Jnf.-Regt 80. Leu d. R. Ri t te r s h a u sen aus Diez, im Feld-Art.-Regt. Forstassessar Oberlt. Rüder aus Dillenburg, Feldjch beim Stab der 5. Armee. Lenin, d. R. nnd Kompayniefüh im Jäger-Bat. Nr.8 Forstassessor Fritz Bender von Mi täbaur. Unteroffizier Will Christ von Untertiederb beim Jnf.-Regt. 87. Reservist Karl Krieger ans Wetz im 14. bayr. Res.-Jnf.-Rgt. Kanonier Fritz Scheid aus N> born beim Res.-Feld-Art.-Regt. 25. KarlSekiqmanne Nauborn beim Res-Jnf.-Rsgt. 68. Lenin, im Jnf.-Regt. Fritz Kall ab aus Offenbach. Lenin, d. R. im 17. ba Jns.-Regt. Karl Mann aus Ofsenbach. Unteroffizier br 9. Fußart.-Regt. Ernst Pölitz aus Sinn. Lehrer Sand aus Fischbach. Wecker, Recsimentsadjutant im Jnf.-Rc Nr. 168. Hans Thon, Rittmeister im 23. Drag.-Regt., F oer des Res -Drag.--Regts. Nr. 4 Oberst, und Batteriefüh Grodhaus im 11. Bayr. Fvld-Art.-Regt. .Hans Eh Hardt, Oberst und Regimentskomm, (früher Regt. ll Erwin Ehrhardt, Ma,or und Bat.-Konrm. (früher R< Nr. 118). Ernst Ehrhardt, Hanptmann und Kompagi Chef (ffüher Regt. 117). Lehrer Msons Bernhards Res.-Regt. 83 aus Wallau. Georg Geck ans Obermörl Leutn. Kutsch beim Jnf.-Regt. 168. Hiermann Hölzk Oberlehrer in Barmen, Lenin, ix R. im Landw.-Jnf.-Rc Nr. 118, aus Mainz. Otto Schäfer, Lenin, d. R. im Ii Regt. 116. Julius Molker, Bürgermeister in Wöllstc Rittm. d. Landl». Hausmann, Oberamtsrichter in Ob Ingelheim, Hauptm. d. Landw. Ed. Brücker, Ofsizi diensttuer, Meder-Jngelheim. Ludwig Dietz aus Lmtt bach, Vizefeldwebel d. R im Jnf -Regt. 136. Johannes G aus Nreder-Krainsbach, Mzeseldwebel im Jnf.-Regt. 1 Ludwig W a l l b o t t aus Leihgestern, Dizeseldwebel im Fi Regt, l 15. Ingenieur Wilhelm S t o y, Offizierstellvertre und Kompagniasührer in Darmstadt. Hauptm. Schmi vom Jnf.-Regt. 118. Philipp Störtzel, Feldwebel i Jnf.-Regts. 115, aus Hetschbach i O. KMegsintendantur Stiefel bei der 22. Dir. (früher Gerichtsassessor in Aed köpf). Feldwebel Kühn aus Wetterfekd. Karl Mautzn« ViMeieldwebel im Jnf.-Regt. 88, in Hanau. KunsttnalerW Bick, Lenin, d. R. iim Jnf.-Regt. 171, in Hanau, stabsa Dr. Zahn im Jnf.-Regt. 118. Unteroffizier Jakob Zi me r in Mainz. Oberlt. d. R im Jnf.-Regt. 70 Erich H ao ans Wiesbaden. Referendar Rudolf Hagen, Lenin, d. im Jäger-Regkk. zu Pferd, in Wiesbaden. Hanptmann K Hergt, Führer der Maschinengttvehrkompagnie des Ii Regt. 75. Vizeseldwebel d. R Münch vom Regt. 80 c Wiesbaden. Landwehrmann Franz Albert ans Unt liederbach. Forstassessor Fritz Bender aus Mvntada Sergeant Karl Baum von Wörsdorf. Oberlt. d. Lani Steindorff aus Höchst a. M Leutn. d. R. LlluginftHe Lehrer in Steinau i. O.

** Soldatenbegräbnis. Die. Beerdigung > für das Vaterlmtd gefallenen Gefreiten Semmy Rothe der ge r hatte gestern nachmittag eine große Trauer ineinde auf dem Friedhof am Rodberg versammelt. - Verein der 116er hatte eine starke Abordnung mit der entsandt. Auch einzelne Verwundete ans unseren Lazaret waren gekommen, um deni geschiedenen Kameraden die le Ehre zu erweisen. Rabbiner Dr. Sander hielt die ( dächtmsvede, in der er u. a. ausführte, wie Moses ei die Gebeine Josephs aus Aegypten mit fortnahm in i Land der Väter, weil dieser es so gewünscht hatte, so m hier der Bruder cs unternommen, die Leiche des Entschla nen aus Feindesland in die Heimat zu holen, \ sie in der heimatlichen Erde zu betten. Kameraden Kaiser-Wilhelm-Regiments trugen darauf den Sarg f Gruft. Namens des Vereins der 116er nahm Herr Str be r das Wort zu dem Versprechen, das Andenken des To werde über das Grab hinaus in Elpen gehalten werd Der Redner legte einen Kranz am Grabe nieder. Eine . teilung des Kaiser-Wilhelm-Regiments gab drei Chtt salven über das Grob ab. Aus unserm Jasiedhof find v