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M -Inf-Regt. 118 otocftuS aus Gustav sbnrg. Oberst- tül und Kvinmondonr des Lcmdw -Ins -Regls 80 (früher ^ -Regt. 118) v Gugel Oftlt. d. L und Kompaguie» 5® im Res -Inf-Regt 87 Dr 35. Vilmar, Direktor Sji irthegymnasiums in Frankfurt. £blt. d R. Gustav e 1 a tt b t im 87. Inf -Regt Leutnant und Adjutcntt Her cD Natzmer vom Füsilier-Regt 80. Leutn. und 3sat- >jp9j im Leibgarde-Jnf.-Regt. 115 Baron v. d. Reck< Ge­il 1 ktuar Karl Feiling beim Amtsgericht in Weilkburg. tt» rann C laßen vom Jnf.-Regt. 118 (Worms,. Äutn. W Mertens vom Fehhart.-Regt 27. Oberstabsarzt dH 'Milicr-Regt. 80 Ze m ke aus Wiesbaden, jetzt Ti sürn arzt beim Stab der Grohh. Hess. 25. Jn'anteriedrvi >mi iajvrLotz, Major Steh b erg er, Major v Gocs- l jdauptmann Staubesand, Hanptmann Trapp, iv» nann Teute, Leutnant Külp, Leutnant Rupp,

,uti nt Nehry, Lfsizierssiellvertr. Otto Kreitzer, itu ffizier der Reserve Jakob Ziemer, Eins ihriger- ,'ifc) ffi*ier Franzmann von Alzey, sänutich im um gt 118. Feldwebel Sch ew e, Vizefekdwebei Re sch n» l m b «s ch e i d, Wehrmann T e i s o w s k i vom Res.- nffiegt 118. Oberleutn. d R und Batteriefichrcr von

0 > e n im Hess. Res.-Feldart -Regt. 25 Hauptmann So l- p mn Friedbevger Bat 168. Hanptmann Moritz aus -H ' Leutnant NadrowSki, Unterof'izierschule Äekt- v m }t Adjutant beiin Brig.-Ersatz-Bat. 26. Major Ma n eN us Weilburg. Oberlt. d. R. Kompagnieführer Z ö l l - fc- on Braunsels rm 68. :stes-Landen.-Jnf.-Regt. Frhr. phzNarschall von Bieberstein von Hatmstätten, aui nann im Landw-Regt 80. Architekt Paul Baltzer

iez im Res-Regt. 80 Regierungsbaumeister Erbe rhnstätten, Leutnant bei der Marine-Jns. Gefr. Otto b i tz aus Wetzlar im Ins.-Regt. 88. Unterosf. Frieda.

1 j aus Hohensolms im Res.-Jns -Regt 81. Sergeant ,I Eidenmüller beim Ins.-Regt 161 aus Kärch-

r» »ach. Kraftwagensührer und Unterosf. Karl Jüngst i8 rrborn. Gras von Soden, Kommandeur des akt. iK »ataillons in Marburg Prof. Bahlke, Ingenieur njctt aus Tarmstadl. Tiv.-Jntendant der 21. Division »de r. Hauptmann d R. Richard Westernacher, »»eanieführer im Res.-Jns.-Regt 118, aus Lindheim, ttiffijiet b. R. beim Jnf -Regt 118 Jak. Weidmann -D t^jau. zurzeit Lehrer in Viernheim

Elektrische Beleuchtung aus dem Lande. !a> endet uns folgenden beachtenswerten Hinweis: In

cp iegSzeit ist die Beschaffung von Petroleum schwierig tli iwu unter Umstände» ganz unterbunden werden. Koblen |cs: Erzeugung elektrischer Energie sind jedoch genügend orniden; e« ist deshalb vorteilhaft, elektrische? Licht zu r« n, welches nicht nur bequemer und schöner, sondern eij: sicher Kerzenstärke auch wesentlich billiger als Petroleum- -V t Hierzu kommt noch, daß für Petroleum da? deutsche eii nS Ausland wandert, da Petroleum bekanntlich vom uv rde bezogen werden mnß. Es liegt dader besonders I ger Zeit auch im volkswirtschaftlichen Interesse, da? M> r> Deutschland zu behalten und für deutsche Erzeugnisse tffi gm, umsomehr, als für gleiche Ausgabe» erhebliche o:o i« geboten werden. Es kann daher nur angeratcn >: Brennt auf dem Lande, wo sich Gelegenheit bietet, fl! che« Licht I

Privatpaket« an Angehörige des Fuß- > R e g t s. 3 sind, w-ie man uns bittet mitzuteilen, zur Hi rbeförderung zu senden an: Kassenverwalmng des Fuß- !t! »rie-Regiments 3 in Mainz, Generalfeldzeugmeister- >ft re

Ferngläserfkrdie48. Reservedivision. Man v! rns um Aufnahme folgender Notiz: Die 48 Reservedivision ff»in Truppenübungsplatz Darmstadt würde sür sofortige rri ,'igr Spendung von Ferngläsern dankbar sein, r», können auch beim Stellvertretenden Generalkommando in e« urt a. M., Untermainkar 19, abgegeben werden

Kreis Frirdberg.

Friedberq, 8. Okt Heute abend balte sich das Quartett toi Kompaonp des hier gegenwärtla in Garnison liegenden arr zirm-Ersatzbataillon« versammelt, um die Verwundete u i f l Lazaretten mit einigen Ltedervorträgen z» «treuen. Daß >a» einen Zweck erreichte, sah man an den strahlenden Augen toi rwnndeleii BalerlandSverteidtger.

Hessen-Nassau.

Rodheim a. d. Bieber. Das Eiserne Kreuz erhielt v»i lerofftjier Ludwig WillerShäufer von der 8. Kompagnie ^ rianterie-Regimenks Nr. 83.

Schwurgericht.

Ih. Gießen, 7. Ost. estcrn verhandelte das Schwurgericht über die letzte Sackte n r ser Tagung. Angestagl waren wegen Meincch die 46jährige "?> ru Loren, Schmidt von Gießen, ferner wegen Anstiftung u» -fem Verbrechen der 38 Jahre alte Dienstmann Christian !>!, und dessen 36 Jahre alte Ehefrau, beide von Gießen fchj tsassessor Dr. Eckert sungirrtk als Anklagevertreter die ich digung führten sür die Ehefrau Schmidt Justizrat K a tz Mt tr die Nvllschcn Eheleute Rechtsanwalt Homberger Der eps stand der Anstage war folgender: Die Nvllschcn Ehelcntc u -n in der Neustadt, mit ihnen im gleichen Hause wohmc i»i ngestagte Fvau Schmidt Bor einiger Zeit war Noll wegen t»l igung zu einer Geldstrafe von 20 Mark verurteilt worden, sste tzclculr Noll und die Ehefrau Schmidt gingen zusammen vom ii nach ixuie Bor ihnen grng die Gegenpartei. MS A'vII a»r -r Este der Landgrasenstroße und des Landgraf Philipv- .'U! rngekomtnen war. rief er zweimal sehr lautPfui" und ptift i» Male so laut, daß der Schutzmann Glänz«, d« unmittel ar -genüb« der Stelle seine Wobnung Kai und g«ade zu Haicke da gegen Noll eine Anzeige wegen ritltestörendcn Lärnis erhob, p«' kteamtc machte am selben Tage dem Roll, den er zufällig m Marktplatz traf, davon Mitteilung, daß « ihn wegen des |Ä :ns anzeigen werde. Nmr begann Noll, drei Leute als

I m»' n dafür zu nwrbrn, daß « keinen Lärm verübt und nstbt P gerufen habe Er halte ab« damit kein Glück, es kam viel t a dahin, daß sttoll wegen versuchter Ansüfmng zuni styeineid t» efrn drei Fällen von da Strafkamui« Gießen zu 1 Jahr i Monaten ZuchßlGuS verurteilt wurde. Glcichzertig wurde o koll, und wie die lV>klage brltauptct, auch von dessen Ehefrau. ?iJ tzezrau Schmidt allen Mitteln d« Uebnrednng lx-arbei!et, M es wegen d« Sc^e zum Prozeß komme, zu jagen, Noll I>abe lwi geruien, da RufPfui" sei von jemand gekommen, der l ü ihnen gegangen fei. Ms da Anqestaqtr Noll einen Ttrai [° wegen ruhestörenden Lärms ahielt, erhob dagegen Ein- ou, und so kam die Angeleqcuheit ant 6. März d I. vor dem ^ fengericht zur Bahandlung. In dasell>«i bat Frau Schmidt >- Eid bekundet, daß Noll, da neben ihr gegwigen ist^keinen u örenden Lärm gemacht hat. Die Angeklagte Ehe>'rau Schmidt n vor den Grfchtvvrenen ein GcWnt>tris c&, sie belastete habet ou Eheleute Noll. Diese bestritten entschieden, die Angcstagtr idt zu dem falschen Eid angestiftet zu haben.

den Geschworenen wurden folgende Fragen oorgelegt: Wegen iw Ingellagten Schm idt wegen Meineids, wogen de- Ehemanns -und s»iu« Ehefrau wegen Anstiftung. Gerichtsassessor Dr. ~ Tt trat für die Bejahung d« Schuldfragen stir alle drei klagten ein. Justizral Katz rrstärte. daß ec nacki dem Ge Bl rris sein« Klientiin da Hau Schmidt keinen Antrag zu sti i in der Lage sei. Da Vateihig« Rechtsanwalt Dvm- bo,-r ist d« Ansicht, daß mindestens gegen die Ehefrau Nolt

die Beweist nicht ausreichend seren und dretekb« wegen AnMktimg zum Meineid verurteilen zu können. fAelastend sa nur die 3lus- sage der Mitangeklagten Frau Schmidt, dieser ab«, die zugibt, einen Meineid gelrist« zu hoben, dün'e man kernen Glauben schenken.

Die Geschworenen sprachen dst Angestagte Ehcirau Schmidt und den Tienstmann Ehristian Noll schuldrg, verneinten ab« die schuldsrage gegenüber der Ehefrau Noll.

Die Angeklagte Schmidt wurde wegen Meineids zu da ge­ringsten zuläiiigen Strafe von l Jahr Zuchthaus um« Llbrcchnung d« »«büßten Unterfuchungsbait verurteilt D« Ehemann Noll wurde unwr Einbeziehung der schon erkannten 1 Jahr 2 Monate Zuchthaus zu einer Ge>amtzuct 4 hgusstrast von 2 Jahren 9 Monaten Zuchthaus verurteilt. T« -Angeklagten Schmidt umrdcn für die Dau« von 3 Jahren und dem Llngellagren Noll für die Dauer von 5 Jahren die bürgerlichen Ehrenrerluc ab«!anm und über beide Verurteilte die cüm«ndc Eidesuniälngkeit ausgcfmockicn. Die Ehefrau Noll wurde freigcsprocheu. Die Gcsckhvvrencn unt«- zeichnetcn rin vom Jmtizrat Katz für seine Klientin verfaßtes Gnadengesuch, das btzwem, die «kannte Zuchthausstrafe in Ge­fängnis umzuwandeln

vachrrtisch.

ch Geb et büch lein für Verwundete. Soeben er­scheint ein Gebelbnchlein hnr Verw»»deie non Pfarrer Volv- Lanvach. So viel wir iviffen, ist vies dos erste Gebetbuch für b elen Zweck allein. ES eiilkäll 'Morgen- und dlbenbgebeie lür jede» Tag der Woche. Kurze Sprüche ünd voraugestellt. e n Lieder- vers schließi Die Gebet« Iielie» dem Berivuudete» verstehen, wozu «Sott ihn au!4 liroutenlager qe'egt. Es wird willkoiuiue» lei» zur Verteiliiiig au die Veriviiubeie» ui den Lazaretten Bei dem ge­ringen Preis von >0 Big. bei z.'> Seilen könne» große Bestellnngen gkiiiackil werden. Dieielbe,, End z« richten an die Ervediiion kiol- »nd Unioersttätsdruckerei Otto Kindt, Gießen oder drn Per'aster. Lei Beurlluiiq von 190 Stiick ermäßigt sich der Stückpreis a»i 8 Afg. Ter Reinertrag stiebt dem Roten K>enz ,u.

Märkte.

cd. Bingen, 7. Ott. Marktpreis«. Weizen Mk. 26,25, Korn Alk. 21, 5, Gerste Mk. 21,0), Haier Mk. 21,0 , tzeu Alk, b,b0, Stroh Mk. 3,10, Kartoffeln Alk. 7,75, Erbien Mk. 0^,0', Linien Alk. 00,30, 'Bohnen Mk. 00,00, Weifmiehl Mk. 14,00. Roggenineiil Mk. 34.00: astes für >00 Klgr. Bulier 1 Klgr. Mk. 2,70, Milch 1 Liter 21 Ptq.. Eier 10 Stück Mk. 1.2b.

cd. Niedcr-Jiigclhcim, 7. Okt. Lbstmarkt. Birnen 610 Mk., Aevstl 0 1! Mk.. Zwelschen ',006,00 Alk., Onitten Ib Mk., Pstrstche 7 9 Mk. der Zentner. Ta die Nachfrage nach 'stepscln lehr rege ist, ist eine slärlere Zufuhr »rivünfcht.

Ir Fraiikiiiri a. M. Bi e h h o I »r a r ! t d e r > ch t vo n 8. Oft. Austrieb: Ochsen 28, Bullen 7, Kühe und Färsen b0, Kälber 340, Schale 262, Echiveine 1079.

Tendenz: Bei tcbhaltem Handel rasch ansverkarckt.

Preis« sür 100 Bfd. Lebend- Schlacht­gewicht

Kälber. Mk. Mk.

Feinste Mastkälber . . ...... . . 88 ,-70 113 -117

Sch a -

ktallmastlchr'»

Mastlämmer tmo stinqer» Nastiammel . . 4142 90 92

Aeltere Mostliammel, mit genährte junge Schate

und geringere Mastlämmer...... 34- 35 80 82

Ic. Wiesbaden, 8. Cfi. fett- und S tr ohmarkl. Angeiahren ivarei, 5 Wagen mit Heu, Stroh 'chlle. Alan nolierle: den 3,90 4,30 Mk,, Siroh (Jlichlstroh) 0,00-0,00 Mk., Krumm- stroh 0,000,00 MI. Fruchimarkt. Hafer 12,00-0>,00 Mk., »euer Alk. 11,5012,50. Alles je 50 Kilo._

Tic Marktpreise für Vieh und Frucht «ud die Gicßener Fleisch» und Brotpreif«

am 7. Oktober 11,14.

kchlachtviehpreis«

in Franks urt o. Al,

Fleischpreise in Biegen

Ochsen

Kälber

Scknveine

50 Kg. Schlachtgewicht

85102 zur.

'/, Kg.Schlachtgw. 102 113 tll. 7, . 69-74 .

7, Kg. 3696 Üs z

. 70-75 .

V. . 70-96 .

Cetrcidepreise in Mannheim

Brotpreif« in Gtesten:

Weizen loO Nq. 27.00-27.50 Mk. Roggen 100 Kg. 23.00-24.00 Alk.

Weitzlrrot 2 \vq. (J8 6s Lchivarzbrol 2 51g. 60 "Lfg.

wöcyenil. lledersicht der Todesfälle i. d. Stadt Gieren.

S9 'ILoche. Voin 20. bis 26. September 1914 Einwohnerzahl: angenommen zu 329)0 linkt. 1830 Mann Militär). Sterdlichkeitsziffert 49,50«/ nach Abzug von 7 Ortsiremden: 28,50 *l w

Kinder

Es starben an: Zusainmen: Erwachsene: !m vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr:

Tuberkulose

i

1

Herzledler

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1

Hiriihaiiienlzimdung

i

1

Krebs

i

1

Zuckerruhr

i

1

Tarmkalarrh

2 (1)

2(1)

Blinddarmentzündung 1 (1)

Id)

Tivhllierie

1 U)

1 (!)

Nierenentzündung

1

1

Krampten

1

1

Lebensschwäche

3(1)

3(1)

Allersjchmäche

1

1

Krieqsverietzuag

(davon im Felo ge­storben: 7 Giebencr)

10 (3)

10 (3)

Summa :

25 (7)

16 (3)

6(2)

3(2)

Anm.: Die in zuömmcrii gesetzten Ziffern geben an, wie viel t« Todeskälle in der belressenoen Krankheit aus von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.

Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe».

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Höchste Temoeratur am 7.8, Okt. 19lt -- -s- 9,6 C.

Niedrigste . , 7.-8. . 19U = > 3,0* ,

Niederschlag: 0,0 min.

Verantwortlich sürFeuilleton",Gcri.htssaal" u.Vnmischtes":

I. B: August G o e tz.

Deutsche Hausfrauen! Kauft von jetzt ab nur deut­sches Gustin statt des bisber vielfach verwendeten englischen Fa­brikates Mondamin. Ties sei die Antwort auf die treulose KlttegS- «llärunq seitens Englands urtd auf die sonstigen Maßnahmen dieses Staates, die bestimmt sind, deutsches Ansehen, deutschen Handel und deutsche Arbeit zu schädigen. Tr. Oetk«'s Gustin ist besser und obendrein billiger als das englische Moirdamm. Die Losung sei dab«: Stets Dr. Oelktt's Gustin, nie wieder englisches Atondamui. hv*/i«

Letzte Nachrichten.

Die SchreckenStMcht in Antwerpen.

(WTB.) A m fterbam, 9. Ott. Nichtamtlich.Nicuws wm den Dag" verbreitet folgende Meldung aus Roojendnal als Extrablatt: Hier heute nackzt um 2 Uhr ein»eirossene Flüchtlinge teilen mit, daß die Beschießung Antwer­pens in der Nacht begonnen habe. Die ersten Granaten fielen in den suplichen Teil der Stadt. Wal^ rend der Beschießung erscknen ein Zeppelin und warf Bomben auf die Oeltanks bei Hr'soken, die Feuer fingen Man ließ darauf die andern Ta>ik-:- mis- laufen. Stf Deutschen beschossen dann den nordöstlichen Stadtteil. Der Sndbahnhof steht in Flanimen. Die Vorstadt Bcrchem soll sehr schwer gelitten haben. Ein Pulvermagazin soll in die Luft gesprengt worden sein. Die Beschießungdauertedieganze Nachtfort. Eine starke britische Truppenmachl habe mit sckpveren Schisfs- gcschitzen die innere Fortslinie besetzt, die bis zum Aeußcr-- sten verteidigt werden soll.

Berlin, 9.Okt. Die Schicksalsstunde Antwer­pens beginnt sich zu erfüllen. Mittwoch früh erschien ein deulscherParlamentär mit der w e i ß e n F l a g g e, um die Uebergabc der Stadt zu fordern oder die Beschießung der Stadt anzukündigen, wenn diese nicht kapituliere. Weil die Antwort ablehnend nlar, ließ der Befehlshaber Tausend den von Einwohnern Zeit, die Stadt zu verlassen. In später Nachtstunde ersolgle die Eröffnung des Bombardements. Dann aber begann eine Schreckens nacht. Un­aufhörlich schlugen Granaten ein. Zeppeline erschienen und warfen Bomben auf die Petroleum- tanks, die Feuer singen. Es war ein Bild sämtlicher Schrecken des modernen Krieges. DemLokalanzeiger" wird gemeldet, daß der König von Belgien, von dem es noch einigt Tage zuvor hieß, daß er bei seinen Truppen ausharren wolle, sein Heil in der Fluchst gesucht zu haben scheint. Er soll gestern morgen 9 Uhr bei Selzaete an der Grenze angekom- men sein.

Das VoiAringen aus.Antwerpen.

iWTB.) Amsterdam. 8. Okt jNichtamtlich.) DerTele» araaf" meldet aus Rosendckbl: Der Uebergang über die N e t h e gelang am Dienstag, nachdem die Artillerie ein langan­dauerndes heiliges Gesecht gegen die Fortisikation Puers geliefert hatte. Die Deutschen operierten in dem Dreieck LicrPu«s Antwerpen u>id ließen Pipninabteilungcn schwimmend das andere Us« «reichen. Es gelang nach wiederholten Versuchen unter großen V«lusten. Sobald d« Ucbergong üb« die Nethe hergeüellt war, ivurdc auf dem andern Us« schwere Artillerie ausgestellt und in Tätigkeit gesetzt. Wütende Jnsantoeicangriiie folgten aus die Ka­nonade, zugleich zum Flankeiiangrific auf das Fort PuerS. D« Kamps wurl« gestern abend fortgesetzt. Die Belgier sprengten meh rere Male die üb« die Nethe gelegten Brücken, ab« mit Todcs- v«achtung schlugen die Pioni«e neue starke Uebergänge über den Fluß. , ^

Eine deutsche Taube über Pnns.

(WTB.) Paris, 8. Okt. (Mchtamtlich.) Eine deutsche T a u b e" warf heute vormittag zwei Bomben, eine ans die Plains von St. Denis, welche unbedeutenden Schaden anrich­tet c, und eine auf Aubervllliers, wo drei Personen v«wimdet wurden.

Die Zeichnung der Kriegsanleihen.

Berlin, 8. Okt. (WTB. Mchtamtlich.) Das Ergebnis auf die Zeichnung der Kriegsanleihen läßt sich nunmehr im einzelnen übervetycrt. Die Gesamt!eickmnng von 4 460 701 400 Mk. besteht aus 1 177 235 Einzelzcichnungen. Hiervon entfallen auf Einzelbcträge von 100 Ins 2000 Mk. 926 059 Zeichnungen mit einer Summe von 733 775 400 Ml, auf Einzelbeträge vvn 2100 bis 20 000 Mk 233 342 Zeich-- nungen mit einer Summe von 1 336 738 700 Mk., der Rest besteht aus Zeichnungen von über 20000 Mark. Das deutsche Dolk wird aus diesen Ziffern mit Frende ersahen, wie die Zeichnungen auf alle Schichten der BevöMwirng gleichmäßig verteilt sind, wie arm und reich, jeder nach seinen Kräften, dazu beigetragen lzaben, den überaus glan­zenden Erfolg der Kriegsanleihen zustande zu bringen. Die baren Einzahlungen au) die Kriegsanleihen haben nach den bis heute vormittag vorliegenden Nackstveisungen den Be­trag von 2420 Milt. Mark erreicht. Das sind 54.26 Prozent der gezeichneten Summe und 636 Millionen Mark oder 14.26 Prozent mehr als bis zum 5. Oktober fällig waren. Tatsächlich sind die eingezahlten Beträge noch Hölzer, fveff von einem Teil der entfernter getreuen Reichsbcmkanstal- ten djie Aufgaben noch nicht in Bersin eingetroffen sind. Es dürste dieses die größte Zahlung sein, die jemals von einem Volke in so kurzer Zeit geleistet worden ist.

Zur See!

Stettin, 8. Okt. DieStettiner Neuesten Nachrichten" erfahren aus absolut zuverlässiger Quelle: Gestern vormittag brachte ein d e u t s ch e s T o r p e d o b o o t den norwegischen Damp ferModih" ans, d« ungefähr 1800 Tonnen Kohlen an Bord fKitte. Der Dampfer befand sich auf der Reise von England nach Rußland in der Ostsee: er wurde von dem Torpedoboot nack) Swinemündc eingeschleppt.

Deutschland wird in England gelobt!

(WTB.) London, 9. Okt. (Nichtamtlich Schnoad Bartlett schreibt imDaily Telegraph": Deutschland hat einen großen Vor­teil vor den and«en Nattonen, da die Gesamtheit des Volkes mili­tärische Ausbildung erhält und jcd« verfügbare Mann unter den Waffen steht Deutschland hat nicht weniger als 54 Armee­korps. Diese Menschemnasle, die sich in der Defensive hält, durch die stärksten Reihen von Festungen unterstützt, bedeutet eine so furchtbare Macht, daß es große neue Opfer seitens des englischen Volkes «fordern wird, um sie zur Um«w«fung zu zwingen. Die Franzosen kämpfen taps« in d« Verteidi gung ihres Bodens, ab« die Kraft ihrer Armeen, eine «nste Angrisssbewegunq auszusühren, vermindert sich täg li ch.

DlcM b r n i n g Post" schreibt: Die durch den Krieg offen bar gewordene Daupttatsache ist die ungeheure Stärke Deutschlands, die es crmöglichle, die Ruffen aus Ostpreußen zu vertreiben und ihnen von der Ostsee bis zu drn Karpatl>en ent» gegen zutreten, zugleich Belgien zu übemimiten, die v«bünüeten Armeen von der Sauchre dis zur Marne zu treiben, nach dem Rückznge an die Aisne diese Linie zu Hallen und selbst die rechte Flanke auszudehneu, dabei die Bielagerung Antnwrvcns vorzu- »ereiten und die Angriffe gegen diese Stadl vorwärts zu führen.

In einem zweüen Leitartikel schlecht dieMoruing Post": Das Ende ist »och nicht da. W« auf «nett frühzeitigen Zusammen­bruch der deutschen Macht rechnet, verkennt di« Lage gründlich. Deutschland besitzt noch sehr große Kräfte und ver­fügt üb« auß«ordentltche Düssquellen; es besitzt fern« eine sehr starke Stellung im Innern, es besteht kein An­zeichen und keine Wahrscheinlichkeit sür die inn«e politische Z« ketzung, die manche Leute gern prophezeien. T« Kampf hat sein «stes Stadium erreicht, das unmittelbare Ergebnis auf dem west­lichen Kriegsschauplätze ist noch zweifelhaft.

Die Ausstanbsbewequng in Marokko.

(WTB.) Konstantinopcl, 9. Okt. (Nichtamtlich.) TasviriEffiar" meldet, daß die neue Aufstandsbewe- gung in Marokko an Ausdehnung^gewinnt Angesehenste Häuptlinge zogen von Stamm in ctamm nnd erklärten, daß der Heilige Kftteg gegen Frankreich verkündet sei Nach demTanin" sind die Engländer zieoerhast be­müht in Aegypten revolutionäre Proklamationen aus­zufinden, die angeblich dorthin gebracht worden sind-