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** 8um Tod« deSBe^rrks amtmanns Rausch aehnren wir dem Bericht über die Mm ose in .Vfctmcnui: Namen der für das Vaterland Gefallenen lassen Verden^ daß rm Norden bei Garua die 7. sEompagtiie unter ■m Hauptmann Freister rn D. Crailsheim einen Anrrriff wahrscheinlich von ?«Ia und Mongono gemeirrschastlich rückenden Engländer und Franzosen abgewiesen hat. Bei er Kompagnie standen die Oberleutnants v. Roth- <fj und Milbrat und der Sergeant I o st. Bezirksarnt- « Äa-u s ch verwaltete den Bezirk Dschaug. Er war erst vorigen Jahre als Hauptmann aus der Schuh truppe aus- hieden und zur Berwalwng übevgetreten. Dschaug liegt as südlich des Croß-Flusses. Rausch wird sia> mit seiner izeitruppe den Engländern, welche wohl den Croß-Fluß ausinarschierten, entgegengeworsen haben und dabei nrit i Zollamtsvorsteher Glock und dem Landmesser Ly hne siegreichem Gefecht den Heldentod gesunden haben.
** Der Krieg und die deutsche Kultur. Wir -icheu aus den Vortrag des Professors Dr. Kinkel
er Krieg und die deutsche Kultur". der heute nd 8>/. Uhr in der neuen Aula der Universität statt-
-t >«t, nochmals aufmtrf;ccm. Der Ertrag ist zum Besten von
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ck terhliebenen im Felde gefallener Gictzener bestimnit.
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** Aus d-eUi Bure au des Stadttheaters. Die oinnurtg eines starken Stammes von Abonnenten ist in diesjährige« Spielzeit von besonderer Wichtigkeit. Die stig« Aufnahme des Spielbetriebs ist eben nur dann glich, wenn die Bestrebungen der Theaterleitung bei dem blikaut volles Verständnis finden. Die Höh« der einenden Abonuementsgelder bestimmt ja die Finanzierung Theaters in erster Änie. — ‘ -
** Der Konzertverein — so wird uns geschrieben muß angesichts des Krieges von eurer Festsetzung seiner ichen winterlichen Abonnements konterte, die angs November zu begiimen pflegten, einstwellen Westens, adsehen. Das von langer Hand vorbereitete Pro- tnm hatte vorgesehen die Aufführung des Bralftnsschen tschen Reguiems nrit Frau C ah nb Ich-Hin ken als rstin, das T e d e u m von Bruckner, Beethovens Missa C-Dur, mehrere Sinfoniekonzerte sowie Solistenabende Damen Fräulein ElenaGer Hardt aus Leipzig, Frau rnnersängerin Dosctti aus München als Sängerinnen, ein Klavierabend der bekannten Pianistin Frau Elly y, das Klingler-Quartett, das Böhmische reichquartett, einen Souatenabend der Herren h n a b c l und F le s ch u. a. Gewichtige innere und äußere ende, insbesondere die Abwesenheit sehr vieler seiner Zu er, wie auch der im Chor Mitwirkenden, und der Zeit- ngcl anderer, mit allerhand Fürsorgearbciten Beschäftig stehen der Durchführung des Programms in dem iib en Umfange entgegen, abgesehen davon, daß auch einige in Aussicht genommenen mitwirkcnden Solisten durch itärische Pflichten jetzt oder demnächst an ihrem Aus- den lfter verhindert sein werden. Dennoch geht die rzertlcitung mit der Absicht um, die nrftsikalisck)en Ver- taltungen wieder oufzunehmen, insoweit und sobald es Heilläuse erlauben und behält sich nähere Mitteilungen dieser Beziehung vor.
** Im Oberhesfischen Kunstverein bleiben, ! man uns mitzuteilen bittet, die 17 Pastellgenrälde t I. Manskop f-Daub ha u sen noch einige Tage n Verkauf ausgestellt. Der Erlös der verkauften Bilder det zu wohltätigen Zwecken der Kriegssursorae Ver- ndung. Die Besichtigung der Bilder kann in der Zeit von llhr vormittags bis 4 llhr nachrnittags erfolgen. **DasGrvßh. HessischeRegierungsblatt Nr. 19 a 5. Oktober 1914 enthält: 1. Uebcrsicht über die in den Ge- nden des Kreises Büdingen zu erhebenden Gemerndenmlageu das Rcchnimgsjabr 1914. — 2. llebersicht über die in den ueinden des Kreises Erbach zn erhebenden Gemeindeumlagen das Rechnungsjahr 1914. ■— 3. Ueberficht der für das Jahr 14 (SRj.l genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnis),
Kreis Friedberg.
F. C. Fri cdv erg, 7. Okt. Tic 2. Kompagnie des Laud- st u r mb at a itlv ns Friedberg i. H., zurzeit in Mar- kirch i. Elf., hat der Großherzospn von Hessen ihre Glückwünsche zum Geburtstage übermstrelt. Du Großberzogin erioidenc: „Herzlichen Tank den lavieren Landsturmleuten für die treuen GeburtS- tagswünsche. Ich habe mich über das Verhalten außerordenUich gefrcm: möge Gott unsere Fahnen weiter zum Siege führen."
h. Ober mö rl en, 7. Okt. sämtliche Kriegsteilnehmer von hier j — etwa 260 — wurden von der Gemeinde bei der Heimchen Kriegsversichernng versichert. Die Gemeinde gewährt den Angehörigen der Krieger außerdem wöchentlich namhafte Unterstützungen an Geld und Lebensmrtleln. Für daS 3iote Kreuz spendete man 500 Mark
Starkeuburg und Rheinhessen.
* Darm st adt, 7. Okt. Uvber den Heldentod des Oberhofmarschalls Frkrn. v. Ungern-Starnberg bringt die „Darmst. Ztg" folgenden Bericht eines Augenzeugen:
Wir lagen am 8. September in staiken^Slstützengräben südlich . . . . und bekamen am Abend desselben Tages den Beseht, am nächsten Morgen die starken Stellungen des Feindes bei . . . denen wir schon 1>.'- Tage gcgenübergelegcit ballen, anzugreijeu Am Morgen des 9. um 3 Uhr bei tienier Dunkelheit und strömendem Regen trat das Lribgarde-Jmanterie-Rrgiment, rechts das Garde-Füsilicr-Bataillan tm:er seinem Führer, Major Freiherrn v. Ungcrn-Sternberg, links das 1. Bataillon, dahinter das 2. Ba taillon, zum Sturm aut .... an. Daniit keiner iteffii konnte, um den Angriff nicht zu verraten, mußten die Schlösser aus den Gewehren genommen und in die Hosentaschen gesteckt werden. So ging cs mit ausgepstanztcn Seitengewehren in lautloser Stille, mit engster Fühliutg, auch die Schützen, ans unseren/RichiungsPunkt, den Kirchturm von ..... der von Zeit zu Zeit noch von den brennenden Trümnrrrn des Dorfes beleuchtet war, los. Kurz vor dem Dort erhielten Uir heftiges Feuer, stürzten uns mit Hurrg auf den Feind und stießen bis zum jenseitigen Rand dcS^ Dorfes durch. Das Garde. Füsilier-Bataillon trat hierbei am Südwesl ansgang des Dorfes aus eine feindliche Feldwache, der Posten ries: Qm est !ä? und schoß sofort lebhaft. Das Feuer wurde sofort! von der ganzen Feldwache erösfnet, wodurch der an der Spitze des Bataillons befindliche Major Freilzerr v. Ungern Slernberg, sofort zu Tode getroffen, nirderstürzte. Um ihn !>erum sielen 30 mit dem ausgepstanzten Seitengewehr niedergestoßene Franzosen. Das Regiment drang bis .... vor und blieb dort bis zum Mend zum Schutze der Artillerie stellen. Als es mittlerweile hell geworden war, beschoß die französische Artillerie die Stelle, wo die franzö- sische Feldwache gelegen hatte, mit Granaten. Bei dieser Gelegeiv- hett erhielt Masor Freiherr o. Ungern-Sternbrrg, der, wie bereits oben gesagt, schon gefallen war, noch einen Granatsplitter durch die Kehle. Hauptmann Pabst v. Ohain, Ches der 4. Kompagnie Leibgarde-Jnfanterie-Regiments, ließ ihn aus dem Granatfeuer hcransholen und bestattete ihn am Südwestausgang des Dorfes, dicht hinter derStelle, an der er den Heldentod erlitt.
XDarmsladt,?. Ost. Unter den Tausenden von Kriegs- Gefangenen, Franzosen und Belgiern, die jetzt in dem Gefangenenlager auf dem Griesheimcr Truvvcnübiingsplatz nnter- gebracht sind, beftndet sich auch eine größere Anzahl belgischer Franktireurs beiderlei Geschlechts, die ihrer Aburteilung durch das Kriegsgericht entgegensehen. Sie machen dnrchtveg einen höchst traurigen Eindruck: besonders die weiblichen Gesangenen zeigen schon in ihrem ganzen Aeußern einen ttefen Stand der Verkommenheit. Gestern abeud wurden 10 der männlichen Franstireurs unter scharfer Bedeckung vom Truppenübungsplatz nach ban Arresthans in der Rundeturmstraße übergeführt. Kreis Wetzlar.
* Dutenhofen, 6. Ost. Anläßlich der diesjährigen Pro- nicrübung an der Lahn war unser Torf mft etlichen Pionieren belegt. Tie Quartiergeber (17 Mann) haben auf ihr Qu a r t ie r - gcld zugunsten des Roten Kreuzes verzichtet und damit den Betrag von 37,07 Mark zu Weizenmehl zum Wciß- brotbacken für tue Verwundeten in Wetzlar zur Verfügung gestellt Außerdem hat die Gemeinde durch den Gcnieindevorsteher 1360 Eier und eine Anzahl Zigarren dorthin abgeliefcrt,
Hessen-Nassau.
,«oneu ein Antrag kmf beträchtliche Eryöstnng der Sätze
zugehen.
h. 5 tauft n rt n. SK., 6. Okt. Ter Zusammenbruch des großen Ware ukrcdit Hauses N, Fuchs wächst sich immer mehr zu einer M i l l i o n e n v l c it e aus, deren Höhe sich für das hiesige Haus allein bis jetzt auf 3,5 Millionen Mark beläuft. Durch den Fall des hiesigen Geschäfts sind aber anch^nen n große Zweiggeschäfte in verschiedenen Städten Deutschlands sallit geworden. Die gesamten Passiven aller Geichäste beziffert man aus acht Millionen Mark. Bei der Prüfung der.Konkursmasse des hiesigen Hauses ergab sich die Tatsache, daß der Inhaber für seine Privatbedürsnisse allein 60 000 Mark lährlick der Kasse entnahm.
—h. Bad Homburg v. d, H., 6, Ost. Als Prinz Oskar von Preußen, der sich bekanntlich zti seiner Erholung hier aufhält, dieser Tage mit seiner jungen Gemahlin in der Stadt weilte, wurde er von einem 17 jährigen Soldaten auf der Straße angeredet. Der junge Mann stellte sich als Kriegsfreiwilliger vor, er sei schon im Felde gewesen und dort verwundct worden. Er bat den Prinzen, seinen Cinstuß dahin geltend zu machen, daß er wieder nach Frankreich käme. Der Prinz wies ihn an das zuständige Bczirkskommando Höchst, wer er ihn schon empfehlen wolle,
h. Tillen bürg, 6. Ost. Ein trauriges Schicksal suchte im nahen Tonsbnch die Familie Moos beim. Die beiden Söhne Heinrich uitd Emil, die beide in Frankreich känipften, wurden
dort schwer verlvuitdct, kamen gemeinsam in cftt Koblenzer
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-arett und starben hier an einem Tage. Heute wurde» sie in ihrem Hcimatdorse unter allgemeiner Beteiligung gemeinsam! bestattet.
vsrniischte».
* Die Geschäftsstelle des Kuratoriums der National-Flugspende teilt mit, daß das fünfte Preis- ansschreiben der National-FIugspende „Weltgipfelleistungen int Flugwesen" aufgehoben ist.
(WTB.) K o n st a nt i n o p el, 7. Ost. (Nichtamtlich.) Die Erdcrschütterungen in der Gegend von Burdar und S v a r t a dauern au. Nack> neueren Nachrichten sind von den 5000 Häusern Svartas 3000 zerstört worden »nd die übrigen unbewohnbar. Die Zahl der Toten in Spatta und Umgegend beträgt 1500, damit die Gesamtzahl der Toten 4000.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffcntlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 9. Okt. 1914 r Ziemlich heiler und trocken, »achls kalt: stcUcnivcise Morgeunebel.
Letzte Nachrichten.
WWM hniig! .
israelitischen Rcligionsgemeinden des Kreises Alzey. —. 4. Dr» sverleihungen. — 5. Ermächtigung zur Annahme und zum
| cigcii fremder Orden.
Landkreis Gießen.
O Rödgen, 7. Okt. Ter Feldwebel Reinhard von hier
nach der Erstürniung einer lranzöstschen Batterie »nd der i ianaennahme von 20 Mannschaften und einem Osfizier da? ! ferne Kreuz erhalten.
h. Frankfurt a. M., 7. Okt. Ein Großifeuer zer- aestern abend die Einrichtung einer Lagerhalle am
störte
alten Ostbähnhof. Drei Feuerlöschzugc waren cttrm zwei Stunden tätig, um des Brandes Herr zu werden. Der angerichtete Schaden wird auf 100000 Mk. geschätzt. Der Brand entstand durch die Unvorsichtigkeit eines Angestellten.
— Bon den zu Zwecken der Kriegsfürsorge bewilligten 2 Millionen^Mark stich bisher 1 850 M0 Mk. ausgegebcn wor
den. Der Magistrat Ivird nunmehr weitere drei Mil lionen Mark von der Stadtverordnetenversammlung anfordern. Da die bisherigen Uilterstützzungssätzc sich als unzureichend erwiesen habeir, wird den zuständigen Kommis-
Die Flucht aus Antwerpen.
i. Köln, 8. Ost. Nackt der „Köln. Ztg." sind in Breda
in 5solland 6000 Flüchtlinge aus Antwerpen und der Umgehung angekommen. Auch an der holländisckten Grenze langten Hunderte von Flüchtigen an, die mit Sondenvagen der Straszcnbahn nach Breda übcrgeführl wurden. Es wird versucht werden, sie weiter ins Innere des Landes zu schaffen. Ms gestern bekannt gemacht wurde, daß die Beschießung Antwerpens beginne, wurden die Züge nach Holland g e st ü r m t. Nach den Berickttcn der Flüchtigen müssen bereits Granaten in das Jirncrc der ‘itobt Antwerpen selbst, desglkickten in der Borstadt Berchcm niedccgegangen sein. Die Gesandtschaften imirden geräumt. Wie es heißt, ist die französische Gesandtsätzist nach dem Haag unterwegs.
Das Tmuerspiel Antwerpen.
lWTB.) Berlin, 8.Okt. (Nichtamtlich.) Zu der Ankunft englischer Hilfstrnppen in Antwerpen läßt sich das „Berl. Tagebl." aus Antwerpen melden: Seit drei Tagen geht ein uiwnterbrochener Zug von englischen Truppen init Geschntzent durch die Stadt. Die englischen Hilfsbruppen werden von dev Bevölkerung mft Begeisteriurg empfangen und begrüßt. Die Leute schätzen die Zahl der Engländer auf 3t) MO bis 40 000. Ein Blatt hält dies jedoch für übertrieben. Der Gemeindcrat von Antwerpen hat einer Meldung des „Berl. Lokal-Anz." zufolge in geheimer Sitzung den Entschluß gefaßt, der Mllitärbehörde sein ’ volles Vertrauen ausznsprechen und sich damit einverstanden zu erstären, daß bis zum äußersten Widerstand geleistet wird, und lieber ziizulasscn, daß die Stadt bcscktonen tvird. als zu kapitulieren. — Der Militärkommandant von Antwerpen betont in einem Atnfruf an die Bevölkerung van Antwerpen die Notwendigkeft zu einer Verstärkung des Heeres. Danackt werden alle wehrhaften Männer von 18 bis 30 Jahren aiftge- fordctt, sich als Ktiegsfoeiwillige zu melden. — Ein belgischer Pionier, der über die Itolländischc Grenze kam, erzählte der „Voss. ■Stp." zufolge, sein Truppenteil lmbe die Anslzabe gehabt, die Kirchtürme in die Lusr zu sprengen, um die Deutschen wichtiger Zielpunkte zu berauben. Ber Lier war er von seinem Truppenteil abgeschnittcn toorden.
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