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Tttchrftck kSgllch mg Ausnahme des EomckagS.
Tie „«lehener Lamilieadlitter" nrarden dem
,Anze>qer" merrnal wöchentlich beigelegt, das „Kreisblatt für den Kreil Kietzen" zweimal w öch en tlich. Die „Lnndwirtichoftlicheu Seit- fragen" crfcheinen monatlich zweimal.
Blatt W. Jahrgang
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Gberhejjen
Mittwoch, r. «»ober M
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R. Lange, Bietzen.
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Knegsfcriefe am dem besten.
Don niperm Krikgsberichterstuttrr. fldchcrrchtigter Nachdruck, auch anSMgSwmse. verbaten.)
Ans den Kümpfen vor Prrdun.
Flieger im Kamps gegen Artrllerte
Großes Hanptauartier, 30. Sept.
Beim Versuche der Schlachtfelder an der Oststtte von Verdun wurde rch Augenzeuge eines aufrcgendeu Kriegsfchouspieles in den jülten. Tic Ostränder der Hügelkette der „Löte", welche sich imc in natürlicher Schutzwall vor Verdun schiebt, sind in heitzen kämpfen von uns genommen worden. Unsere schweren Batterien tehen jetzt dort oben, durch Erdwerk und durch den hohen Wald tut eingedeckt, sowohl gegen Angriff als auch gegen Beobachtung, sin französisches Werk nach dem andern wird angegriffen und still- iele-ft: und uuLushaltsam zieht sich der Einschließungskrtts um ite sehr stark vom Feinde besetzte Festung enger. Nun wissen die franzosen selbstventänülich ganz genau, daß das Bvrrücken unserer chwersten Kaliber für sie das Ende bedeutet. Da sie nicht daran wnken können, sich gegen diese verderbenspeienden Vulkane mit tleichen Waffen zu wehren — die von ihnen in letzter Stunde »erangeführte Marine-Artillerie ist nur ein Notbehelf —, so tun -re Franzosen das einzige, was ihnen zu tun übrig bleibt: Sie tiachen mit ihrer Feldartillerie immer wieder kühne Vorstöße, «lche sie am 'Schußnähe an unsere Linien heranführen, versucben ifl&ei besonders, unsere verderbenspeienden schweren Mörser still rr legen, und verschwinden schleunigst wieder, um alsbald an einer ntberen Stelle aufzutauchen und uns zu befeuern. Dabei kommt >en Fvanzosen die genirue Kenntnis des schwierigen, mit dielitem Dolde bedeckten Hügelgeländes zugute, dessen Besitz von uns Fuß un Fuß erst erkämpft.werden muß, während die Franzosen inner- mlb des eingeschlossenen Ringes noch hinlängliche Bewegungs reiheck haben.
Taucht nun eine dieser überraschend in Tätigkeit tretenden canzösischen Batterien an einer Stelle auf, wo sie unserer Jn- anterie, Feldarrillerie oder vorübergehend sogar einer schweren Be- aqcrungsbatterie lästig werden könnte, so muß ihre Stellung mög- ichst rasch erkundet werden. Kennt man diese genau, so genügen -»eist wenige der mit unheilvoller Treffsicherheit von einzelnen inj«« schweren Batterien, denen diese Spezialaufgabe zusällt, egen sie berichteten Schüsse, um die Franzosen zu vertreiben oder tzcher Ne-echt zu setzen. Die Erkundung dieser stets wechselnden endlichen Stellungen geschieht teils durch vorgeschobene Bcoboch- ungspoften, die aus Bäumen oder an günstigen 'llussichtspunften ti den Bergabhängen eine gegen feindliche Beobachtung voll- ommen gedeckte Stellung eingenommen haben, teils auch durch niere Beobachtungsballons, die ihren Vlatz sehr schnell zu wech- rln imstande sind und dem Feind oft die peinlichste Ueberraschung «reiten. Ist die Stellung der französischen Batterie erkundet, , wird sie telephonisch der in Betracht kommenden deutschen sitgtteilt, die den betreffenden Geländepunkt sofort unter Feuer ftnrnrt Der Erfolg jedes Schusses wird sogleich telephonisch, wenn mgängig von zwei unabhängigen Beobachtern aus verichiedenen Plätzen, der Batterie gemeldet, ferner bestätigen ihn, wenn mög- ich, auch noch Lichffrgnaldcpeschen ganz wett vorgeschobener Beruhter. Es ist also möglich, wenn der erste Schuß zu kurz! oder ll ivett begangen ist, schon den zwetten zu verbessern. Mtt welcher öicherbert dies geschieht, erfuhren wir ba einem unserer feuernden ebneren Geschütze, welches eine unserer Infanterie und Fttd- «tillerie wirkungsvoll bedrängende französische Batterie mtt sech- ehu Schuß vollkommen außer Gefecht setzte
Mtt die wertvollsten Dienst« gegenüber dieser eigenartigen beglichen Takttk der ftanzöstschen Feldartillerie leisten unsere Megcr. Ne überbringen mtt größter Schnelligkeit Meldungen, cus Grund deren unsere Artillerieoffiziere in der Lage sind, die ranzösische Stellung, die von dem Standort unserer Geschütze rus unsichtbar hinter Hügeln und Wald stehen, mit Hilfe weniger stichtkom,nandos mtt Granat- oder Schrapnttlfencr zuzudecken. Wir Kriegsberichterstatter halten bei einem Besuche der Schlacht- elüer östlich von Verdun Gelegenhett, solch einen kleinen Aus- chuttt aus dem großen Entscheidungsrrngen aus aller Nähe », beobachten. Wir hatten uns auf dem am Tage zuvor in heißen kämpfen, deren Spuren man noch auf den Waldwegen sah und >on denen zahlreiche frische Gräber zeugten, dem glänzend ver-
Papeete - die Hauptstadt van Tahitit.
Es ist einer der abgelegensten Plätze unseres Erdballes, der »noch die deutschen Scklackstkreuz« „Scharnhorst" und „Gneiselau" den Ernst des Krieges kennen gelernt hat. Nur einmal des vconats trifft im Hasen von Papsetc, der Hauptstadt der ftaw- chftjchen Sudsse-Kolonie Tahiti, der Dampfer ein. der den Ort , rnd die Insel mtt der Außenwelt verbindet, und es ist immer ein rroßer Tag für die Bevölkerung von Papeete, wenn der fällige Lanwftr einläuft. Von hohem Reize ist die Eurfahtt in dre sich cllmählch verengende Bai. Aus der einen Seite fällt etne Kette »on lichtblauen Höhen vulkanischen Ursprungs mrnrittelbar bis cn die See, und hier bieten sich Ballier, die an Neapel, Capri rnd Sorrent erinnern. Mitten in der Bucht liegt eine fleine Tjttiel mtt ein paar Kokospalmen. Die Flanken der die Bucht rnd den Hasen beherrschenden Berge sind an ihren niedrigen dangen mit dichten Anpflanzungen von Kokospalmen besetzt: oa- avisöhm kommt hier und da und besonders wetter oben an den Sergen der Boden der Insel mit starkem Rot zum Vorschein, rnd dieses Rot und Grün zusammen mit dem Blauviolett des Meeres- das ist die Farbcnstimnrung der Landschaft von Papeete. Allenfalls wäre noch das Weiß der vielen kleinen, in Grün gebetteten Häuser zu erwähnen, die sich um das blaue Meer »erum angesiedelt haben. Am Sttande wird der Dompier von Xilb Papeete empfangen und die Beamten mit ihren Angestellten ftlen an Bord. Die Beamten sind Franzosen: ihre Angeucllten, ne einen ganzen großen Schwarm ansmachen, tragen. einen nicht .il verkennenden chinesischen Typus. Denn die Sohne des hrmm- ii-ben Reiches haben sich in recht großer Zahl aus Papeete «nge- ristet, und durch ihre Verbindungen mtt den erngeborenen Frauen .st eine Mffchrasse entstunden, deren Züge in der Regel g rob geschnitten sind und in deren Charakter vor allem lue Traghett »orherrscht Freilich, Papeete ist ein Ott, ,aut dessen Boden dre Trägheit überhaupt üppig gedeiht. Der trnchtbare Boden gibt «icht und schnell her, was der Mensch gebraucht, Begriff und Einrichtung der strengen Arbeit existieren hier nicht, und man lebt rur so vor sich hin. Ein englischer Reisender fragte einmal einen ftanzösischen Beamten, wie weit er bis zum Postamt zu geben habe. 2, sehr wett, war die Antwort — vielleicht 15 bis 20 Minuten. Der Engländer hatte Eile und schritt zu: in drei Mrmften hatte « sein Ziel erreicht. Aber bei dem Tempo, das aus Papeere herrfcht, konnte man zu dieser Sttecke wohl 20 Minuten gebrauchen
Tahtti ist ja lange als die wahre Perle der Züdsee^ gefeiert worden. Tie Anmut seiner blumenbekränzten Frauen, die Schönheft seiner in üppigster Vegetation prangender Landschaft, die .vttterkttt ieuirr Bewohner — wer hätte nicht schon davon gelten oder cpchött? Aber schon der französische Maler Paul Gauguin, der bekanntlich nach Tahiti gereist ist, um dem Ueberdruffe an der Kultur Europas zu entrinnen, erlebte, sowett Papette in Betracht kommr, eine grimmige Enttäuschung. Er kam gerade dahin, als der letzte
schanzten Feinde abgerungenen Ostrande der Cöle einer schweren Batterie genähert, welche ein grbnerrschcs Fott in Asche legte, als plötzlich die ftanzöftsche Feldart ülerie unsere Ballette mir einem dichten Schrapnell Hagel überschüttete. So ttndrucksvoll das für einen Augenblick sür uns Kriegsberichterstatter war, die wir dabei endlich drc Feuertauie erhielten, so gleichmütig ertrug die Bedienungsmannschaft der Batterie, welche gerade Feuerpause hatte, den ringsum durch die Aeste des Waldes llalichenden Blei- und Ersenhage!. Wir stelllen denn auch sehr bald fest, daß das Feuer der Franzosen wirkungslos blieb, ttotzdem sie aus unseren Standort ttngeschosschr waren, wie ein unmittelbar vor uns am Waldrande ausgeworscnes, mtt drtt Jniantettchelmen bedecktes Grab bewies. Hier war gestern ein feindliches Schrapnell untren in eine unserer Infanteriekolonnen geschlagen und hatte drtt Mann getötet und fünfundzwanzig verwundet. Heute dagegen zielten die Franzosen schlecht. Das mehr niederträchtig als ichaucttich klingende Zischen und Auseinandervuffen der Schrapnells über unseren Köpfen «- rttchle daher nicht crnmal den Zweck, unsere Leute zu beunruhigen.
Das französische Schrapnellen« hatte noch keine Bertelstunde gedauert, als plötzlich un Walde rechts vor uns aus ziemlicher Nähe das ungeheuerliche, säst ohne Unterbrechung fortgesetzte Dröh- nen einer unserer schweren Batterien anhob, wttche den Fttnd zudeckte. Ter Erfolg ttal fast augenblicklick, ttn. Das Schrapnell- seuer lieh nach, die Gegcnakkron war wirkungsvoll gewtteit
Während nftr nun aus der eben noch so lebhaft mtt Schrap- nttlhagel bestreuten Sttaße zurückkehtten, um unsere Fahtt nach ttner anderen schweren Bttagerungsbatterie fortzusetzen, beobach- ten nftr den Angriff des Fttndes auf euren unserer Flieger, viel- lerchk denselben, auf dessen Erkundung hin die französische Feld» arttllettc, die uns btteuert hatte, still gelegt worden war. Deutlich zttckmeie sich die Silhouette des Doppeldeckers am llaren Nack,, mittagshimmel ab, wie sie in ziemlich niebrtgem Fluge über dem Kamm der Hügelkette auftauckue. Plötzlich stand neben ihr am blauen Himmtt ein llttnes, dickft zusammengeballtes, sttber- blinkendes Wölkchen, das sich rasch vergrößerte und in der ruhigen Luft stehen blieb. Gleich danach leuchtete neben dem Flieger em winziger roter Feuersleck sür den Bruchteil einer Sekunde auf, und aus dittem Puntte entwickelte sich sofott ein zwtttes solches Silbenvölkchen. Deren wurden sehr schnell mehr. Auf allen Seiten rings um die Bahn des Fliegers pufften sie auf, während ditter ruhig seinen Flug fortsetzte. In dem Dorse. welches wir gerade durchfuhren, war eine Erregung unter unseren Truvveir, wie bei ttnem Alarm. Alle litten aus den Quattiercn und von ihrer Beschäftigung nach dem Dorsausgange, von dem man das Fliegerlager sehen konnte. Alle hatten nur ttnen
Gedanken, den heißen Wunsch, daß die bttden kühnen
Fliegerosftziere unversehrt durch das Schnellfnwr des Fttndes hindurchkommcn möchten. Immer noch pfufften die Schrapnelle, wie es schien, ttnc bttonders lleine Art, deren dichte Rauchentwickelung den Punkt, wo sie geplatzt waren, deutlich in der Lust mav- kiettcn, um eine Verbesserung des nächsten Schusses zu ermöglichen, unablässig hinter dem Zweidecker her. Endlich war er aus dem Schußradais der Franzosen heraus, und nun erhob sich ttn begeisterter Jubel unter unseren Mannschaften, in den wir frohlockend ttnstimmten. Die Flieger selbst, die im langsamen Glttt- fluge vor ihrem Schuppen niedergingen, hatten gar nicht bemerkt, was sür ttn Riesenfeuerwerk die Franzosen ihnen zu Ehren abgebrannt hatten. Btt dem Rattern ihttr Mowre hatten sie das Platzen der Schrapnelle nicht gehött, wie uns ttner der Herden Flieger am folgenden Tage selbst erzählte.
Nachdem diese Jagd ettolglos geblieben war, begannen die Franzosen ttnen unserer Beobachtungsballons zu bttchießen. dttsen Standort nftr unmittelbar vorher passiert hatten, so daß wir auch diesen Vorgang aus naher Nähe genau beobachten konnten. Der Führer des Ballons muß wohl die Ueberzeugung gehabt haben, daß dies Feuer seiner gelbseidenen Ballonhülle gttährlich werden könnte. Jedenfalls ging der Ballon mit einer Behendigkeit, die man seinem beträchtlichen Lttbesumfange niemals zugetrant hätte, zu Boden und war schon hinter dem Walde verschwmrden, als die nächsten Schrapnells über seinem Standort austauchten. Tie gegen ihn oorgeswßenen Franzosen wurden rasch verttieben. Wenige Minuten später stieg der Ballon «was absttts von sttnem ersten Standort wieder aus und hatte Gelegenhttt, den Abzug der fttnd- lichen Battette zu beobachten, die den gefährlichen Späher vergeblich aus der Luft herunterzuholen versucht hatte.
W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.
ttngeborene König starb und das französische Regiment endgültig und auch der Form nach die Zügel crgttff. Da sah er denn den Traum, den er von diesem Idyll sich vorgetränmt hatte, zerstört. „Die Zivilisation — Soldaten, Handel und BeaiMentum — triumphierten leider," so ttes er seufzend aus. Bor allem das Beamtentum. Tie Europäer in Papeete führen Klage darüber, daß die ftanzöftsche Verwaltung sür eine Bevölkerung von 10 000 Einwohnern 510 Beamte gebrauche, und wie es auch um die Richtig- kttt dieser Zahl bestellt sein mag, so bald« jedenfalls dos Beamtentum ein so starkes Element in d« Bevölkerung von Papeete, daß es allen Bttuch«n auffällt. Was die altberühmte Schönhttt des Idylls dieses Platzes angeht, so hat die ftanzösische Verwaltung die Schönhttt der Natur freilich nicht zerstören können; und nie wird man müde, die Bewegung des Lichtes, die Sonnenuntergänge, die Mondnächte über der kleinen Insel Moorca zu beobachten; im übrigen ab« ist Papette nicht nur längst europäisiert und das will sagen: trwialisiett, sondern cs ist
Inder nicht zu btttrttten, daß das Leben dieses kleinen Mifto- kosmos kernfaul ist. Die Bevölkerung ist längst entatt«. Sie ist träge und ausschweifend. Es benschen üble Srätcn in den Straßen und in den Häuiern dec Hauvtstaot von T-ihltt, un? es gibt da Biettel, die in kttnem besseren Ruse stehen, als die übelsten Matrosenvi«tel ftanzösisch« Hafenstädte. Es ist ein Phäakenland ab« hint« d« versührettschen Außensefte birgt sich die Fäulnis des Bettalls.
— Bon der Erg ffnung des Karlsruher Hos- theaters schreibt man uns von dorr: Auch das Karlsruh« Hostheater hat nunmehr nfted« sttne Pwtten ausgttan: mit einem oat«ländischen Konzert, dessen Rein«trag dem Roten Kreuz und den Angehöttgen von im Felde stehenden Mannschaften zu- kommcu soll, wurde die „Kttegssaison" erösfti«. Das Hoiorchttt«, d« Hoftheaierchor, ttne Rttbe namhaft« Solisten, die Männer- gesangv«ttne Licd«halle, Lied«kranz und Lehr«gesangv«ein, sowie d« Bachverttn stellten sich in den Treust d« guten Sache und boten ein reichhaltiges Programm, von dem die Bachssche Kantate „Eine fttte Burg ist uni« Gott", die Altnied«lLnd'schen Volkslied« und die uni« d« Lettung von Horkavellmttst« Alfted Lorentz schwungvoll gespieltt Egmont-Luvertüre bttond«s erwähnt stten. Einen machtvollen Ausllang fand der Abend in dem Gesang: „Deutschland, Deutschland über alles!", in den das vollbesetzte Haus, in dem sich auch vitte verwundete Krieg« befanden, begttst«t ttnstimmte.
— Die Baltische Ausstellung in Malmö ist am Sonntag stt«lich geschlossen worden. Trotz des regn«ischen Wetters waren gegen 60 000 Menschen zugegen. Landeshauptmann Tele- gardie, Borfttzend« des Ausstellungskomitecs, dankte in sein« Schlußrede den Firmen, die an der Ausstttluug tttlgeuommen haben. Abends fand ttn Bollsfest statt.
Aus dem Reiche.
Berlin, 6. Okt. fWTB. Nichtamtlich.s D« Kaiser hat durch Erlaß aus dem Großen Hauolguartter vom 24. September genehmigt, daß beide Häuf« des Landtages zur Fortsetzung der Legislaturperiode vor dem durch Verordnung vom 15. Juni 1914 sestgesetzten Zeitpunkt zusammentreten. Daraufhin hat der Präsident des Abgeordnetenhauses die 96. Plenattitzung aus den 2 2. Oktober anberauutt.
Berlin, 6. Oft. Angesichts des V«haltens d« Polen in der Kttcgszeft hat d« aus den Ostprovinzen v«stLrVe Hauptvorstand des Oftmarken-Vereins beschlossen, die Ver- einslätigkeit einzu stellen. Die gttcume Organffation des Verttns ivftd in den Dienst des Roten Kreuzes bestellt, dem als erste Rat« 25 000 Mk. üixnwi-tten wurden uebeu ein« Spende von 500 Mk. für Ostpreußen.
Weimar, 6. Oft. lWTK3. Richtanttlich.) Die „Wttmarische Heftung" teilt mit, daß nach einem Erlasse des Großherzoas von <oachsen-Wennar die Regierung des Großlurzogtums bis auf wttlcres d« Großherzogin üb«trageu wird.
Verlustliste des )ns.-Regt§. Nr. U6.
Gttechte im Westen vom 10. bis 21., Anloy am 22. n. a. am 27. und 28. 8. 14.
9. Kompagnie. Hauptm. Robett Wolf, Stralsund, schvw.
— Feldw. Ernst Stellet, Reutschen, Kr. Wttßenfels, tot, — Serg. Johannes Wern«, Crainfeld, Kr. Lauterbach, tot, — Feldw. Wilhelm Bechtold, Eschenrod, Kr. Schotten, lvw. — llnteroff. Adolf Fritsch, Ob«-Seemen, Kr. Schotten, schvw. — Gefr. Fritz Douck- loh, Wettinghosf, skr. Altena, lvw. — llnteroff. Konrad Schmidt. Angersbach, Kr. Laut«boch, tot. — Musk. Anton Bend«, Max- httm. Kr. Höchst a. M., tot. — Tambour Wilhelm Brau«, Marburg, lvw. — Musk. Heinrich Fenschel, Frankfurt a. M., lvw. Musk. Joh. Gorski, Zichen, Kr. Lebau, tot. — Musk. Adalbert Koviewicz, Blütenau, Kr. Mogilno, tot. — Tamb. Karl Krämer, Mainzlar, Kr. Gießen, schvw. — Tamb. Konrad Mengel, Ron- lwusen. Kr. Marburg, tot. — Gttr. Ludwig Schmidt I., Gießen, lvw. — Gesr. Kutt N«,mann, Gießen, lvw. — Musk. Wilhelm Bohn, Usenborn, Krtts Büdingen, schvw. — Musk. Joses Dttß, Ditteshttm, Kr. Offenbach, tot. — Musk. Johann Diehl I., Guntersblum, Kr. Ovvenhttm, schvw. — Musk Paul Karl Httnttch Ehrhardt, Metz, lvw. — Musk. Emil Erb, Bischwttl«, Kr. Slraß- burg, tot. — Musk. Johannes Frey, Klttn-Bockenhttm, Rhttn- psalz, tot. — Musk. Robett Hirsch, Wanzenau, Kr. Sttaßburg, schvw. — Musk. Emil Hossmami, Rödgen, Kr. Fttcdb«g, schvw.
— Muskett« Ennl Katz, Stttnb«g, Kreis Gießen, lvw. — Musketier Peter Kusel, Klttn-Wiuternheim, Kr Mainz, schvw — Musk. Karl Knösel, Straßburg i. E., schvw. — Musk. Georg Lob, Lttselhttm, Kr. Worms, schvw. — Musk. Joses Medest, Fulda, schvw. — Musk. Pet« P«ry, Wixhausen, Kr. Darmstadt, schvw.
— Musk. Theodor Risse, Srndlingen. Kr. Höchst a. M., tot. — Musk. Ptt« Rupp, Fram«shttm, Kr. Alzey, schvw. — Musk. Jost Schäfer II., Lora, Kreis Marburg, schvw. — Musketier Jakob Schäfer I., Rinderbügen, Kr. Büdingen, kvw. — Musk. Philipp Schneck«, All«tshauftn, jkr. Gießen, schvw. — Musk. Ernst Schulz, Satzungen, Mttningen, lvw. —
Heinrich Schwarz, Osfenbach a. M., lvw. — Musk. Emil SSifien- bach, Darmstadt, Hessen, low. — Musk. Ludwig Heck, Fttedens- dors. Kr. Biedenkopf, lvw. — Musk. Wilhelm Korneli, Konstm»,, Baden, lvw. — Res. Wilhelm Schmidt Lu., Altena, tot. — Res. Fttedttch Bredehorn, Grünewiese, Kr. Altena, tot. — Res. Wilhelm Tenkhans, Altena, schvw. — Res. Wilhelm Opl«beck, Httdebickr, Kr. Olpe, low. — Res. Fttedttch Krallmann, Altena, schvw. — Res. Julius Lok, Pollnitz, Kr. Schlochau, low. — Res. Karl Weiß, Ehringshausen, Kr. Alsfeld, low. — Res. Karl Limpett, Gedern, Kr. Schotten, low. — Res. Johannes Lankel, Frohnhausen, Kr. Marburg, lvw. — Res. Wilhelm Diehl IV., Gedern, Kr. schotten, lvw. — Res. Wilhelm Ackermann, Gedern, Kr. Schotten, low. — Res. Reinhardt Diehl II., Gedern, Kr. Schotten, schvw. — Res. Heinrich Buchwald. Großfelda, Kr. Alsftld, tot.
— Res. Ludwig Hock, Holzhttm, Kr. Gießen, lvw. — Res. Ludwig Lambmann, Gedern, Kr. Schotten, lmv. — Res. Ernst Hanisch, Baumgartcn, Kr. Strehlen, tot. — Res. Heinrich Fett, Watzenborn, Kr. Gießen, tol. — Res. Httnr. Philipps I., Ruppertenrod, Kr. Alsfeld, schvw. — Res. Karl Langohr, Wettsaascn, Kr. Ms- seld, tot. — Res. Httnttch Wißner, Londorf, Kft. Gießen, low. — Res. Chttsttan Schnftndl, Grüningen, Kr. Gießen, tot — Res. Karl Marschstellen I., Grüningen, Kr. Gießen, lvw. — Res. Otto Marschstcllen II., Grüningen, Kr. Gießen, lvw. — Gefr. Karl Schneider, Bannerod, Sfr. Lauterbach, schvw. — Res. Joh. Ph>- livvi II., Lbcrohmcn, Ob«hessen, lttcht o«»oundet. — Res«vist Johann Bruckn«, Spttchersdorf, Kr. Kemnat, leicht verw. — Res. Deinr. Dietz II., Burgsolms, Kr. Wetzlar, lvw. — Rn. Karl Aivhr I., Nied«Iemp, Kr. Wetzlar, lvw. — Gett. d. R. Fttedttch Beck« III., Burgsolms, Kr. Wetzlar, schvw. — Res. Karl Gath, Burgsolms, Kreis Wetzlar, lvw. — Res. Pet« Velden, Albshausen, Kr. Wetzlar, low. — Rcs. Jakob Fries, Kölschhauten, Kr. Wetzlar, schvw. — Res. Heinrich Schmidt VII., Burgsolms, Kr. Wetzlar, lvw. — Gttr. d. R. Andreas Post, Ang«sbach, Kr. Laut«bach, tot. — Res. Julius Schäfer VI., Mandeln, Tillfttts, tot. — Geft. d. R Stephan Schlichting, Hiftchselde, Kr. Oppeln, lvw. — llnteroff. d. R. Oskar Annacker, Marksuhl. Kr. Eisenach, tot. — Musk. Karl Jndetthal, Lberwttdbach, Kr. Biedenkopf, tot.
— Musk. August Ewald. Offstttn, Kr. Worms, schvw. — Res. Karl Kahn, Eichelhain, Kr. Laut«bach, schvw und vm. — Res. Heinrich Diehl III., Ged«n, Kr. Schotten, schvw. und vm. — Rtt. Karl Rupp, Lanzenheim, Kr. Lautnbach, Hessen, tot. — Res. Httnr. Frank, Köstttch, Kr. Alsfeld, tot. — Musk. Alb«t
Aufing«, Straßburg, vm. — Musk. Wilhekm Fuhr, Solzhausen, Kr. St. Goarshausen, vm. — Musk. Alfted Michael Jahn. Schil- linghttm. Kr. Straßburg, vm. — Musk. Peter Kullmann, Biedenkopf, vm. — Rtt. Paul Scherf«, Altena, vm. — Res. Wilhelm .Httmann. Mtena, vm. — Rtt. Ernst Altehos, Altena, vm. — Rtt. Wilhelm Neu Haus, Altena, vm. — Res. Otto Schmelz, Wttd- mos. Kr. Sau«bad, vm. — Rtt. Wilhelm Schmidt IV., Stttn- b«g, Kr. Schotten, vm. _— Rtt August Tiegel, Ehringhausen, Kr. Nsseld, vm. — Geft. Karl Stock, Rödgen, Kr. Fricdb«g, vm. — Rtt. Richard Schmidt V., Hungen, Krtts Gießen, vm. — Rtt. Johannes Gräuel. Rind«bieg«l. Kr. Büdingen, vm. - Rtt. Fritz Schmidt Vl., Lberneundors, Kr. Görlitz, trat. — Res Karl Fink, Kastnch, Kr. Alsittd, vm.
12. Kompagnie. Fahnenjunker Geft. Georg Schutze, Burg, Kr. Magdeburg, vw. — Bizeftldw. b. R. Hermann Buß, Holzhttm, Kr. Gießen, tot. — Geft. d. R. Friedr. Wilh. Mönnig, Ilbeshausen, Kr. Lauterbach, tot. — Gttr. Aug. Beck«, Aimenmi, Kr. Ob«lahn, tot — Geft. Andreas Schäl«, Ilbenstadt, Krtts Fttedb«g, tot. — llnteroff. d. R. Ernst Ludw. Httdmcnin,^ Karch- brombach. Kr. Erbach, tot. — Musk. Emil Ublmami, <rchilttgh«m. Kr. Sttaßburg, tot. — Einj.-fffteiw. Nut«oft. Fttedr Kvnr. Heister, Haingründan, Kr. Büdingen, tot. — Re». Emal Kerl, Brwr«, .Kr. Hagen, tot. — Rtt. Fttedr Wilh. Sw l, Dandnbach, Drll- fttts, tot — Rtt Wilh. .Httnr. Schmidt. Strafebersbach, Dill- krtts tot — Rtt Wilb. Hoftnann. Niederbich, Kr. Wetzlar, tot Res Wilh. Fänk, Oppenrod. Kr. Gießen, tot. — Untevoff. d. R. Fttedr Konrad, London, Kr. Gießen, vw. — Unttroff. d. R. Heinr Leon«, GitttzM, vw. — llaberosr. d. R. Heurr. Bram».


