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Potncar 6, Stfbccoutt in SotI>rut«i.it, durch dir (Beutfdjcit ist eine Fabel Ribecourt lag «MerdingS an den Tagen vom 6. bis zuin 9. September im Brennpunkt von Kämpfen und wurde in Brand geschossen, aber durch französische Ar­tillerie.

Deutsches Geld in Belgien.

Brüssel. 6. Oki. (Nichtamtliche Wie bereits gemeldet, besinnmt eine Berordnunq des Generalgouverneiirs für die be setzten Gebiete Belgiens die A n n a h m c p fl i ch t deutschen Geldes in Belgien und seht für die Mark einen Mindestkurs von 1,25 Franks fest. Durch die cinmarschierenden Truppen ist i'iel deutsckws Geld nach Belgien gekommen, das die Bevölkerung in Franks umnitanschen suchte, .hierdurch entstand eine starke Bachsroge nach Franks, die umso schwerer befriedigt werden konnte, als die Belgische Bativnalbank, die ilrrc Rotenpressc nach Ant­werpen brachte, in Brüssel erst nach langer Zwischenzeit Boten bcransgeben konnte. Auch in Deutschland entstand eine starke Nach frage nach dem belgischen Frank, vornebmlich infolge des Bedarfs der nach Belgien ziehenden Truppen und der starken industriellen Bezüge aus Belgien. So -ergab sich die eigentümliche Folge, daß der belgische Frank der Mark gegenüber einen vorher nie erreichten Hochkurs erhielt, und dies zu einer Zeit, in der die Belgische Nationalbank in eine kritische Situation geriet. Uin bei den durch vorübergehende Momente oeranlaßten, tatsächlichen dauernden Ver­hältnissen aber nicht einen entsprechenden Kursstand zu regulieren, erklärte der Gencralgouverneur die Annahmepslicht der Mark in Belgien und schasste eine Mindestrelation zwischen dem Frank und der Mark, da eine feste Relation wegen der sich rasch ändern­den Verhältnisse nicht angebracht erschien. Es wird somit der deutschen Industrie und dem deutschen .Handel möglich sein, ihre Bezüge aus Belgien in Mark zu bezahlen, was vor allem für Rheinland und Westfalen von großer Bedeutung ist. * . *

Deutsche Hilfe in Ober-Ungarn.

Ofenpest, 6. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der Sonder­berichterstatter desDz-Est" meldet: Der Kampf mit den eingedrungencn Russen ist noch nicht vollständig be­endet. Es ist zurzeit noch nicht möglich, eingehend zn be­richten, indessen kann schon gesagt werden, daß. nordwest­lich bei Maramaros-Sziget und Darezkoez eine russische Kolonne znrückgeschlagen wurde. An den Gefechten haben auch inzwischen eingetroffene deut­sche Streitkräfte teilgenommen. Zwischen Poleno lind AknoS machten die Russen einen lebten Versuch, unsere Reihen zu durchbrechen; sie wurden auch hier zurückgeschla­gen. Unsere Truppen verfolgten die sich zurückziehcnden Russen. Es wurden viele Gefangene gemacht. Das Komitat Bereg ist von dem letzten Mann russischer Fnvasions- truppen befreit.

Zur Flucht eines Unterseebootes aus Spezia.

Zu der Flucht des im vorigen Falhrie von der russi­schen Regierung bei der italienischen Fiat-Werft in Spezia bestellten, aber aus Neutral'itätsqründ-en zurückgehalteneu Unterseebootes meldet die ,,Boss. Ztg": Der Entführer ist ein in den Diensten der Fiat-Werft stehender italie­nischer Marineoffizier, der 15 andere Angestellte für seinen Plan gewonnen hat und der seine leidenschaft­liche Zuneigung zu Rußland und Frankreich und seine Kriegslust nie verhehlte. In einem hinterlassencn Schreiben an die Behörden verficht er die Notwendigkeit der Beteiligung Italiens an dem Kriege, die er beschleunigen will. Die Nachforschungen nach dem Unterseeboot sind bis­her ergebnislos geblieben.

Rom, 6. Okt. (W. B. Nachtamtlich.) Die Blätter melden, daß der Angestellte des Hauses Fiat-San Giorgio, der plötzlich mit dem Unterseeboot abfuhr, Angela Belloni heißt und Reserveleutnant der Marine ist. Wie dieTribuna" mittcilt, wird Belloni vor ein Kriegsgericht gestellt werden, unbe­schadet der strengen Bestimmungen des Strafgesetzbuches über die Reutralitätspflichten, die eine Miudeststrafc von 16 Jahren Ge­fängnis und den Verlust der Rechte eines italienischen Bürgers oorsehen Laurenzio. der technische Direktor der Werft Fiat- san Giorgio, bat Pressevertretern gegenüber erklärt, daß seine Firma den Schritt Bclbanis in keiner Weise billige. Belloni hat in einem Brüse an die Firma gebeten, jedes Urteil über seinen Schritt zu vertagen bis zur Ankunft des Briefes, den er im ersten Häsen, den er berühren werde, autgebcn werde. Bis dahin bitte er, ihn nicht etwa als verrückt arischen und mich nicht annelmien zu wollen, daß er im Einverständnis mit der Besatzung handle, die von nichts wisse, oder mit irgend einer Privatperson oder Behörde im In- oder Auslande. Das Geschwader von Spezia hat Befehl erhalten, sorgfältig nachdem Unter­seeboot zu suchen Bach Gerüchten, dieGiornalc d'Jtalia" undTribuna" verzeichnen, soll das Boot den Kurs aus Bastia genommen haben, doch setzt dieTribuna" hinzu, man glaube, daß das Boot anderswohin gebe.

Rom, 6. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Der russische Bot­schafter teilt mit, daß das verschwundene Unterseeboot tatsächlich von Rußland bei der Werft Fiat-San Gioraio in Svezia be­stellt worden sei: infolge des Kriegsausbruches ersuchte jedoch Rußland die Werft, das Boot noch zu behalten, und schließlich komme Rußland bei der von den Zeitungen berichteten Entfüh­rung des Bootes nicht in Betracht.

Tie Verluste der Serben.

Berlin, 6. Okt. (Priv.-Tel.) Die ,,B. Z. am Mittag" meldet aus Sofia: Bei den letzten Kämpfen östlich dev Drina sind die serbischen Schumadja- und Morawa-Divi- sionen fast vollständig ausgerieben worden. Im ganzen haben die Serben bisher 13 000 Tote und über 50 000 Ver­wundete.

Die Aburteilung der Mörder des österreichischen Thronfolgerpaares.

Wien, 6. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) DasNeue Wie­ner Tagblatt" meldet, daß die Schlußverhaudliingen gegen die M ö r d e r des Erzherzogs Franz Ferdinand und dessen Gemahlin am 12. Oktober beginnen werden. Außer dem Mörder Princip, der die todbringenden Schüsse abgab, sind der Bombenwerser Tschabri nowitsch, dann der Sohn des Popen Grabesch, ein Mittelschüler, sowie andere mehr oder minder an dem Attentat und den Vor­bereitungen dazu beteiligte Personen angeklagt. stdach deni Abschluß der ursprünglich für den November anberanmten Verhandlung erfolgt die Aburteilung einer anderen Reihe von Verschwörern, die der Mörderschar indirekt geholfen und die serbisch« Bevölkerung anfgereizt haben.

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Eine amerikanische Beschwerde gegen die englische Zensur.

Kopenhagen, 6.Okt. (WTB. Nichtamtlich.)Poli­tiken" zufolge hat die amerikanische Regierung der englischen Regierung eine Klage über dieZensurierungvonTe- legrammen onA Amerika nach neutralen Ländern wie Holland und D!ä n c m a r k zugestcllt. Ganz harmlose Te­legramme seien unterdrückt worden.

Die Abreise des Zaren auf den Kriegsschauplatz.

L o n d o n , 6. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Einer Peters­burger Meldung derMorning Post" zufolge, ist die Ab- reise des Zaren nach dem Kriegsschauplatz in Galizien in aller Stille erfolgt, nur mit kleinem Gefolge und ohnä Hosbeamte. Die Anwesenheit des Zaren auf dem Kriegsschau­plätze bedeute keine Einschränkung der.Handlungsfreiheit des Oberbefehlshabers, des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch. Der Zar wolle nur die Truppen ermuntern und anfcuern.

Ans s-tast ANS taut»«

Gießen, 7. Oktober 1014.

T r i» k e r »F ü r I o r ge st e l l e für Stobt und Landkreis Gießeii, Gießen Aster,veg 9. Sprechstunde jeden Donnerstag abend 6 bi- '7. Uhr. .

' Personalnachricht. Die Großhcrzogin hat am 3. Oktober d. I. dem Kulturinspektor Hch. Steinbach in Gießen den CharakterBaurat* verliehen.

** Sie Staatsprüfung a l s Apotheker bestanden die Kandidaten: Otto Marholdt aus ildordhausen, Ewald

E n g l i n g aus Fulda, Karl T i tz e l aus Gießen und Karl D o - m i n i ck aus Gießen.

** Das Eiserne Kreuz er st er Klasse erwarben sich der Kommandeur unserer 116er Oberst Schimmel­fe n n i g und Hauptmami P o l y von der Maschinengewehr. Kompagnie.

** Ritter des Eisernen Kreuzes. Obersts. Eduard Kreut er (früher im Inf.-Regt. 116), Reserve- Rcgt. 30 (l. KD). Privatdozent in der medizimsMn, Fakultät. Pros. Dr. Hübner, Schneidmeister im Fr. Mock- ichen Sägewerk Georg K l i n g e l h ö f e r aus Moischt, Ober­leutnant v. Apell, Adjutant des Jägerbataillons, Feld­webel d. R. G a ß m a n n und Dr. Karl S t u ch t e y, erster Assistent am physikalischen Institut der Universität und stellvertretender Fahrtenivart des Kurhessischen Vereins für Luftfahrt, sämtlich in Marburg. Major Lotz, Major Stehberger, Major v. Goessel, Hauptm. Staube­sand, Hauptmann Trapp, Hauptmann Tente, Leut­nant Külp, Leutnant Rupp, Leutnant Nehry, Leut­nant d. R. Schmoll sämtlich vom JnsieRegt. l68. Hauptmann d. R. Heinrich Fischer aus Worms, Reservist Karl Feucht aus Worms, Landwehrmann Gefreiter Ferdi­nand Jllert aus Mcttenheim, Offiziersstellvertreter Otto Kreitz er, Unteroff. d. R. Jakob Ziemer, Eins.-Unter­offizier d. R. Franzinann von Alzey, sämtlich vom Inf.-Regt. 118. Oberstleutnant Stempel (jetzt Führer der 49. Res.-Brigade), die Hauptleute Wilke (Führer des 1. Batl.), v. Hu ene,Der tz,Hebold, Oberleut. Fitza u^ Oberl. d. R. Kaus, Lt. Ruppert, Adj., Oberlt. d. Res. Schmitt, Lt. Schloenbach, Lt. Berndes und Assi­stenzarzt d. Ri. Dr. Thurn, sämtlich im Inf.-Regt. 168. Stabsarzt Dr. Armine cht vom Jnf.-Regt. 118 (diesem wurde auch das Hess. Sanitätskreuz verliehen). Oberleutn. M o o tz im Jnf.-Leib-Regt. 117. Leutnant Ernst M o r n e- w e g in der Festungs-Fernsprech-Kompagnie Nr. 1, Führer der Radio-Großstation der Festung Thorn. Hermann Böning, Leutnant in der 1. Kompagnie des Reserve- Regiments Nr. 116. Sanitäts-Unteroffizier Peter Frey­schlag, bisher Schutzmann in Darinstadt. Forstmeister H o f f m a n i!, Hauptm. d. L. und Assessor Hermann Hahn, Leutnant d. R. in Büdingen. Rittmeister d R. und Ko­lonnenführer Heinrich Gaßner aus Mainz, Unteroff. d. R. Fr. Molthan in Mainz, Leutnant im Fnf.sRegt. Nr. 65 Köln, Kurt Böller aus Hochheim a. MI/

** Dank unserer Landstürmer. Die e r st e K o m - vag nie unseres am Sonntag ausgerückten Landsturm-Bataillons bittet uns, der Bevölkerung der Stadt Gießen auf diesem Wege nochmals für die gewährte Gastfreundschaft und den herzlichen Ab­schied aufrichtigen Tank zu sagen, desgleichen den freundlichen Spendern von Liebesgaben, sowie der Direktion der Oberrealschule für die Bereitstellung von Räumen für die Komvagnicgeschäfte.

** Zweig verein Gießen vom Roten Kreuz. Man schreibt uns: Das hiesige Rote Kreuz bat infolge der großen Anzahl der in den hiesigen Lazaratten untergebrachten Verwun­deten außerordentlich erhöhte laufende Ausgaben zu bestreiten, ohne daß die Einnahmen, die sich größtenteils aus frei­willigen Svcndcn zusammensetzen, gleichen Schritt damit halten. So stellten sich z. B. im Monat September die Ausgaben um etwa 3000 Mk. höher als die Einnahmen. Um nun auch weiterhin un­seren verwundeten und kranken Kriegern die efforderliche Fürsorge angedeihen lassen zu können, und auch mit Rücksicht auf die stets wachsenden Anforderungen, die an das Rote Kreuz gestellt werden, ist es unbedingt erforderlich, daß alle Kreise der Gießener Bevölkerung sich anden Sammlungen beteiligen. Es wird die herzliche Bitte ausgesprochen, in die bei der Geschäfts­stelle des Roten Kreuzes (Alte Klinik), bei der Mitteldeutschen Kreditbank, Bank stlr Handel und Industrie, Bezirkssparkasse und der Gcwerbebank Gießen ausliegenden Sammellisten recht zahlreich Spenden einzuzeichnen, und es sei wiederholt daraus hingeiviesen, daß auch die kleinsten Beträge mit herzlichem Tank entgegen- genommen werden. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß die für Gießen gestifteten Beträge für die Zwecke des Roten Kreuzes in Gießen verwandt werden.

** Liebesgabentransport für die 116er im Felde. Ein Transport von Liebesgaben an wollenen Unter­kleidern für die Truppen der hiesigen Garnison, die bei dem Ver­ein eheni. 116er in großer Zahl, nebst Zigarren, Zigaretten, Cho- koladc usw. eingegangen sind, ist heute mit den Gaben des Roten Kreuzes zusammen per Auto an die Truppen abgegan- g c n. Weitere Sendungen gehen in den nächsten Tagen ab.

** Für unsere Soldaten. Die Firma I. Kann Söhne stiftete für das Regiment 116er: 500 halbe Flaschen Kognak, Rum und Hamburger Tropfen, die dem Verein ehem. 116er übermittelt wurden und demnächst an die Truppen abgehen.

** Kriegssvielzcit im Stadttheater. Durch den Umstand, daß der in Nr. 234 desGieß. Anz." unter der obigen Ueberschrist erschienene Artikel mit den Buchstaben O. B. signiert ist, die Annahme entstehen könnte, derselbe habe Herrn Geh. Hofrat Prot. Dr. B e h a g h e l zum Verfasser, legt dieser Wert aus die Mitteilung, daß der betresfende Aufsatz nicht aus seiner Feder stammt.

** Personalnotiz. Zu unserer gestrigen Nachricht, daß Herr Prof. Dr. Aßmann bei seinem Uebertritt in den Ruhe­stand Gießen znm Wohnsitz genommen habe, ist mitznteilen, daß er bei seinem Abschied den Charakter als Geheimer Ober- regierungsrat erhalten hat.

Landkreis Gießen.

m. Hungen, 6. Okt. Ein schönes Beispiel von Opfer- Willigkeit gaben die hiesigen Bahnbediensteten. Bei Auszahlung ihres Gehalts am 1. Oktober veranstalteten sie eine Sammlung zum Zwecke der Bewirtung auf der Durchreise befind­licher Verwundeter, die über 200 Mark ergab. Bei der heute früh crsolgten Durchfahrt von ca. 130 verwundeten Soldaten konnte bereits ein Teil dieser Summe verwendet werden zur Ber- abrcichung von Schokolade, Zigarren usw.

Kreis Alsfeld.

X Unter-Seibertenrod, 6. Okt. Unter sehr zahl­reicher Beteiligung wurde heute hier der fürs Vaterland gestorbene Karl Momberger zu Grabe getragen. In den letzten ' Kämpfen an der Marne traf 'ihn,achlemt das Gefcckst schon beendigt, noch eine Kugel, die von einem Stein abprallte und ihm durch denj Hals ging. Er kam in das Lazarett nach Gießen. Die Verwun­dung schien anfangs nicht gffährlich, cs trat aber Blutvergiftung hinzu, der der junge Mann erlag. Er ist der einzige Sohn seiner Eltern und hinterläßt eine junge Witwe nrit einem Kirche.

Ruppertenrod, 6. Okt. Schwere Opfer für das Vaterland mußte die hiesige Fanrilie Kümmer bringen. Jwci ihrer Söhne starl>en den Heldentod aut' Hem "Felde der Ehre. Der lungere Sohn siel gleich beim'Beginn des Krieges durch einen Schuß in die'Brust, der ältere wurde von einer Kugel ins Herz getroffen. Beide Söhne waren noch unverheiratet. Der Hauptmann meldete selbst den Eltern den Verlust und drückte ihnen sein -Beileid aus. Die Eltern des als vermißt geltenden Heinrich Philippi I. von hier, aus der 9. Komp, des 116. Regts. haben min aus der jetzt bekannt gegebenen Verlustliste erfahren, daß, ihr Sohn den Heldentod erlitten. Er wurde mit seinen Kame­raden Langohr, Sohn des Bürgermeisters von Wettsaasen, und Frank von Kestrich von einer Granate tödlich getroffen.

Kreis Wetzlar.

? Erda. 6. Okt. Ten Heldentod für das Baterlanh f« Uuterossizier Hermann Dörr, Sohn des Gastwirts Dörr hierstlb» gestorben.

Kreis Frievbera.

FC. B a d - N a u h «i in, 6. Okt. Infolge der Krtegswin,» fällt hier dieses Jahr das K i r ch n> e I h ! e st a u S.

Hessen-Nassau.

s) Marburg. 6. Okt. In der gestrigen Stadtverord. ii c t e n s i tz i, n g teilte Oberbürgermeister T r o j e mit, daß gj,* treiwilligen Sammlungen für die Kriegssürsorge 47 000 Mk. ei», gegangen seien. Die städtische Sparkasse habe insgesamt, die 3tj<j) nungen der Einleger mitgerechnet, mit 543 700 Mark sich an dk- Kriegsanlcihe beteiligt. Dem Anttag. in dieser Spielzeit da? Theater nicht ausfallen zn lassen, wurde zngestimmt.

m. Neustadt, 6. Okt. Dem Musketier Heinrich Lemmer von hier wurde das Eiserne Kreuz zweiter Klasse verlieh^,

- Die Tochter des Einwohners K. im naben Willingshausen wurd^ Non der Deichsel eines rollenden Wagens so unglücklich gegen di, Mauer eines Hauses geauetscht, daß die Deichsel in die Brust drang. Das verunglückte Kind wurde nach Marburg transvortiert h. Frankfurt a. M 6. Okt. Der vrcußische Kuktusminist^ bat für die Besetzung der vcffchiedenen Würden und Dekanate an der Universität folgende Ernenuimgen vollzogen: Professor Dr. W a ch s m u t h wurde zum Ersten Rektor. Professor T, Panzer zum Prorektor ernarmt. Dekane wurden von de, juristischen Fakultät Professor Dr. Frcudenthal, von der vhilosovhischen Fakultät Geh. Regierungsrat Professor Tr. vor Arnim, von der naturwissenschaftlichen Fakultät Professor $ T Schoenflies und von der wirtschasts- und sozialwissenschast) sichen Fakultät Professor Dr. Pohle. Für die medizinisch, Fakultät wurde noch kein Dekan ernannt. Die Vorlesungen an der Universität nehnien am 16. Oktober ihren Anfang, die dn dcmie für Handels- und Sozialwissenschasten, die fortan organiich mit der Universität verbunden ist. am 27. Oktolier.

A Cronbera i. T., 6. Okt. Prinz Wilhelm von Hessen, dessen Ge,leiuiiq von seiner Verwundung erfreulicherwere fortschreilct. wurde heute nach Frankfurt in die Privatklin,k des Sanitätsrats Dr. La mos verbracht. Es soll hier di« Laq, der Kugel, die noch in der Brust steckt, mit Röntgenstrahlen Hst. gestellt werden.

FC. Limburg o. d. Lahn, 6. Okt. 1415 MctzerAb. Wanderer, die zu Kriegsbeginn ihre Heimat verlaflen miihstn und in Ortschaften in den streifen an der Lahn untergebrachi worden waren, wurden heute von hier aus nach ihrer Heimat belördert.

Dar Erdbeben in Min-Asien.

Konstantinvpel, 6. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Ergän­zende amtliche Meldungen über das jüngste Erdbeben besagen, daß in Sparta eine große Anzahl von Häusern zerstört worden ist. Die Amtsränme der Militärverwaltung, das Tele- grapheiibiireau und WohltättgkeitSanstalten sind teilweise eingc- stürzt. 248 Personen sind getötet worden. Vermutlich liegen die Leichen weiterer Verunglückter noch unter den Trümmern. Nach dem Erdbeben hat eine Fcuersbrunst 18 Häuser und Läden ein geäschert. Auch in der Umgebung Spartas bat das Erdbeben großen Schaden anaerichtet und Menschenopfer gr- fordert. In Burdur sind einige Stadtviertel vollständig zerstört. Das Rcgierungsgebäude und die Gefängnisse sind unbeschädigt. Die Zahl der umgekom menen Menschen in SSiirmir beziffert sich auf etwa 2000: viele Personen sind verletzt worden. In >E g h e r d i r ist einiger Schaden angerichtet worden, ohne daß dabei Menschen verunglückten. In Uluburlu wurden vier Personen getötet und fünf verletzt. _

Wetteraussichtcn in Hessen am Donnerstag, den 8. Okt. 10U r Heiter und trocken, nordöstliche Winde; in höheren Lagen Aacht- sröst«.

kehle Nachrichten.

Die Operationen in Russisch-Polen.

Wien, 6. Okt. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird unterm 6. Oktober verlautbart: Das plötzliche Vordringen der deutschen und österreichischgrngarischen Streitkräste in Russisch-Polen scheint die Russen vollständig über­rascht zu haben. Sie schoben zwär starke Kräfte ans Ga­lizien nach Norden vor, wurden jedoch bei ihrem Versuche, die Weichsel in der Richtung Opatow zu überschreiten, von den Verbündeten über den Fluß zurückgc- w o r s e n. Unsere Truppen eroberten den russischen Brücken­kopf bei Sandomir. In Galicien rücken wir plan gemäß vor. Bei Tarnobrzeg wurde eine ruffische Jnsantenc- tnvision von nnsern Truppen geworfen.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes v. H ö f e r, Generalmajor.

Ein amtlicher französischer Bericht.

(WTB.) Paris, 6. -Okt. (Nichtamtlich.) Heute nachmittac wurde folgendes C o m m u n i q « e ausgegeben: Aus irnserm linken Flügel dehnt sich die Front immer mehr aus. Große..ieb bedeutende Kavallcriemassen werden aus der Umgebung von Lilly gemeldet. Sie befinden sich vor feindlichen Streitkrästen, kl­eine Bewegung durch die Gegend nördlich der Linie Touc- coing-Armcntisres aussiihren. Bei Arras und aus i>m rechten User der eommr bleibt die Lage sichtlich dieselbe. Zioiswa Somme und Oise gab es abwechselnd ein Bor u n d Z u r ü- ck ( Bei Saffig nt) versuchte der Feind einen starken Angriff, de scheiterte. Auf dem rechten Ufer der A i s n e nördlich von Soinow sind wir gemeinsam mit den englischen Truppen leicht vorgerückt Wir haben gleichzeitig einige Erfolge in der Gegend von Berrv au-Bac erzielt. Auf dem übrigen Teil der Front ist nicht! zu melden. In Belgien haben die belgischen Streitkräste. welw Antwerpen verteidigen, die Rüpel- und Nathelinie stark besetzt Angriffe der Deutschen daraus scheiterten.

DieTimes" über das deutsche Vorgehen.

iWTB.) London, 6. Okt. (Nichtamtlich.) DieDimes' schreibt: Die kräftigen deutschen Ooerationen zu Lande gren zen an Tollkühnheit. Die Deutschen leisten anerkennens werten Widefftand in ganz Nordfrankrcich und beschränken stc aus dem rechten Flügel keineswegs auf die Abwehr. Sie mache: große Anstrengungen, um Antwerpen zu nehmen, und ba ben einige Fottschritle gemacht. Sie drangen zugleich von Lst vreußeu her in Rußland ein, und, obwohl ihr Vormarsch nac dem Riemen in alle Winde zerstreut ist, zeugt er von ihrem Mul Sie rücken jetzt mit großen Massen in einer Front von Meilen in Südvolen gegen die russischen Armeen an der Wcily sel vor. Rur eine Nation mit fünf Millionen wasfengnibter Man ner konnte so viele Unternehmungen zu gleicher Zeit versumm Die Deutschen weisen im ganzen sehr gute Leistungen aus, wenn sie nur wüßten, den Krieg anständig zu führen, so wäre sic würdige Gegner. (Notiz des WTB.: Die in den Aussübrungc derTimes" enthaltene Anerkennung der deutschen Leistung wiegt umso schwerer, als der Schlußsatz deutlich zeigt, wie wi«r willig man sie uns zollt.)

Anffilhr in Aegypten.

(WTB.) B e r l i ii. 7. Okt. Nach derDeutschen Tageszeitung haben in mehreren Städten Aegyptens blutige Zusain-mc" stöbe zwischen den brittschcn Garnisonen und eingeborrne Mannschaften stattgefunden. Die letzteren l c h n t e n fick ü ",. die Verschleppung aus die ffanzösischen Schlachtfelder a»

Die Köpenickiadc im Unterseeboot.

,'WDB.) Rom. 7. Okt. (NichtaiMlich.) TieTribuna" i°st' ihr sei aus der französischen Botschaft erllärt worden, da» oav Ajaccio vor Anker gegangene Unterseeboot aus. alsbald der Schiffswerft, aus der es erbaut wurde, wieder f gestellt werden wird. Es bleibe nur noch die Art der Wwm erstattung zu überlegen i!), da cs sich um einen in der ^ schichte des uttcrnatwnaleir Rechts neuen Fall handele.