*ev"Wttsge< nicht «ehr wid t lM roetben konnte. Der Brückenbau, der ca, 3 Wvchen eingestellt war, wurde wieder ausgenommen und
sind dabei ca. 150 Schlosser, Nieter und Helfer beschäftigt. Im grap hi s chen G ewcrbe legte sich nach dem Bericht des Deutschen Buchdruckerverbandes in Frankfurt a. M. die in den ersten Tagen des Monats eintrrteude Mobilmachung lähmend aus den Geschäftsgang. Ein Teil der Arbeitgeber schloss die Betriebe ohne Einhaltung der Kündigungsfristen, andere liegen Verkürzungen der Arbeitzeit bis 47i Stunden täglich eintreten. Der Betrieb in den Schriftgießereien ruhte vollkommen. Im Gastwirtsgewerbe konnte nach dem Bericht des Arbeitsamtes in Frankfurt a. M. durcl> den im Berichtsmonat ein- setzcndcn lhrieg die Zahl der Vernrittlnngen nicht erreicht werden, inrmentlich die der Aushilfskellner, Im allgemeinen ist die Lage im GastwrrtSgewerbe sehr schlecht geworden imd wird noch schlechter. Nach dem Bericht des Arbeitsamtes in Wiesbaden war in der Abteilung für das Olastwirtsgewerbe der Geschäftsgang gegen den Vormonat sehr richig. Mit dem Ausbrruh des Krieges reisten in Wiesbaden sowie in den umliegenden Kirr- und Badeorten sehr viele Fremde ab, daß die Hotels teils geschlossert, teils der Bestand des Personals verringert wurde. Für ungelernte Arbeiter war tue Lage des Arbeitsmarktcs ungünstig. Wenn nicht einesteils durch die Fcstunasbauten in Mainz eine Anzahl^ Erdarbeiter und sonstige für diese Arbeiten geeignete Leute der näheren und weiteren Umgebung von Mainz Arbeit gefunden hätten und nicht andererseits in den einzelnen Städten und Gemeinden di« staallichen und städtischen Betriebe für die Einberufenen Neu- cinstellrmgen vorgenoiumen hätten, wäre die Lage noch trostloser gewesen. Der Andrang von Arbeitslosen war grast. Die Gewerkschaften übernehmen für ihre Mitglieder die Auszahlung den städtischen Arbeitslosen-Unterstülning und die Kontrolle der Arbeitslosen. Um die Arbeitslosigkeit zu vermindern, hat die städtische Verwaltung in Darmstadt Notstandsarbeiten eingerichtet und beabsichtigt durch die Vornahme von Kanal- und Struhenbauten, durch Förderung der Bautätigkeit, durch Waldarbxit nsw. Arbeitsgelegenheit in größerem Umfange zu beschaffen. In der' Landwirtschaft kam nach dem Bericht des Arbeitsamtes in Frankfrrrt a. M. der flotte Geschäftsgang, der schon im Juli einsetzte urtb das Vorjahr weit Überstieg, bei der Mobilniachung säst ganz ins Nocken imd zog erst gegen Ende des Berichtsmo- nats wieder etwas an. Es besteht auch Arlssicht, dast die Ver- rnittlrmgstätigkeit weftcr zufriedenstellend verlaufen wird. Nach 'Knechten, Schweizern und Fütterern, die melken konnten, war die Nachfrage stark. Die Nachfrage nach Tagelöhnern, zu Arbeiten. die amb Arbeiter aus anderen Berufen machen können, mar schlecht. Hier machte sich der Stillstand in der Industrie bemerkbar, da zweifellos Fabrikarbeiter und andere, die sonst in den Städten arbeiteten, hier die Plätze ansfüllten. Die Ar- beitsvermitklimgsstell« in Kassel berichtet, dast die zahlrerchen Anmeldungen in der Landwirtschaft zum grohen Teil durch dort in Schutzhaft befindlichen polnischen Arbeiter erledigt wurden: auch wmen zu Erntchilfsarbeiten, wie Dreschmaschinen nsw. stets ansässige Leiste zur Verfügung. Dagegen konnten die offenen Stellen für Ackerknechte nfit Monats- oder Jahreslohn schwer befrist werden, da infolge Einberufung großer Mangel an bierzii geeigneten Leisten bestand. Auf dem weiblichen Arbeitsmarkt hat sich nach dem Vericht der Arbeitsvermittlungsstelle Kassel die ivirtsckaft- liche Lage infolge des Kriegsausbruches ebenfalls verändert. Eine große Anzahl Frauen und Mädchen, die infolge Schließung eiiiiger Betriebe arbeitslos geworden waren, konnten ivegen Mangel an offenen Stellen für häusliche Dienste imd Aufwartung nicht nntcr- gebracht Iverden. Auch in Mainz herrschte großer Andrang von Arbeitsuchenden Frauen und Mädchen. Für Frauen von Kriegsteilnehmern konnte Arbeft in der Munitionsanstalt angebotcn werden. Für die große Zahl der beschäftigungslosen Schneiderinnen, Näherinnen, Sfiaerfimen, Schnhsabrikarbeiteriimen und Ederen Fab-rikarbeiterimren fehlte es an Arbeit. Viele Frauen boten sich vergebens für Putz- und Wascharbeit an. Auch viele Frauen, deren Männer im Felde stehen, meldeten sich für Putz- imd Wascharbeit, so daß die Zähl derselben gegen sonstige Monate sich fast verdoppelte.
Gictzcner Straflammer.
Gießen, 26. Sept, Freigefprochen wurden aus Becufimg gegen das sie verurteilende Erkenistuis des Großh. Schöffengerichts Dad-Nauheim der Losteriekollekteur Sch. fti Eisenach, der Tabakhändker Sch. in Bad-Näuheim und der Agent B. in Friedberg von der Anklage des Lotterievergchens. Sic sollten nicht mft dem hessischen Zulaffungsstempel versehene Lose in Hessen vertrieben haben.
Ein alter Betrüger, den seine Art, durch Betrügereien von dem Geld« anderer zu leben, bereits in das Zuchthaus geführt hatte, steht in der Person des Heizers August G. aus Offenbach heute wieder vor ffiericht. Heute erhielt er in Verbindung mit berefts anderwärts gegen ihn erkannten Strafen eine Gesanüqefängnisstrase von zwei Jahren und sechs Monaten. G. hatte sich einlogiert unter dein VorwEd, er sei Vorarbeiter bei der Deutschen Tekegraphenleitungsgesellschaft, und verschwand dann unter Zurncklaffung seiner Zeche: verschiedentlich machte er Zcchschulden und erschwindelte von einem Arbeiter unter dem Vorgehen, er könne bei ihm in Arbeft treten, fünfzig Pfennig.
Freigefpro chen wurde derTaglöbncr G. Sch. in Alsfeld von der Anklage, daß er für 'seine Familie nicht sorge, indem er keine Lausmiete bezahle, so daß .öffentliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Die Frei- svrechung erfolgte nur deshalb, locil die nach 8 361 Ziff. 10 St. G. A. vorgeschriebcne Aufforderung nicht vorschriftsmäßig erfolgt war.
vermischte».
* M eAnsstchtskartedesLand stdu, r min« n n e s. 'Die „Kieler Zeitung'" veröffentlicht eine, mit Unterschriften von Franzosen bedeckte Ansichtskarte, die der Landsturm- mann Wilhelm Heinrich in Kiel an seine Frau schrieb. Sie lautet:
,^Aebe Frau! Unterschriften von FranAofen,
diie ich gefangen nahm. Dein Wilhelm,
Oscar Villettr, Sous-Offizier. Paul Ccrroir, Brigadier. Legrand, Edmond, Brigadier. Lavignc, Lson, C a rmm i ier. Reinp, Arthur, Brigadier. Leon Lcchemrr, Cannvnier. Jules De- tmirbet Mbert Lebrewn, Cannouier. Pasgucllc Omer, Jar- dinier. Denaul, Augustin. Frädsrrc Deiller, Sous-Officier.
In einein gleichzeitig mtgeforcmcnen Briefe schreibt der tapfere Landstirrmmann:
.Liebe Lena! Ich habe wieder was ausgesessen und bin Sergeant geworden. Bin Es Unteroffizier Posten mft 6 Mann jede zweite Nacht Da habe ich in der Nacht vom 7. Es den 8. d. M. zwöll Franzosen gefangen genoumieu. Das sind die ersten Ge- fEgenen, die unser Landsttrrmbataillon gemacht hat. Wir lagen E der ÄEdstraße platt Es der Erde und spähten Es nach dem Feinde, bis gegen 11 Uhr nachts eine Kolonne Es der Thausser ankam. Rasch entschlossen, wie ich bin, ging ich den Franzosen entgegen und ries ihnen Es FrEzösisch entgegen, sie sollten die Waffen weglegrn imd die Hände Hochhalten. Durch imser entschlossenes Vorgehen gaben sie sich gefangen, ohm einea Schuß zu wechseln. Vier Mann brachten sie mit schußbereitem Gewehr zur Feldwache. Ich sammelte mft den beiden Ederen Leuten hie Waffen, die von der Feldwache abgeholt wurden. Rach der Ablösung hat mich der Rittmeister in dir Arme geschloffen und mir 20 Mark gegeben. Dir werde ich mit meinen Leuten ehrlich teilen. WeE ich nach Mons zirrückkomine, soll ich dem Oberst vmgcstellt werden. Mache Dir keim Sorge ,nn meine .hEt. Jetzt soll ich mit meine» Franzmännern photographiert werden . .
Kriegskarten.
Zur Verfolgung der sich aus dam Seekriegs-- schauplatz der Nordsee abspielenden Ereignisse lei det eme im Verlage der Geographischen Anstalt von Justus Perthes in Gotha erschienene, mm Pros. Paul Langhaus bearbeitete imrte des „Deutsch-Britischen scekriagsschauplatzes" im fta'.'wb 1:1200000, 1 Bbttt 80x93cm groß, gute Dienste.
Preis in Umschlag 1 Wk Sie reicht von Aberdeen-Göteborg im Norden bis Le Havre im Süden, von Bristol im Westen bis Stral» fimd im Osten. An Ne b e n k a rten sind bcigegrben: Tdeoche-Müutllrng und Dover-Straße nach englischen Seekarten. Maßstab 1:400000, Insel Wight aut Soleut, Maßstäb 1: 600 000.
Märkte.
Gießen. 26. Sept Marktbericht. Aul dem heutiqen Wochenmarkte kostete: Butter das Plund 1,20—-0,05 Mk.i Hühnereier 1 Stück 10Psg., 2 Stück 00 Psg.; Enteneier 1 St. 0 Pig., 2 St 00 Pig,: Gänseeier 1 St 0-0 Plg., 2 St 00 Psq.: Käse das Stück 10—12 Psg, Käsemaite 2 Stück 6—6 Psg.Tauben das Paar 1,00—1,40 Mk„ Hühner da? Stück 1,60—3,00 Mft Hahnen das Stück 1,50 — 3,00 Mft Enten daS Stück 3,00—4,00 Mft Gänse das P!d. 00-00 Pig.: Welsche 4—6 Mft Ochlensteisch daSPld. 86 -96 P!g^ Rmdsteisch das Pinnd 90 — 84 Psa^ Kuhfleisch 80 Psg., Schweine- steisch das Plund 70- 86-88 Vlg. Kalbfleisch dasPid. 70-7 . P!a„ Hammelfleisch 1 Psd. 70—86 Big.: Kartoffeln Im Zentner 3—3,6 > Mft im Pfund 4 Psg., Weißkraut das St.8—I6Pig.: Zwiebeln der Ztr. 8,00-10.00 Btt.: Milch da» Liter 22 Psq.: Aevkel der ZenMer 8—lb Mk,: Birne» das Plund 8-16 Pig., Nüsse 100 Stück 80 Pig,, Zweischen der Zentner 6—8 Mark. — Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.
Kll. Wiesbaden. Bishh o f-Marktb eki chi vom 25. Sept. Auftrieb: Rinder 103 Mchsen 30, Bullen 10, Kühe und Färien 83», Kälber 85, Schale 28, Schweine 143, Prelle iür 100 Pid.
Marklverlaui: Geschält mittel. Lebend- Schlacht»
Ochsen. gewicht
Vokffleiichig«, miSgemästeir, höchsten Schlacht» 3% Mk.
wertes im Alter von 4—7 Jahren .... 50—66 82 —103
Die noch nicht gezogen hoben (imgejochte) . . 48—52 89—98
Jung«, fleischige, nicht ausgemästete >md älter«
ausgemästete . 43—47 80—88
Bul l e n.
Doll fleischig«, ausgew, höchsten Schlacht»». . . 43—48 73—82
Vollste!,chtge, jünger» . . . . ...... 37-4 2 63-71
Färsen. Rill} 9.
Vollflelschfg« ausgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes..... 46-62 85—95
Vovflelschige Esgemästetr Kühe höchsten
Cchlachtwertes bis ,n 7 Jahren..... 37—44 73-82
Wenig gut entwickelte Färsen....... 40—46 76—86
Aettere ausgemästete Kühe . ...... 33—35 68—68
Kätbe:.
Mittlere Mast» und beste Saugkälber . , , 62—58 90 — 100
Geringere Mast- und gut« Saugkälber . . . 48—49 80-88
Gering« EEgkälber.......... 40—45 68-78
Schal;.
Weidemastichal« '•
Mostlämmer und Masthmnmel. . . . 46,50—00,00 »2-00
__ Schweins.
Loli fleischige Schweine von 80—100 bg Lebendgewicht ..............47)4-48 8162
Pollfleischige Schweine unter 80 k^ Lebendgewicht 47-47)4 60 61
Pollfleischige Schwein« von 100—130 k; Lebendgewicht .............. 49 49'/. 61-83
Vollfleischige Schweine von 130—150 kg Lebendgewicht .............. 47-00 59 - 00
Fetischweine über 150 kg Lebendgewicht . . 41V,-44 62 -56
Mchentl. Uebersicht derTodezsälle i. -.Stadt Sietzen.
37. Woche. Vom 6. bis 12, September 1914, Einwohnerzahl: angenomnien zu 32 900 sinkt 1600 Mann Mtlitärl. Sterdlichkeitsziffert 30,40 «/„ nach Abzug von 10 Ortsfremden: 14,22
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
Eklampsie 1 (1)
Herzichlag 1
Gehirnhautentzündung! (1) Magengeschwür 1
Bauchfellentzündung 1
Krebs 1
Lungenentzündung 1
Ros« 1
Darmkatarrh 1
Selbstmord 1
Derunglückiing 1 (1)
Krieqsverletzte fdar.
4 Deutsche) 6 <6)
Lebensschwäche 1 fl)
1. Lebensjahr: 3.—15. Jahr:
Ist)
1« ~
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Gelenkverände rung 1__I_— _ —
Summa: 19(10) 15 (9) 4 (1) — '
A n m.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betresienven Krankheit aus von auswärts nach Gießen aebrachte Kranke kommen
kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Sonntag, den 27, Sevtember, 16. nach Trinitatis. Sotterdienst.
Zn der ztadtklrch«.
Vormittags 8 Uhr: Proleflor 1». Schian.
Vormittags 9'/, Uhr; Plärrer Schwabe.
Beichte und heiliges Abendmahl iür Matthäus- und Markus- gemeinde gemeinlam, Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Vormittags 11)4 Uhr: Kinderkirche für die Markusqeineinde.
Pfarrer Schwab«,
Z« der Zohanneekirch«.
Dormittaas 8 Uhr: Plärrer Bechtolsheim«r.
Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmiertrn au» der SirtaS- gemetnbc.
Vormittags 9*/, Uhr: Pfarrer SluSfetb.
Vormittags 11 Uhr: Kinderkirch« lür die Johannesgemeinde.
Plärrer A u S f e t b. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im
Iohannessaal.
Mittwoch, den 30. Sevtember, abend« 8 Uhr: Kriegsdetstunde.
Plärrer Ausleld. Rächstkünlttgen Sonntag, den 4. Oktober, findet im Hauvt-
qoticSdienst Beichte und heilige« Abendmahl lür die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen vorher bet dem Plärrer jeder Gemeinde erbeten.
Mittwoch, den 80, September, vormittag« 10 Uhr, findet im Johannessaal die diesfährig« Synode des Dekanats Gießen statt.
Jeden Samstag zwischen 7 und 8 Uhr werden beide Kirchen geöffnet und darin bei Orgelspiel Gekeqecrhest gut stillen Andacht gegeben sein.
videlkränzchen für Schüler höherer kehranftakte«.
Für die jüngere Abteilung jeden Mittwoch von 6—7 Uhr, für die ältere Abteilung jeden Samstag von 6—7 Uhr im JohanneSfaal. Mdelkräuzchen für Mädchen ans der Zohanaergemeinde.
Jeden Dienstag von 6-7 Uhr im JohanneSfaal.
wattbnrg-verein (Sie;straffe >S).
Dienstag: BIbelstnnd«. Donnerstag; Lcftabend, Sonntag: Vortragsabend,
Evangelischer Sotterülenft.
Äirchberg! Sonntag, den 27, September, vormittags )4I0 Uhr. Mainzlar: Sonntag, den 27. Sept., nachmittags '/,2 Uhr. Lollar : Mittwoch, den 80. Sepft abends 8'/, Uhr: Krlegsdetftunde. Daubringen: Donnerstag, den I. Oktober, abends 8'/, Uhr t Krlegsgebet stund«. Guß man«, Dekan,
ttathaNsche Gemein-«.
Sötte,dicast.
Samstag, den 26. 8eptemb-«r:
Nachmittag» um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: L«egerch«ü zur heil. Beicht«.
Sonntag, den 27. Sept,, 17. Sonntag nach Bormlttags von 67, Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
, um 7 Uhr: Di« erste hl. Messe.
, um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion.
, «im 9 Uhr: Hochamt mit Predigt.
! , um 11 Uhr: Hl. Meise mit Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht iür die Abgestorbenen.
Sonntag, Montag, Dienstag und Mittwoch, abend« um 7)4 Uhr ist Kriegs-Bittandacht.
Donnerstag, Freitag und Samstag, abends um >'/, Uhr, ist Rosenkranz-Andacht,
Freilag vormittag um 7 Uhr ist Segensmesse,
Diaspora-Gottesdienst.
In Grünberg um 9)4 Uhr.
In Huugen »m 10 Uhr.
Meteorologische Beobachtungen der Station Sietze»
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Höchsts Temperatur am 24,—26. September 1911 --- -4- 16,1 ’ C, Niedrigste , , 34.-86. . 1914 =» + 4,8*
Niederschlag: 0,0 mm.
Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug, Go eff,
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung
das Brieftaubenwesru betreffend.
Indem wir den nachfolgenden Aluftnf veröffentlichen, ersttchm wir die Bevölkerung, im Sinne der Ausßvrderung den Kriestaichett-- verkehr zu übernehmen,
Gießen, den 23. September 1914,
Großherzogliches Kreisamt Gieße».
6r, U sing er.
Aufruf.
Der Verdacht ist gerechtserfigt, daß sich noch immer belgische oder ftanzösische Brieftauben im LEde befinden. Diese T<mbm werden^ nicht nur Es Taudenschsägen, sondern in allen erdenk- lichen Schlupfimnkeln, wie Kellern, Schränken, Kommoden, Körben svtme in Waldungen und Gebüschen persteckt gehalten. Hierdurch ist die Möglichkeit eines nnerlmibten Ed sür Es nacksteikigeil Depeschenverkehrs nach dem feindlichen ?luslEd gegeben.
Die Beseitigung aller belgischen Ed frEzösischen Brieftauben wird deshalb dringende Pflicht, Zur Erreichung dieses Zieles genügt die Kontrolle der .Anfsichtsbeamten aber nicht, die Zivil- bevölkernng muß mithelfen und wird hierdurch Esgeforder t , sich an der im vaterländischen Interesse liegenden Arbeft der lieber. wachEg uneriEbien Brieftaubenverkehrs zu beteiligen.
Stellv. Generalkommondv X7TII, Armeekorps.
B, S, d, G, K,
Der Chef des Stabe-7 de G r aa ff, Generalmajor.
Bckanntmachnrig.
Betr.: Maßregel« gegen die Dfinil- und Klarrenfenche.
An die Großh, Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises an das Grosth. Polizeiaml Gietzen- nnd die Grotzh. Gendarmerie des KrekseS.
Wir machen Sie darEf "Efmerksam, daß in letzter Zett mehrere Fälle von EinschleppEg der Maul- und Klauenseuchc in seuchenfteie Orte durch Zugochsen vor gekommen sind, dir von auswärfigen Händlern oder mich mm Schlachtviehmärkien bezogen waren. Da hierdurch die Besitzer sowohl, als di« Orte, in die die Seuche verschleppt wird, schwer geschädigt werden, weisen wtr Sie an, die Besfimmnngen über die Untersuchung Ed Absonderung e,«geführten Nutz- und Zuchtvieh sttengstenr durchzusühken, Andernfalls besteht die Gefahr, daß die Seuche über einen großen Teil des Landes verbreitet wird. Wir verweisen Es Eserr Br- kanntmachungen vom 2, 7, 1914 in Kreisblatt Nr. 7 und vom 13, 7, 1914 in Kreisblatt Nr, 56,
Gießen, den 23, September 1914,
Kroßherzogliches Kreisamt Gieße».
Or, ll s i n g e r.
Bekanntmachung.
Betr,: Die lEdespolizriliche Prüfung von ErgänzEgen des Ent- wurss der Verbindungsbahn bei Gießen, Ge mar k u ng Heuchelheim,
Die Ergänzungspläne zu obiger Anlage in der Gemarkung Klein-Linden liegen Es der Großh, Bürgermeisterei Klein-Linden vom 28. September bis 5, Oktober 1914 einschließlich zur Einsicht osten,
Einwendungen gegen das Projekt, die sich aus Ansprüche wegen Verlegung Ed Aendernng öffentlicher Wege, An- und Zufahrten aus Grundstücke, Einfriedigimgen, Wasser Md Vorslutverhällnisse usw,, sowie die Herstellung von Schutzvorrichtungen zur Sicherung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstellenden Gefahren Ed Nachteile beziehen, sind bei Meiimug des Ausschlusses innerhalb der angegebenen Frist bei Großh, Bürgermeisterei Klein- Linden vorzubringen,
Gießen, den 25, Setüember 1914,
Großherzogliches Kreisamt Gießest,
I,B,: Hechler,
Bekanntmachung.
Betr.: Die landespolizeifiche Prüfium des Entwurfs jur die Unterführung der FrEkfirrter Straße jn der Gemarkung Klein-Linden,
Der Plan zur obigen Prüfimg liegt ans der Großh, Bürgermeisterei Klein-Lrndei: vom 28, September bis 5, Oktober 181' einschließlich zur Einsicht offen.
Zur landespvlizeifichen Prüfung des Projekts ist Termin au) Dienstag, den 6, Oktober 1914, nachmittags 4 Uhr, im Regierungsaebäride zu Gießen festgesetzt, in welchem Einwen- dungen gegen das Projekt, die sich Es Ansprüche wegen Verlegung und Aendernng öffentlicher Wege, An- imd Zufahrten aus GrEdstücke, Einfriedigungen, Wasser und Vvrslrttverhöltnisse usw. sowie die Herstellung von SchutzvorrichtEgen zur Sicherung gegen die aus dem Bahnbetrieb entstehenden Gefahren und Nachteile beziehe», bei Merdnng des Au § s ch-urs seS vorzu- bringen sind,
Gießen, den 2b, September 1914,
Großherzogliches Kreisamt Gießen,
I, V,: Hechler,
Betr.: Eintritt von Bvllsschullehoern ins Heer,
An die SchulvorstSnvr des .Kreises.
Diejenigen jungen Lehrer, die demnächst ins Heer einttet« müssen, sind zur sofortigen Meldung bei uns zu veranlassen, sobald ihnen ein Gestellungsbefehl zugegangen ist.
Gießen, den 25, September 1914
Gwßhcrzogliche KreisschulkonrmiMm ÄießllS,


