Krieger hat bei der hiesigen Bürgerschaft lebhasten Widerhall gefunden, ivie dies die bereits gestistetcn zahlreichen Gabe« erkennen lassen. Im besonderen sei hierdurch nochmals o«f die Stiftung warmer Unterkleider hingcnnesen. Wollene He ni den, Unterhosen, Strümpfe, Leibbinde« und Pulswärmer sind bei der jetzt einsetzenden kalte« Jahreszeit die begehrtesten Artikel. Davon kann nie zu wtl herbeigeschafst werden. Die Sachen brauchen zwar nicht ne« zu sein, sie müssen sich andererseits allerdings in einem Zustande befinden, um den gedachten Zweck erfüllen zu können. Sv können z. B. Pulswärmer durch Abschneiden der Führ ohne weiteres aus abgängigen oder zu klein gewordenen Kindersirümpsen hergestellt werden. Gebrauchte Leinen- oder Flanell-Lappen können mit wenig Mühe und Kosten zu Leibbinden, Ohrenschützern oder Fußlappen verarbeitet^ werden. Die letzteren sind im Felde fast ebenso begehrt, wie Strümpfe oder Socken und sind — da ungesäumt — viel schneller und billiger herzustellen, als Strümpfe. Wenn es ermöglicht werden soll, den größten Teil unserer 116 er — also mehrere 1000 Mann — zu bedenken, dann ist sehr viel nötig. Säume daher keiner, sein Scherslcin alsbald beizutragen, auch die kleinste Gabe wird dankend angenommen.
** Nationaler Frauendienst. In welcher Weise Frauen bemüht sind, ihr« Kräfte den Kriegsarberten zu widmen, ersehen wir aus der 2lri zeige Nationaler Frauen dienst im heutigen Blatt. Hoffentlich wird diese nützliche, so Irenndiich angebotene Hilfe fleißig benutzt.
** Die FrcilichtbKhne in Kri e gckzertem Wir aus dem heutigen Anzeigeteil ersichtlich, sinden in diesem Jahr keine eigentlichen Vorstellungen — gegen Eintrittskarten — mehr statt. Es waren ursprünglich noch mehrere vorgesehen, aber die Kriegs- erklärung lmt diese Hoffnung wie so manche aardere jäh zu schinden 'werden lassen. Es find nun noch einige Gutscheine und Einttitts- kartcn für die zweite Aufführung des „Pfarrers von Kirchfeld" draußen: Den Betrag hierfür wird Herr Challier aus Wunsch zurückzahlen. Der das Geld bis zum 1. Oktober nicht abholt, gibt damit stillschweigend sein Einverständnis, daß dies bieiiqeit Kriegs- Wolstfahrtseinrichtungen zur Verfügung gestellt wird. Das Nähere hierüber bringt gelegentlich der „Gießener Anzeiger". — Zugleich sei ans die übermorgen nm 3 Uhr beginnende vaterländische Fsier der Freilichtbühne hingewiesen. Herr Direktor Sb« i n go etk etr wird zur Eröffnung mehrere, von ihm verfaßte Zeit ge dichte zum Vortrag bringen. Daran reihen sich zwei Hains-Sachs- .Schwänke, eingeführt und verbunden durch zwei stimmige, z.ulr Laute gesungen« Volkslieder. Der Eintrittift für jedermann frei. Jedoch wird, wie schon neulich erwähnt, eine Tellersammlung veranstÄlet, deren Ergebnis den zur Feier geladenen Verwundeten überwiesen wird. Da außerdem dies en K u ch e n und Zigarren verabreicht werden sollen — den Kaffee ^lesert wieder das Siechenhaus — nimmt die Freilichtbühne am Sonntag von 2 Uhr ab Liebesgaben dieser Art dankbar entgegen. Unseren lieben Feldgrauen würde jedenfalls eine ganz besondere Freude bereitet werden, wenn die Spender bei dieser Gelegenheit ihr« Gaben jenen persönlich übermitteln ivollten.
** Feldpv stw «r r enbriefe aut verpacken! Tie Fe'dpostanstalten kl'?.gen dauernd auf das lebhafteste über die in an a eihafte Verpackung der in der Heimat auf- Hclicferten Feldpostbriefe mit Schokolade, Zigarren, Pulswärmern, Strünrpfeu und' dergl. Jnfvlgcdesseu erhalten die Felldpostarrsbalten viele Tausende solcher Sendungen mit beschädigtem Inhalt oder aus denen der Jaliaft überhairot heran ^gefallen ist, so daß mit dem Brief« nichts inehr angesangen lverden kann. Es mutz daher den Absendern immer nur wieder dringend angeraten werden. für eine der langen Befördernngsstvecke und der Schttrre- rigkeit der Fcldpostiransportc angemessene Verpackung M sorgen. Die Fldjwsttaareubriefe Essen unbedingt einen Umschlag ans dauerhafter Pappe oder ans -festem, .starkem Papier erhalten. Außerdem empfiehlt sich sehr eine feste Verschnürung mit Bindfaden. Der vielfach benutzte Mammerverschkuh der Feldpostbriefe allem ist MWureichends da er sich leicht unterwegs löst.
,** Hessische Kr i e gs versi chern n g. Die Hessische KriegSversichernng süidet fvrtgesrtzt Anllang. Nach den vorliegenden Nachrichten sind bis jetzt lö OOO Anteilscheine mit einem Einlegekapital von 150 000 Mark gelöst. Nach einer dieser Tage ausgestellten Uebersicht sind ülnteilscheine gelöst worden in der Proriuz Nheinhcssen rund 4600, wofür cingezahlt wurde k6 000 Mk., in der Provinz Starkenburg rund 3800, wofür .eingczehlt wurde 38 000 Mk., in der Provinz Ober Hessen rund 2900, wofür eingezahlt ivurde 29 000 Mk.. zusammen rund 11 300 mit einem Betrag von 113 000 Mk. Da die Annahmestellen demnächst geschlossen werden dürften, so ist baldige Bersichie- i u n g erforderlich, weil dann nur noch bei der Hauptgschifts- stelle in Darmftabt — Oberversicherungsamt — Neckar strafte 1 versichert werden kann. Erfreulich ist, daft viele Arbeitgeber, Städte, Gemeinden und -Vereine Gesamtversicherungen für die in Betracht kommenden zum Heeresdienst Einberufenen abgeschlossen haben.
**DaSMeldebureaudesPolizeiamtsGie- st e n ist wochentäglich nur in den Stunden von 8 Uhr vorm. !sis 1 Uhr nachm, geöffnet.
** Vom Konsumverein Gießen und Umgebung wird uns mitgeteilt: Nachdem vor einigen Tagen die Kaiscrl. Obcrpostdirektion das Verbot der Mitgliedschaft für nuferen Verein aufgehoben hat, teilt uns heute die Koni gl. Eiscnbahndirektion mit, „daß die Mitgliedschaft von Beamten und Arbeitern der Staatseisenbahn- verwaltung bei dem Konsumverein Gießen und Umgegend nicht mehr beanstandet wird." — Dem Beitritt steht also nunmehr nichts mehr im Wege.
** Abgabe von ansrangierten und Beutepferden. Das Kriegsministerrum lfttt angeordnet, daß nicht mehr brauchbare Militär- und event. auch Bentepferde den Landw-irtschaftskammern zur Abgabe an Landwirte überwiesen werden sollen. Die Pferde' tverden zu einem von zwei Sachverständigen seslKusetzeuden Sckiätz. ungswert abgegeben. Die ZlLgabe'der Pferde erfolgt in der Reihenfolge der AnmelÄrrng bei der Landwirlschaftskammer. Die Bezahlung der Pferde erfolgt bei den steKvertreteuden Intendanturen.
Landkreis Gießen.
(b) Heuchelheim, 25s Sept. Von einem Henchcl- heimer wurde auch ein Eisernes Kreuz erkämpft. Der durch diesen Orden ausgezeichnete ist der Sohn des Lehrers Dietz, Unterarzt L. D i e tz, Adftitant bei der 7. Ersatz-Division. Am 25. Ang. schlug er in Luneville einen Franktireuv- nbersall auf das Lazarett mit großer Tapferkeit ab und beteiligte sich an dem darauffolgenden Straßen- und Häuserkampf mit einem Häuflein Sarsitätstruppen und Leichtverwundeter in hervorragender Weise.
Kreis Büdingen.
hWleichenbach, 24. Sept. Der Dragoner Wilhelm Küm- «mct bekam für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde das Eiserne Kreuz.
Kreis Friedbcrg.
S> F ri ed-be rg, 24. Sept. Das hiesige Reservelaza- r e t t hat seit dem 25. August zusammen schon über 600 Verwundete angenommen. Es stehen etwa 700 Berten zur Verfügung, die im Bürgerhospital, der Blindenanstalt, der Militärmusikschule, der Gewerbeschule, der Obstbauschicke und im Feldwebelbau des Großh. schlaffes aufgestellt sind. Zahlreiche Spenden an Liebesgaben sind
der Verwaltung des Resecvelazaretts vom Roten Kreuz, von ffke- sigen Btirgern und aus den Orten der Umgebung bereits zugegao- gen. Angegliedert ist dem hiesigen Rcservejazarett daS GenesungS drim für Leichtverwundete in Reickiklsheftn, das Pfarrer Vogel da selbst eingerichtet hat.
® a m b a d) , 24. Sept. Das Fe st der Goldenen Hochzeit leierte am Donnerstag das Ehepaar Jak. Sommer hier
Startentzurg und Rhcinhesie».
(m) Offenbach a. M„ 25. Sept. In der gestrigen
dritten Kriegssitzung der Stadtverordneten wurde zur Linderuiig der Not sür die durch den Krieg in Ostpreußen Hermgesuchtcn eine llnterstütznng von 5000 Mark bewilligt. Für die im Felde weilenden hessischen Truppenteile beabsichtigen zwei Gießener llnroerfitätsprosessoren eine Wochen schrist „Hessische Feldpost" betitelt heraus;«geben, die die im Felde Stehenden in kurzen Zügen über die Kriegslage sowie die Vorgänge in der Heimat unterrichten soll. Die .Kosten betragen für die Dauer von sechs Monaten 2000 Mark, die aus die einzelnen hessischen Städte verteilt tverden sollen. Auf Offenbach entfallen 150 Mark, die bewilligt wurden. Die Stadtverordneten beschlossen ferner, an den aufznbringen- den Garmrtiefonds für die Kriegs-Kreditgenossenschaft im Kleirrhandwerk sich msit 25 000 Mark zu beteiligen unter der ausdrücklichen Erklärung, daß die Stadt im Höchstfall bis zu diesem Betrage herangezvgen werden kann. Für die Ärbeitslosenbeschaftigung im vergangenen Jahre wurden 11 032,33 Mark nachbewilligt und weiter beschlossen, daß die städtischen Rotstondsarbeiten zur Beisteuerung der großen Arbeitslosigkeit sobald als möglich in Angriff genommen werden sollen.
(h) Aus Rheinhefsen, 23. Sept. Mit dem kalendermäßigen Herbstanfang haben sich auch die sogenannten „Traubendrücker" eingestellt. So werden die Morgennebel bezeichnet, die vom Winzer zu dieser Jahreszeit sehr gern gesehen werden. Da sich die Witterung nunmehr wieder etwas trockener gestaltet, nimmt di« Portugieserlese allgemein einen recht flotten Verlauf.
Kreis Wetzlar.
(,:) Wcrdorf, 23. Sept. Dem iiatötant und Aö-ftrtanten H ans A.nthoiir (Jnf.-Rrgt. Nr.-'81), Sohn unseres Pfarrers, wurde am 14. ds. Mts. das Eiserne Kreuz verliehen,
X Kinzenbach, 23. Sept. Auch hier vollzog sich die Ge- memderatsivahl unter schwacher Beteilig, mg. Während ein Mitglied durch Tod abgcgangen, schieden weiter ans: Gg. Mandler (30 , Jakob Mandler und Vorsteher Dch. Schäfer. Letzterer wurde als solcher wrcdergewählt, anßerdenr werden neu eiittreten: Georg Psaff, Philipp Mandler und Ludwig Mandler, sämtlich Landwirte.
Kreis Wetzlar.
m Neustadt, 24. Sept. Hier haben sich die Frauen und Jungftanen zu einem Vaterländischen Frauenverein znsainmenqcschlossin. der es sich zur Anigabe aestellt, sich unserer braven Truppen anzunedmen. Wöchentlich sollen zweimal die Frauen in, .Baprilchen bot" znsamnienkammen, woselbst Strnmpie, Pulswärmer, Obrenschntzer qeftricft und Leibbinden »nd Unte» ziehjeug angestrtigt werde,: solle». Außerdem wird sich der Verein der Verwundeten, die ini hiesigen Schwesternhaus untergebracht sind, annehmcn.
Heffrn-Ntsisan. h. Fra«Psnrt a. M., 23. Sept. Den wiederholten Gesuchen der hiesigen Schntzmannschast nm Entlassung aus dem Pvlizeidienft und Einstellung in den He«r«sdienst hat das Polizeipräsidium nunmehr statt- gegeben. Die ehemaligen Angehörigen der Marine waren schon M Anfang des Krieges ans dem Posizerdrenfi ans- grschieden. Dir sreigewordenen Schntzmannsstellen werden während des Krieges durch Hikfspolizeibeamte besetzt.
h. Frankfurt a. SR., 24. Sept. Eure Santnlaa« unter der städtischen Beamltenschafl für Zwecke der Krrrgsfürsorgr ergab 37 000 SRI Es handett sich bei dieser Sanuulung um die erste Spende: dieser sollen sich fall? der Krieg noch länger währt, weitere Sammlungen anreihen.
h. Frankfurt a. SR., 24. Sept. Der vor eniigeu Tagen hier verhaftete ehemalige Psarr« Theodor Wangemann aus Camin hat in Frankfurt in kurzer Zeft mehr als 6000 Mk. sür sein angebliches Waisenhaus zusammcngeschwindelt. Der Mann erschien stets in feldgrauer Offiziersuniform,, die ihm bereitwilligst Türen und den — Geldbeutel öffnete. Die evangelisthr Geistlichkeit wurde schon seft Jahren vom Berliner Oberkirchrnrrrt vor Wangemann nachdrücklich gewarnt.
sc. Aus dem Rheingau, 24. Sept Traurige Herbstaussichten. Der Riesling hat im Rheingau ganz versagt, so daft stur ein Zehntel Herbst zu erwatten ist. Bei den Oesterreicher Trauben steht es besser. Hier rechnet man mit Vs—V« Herbst.
vanvel.
Berlin, 24 Sept. (Nichtamtlich.) In der heuttgen Sitzimg des Aufsichtsrates der Deutschen Bank wurde bei Besprechung der Banklage von seiten des Vorstandes hervorgehoben, daß die Bank dank ihrer starken offenen und stillen Reserven und dank der Liquidität ihrer Aksiven den großen Erfordernissen des Kriegszustandes sich vollkommen gewachsen zeigt. Alle von der Bank bei Kriegsausbruch verlangten Austzahtnngen sind prompt und voll geleistet worden. Die von der Bank gewahrsten Kredite konnten nicht nur auftechterhaltm, sondern, soweit erforderlich, ausgedehnt werden. Ferner wurde unter besonderem Hinweis ans den großen Erfolg der Kriegsanleihe ausqeL-rückt, daß Deutschland aus Grund des gesundeu Aufbaues seiner Volks- loirtschast, der von keinem anderen Lande erreichten Kreditorganisation und der sorgfältigen Dvrbereiwng der frnauziellen Mobilmachung wirtschaftlich und finanziell gewappnet ist, um den Ktteg nach allen Seiten hin bis zum vollen, die pvlftischc und wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sichernden Erfolg durchzukämpfcn.
kirchliche Nachrichten.
Jzraelitische Religionzgemeinde.
Gottesdienst in der Spnnqoqe fSüd-Anlage,,
SainStaa, t'e» 26. September 1S14:
Vorab erid 6.00 Uhr.
5DI ot gen 3 8.30 Uhr.
Nachmittags: 4.00 Uhr. kabbatauSgan z: 7.00 Uhr.
Tie Marktpreise sür Vieh und Frucht ruh die Gießener Fleisch- «nd Brotprerse
am 14. September 1914.
Schlachtviehpreiss in Frankfurt a. M.
Fleischpreise t» Gienen
Ochsen
Kälber
Scfiroetne
50 Kg. Schlachtgewicht 75—9-1 Mk.
V, Kg. Schlachtgw. 68 86 Bi. % . . 57-60 .
7, Kg. 86—96 Bs>
7. . 70-75 . 7. . 70-96 .
Getreidepreife in Mannheim
Brotpreffe in Gießen:
Weizen loO Kg. 21.00-26.26 Ulf. Roggen 100 Kg. 22.00-23.00 Alk.
Wei^drol 2 Uq. 63 6» i. Schwarzbrot 2 5kg. 60 Pfz.
Märtt«.
cd. Rieder-Ingelheim, 23. Sept. Obstmarkt. Pfirsiche 8-11 Mk., Birnen 7-10 -Mk., Llepiel 7-9 Mk., Mirabellen 4 bis 10 N!k., Trauben 25 Mk., Zwetschen 4,40-4,80 Mk. der Zentner.
Ic. Frankfurt a.M. Diehhos Marktbericht vom 24. 8ept Austrieb: Rinder 98, Ochsen 28, Bullen 00, Kühe und Färsen ?0 Kälber 585, Schale 81, Schweine 883.
Tendenz: Kälber belebt, Schale ruhig; wird geräumt.
Breis sür 100 Lebend- Schlacht» gewicht
Kälber. Mk. Mk.
Feinlle Maftkälber ..........43-58 88-96
Mittlere Malt- und beste Saugkälb«. ... 48 - 52 81 -8$
Geringere Mast- und gute Saugkäldec . . . 44-47 75-80
S ch a - e.
Stallmaftschst»-
Masilämmer uns jüngere Mastdammrl 41—00 90 00
Ae »er« Masthammel, aut genährte junge Schafe und geringere Maitläminer...... 34-35 80-83
Bei Schweinen keine Noitening.
Ic. Wiesbaden, 24. Sept. Peu- »nd Strqhmarkl.
Angeiahren ivaren Wagen mit He» und Stroh. Man notierte Heu höchster Breis 4,20 Btark, niedrigster Breis '3.80 pp Durchschnittspreis 8,97 Mk.: Stroh «Richtstrohs höchster BreiS 2,10 niedrigster 2,00 Mk.; Durchschnittspreis 2,02 Mk. Krummstroh höchster Preis 0,00 Mk.. niedrigster 0,00 Mk.; Durchschnittspreis 0,00 Mk. — F ru cht »ig r kt. Hgier, alter, höchster 12,20 Alk., niedrigster 12,20 Mk Alles sür 50 Kilo.
Metcorologische Beobachtungen der Station Gieße»
Sept.
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2
0
Sonnenschein
Niedrigste . ,
Niederschlag: 0,0 mm.
23.-24.
1914
3,« 1 .
Lcrantwortlich sär den gesamten redaktionellen Teil: Ang. Ä oetz
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Betr.: Die Verwundetenpflege; hier das Rote .Kreuz
Es loird zur öffentlichen Kenntnis aebraiÄ, daß die Armbind« der ,m Dienste des Roten .Kreuzes Täsigrn entweder mft de» Zeichen des Genfer Kreuzes mit dem Stempel des Kaiserlichen Kon», missärs oder mit den Worten ,Motes Kreuz" und dem Stempel des Hessischen Landesoereins vom Roten Kreuz versehen sein muss«, während die Samtätsmannschasteii die zu ihrer Uniform gehörend« Armbinden mit Genfer Kreuz anzulegen haben. — Es wird sttm, darüber gewacht werden, daß solche Armbinden nicht von llnbe- fugten getragen werden.
Gi e tzen, den 23. September 1914.
Grvßherzogsiches Kreisanrt Gießen.
Br. Usinger. _
tverannrinaipnug.
Steil dem jatr Deckung der Geländeerwerbskosten für den Bah»
bmi Grünberg—Lmrdvrs durch den Kreis Gießen im Jahre 1895 ausgenommen en Kapital von 80000 Mark find per 1 Wen 1915 zur Rückzahlung ausgclost die Obligationen Oft. L. Nr 40 mit 500 Mark. LH. C. Nr. 8 und 17 mft je 200 Mark. Lit. v. Nr. 21, 30 und 61 mit je 100 Mark.
Gießen, den 19. September 1914.
Großherzoglirhes Kreisamt Gießen.
Br. U singer.
Bekanntmachnng.
Betr.: Bau einer Berbinduugsbahn bei Nein-Lrude».
Wegen der Banarbeiten zum Bau der Verbindungsbahn >vird die KreiSstvahe .Klern-Lrnden — Dutenhofen sür dem gesamten Verkehr bis aut weiteres gesperrt.
Der Verkehr wird von Dutenhofen über Mendorf a. d Lahn, Lützellinden—Klein-Linden umgeleitet,
Gießen, den 23. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. _ Br. 11 finget.
Bekanntmachung.
Die alte Gießener Straße durch den fiskalischen Walddistnkl Hammcrsloch in Gemarkung Lumda, deren Sperrung imtrrm 26. Jum l. (Fs. verfügt war, ist für den Verkehr wieder frei gegeben. Greßen, den 23. «September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. _ Br. U f i n fl e t. _
Betr.: Die Beaussichsigung der Bäcker und Brokhändler im GroßherzogtiiM Heffen.
An die Großh. Birrlsermeiftcreien der Landgemeinden des Kreises.
Wir sehen Ihrem alsbaldigen Bericht darüber entgegen, ob für Ihre Gemeinde eine Polizcivrrordnung in obigem Betreff besteht. Bejahendenfalls ist ein Eremvlar derselben hei uns vor- zulcgen. Wenn nicht, wollen Sie Fehlanzeige erstatten. Gießen, den 23. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. _ Br. Using er. _.___0T
Betr.: Sterblichkeitsstasistik.
An die Großh. Bürgermeistereien Ettingshausen, Gnrben- teich. Geilspäusen, Langd. Lang-Göns, Lauter, Mainzlar. Münster, Ober-Bessingen, Saasen, Steinbach. Dteinheiw. Trohe, Utphe, Wicsrck.
Sie wollen nunmehr die Zählkarten und Tvdeszeugnissc aus den Monaten Juli, August lmd den bis jetzt abgelauftne» Tagen des September binnen 3 Tagen an das Großh. Kreisgcsundheitsamt Gießen einsenden. Gegebenenfalls ist Fehlanzeige in Form einer durchstrichenen Zählkarte zu erstatten.
Nach Ablauf der gesetzten Frist haben Säumige strenge Bestrafung zu gewärtigen.
Gießen, den 23. «September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
Br. U sing er.
Bekanntmachung.
Betr.: Maßregeln gegen die Maul- und Klauenseuche.
An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden
des Kreises an das Großh. Polizeiamt Gießen »nd die Großh. Gendarmerie des Kreises.
Wir machen Sie daraut ausinerksam, daß in letzter Znt mehrere Fälle von Einschleppung der Maul- und Klauenseuche in seuchenfreic Orte durch Zugochsen vvrgekommen sind, die von auswärtigen Händlern oder auch von Schlachtviehmärkten bezogen waren. Da hierdurch die Besitzer sowohl, als die Orte, in die die Seuche verschleppt wird, schwer geschädigt werden, ioeisen wir Sie an, die Bestimmungen über die Untersuchung und Absonderung cingeführten Nutz- und Zuchtvielft! strengsten; durchzuführen. 2lndernfalls besteht die Gefahr, das; die Seuche über einen grvgot Teil des Landes verbreitet wird. Wir verweisen auf unsere Bekanntmachungen voni 2. 7. 1914 in Kreisblatt Nr. 7 und w" 13. 7. 1914 in Kreisblatt Nr. 56.
Gießen, den 23. September 1914.
Großherzogliches Kreisamt Gießerz,
. Br, U s i n g e r.
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