Ausgabe 
22.9.1914
 
Einzelbild herunterladen

wf>en nach Ansicht des Bvstoner Transeript die Bibllc- ilen allen Anlaß zur Freude, denn fiir sie soll sich t eine üdevauS günstrgc GelvAenheit eröffnen, um Ivert le Werke billig zu kaufen.Schon manche große Biblio- ! ist durch einen .Krieg geschaffen nwrdcn. Die berühmten ckiotheken der Ptolomäer wurden auf diese Weise bc- hert, daß man feindliche Schiffe mit Bücherladungcu »ielt und die kostbaren Werke den eigene» Schätzen ein- leibte, währeird sich die ursprünglichen Besitzer mit Ab- isten begnüge» mußten. So kann natürlich Anicrila ,t verfahren, da die Vereinigten Staaten im letzten irzchnt ein gewaltiger Importeur von kostbaren und cnen Büchern gewesen sind, so werden nach dem Krieg istigc Bedingungeii für de» Bücherkauf aus Europa vor- dcn sein Manctwu reichen Sammler in Deutschlanö r England ivird der Krieg zwingen, seine Bücber zu laufen, und Amerika wird der Käufer sein." Jedenfalls ken die Amerikaner schon ziemlich weit voraus!

i

' S

pt.

g c 2

tu

ZA

xf

S 5

(S

if

i

II

B

8

hi

IIP

1^1

Scun

'48 9

11.0

88

90

WNVV

9

5

51,1

9 4

**

95

w

2

10

konnenjchein

53,1

71

7,2

95

WSW

2

10

Nebel

rilfle Acmueratue am 20.21, Sepleml'et 13: l = 4-13 3 C ;öci<jfts . . 20,-21. . 1311 = * 66 .

J ieberf7,3 mm.

Märkte.

«iekeu, 22. Cept Marktbericht, Am de», beuiigen lienmnrkle kostete: Butter das Plunb 1,101,20 Alk.: püduer- 1 Stück 10 Pia,, 2 Stück 00 Plg.: Snteneier 1 St. 0 Psg.,

t. 00 JS>q ; Gänseeier 1 St. 0-0 Pig.. 2 Et, 00 Pig.; Hcije Stück 10-12 Big., Kasematte 2 Stück 56 Big,: Tauben bat r 1.001,40 Mk., Hühner das Stück 1,503,00 Mk bahne,, Stück ILO - 3,00 Mk,. Enten das Stück 3,00-4,06 A!k Gänse das 00-OOP'.,.: Welsche45Mk.: Ochlenfleisch daSPid. 86-S6PZ

> ) fleisch das Piund SO-04 Ps.,, Kuhfleisch 80 Psg.. Schweine-

> h dos Piund 708696 Psg , Kalbfleisch das Pid. 70-7, Pia.,

I »nelfleisch 1 Vid. 7036 2%; Kartoffeln im Zentner 33,51 Alt,,

> hd. 4-4V, Psg., Weißkraut da? St, 8 löPig.; Zwiebel» der Ztr. -10,00 Alk.: "Milch das Liter 22 Pia,: Slepiel der Zentner 5 Mk.: Birnen das Pinnd 815 Psg., Nüsse 100 Stück |., Zwetschen der Zentner 58 A!k., Ducken 101 Stück -3.00 Aid, Bohne» 1 Pfund 15 bis 20 Pia. Marktteil von

W s 2 IN»'.

PO. Wiesbaden. Plehho (»Marktbericht vorn 21. Sevt. rieb: Rinder 38 tOchsen 58, Bullen 38, Kühe und Färsen 141 1 , er 292, Echaie 73, Schweins 829. Preise für 100 Pid,

tarklverlans: Oluhiges Geschält. Lebend» Schlacht

Schi rn. aewi.bt

Telschlge, ausqeinäsiete, böchslen Schkacht»

'xicS im Alter von 47 Jahren ....

»och nicht gezogen haben tnnaejochtei . ,

>e, fleischige, nicht ausgemästete und äl!:r:

sgeinästele ............

Bullen.

ileischlge, au?gew. höchsten Schlachtw, . .

ileischtge, sünger» .........3742

Färsen he. leischiae ouSgemästet« Färsen höchsten

blachtwertes...........

leischig« cmsgem öltet: Kühe höchsten

hlachtwerlcs bis za 7 Jahren.....3714

ifl gut entwickelte Färsen....... 4045

ere aiisgemästete Kühe .......33

Kälber.

(ere Alast- und beste Saugkälber ngere Atast- »nd gute Saugkälber . . .

ng« Saugkälber..........40-45

Schaf:,

Weide,nastschas«: ilämmer und MasthammÄ .... 45,50 Schweine.

»eischjg, Schweine von 80100 Kg Zebend»

wicht . ......... .

keischige Schweine unter 80 Kx Lebendgewicht keischige Schweine von 100120 K -Lebend»

vichi ..............

leischige Schweine von 122150 Kg Lebeiid»

vicht.............. 47 00

chweine über 150 Kg Lebendgewicht

I natl. Uederficht der Todesfälle in der Stadt Gietzcn.

Monat August 1014.

'ohnerzahl: angenomnieii zu 32 810 sinkt. 1600 Mann Militär«. SterblichkeitSzisser: 13,5 °/ M nach Slbjug von 19 Ortsire »den 6,6

Kinder

m

50-65

48-52

Mk.

92-102

89-98

4347

80-83

ff

7382

63-71

46-52

65-95

374 4 4045

33-35

73 -82 7385 62-68

52-55

46-49

40-45

90 -100 80-83

68-78

i-00.00

'.2 -00

47« 48 47-17«

61 62 60 61

49 49V.

61-62

47 00 41'/,-14

59 00

52 -55

wrben o»: Zusammen:

Erwachsene:

im

vom

rkulose

4 (3)

1.2

4(3)

ebensjahr:

2.15. Jahr:

enentznndimg

5(1)

1

2

2(1)

-rkronkungen

4 (1)

4(1)

_

rqflnjz

2 (!)

2(1)

nkatarrh

2(1)

2 (1)

>dar>»e»tzn»duna

2(2)

1 (1)

ld)

ren Darm« rankun^eu

2(2)

2 (2)

mentjündung

1

1

_

rligen Nen- dungen

8(1)

8 (I)

lmord

1 <!)

1 (I)

_

»glückunq

1 (1)

i (<;

sverwundiing

1 (1)

i (i)

:en Krankheiten

1 (4)

3(3)

1 ll)

Summa:

37 (19)

29 (15,

5(2)

3(2,

«au,.: Lic i» urammcrn ge,etzre Einern geven an. m,e vnn Todessälle in der betreffcndei, Krankheit aus von auSwart? Gießen gebrachte Kranke kommen.

d«

fe

Letzte Nachrichten.

. Tie Kathedrale von Reims.

Berlin, 22. Sevt. Daß die Kathedrale von Reims in Granatfeuer kam, gibt demBerliner Lokalanzeiaer" Anlaß stellen, daß die i r a n z ö s i s ch e n G e s ch ü 6 c vor der Käthe- Aufstellung genommen hatten und ihrerseitszufeuern onnen haben. Daß sie dadurch das deutsche Artilleriescuer 'ich und das ihnen als Deckung dienende Gotteshaus lenken en. verstand sich von selbst

DemDerl. Tagebl." wird aus Rom ein neues Einsetzen antideutschen Pressehetze signalisiert aus das Pa- Losungswort hin, daß die Deutschen zum Vergnügen die edrale in.Reims in Brand schossen. Die französische

Regierung Versender oereils einen entrüsteten Protest gegen den BandaliSmuS der deutschen Raserei, und die Dressehetze habe es

schon durchgesetzt, daß die römische Kunstakademie bei der Internationalen Künstlervereinigung protestiert habe.

Das Bert.Tagebl." bemerkt zu dieser Meldung: Nach allen über diesen Vorgang auch aus neutraler Oarclle vorliegenden Meldungen haben die Franzosen durch Feuern aus der Röhe der Kathedrale in den Kamp, eingegrisfen. Dadurch entspann iüb ein A r t i ll e r i e d u e l 1, bei dem leider Beschädigungen der Kathe­drale trotz der von den Deutschen beobachteten Schonung sich nicht ganz vernieiden ließe». Die ganze Welt loünscht »nd bosst und ebenso wünscht und hasst das gesamte Dculichc Volk, daß es gelingen möge, bei dem Brand von Reims das herrliche Wun­derwerk der Baukunst zu schütze».

Der Erfolg unserer Kriegsanleihe.

WTB.) Wien, 21. Sept. (Nichtamtlich.) Der glän­zende Erfolg der Deutschen Kriegsanleihen macht hier t i c - fcnEi »druck und erfüllt mit Bewunderung für die Opfer- sreudigkeit und die finanzielle Kraft des deutschen Holkes. Die Neue Freie Presse" schreibt: ^

Die Kriegsgeschichte eines Volkes berichtete bisher niemaw über ein Ereignis »ne das der Zeichnung der Milliarden auf die beide» Formen der Deutschen Kriegsanleihen. Die Rcichsanleihc wird nicht cingclöst. und gerade diese beständige Anleihe, deren Wert von allen Zufälligkeiten des Krieges ab­hängig ist, hat .das Publikum vorgezogen. Tiefe Tatsache ist gewiß dal b.'ste Zeugnis für das Vertrauen in die militärische, politische und wirtlchajttiche Kraft des Deutschen Reiches. Wäh­rend die große Schlacht in Frankreich, geliefert wird, zeichnet das Volk über vier Milliarden auf die Anleihen. Tiefe Ziffer ist ein Spiegel, in dem die Stimmung, die Kapilalkrast und die Summe der vcriügbareii Mittel des Teiilichen Reiches zu sehen sind.

Ein Erlaß dos Grotzherzogs von Mecklenburg Schwerin.

S ch w c r i n , 21. Sept. Ter Großl, erzogvon Meck­lenburg-Schwerin hat nachstehenden Erlaß au das Kommando des Mecklenburgischen Kontingents gerichtet:

Ich habe während der letzten Woche» meine Truppen in zahl reichen schweren, stets siegreichen Gefechten und aus mühevollen, ausrcibenden Märschen gesehen, bezw. mir darüber Meldung machen lassen. Ihre hervorragenden Leistungen, ihre Tapierkeit, Slandhastigkeit und Manneszucht haben mich stolzer Freude erfüllt. Ich spreche allen meinen Soldaten. Osfizieren, Unter ossiziercn und Mannschaften meinen Tank und meine höchste An­erkennung aus. Ich bin gewiß, daß meine Mecklenburger wie bis­her auch sernerhin stets ihren Fahnen und ihrem .Heimatland Ehre machen werden. Staaisminister Langseld erhielt eine am 20. ds. ausgegebene Depesche des Großherzogs, die iolgendermaßeii lautet: Eiv. Exzellenz teile ich mit, daß der Kaiser mir anläßlich der rühmlichen Wafsentaten meiner Landeskinder »nd meiner Teil­nahme au den Operationen das Eiserne Kreuz 2 . und 1. .Klasss zu verleihen geruht hal. Indem ich diese mich beglückende ehren­volle Auszeichnung anlege, gedenke ich mit treuer Dankbarkeit der von meinen mecklenburgischen Trupvcn unlcr Gottes sichtbarer Hilfe vollbrachten Heldentaten: ihre unerschrockene Tapferkeit ist über alles Lob erhaben. Friedrich Franz."

Die Grohhcrzogin von Mecklenburg-Schwerin an das DragonerLIIegiinent in Parchim.

Schwerin, 21. Sept. (Nichtamtlich.) Die Groß Her­zogin Alexandra richtete an das Tragonerregiment in Parchim folgendes Handschreiben:

Mit freudigem Stolz habe ich von dem Verhalten meines Dragonerrcgimcnts vor dem Feinde Kenntnis erhalten. Seine schweren Verluste erfüllen mick, mit tiefer Trauer. Der Schmerz um die Gefallenen findet iür mich, für die Angehörigen und Freunde Linderung in dem Gefühl, daß das brave Regiment über jedes Lob erhaben i>t und sich'unveiganglich' Ehcc erworben hat. Dem Regi­ment wünsch« ich, daß es ihm vergönnt fein möge, weitere Lorbeeren zu eriverben und *a|1 nach einem riihmv-nleu ,SriÄ»en die fetzt um seine Standorte gescharten und die von kgrcn ehrenvollen Wunden Genesenen siegreich und gesund in ihr Vaterland und zu ihren An­gehörigen heimkehren möchten.

Eine verbotene Versammlung.

Stuttgart, 22. Sept. Das Stuttgarter General­kommando verbot eine geplante sozraldenrokrattschc Veriamm- limg, in der der Abgeordnete Tr. Liebknecht über das Thema Gegen die Agitationshetze" sprechen wollte.

Die österreichische Strategie.

Berlin. 22 . Sept. Ucber die Gründe des österreichischen Rückmarsches bei Lemberg wird durch den Kriegsbciichterstattcr des Berl. Tagebl " eine Unterredung nritgelcilt, ivelchc der Kriegs­berichterstatter des , Berlinske Tidendc" mit einem leitenden östcr- reichlsch-ungarischen Offincr hatte. Der Abmarsch, unkerer Truvpni in neue iTtttlangen war it i r <j, ober er erwies sich als eine stra­tegische Notwendigkeit, um eine für uns allzu große A u s d e h n u ii g der G e s e ch t s f r o » t z u v e r m e i d c n Um dies Verhältnis richtig zu beurteilen, muß mau die starken Kräilc Oesterreichs und Deutschlands als eine Hceresmacht be­trachte», die geaen Rußland und Frankreich auf der inneren Linie overiert. Die österreichisch-unaarische Armee hat gegen eine kolossale Uebermacht die russische Offen,rd'c durch drei Wochen auigchalten, um Deutschland es möglich zu machen, sich völlig gegen Frankreich zu entialten Bier Fünstcl der russischen Armee sind scstgehaltcn. In O st a alt zielt ist die .Halste der dort overierenden russischen Armee geschlagen und 300 Geschütze sind erbeutet worden. Um das zu erreichen, rechneten wir mit vollstem Vertrauen auf Italiens Bundestreue, die trotz oller Hetzereien der Triplcententc besteht und bestehen bleiben wird, und lassen auch unsere Südgrenzcn ofsen.

Der Aufruf Nansens an sein Volk.

K r i st i a n i a, 21. Sept. (Nichtamtlich.) Nansen sagte in fernem Bortrog: Die Schuld an dem Kriege trägt die P o l i t i k d e r A l l i a n z. Es ist nicht der letzte Krieg. Es befindet sich im Jrrtunr, wer da meint, »ach diesem Kriege werde die Welt anders geordnet werden. Die Welt ist noch lauge nicht so weit gekommen. Das Ende des einen ist der Beginn anderer Kriege. Wir müssen uns aber einrich­ten. Die Abrüstung ist ein leeres Geschwätz. Ver­stehen wir nicht die Sprache der Wirklichkeit, so sind wir unwert, ein Volk genannt zu werden. Für die Deutschen war der Durchmarsch durch Bel­gien unter Bruch der Neutralität eine eisenharte Notwendib- teit. Und unsere Stellung? Wenn jemand sagt, fiir uns sei keine Gefahr vorhanden rmd unsere Stellung sei anders als die Belgiens, so sagt er die Unrichtigkeit. Wenn unsere Stellung mich nicht schlechter ist, so ist sie jedenfalls auch nicht besser. Unser Land ist der gleichen 'Lage ausge­setzt. Vor unseren Küsten werden und müssen die bevor st ehe n den Seeschlachten ansgckämpft werden. Wir haben Häfen, die wichtig sind für die kämpfenden Mächte, auch in neuen Konflikten. Wir müssen unsvorbererten. Sind wirvorbe- reitct? Dank den Propheten, die den Frieden gepredigt haben, sind nnr schlecht vorbereitet Ein neuer Geist muß in uns kommen Darum wollen wir den einjährigen Militär dienst haben, nicht mehr und nicht weniger. Es ist zwoifeb

dem Engländer im Vorteil t]r. Was hat die inilrtärische Ers ziehung aus den Deutschen gemacht? Was ist dagegen aus den Engländern geworden? Auch die Schweden haben den einjährigen Dienst eingefichrt. Wer von der skandinavischeit Politik spricht, imiß zugestehcn, daß unsere Politik an die Schwedens geknüpft ist. Unser Ziel muß sein, zu einem so nahen Zusammenschluß z» kommen, wie er uur möglich" ist.

Kattennwrd

L e u t k i r ch, 22. Sept. In W o l f e r a z h o s e n hat die Ehe- srau Veronika T i e v o l d c r, die seit einiger Zeit mit dem 62 Jahre alten Hans Sachs ein Lickesverhältnis unterhielt, ihrni 42jährigen Manndurch Rattengiftbeiscitegeschafst. Bei der Verhandlung gestand sie, daß sic sck>on früher versucht habe, ihren Ehemann zu vergiften.

Beranlwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug. Goetz.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Aui Griind des 8 2 der Kaiserlichen Berordnimgen vom 31. Juli 1914, betreuend das Verbot der Anssuhr und Durchfuhr von Massen, Munition, Pulver und Sprengstosfen ioivie von an deren Artikeln des Kriegsbedarfs und von Gegenständen, die zur Herstellung von KriegSbedarisartikeln dienen, und betrefsend das Verbot der AnSsuhr »nd Durchfnbr von Rohstoisen. die bei der Herstellung und den, Betriebe von Gegenständen des Kriegsbedarss zur Berwendiiiig gelangen, bringe ick nachstehendes zur öffentlichen Kenntnis:

I Das Verbot der Ausfuhr n»d Durchfuhr von'mechanisch und cheniiich bereiteiem Holzstoff iHolzmasse lind Zellulose _ Bekannt­machung vom 81. Juli 1914 >Reichsanzeiger Nr. 17fth wirb ausgehoben

II. Tie AuSiiihr »nd Durchsuhr vo» Salzsäure, von Farben und Farbstossen, sowie von alle» zur Herstellung »on Spreng- stvffen.iind Teeriarbstost'en verivendbaren organischen Erzeugnissen, mir Ausnahme von Benzoesäure und ihrer Salze ist verboten. _

Darunter fallen unter anderem folgende Erzeuanisse und ihre Salze:

1. Formaltelwd, Phosgen sChlorkolileuonih, Chlormetbyl, Chlorall»,l. Eisessig, Essigsäureanhntrid, Ehloressigfäuren, Essig­ester, (Efsigäther , Aeetessigester.

2. Benzol, Toluol, .listol, Naphthalin, Auihrazeu und deren Nitro-, Amido- und Chlorverbiiiduiigeu, sowie deren Suliosäuren, Karbonsäuren und Substitutionsprodnkte: Anilin, Toluidin, Xyli­din, Cuniidin, Nitraniline illavkthylamine 'Alpha und Beta>, Snl- ianiliäure, Metanilsänre. Naphthionsänre, Fxenndscve Säure, Phe- »Vlendiamine, Toluylendiainine, Navhthylenoiamine, Benzidin, To- lidin, ferner Monoinellnil-, Monoäthyl , Monobenzyl , Dimethyl , Tiäthyl-, Tibenzyl-, Methvläthyl-, Melknlbeiizyl , Aetbylbenzvl aniline und -tolnidine, Diphenylamin, Nitronbenzol, Di- oder Bi nittvbenzol, Ti- oder Bimtrochlorbenzol, Nitritoluol- Di- oder Binitrotolnol, Trinitroiolno!. Nitronaphthaline, Pl,talsäure, An- thranilsänre, Benzylchlorid, Benzvylchtoride.

3. Phenol .Karbolsäure,, Kresüle, Diorylunizol (Resorcin), Alpha und Betanaphthol. deren Nitro , Amido und Chlorverbin­dungen, sowie deren Substitutionsprodulle: sz. B. 'Naplitholsnlfo- säuren, (Neville-Winthersäure, Croceinsäure, Sclwiiersche Säure, ? Säure, Chromotrovsäure), Aniidonaplitholsiiliosäureu -Gama- säure), ^-Säure, U-Säure, 8-Säure, 88-Säure), Anifidinc, Phe- netidine, Dianisidin, Azobenzol, Amidoazobenzol, Llmidoazoioluol, Acetauilid Anliiebrin>. Auiidoacetauilid, Amidoplienole, Amido kresole, Dimethyl- und Tiäthulamidophenol. Diamidosttlbensulso- iöurc, Talicylsäure, Nitro- und Amidosalicylsäurc, Naphtholkcrrbon- säurenj.

4. Aldehyde, Ketone, Hydrole »nd deren Substituttonsproduktc sBenze-ldehyd, Nitro-, Chlor und Amidobenzoldchyde, Tetramethyl, TetraSthyldiamidödiphenylketone und -hydrolej.

III. Tie Betanntmachung vom 31. August 19l l iReiclBanzeiger Nr. 204,, betreffend Zwischenprodukte für Teerfarbensabrikation, wird ausachoben.

Berlin, den 15. September 1914.

Der Slellvertreter des Reichskanzlers.

Delbrück.

Bekanntmachung

b e t r. A u s s u h r - u n d T u r ch > u l, r v e r b o t e.

Um Zweifel über die Einwirtung meiner Bekaunttnachimg vom 12. Sepieniber >014 «Sonderausgabe des Reichsanzergers vom 12. Sepieniber 1914«, betrefiend die Ausfuhr und Durchfuhr von Handwaffen »sw., aus die früher erlassenen Bekanntmachungen zu vermeiden, bringe ich hierdurch folgendes zur öfientlichen Kenntnis:

I. Tic Bekanntmachung vom 31 Juli 1914 Reichsanzeiger Nr. 178,, betreiicnd das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Handwasicn usw., bleibt soweit in Geltung, als cs sich um die »ackistc . iden Waren handelt, deren 'Äizsfuhr lind Turchsiihr dem­nach verboten bleibt:

Kali , Ammoniak- und Natronsalvetcr. Salpetersäurc,Kamofer, auch die künstlicheir, d. h. auf synthetischem Wege hergestelltcn Kampier, Esiigsaurer Kalk. Aceton, Aethylätbcr, Nitrierte Baum­wolle und nitrierte Zellulose, Pikrinsäure, Salpctcrsaiircr Baryt, Phosphor, Terpentinöl, Nalriuniopalat, Antimon, Ouecksilber, Wolsrammetall, Kolophon, Fahrbare Leitern.

II. Tic Bekanntmachung vom 31. August 1914 (Reichsanzciger Nr. 204>, betrefsend das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Kraftfahrzeugen usw. ist auigehoben.

III. Tie Bekanntmachung vom 31. August 1014 Reichsanzeiger Nr. 204 1 , betrefiend das Verbot der Ausfuhr und Durchfuhr von Tonerde usw. (Ziffer 1 bis 4, bleibt in Geltung.

Berlin, den 14. September 1914.

Ter Stellvertreter des Reichskanzlers.

D c ßb r ü ck.

Z. Nr. St. M. 7951 v. 1014.

Bekanntmachung

betreffend Aenderung der Postordnung vom 20. März 1900.

Vom 8. September 1914.

Aui Grund des S 50 des Gesetzes über das Postwesen vom 28. Okwber 1871 «Reichs-Gesctzbl. S. 347« und des S 3 Abs. 2 des Gesetzes, betreiiend die Erleichterung des Wechselprotestes, vom 30. Mai 1908 (Rcichs-Gesetzbl. S. 321« wird die Postordnung vom 20. März 1900 für die Dauer der Geltting des S 1 der Bekannt machung des BnndesratS vom heutigen Tage, betrefsend weitere Verlängerung der wechsclrechtlichcn Fristen für DoniizilwechsÄ, die im Stadlkreise Danzra zahlbar sind, j»u' folgt geändert.

1. Im § 18 aPostprotest" ist am Schlüsse des zweiten W satzes unter v hinter der Aenderung vom 30. August 1914 (Reichs Gesctzbl. S. 391) nachzntragen:

Auch Postprotestausträge mit solchen im Stadtkreise Danzig zahlbaren gezogenen Wechseln, die als Wohnort des Bezogenen einen Ort angrben. der in Ostpreußen oder in einem der aui' sühnen westpreußischen Kreise liegt, wird erst am zweinndsechzigsren Werktage nach dem Zohlungstage des Wechsels nochmals zur Zah­lung vorgczciflt.

2. Vorstehende Aenderung tritt sofort in Krait.

Berlin, den 8. September 191 l

Der Reichskanzler.

In Vertretung: K r a e t k e.

* Bekanntmachung.

Aui Grund der Kaiserlichen Verordnungeil vom 31. Juli d. I., betreftend das Verbot der Lbusiuhr und Durch,uhr von Waste», Munition, Pulver und Sprengstoffen, ioivie von anderen Arttkeln des Kriegsbedaris und von Gegenständen, die zur Herstellung von Kriegsbedarssartikeln dienen, ferner betresten«.' das Verbot der Ausfuhr und Durchstihr von Nsenbahnmatcrial aller Art, von .... Teleqraphen- und Fernivrcchqerot. svime Tcileii davon, von Lust­los, daß der Deutsche durch seine militärische Erziehunq vor tZchstiergerät aller Art. von Fahrzeugen und Teilen davon, ferner