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iO Paar Unterhosen, 2800 Paar wollene Strümps«; anßcc- > in eine große Zahl von Fußlappen, wollenen Handschuhen, tauchen, Leibbinden, Ohrenschüßer, stopfschützcr, Kniewärmer \ ib Taschentücher. Die LebenSmittelsendung besteht in etwa Zentnern Wurst und Speck, Schokolade, einigen Tausend garren und Zigaretten und Tabak. Hoffen wir, daß diese >cudnng glücklich und bald in die Hände unserer tapiercn ieger gelaugt. Eine weitere Sendung ist in Vorbereitung.

** Das Lazarett in der alten Klinik ist seit Mitte rgangencr Woche zum größten Teil zur Austmhme Verivnndetcr I rgcrichtet. Es stehen 300 Betten zur Verfügung, deren Zahl it Hilfe der Baracke aus 350 gesteigert loerdru kann Bisher haben ) meist Leicht verletzte Krieger in der alten Klinik Aufnahme ge- |den.

** Ein 15j übriger Freiwilliger ist mit unserer »guartierung in Gießen eingezogen. Ter junge Krieger ist der ohn eines vor dem Feinde gefallenen Hauptmanns: seine Mutter früher schon gestorben, und so hat es den jungen Menschen, r auch die Osfizierslausbahn beschreiten will, gedrängt, mit der­ben Kompagnie im Heere einzurücken, die sein Vater in den | impf und zum Siege geführt hat. Die älteren Kameraden sind >lz aus ihren jungen Mtstreiter, der bereits vollständig ausgebildet und die Anstrengungen der Uelmngen in der Garnison gut I erstanden hat.

** Schenkung von Ferngläsern für die ! r u P p e n. Das Reserve -Infanterie-Regiment e. 222 spricht hierdurch den zahlreichen Spendern von erngläsern und Revolvern seinen herzlichsten | mf aus. Von Bekanntgabe der Namen wird aus Wunsch r freundlichen Geber abgesehen.

** Freilichtbühne. Die für Sonntag nachmittag vor­gesehene Aufführung für die Verwundeten mußte

des ungünstigen Wetters wegen aussallen.

** Sanitäts Hunde. Mit den in nnserer Stadt ein­gerückten Soldaten sind auch vice Santtätshe.mde mlgekonrmen. Ae Tiere, deulfckie Schafe, Hand«, sind etwa 2>'» Führ oll und werde« von den Sanitätsmannsc! asten geführt. Tie .Hunde sind genau ab- gerichtet, woraus es bei ihrem Tftenlt aukommt. 'Nach dein Gesecht suchen sie das Schlachtield, besonders Walvdickitungrn nach Ver­wundeten ab. Finden die Tiere einen Verletzten, so nrhinen sic ihm ergend einen Gegenstand und bringen diesen nach der La- zarctMation, von wo aus sic cincu Sanitätssoldaten an Ort und Stelle führen. Bisher hat man mit den Hunden sehr gute Erfahrungen gemacht.

** Gefundenes Fah r r lo d. In dem Hose eines Hauses auf dem Kanzleiberg wurde ein Fahrrad, MarkeViktoria" mit der Fabriknunlmer 196 974 aufgcfunden. Ter Eigentümer kaiui sich bei der Kriminalabteilung Großh. Volizeicunts melden.

Amtlicher Wetterbericht.

Oeffentlichcr Wetterdienst, Gießen. Wetterausiichlcn in Hessen am Tienslaq, dea 22. Sept. 1914: Noch wolkig, meist trocken, anchenernd, kühl, nordwestliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Tie Stimmung in Paris.

Berlin, 20. Sept. DerVerl. Lokalanz." meldet aus Mailand' Wie italienische Blätter berichten, erwartet das Volk in Paris mit größter Spanmmg den Ausgang der Schlacht an der Äisue. Tie mititärischen Meldungen bringen bisher wenig über die Borgäuge: aber das eine geht

aus ihnen hervor, daß die Schlacht mit ftirchtkrarer Heftig­keit tobt. Desgleichen besagen Erzählungen von Ossi zteren, die von der Front nack> Paris zurückkehren., daß die Deutschen mit der größten Todesverachtung kämpfen, um dt« französische Lime zu durchbrechen.

Berlin, 20. Sept. DerBerl. Lokalanz." meldet aus Rot­terdam: Aus Paris über London wird hierher milgetei.lt: Die Schlacht an der Aisne ist oie wiMsgstc seit Anfang des Krieges. Man dort hie Schlacht nicht mehr als Tremsport-Deckmigsgesecht der Nachhut betrachten Sic ist vielmehr der wie, tigfte Ringkampf, imd der jetzige Zeitabschnitt wird die großen Kriegsoperationen in Frankreich beenden. Die Aufstellung der srauzösischeu Heercsteile. wie sic der französische General stab mitgcteilt hat, wirdgänzlichverurteilt. Inzwischen muß man die deutschen Verbindungslinien nicht für so bedroht ansehen, als all­gemein geglaubt und angenommen wird. Solange die Deutschen Tergnier und Laon behaupten, können sie nicht nur die Bahn­linien durch Luxemburg und das Maasgebiet, sondern auch das belgische Netz für die Zufuhr von Vorräten und Verstärkungen be­nutzen. Am Donnerstag wurde an einem Punkte gekämpft, »vo die E n g l ä n d e r standen. Sie hatten schwer zu leiden, vollbrachten aber ihre Aufgabe, ohne einen Moment zu roanfen.

Aus Bulgarien.

i. Köln, 21. Sept. DieKölnische Zeitung" meldet aus Sofia: Der hiesige rmnänisclte Gesandte, der in ständigktm Gedankenaustausch mit dem rtissischen Gesandten sieh-., ist nach Bukarest abgereist. Man nimmt an, daß er Bericht erstatten will über seine Erkuitdigungen gegenüber der Haltrrng Bulgariens für den Fatt, daß Rumänien einem äußeren Drängen der inner- volitischen Strömungen iolgcnd Siebenbürgen und ine Bukowina besetzen wollte. Wie verlautet, will Bulgarien übe?c seine strikte Neutralität vorläufig mit niemand feilschen.

Im Anschluß an den Ausruf des Gr. Kreisamts von 18. d. Mts. ertuchen wir dringend unicrc Mitalicdcr und Zöalingc. die 16 Jabrc und älter sind und sich ^ für den spätere» Militärdicn» I jetzt schon vorbcreiten wollen, sich unigcbcnd bei unserem Turnwart Herrn Karl Erb, Löbershof 3 II schriftlich oder mündlich zu melden. Die Beivrechung fiitbct am Donnerstagabend tu der Tnrn- ftundelTurnhalledcrStadtkiiabcu- schule. Nord-Anlage» »tan. Uni | cht zahlr eiche M eld ung cri uchi. Der Vorstand.

öaknliof- 8lraöe 34

Heute Montag, den 21. September

nochmals das aussergewöhnlich schöne Filmprachtwerk

sowie das übrige Programm, darunter

Einzug der eroberten belgischen, franz. und russ. Geschütze in Berlin

Auf vielfachen "Wunsch unserer werten Kundschaft und im Interesse unserer An­gestellten bleibt das I.ichts \t ie 1 liaus lab Samstag, den 26. September wieder (lanernd geöffnet; auch werden von diesem Termin ab die neuesten kinemato- graphischen Aufnahmen von den Kriegs­schauplätzen gezeigt. 9967a

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