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Unser lieber Bundesbruder
Im 72. Lebensjahre entschlief heute sanft nach schwerem Leiden unser innigst geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater
Gustav Fehrer
Dr. jur. rer. pol., Gerichtsassessor
Leutnant der Res. im Leibgarde-Regiment 115
starb am 27. August auf dem Felde der Ehre den Heldentod fürs Vaterland. 9931D
In tiefer Trauer:
Die Burschenschaft Germania.
Ernst Challier sen.
Auf dem Felde der Ehre fielen unsere lieben Bundesbrüder
Oberlehrer Adolf Becker
Leutnant der Reserve im Infanterie-Regiment 116
und
9924V
Lehramtsassessor Heinrich Jockel
Leutnant der Reserve im Infanterie-Regiment 115
In tiefer Trauer:
DerVereinDeutscherStudenten a.d.Ludoviciana
Eugen Fischbacli.
Wir werden das Andenken des Verstorbenen allezeit in Ehren halten.
9926D
Giessen, den 19. September 1914.
Verein Union.
I. A.: G. Geisse.
Am 9. September starb den Heldentod fürs Vaterland unser lieber Sohn und Bruder
Karl Hahn .
Bankbeamter und Einj.-Unteroffizier im Inf.-Regt. 116
Fritz Schomber
Musketier der Leibkompagnie im Inf.-Regt. 116 im 20. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Balthaser Schomber, Bäckermeister. Giessen, Blankenburg a. H., Baden-Baden, den 18. Sept. 1914.
Im Kampfe ums Vaterland fiel am 28. August unser liebes Mitglied
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In tiefer Trauer:
Frau Margarete Hahn Ww.
Wilhelm Hahn, Kaiserl. Bankbuchhalter Emil Hahn, Lehrer.
9920
Am 8. September starb den Heldentod fürs Vaterland -W unser braver hoffnungsvoller Sohn, Bruder, Schwager. Onkel und Neffe
In tiefer Betrübnis:
Die trauernden Hinterbliebenen.
Gießen, den 19. September 1914.
Die Beerdigung findet am Montag, den 21. September, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofs aus statt.
9925
Am 28. August starb den Heldentod fürs Vaterland unser innigstgeliebter, unser unvergeßlicher Gatte, Vater, Sohn, Bruder, Schwager
und Onkel
Metzger Karl Walther
Reservist der 7 . ttomv. Reserve-Ink. - Regt. „KaiserWilb."(2,Gr.Hess.)Nr. I16in Gießen
im 3l. Lebensjahre.
9905
Tic ticstrauerndcn Hinterbliebenen:
Familie Walther.
Hausen, Garbenteich, Münzenbcrg, Klein-Linden.
Danksagung.
Allcit denen, die uns an unserem schmerzlichen Verluste ihre Teilnahme bezeugt haben, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. 9930
Aug. Klein u. Zamilie.
Gießen, den 19. September 1914.
Danksagung.
Allen denen, die uns bei unserem schmerzlichen Verluste ihre Teilnahme bezeugt haben, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. 06727
Äonriiö Mr IV. n. Familie.
Muschenheim, den 18. Sept. 1914.
Ausruf
an die Ansländer in Deutschland.
Alle Ausländer, die seit Jahren in Deutschland m lässig sind, bitte ich, die nachstehende Erklärung zu umm sertigen:
Nach zahlreichen, glaubwürdigen Berichten fisH fcett Ländern, mit denen Deutschland in Krieg itz, „ den vergangenen Wochen gegen deutsche Manna, Frauen und Kinder Rechtlosigkeiten in großem Iml sänge, in einigen dieser Länder sogar schändliche Graul- taten begangen worden.
Angesichts dieser Vorgänge empfinden wir unfcj, fertigte Ausländer, die seit Jahren in Deutschland »ebnen und unter dem Schutz der deutschen Gesetze, b
günstigt von dem Wohlwollen der Bevölkerung, bin
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unseren friedlichen Bernsen nachgehen, es als m dürsnis und als eine Ehrenpflicht, als unparteiislj, Zeugen hervorzutreten und vor der ganzen ÄulturM laut zu bekunden, daß solche R e ch tl osig keitin gegen Ausländer in Deutschland nih« vorgckommen sind.
wir wollen Zeugnis oblegen für deutschen llchz,
sinn.
Es ist uns kein Fall bekannt, in dem aus Aulls des Krieges ein Ausländerin Deutschland übermangrd- den Rechtsschutz zu Nagen hätte. Mit Beginn fe Kriegszustandcs wurde wohl eine Anzahl von te ländern ebenso wie eine sehr große Anzahl von Z». ländern infolge der Erregtheit der Bevölkerung Ctm- neu gegenüber ungehalten und zur Wache geführt: »ln unseres Wissens ist, abgesehen von loenigcn Fällen,» denen begründeter Spionagevcrdacht vorlag, jeder, dv den friedlichen Zweck seines Hierseins nachwres, '
wieder freigelafien worden, ohne daß ihm auch nr ein Haar gekrümmt wurde, und ohne daß er späte
Oie Verlobung meine? Tochter Gastei mit Herrn Referendar Wilh. Friedrich zeige ich ergebenst an
Frau Ottilie Bender Ww. geh. W'olf
Giessen, den 19. September 1914
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irgendwie belästigt worden wäre. Abgesehen von mi gen übersührten Spionen hat Unseres Wissens kei, einziger Ausländer aus Anlaß des Krie g es Schaden erlitten an seiner Person «der an ftinti vefitztum.
Wenn die deutschen Behörden und die Bevölkern sich in diesen Tagen den in Deutschland wohnende Ausländern gegenüber anders verhalten haben, »l sonst in den Zeiten des Friedens, so ist es nur ü Sinne erhöhter Fürsorge gewesen.
Unterschristsbogen mit diesem Wortlaut sind erhält lich bei den Zeitungen, die diesen Ausruf veröfientlicher Jeden Ausländer, der Zeit dafür erübrigen kann, bin ich, an seinem Ort Unterschriften zu sammeln und an di betreffende Zeitung einzusendcn. Die Zustimmung kan auch mittelst Postkarte an mich ausgesprochen werden:« genügt der folgende Wortlaut: „Unter Hinweis aus Ihn Ausruf vom 15. 9. 14 an die in Deutschland wohnende Ausländer bevollmächtige ich Sie, meinen Namen unte die darin erhaltene Erklärung zu setzen."
Sämtliche Unterschriftsbogen werden gesammelt uni nachdem die Unterschritten nationcnweise gezählt l'inf dem deutschen Reichskanzler übersandt. Mitteilung übe das Ergebnis wird den Tagesblättern im Inland un im neutralen Ausland zugehen.
Den Unterschriften bitte ich die folgenden Angabe beizusügen: 1. Beruf, 2. Nationalität, 3. Seit wie ob Jahren in Deutschland, 4. vollständige Postadresse.
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