Ausgabe 
17.9.1914
 
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dem eisernen Heizkörper des PofttnusenmS verbanden würde. Dte Tclvg-rxmrme von flkuien warrden vor einigen Jahren in Südfrankreich gehört, als man eüicn Einpfeuigsapparat dort zufällig «r eine lumiwlfe, ober gerade nicht gebrauchte oberirdische Telqgrapfanleitung ansclskvfl. Es ist also tech- uifcl) möglich, daß der Feind Funkentelegramine, die er nicht hören soll, anssürrgt. SeGstversbändilich sind die militärischen Depeschen chiffriert. Aber auch deh Geheimschlüsscl ist vor der Spionage incht sicher und bei einer Ausbreitung sozu­sagen über die ganze Welt viel gefährdeter ofö im Kabel- perfeljr.

Doch auch «das schlecht uns nicht. Deutschland und Oester­reich Ungarn, die von ihren Feinden für minderwertig im Fcrntekegraphietlvsen angesehen werden, sind im Grund-? gor nicht so übel dran Durch Findigkeit urrv Wchtigkeit werden die kleinen Nachteil« und Anfangsschwierigkeiten des Kriegs zustandes ausgeglichen. Deutschland ist auch hierin nicht untcrzukviegcn.

M«kt djkßmgMlchkll!

Tapiau nach der Beschießung.

Ern Milarbeiter des ,,Königsberger Anzeigers", der das Schlachtengebiet beobachtet hat, schildert in seinem Blatt das Aussehen Tapiaus nach dem Bombardement:

. . . Gleich hinter Bonslack tauchte Tapiau vor uns auf. Wie wir näher kamen, nahmen wir die ersten Spuren der Zer­störung toahr. Aut einem Hügel vor der Stadt ragen die Mauer­stümpfe einer Windmühle auf, die in Brand geschossen wurde. . . Wir kamen in die Vorstadt. Das erste Haus, das loir sahen, >var beil und ganz Blumen schmückten hie Fenster. und Soldaten standen gemütlich im Hof beisammen. Doch sckron pleich dahinter belehrte uns ein sckzwarzer Trümmerhaufen, der nichts von dem Häuschen erkennen liest, das dort gestanden 1 k», das; Tapiau bombardiert worden ist. Das nächste Haus schien ein Neubau zu sein: cs ragte mir die Vorder- und Hinterfront empor mit leeren Fensterhöhle». Als wir näher kamen, sahen wir, dast das ganze Innere des Hauses eingestürzt und eingeäsckiert ivar. Nur die kahlen Wände waren stehen geblieben. Dann wieder ein Haus, von dem eine Ecke glatt abgeschlagen war. Die Granate war abgcprallt und hatte sich in die Erde gebohrt, ei» tiefes Loch hintcrlaffciw. Langsam fahren wir weiter, in die Altstrastc hinein, die auf ihrer von der Kirche aus rechten Seite fast ein einziger Trümmerhaufen gnvorden ist. Ganze Reihen Häuser sind nebeneinander zusammengestürzt. Bon manchen .Häusern sind die Eisenträger in den unmöglichsten Formen verbogen. Sic hallen noch oft Mauern in der Schwebe, die jeden Augenblick einzustürzcn drohen. Aus dem Markt ist die Verwüstung groß. Das Hotel ..Schwarzer Adler" ist von einer Granate vernichtet und voll­ständig eingeäschert, ebenso daS Hotel Metichurat. Die Post ist ein wirrer Hausen von Trülnmcrn, die eine Granate aul die Straste geschleudert hat. Tie Ksträze steht noch. Aber die schönen Glas­malereien der Fenster baben hem ungeheuren Lnstdrnckc nachgeden müssen, der durch das Krepieren der Geschosse und das Einstürzen der Häuser entstand. Unser Weg sührt uns weiter nach der Landes - vflcgeanstalt, die im Mittelpunkt des Bombardements gestanden bat. Die aul dem Turme der Anstalt wehenden Fahnen des Roten Kreuzes haben den Russen als Zielscheibe gedient. Unzählig« Granaten und Schrapnells faben die Anstalt verwüstet, in der sich ani Tage des Hauptbombardements ' am 28. August 500 Kranke befanden. Elf von den Kranken sind dabei getötet, mehrere verwundet ivorden. Der Turm ist von einer Meng« Schüsse getrosscn worden. Sein Mauerwerk ist überall zerstört, die hölzerne Spitze verkohlt, die grosten Uhren sind hcrabgestürzt, aber er hat nicht gewankt imd stsiht noch. Bor uns liegt das Maschinenbaus, in dem eine Granate bis unten durchgeschlagen ist, Balken und Mauern in die Tiefe reißend. Eine andere Granate wurde von den Maschinen aufgehalten, deren dickste Eiicnteile sich unter dem tzlnprall bogen. A» zerstörten Wirtschastsgebäuden vorbei geht es zum Hauptgebäude, in das die Geschosse von allen Seiten eingedrnngen sind. Die Borderfronl ist überall breit aul- gerissen, zerborstene Malierstücke liegen aus 'den Krankenbetten. Die Kranke» waren bei dem Bombardement zum größten Teil in Nebengebäuden untcrgebracht, die die Granaten nicht so arg mit- nahnien.

Au» Stadt und Land.

Gießen, 17. September 1911.

** Bezahlt eure Rechnungen. Diese Mahnung richtet sich nicht irur an die Handwerker und Kauslcute, sondern auch an die Landwirte. Bei der im allgemeinen guten, in mancher Hinsicht sogar sehr guten Ernte ist den Landloirteii die Möglichkeit geboten, alte Zahlungsverpflich­tungen zu erstelle» Der nachfolgende Aufruf aus demMa-

dnrchsichtige Maske für echtes Gallicrtum hält. Ganz oben aber aul lnfligcni Sitze lhront Pion-Piou. aus einer Schütte Stroh geboren und täuschend mit Käppi, Mantel und roter Hose bekleidet, ein ecksteS Lcbelgcwehr im Arm, gedankenlosä Berlin" stierend. An sonstigen kleinen Andenken an schwere, aber erfabenbr Tage fehlt ei den Braven nicht, und sei es auch nur ein miigelesemg Rahmen mit Patronen, den spitzen, kirpsrig dunklen Geschossen' französischer, den den deutschen ähnelnden Mickelgeschosfen bei gischer Herkunst. Gern wird von dem leicht zu ergänzenden Reich­tum abgegeben und so de» daheim in begreislichcr Spannung Harrenden ein kleines Anschalmugsmittcl in die Hand gedrückt.

Auch bei Eisenbahnzügcn dieser Art gibt es hinter der ab- iperrenden Postenkette liebende Angehürig« der Jungen da drüben, und mefa als einmal summt die sorgende Frage:Welches Regi­ment ist daS? llud wenn die Entgeltung lautet:Es sind die st'er", und sie kommt der harrenden Sehnsucht entgegan: welches Glück, den Gatten, Sohn oder Bruder zivischcn der soeben über wundenen und der neu drohenden Gesahr noch einmal in zärlliche Arme zu schließen Aber wenn das angstvolle Bangen nach den B ern" nur ein Zucken der Achsel findet mrd niemand sagen kann oder airch vielleicht darf, ob tznd wann der Truppenteil diesen Bahnhot durchfährt, feuchtet sich manches Auge in tapfer nieder gezlvungenem Weh, und nur ein kurzes, Harles Schluchzen gibt Kunde vom Seclcnkampf.Aber ich muß ihn doch noch einnral sehen: hier bleibe ich und sollte ich drei Tage warten."

Don erklärlicherweise ganz besonderem Reiz sind die Umstände, die be, der Turchsahrt von Gefangenen,ügen zutage treten, zutage, obwohl eS die Verwaltung meistens so einrichtet, daß diese Durch iahrten in die Nacht fallen, wenn sich der ungeheure Andrang der Schaulustigen jenseits der Schranken verlausen hat urrd etwaige Ucberiührungcn weniger Schwierigkeiten machen Die Melnzahl der Gefangenen besteht bisher in den westlichen Landesteilen aus Franzosen: daneben gibt eS auch Belgier, vereinzelt Engländer. Aber kommt Zeit, kommt auch Tommy Atkins in erwünschter Menge. Franzosen und Belgier machen im allgemeinen einen recht unsauberen, verwahrlosten Eindruck, während der britische Söldner meist dengentleman" herauszubeißen sucht. Man muß sich bei den Franzosen und Belagern freilich, um gevecht zu sein, vor Augen halten, daß diese Leute anstrengende Märsche, die Schrecken einer Sällacht, eine Niederdrücken de Gesangennahnic und endlich mehrtägige Eisenbahnfahrt hinter sich haben. Daß dies etwa vorhandenenSchneid" stark hcrabzudrückeu vermag, ist zweisel- los. Trotzdem kann man lvohk sagen, daß diegrande Nation" wenig Ursache hat, auf ihre Soldaten stolz zu sein. Die Uni­formen sind zwar besonders bei den afrikanischen Truppen

nufakttrrist" sei deshalb alle» Air Berücksichtigung und' zum Danachhandeln empfohlen. Er lautet:

Freudigen Herzens ist Euch Handel und Industrie zu Hilfe geeilt beim Einbringen Eurer Ernte. Nun zeigt auch Eure Dank­barkeit. Unterstützt sie, indem Ihr bei Kausleuten und Indu­striellen Eure fälligen Rechnungen bezahlt oder Teilzahlungen macht. Das Geld wird so nötig gebraucht, verzichtet deshalb letzt auf Zinsen, die Euch Sparkasse oder dergleichen bringen können Bedenkt, cs greift eins ins andere: der Kaufmann kann seine', Fabrikant bezahlen und diese ihre Arbeiter, für die ein scher jetzt dringend mit sorgen muß, schon Mts Dankbarkeit für

iljre lobenswerte politisch« Handlungsweise.--

** Umtausch von Gold gegen Papiergeld. Die Postanstaltcn, die säpm seit der Mobilmachung alle in den Postkafscn auflommenden Gollnnüiizen an die Reichs­bank ablieferu, beteiligen sich jetzt auch am Umtausch von Gold gegen Papiergeld. Im Schaltervorraum einer jeden Hostanstalt ist für die Dauer des Krieges fol­gender Aushang angebracht worden:

Berlin W 66, den 11. September 1914. Zur Stärkung des Goldbestandes der Reichsbank ist es er­forderlich, alle bisher noch vom Publikum noch zurückgebaltenca; Goldmünzen aus kürzestem Wege an die Reichsbank abzusühren. Um dies zu erleichtern, tauschendiePostanstalte n G old gegen Papiergeld um. Bei großen Beträgen empfiehlt es sich, die Postanstalten einige Zeit vor dein Umtausch zu benach­richtigen, damit sie rechtzeitig die erforderlichen Mengen an Pa­piergeld bcreitstellen können.

Reichs-Postamt." **VermittclungsstellenfürPrivat-Aus- künfte und - Briefwechsel nach und von den feind­lichen Ländern sind im Anzeigenteil der heutigen Nummer bekannt gemacht. Es sind sowohl für England und Rußland als auch für Frankreich Vermittelungsadressen genannt.

** S t i l l e H i l f e. Es gibt viele Arme, besonders ver­schämte Arme, die durch den Krieg doppelt hilflos geworden find. Ihre Not zu lindern, müssen immer neue Wege ev- schlossen werden. Nun lagern in jedem Haus in Truhen und Schränken dem Verderben preisgegebenc, verwachsene und außer Mode gekommene Kleidungsstücke, alte Lei­nensachen usw. Für den Besitzer sind sie wertlos: dem Armen könnten sie gute Dienste tun: unter der umgestalten­den Hand einer sorgsamen Hausfrau könnte Wertvolles daraus erstehen. Man sehe doch gerade jetzt vor Beginn der rauheren Jahreszeit nach und warte nicht, bis die Armut an die Tür pocht, sondern übergebe, wenn man Bedürftige nicht kennt, die Sachen an seine Monatsfrau oder Putzfrau, damit diese sie an richtige Stellen abliefern.

Kreis Alsfeld.

§ Ruppertenrod, 16. Sept. In unserer Gemeinde wetteifert man gegenwärtig ' mit dem Stricken von Strümpfen nnd Pulswärmern für unsere Krieger. Dcrs ge­schieht zum Teil i» der Strickschule, zum Test durch Frauen und Mädchen im Hause. Das Garn wurde ^durch die Ge­meinde ^rngekauft und frei geliefert. Auch die weiter erfol­genden Sammlungen für das Rote Kreuz bringen ansehn­liche Beiträge.

Kreis Schotten.

tz. Au s dem ob c r e n V oge l S b e r g, 14. Sept. Auch auf unseren Bergen ist rara das Getreide voll und ganz cingebracht. Reben einer großen Menge Stroh ist auch der Ertrag an Körnern sehr reichlich. Der .Hafer vor allem steht an Gute und Menge keiner vorjährigen Ernte nach. Das Wetter war sehr günstig und alles konnte gut geerntet wer- den, wie auch die Frauen, deren Männer in beit Krieg ge­zogen sind, verhältnismäßig schnell mit der Ernte fertig geworden sind. Die Grumtücternte war ehenfalls, 'durch das schöne Wetter begünstigt, eine reiche.

Starkenburg und Rheinhessen, b. Mainz, 16. Sept. Herr Baron von Waldt« ha u s e n hat, nachdem er dem Roten Kreuz bereits eine Zuwendung von 5000 Mk. gemacht hatte, neuerdings dem Herrn Oberbürgermeister von Mainz die Summe von 10000 Mark überwiesen zur Unterstützung von Familienangehöri- gen im Felde befindlicher oder im Felde gefallener Soldaten. Ebenso hat er zu demselben Zwecke der Gemeinde Heides- heim 800 Mk., der Gemeinde Finthen 800 Mk., der Gemeinde Budenhcim 1000 Mk. überwiesen.

Märkte.

Ie. Frankfurt a. M. Schwei ncmnrktberirt|! vom 18. Sept. Aufgetrieben waren 1938 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis IM kg Lebendgewicht 4&.0048.00 Mk., Schlachtgewicht

58.00 60.00 9m., vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht

45.00 47.00 Mk., Schlachtgewicht 57.00 59.00 Mk.: vollfleischige Schweine von IM130 kg Lebendgewicht 46.0043,00 Alk., Schlachtgewicht 58.0060 Mt.: vollfleischige Schweine von 120 bis IM kg Lebendgewicht 46.0048.00 Mk, Echlachtgeivicht 5860.00 Mk. Geschäst langsam, bleibt Ueberstand.

bunt genug, machen aber im gogenwärtigen Zustande einen ge­radezu erbärmlichen Eindruck.' Jämmerlich vor allem ist auch das Schuhzeug, wofern es nicht aus deutschen Kommißstiefeln be­steht, die ossenbar deutschen Toten oder Verwundeten auf dem Schlachtseldc ausgezoge» worden sind. Soweit di« Beobach»mg reicht und auch die deutsche Begleitnrannschast bestätigt es sind die KriegSgcsangenen heilfroh, einigermaßen sicheren Unter­schlupf gefunden zu haben und benehmen sich, wie kaum anders zu verlangen. Daß cs räudige Schafe unter ihnen gibt, ist nicht zu bestreiten, aber die Begleitmannschaft besteht auch nutzt unmer und überall bloß ai,S Engeln. Einige der unfreiwilligen Deutsch- landreisenden machten sich das harmlose Vergnügen, die blanken Knüpfe ihrer Unisormröckc abzudrehen und sieSouvenir"->Er- pichtcn zuzmvcrsen. Ucbrigens bestehen einige der neueren Ge- sangenentransportc bereits aus älteren Leuten, die die Vierzig, ja die Fünfzig überschritten haben. Es scheint also wahr zu sein, was mau aus französischem Munde Horen konnte, daß Frankreich so ziemlich am Rande seiner Krästc und unfähig ist, den Abgang an Soldaten zu ersetzen und den Krieg arsi die Dauer ordnungs­gemäß wetterzusühren

Weniger farbenreich als die französischen sind die belgischen Uniformen: die Mützen mit der rot-gelb schwarzen Kokarde erin­nern stark an die deutschen. Auch hier scheint das herrschende Ge­fühl das vollkommenerWurschtigkeit" zu sein. Keiner der Bur­schen hat etwas dagegen, als künsttgec Landsmann angcredet zu werden, sprechen doch auch viele von ihnen bereits leidlich Deutsch. Ja, man kann die Bemerkung hören:Arbeiten da, arbeiten hier. Hauptsache: gut beßabl!" Der blinde Haß zwischen Sieger uitt» Besiegten ist bei diesen Sendungen aus Ncndcutschland tot? Man weiß es nicht, jedenjalls schlummert er. Nur ein paar Weiber die einen sagen, sic hätten auf dculsck>c Truppen geschossen, andere, sie seien bei Leichcnräuberei ertappt worden stoßen über­all ans grimmige Blicke nnd nicht mißverständliche Verwünschungen.

. Bunt und vielgestaltig ist das Leben, daß sich in diesen Zeiten aus unseren Bahnhöfen abrollt. Der Verkehr zu und von den Per- lonenzügen ist freilich aut einm Schattcir des Sonst >>«rabge- drückt, aber um so merkwürdiger und dauernder Erinnerung wert und die Austritte, die der lerne Krieg aus die von Eiscnbahn- ichienen umsäumte Bühne bannt, ein rechtes Allerweltsthealer. Vom sonnumflvssenen Spätsonrmertag an. die schlaflose Nacht lstndurch, die bunten Widerschein aus drohend ausgepslanzte Bajo­nette wirst, bis an den nebelbraueuten Morgen steht die BahnhosS- wache aut ihrem verantwortungsvollen Posten, der Pflichtgefühl nnd Menschlichkeit in schwer zu ttcfscndcr Mischung fordert. Doch endlich erfolgt die gänzliche Ablösung, und irische Kräste möoeit Ilch an der alten Aufgabe versuchen. Gr.

fc. Frankfurt a. SR., 16, Sept. kOria.-Teleqr. da« .Mag.

Anz.-) Amtliche Notierung«» der heutigen Fruchtinarktpretse.

Weizen thiefiqers Mk. 25.5000.00, Knrhesstscher Mk. 25.5000.00, Wctlcraner Mk. 00.00 00.M. Roggen (hiesiger) Mk. 21.7»23.00, Gerste (Wcttcrauer) Mk. 20.50-21.50, Gerste, Frauken, Pfälzer, :Jh»l Mk. 20.5021.60, Hafer Mk. 22.5022.76, Mais Mk. 20.50- 00.00, Weizenmehl 0 Mk. 00.00 -00.00, Weizenmehl I Mk. 00.00QOJM, Weizenmehl III Mk. 00.00 - 00.00, Roggenmehl 0 Mk. 00-0000.00, Roggenmehl OIL Alk. 00.0000.00, Roggenmehl I Alk. 004)000.00^ Wcizcnkleie Mk. 0.000.00, Weuenschalen Mk. 0.000.00, Roggen» lleic Mk. 00.09-00.00; Malzkcim« Alk. 00.0000.00, Biertreber 00.00 - 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 - 00.00. Alles per 100 kg ab hi«, fc. Frankfurt a. M., 16. Sept. (Orig.-Telegr. desGießener Anzeigers".) Kartosselniarkt. Man notierte: Kartoffeln

in Wag ans Mk. 5,50-6,50, im Kleinhandel Mk. 7,008,00 für je 100 kg.

pp. Wiesbaden. Vlshhoi »Marktbericht vom 16. Sevt.

Auftrieb; Rinder 131 Meisten 35, Bullen 18, fliihe »nd Färfen 78z Kälber 143, Schafe 36, Schweine 354. Preise lür 100 Ptb.

Geschäft: mittel. Lebend» Schlacht-

Ochlr't.gewicht

Aollfleischlge, anSqemästete, böchflen Schlacht«

^ wertes im Alter von 47 Jahren ....

Tie noch »lebt gczoaen haben kunqejochle) . .

Lunge, fleilchige, nicht aus,feinästete und ältere

ousgen! ästete............

Bulten.

BoNfleileblqe, ausqew, höchsten Schlachtin. . -

Pollfleischige, jünger«..........

Färsen. Kühe.

Aollfleischlqe ausgemäststs Färsen höchsten

Schlachtwettes...........

Aollfleischige ausgemästete Kühe höchsten

Cchlachrwertes bis zu 7 Jahren.....

Wenig gut entwickelte Färsen. .....4145

2ifitere ousgemäflete Kühe.......3335

Kälber.

Mittlere Mast- und beste Saugkälber . .

Geringere Plast- und gute Sauzkälde« .

Geringe Saugkälber..........4046

Schake,

Mastlämmer und Masthammel.... 45,5k Schweine.

Lovfleischige Schweins von 80100 kg Lebend­gewicht . .............47 Jj 48

Vollfleischige Schweine unter 80 kg Lebendgewicht Lottfleischlge Schweine von 100130 k; Lebend­gewicht . . ............

Vollfleischige Schweine von 120150 kg Lebend­gewicht .............. 46 47

Fettschweins über 150 kg Lebendgewicht

Limburg a. d. Lahn, 16. Sept. Frucht markt. fchniUspreis pro Alalter. Roter Weizen iNastauischers 30,50 Ach, weißer Weizen sangebaute Fremdsocte»! 20,00 i'lt* Kor» 15,75 Ach, Gerste (Futter) 0,00 Alk., Braugerste 0,00 Mk Hafer 10,50 Mk., Erbsen 0,00 Alk, Kartoffeln der Ztr. 2,592,60 2)11., Butter da* s»nt> 1,30 Mk., Eier das Stück 9 Psg. >

Mk.

5055

4352

Mk.

92-103

89-98

43-47

8083

43-48

3743

7382

63-71

46-53

85-95

40- 46

41 45 33-35

73-82

7685

6368

54-60

4850

40-46

90-100

80-83

68-7^

-00.00

94-00

47)4-48 47-17 %

«1-62 60 61

49 49*/ t

61-63 s

46 47 42-44

58-69

53-55

Durchs

ILirchliche Nachrichten.

Irraelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage^

Samstaa. den 19. September 1914: Vorabend' 6.15 llye.

Morgens 8.30 Uhr.

Nachmittags: 4.08 Ufa.

Sabbatausgang: 7.15 Ufa.

Israelitische Reliaionrgesellschaft.

Gottesdienst.

Sabbatlersc am 19. September 191 4r Freitag abend 6.00 Ufa.

Samstag vormittag 8.00 Uhr.

Samstag nachniittag 4.00 Uhr.

Sabbat-Ausgang 7.15 Uhr.

' »» ThUrln9l3Ch«8

Technikum Jimenau

Dir. Prof. Schmidt

Elektro-und Maschinen- I Ingenieure, -Techniker, I Werkmeister. Prospekt, j

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

B c t r.: Verkauf von Iagdmunition.

Der Verkam 'von Iagdlvassen und Iagdmunition außer­halb des Bereichs der Festung Mainz an solche Personen, die sich durch Vorlage eines hessischen IagdwasienpasscS oder emeß preußischen Jagdscheines oder der entsprechenden Bescifeinigunzcll anderer deutscher Bundesstaaten legitimieren, kann wiederum er­folgen.

Gießen, den 15. September 1914.

Großherzogliches KrciSaint Gießen.

6r. U s i n g e r. <§ '

Betr.: SterblichkcitSstattstik.

An die Großls. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.

Die in deil ersten Tagen des Monats September fälligen Todeszeugnisse und Zählkarten sind von mehreren Burgermgisre- rcien bis jetzt iwäi nicht an Großh. Krelsgesimdheitsaml ei» gesandt worden. Einsendung hat sofort zu erfolgen.

Gießen, den 15. «evtember 1914.

Großherzogliches .Kreisamt Gießen.

Ir. U sing e r. ^2.

Bekanntmachung.

In der Zeit vom 1. bis 15. September 1914 wurden in hie­siger Stadt

gefunden: 1 Vorstccknädelchen, 1 schwarzes Damcnportemon- naie mit Inhalt, 1 Uhrkettc, 1 Uhr mit Kette, 1 blaue Dam«»» bluse:

verloren: l graugehäkelter Beutel, Inhalt Küeiser und Potte- moiinaie, I braunseiden gehäkelter Handbeutcl mit Portemon­naie mit 5 Mark und Taschentuch Inhalt, I Mlttärinütz« mit dem Namen Knapp, l Hcrrenuhr in einem ledernen Arm­reifen, l Sammetbeutcl mit etwas Geld und Zwicker, 1 lederne Handtasche mit Portemonnaie, 3 Mark Inhalt, und ein Paar schwarze Glacehandschuhe, 1 Herrenportemvnnase mit 10 Marl in Papier, > Krönungs-Zweimarkstück, l Dollar, 2 Fünscent- stückc nnd einzelne Marken, 1 Portemonnaie mit 21 Mark 3«' halt.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände be­lieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen.

Die Abholung der gefundenen Gegenstäichc kann an jedem Wochentag von 1112 Uhr vormittags und 45 Uhr nach­mittags bei Unterzeichneter Behörde. Zimnier Nr. 1, erfolgen. Gießen, den 15. September 1914.

Grvßhcrzogliches Polizeiantt Gießen.

H e m m c r d e. ' '

Bekanntmachung.

Betr.: Fcldberemigung in der G.nnarkung Treis an der Lumda.

In der Zeit vom 17. bis einsckstießlich 30 September lfd. Js. liegt auf dem Antttzzimmer Großh. Bllrgermeislerct Treis an der Lumda ivährend der Geschäftsstundcn

Tas Proiekl über Lkusführung von Dralnogan in den Muren 16 und 17 nebst Beschluß vom 25. Juli lfd. Js. zur Einsicht der Beteiligten ofsen. ,

Einwendungen hiergegen sind >vähe«nd der OfsenlegungssrtF bei Großh. Bürgermcistervi Treis schriftlich crnzureichen. Friedberg, den 13. September 1914

Ter Großbcrzogliche Feldbercinigungskoinnnffär: Schnittspahn, Kreisamtmaa»