wir wieder davon sprechen". Giäcomo senkte den Kopf, aber er sprach kein äüorl mehr davon, bis zu dem Tage, an dem er als kaum Zwanzigjähriger an der Universität Genua Dok lor der Rechte wurde. An diesem Lage trat er wieder vor seinen Pater und erinnerte ihn an die Worte, die acht Jahre vorher gesprochen waren. Der junge Doktor hatte so lange Zeit die innere Berufung, der er folgen mußte, in seiner Seele verschlossen. Er trat darauf in das Collegio Capranica in Rom ein. aus dein er als Priester hervorging". In der römischen Gesellschaft mar der jetzige Papst gut bekannt und sehr geschätzt. Man suchte seine Unterhaltung, aber er mied jede Form weltlicher Vergnügungen und blieb zurückgezogen in seiner Wohnung Piazza T. Eustachio, ivo er mit seiner verehrten Mutter zusammen lebte. Abends empfing er hier vertraute Freunde, denen er immer eine gute Havanna und eine ausgezeichnete Tasse Kaffee anzubieten hatte. Im engen Kreise erschien der Mo ns Hella Ehresa als ein ganz anderer, ein glänzender, witziger Plauderer; nur die Politik war bei diesen Unterhaltungen ausgeschlossen. „Lieber Freund," sagte er einmal zu einem Gast, der über die Tagessragen reden wollte, „verderbt mir nicht den Appetit, und stört euch nicht die Verdauung." Ein andermal, als er gefragt wurde, wie es mit den Angelegenheiten der Kirche ginge, meinte er scherzend: „Ach, sic gehen schleppcird, wie ich gehe." Er hat nämlich einen etwas ungleichen Gang, wie er auch von kleiner, schwächlicher Statur ist. In seinen Lcbensgewohnhcilen ist der neue Papst sehr streng. Er steht um fünf Uhr morgens auf und geht nie vor Mitternacht zu Bett. Als ein äußerst tätiger Arbeiter machte er in der Erfüllung seiner Beruss- pflichten auch keine Pause, wenn er krank war. Eines Tages halte er 39 Grad Fieber, und er war trotzdem nicht dazu zu bringen, auf einen versprochenen frommen Besuch in einem kleine n Torfe bei Bologna zu verzichten. _
Quittung.
Für die Verwundeten unserer Marine spendeten weiler lolgende Beträge: R. W. 10 Mk., Oberposlschaffner G. Haas 3 27!f.. Geh. Medizinalrat Pros. Tr. Bassins 20 Mk., W. Haustein, Nord-Anlage 12, ä Mt., Landgerichtsrat Schmidt 20 Mk., Oberl,eff, Taubstuinmenverei» tz Mk., Otto Nuppel 10 Mk., Pros. Müller 10 Mk., Lehrer Walter 10 Mk., zusammen 83 Mk-: mit den früheren Spenden von 1220 Mk. im ganzen: 1308 Mark. — Den gütigen Gebern herzlichen Dank. Pros. Polzings_
Universitäts-Nachrichten.
Berlin, 9. Sept. (W. B. Nichtamtlich.) Um mehrfach ausgetretenen Zwciseln zu begegne», hat der Kultusminister die Universitäten und Technischen Hochschulen daraus hingetviesen, daß im bevorstehenden Winterhalbjahr die Hochschnlcn ihre Lehrtätigkeit jelbsiversländiich a u s z u n e h m c n haben. Wie 1870/71 trotz des Krieges Borlesnngen und Uebnngcn gehalten worden sind, so must auch der Lehrbetrieb in, nächsten Winter iortgesetzt iverden, wenn auch vielleicht teiliveile in beschränkterem Umsangc.
vermischte«.
* Das niedrigste Papiergeld Deutschland l>at jetzt Papiergeld von 2 und 1 Mark-Scheinen. Dies ist aber noch lange nicht das niedrigste Papiergeld, das man kennt. Selbstverständlich sind die 2 und l Lirescheine, deren Wsgabe in Italien bevorstehl, noch etwas niedrigere Papicrgeldeinheileii, aber auch sie sind noch verhältnismäßig groß, wenn man sic mit älteren vergleicht. Vor wenigen Jahrzehnten gab es in Italien Scheine zu 5 Centesimi, also 40-Pfennig Scheine, und bis vor kurzer Zeit Halle ein südamerikanischer Staat noch geringeres Papiergeld: in der Republik Argentinien gab es nämlich 5-Ccntavo-Schcine, deren Wert etwas höher als 10 Pfennig war. Den.„Rekord" — das deutsche Wort .Höchstleistung trifft in diesem Falle nicht zu — lullt hinsichtlich des niedrigsten Papiergeldes aber die amerikanische Union: im Jahre 1859 sah sich die Pittsburger Bank wegen des Krieges genötigt, Lchcinc von 1 Cent Wert arkszugeben, Dieses niedrigste aller Papiergelder hatte also einen Wert von cineni Bruchteil .über 4 Pfennigen.
Sande! und verkehr, Volkswirtschaft
^Einziehung von Wechselbeträgen durch Po stau f t r a g. Bon unterrichteter Seite wird uns zur Beseitigung von Unklarheiten geschrieben: Infolge der Bcrläpgernng der W e ch s e l p r o t c st f r i st ist in der Behandlung der P o st - pro t c st au s t r ä g e, d. h. solcher, bei denen im Nichtzahlnngs falle von der Post Protest erhoben wird (dunkelblaues Postaus- tragsformiilar). mir insoscrn eine Aenderung cingctrcte», als der Postaustrag mit dem Wechsel zum zweite» Male statt *im zweiten Werktage »ach dem ZachlungStage erst bei Ablaut 'der verlängerten Protcstsrist vorgezeigt wird. Der auf die Rückseite des Postaustrags- sormulars nicderzuschreibendc Vermerk „Ohne Protestsrist" ist mit seiner bisherigen Wirkung beibehalten worden; er hat zur Folge, daß der Wechsel schon nach der ersten Vorzeigung oder nach dem ersten Versuche der Vorzeigung protestiert wird. Bei P o st - aufträgen zur G c l d e i n z i c hu n g igrüues Postauitrags- formiüar) besaßt sich die Post nicht mit der Protestierung des bei- gesügtcn Wechsels. Wünscht der Auftraggeber, im Falle der Nichteinlösung des Wechsels seine Protestierung durch einen Notar oder einen Gerichtsbeamten, so bat er den Vermerk „Sofort zum Protest ohne Rücksicht aus die verlängerte Protestsrist" aus die Rückseite des Postauttragssormulars uiederzuschreiben. Postauf- trägc, die nur den für die früheren Verhältnisse vorgeschriebe» gewesenen Vermerk „Sofort zum Protest" tragen, werden wie Postausträge ohne diesen Vermerk behandelt. Es ioird also dem Zahlungspflichtigen aus seinen Wunsch eine siebentägige Lagersrist gewährt, »ach deren Wlaus der Postauftrag mit dem Wechsel nochmals zur Zahlung vorgezcigt und bei Nichteinlösung zurückgesandt wird. Die Rücksendung erfolgt bereits nach der ersten Vorzeigung, wenn dabei die Zahlung venveigert wird
** Postschcckverkehr. Im Reichspostgcbiet ist die Zahl der Kontoinhaber im Postscheckverkehr Ende August 1914 auf 100 701 gestiegen (Zugang im Monat 'August 597). Auf diesen Postiäiecklonten wurden im August gebucht 1110,8 Millionen Mark Gutschriften nnb 1018,1 Millionen Mark Lastschriften Bargeldlos wurden 1090,5 Millionen Mark des Umsatzes beglichen. Das Gesamiguthaben der Kontoinhaber betrug im August durchschnittlich 211,3 Millionen Mark.
Limburg a. d. Lahn, 9. Lern, gnicltmat!:. Durchschnittspreis pro Maller. Roter Weizen sNasjauischer) 20,3b Mk„ weißer Weizen langebaute Jremdsorlen) 19,85 -Mt, Korn 15,50 Mk, Gerste (Zuller) 0,00 Mk., Braugerste 0,-0 Mk, vaser, alter, >2,00 Alk., »euer >0,00 Mk., Erbsen 0,00 Mk, Kartoffeln der Ztr.
3.00— 3,2" Mk, Butter das Psund 1.20 Mk, Eier das Stück 9Psg.
re. Wiesbaden. Viehho k-Ma r k tb er i cht vom 9. Sept. Austrieb: Rinder 87 (Ochsen ö, Bulle» 20, Kühe und Färsen 02),
Kälber 232, Schate 10, Schweine 198.
Geschält: inittel.
Ochs en.
Dollfleischige, ansgemästete. höchsten Srhlacht»
^ werte? im Alter von 4—7 Jahren ....
Die „och nicht gezoaen haben linigejochte) . .
Junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere
ausgemästeke............
Bul len.
Doll fleischige, ausgew, höchsten Schlachtw. . .
Dollfleischiqe ausgsinästets Färsen höchsten
Echlachtwertes...........
Doll fleischige ausgemästete Kühe höchste»
Aeltere ausgemästete Kühe.......
Kälber.
Mittlere Mast- und beste Saugkälber . . .
Geringere SDtaft- und gute Saugkälber . • •
Geringe Saugkälber..........
Schate.
Weidemastschaie:
Maftlämmer und Masthammel.... 44,50 S chweine. kollfleischtge Schweine von 80—100 kg Lebendgewicht ..............
SSoUfletfdjige Schweine unter 80 k<» Lebendgewicht Bollfletschige Schweine von 100—120 k£ Lebendgewicht ..............
Dollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht ..............
Fetlschweine über 150 k» Lebendgewicht . .
Preise für 100 Pfb, Lebend- Schlacht
qewicht Ast. Mk. 50—55 92-102 43—52 89-98
43—47
80—83
43—48
37-42
72—81
63-71
46-52
85-95
37—44 40—45 33-35
70-80
77—85
63—68
52—56
46-49
40-45
87-94
77—82
67-76
-00.00
92-00
48K-49
47X-43
62-63 61 62
49 l / ä 51
62-63
48 00 43-45
60-00
54—56
Tic Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießcner Fleisch» und Brotpreise
am 7. September
1914.
Schlachtviehpreise in Franks urt a> Al.
Fleischpreise iit Gietze »
Ochsen
Kälber
Schweine
50 Kg. Schlachtgewicht 74—98 Alk.
7, Kg. Cchlachtgw. 68-90 Ps. 7. . , 58—61 „
’/, Kg. 86-96 Psg.
. 70-75 .
7. . 70-96 .
Eetreidepreise in Mannheim
Lrotpreise in Gießen:
Weizen 100 Kg. 25.00—25.50 Mk. Roggen 100 Kg. 21.25-21.75 Alk.
Weißbrot 2 Kg. 64 Pig. Schivarzbrot 2 Kg. 56Psg.
Nirchliche Nachrichten.
Israelitische Religionsgememde.
Gottesdienst in Ser Synagoge (Süd-Anlage),
Samstag, den 12. Septcniber 1914:
Dorab end: 6.30 Uhr.
Morgens: 8.30 Uhr.
Nachmittags: 4.00 Ilbr.
Sabbatausgang: 7.35 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschast.
Sotterdienst.
Sabb atle! er am 12. September 19i4:
Freitag abend 6.20 Uhr.
Samstag vormittag 8.00 Uhr.
Samstag nachmittag 4.00 Uhr.
Sabbat-Ausgang 7.35 Uhr.
Wochcngottcsdienst: Morgens Sonntag 5.00 (die übrige» Tage 5.15), abeno; 6.30 Nor.
Meteorologische Beobachtungen der Station Siehe«.
Sept.
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Sonnenschein
Höchste Temperatur am 8.-9. September I 14 = -s- 24,7' C. Niedrigste , . 8.-9. „ 191« = i„u „
Niederschlag: 0,0 mm. __
Vcraittwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug, Go eh.
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Vorläufig muß ivcgen Platzmangels von der Einstellung neuer Kriegsfreiwilliger Abstand genommen werden. Vom 25. September 1914 ab findet jedoch wieder Einstellung Freiwilliger statt. Gießen, den 9. September 1914.
F r h r. Schilling,
_ Major imb BataillonSkoinmandeur, _
An die Groszy, Bürgermeistereien des Kreises.
Das nachstehende Llusschreiben teilen wir zur Kennlnrs mit. Gießen, den 9. September 1914.
Großherzogliches Kreisami Gießen.
Ör, ll s i n g e r.
Märkte.
Ic. Frankfurt a. M. Schmeinemarktberich) vom 9. Sept. Anlgctrseben waren 1470 Schweine. Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebendgewicht 40.00—45.00 Alk.. Schlachtgewicht
59.00— 61.00 Mk.. vollfleischige Schweine unter 80 kp Lebendgewicht
41.00— 49.00 Mk., Schlachtgewicht 59.00-60.00 Alk.: voflNeischige Schweine von 100—120 kp Lebendgeivicht 40,00—44.00 Mk., Schlachtgewicht 58.00—60 Wik.; vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 40.00—44.00 Mk, Schlachtgeivicht 58—60.00 Mk. Geschäst ziemlich rege, bleibt lleberstand.
fc. Frankfurt a. M., 9. Sept (Oriq.-Telegr. des .Glez. A»z."> Amtlich- Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreii». Weizen (hiesiger) Mk. 24.50—24.75, Kurhesstscher Mk. 21.50—24.75, Wetteraner Mk. 00.00-00.00. Roggen (hiesiger) Mk. 21 50-21.75, -Gerste (Wetterauer) Mk. 20.50—21.50, Gerste. Franken, Psätzer, Ries Mk. 20.50-21.50, Öaier Mk. 22.20—23.00, Mais Mk. 20.00-21.00, Weizenmehl 0 Mt. 00,00—00.00. Weizenmehl I Mk. 00.00 -00.00, Weizenmehl III Mk. 00.00 - 00.00, Roggenmehl 0 Mk. 00.00—00.00, Roggenmehl 0/1 Mk. 00.00—00.00, Rogqenmehl I Alk. 00.00—00.00, Weizenkleie Mk. 0.00 -0.00, Weizenschalen Mk. 0.00-0.00, Roggen- f[eie Mk. 00.00 -00.00, Malzkeime Mk. 00.00—00.00, Biertreber 00.00 - 00.00, Futtergerste Mk. 00.00 - 00.00. Alles per 100 kg ab hier.
le. Frankfurt a. M>, 9. Sept. (Orig.-Telegr. des Jtzießener Anzeigers".) Kartoffel markt. Man notierte: Kartoffeln m Waggons Mk. 5,50 - 0,00, im Kleinhandel Mk. 6,50—0,00 für je 100 kg.
Großh, Ministerium des Innern. Dcrrmstadt, den 31, Juli 1914
Zu Nr, M, d, 1,15 091,
B e t r,: Portofreie Zusendung von Gebrirtszeugnissen in Militär- angclegenhctten.
Nach einer vor kurzem getroffenen Entscheidung des Reichs- Postamts sind die mit der Führung der ZivilstaiGSregistcr betrauten Behörden nicht berechtigt, die nach § 32 des ReichS- Militärgeictzcs vom 2 Mai 1874 für die Anmeldung zur Stammrolle auszufertigenden Geburlszcugniffe den Militärpflichtigen selbst oder den Behörden unter der Bezeichnung „Heeressache" porloirei zu übersenden, da diese c-endiingen — nach Ansicht des Rcichspost- amtcs — nicht reine Rcichsdienstangelegenheiten betreffen.
Wir cmpschlcit Ihnen, die Registcrbehörden hiernach zu bedeuten,
_ I, V,: Dr, Weber, _
Bctr,: Die Bekämpfung der Schnaken,
An den Oberbürgermeister ver Stadt Gießen und an dir Großh, Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises.
Wir erinnern ai, Erledigung der im § 5 der Polizeiverodnung voni 28, November 1911 gemachten Auslage,
Gießen, den 9, September 1914,
GroßherzoglichcS Kreisamt Gießen,
Dr. Usinger
Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit veröffentlicht Gießen, den 8, September 1914,
Grvßherzogliches Kreisamt Gießen.
Qcffentlichc Fmpsung
für nicht i m pf p fl ich t i g e Personen, insbesondere für Erwachsene,
In der gegenwärtigen Kricgszcit empfiehlt sich sür jedermann die Wiederholung der Schutzimpfung gegen Blattern. Namentlich erscheint die Durchimpsung des gesamten freiwilligen und Bcrufs- Krankenpslegepersviiales, der Desinfektoren und Leichenschauer notwendig, Es werden deshalb für alle diejenigen, die sich der Imp. sung unterziehen >vollen, im Sitzungssaalc des alten Rathauses am Marktplatz zu Gießen an den unten bezeichnetcn Tagen öffentliche Impftermine abgchalten. Die Impfung Ist unentgeltlich. Montag, den 14, September, nachmittags 4—5 Uhr, Dienstag, den 15, September, nachmittags 4—5 Uhr, % Mittwoch, den 16. September, nachmittags 4—5 Uhr, Freitag, den 18, September, nachniittags 4—5 Uhr, Gießen, den 8, September 1914,
Großh, KreisqesundheitSamt,
I. A,: Dr. S ch e n ck. t
Nachstehende Bekanntmachung ivird hiermit veröffenkKcht. Gießen, den 9, September 1914,
Großherzogliches Kreisami (Bersicherungsamt) Gießen,
I, B,: Welcher.
Bekanntmachung
betreffend die Wahlen nach der Reichsversicherungsordnung. ?lui Grund deS Arttkel 1 des Gesetzes, betreffend die Wahlen nach der Reichsversicherungsordnung, vom 4. August 1914 (Rerchs- Gesctzbl, 2 . 348) hat der Bundesrat folgendes bestimmt:
Soweit die Amtsdaucr der Vertreter der Unternehmer oder anderen Arbeitgeber sowie der Versicherten bei Berffcherungs- behürdcn und Vcrsrcherungsträgern und der nichffrändigen Mst. gliedcr des Reichsversicherungscunts vor dem 31, Dezember 1915 abläust, wird sic bis zu dem Zeitpunkt, an welchem die nach den Vorschriften der Reichsversicherungsordnung zu wählenden Vertreter oder Mitglieder ihr Amt antreten, jedoch längstens bis zum 31. Dezember 1915, verlängert.
Diese Verordnung tritt urii dem Tage der Verkündung in Kraft,
Berlin, den 4, September 1914,
Der Stellvertreter des Reichskanzlers, _ Delbrück 1
Nachstehende Bekanntmachung wird hiermit veräffenkLcht. ' Gießen, den 9. September 1914.
GroßherzoglichcS Kreisamt (Versicherungsamt) Gießen,
I, V,: Welcker,
Bekanntmachung
betreffend Festsetzung der Ortslöhne,
Au) Grund des 8 3 des Gesetzes über die Ermächügnng des Bundesrats zu nürtschattlichen Maßnahmen usw, vom 4. August 1914 (Reichs-Gesetzbl, S. 327) Hai der Bundesrat folgendes be- sttmmt:
Artikel 1, Die Frist, sür welche die erstmalige Festsetzung der Ortslöhne im ganzen Reiche gilt (8 151 Ws, 1 der Reichs» versichcrungsordnung), wird bis zum 31. Dezember 1915. ver» längert,
Artikel 2, Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft,
Berlin, den 4, September 1914,
Der Stellvertreter des Reichskanzlers,
Delbrück, >
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Beir,: Unterstützung von Familien der zu F-riedensüburrgen rm- berufenen Mannschaften im Rechnungsjahr 1914,
An die Herren Gemeinderechner des Kreises.
Sic iverden hiermit beanffragt, bis zum 20, d, Mts mit der Kreiskasse über die vom 1, April d, Js, an vorgrlegteft Familienunterstützuugen über die im Frieden abgeleisteten llcbrm/ gen abzurechnen,
Gießen, den 9, September 1914,
Großherzogliches Kreisamt Gießen, _ J,V : Welcker, _ J
Bekanntmachung.
Das Meldebureau ist bis auf iveiteres werktäglich nur in der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags geöffnet. Gießen, den 8, September 1914,
Gvoßherzogliches Polizeiamt Gießen,
Hemmerde,__g
Bekanntmachung.
Bctr,: Feldbercinigung Kesselbach, Kreis Gießen,
In der Zeit von, 9, bis einschl, 24, September l, Js, liegen werktags auf dem Ratbaus zu Kcsselbach die Arbeiten des III Abschnitts (Zuteiluugsvlan einschl, Grenzregulierung mit Allertshausen) zur Einsicht der Beteiligte» offen.
Es sind dies:
a) für die Gemarkung Kcsselbach,
11 .hauptkatten, aus welchen auch die Bewerjung der Zuschnitte ans Nachbargcmarkungen und Bonitätscrhöhnngen zu ersehkii
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2 Bände Gütergeschosse:
1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse; l Band Gütergeschosse mit Zuteilungsplan; l Band Zuteilungsverzeichnis: das Obstbaumverzeichnis: die Obstbaumgeschosse;
das Verzeichnis der infolge Zuteilung eingetretenen AenderungM des Wegnctzes,
b) Für die Gemarkungsgrcnzregulicrnng mit Allertshausen.
l Hauvtkarte;
1 Band Gütergeschosse:
1 Band Gütergeschosse mit Zuteilungsplan;
1 Band Besitzstandsverzeichnisse:
1 Band Zuteilungsoerzeichnis,
Tagsahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen siiidet daselbst statt:
Freitag, den 2 5, September 1914,
vormittags 8—9 Uhr, -
Ich lade hierzu die beteiligten Grundeigentümer unter der Androhung ein, daß die Mchterscheinenden mit Einwendungen aus- geschlossen sind,
Tie Androhung bezieht sich nicht auf diejenigen Grundeigentümer, welche zum Kriegsdienste eingezogen sind und keine Vollmachten ausgestellt haben.
Die Einwendiiiigen sind schriftlich und mit Gründen versehen einzurei-l-en. Die Vorzeigung der neuen Grundstücke ffndet strttt Freitag, den 18, September l, Js, Zusammenkunft hierzu vormittags 8 Uhr beim Rathaus zu Kcsselbach,
Friedberg, den 4, September 1914,
Der Großherzogliche Feldbereinigungskommiffär. Schnittspahn, Kreisamtmann,
Bekanntmachung.
Betr,: Feldbereinigung Eberstadt,
In der Zeit voni 15, bis einschl, 22, September l. Js, liegt werktags auf Großh, Bürgermeisterei Eberstadt
das Verzeichnis über die Henentschädigungen für 1914 zur Einsicht der Beteiligten, offen,
Einwendungen dagegen sind während der obigen Offenkegungs- zeit bei Großh, Bürgermeisterei Eberstadt schristlich einzurrichc» und zu begründen.
Friedberg, den 28. Angust 1914.
Ter Großherzogliche Feldbereinigungskommiffär)! Schnittspahn, Kreisamtmann.
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