ntsse" geschickt, die sick> in dem von der dortigen Lossenschen Heilanstalt eingerichteten Lazarett zwischen in Pflege befindlichen französischen Offizieren und de» Pflegerinnen zw- getvagen haben sollten. Darauf hat uns die Eigentümerin der Dr, Lossenschen Ernst-Ludwig-Heilanstalt um Aufnahme folgender Berichtigung ersuchte
„Die Notiz, die sich'mit angeblichen „unglaublichen Vorkomm, nisscn" in der Lossenschen Heilanstalt zu Darmstadt beschäftigt, ist von Anfang bis zu Ende unwahr und frei e r s u n d e'n. Unwahr ist, daß sich in der Anstalt überhauvt französische O s - sizicre .befinden oder befunden haben, unwahr ist, daß die — zahlenmäßig übrigens ganz geringfügige — Belegschaft mit französischer Mannschaft von ..Pflegerinnen" behandelt worden sei. Die Pflege dieser Mannschaften steht vielmehr ausschließlich den in der Anstalt verwende,en „barmherzigen Schwestern" zu. Lediglich in der Pflege deutscher Verwundeter werden die Schwestern von einigen Damen hier garnisoniercnter Offiziere unterstützt. Unwahr ist hiernach ferner, daß deutsche Frauen sich sranMschen Offizieren gegenüber erniedrigt hätten, daß männliche Pfleger arbeiten und die weiblichen Pfleger ihres Dienstes enthoben worden seien,"
Die betr, Notiz, des gewissenlosen Berichterstatters war auch in andern Blattern erschienen, Wir konrrten hier natürlich keine Rückfrage veranstalten, und wir hatten nicht an- nehmcn können, daß der Darmstadter Schreiber uns so leichtfertig oder frivol täuschen würde. Wir werden geeignete Maßnahmen treffen und empfehlen allen, auch mündlichen. Klatschereien gegenüber die größte Vorsicht.
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Auf dem Felde der Ehre gefallen.
(Aus Hessen und den Nachbargebieten,)
Off.-Stellvertr. u, Psarrassistent Gustav Adolf Barth, Jns.- Rgt, 116. in Lollar, — Hauptm, WUh, Feiler, Jns.-Rgt, 112, in Braunfels, — Landwehrmann Karl Reincmer, Jnß-Rgt, 116, aus Glashütten (Kr, Schotten), — Oberst!, u, Rcgimentskom- wandeur Karl von Hofmann in Darmstadt, — Hauptm, Wilh, Bullrich in DippelShos bei Darmstadt, — Oberst!, u, Bad, Kammerherr Ludwig von Stoesser in Karlsruhe, — Major u. Bat,-Komm, Friedr, B a ch m a n n, Füs,-Rqt, Nr, 33, in Darmstadt, — fit. d, R, u, Forstassessor Gg, Freih, von Wcde- kind, Sachs, Schützenregiment 108, in Darmstadt, — Osf.-Stcllv. Adolf Schwachheim, Nes,-Jnf,-Rgt. 81, in Worms, — Adols Ackermann in Wiesbaden, — Hauptm, Alfred von Leth, in Homburg, — Hauptm, Hans Baehren in Homburg, —, standwehrmann Georg Göbel aus Hartershausen, — Landwehrmann Karl Wagner in Oberschmitlen (Kr, Schotten). — Off.» Stellv, u, cand, arch, WUIi Kuhn in Mainz, — Unterosf, d. lies, Gg, Rexroth, Jnf,-Rgt, 81, in Franks.-Oberrad, — Obcrl, d. Res, Fritz Partenheimerin Neu-Isenburg. — Feldw- Lt, Oberlehrer Dr. Wilh. Prinz in Bad-Homburg, — 2t. d. Res, Fritz Jmgardt, Jns.-Rgt, 88, aus Wetzlar, — Ober-Gesr, d. Res, Max Rothschild aus Frankfurt a, M, — Res.-Gesr, u. Techniker Georg R u d h o f, Jns.-Rgt, 117, in Mainz-Kostheim, — Musk, Franz Durner aus Laubcnheim, — Lehrer Karl Gen- 7 enba ch in Darmstadt, i— Rittm, d. Res, u, Forstmeister Karl Rieaer, Drag,-Rgt, 23, in Darmstadt, — fit. d. Res. b, d, Feld-Art, Referendar Alex, Wüst in Wiesbaden, — Li, d, Landw,- Fnf, Dipl.-Jng, Wilh, Wüst in Wiesbaden, —t fit. Kurt Mache n Wiesbaden.
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th. Der Großherzog über die Güte seines >7achtlagers. Vor 8 Tagen weilte die Gattin eines er- rankten höheren Offiziers auf dem Kriegsschauplatz inncr- wlb der hessischen Division. Me Dame war erstaunt zu er- ahren, daß der Großherzog schon mehrere Male ans einer Strohschütte geschlafen und erklärt hat, er hätte nicht ge- laubt, daß ein Strohlager einen so gesunden Schlaf er- I euge,
** Aus dem Militär-Wochenblatt. Befördert zum ! bersllcutna»! der Maior des C oudres, I. Art.-Ofs. v, P. in ilalnz- z»ni Major der Rittmeister v. Harnier, Esk.-Ehei im )rag.-Regl, Nr. 23: zum Hauptmann der Oberleutnant Möschke t n JnI.-RegtNr, 1 1 7; zu Oberleutnants die Leutnants v. B o r ch a rd ! n Ini.-Regt. Nr. llb, v. H o l l y und Ponten tz letz im Ini.- j legt, Nr. 116, Wecker im Jnl.-Regt. Nr. 163.
** Kriegsfreiwillige. Es wird uns mitgeteilt, aß das Ersatzbataillon des Infanterie-Regiments Nr. 116 rst vom 25. September an wieder Freiwillige einstellt.
** Ankauf von Naturalien für das Heer, >ie Landwirtschaftskammer f. d, Großh, Hessen schreibt uns: lach einer zwischen dem Reichsamt des Innern und dem I fgt. Preußischen Kriegsministerium getroffenen Vereinba- ung wurde für die Beschaffung der Heeresverpfle- :ung eine Zentralstelle zur Beschaffung der Heeresver- flegung für das Reich errichtet. In den einzelnen Landcs- cilcn übernehmen die zuständigen Landwirtschaftskammern äe Beschaffung der für die Truppen nötigen Naturalien. >ie Landwirtschaftskammer für das Groß- >erzogtum Hessen kaust daher zurzeit u, a, größere Mengen Hafer, Wiesenheu und Stroh, Fnteressen- en werden aufgefordert, schriftliche Angebote in wagonweiser Lieferung genannter Naturalien sofort «n die landwirtschaftskam'mer Darmstadt, Rheinstraße 34, I, zu sichten,
th. Unsere Lazarette sind jetzt mit etwa 900 Ber- ! mndcten, darunter Mischen 60—70 Franzosen, belegt, In ^ en nächsten Tagen wird auch die ehemalige alte Klinik für enselben Zweck eingerichtet sein. Ein Gang durch dic^Laza- ette zeigt, daß cs den Verwundeten an nichts fehlt, -ooweit s sich um Leichtverwundete handelt, ergehen sic sick> bei em schönen Wetter im Freien: sie hoffen bald wieder soweit ergestellt zu werden, um wieder zu ihrer Truppe zürück- : :hren zu können,
"Ein Wunsch anS der Gießcner Bevölkerung. | (»iS unserem Leserkreis erhalten wir folgende Zuschrift:
I» Tarmstadl wurde i» den letzten Tage» ein na,»basier Teil der Eiegesbente a» Geschütze» », dcrgl. initer große», Jubel der Beoölkernng eingebrncht, Einige Gesckiützc babc» an, Landes- denkmal Ansstestnng gesunde». Wäre es nicht niöglich, auch unsere Stadt lcüiweüe mit etwa zwei erbeuteten Geschützen zu bedenken und dies« öffentlich, etiva an der Zcughanskaserne, ans- znstclle» s
" O b e r h e s I i s ch e § Museum » » d G a i l's ch c Sam ,,,. ungcn. Am Sonntaa. den 13., werden die Museen de>n Pndli- nn wieder von 1t—I Uhr zugänglich sein. Im Alnseum a,n ^'randplntz sind Kriegs- und sonsitge Bilder, die sich aut den | eldzug 1870/71 beziehen, ansqesiesit. Intendantur-Sekretär a. T. etzer überwies den, Museuni das Ritterkreuz von, Heiligen chcty, welches ihm s. Zt. vom Kaiser von Java» seiner Verdienste alter lei den Boxcriinruhcu in China verliehen wurde. Nicht |:willt, den Orden iernerhin zu tragen, ivill er ihn den Kricgs» ' inner,,nie» i,n Museum einverleiben.
**DerBersandvonSeefischcnhat seit Beginn es Kriegs fast ganz ausgchört, ab und zu trafen kleine Sen- ; ungen aus Dänemark in unserer Gegend ein. Die Versehrten Eisenbahnverbindungen mit den Nord- und Ostsee- istcn werden voraussichtlich in nächster Zeit umfangreicheren äschversand nach dem Binnenland ermöglichen, obwohl der nschfang infolge des Kriegs in recht geringem Umfang bc- ; >eben wird. Es besteht trotzdem Hoffnung, daß die Fisch- «fuhr sich erheblich bessert,
** Be»ug von Winterkartoffeln. Der Verein dem, Zitz w Gießen beschafft, wie aus dem Anzeigenteil zu sichen ist, nicht nur für die Angehörigen seiner im Felde stehenden
Mitglieder gute Speisekartofieln zu billigen Preisen, sondern auch
für die Angehöriger, von Räch:Mitgliedern, Meldungen nehmen die in der betr, Anzeige genannten Vertrauensleute entgegen, ** Das Battenberg'! che Schloß Heiligenberg an der Bergstraße, Der Landtagsabgeordnete Dorsch in Wölfersheim in Oberhessen, hat bei dem Großherzoglich Hessischen Staatstninisterium in Dcnanstadt den Antrag gestellt, das Batten- berg'fche Schloß Heiligenberg durch den HZ,fischen Staat beschlagnahmen zu lassen, als Besitztum des englischen Admirals Prinz Ludwig von Battenberg, Dias Staatsministerium hat daraus erwidert, daß cs nicht in der Lage sei, dem Anträge zu entsprechen, da selbständige Anträge eines Mitglieds der Stände sctwistlich bei der Kammer, der das Mitglied angehört, cinzurrrchen seien, fiondtagsabgeordneter Dorsch wird daher einen cntzü»recheiL>.'tt. Asn^ krag der Zweiten Kammer unterbreiten.
"Entsprungen. Der gemeingefährliche Frauenlustmörder, der geisteskranke Kellner Ludwig Waldschmidt, gcb. 16. Mai 1877 in Gladenbach, ist am 31. August 1914 aus einer Heilanstalt entsprungen. Waldscknnidt ist 1,65 Meter groß. Gestalt schwächlich, Haare hellblond, rotblonden Schnurrbart, hat graublaue Augen, bogenförmige Augenbrauen,
Kreis Alsfeld.
□ Rn ppertenrod, 9. Sept, An unserer Gemeinde betrug die erste Sammlung für das „Rote Kreuz" 493,50 Mark, die erste Kirchenkollekte 111,25 Mk, Die zweite Sammlung betrug 365,15 Mk, Dazu wurden durch Wirchenkollekte für die im Felde stehenden Soldaten 118 Mk, gegeben. Zusammen 1087,90 Mk, Daneben hat der Ortsvorstand die im Felde stehenden Einwohner der Gemeinde in der hessischen Kriegsversicherung versichert,
Kreis Lautcrbach.
Ä Aus dem Bogelsberg, 9, Sept, Unter den Schlachtviehpreisen sind am meisten die für die Kälber gesunken, Man bezahlt jetzt 38 Pfg, für das Pfund Lebendgewicht, Vor dem Kriege kostete das Pfund bis zu 52 Pfg, Obgleich auch die Preise für Rindvieh herabgingen, merkt man im Ladenverkauf noch keinen Preisabschlag, Dasselbe ist der Fall mit dem Preis für das Schweinefleisch.
Kreis Schotten.
-ii-Eichelsdors, 8. Sept. Am 6, September wurde in der Kirche zu Eichelsdorf für den ersten gefallenen Landweh r m a n n d c s I n s. - R g t s, Nr. 116, 2, Bat, 5, Kompagnie eine Trauerandacht gehalten, Gleichzeitig gedachte der Pfarrer deS in den Kämpfen vom 22, August gefallenen Unteroffiziers des Leib-G,-Regts, Nr, 115 Karl Schreiber aus Eichelsdorf Ter Tod des LaudwehrmmrmÄ Otto Alt, Landwitt und Fleischbeschau« in Eichelsdorf ist für die Hinterbliebenen insofeni schmerzvoller, als es ihm nicht vergönnt war, in offener Feldschlacht sein Leben für das Wohl seines geliebten Vaterlandes hinzugeben, sondern, daß er einem feigen Mordgesellen zum Opfer fiel. Wie wir aus Briefen des Kämpagnieführers und Kameraden des Gesallcnen entnehmen, war der Hergang folgender: Nachdem die Linien- truppen , , , verlassen hatten, zog das 2, Landw.-Bat, Nr, 116 in die dortige Kaserne ein. Am 30. August bekam das Bot zur Bewachung eine größere Anzahl Gefangener. Abends gegen 9 Uhr erhielt die Kaserne von einer Bande Franktireurs von allen Selten Feuer, Sofort wurden alle Lichter gelöscht, und die Mannschaflcn müßten sich auf den Boden legen, denn die Fenster wurden von einem Hagel von Geschossen überschüttet. Ein Bat, der 118er, das in , , . lag, kam den Bedrängten zu Hilfe und vertrieb das Mordgesindel, Als dre Schießerei losging, so schreibt der Kompagnieführer an die Witwe, war Otto Alt gerade in der Küche mit Fleischtzertcilen beschäftigt, er eilte aus die Straße, um zu sehen, was es gäbe, da traf ihn die Kugel eines Schurken, Am 31, Aug, wurde er auf dem franz. evang, Friedhof an der Seite eines Kameraden der 118« zur letzten Ruhe bestattet. Sämtliche Kameraden gaben ihm als dem ersten Gefallenen des Gat, das Geleite,
Starkcnburg unv Rhcinhcssen. rm. Dar in stabt, 9, Sept. Weitere Sieges heute traf im Laufe des heutigen Tages wieder hier ein, Gs waren hauptsächlich/ Geschützprotzen mit ungeheueren Mengen von Munition für Geschütze und Gewehre; außerdem sonstiges Kriegsgerät aller Art, praktische Fleischtransportwagen usw. Bei dem Transport, der heute abend eintraf, befand sich auch ein Wagen mit hübschen belgischen Pferden, Eine mit dem gleichen Zug angekommene Anzahl verwundeter Franzosen wurde nach Untersuchung wieder weitcrbefördcrt, n, O f f e n b a ch, 8. Sept, Der hiesige Zweigverein des Bogclsberger Höhcnklubs spendete als erste Rate den Bettag von 400 Mark zu Zwecken der Kriegssürsorgc,
m, Osfenbach, 8, Sept, Heute nachmittag wurde hi« der Bczirkskassierrr, Rendant Wilhelm Wolsschmidt, unter sehr zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. An sein« Babrc wurden mit entsprechenden Ansprachen Kränze niederaelegt von dem Vorsitzenden d« hiesigen Freimaurerloge, dem Landwehrverein, dem Verein ehemaliger 116er, dessen Gründer und Vorsitzender der Verstorbene gewesen ist, von den Beamten der Bezirkskasse, dem Kricgervncin, dem V«cin hessisch« Leibgar- disten (115), dem Vogelsbcrger Höhenklub, d« dem Dahingeschiedenen als geborenen Schott euer der alten Heimat letzten Gruß entbot, dem Sparverein „.Hoffnung" und dem Verein ehemalig« 116er von Frankfurt, Wolsschmidt war stüher lange Jahre in Pfedd«shcsm bei Worms tätig gewesen,
— A » erba ch (Bergstraße), 8. Sevt. Ta? zurzeit nnbeivobnlc Hanvtwirtschastsaebände des bekannten A n e r b a üi e r S ch l o ss cs ist heule »iedergebra »nt. Man vermutet Brandstistung.
Hessen-Nassau.
(th) Rod hcim a, d. Bieber, 8. Sept. Auch in unserer Gemeinde hat die Liebestätigkeit für unsere Verwundeten kräftig eingesetzt. Bereits zweimal konnte je ein Wagen mit Speck, Obst, Gemüse, Konserven, frischen Eiern usw. nach Gießen geschafft werden. Es muß rühmend hervorgehobcn werden, daß auch unsere ärmere Bevölkerung gern und freudig sich an dem Liebeswerk beteiligt.
Hessen-Nassau.
(m) Neustadt, 9.Sept. Musketier Kranz von der 6l Komp, des 83, Jnf.-Regts,, ein Sohn unserer Stadt, hat das Eiserne Kreuz erhalten, Kranz hat sich bei der Erstürmung von Lüttich hervorragend ausgezeichnet; auch Tambour Schmitt von der 8, Komp, des 83. Jns.-Regts,, der aus dem nahen Momberg gebürtig, hat dieselbe Auszeichnung erhalten. _
Letzte Nachrichten.
Die Kriegsanleihe.
Berlin, 10, Sept, In einem in den Morgenblättern enthaltenen Auf ruf zur Zeichnung der K r i e g s a n leihe heißt es:
Tie Siege, die unstre herrlichen Hs«c schon im Westen und Osten errungen haben, berechtigen ims zu d« Hoffnmig, daß auch diesesmal, wie einst nach 1870 die Kosten und Lasten des Kfieges auf diejenigen ziirücksallen w«den, di« des Deutschen Reiches Frieden störten. Vorerst ab« müssen wir uns selbst Helsen, Großes steht aus dem Spiele; noch erwartet der Feind von uns«cr vermeintlichen finanziellen Schwäche sein Heil; d« Erfolg der Anleihe muß diese seine Hoffnung zerstören, Deutsche Kapitalisten zeigt, daß ihr von dem gleichen Geiste beseelt seid, wie uns«e Helden, die draußen auf dem Schlachtfelde ihr Blut »«spritzen, Deutsche Spar«, zeigt, daß ihr nicht nur für euch, sondern auch sür eu« Vaterland gespatt habt, Deutsche Korporationen, Anstalten. Sparkassen, Institute und Gesellschasten, die ihr unt« dem mäch- figen Schutze des Reiches «blüht und gewachsen seid, ettveist dem
Deutschen Reiche euren Dank in dies« schicksaksschvwren 'btunbe.
Deittiche Banken und Bankiers, zeigt, was eure glänzende Organl- safion, euer Einfluß aus die Kundschast zu leisten vermag. Nicht eimnal ein Opscr ist es, >vas von euch v«langt wird. Man bietet auch Ai billigem /lürsc Wntpapiere von hervorragender Sich« - heit. Sage keiner, daß ihm die flüssigen Mittel fehlen: durch die Kriegsdarlehnskassen ist in weitestem Umfange gesorgt, daß die Gelder stMg gemacht ivcrden können. Eine geringe Zinseinbuße bei der FlAsigmachung muß ,eder Deutsche als nationales Opscr gerne ttagen. Die deutschen Sparkassen werden den Einlegern gegenüber, die ihr Guthaben zu diesem Zwecke v«;oenden wollen, nach Möglichkeit in weühcrzig« Werse bei d« Einhaltung d« Kündigungssttstcn entgegenkommen,
Telcgrammwcchscl zwischen dem Kaiser und Fürst Leopold M Lippe.
WDB, Detmold, 9, Sept, (Nichtamtlich.) AnläMch des Heldentodes des Pfinzen Ernst zu Lippe fjat Mischen dem Kaiser und dem Fürsten Leopold folgender Depeschenwechsel stattgefunden:
Großes Hauptguarti«, 8, Sept,: Zu meinem großen Bedau«n ist sckwn wieder ein Prinz Deines Hauses auf dem Felde d« Ehre gcsallcn, Ter Name des Prinzen Ernst ist damit für alle Zeiten in den Annalen seiner Familie und in der Geschick/ie der deutschen Armee mit goldenen Lettern eingettagrn, Wilhelm I. H.
Der Fürst antwortete darauf:
Schloß Lopshorn, 9, Sept, Ew, Majestät bitte ich sür die so freundlichen Worte der Teilnahme an dem erneuten Bttluste, den mein Haus durch den Tod des Prinzen Ernst aus 'dem Felde der Ehre erlitten hat, den Ausdruck mein« tiefgesühlicn wärmsten Dankbarkeit entgegenzunchmcn, Leopold,
Das fürstliche Haus Lippe hat bereits den dfitten schmerzlichen Verlust in diesen großen Kämpfen z,i verzeichnen, Es fielen bereits vor dem Feinde der Onkel, ein Neffe und ein SchnKrger des regierenden Fürsten, nämlich Prinz Friedrich von Sachsen-Meiningen, während des Heimgegangenen zweiter Sohn, ein Nesse des Fürsten, schwer verwundet in Aianbengc liegt,
Berliner Pressestimmen,
Berlin, 10, Sept, Alle Blätter äußern sich zu den neuen Schlachten an der Marne und bei Lem- b e r g:
Die „Tägliche Rundschau" meint, daß die Kampfe bei Paris ofienbar an verschiedenen Stellen begomicn I/abcn, Es kommen allerlei Meldungen aus Paris auf den üblichen Wegen über Laudon, Rom unld zbopenhageu. Sie wissen von all«hand, zum Teil fulminanten Siegen der F-ranzosen und Engländer zu berichten, widersmechen ab« einand« in solcher Weise, daß die eine die Wertlosigkeit d« and«en dartut.
Zu dem lakoniichen, aber inhaltsschw«eu Bericht des österreichischen Gcn«alst«bes üb« die neue Offensive in Galizien schreibt die „Post": Die österreichische Heeresleitung hat sicher alles getan, um sich zu dem neuen entscheidenden Lchlag vorzubereiten. Die heißesten Wünsche Alldcutschlands begleiten den treuen Wafsengesäl/rten in den neuen schwnen Kämpfen. Möge ihm das Schlachirnglück hold sein.
Joffre und Kitchcncr.
(WTB.) London, 9, Sept, (Nichtamtlich.) General Joffre hat an Lord,Kitchener ein Telegramm gesandt, in welchem er ihm hcfilich sür die dauernde Unterstützung dankt, welche die britischen Truppen der französischen Armee während des ganzen Verlaufs der Operationen gewährt haben. Die Unterstützung sei in diesem Augenblicke von höchstem Werte und sie komme aufs kräftigste in dem Kampfe zum Ausdruck, der jetzt gegen den deutschen rechten FlügÄ im Gange sei, — Lord Kitchener sagte in seiner Antwort, die britische Armee sei befmedigt, mit der französischen zusammenwirken zu können, England sei stolz auf die hohe Aufgabe, seine Unterstützung gewähren zu dürfen, auf die General Joffre stets vertrauensvoll zählen könne.
Die Lage in Abessinien,
WTB, Rom, 10, Sept, Der „Messageco" meldet aus Djrbuti, daß die Lage im Innern Abessiniens Besorgnis hervorruft infolge der llkgitatton, die unter den Südstämmen: gegen den Negus betrieben tvird, dem man die Verantwortung für die jüngsten blutigen Dcogelttingsmaßregelu zn- schreibt, die von seinen Anhängern verübt worden sind. Der Hof hatte bereits altes vorbereitet, damit die Ksiconung Lid- jessus nach der Regenzeit ftattfinden kömite, doch scheint man jetzt anderer Ansicht zu sein und beschlossen zu haben, die Feierlichkeiten zu verschieben, bis wieder Ruhe in Äleti- opien herrscht.
Die Stimmung in Aegpptcn,
(WTB.) Kon sta n ti n o pcl, 10, Sept, (Nichtamtlich.) Die Bevölkerung Aegpptens legt in den letzte» Tagen gegen die Engländer Mißtrauen an den Tag, Einige Blätter besprechen den zwischen England, Frankreich und Rußland abgeschlossenen Vertrag, dessen Wortlaut ihnen von der englischen Botschaft veröffentlicht worden ist. Sie erblicken in diesem Vertrage ein Zeichen der Schwäche,
Japanische Verdrehungsversuche.
WTB. Berlin, 10, Sept, Die „Nordd, Mgem, Ztg," schreibt:
In einer Besprechung soll der japanische Botschaftsrat in Roni einem Vertreter der „Stampa" gegenüber «klärt haben, der Krieg zwischen Japan und Deutschland sei dadurch entstanden, >veil Deutschland der japanischen Regierung die nicht in Form eines (Ultimatum? verlangte Zusicherung verweigert habe, daß das deutsche Geschwader in Ostasicn Frieden und Handel nicht durch kriegerische Operationen störe. Die Kriegserklärung sei dah« zum Schutze seiner Interessen und zur Behinderung d« Lahmlegung seines Handels nötig geworden. Dies« Versuch tiitct Rcchtiertigung des japanischen Vorgeheils im Osten stellt die Wahrheit geradezu aus den Kopf, Voir japanisch« Seite ist ein Verlangen, wie das von dem japanischer Botschaftsrat dargestcllte, vor llcbe«eichung des Ulfiinatums an Deutschland nicht gestellt worden. Umgekehrt ist aber dem javanischen Gesckülitsträtt« in Derttn gerade von deutscher Seite und zwar durch Ucbcrreichung des Ultimatums Japans in Aussichi gestellt worden, daß das deutsche Geschwader in Ostasien Befehl erhalten werde, sich scindlichcr Handlungen in den ostasrattschen Gewässern zu enthalten, falls Japan in dem deulsch-englrichen Konflikt neutral bleibe. Hieraus ist von japanischer Seite eine Antwort überhauvt nicht erteilt worden. Hierdurch wird auch zugleich die nach englischen Meldungen vom japanischen Minist« des Aeußern, Cato, in der außerordentlichen Sitzung des japanischen Parlaments vom 5, ds, Mts, aufgestellte Behauptuna widerlegt, wonach cs die Absicht Deutschlands gewesen sei, /iiautschau zur Basis sein« kriegerischen Op«ationeii im fernen Osten zu machen.
FahncnhUlsen, An«- |
ntellHtnngen,Draht- 8 grcflechten nach Maas, i iserne Fenster, Bnl- konc, Gitter und Tore. : Autogene
Schweißerei, liepn- rittnren aller Art.
H. Schön, Schloss erei, * 1
Sehw»M*l»U!br.,ä.n.3i)nt>.
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Seltersweg 78. Teleph. 276.


