Ausgabe 
9.9.1914
 
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Xn* Stavt uns Cattt.

Gießen. 9. September 1914.

Auf dem Felde der Ehre gefallen.

(AuS Lessen und den Nachbargebietcn.l Einj.-Freiw. Unteroff. Lehrer Otto Becker. Jnf.-Rgt. 87, Muschenheim. St. der fiartbro. und Oberlehrer Heinrich aas, Landw.-Rgt. 80, aus Gießen. Haupttnann d. L. ammerdirektor D e r n in Assenheim. Gefr. Ludw. Richter Rieder-Weisel. Reservist Alois Scherbe, Jnf.-Rgt. 116, Pfungstadt. Ofsizierstellvertreter u. Lehrer Friedrich Falk Jarmftabt. Lt. d. Res. u. Architekt Will!, Andreß in rnftabt. Lt. d. Landw. u. Dr.-Jng. Adolf Schmoll, Jägerbat. Rr. 8, aus Darmstadt.Lt. u. Dat.-Adjut. Günther i teig er in Worms. Lt. Fritz Adolph, Jnf.-Rgt. 81, Metz. Adolf Stieglitz in Wiesbaden. Reservist Alb. icht, Jnf.-Rgt. 116, aus Gleiberg. Cand. mcd. Wilh. t t c l m a n n aus Mainz. Brzeseldwcbel d. R. u. Lehr- treferendar Karl Egger aus Mainz. Lt. d. Landw. Emil l l e r aus Mainz. Hauptm. u. Komp.-CHes Ludw. Peters 't. Wilh. R erg er, Pionier-Bat. 21, in Mainz. Lt. d. u. Oberlehrer Heinrich Kühner, Jnf.-Rgt. 117, in Mainz. ?t. Karl Ritter, Jnf.-Rgt. 87, aus Gonsenheim. Lt. d. u. Regierungsbaumeister Jakobus Schwarz in Mainz. i>. Res. u. Polizeiamtmann Fritz Stumpf, Feld-Art.-Rgt. Nainz. Hauptm. u. Rechtsanwalt Rich. Osius, Füs.-> 80 in Hanau. Lt. Hans Krumm in Mainz. Lt.

Rocholl, Jnf.-Rgt. 99, aus Hochstadt. Hauptm. d. ,n>. Kleim, Jnf.-Rgt. 81, Hauptm. d. Res. Kappeller .4. bayer. Jnf.-Rgt. aus Hanau. Lt. d. Res. Hosjuwelicr . Jürgens in Hanau. Reservist Johannes Wilhelm r p t in Rieder-Rodenbach. Unteroff. d. Res. Waldemar lle-Wolfgruber in Biedenkopf. Lt. d. Res. und Ka- rlandmesser Heinr. Rumps in Marburg. Lt. d. Res. u. -Ass. Ewald von Massow in Wiesbaden. Res. Heinrich p e l in Schicrstein. Lt. d. Landw. u. Oberlehrer Dr. Hch. arss in Wiesbaden. Oberlt. d. Res. u. Direktor d. städt. Gymnasiums Pros. Dr. Fritz Walther in Wiesbaden. mal von Schmidt-Pauli in Wiesbaden Vizefeldw. d.

Jos. M o u f a n g in Offenbach. Vizefeldw. Hermann , in in Bad Homburg. Musk. Fritz Schreiber in Offen- Einj.-Freiw. Arthur Senfe II., Jnf.-Rgt. 168, in nbach. Drag. Gg. Geipert, Drag.-Rgt. 23, aus Biebes- . Lt. Max Scheyrer, Jnf.-Rgt.87, aus Darmstadt.

** Der Groß Herzog und die Feldpost. Dem :f eines Angehörigen des 117. Regimeirts entnehmen wir, unser Großherzog die von seinem Adjutanten in einem be cingesammelten, in die Heimat gerichteten Briefe Postkarten der Soldaten in seinem Auto mitnahm.

** Ausfuhr von Kohlen und Beförderung i Düngemitteln. Der Ausfuhr von Kohlen und ks nach Oesterreich-Ungarn, den Niederlanden, Schwe- Dänemark und Schweiz stehen keine Bedenken mehr ;egen. Svweit es die militärischen Interessen zulassen, alle Transporte von künstli ch en Düngemitteln irzugt zu befördern.

** Das Ehrenzeich en für Mitglieder frei- liger Feuerwehren wurde verliehen an Franz ab zu Weisenau,

** Zur Frage des Kreditgebens hat der Kgl. atz. Minister für Handel und Gewerbe den nachstehenden herausgegeben. Das Großh. RMinisterium des Innern ihn der Handwerkskammer zur Kenntnisnahme .weicht. Der Erlaß hat nachfolgenden Wortlaut,

Aus vielfachen Beschwerden habe ich ersehen, daß zahlreich« ewerbetreibende ihren Abnehmern mügeteilt haben, sie könnten zt Lieferungen nur noch gegen Barzahlung ausführen, ie Forderung der Barzahlung im Verkehr zwischen KaufleMen nn imter Umständen durch den Zwang der Verhältnisse gerecht- ctigt sein, sie kann aber nicht plötzlich zum allgemeinen ge- läftlichen Grundsatz erhoben werden, wenn nicht das gesamte irtschastsleben gefährdet werden soll. Die nachdrückliche Mah- ing, die der deutsche Handelstag an seine Mitglieder gerichtet it, weist mit Recht darauf hin, daß, wer durch sein unnötig gvroses Verhalten die Interessen der Allgemeinheit verletzt, efahr läuft, daß ihm selbst von den Banken, insbesondere der eichsbank, der Kredit entzogen oder beschränkt wird. Im irigcn liegt es auf der Hand, daß ein solches Verhalten eines aufmonns auch sonst nicht unbeachtet bleiben kann. Ich erwarte, <ckle berufenen Stellen, insbesondere die Handelsvertretungen, esc Mahnung nachdrücklich unterstützen. Ich behalte mir vor, c zuständige Handelskammer im Einzelfall um eine Einwirkung r Sinne dieses Erlasses zn ersuchen und Bericht einzufordern, an die Einsicht der Betelligten nicht umsonst appeUicrt wird, igt ein Rundschreiben von angesehenen Firmen des Berliner ifenwarenhandels, die unter Aufgabe des anfangs eingenvm- encn schroffen Standpunktes die Frage der Kreditgewährung ,r Vereinbarung im Einzelfall Vorbehalten wollen.

' Eiege; Nachrichten als klreistelegramme. in den Zeitungen gegebenen Anregung, die amtlichen Sieges­richten gleich den Wettertelegrammen durch die Post auch nach kleinsten Orte des Reiches zu befördern, wird künftighin statt- ben. Darnach werden die amtlichen Bekanntmachungen de? eralqnartiermeisters ähnlich wie der Mobilmachungsbefehl als nannte Kreis(lls>-Telegramme in kürzester Zeit durch Telegraph Telephon auch nach der entlegensten Postanstalt befördert, »nd iit wird einem wiederholt zum Ausdruck gebrachten Rachrichten- irinis der Bewolmer des flachen Landes in anerkenmmgswerter fe Rechnung getragen.

** Doppelte Ovferfreudigkeit. Von den aus der dt und dem Kreise Gießen, sowie aus den nahcgelcgenen preu- len Ortschaften ausgehobenen Ersatzreservisten, alles ge Leute im Alter von 23 bis 26 Jahren, die sich augenblick­in der Nähe von Mainz zur Ausbildung für den Kriegsdienst nden, wurde eine Sammlung für das Rote Kreuz veranstaltet, der sich auch die Vorgesetzten dieser Rekruten betelligten. Die nmlung der etwa 300 jungen Vaterlandsverteidiger ergab einen rag von über 500 Mark, der nun ihren im Felde stehenden neraden zugute kommen wird.

** Auf zum Turnen! Der Turnverein von 1846, der während des Krieges seine Turnhalle als Lazarett zur Verfügung gestellt hat, Hali trotzdem seinen Türnbetrieb auf­recht. Die Turnstunden finden in der Turnhalle der Stadtknabenschule (Nord-Anlage) statt und zwar für Aktive und Zöglinge vorläufig Donnerstags von abends 8 Uhr und für Schüler Mittwochs von nachmittags 6 Uhr ab. Tausende von Turnern stehen mit im Felde, um mitzu­kämpfen für Deutschlands Größe und iMachtstellung in der Welt. Die Reihen auf dem Turnplatz haben sich somit ge­lichtet. Da ist es für uns Zurückgebliebene Pflicht, das junge Menschengeschlecht zu wahrhaft deutschen und an Geist und Körper gestählten Männern heranzubilden. Das Turnen ist längst zu etwas Selbstverständlichem geworden, und es ergeht daher an die Eltern die Bitte, ihre Söhne wieder zum regelmäßigen Turnen anzuhalten.

Landkreis Gießen.

§ Rüddingshausen, 8. Sept. Der Kriegerverein sammelte für das Rote Kreuz in hiesiger Gemeinde. Die Samm­lung ergab 570 Mk. In den nächsten Tagen findet eine weitere Sammlung von Leinen, Socken, Hemden usw. statt.

Kreis Büdingen.

§ Ranstadt, 8. Sevt. Heule nacht bramlle hier der oberste Stock eines Wohnhauses nieder. I» den Trüininern fand man noch Ueberreste einer älteren Frau, welche mit- verbramit ist.

Kreis Schotten.

R. Babenhausen, 8. Sept. Auch hier hat der Krieg schon O v s e r gefordert Drei junge Leute, darumer ein verheirateter Mau», staibeu am 22. August den Tod fürs Vaterland. Alle drei standen im Ziifautericregiment Rr. 115.

Kreis Friedberg.

a. Wölfersheim-Södel, 8. Sept. Der Aufforderung des Vorstandes des Deutschen Flottcnvereins entsprechend veranstaltete die Ortsgruppe Wölfersheim-Södel für die Ver­wundeten unserer Marine eine Sammlung, die 189 Mk. ergab. Schon vorher hatte die Ortsgruppe 50 Mk. zu gleichem Zwecke aus ihrer Kasse bewilligt, während sie weitere 50 Mk. dem Roten Kreuz übermittelte.

Quittung.

Für die Verwundeten unserer Marine ginge» weiter ein von: Schneider und Jäger, Lehrer, Lich, 10 Mk., Tr. Liebe und Frau, Waldbot Elgershausen, 12 Mk., Fr. B. 10 All., E. M. 3 Mk., M. L. 5 Mk., Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Sommer 50 Mk., Cteuernusscher i. R. Hlllert 10 Mk., Frl. Kt. 5 Mk., Haupt- lehrcr Knauß 10 Mk, Tr. I. 20 Mk., LandgerlchlSrat Reucnhagen 10 Mk., B. M. 10 Mk., Obcramlsrichter Steiubcrger, Hungen, 10 Mk., Landgerichtsrat Wiener 5 Mk . Else Bender 5 Mk., zu­sammen 175 Mk.; int ganzen mit den srüheren Spenden von 1045 Mk.: 1220 Mark. Den gütigen Gebern herzlichen Tank.

Pros. V ö l z i n g.

Amtlicher Wetterbericht.

Oesfentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetleraussichten in Hessen am Donnerstag, den 10. Sept. 1014: Wolkig, vereinzelte Regenlällc, südwestliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Die Kriegsanleihe.

WTB. Berlin, 9. Sept. (Nichtamtlich.) Me den Morgenblättern von zuständiger Seite mttgcteilt wird, steht die Veröffentlichung der Bekanntmachung des Reichsbankdirektoriums betreffend die Auflegung der ersten Kriegsanleihe bevor. Am 19. September werden demnach ein« Milliarde 5prpzentiaer Reichsschatz­anweisungen und eine bprozentige Reichsanleihe zur öffent­lichen Zeichnung aufgelegt werden. Die Schatzanweisnngen haben durchschnittlich eine fünfjährige Laufest, sie sind in die fünf Abschnitte von je 200 Millionen Märk eingeteili und werden in der Zeit vom 1. Oktober 1918 bis zum 1. Ok­tober 1920 halbjährlich zur Tilgung ausgelost und in bar zum Nennwerte ausgezahtt. Der Höchstbetrag der Reichs­anleihe ist unbegrenzt, doch besteht die Absicht, nur einen Teil des bewilligten Kredits flüssig zu machen. Kurse und Verzinsung sind ungemein günstig. Unsere 4prozentigen Reichsschatzanweisungen wurden beim Ausbruch der politi­schen Unruhen mit 100.50 und 100.40 Proz. notiert und waren am letzten Dörsentage nur bis 99.25 und 99.50 Proz. gewichen. Heute werden dem Publikum 5prozentige Schatz­anweisungen zu 97.50 Proz. geboten; auch der Kurs der Reichsanleihe beträgt nur 97Rz Proz.

Der Kaiser an den König von Sachsen.

(WTB.) Dresden, 8. Sept. (Nichtamtlich.) Die Sächsische Staatsztg." meldet: Der Kaiser hat an den König am 7. September folgendes Telegramm gerichtet:

Ich telegraphierte heute dem Generalobersten v. Hausen folgen­des: Seit dem Beginn des Krieges erreichte die dritte Armee durch anstrengende Märsche, durch vieltägige, verlustreiäie und 'noch an­dauernde Kämpfe mit den feindlichen Truppen und den verräte­rischen Landeseinwohnern große Erfolge, und hat es allen anderen Armeen an Ansdauer und Tapferleit gleichgetan. Es ist mir ein Herzensbedürfnis, Ihnen und Ihren braven Truppen meine höchste Anerkennung und meinen kaiserlichen Dank auszusprechen. Ich ersuche Sie, dieses Ihrer Armee bekannt zu geben. Es gereicht mir zur besonderen Freude, Dir dieses mitzuteilen. Wilhelm.

Auszeichnung des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen.

Oldenburg, 8. Sept. (Nichtamtlich.) Prinz Eitel Friedrich von Preußen, der Schwiegersohn des Groß­herzogs von Oldenburg, hat das Eiserne Kreuz erster Klasse erhalten, weil er besondere Tapferkeit bewiesen hat im Ansturm mit seinen: Regiment gegen feindliche Artillerie.

Ein Tagesbefehl des französischen Generalissimus.

(WTB.) Paris, 9. Sept. (Nichtamtlich.) Amtlich wird gemeldet, daß der französische Generalissimus an die Truppen folgenden Tagesbefehl erlassen hat:

Es ist jetzt nicht mehr der Augenblick, rückwärts zu schauen, sondern einzugreisen, den Feind zurückzudrängen, um das gewon­nene Terrain zu behaupten, koste es was es wolle!

Ein Spion erschossen.

(WTB.) O stende, 9. Sept. Das Kriegsgericht hat den am 4. August verhafteten Spion Ehrhardt zum Tode verurteilt. Er wurde erschossen.

Japanische Flieger über Tsingtau.

(WTB.) T o k i o, 9. Sept. (Nichtamtlich.) Japanische Flieger haben Bomben auf Tsingtau geworfen.

Ein Dank an die Stadt Mainz.

M a i n z, 9. Sept. Der Gouverneur der Festung Mainz, General der Infanterie v. Kathen, hat folgendes Ab- schiedsschreiben an die Bürgermeisterei Mainz gerichtet:

Durch Allerhöchste Kabinettsorder vom 6. d. Mts. bin ich zum Divisions-Kommandeur ernannt ivorden. Durch meine fast zwei­jährige Tätigkeit an der Spitze des Gouvernements Mainz und na­mentlich durch die große Zell bei dem Kriegsausbruch ^fühle ich mich mit den Behörden und der Einwohnerschaft des Fcstungs- bereichs Mainz eng verbunden. Tank der Heldentaten unseres Feld­heeres werden nach menschlichem Ermessen der Festung Mainz die Leiden einer Belagerung erspart bleiben. Die unvermeidlichen Här­ten der Mobilmachung und des Kriegszustandes sind von der Be­völkerung mit patriotischer Opserfreudigkeit und werktätiger Für­sorge für die am schwersten betroffenen Teile der Bevölkerung ge­tragen worden. Dafür spreche ich allen Betelligten, den Behörden im besonderen, stir ihr verständnisvolles Zusammenwirken mit dem Gouvernement meinen wärmsten Dank aus. Zu beschleunigter Ab-, reise zu dem Feldheere gezwungen, sage ich den Behörden und der Bürgerschaft des gesamten Befehlsbereichs ein herzliches Lebewohl.

AuS Ostpreußen.

Osterode (Ostpr.), 9. Sept. Baracken werden errichtet für Menschen und Vieh in den niedergebrannten Dörfern des Kreises Osterode und Neidenburg. Die Gefallenen sind nun alle bestattet; als Totengräber arbeiteten unter Bewachung die französischen Gefangenen. Die preußischen Gräber sind mit Blumen, Helmen und Waffen geschmückt. Die Hvhensteinstraße heißt jetzt Hin- denburg st raste, v. Hindenbnrg wurde zum Ehrenbürger der Stadt Osterode ernannt.

Frankreich unö Holland.

(WTB.) Rotterdam, 9. Sept. (Nichtamtlich^ Der von einem französischen Kreuzer ausgebrachte holländische DampferNieuwc Amsterdam" ist gesterir morgen hier eingetrosfen. Ein Teil seiner Ladung wurde in Brest als Kriegs- konterbande beschlagnahmt. Der Kapitän des Dampfers protestierte gegen diese Verletzung der Londoner Dellaration.

Das französische Kabinett in Bordeaux.

(WTB.) Paris, 8. Sept. (Nichtamtlich.) Im Ministerrat am 3. September in Bordeaux berichtete M i l l e r a n d über die milttävische Lage Dann wurde eine Reihe von Fragen beraten, besonders über die Lebensmittelzusuhr. Die Session der Kamme, ist geschlossen. Viviani weist in einem diesbezüglichen Brief an den Präsidenten der Kammer daraus hin, daß zahlreiche Abgeordnete im Felde stehen, und daßllne Nöte, die Frankreich drückten und die sich täglich häuften, der Kammer die Möglichkeit des Zusammen­trittes nähmen. Ferner sei Frankreich durch höhere Gewalt und die Ereignisse gezwungen gewesen, den Sitz der Regierung zu verlegen, um den Widerstand des Landes zu verstärken und aus­zudehnen.

Eine Schlacht vor Paris?

Berlin, 9. Sept. Nach einer Rotterdamer Meldung desBerliner Tageblattes" wogt gegenwärtig vor Paris eine allgemeine Schlacht. Die Mitteilung besagt weiter, daß der französische linke Flügel mit dem deutschen rechten Flügel Fühlung genomincn habe; die englischen Trup­pen hätten sich beim Angriff ans die deutschen Armeen be­teiligt. Nach demMessagers" sei die große Schlacht süd­östlich von Paris im Gange: aus dieser Richtung vernehme, man in der Stadt den Geschützdonner.

Nach demLokalanzeiger" rechnen die Pariser Blätter noch immer mit einer Vernichtung des deutschen Heeres unter den Mauern von Paris. ImPetit Parisien" werde gesagt: Wann werden die Russen Berlin erreichen? Wenn es wirklich zur Pariser Belagerung kommen sollte, so werde diese Lvidenszeit nur von nirzer Dauer sein. Die Russen seien wie die Teufel hinter den Deutschen her und die Deutschen müßten rasch Kehrt machen, um die Russen zurückzuschlagen, die ihnen ins Land gedrungen sind. Im Petit Journal" findet sich folgender Ausruf: Das Deutsche Reich muß verschwinoenck Wir werden den Frie­den in Berlin schließen. Wir werden Europa von den Preu­ßen befreien!

Der Untergang des englischen KreuzersPathfinder".

(WTB.) London, 8. Sept. (Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Der Kapitän und 50 bis 60 Mann von dem KreuzerPathfinder" sollen gerettet worden sein.

Der Papst und der Gewerkschastsstreit.

(WTB.) Köln, 8. Sept. (Nichtamtlich.) Der römische Be­richterstatter derKölnischen Volkszeitung" ergänzt seine Meldung über dieWortedesPapstes, daß hoffentlich nunmehr der un­selige Streit zwischen der Berliner und Kölner Richtung beendet sei, durch einen Ausspruch des Papstes gelegentlich einer Audienz einer oberitalienischcn Priestergruppe. Danach habe der Papst ge­sagt: Ich will nichts mehr von Jntegralismus und Eptskopalismus sprechen hören. Ich wlll die Vereinigung aller Katholiken.

Bekanntmachung.

» r.: Konkurs über das Vermögen des Weißbinder­meisters Philipp Horn in Gießen.

' An Stelle des seitherigen Konkursverwalters, IhtSanwalt Raab in Gießen, wird Kaufmann I t h o f f in Gießen zum Konkursverwalter ernannt.

> Gießen, den 4. September 1914. 9652R

I _Großherzogliches Amtsgericht.

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Bekanntmachung.

Aus dem Jubiläumsfonds der Bezirksspar- ?e Grünberg sollen bedürftige Angehörige zum Kriegsdienst Eingezogenen aus dem Spar­enbezirk unterstützt werden. Es werden daher diejenigen, welche glauben, auf Unterstützung spruch machen zu können, aufgefordert, ihre suche bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes zubringen. An die Großh. Bürgermeistereien Bezirks richten wir das Ersuchen, uns über Unterstützungs-Anmeldungen baldigst Mitteilung sehen zu lassen.

Grünberg, den 2. September 1914.

Bezirkssparkasse Grünberg.

Sehrt, Direktor. 960110

SBttfüiii eines Mnndigen Allen.

Die Gemeinde Lppcnrod beabsichtigt, einen Bullen zum Schlachten aus dem Wege schriftlichen Angebots zu verkaufen. Offerten, nicht aus Gewicht ausgedrückl, sind bis zum Freitag, den 11. l. M., nachmittags 1 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Oppenrod einzureichcn, wo die Oeffnung der Ge­bote stattstndet. Für Mängel jeglicher Art wird keine Gewährleistung übernommen. Weitere Be­dingungen werden auf der Bürgermeisterei bekannt gegeben.

Oppenrod, am 7. September 1914.

Großh. Bürgermeisterei Oppenrod.

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