mit Freuden mitteWen; sind sic schlecht, so werden wir sie Veröffentlichen mit dem festen Vertrauen, das; ein vorüber gehendes Unglück niemals Ihre Vaterlandsliebe »nd Ihren Ulla »den a» den glücklichen Enderfolg erschüttern wird. Setzen Sic Vertrauen in uns, wie wir Vertrauen in Sie setzen. Während unsere Brüder an der Grenze kämpfen, wollen auch wir genug Selbstzucht zeigen, um durch unsere Gedilld sie zu unterstützen und vereinigen wir unS in dem einstimmigen Ruf: „ES lebe das Vaterland, es lebe Frank reich!" (Beifall, Rufe: Es lebe Frankreich!! Rach diesen Worten verlief sich die Menge." Die Folge dieser Erlebnisse war der Beschluss der französischen Minister, einen der ihrigen nach Metz zn schicken, um den Kaiser zu unterrichten, welche Schwierigkeiten durch diese Art der Berichterstattung ent stehen könnten und zugleich einen direkten Eindruck von dem Geist des Heeres zu erhalten.
Au» un- Candr
©icfjcn, 17. August 1914.
Der Großherzog hot sich am Samstag vormittag mittels Sonderzuges zu den Truppen ins Feld begeben. Auf dem Hauptbahnhof hatten sich vor den Fürstenziminern Staatsmrniftcr Dr. v. Ewald, Oberstallmeister Freiherr v. Riedesel, Oberhos marsck-all von Ungern-Sternberg, Ordenskanzler Oberst Röder von Diersburg u. a. eingefundcn. Im Gefolge Sr. König!. Hoheit befinden sich Prinz Löwenstein-Werthcim, ^Gcneraladjutant Erz. v. Hahn, Major v. Massenbach und Rittmeister v. Schröder. Se. König!. Hoheit, der die graue Felduniform angelegt hatte, verabschiedete sich von den Zurückbleibendcn in herzlicher Weise und drückte dem Herrn S»aatsminister auch durch das Wagcnfenster nochmals die Hand. Als sich der Zug in Bewegung setzte, brach das anwesende Publikum in stürmische Hochrufe auf den Großherzog aus, der die Abschiedsgrüße dankend erwiderte. Dem Scheidendei; ivurden von den Damm zahlreiche Blumm- sträuße überreicht.
Der Großherzog hat, wie Staatsminister v. Ewald in der „Darmst. Ztg." zur Kenntnis des Landes bringt, nachstehcndm Gruß an sein Volk gerichtet:
An mein Hcssenvolk!
Jetzt, wo ich im Begriffe bin, zu den Brüdern, die im Felde sind, zu gehen, dir im heißen Kampfe für die Freiheit des deutschen Geistes, des deutschen Volkes und unseres geliebten Hesscnlandes stehen, grüße ich euch noch einmal Alle, euch meine Hcsscnkindcr, die ich überallesliebe. Jeder Mann und ihr Frauen alle, die ihr zurücküleibt, seid nötig an unserer Stelle. Arbeitet mit fr-ohem Mut. niemand bleibe müßig: so werdet ihr zu Hause das erhalten können, wofür unsere Soldaten ihr Alles und ihr Leben opfern, das strahlende deutsche Reich, in dessen stolzer Krone mein Hrssenland eine der leuchtendsten Perlen ist.
Gott grüße Euch!
Ernst Ludwig.
Während seiner Abwesenheit hat der Großherzog seiner Gemahlin der Großherzogin Eleonore die Regentschaft übertragen. Diese richtet, wie wir in der „Darmstädter Ztg." lesen, folgende Worte an das Volk:
Der Großherzog, mein teuerer Gemahl, ist ins Feld gezogen um seinen Truppen nahe zu sein, die berufen sind, für unser Vaterland gegen dir Feinde zu streiten. Für die Dauer Seiner Abwesenheit hat Er mich mit Seiner Stellvertretung in Ausübung der Regierungsrechtc betraut. Ich weiß, daß unser Volk mir hierin treu zur Seite stehen imd mich in den schweren Aufgaben, die die Zeit uns auferlegt, unterstützen wird.
Gott schütze den Großherzog, unsere Truppen und unser Vaterland.
Eleonore
Gvotzherzogin von Hessen und bei Rhein.
*
** H uldigungsgruß der Universität an die Großhcrzogin. Rach der Ausreise des Grohherzogs sandte der Rektor folgendes Telegramm an die Großhcrzogin:
„Eurer Königlichen Hoheit sendet nach schwerem Abschiedstag die Landcsunivcrsität wärmsten Huldigungsgrnß. Wir Zurück- bleibenden wissen uns mit Eurer Königlichen Hoheit eins in dem Gelöbnis, die sriedliclieu Güter der Heimat still und treu zu hüten für die draußen blutenden Brüder. Gott schirme Ernst Ludwig und Eleonore von Hessen. Ter Rektor: Eck."
Die Großhcrzogin anUoorrete:
„Ter Landesunwersität danke ich herzlich für ihren Huldigungsgruß. Ich weiß, daß sie mit mir zusammen arbeiten wird.
Eleonore."
** Kinder-Fürsorge. Auf die Bekanntmachung des Ausschusses für Kindersürsorge in der Samstag-Nummer machen wir nochmals mit denr Anfügen aufmerksam, daß außer am Montag, den 17. August, auch noch am Dienstag, 1^8. August, nachm, von 2—4 Uhr Anmeldungen in der Stadtmädchenschnle in der West-Ablage cnlggengeiwmmen werden.
** Einlegung von Güterzügen zur Befördern n g v o n Lebensmitteln. Bis ans weiteres wcr- den auf einer Anzahl Strecken des Direktionsbezirks Frankfurt a. M. G ü t c r z ü g e gefahren, je ein Zug in jeder Richtung. Mit diesen Güter; üg cn können befördert werden: Lebensmittel aller Art und Vieh, Futtermittel aller .Art, Apotheker- und Arzneiwarcn aller Art, Mineralwasser, medizinische Instrumente, Mineralöle aller Art, Spiritus vergällt, Waffen, optische Instrumente, .Hefe, Druckpapier für Zeitungen, sowie Sendungen der Heeresverwaltung, als Militärgut oder als Privatgut dieser Verwaltung. Unterwegs bei Ansbruch der Mobilmachung angehaltene Güter dieser Art können, wenn verfügt, jetzt ivcitcrgcsandt werden. Die Züge befördern im,übrigen hauptsächlich Güter für Sta- tionen des Tirektionsbezirks Frmiksurt a. M. und verkehre;; u. a. aus folgenden S;reckcn: Gießen—Frankfurt a. M„ Gießen -Troisdorf, Gießen—Oberlahnstein, Gießen—Geln hausen, Gießen—-Fulda, Friedbcrg— Hanau-Ost, Frankfurt an; Main—Bad Homburg usw. Nähere Auskunft, auch über die Fahrpläne dieser Güterzüge, erteilen die Eilgut- und Güterabfertigungen.
** Die Beschränkungen des Po st Verkehrs im Inland und mit dem neutralen Auslände, die durch die bei den Postanstalten aushängenden Bekanntmachungen Nr. 1 und 2 an- bcordnct worden waren, sind eingeschränkt worden. 1. Es lst jetzt auch Privatpersonen gestattet, verschlossene Pakete mit Sanitäts material an Krankenhäuser, RoteKreuz- JBerctnc, Samaritervercine, -letzte usw. nach Elsa ß-L o t h r i n - gen und den übrigen für geschlossene Privatseudungen geiverrien Inlandsgcbieten (Bekanntmachung Nr. 1) mit der Post zn versenden, wenn der Absender vor der Ausgabe sich verpflichte;, dem Inhalt andere.als für sanitäre Zwecke bestimmte Sachen nicht bcizupacken. Die Postanstalten sind jedoch berechtigt, die Annahme solcher Pakete abzulehncn, sofern die Bernrutung eines Mißbrauchs dieser Vergünstigung begründet erscheint. 2. Privatpersonen dürfen verschlossene Postsendungen — Briefe n nd Pakete — an österreichische und ungarische Militärbehörden und Truppenteile (nicht an einzelne Militär-
svnen) durch die Post versenden. Der Inhalt der Paket« darf jedoch nicht aus Gegenständen bestehen, die p'lusinhrbeschränkunqen unter liegen, worüber der Absender sich zu vergeivissern hat.
** FeIdvi» stbriefe. In der Bekanntmachung des Staatssekretärs des Reickts-Postamts vvni l. 'August ist besonders daraus hingewicsen worden, wie notwendig eine deutliche und vollständige Aufichrist für die Feldpostbriefe und.Feldpostkarten ist. Gleichwohl verwenden viele Absender auf die Anfertigung der Aufschrift lecher nicht die Sorgfalt, die eine schnelle Behandlung der Sendungen ermöglicht. Die Angaben der Aufschrist sind vielfach so undeutlich und unübersichtlich, daß ihre .Entzifferung die Bearbeitung der anderen Sendungen stört. Die Angabe „Soldatenbries, Eigene Angelegenheit des Empfängers" ist überflüssig. da am oberen Rande der Sendung „Feidpostbrics" oder „Feldpostkarte" angegeben sein muß. Dagegen muß unbedingt der Truppenteil, dem der Empfänger angehört, so genau angegeben werden, als es dem Absender irgend möglich ist. Wir machen unsere Leser nochmals daraus aufmerksam, daß sie gut daran tun, zu Mitteilungen an die Ange hörigen des Feldheeres vorg cd ruckte Feldpostbriesumschläge und Feldtvstkarten zn verwenden und diese Formulare recht sorg fällig, llar „ich deutlich ansznsüllen. Feldpostbriesumschläge sind zum Preise von 1 Psg. für je 2 Stück und Feldpostkartcn zum Preise von 5 Psg. für je 10 Stück bei allen Postanstalten, Pvst hilsstellen und amtlichen Markcnverkaufstellen zu haben. Auch können im Privatwege lrergestellte Feldpostbrieiumschläge und Feld- postkarten, die den anitlichen Mustern entsprechen, an vielen Stellen bezogen werden. P a k e t e an Angehörige der m o b i l e n Trup; e!n teile sind vorerst nickt zugclassen.
** Vereins-Spende Der Gesangverein Heiterkeit übergab dem Oberbürgermeister 100 Mark als vorläufige Svende zur Unterstützung bedürftiger Angebörigcn von Kriegsteilnehmern. Weiter bewilligte der Verein einen Betrag von 400 Mark als Beihille für die Angehörigen seiner am Feldzüge teilnehmenden Mitglieder. — Der Turnklub beschloß in einer Borstandssitzung, dem Roten Kreuz 50 Mk. zu übergeben.
Ttarkenburg und Mcnihksscn.
rm. Darm stad t, 14. Aug. Die auf Veranlassung des Großherzogs dahier auf der Marienhöhe eingerichtete Dun - canschule ist nunmehr mit Genehmigung des Großherzogs ausgelöst worden, und das hübsche Gebäude, das mit Unterstützung des Vereins für Förderung und Erhaltting der Elisabeth Duncanschule auf Großherzoglichem Boden seinerzeit errichtet wurde, wird zu Sauitätszwcckcn her- gerichtet werden. Die Großherzogin hat weiter angeordnet, daß in dem hiesigen Säuglingsheim ein Lazarett eingerichtet wird. Für den gleichen Zweck soll das Fürstenlager in Auerbach und im Bedarfsfälle auch das herrliche Sec- lrcimer Schloß ausgestattet und zur Verfügung gestellt werden. Ebenso sollen die Fürstenzimmcr iw Obergeschoß dl.'s Empsangsgebäudes im lsiesigen Hauptbahnhofe und die Gänge und Vvrrciume für das im Dienste des Roten Kreuzes stehende Pcrsvnal venvcndct werden dürfen.
w O s I e » b a ch a. /M., 16 . Ana. Tie st ä d t i s che Hills- aktion bat am vergnnaenen.Samstag erstncalig eingesetzt, nachdem die Hill-be'i nugkeit der Einzelnen vorder durch Umtrage lestaestellt worden nt. Es hat sich gezeigt, daß die Zahl der Juli'- bednrltigcn weit größer ist, als man aniangs angenommen halte, und sich nicht allein ans die Angehörige» der in de» Krieg Gezogene» erweckt. sondern in ireit höherem Mgße aus die zahlreichen Arbeitslolc», die durch den Krieg erwerbslos geworden sind. Tw Zahl der llnterftütztinasbedüttiigen ist ans rund 8500 nngeivachse». Alan rechnet nädtilcherleits mit einem monatlichen Unterllntzmigs- beilrng von über 25n000 Alk., lo daß die täglichen Ausgaben dir die städtische Öwsaktion etwa 8000 bis 9800 Alk. betragen. Vorerst sind eine halbe Million inr diele Zwecks bewistigt »nd iveitere 50 ) 009 Alk. dakiir in Aussicht gestellt. Tie Unterstntznnge» er- iolgen in der Panplsachs mit Naturalien, die gegen Gntichnne in allen hiesigen Geschallen zn normalen Preisen von den Einzelnen bezogen werden. Daneben werden geringe Kelobeiräqe iür nn- vorliergescliene Sache» gewährt. Ter Staatszuschnß iür die An- aehörige» der llriegsteilnebmer beträgt sür die SomnierSzeil monatlich 14 Mk. und im Winter 16 Mk. und außerdem 6 Mk, sür ledes Kind.
Kreis Wetzlar.
A hb a ch , 16. Ang. Unter großer Beteiligung ivurde heute
der 17jährigc Friedrich Bepler zur letzten Ruhe gebettet, welcher gestern beim Baden in der Lahn ertrunken ist.
NcvMisMte».
* Die Eisenbahnen der kriegführenden
Staaten. Bei der ungeheuren Wichtigkeit, die die Eisenbahnen sür den Aufmarsch und die Konzentration der Truppen- massen haben, wird es interessant sein, die genauesten und neuesten Daten darüber zu erfahren. An der Svitze steht Deutschland ; es besitzt 62 784 Kilometer, d. h. 11,6 Kilometer auf 100 Quadratkilometer oder 9,5 Kilometer auf 10000 Einwohner. In der absoluten Zahl folgt nun Rußland, d. h. das europäische mit 62 198 Kilometer, aber da es über sechsmal so viel Flächeninhalt und das Doppelte an Einwohnern hat wie Deutschland, so kommen hier nur 1,2 Kilometer auf 100 Quadratkilometer und 4,8 auf je 10000 Einwohner. Frankreich besitzt 50 232 Kilometer. Da seine Fläche nur 4000 Quadratkilometer kleiner ist als die Deutschlands, so kom-, men nur 9,4 Kilometer auf je 100 Quadratkilometer. Hingegen ist der Prozentsatz der Kilometerzahl zur Einwohnerzahl, weil es nur 40 Millionen Einwohner hat, größer, nämlich 12,8 auf 10000 Einwohner. Oesterreich-Ungarns Eisenbahnnetz ist verhältnismäßig schwach entwickelt: es zählt 45 823 Kilometer, d. s. 6,8 Kilometer aus 100 Quadratkilometer und 9,0 auf 10 000 Einwohner. Serbien schließlich besitzt 936 Kilometer, d. h. 2,7 Kilometer auf 100 Quadratkilometer und 3,3 auf 10000 Einwohner.
* Auch des Zaren Lunge reicht nicht zu, um die Sonne auszublasen" sagt eins der zahlreickx'n russischen Sprichwörter, die von den Grenzen der Zarenmachr handeln, und von denen wir hier eine kleine Blutenlese zum besten geben. So beißt es z. B. im Volksmnnd: Des Zaren Arm langt wohl ivcit, aber nicht bis in den Himmel — Der Zar kann wohl den Erdball erschüttern, aber nicht ans den Angeln heben — Auch des Zaren Masse gelten nichts, wenn Gott nicht Amen sagt — Dem Einäugigen wächst das Auge nicht, auch wenn er zum Zaren wird — Auch eines Zaren Gaul kann stolpern — Auch des Zaren Krone schützt vor Kopsweh nicht — Ter Zar geht auch nur auf zwei Füßen! Eine andere Gruppe von Sprichwörtern ivieder drückt das Bennißtsein des russischen Volkes aus, daß es die Fehler, die der Zar begeht, mitznbüßen habe: „Wenn der Zar sich erkältet hat," l>eißt es z. B., „hat ganz Rußland den Schnupfen", oder „Wenn der Zar sündigt, muß das Reich Buße tun". Hierher gehört auch die Redensart: „Stoße dich nicht an der Hand, Väterchen Zar, sonst müssen wir bcn Arm in der Binde tragen!"
Gingesanvt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 16. August.
Me über das Vaterland hcreingebrochene schwere Kriegsnot führt nicht nur die Parteien näher zusammen, sondern auch die Bevölkerung selbst. In so schwerer Zeit haben Standesunterschiede und dasCliguemvesen auszubören, ohne Ansehen der Person sollen wir alle einireten sür das Wohl unseres Vaterlandes.
Diese Grundsätze nrüßtcn vor allen, auch beim Roten Kreuz Geltung lwben. Gerade unter den weiblichen Personen dürfte nicht daran; gesehen werden, wes Standes das junge Mädchen iit, welches sich freiwillig zum Roten Kreuz gemeldet bat. Mcjcnigen iungen Mädchen, die bereits einen Kursus durchgemacht haben und fähig sind, sofort sich unter dem Roten Kreuz praltisch dienstbar zu machen, sind in erster Reihe hcranzuziehen, dann würde es vielleicht nicht not
wendig sein, daß junge Damen, nvil sie die Töchter höchstehender Beamten oder hochsteheirder Persönlichkeiten der Stadt sind, erst einem Kursus untenvorten iverden müssen, während andere tunge Mädchen, die solchen Kursus bereits hinter sich haben, zur G : te stehen und noch nicht einmal wissen, ob sic überhaupt, trord nt sie üch gemeldet haben, hcrangezoqcn werden. Gerade junge Mädchen der arbeitenden bürgerlichen Bevölkerung geben die Gewähr, daß sie ÄuÄxiuer in der Arbeit haben und meist tveniger zarte Nerven besitzen als junge Damen ans hohen Kreisen, die bisher noch nicht nötig hatten, lich mit schwerer Arbeit zn beschäftigen. Dem Roten Kreuz unterstellen sich alle ohne Unterschied der Personen, deshalb muß auch hier jedes Standesvorurleil wegfallen und nicht Mißstimmung hervorgerufen iverden dadurch, daß Damen ans den höchsten Krei>en bevorzugt werden, wenn ans den bürgerlichen Fa- milien solche jungen Mädchen da sind, die den vom Roten Kreuz gestellten Anforderungen von vornherein gewachsen sind.
vüchertisch.
- F l e n> m i n a s d e u t s ch -! r a n z ö s i f ch - r i, s s i s ch e Krieg starte, Maßstab 1:2000000, Mk. ],—, bietet e ne vorzügliche Ueberstcht über den ganzen deirtsch-lranzösisch-riissiiche», sowie über den größten Teil des österreichiickien striegdschniivlatzes und aestattet durch die dicht«, trotzdem ober klare Befchri'lnng auch dse Derlolgnng der einzelnen KricgSereig,risse. — Flemmings 2 p e z j a l k a r t e sür den deutsch-französischen Krieg, Maßslab 1:600 900, Mk. I,—, isi ebenialls sehr emvieblenSwcrt. Tie in ihren Einzelbeiten klare und auch iür die Veriolauug der Einzelvorgänge an> dem Kriegsschauplatz vorzüglich geeignete Karte ist begrenzt im Osten durch Franlsntt a. Al., im Norden durch stöln, Brüssel, Hille, im Westen durch Paris, im Süden durch Tijon und die Südgrenze Deutschlands. Sie enthält also die gaiize deutsch-traiizöstsche ö'tcnjc, Luxemburg, ei» Stück Niederlande, bei, vorzngsiveise iit Betracht kommenden Teil Belgiens, vor allein aber auch das gnnze lran.zöstsche Gelände bis über die Westgreiize v»i, Paris lünanS. Tie statte ist sür jeden Zeitiiiigtz» lescr, der die Vorgänge anl dein deiilscki-sraiizönsch-bclqiicheii Rriegs- schanvlatz veriolgei, ivill, von aiißerordentlichein Wert, da auch die kleinsten Orlschalte» die irgendwie bei den striegsereigniffcn nenaiint ivcrdeii köinite», a»l ihr eiilhn! ea sind. — Tie starten sind » n r durch den Bnchban et z» beziehe».
— Ileberlichtskarten des deutsch-russischen und des dentsch-sranzösisch-belgischen K r i e g s s ch a u v l a tz es in hand- licheni Taschenformat sind soebcii ziiiii Preise von je iinr 20 Pig. im Verlage von Georg Wagner L Eo. in Nürnberg 'erschieiien. Tle vieriarbiq (tcbrucfteit, au'geschlagc» 20:32 Cemimeler großen Pläne bringen eine genaue lledersicht der Grenzgebiete >i»d ge- fintten an! Grund der täglichei, Kriegsberichte eine bequenie Ver iolgimg der Entivickliing der Kriegslage.
wöcyentl. Uederficht dcrTo-e?fä8e i. d.Ztadt Gletzeir.
31. Woche. Pom 26. Juli bis I. August 1914. (Einwohnerzahl: anqenonimcn zu 32 9)0 (ttifl. 1600 Mann Militärs Sterblichkeilszisjer: 20,0»/^ nach ?lbzng vo>i 7 Ottsice noeii: 9,50'7^
Kiiider
E; starben an: Znsaimnen:
Erwachsene:
tut
vom
Tuberkulose
2
1.2
2
ebensjahr:
2.—15. Fa l)r :
Tarmkatnrrh
1
—
—
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jserzsctzlcr
2 ( 2 )
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—
—
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1 (1)
—
—
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1
I
—
—
Gehirnerweichung
1(1)
1 (1)
—
—
Niereukrankhcit
2(1)
2(1)
—
—
Krebs
I
1
—
—
Weißblütigkeit
1 0)
1 (1)
—
—
Brnchleiden
1 0)
1 (1)
—
—
Summa:
13 (7)
12 (7)
—
1
An m.: Die in Klanimcrn gesetzten Zissern geben an, wie viel ttr Todesfälle in der betressenüen Krankheit au; von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienststelle Gießen.
WettcranSsichten in Dessen am Dienstag, beit 18. Ang. 1914: Wechselnd bewöllt, nur vereinzelt ßliederschläge, kühl.
Letzte 2?ttcHpici;ten.
Ein Grünbuch der italienischen Regiening.
Berlin, 17. Anq. Der österreichisch-ungarische Botschafter Freiherr von Macchio hatte eine mehrstündige Besprechung mit dem Unterstaatssckrctär des Ministers de; Aeußern, da San Giulianv erkrankt ist. Die italienische Negierung veröffentlicht demnächst ein Grünbuch zur Rechtferttgung ihrer Haltung. (Boss. Ztg.)
In Rußland verschleppte Dentt'chc.
Berlin, 17. August. Im „Berliner Tageblatt" liest man: Ein Dokument, das man noch nicht genügend beachtet hat, soll ein Ukas des Zaren sein, der das -AcksicksaL der in Rußland lebenden Deutschen und Oestcrreicher bestimmt. Nach diesem Ukas sind die wehrpflichtigen Deutschen und Lesterreicher nach verschiedenen Gegenden Rußlands verschickt. Es sei bekannt geworden, daß Deutsche, darunter Familien mit Kindern, nach Sibirien verschleppt wurden. Wäre es nicht angebracht, mit Hilfe neutraler Staaten die Wahrheit festzustellen?
Schamlose Frauen.
Stuttgart, 17. Aug. Bei der Ankunft der französischen Gefangenen am Donnerstag abend haben sich hier unwürdige Szenen abgespielt. Eine Anzahl Damen drängte sich an die Gefangenen heran und, überreichte ihnen Blumen. Am andern Morgen haben sich einige Damen im Lazarett erkundigt, ob es gestattet sei, den Gefangenen Sch v- kolade und Rosen zu bringen. Das Vorgehen hat die größte Entrüstung des Ptlblikums hervorgerufen, und auch die Presse hat dieses Verhalten scharf verurteilt.
Die Stimmung der großen Massen in Frankreich.
Rom, 17. Aug. Pariser Briefe in der „Tribüna" und dem „Giornale d'Jtalia" lassen erkennen, daß der Gemütszustand der Pariser Bevölkerung der zuversichtlichen Stimmung der Regierung sehr wenig entspricht. Die Presse gibt sich alle Mühe, die traurige Sachlage milde zu verzeichnen. Die Einnahme von Mülhausen habe alle Herzen mit Jubel erfüllt. Den schrecklichen Rückzug nach Frankreich habe man erst aus englischen Zeitungen erfahren. Jedermann im Volke sei gedrückt und inan sehe trübe in die Zukunft. Tie Lebensmittelläden habe die Bevölkerung eine Stunde nach der Kaiegserklärung blank ausgekauft gehabt und sich für eine Belagerung versorgt, als ob sie unvermeidlich imire und viel härter als die vor 44 Jahren. Den Sieg halte jede rmann für ausgeschlossen. __
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