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fftr ©atfcnbegitBcit 30 Big.; {yrau St- f. litnguattierungirufjtat 1 3KI; «ätub. O, 'S. und Oberwostsekretär f, Botengänge 40 Psg. Zusammen 36,40 Mk,

** Kinder sürsorge, Wir verweisen aus die in der heutigen Nummer dieses Blattes erscheinende Bekanntmachung des Ausschusses für S'mbcrfiirforge" und empfehlen dringend, dessen Bestrebungen zu unterstützen.

** Die Handwerkskammer su Darmstadt schreibt uns: Wir bringen hiermit zur Kenntnis, daß die Mobilmachung auch auf die Pcrsonalverhältnissc unserer Kammer cingewirkt bat und wollen daher alle Handwerker-Korporationen und Handwerker dringend ersuchen, für die nächste Zeit nur in ganz wichtigen An- gelegenbciren an die Kammer heranzutreten,

** Bedrängte Lage der Schauspieler. Bon Sieh. Hosrat Professor Tr, Fromme erhalten wir folgende Zuschrift: Durch den Ansbruch des Krieges sind die Mitglieder aller mitt­leren und kleinen Theater, die keine JahreSkontraktc haben, plötzlich brotlos geworden: so auch die Mitglieder unseres Stadttheaters, die im Sommer in Bad.Nauheim resp, Bad-Ems spielen, Tiefe Kurtheater wurden, wie die airderen, geschlossen, und ihre Mit­glieder stehen, obwohl Herr Tirektor Steingoctter noch ilber seine vertraglichen Verpflichtungen hinaus zahlte, jetzt zum großen Teil mittellos da, Schon ist es gelungen, einzelnen von ihnen andere Stellungen zu verschaffen, die gern angenommen wurden, auä» wenn sie niit der Kunst keinerlei Gemeinsames besagen. Aber einige Herren tvartcn immer noch) sehnlichst auf Beschäfti­gung. Ter Unterzeichnete bittet deshalb, ihm von freien Stellen Mitteilung zu machen. Sollte das Einkommen aus denselben zum Lebensunterhalt nicht ansreichen, so ist der Theatervcrein gern bereit, aus seinen Mitteln einen Zuschuß zu leisten.

** Die Fahnen, mit denen unsere Einwohner zum Abschied der Truppen ihre Häuser geschmückt haben, sollten nun wieder eingeholt werden, Ter Krieg ist eine ernste Sache, und wenn wir auch die feste .Hoffnung auf den Sieg haben, so wollen wir doch nicht heute schon Freude be­kunden,

** A tt unsere Vereine, Vom Lande wird uns geschrie­ben: In der gegenwärligen schweren Zest sehen viele Familien, besonders diejenigen, deren Ernährer vor dem Feinde steht, mit großer Sorge in die Zukunft, Da soll heute einmal an ein Kapital erinnert werden, das gegenwärtig vollständig untätig ist, seinem Besitzer sogar mancherlei Beschwerden verursacht. Es sind die vielen Wertpreise aus Gold, Silber, Kristall usw,, die bei manchen Ver­einen ganze Schränke füllen und nicht selten große Werte darstellen. An alle Vereine ergeht hiermit die Bitte:Opfert diese Zeichen Eures Erfolgs dem Vaterlande!" Metall kann mngegossen, Kunstgegenstände können an vermögende Leute verkanst werden. Mancher Soldat und manche arme Familie danken herzlich für den Opfersinn, Von amtlicher Seite kann den Spendern eine Urkunde Über die dargebrachten Liebesgaben ausgestellt wer­den, Dieses einfache Schriftstück ehrt in späterer Zeit den Verein mehr, als es ein goldener Becher oder silberner Tafelaufsatz tun kann,

** D ie städtische Pfcrdemarkt-Deputation hat dem Herrn Oberbürgermeister aus ihrem Reservefonds für den Fonds zur Unterstützung der Familien zum Feldzug einberusencr Rannschalten den Betrag von 6000 Mark überwieien,

** Schenkung, Fabrikant Georgi hal den beiden Land- wchrbataillonen des Regiments Nr, 116 je 6000 Zigarren ge­schenkt,

** D i e Wacht am Rhein, Gegen die Bemühung, neue Kciegslicder zu schassen, soUte Einspruch erhoben loerden. Es ist eine Geschmacklosigkeit, unser prächtiges altes vaterlän­disches LiedTie Wacht am Rhein" durch Umdichtung zu ver­wässern, Wir sind wahrhaftig nicht arm an guten Kriegsliedern, sie alle Voraussetzungen in sich vereinen, wirklich volkstümlich zu verden. Die letzte Woche hat eine ganze Fülle solcher Gedichte lebracht, und es wird gewiß nicht an Komponisten sehlcn, die hnen im Volk Eingang verschaffen. Wie alle Kriege, die die :rutschen Waffen zu führen batten, so wird auch der Weltkrieg wn 1914 seine begeisternden Lieder baden. Wer abgesehen hiervon vollen wir uns nicht die Freude au einem der schönsten Vaterlands- I ieder, die wir von ftühcr her besitzen, vergällen lassen, Unver- älicht soll uns dieWacht am Rhein" erhalten bleiben. Wir nrben es in diesen Tagen wieder erlebt, loelche zündende Wirkung >erade von diesem Liede ansgeht, dem kaum ein anderes an die Seile gestellt werden kann,

"Die Rabatt-Sparvereinigiing des Vereins werTctaillistcn zu Gießen hat in ihrer gestrigen antzer- irdentlichcn Hauplveriammlnng den Betrag von 1000,00 Mk. aus hrem Vermögen zu Unterstützungen und für wohltätige Zwecke nährend des Krieges bewilligt. Von diesen! Betrage sollen zn- ächil dein Roten Kreuz, Geschci'tsftelle Gießen, 200,00 Mk. und benio deni Herrn Oberbürgermeister der Stadt 200,0d Mk. zur lnterslützuug von Angehörigen ins Feld gegangener Krieger als- alb zur Verfügung gestellt werden. Bezüglich der Art, wie die eiteren 600,00 Mk, verwendet werden sollen, wurde dem geschäsiS- ihrenden Ausschuß der Rabalt-Svarvereiuigunq von der Hauvt- e rsanimlung ausdrücklich das Recht eigenen selbständigen Handelns ) in geräumt.

** Union-Theater (Selterswcg). Wie uns die Tireklion >itteilt, werden 10 Prozent der täglichen Einnahme dein Roten reuz überwiesen. Das Programm ist der gegenwärtigen ernsten eit angepaßt und enthält eine Serie Bilder aus dein Leben der önigin Luise.

" Das Großherzoglich Hessische RegierungS- latt, Beilage Nr. 14, vom 14. 'August 1914 enthält: I. Vor- simgsverzeichms der Großh, Hessischen Ludwigs-Unirersität zu ießen (Wintersemester 1914/15. 2. Berichtigung.

, Kreis Alsfelv.

-x, Atzenhain, 13. Rüg. Tie Gemeinde Atzenhain stiftete ir das Rote Kreuz die Summe von 897 Mk. 10 Pig.

Kreis Lauterbach.

n-, S chlitz , 15, Aug, Der hicsigeZweigvercinvom loten Kreuz hat sofort nach der Mobilmachung mit der E r - icktung eines Lazaretts mit 35 Betten begonnen, wo- ür der Graf von Schlitz, gen, von Görtz, zwei Stockwerke der be­atmten Vorderburg zur Verfügung gestellt hat. Neben vielen irei- silligen Spenden ergab die erste Geldsammlung alsbald 2500 Mk, sn verschiedenen Kursen wurden sreiw, Pfleger und Pflegerinnen usgebildet, Auch ist zur Unterstützung von notleidenden Fami- :en der Einberufenen eine Beratungsstunde und ein Kinderhort ingerichtet worden,

Kreis Schotten.

Gedern, 12, Ang. Unter dem Vorsitze des Hoioredigers lidmann fand eine Dersaminluug zwecks Bildung eines Komitees ir Unterstützunq der ins Feld gezogenen Krieger on hier statt. Hoivrediger Widmann wurde zum Vorsitzenden, orstmeifter Ktingelhöffer zum siellvertrelenden Vorsitzenden, (sie. leindeeinnehiner Franz zum Viech,>er, Rechuungsrat Rapp, Ge- leinderat Vöhl und Beigeordneter Vonalt zu Komiteemitgliedern mannt,

Kreis Friedberg.

L, Fricdberg, 14, Aug, Gestern fand eine Stadtverord- eten-Vcrsammlnng statt. Ter Bürgermeister verlas ein Schreiben um .Abschied an das ins Feld ziehende Bataillon und das in erblichen Worten abgesaßte Rückantwortschreiben, Es wurde be- hlossen, den tlernen Kindern, deren Väter ins Feld gerückt ad, unentgeltliche Aufnahme in die Kleinkinderschule zu gewähren, irr Bürgermeister gab Mitteilung über die städtischen Finanzen, en ins Feld gezogenen Beamten soll ihr Gehalt ,veiler gezahlt erben. Tie Arbeiter erhalten den Lohn 14 Tage weiter. Weitere ürsorgemaßregcln werden noch gerroffen,

b. Butzbach, 14, Aug. Tie Familie G. I. Mülle r, raidhaus WerdeuielS, von hier übergab dem Grobh. Bürger­eißer Flach 5000 Mark zur Unterstützung hiesiger hilfsbedürftiger ainilien, deren Väter in de» Krieg gezogen sind.

h. Aus der Wetterau, 14. Aug, Während die Stadt- "wohner ihren Opfersrnn für die im Felde stehenden Krieger und Ken notleidend« Angehörige naturgeinäß durch große uiw Keine eldsvenden betätigeir, geben die Bewohner des flachen Landes on dem Ueberfluß, den Haus, Garten und Feld bieten, in reicher

Fülle, Eine geradezu ruhrende Opferlvilligkeft in dieser Richtung entsalten gegenwärtig die Bewohner unserer Wettcrau, Aus den Dörfern^fahren täglrch Wageir mit Brot, Wurst, Fleisch, Eiern, Milch, Speck, Karwsieln. Gemüse usw, nach den Sammel- und Verteilungsspellen, Vielfach schicken die Geineinden geschlossen ihre Gaben zur Linderung der Not fort, so die Ortschaften Langen- hain-Ziegenbecg, Okarben, Nieder-Wöllstadt, Schwalheim, Stein- surth, Wölfersheim, Ockstadt, Laichen u, a,

Starkenburg und Rhcinhessen. rm, Darmftadt, 14, Aug, Auf dem Bessunger Fried- Hose dahier fand am Donnerstag die feierliche Bei­setzung der beiden aus dem Truppcnübungs- und Flug­platz Griesheim abgestürzteu und dabei verunglückten Flie­ger Leutnant Spieß und Fliegerpilot Tr aut wein unter sehr lebhafter Beteiligung von Freunden, Bekannten, Ossi­zieren usw, statt,

rm, Darmstadt, 14, Aug, Ein schwerer Anto- unsall ereignete sich heute an der Landgras-Philipp-An- lage nächst dem alten Bahnhof. Der Führer eines von außerhalb kommenden Antos hatte anscheinend die Steue­rung über das Auto verloren und kam auf den Bahnsteig, wo gerade die Frau eines im Feld bcsindlicksen Baterl-ands- verteidigers mit ihren beiden Kinderit spazieren ging. Das Auto überfuhr das hinter der Mutter herlaufende etwa 5 Fahre alte Bübchen und verletzte es schwer. Der Besitzer hielt sofort und brachte das bewußtlose Kind nach dem städtischen Krankenhause.

Kreis Wetzlar.

Wetzlar, 14. Aug, Gestern nachmittag gegen 5 Uhr brach ein größeres Schadenfeuer aus, welches das Wohnhaus des Anslreichermeisters Herm. Schneider iast vollständig einäscherte. Auch das Tachwerk des sogenannten Säntnrnis, welches vor kurzen, erst neu hergerichtet wurde, bräunte vollständig aus. Einige Möbelstücks aus dem Wohnhaus« des Schneider konnten »och ge­rettet werden. Im iveiteren gelang es der rasch herbeigeeilten Feuerwehr, den Brand aus seinen Herd zu beschränken.

Hessen-Nassau.

m. Kirchhain, 14. Ang. Ter Turnverein hat aus der Vcrernskasse einen Betrag von 200 Mk, zur Verfügung ge­stellt, der wie folgt verivenjdet wird: 50 Mk, für dasjenige im Felde stehende Mitglied des Turnverein-, welches das erste eiserne Kreuz erhält, 50 Mjk, wurden für allgemeine Liebesgaben und Zwecke des Roten Kreuzes bewilligt und für 100 Mk, sollen den vor dem Feind stehenden Mitgliedern des Turnvereins direkt Liebesgaben zugesandt werden. Auch in Kirchhain werden Vor­bereitungen für die Aufnahme verwundeter Krieger getroffen. So sollen der große Saal des Bahnhosshotels und einige Schulklassen zu diesem Zwecke hergerichtet werden,

b Franksurt a. Dt., 14. Aug, Heute früh wurde in zahl­losen Flugblättern zum Boykott gegen den mit belgischen, Kapital arbeitenden .Grand Bazar" ausgefordcrt. Tie Pol,zei macht« dem Treiben ein rasches Ende.

. Frankfurt <r, M., 14, August, In der gestern im Sitzungssaal der Handelskammer abgehaltenen, sehr zahl­reich besuchten Versammlung der Industriellen Frankfurts und Umgebung wurde der Beschluß gefaßt, die Zugehörig­keit der in den Betrieben beschäftigten verheirateten urÄ einberufenen Arbeiter und deren Familien zur Allge­meinen Ortskrankenkasse durch freiwillige Uebernahme der Beitragsleistung aufrecht zu erhalten, soweit die Firmen überhaupt in der Lage sind, ihren Betrieb weiter zu führen. Als zweckmäßig wurde die Form der freiwilligen Versicherung der Arbeiter, und zwar in der 4, Lohnklasse, erachtet, Demnach ist an Bei­trägen nach der Bekanntmachung der Allgemeinen Orts- krankcnlasse vom 11. August 1814 wöchentlich für den Ver­sicherten 1,08 Mk,, für die Versicherung seiner Familie 42 Pfg, von den Firmen zu zahlen, Tie Versammlung gab der Ertoartung Ausdruck, k> auch diejenigen Industriellen, die nicht anwesend waren, diesem Beschluß bcitreten werden.

Otto Reutter ist nicht nur der größte deutsche Humo­rist, sondern ein sehr scharfer Beobachter einer nun wohl für alle Zeiten abgetanen Eigenart unserer Landsleute, Schon vor vielen Wochen hat Otto Rentier nachfolgendes Couplet auf einer Platte der Deutschen Grammophon-Aktiengesellschast verewigt:

Michel, sei stolz!

Jüngst kam ich in eine Stube rein,

Das mußt' die Stube von Michel sein,

Michel natürlich war nickt zu Haus,

Der war aus Reisen, hielt's hier nicht aus.

Was sah im Zimmer ich rechts und links,

Modes",Costumes",American Drinks".

Dort war aus Brüssel ein Spiyentuch,

Hier, ein französisches Wörterbuch,

Englischer Sport auf ckines'schem Pavier,

Hast du denn gar nichts aus Teutz'chland hier?

Michel, sei stolz, Michel, sei stolz.

Brauchst ja nicht arrogant zu sein,

Brauchst ja nur stolz auf dein Land zu sein.

Findest das Fremde nur immer avart.

Wahre dir doch deine Eigenart,

Bist ia ein Kerl aus besonderem Holz,

Michel sei stolz.

Laß doch den ausländischen Firlefanz,

Two-step und Cakewalk und Tangotanz,

Five o clock tea, Michel, ich schimipf,

Pseis auf denKlock Thee" undsauf um fünf".

Kommt mal ein Engländer nach hier.

Der spricht nicht deutsch, der spricht englisch mtt dir.

Du von speak englich? so fragt er.

Dann spätst du englisch grad wie er.

Wie er sich räuspert, und wie er spookt,

Hast du ihm glücklich abgegockt,

Michel, sei stolz, Michel, sei stolz!

Komm'» wir mal ins Ausland rein,

Reden sie unsere Sprache? Nein!

Doch wenn sie kommen, verlang'» sie's von uns

Und wir sind dämkick genug und tun'S.

Tie sagen:Wir wollen nicht, aber ihr sollt's".

Michel, sei stolz!

Kommt ein Franzose, der lacht uns aus,

Ter sühlt in Deutschland sich wie zu Haus',

Jeder Flickschneider nennt sichTailleur",

Jeder Bartkratzcr istCoiffeur",

. 'n Mann im Full dreß, trägt 'üCutaway",

'ne Frau trägt des Morgens 'ne Matinee,

Sie hat Kombination, Juvons, Wattons,

Eau de Cologne, und Parfüm, Flacons,

'ne Mutter von heule, 'n Kind hat die nie.

Die hat immer 'nBaby"Made Germany".

Michel, sei stolz, Michel, sei stolz.

Wirst oft beneidet, Ürnm denk' daran.

Nur, wer was kann, den beneidet man.

Hast deinen Bismarck, den Zeppelin,

Deine Armeen, deine Industries,

Wenn du nur nullst, schießen alle Koboltz,

Michel, sei stolz!

Schaust immer nack, wie's im Ausland Brauch,

Und wie die's machen, so machst du's auch.

Weilst gern im Ausland lvo's schöner ist.

Sagst dort nickt gern, woher du bist.

Bist über'n Teich du 4 Wochen da.

Sagst du:Bei uns in Amerika".

Achtung vor'm Fremden, wenn der spricht,

Tenn er verleugne! die Heimat nicht.

Wie kommt's, daß du irur so schnell vergißt.

Schämst dich wohl, daß du cin Tcutscher bist? _ ___

Michel, sei stolz, Michel sei stolz,

's ist zwar nicht alles vollkommen hier. Doch wie wo anders, ist's auch bei dir.

Achte das Fremde, wirs's nicht hinaus, Llber bleib selber der Herr im Haus, Bist doch ein Kerl ans besonderem .Holz, Michel, sei st olz!_

Gkngesandt.

(Für Form Und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 14. August. Dian konnte auch in den letzten Tagen noch in unseren Wäldern Arbeiter sehen, die wie im liessten Frieden das Gras neben an den Wegen enlseriiten. Gäbe cs jetzt nicht für die Leute dringender«; zu tun? Könnte nicht die Forsiverwaltung sie zur Erntearbeit. wenn auch nur tageweise, zur Verfügung stellen? _ m.

Märkte.

Gieße». 15. Aua Marktbericht. Aut denr heutigen Wochemnarkte kostete: Butter das Psiuid 1,001,15 Mk.: Hühner­eier 1 Stück 910 Pia-, 2 Stück 00 Psq.; Enteneier 1 St. 10 Pta., 2 St. 00 Pig,; Gänsccier 1 St. 0-0 Pig,, 2 St. 00 Pig.; Käse das Stück 1012 Big, Käsemalte 2 Stück 56 Psg.; Tauben das Paar 1,001,40 Mk., Hühner das Stück 1,503,00 Mk., Hahnen das Stück 1,50 3,00 Mk,, Enten das Stück 3,004,00 Mk., Gäus« das P!d. 0060 Pig,: WelschesSMk.: Ochienfleiich dasPid. 6696 Pig,, Rindfleisch das Psiuid 90 94 Psg., Kuhfleisch 80 Psg,, Schweine­fleisch das Pinnd 70-8696 Psg,, Kalbfleisch das Vidi 84-8« Pig.. Hammelfleisch 1 Pid, 7095V!/ Kartöffeln lneue) 100Kg. 9,00 bis 12,00 Mk.: Weißkraut das Stück 1020 Pig.: Zwiebeln der Ztr. 15,0020,00 Mt.: Milch das Liier 22 Psg.: Aepiel der Zentner 1020 Alk.: Birnen das Piund 1020 Pig., Nüsse 100 Stück 50 Pig,, Gurken 100 Stück 2,503,50 Mk,, Bohnen 1 Psund 15 bis 20 Pig,, Erbsen I Pfd. 1018 Psg. Marktzeit von 7 bis 1 Uhr.

fc. Wiesbaden, 14. Aug. Viebuiark t. Aui dem heutigen Viehmarlt ivaren auigetrieben 97 Rinder (Ochsen 25, Bullen 19, Kühe 53), Kälber 147, Schale 29, Schweine 182. Geschält mittelmäßig. _

Nirchlrche Nachrichten.

Evangelischer Sotterdienst.

Kirchberg: Sonntag, den 16, August, vormittags ILIOlIhr.

Dekan G u b m a n n. Mainzlar: Sonntag, den 16. Anglist, nachmittags/.t Uhr.

Dekan Gußmann.

Wettcraussichten in Hessen am Sonntag, den 16, Aug. 1914: Unbeständig, meist trüb und wolkig, strichweise Regensälle, mäßig warm.

Letzte Tlachrichten.

Großherzog Ernst Ludwig zieht ins Feld.

(rm) Darmstadt, 15.Aug. Der Großherzog hat sich heute vormittag I l Uhr in Begleitung seiner drei Ad­jutanten und eines kleinen Gefolges mit der Bahn zu den Truppen ins Feld begeben. Die Verabschiedung von der Großherzoglichen Familie war außerordentlich herzlich. Wäh­rend der Abwesenheit des Großhcrzogs wird Großhcrzo- gin Eleonore die Regentschaft führen. Eine dies­bezügliche Bekanntmachung der Staatsrcgierung dürfte heute in der amtlichen Darmstädtcr Zeitung veröffentlicht werden.

Gefangene Franzosen, rm. Darmstadt, 15, August, Etwa 250300 ge­fangene Franzosen sind heute früh 5 Uhr ans dem' hiesigen Bahnhof eingetroffen und nach dem Truppen­übungsplatz bei Griesheim transportiert worden, lvo sie in den dortigen Baracken nntergebracht worden sind.

Verantwortlich für den gesamten redaktionellen Teil: Aug, Goetz.

Tie Deutsche Matte-Industrie stellte dem Kriegs- minifterium Matte-Crtrakt gebrauchssertig in Büchsen, ausreichend für 100 000 Tassen Tee, als Kriegsspende zur Verfügung, Matte ist brasilianischer Tee, Besondere Eigenschaften: anregend, nicht aufregend, außerordentlich erfrischend, Matte stillt Durst in her­vorragender Weise und hält Hungergesühl nieder, Urteile von Mili­tärärzten und Heersührern liegen vor, c Vj /g

Bekannt»!,tchuirg.

Mit Bezugnahme aus den Aufrus des Landsturms warne ich die u n a u s g e b i l d e t e ii Landsturnipilichtigeil, voreilig ihre Stel­lung oder ihren Beruf auszugeben. Alle Arbeitgeber ersuche ich dringend, diesen Leuten wegen Verbleibens in ihren Stellungen oder beim Suchen neuer Stellungen keine unnötigen Schwierig­keiten zu machen, weil diese Leute, die sich nach Ziffer 5 c des Ab­rufes zunächst nur zur Stammrolle zu melden üatAi, voraussichtlich nicht oder nur zu einem ganz geringen Teil zur Aushebung kommen werde». Ziiser I des Landsturmausrutes be­sagt ja auch bereits ausdrücklich, daß zunächst nur militärisch a ns- gebildete Landsturmpflichtige zur Einstellung kommen werden: auch von diesen wird voraussichtlich zunächst nur ein geringer Teil zur Einstellung gelangen,

Frankfurt a, M den l 4, August 1914,

Der koniinandiereilde General,

Freiherr von Galt, General der Jnsanterie,

~ Bekanntmachung.

Die Möglichkeit ist nickt ausgeschlossen, daß in den Bür- gerguarlieren, in denen die einberuseiien Landwehrinänn- schaften einguartiert waren, versehentlich Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke oder andere der Aülitärverwaltung ge­hörigen Gegenstände liegen geblieben sind.

Es ivird ersucht, diese Stücke zu sammeln und alsbald an die Hauptwache der neuen Kaserne abgeben oder die nähere Adresse zur Abholung mitteilen zu wollen.

Vor anderweitiger Veräußerung wird dringend gewarnt. Gießen, den 15. August 1914.

Ersatz-Bataillon des Infanterie-RegimentsKaiser Wilhelm" Nr. 116.

F r h r, Schilling.

Bekanntmachung.

B e t r,: Pserdeanshebung,

Tie Zahlung der Entschädigungen für die im Kreise Gießen ausgehobenen Mobilmachungspserdc und Fahrzeuge sindet vom 17, d, Mts, ab, mit Ausnahme des 19, August, bei der Großd. Bezirkskasse Gießen II. Alicestraßc Nr, ll, hier statt, Tie Großh. Bürgermeistereien wollen dies alsbald ortsüblich ver­öffentlichen,

Gießen, den 14, August 1944,

Großhcrzogliches Kreisamt Gießen..

Or, ll s i n g c r.