»iert ttwröen sei, ob «S England beruhigen würde, wenn die »et- gische Integrität nach dem Kriege wieder berge» stellt würde. Er habe erwidert, baß England seine Interessen
und Rerpilichtunqcn nicht verschachern könne Beifall).
Eren verlas sodann ein Telegramm des Königs der Belgier an König Georg, daS den äußersten Avvell an die englisch" Intervention zum Schutze der UnabNängiqkeit Belgiens enthielt. Grey sagte, diese Intervention habe in o.r letzten Loche slarlgeiunden. Wenn dieUnabhängigkeitBclgicnsoerlorenginge. so würde auch die Unabhängigkeit Hollands verloren gehen Tas Parlament sollte erwägen, was iür bt: britischen Interessen aui dem Zviele stände Wenn man in einer solchen Krisis weglauien wollte von seinen Berpilichtungen. seiner Ehre und seinen Interessen betreiis Betgiens, jo jwciilc er, ob, was auch immer an materieller Kraik England am Ende haben möge, dies großen Wert haben würde angesichts de; Maßes der Achtung, das England verloren haben würde. Er glaube nicht, daß eine Großmacht, gleichviel, ob sie am Kriege teilnehme oder nicht, am End« des Krieges in der Lage sein werde, seine materielle Stärke auS- zudehnrn.
Wenn wir mit unserer mächtigen Flotte. die unseren Handel, unsere Küsten und unsere Interessen schüren kann, an dem Kriege teilnehmen, werden wir nur wenig mehr »u leiden haben, a ls wenn wir uns vassiv verhalten Ich türchtc, wir werden in diesem Krieg iürchterlich zu leiden haben, gleichviel ob wir daran teilnehmen oder nicht Ter Außenhandel pird aulhören. Am Ende des Krieges werden wir, selbst wenn wir nicht daran «eilnedmen, sicherlich nicht in der materiellen Lage sein, unsere Mache entscheidend zu gebrauchen, um ungeschehen zu machen, war im Lause des Kriege» geschehen ist. nämlich die Bereinigung ganz Westeuropa« uns gegenüber unter einer einzigen Macht zu verhindern, wenn dies das Ergebnis des Krieges sein sollte
Man sollte nicht glauben, daß. wenn eine Großmacht sich in einem solchen Kri-ge vaü'io verhielt, iie am Schluß in der Lage sein würde, ihre Interessen durchzusetzen Er lei nicht ganz über die Tatsachen betresss Belgiens unterrichtet, aber wenn iie sich erwies- > wie sie der Regierung gegenwärtig mitaeteili würden, so sei dir -rvllichtung llir England vorhanden, sein äußerstes zu tun, um Folgen zu verhindern, die jene Tatsachen herbeisübren würden, wenn kein Widerstand statlsinde.
Grey schloß: Wir sind bisher keineBervflichtungüber die Entsendung einer Ervedilionskorvs außer Lander eingegangen. Wir haben die Flotte mobilisiert und die Armee ist im Begriffe zu mobilisieren. Ich glaube, daß. wenn dar Land sich vergegenwärtigt, wo« aus dem Sviele steht, e« die Regierung mit Entschlossenheit und Ausdauer unterstützen wird.
Bonar Law und Redmond versichern die Regierung ihrer Unterstützung. Ramsen Macdonald sagte, England hätte neutral bleiben sollen. Ta« Hau- vcrtagie sich daraus bi« 7 Uhr.
Nachdem das Unterbau- am Abend wieder zuiammengetreten war, sagte Greg, er wolle d-m Hause eine Mitteilung machen, die er inzwilchen erhallen habe. Die belailch« Gdandtschast in London erhielt eine Nachricht, daß Deutschland gestern obend 7 Uhr Belgien eine Not« gesandt bade, die Belgien eine freundliche Neutralität mit ireiem Durchmarsch deutscher Truvven durch belgische- Getnek vorschlug und di« Erkaltung der Unabdänqigkelt Belgien- bei dem Frieden-schluß verlvrach Belgien erwiderte, bis ein Angriss aus lerne N-n - tralitäl eine Verletzung des Völkerrecht« sein würde. Die Annahme de« deutschen Borichloge« bedeute das C ofcr der Ehre. Belgien sei enilchlolsen, seiner Psticht bewußt, einem Angriff mit allen möglichen Mitteln zu begegnen. Wirt) fügte hinzu, die Regierung ziehe dr, empfangene Iinormation in ernstliche Er- Wägung. Er mache keine weiter« Benrcrkung.
An» Stadt und Landl»
Gießen, 6. August 1914.
IflTWfiirn Bettag Zeine Königliche Hoheit rzog haben angeorbnet. daß am nächsten Sonntag, «st. in allen evangelischen Pfarreien des Großhrrzoq- allgemeiner Bet lag staltstadet Be, denrsrlben Kollekte für die Zwecke de« Roten Kreuzes er- «n.
inanzielle Bervilichlunaen müssen i st we l b t n. E» ist in der Bevölkernng die Aus krtreten. daß Wechsel oder andere sälligc 'i : "i i'ilM) legen de> jtrieaszustand, > nickt mehr zu erfüllen man l>al die Beobachtung gemacht, dast die Er- »ieser Berpslichtungen auch dann versagt wurde, sch die nötigen Gelder im Besitze der detresienden k>en Diese Auffassung ist durchaus irrig. Wechsel- und re fällige Berpslichtungen müssen unbedingt erfüllt lverden und es liegt im Interesse des Publikums, um Kosten und Pfändung zu vermeiden, dieser Pflicht nachzukommen. Die im Frieden in dieser Beziehung gültigen Gesetze und Borfchristen sind auch jetzt noch in voller Kraft.
"Das Muse»», amBrnndplatz und das Bölker- niilse um sind bis auf weiteres geschlossen.
•• Ein Gießener Freiwilliger bei seiner Ab. reise an» London. Herr I. I. Sauer sin der Firma Wollcnsel« fr Sauer) übermittelt uni folgende» Stimmung», dild:
Mein 8oh», der in London in Tlelluna, am Sonntag alenb dielen Plag verlies!, um al» Freiwilliger in das Heer einziitreie», derickitet mir von einer imvolanlen, von zirka WO 000 Personen beluchlen, tut Endeoark in London adgehaltenen Perlammlung, in der «Inmiilig gegcn de» Krieg vroteniert und die nnbedingl« Ae», tralilät E»alg»d4 getordert wurde.
Er erzählt mir weiter: .Au« die umlaulenden Gerüchte »der die Plabiliüermiq Demschland« begab ich »>lch an, Eninst ig abend ,»m denIIche» Konsul. der sedoch erklär««, das, >d», noch nicht« dekann« lei. da er aniche»>e»d oo stich von Deutschland vollständig abgetchlvsten lei Erst de, eine»-, w cderbolleu Besuch am ko» lau nachmittag ivnrde uns die vinzlelt« P.'iNellung der Plodllniachung bekannt gegeben. iva« von meinen Freunde» und >nir ,«n> Er- slaunen der rngltsche» Slrastenvassanleu mit eine», donnernden Hurra begrüßt wurde, kchnell ivnr'e nun gevackt und der Aden» sah »ns bereits a»i der Bciorlastatioitz »in „ach Denllch!an"> abzureisen. Zirka 1000 Denk che möge» da zur Heimreise zusainnirn- gkko»»nen sei», und als dann, eben'alls zur Abrrii« aer»"et ein« größere Anzahl Franzosen mit einer Fahne aut dem Badnhol an- kaincn und bi« Pt a r j e i l I n t i e an stimmten, da anl- >v orteten ans Hunderten kräsligen Kehlen di« »Wacht am :1l,(in' » nd .Deutschland, Deutschland »der alle t'. Die Polizei, die im übrige» sebr nachsichtig war, beschränkte sich daraus, uns und den Franiole» da» Berlaflen der Bahnsteige, aut welche» die beiden Extra;»?« standen, zu verbieten, und das war gut so, lonst wäre wohl die erste Schlacht ln dielki» Kriege zioische» Dentschrn und Franzoien ans der Bictoria- station in London geschlagen worden/
" Bekanntmachungen lesen! In einer Au-nahme- zeit wie der jetzigen, ist es lür sed-rmann nicht nur rällick. sondern Psticht. die von der Mtirar- und Zrvrtbedörde erlaüenen Bekanntmachungen in den Zeitungen zu leien, da s,e meist Angaben von großer Wudtlgkert enthalten, wie icder euzzetne >,ch zum Wohlc der BaicrlandeS und zu seinem eigenen Nutzen rer- balten soll
** Krankenlür sorge l u r die Angehörigen der Einberufenen Das Großh. Staat-Ministerium macht daraus aufmerksam, daß die »um Heere einberuienen Krankenkas'en-Mi: glieder ihren Angcdorigen in Fallen der Krankheit bei Kaisen mit Familienunterstützung die gesetzliche Familiendille dadurch sichern können, daß sie da« Veriickerutuwoerdälrias de, ihrer
Krankenkasse freiwillig fort setzen. Für die vom Hessischen Staate beschönigten Versicherten werden in Fällen dreier Art die
gesamten Beriichcrungsbeilräge auch die der Versickerten) ans die Staatskasse übernommen.
**L>ilfebeiderEinbringungderErnke! Es
wird nochmals auf die verschiedenen Aufrufe zur Beteiligung an der Einbringung der in Aussicht stedenden reichen Ernte hingewiesen und dringend gebeten, olle freien Kräfte
zur Verfügung zu stellen. Tie Zentrale befindet fick in.der städtischen Ärbeltsnachweisstelle am Asterweg Tiefbau amt Emorderltch sind auch Herren, die nötigenfalls unsere Jugend zur Arbeitsstelle geleiten und dort beaufsichtigen. Auch zur Entgegennahme der Meldungen und Verteilung der Arbeitswilligen find noch Mitarbeiter erwünscht.
Starkenburg und diheinhessen.
rm Darmstadt, 5. Aug. Tie große Begeisterung in allen BeoölkerungSichchlen kommt immer mehr zum Ausbruch. Außer den Kriegeroeremen rusen alle höheren Schulen ihre Schüler zur Beihilfe an den Erni-arbriten auf. ebenso die Studenlenschast. — Der Apothekerverein sucht junge Apotheker als Ersatz für die ringezogenen Prinzipale und Gehilfen. — Unter dem Protektorat der Groß Herzog in hat sich die Frauen Hilfe im Krieg I9'.4 der Tarmftädter Frouenvereine gebildet, welch« Frauen und Mädchen, deren Angehörige und Ernährer im Felde sind, Arbeiten oller Art vermittelt. — An der heute obgehaltenen Notprüfung für daS höhere Justiz» und VerwaltungS» fach, die au» Anlaß des Krieges unter dein Vorsitz de» GrneralstaatSanwalteS slottiand, hatten sich 2S Reserendare a»4 den verschiedensten hessischen LandeSteilen beteiligt. Wie >v»r hören, haben alte bestanden; die Prüfung war nur mündlich.
Rn die Zweigstell-I-Inhaber des Gießens Anzeigers
»Nit den z.,hlreiche4 Neubestellungen laufen auck fortgesetzt Aufordkrungen über die Na>«ilicferung bereits erschienener Numineru des ttziestener Anzeigers bei uns ein. Tiefen (Ersuchen können »vir nicht mehr uachkontmcn, weil die Nummern der letzten vierzehn Tage vollständig vergriffen sind.
Ter eingestellte (Güterverkehr und die dadurch nnterbnndeuc Papierzusuhr bedingen anstcrdeni den Fortsall voll Probe» nummern, der (tsicstencr Anzeiger darf also zur Zeit nnr denjenigen Beziehern zugestellt »ocrdcn, welche die Zeitung fest bestellt und die BczugSgebnhrcn für den Monat August entrichtet haben.
Verlag des Gicgener Anzeigers.
Bekanntmachung
btlrefiend Beichränkungen de« Postverkehrs im Inland«
Iniolge Erklärung des Kriegszustandes werde« von ie»t ab bi« au> weilcres verschlossene Privatsen- düngen verschlossene Brielc und Pakete) zur Postbeiördcrung nicht mehr angenommen:
1. nach Elsaß-Lothringen,
2. nach den zum Rcgicrungsbezirk Trier gehörigen Kreisen 5t. Wendel, Lliweiler, Saarbrücken «Stadt», Saarbrücken >Land>, Saarlouir, Merzig und Saarburg Bezirk Trier).
3. nach Orten im Fürstentum Birkenseld,
I nach den zum BviebiSbercichc der Festungen Straßburg Elsaß« und Neubrei »ach gehörigen badischen Poftorle«. das sind
a) im Bereich der Festung Straßburg lnc Orte: Altenheim. Avvrnweter, Aurndeim -Ami iketst. Bover-werer. Tier»« beim. Dundenheim, Ichenheim, Kehl. Kork. Legelshurst. Leute»- de,m. Ltchienau -Baden. Linz. Marlen. Meißende'm Baven, Mcmprechirdoien ,1ml Ked0, Neusrersteil Amt Kehl. Rheintn- ichoisbeim. Scherzbe-m Ami Kedl. Schutterwald. Sunddeim Baden , Urloiien, Waqshurst, Willstitt Amt Kehl Windichläa.
d im Bereich de- Fe>'ung '?! e u b rei sa ch ki« One: LIckKar:en Brciiach. Burkbrim, Gottenheim. Iechtmgen, Idnnge». König, »chaiidauien Kaiieniuhl. Krozingen. Mengen Baden. Merdingen Boden. Munzingen. Oberdergen «Ka,lerstuhl>. Oderrimlingen. Odrrroiweil. Oviinaen. Sasbach Kaiicrstuhl), Schalliiadt.
6. nach der Rbeinvlalz
Die durch die Bneikaüen ausgelieserten. sowie die de, Ber- öisentlichung dieser Bekanntmachung bereit» in der Beiörderung beqrislrnen venckilossenrn privaten Brienendungen und Prioatva- keie nach den vorbeunchneren Gebietsteilen unb Orten werden den Adiendern zuriickgegeben, oder, wenn diese nicht bekannt lind, nach den Vorfchri'len kür unbestellbare Sendungen behandelt werden.
Berlin. den^3l. Juli 1914
Ter Slaatsiekretär de- Reiibroostamls »raetke
Der Landsturm.
E« herrschen noch vielfach Unklarheiten darüber, wer als An- gedönger de« Land'mrm» ernderulen ist und wer n,ch: Nach dem Auirui de« kommandierenden itzeneralS de« 18 Armeekorv- ,st von dem Landsturm vorläufig anigeruien worden: der Landsturm I Aulgebot« außer den Miirt-rpilük- trgen und den noch nicht müikorpstichnaen Mannichasten.
die militärisch auSgedildrte« Mannschaften des 2 AuigedotS.
Alle die voniedend genannten Perionen >,ild zum Landsturm auigtrulen. womit keine-ialls gesagt ist. daß alle die Genannten nun auch einrückcn müssen
Ter Landsturm bestem aus allen Wedipiltchkraen vom ras!» endeien 17 bis »um voll endeten lü Lehen;,abre. tste weder dem Heere, noch oer Manne und deren Beurlaubienstonde angchören. Er imrd nnqer.nlt in:
das l. Aufgebot: »u dreicm geboren die Landsturmpileck^ naen b,> >um !'I März de« Küi-ndertcdreS. in dem iierbr39 Le- bensiadr ootle7td»^M>MM^ alle mst-riD-ch nicht auSgebildet:
" ......
a' i bau» dem Landstnrnr des 1. X».
h olle Herionen, die ihre Diauwslickk in der . -S^nid
Serwehr 2. Auigrchots abgeleistel haben. -
Die unter b Gcwmrrtcn fidlen den inilitürihü ausscbü- deren Landirirrm dar.
Eingezogen werden zunächst nur m ilitä rrf-chans- gebildete Leute, also, von dem Landsturm 2. Arqgebols bioß dle:enrgen. die gedrenr daben Bon dieien werdem wwrt cingeroaen nur soviel Leute, al- iür den »um s-chu tz-' uird zur Ueberwachung des Bcrkedrs innerdalb des norvsbe-i k' st ><xstch:eren B«rvachilng:-?ienst erü'rderlich iind. Dhefe Leute worden nac!' Möglichkeit in der Nähe ihre:- Heiwawrtrs Berrvenvung iindrn: iie können wädrend der ersten 14 Tage
voraussichtlich mehrere Male in ihre Heimat beurlaubt werden.
Vom 15. /'kobilmoaiungStagr ab können eiugezogeu :ocrde» noch >o viele Leute, als zur Aunielkung der Landsturnr- kormalionen erforderlich find.
Die Einberuntnqen für den Landftünu.
Die militärisch ausgebildetcn Landsturm- leut«. die ioiort sür den Bewochungsdienst crforderkich sind, werden durch i'sestdlungÄiefcble nuderußen.
Die milträrifch audgebikdeten Landsturmleutr. die für die L o ndstu rm for ma t ionen ersorderliö sind, w erden durch öfsentlicheBekanntmachuna des Be-rrkskommarrdos ohne Mitwirkung der Erjatzdcüörden unnritteldar Mm aktiven Dienst einberarlen
Tie militärisch nicht a u s gebikd-et e n Landstu r m v kl icht igen sind vor der Einberufung zum aktiven Dienst der Musterung und Ansbebung unterworfen.
In Betracht kommen zunächst nur die Pflichngen des 1. Auigebois mi: Ausnadmc Vt Militärreludtigen und der noch nickt Militärrultchkigen. die sich in der Zeit vom 8. bi« einsckl. 12 Mobilmachungstage unter Vorzeigung etwaiger Militäroopiere bei der Orksbedör»- ihres Au-eiuhekrsocles zur Landsturmrolle anzumelden haben.
Bckannkmachunq.
Der Betrieb des Ehemischen llnrersuchzutg-sarnt«- der Provinz Oderhessen bleibt bi» auf weiieoes unverändert de- stehen
Gießen, den 5. Arntufk 1914
Großh Proviwzialdirektion Oberdessen:
Dr. Ufit» g«r.
Bekanntmachung.
Außer den ausgebildeten LandsNirmpslichNgen der Jahresklafien 18si5 bis 1890, ivelche sich am 16. Mobil- machungslag, vormittags 8 Uhr, in der Zeu^hauskaserne in Gießen zu gestellen daben, haben sich zu dieser Zeit auch diejenigen Mannschaften zu melden, die >üngeren Jadres- klassen angehörcn, aber bereits das 39. Lebensjahr üder- schritlen haben.
4. Mobilinachungstag, 5. August 191^.
Bezirkskommando Gießen
Sn den Oberdürgermeitter der Stadt Gießen und an die Großh. Pürgermeiftereien der Landgemeinden
des Kreiles.
Die von'tehende Bekannlmaamng ist s o f o r t ortsüblich bekannt zu geben.
Gießen, den 6 August 1914.
Großh .Kreisamt <ließen , Dr. U s i n g e r.
Bekanntmachung.
Ich mache darauf aufmerlsam, daß alle Geschalte, welche die Annahme von Papiergeld verweigern oder Wucherpreife für Leben-mittel nehmen, rückstchi-lo» geschlossen werde«.
Die Festsetzung von Höchstpreisen für die wich, tigeren Leben-mittel behalte ich mir nötigenkall» vor.
Frankfurt a. M , den 4. Bngust 1914.
Ter kommandierende Wciterol.
An die (Hrosjhcrzogl. Viirqcrmcistereicn der Landgemeinden des 5irciscö Kieffen.
Sic wollen der vorstehenden Bekanntmachung weiteste Verbreitung dnrch or«»nbl>che Bekanntmachung und Anschlag an allen erforderlich erscheincuden Stellen verschaffen.
Gießen, den 6. August 1914.
Großhcrzogl. Mrci«amt Gießen.
Dr. Usinger.
Bekanntmachung.
Bctr: Feldderrznigung m der >>temorkllng K>e>cck. Kr Gießen.
Bon 224 beteiligten Grnndeigenlumcrn. wetcki« zusammen 413,0037 ha Fläche besitzen, ist „nterickri'itich tne vinl-ttung des Feldbereinigungsver'abrcns und die Anlage von Wegen in den Obschaumstücken »ee Gemarkung W > e i e ck beantragt worden Da an dem Unternehmen im ganzen 1035 Grundeiqentümer mit «•>2,1821 h> Fiäcde betriligl und. »egt die sü- da standekommen de« Unt-rnehm-nS e-iorderlickr Mehrheit
von mehr ime -in Fnuneil der beteiligten Genndeigenrümrc. welche mehr als die Halste der beteilig,^» Fläche be-äMn. vor Der Antrag mit de» Znsttmmungserllärunqen nebst Erg-kmis und Zusammenstellung lieg: Werktag» vom 5 Sag,,» d,s eu>- >chl,eßlich >2. August lstl l aui der Großh ».irgermeisterei Wided zur Einsicht ollen.
Einwendungen gegen die Zuläüigkeil oder Recht-beflandig. keit der ErqebN'Ees >>nd noch Artikel II d-« Feldbereintanng-. geietze« bet Meidunq 'väk-rer Nichkbenick>>chl»tui>q binnen It lagen, von der Veiö'ienrlichuni in, Kreisblat« an g^echnet. mittelst «christlicher Beichinerde bei Großh Ministerium des Innern. Abteiinna iur LandwiNickia'l, Hanxl und Gewerbe. >n Darmstadl geltend »u machen.
Fried der», den 2« Juli INI 1
Der Grotzherzoaliche Feldbeteinigungskommilltr: Schnittivakn. Krei-amimann
ttnegskinderkort.
Alle Mutter, die ihre zurzeit undeau»linii.gten Kinder tw Alter von 3 bi- ll Jahren dem
Krieg-kinderhort anvertrauen wollen, aui deiien Gründung wir kürzlich dinwiden. wolle» iolitK »or erstmaligen Ziii'ammeitknnit und daran an- ichlicßendem Soazirrqang am
Som-tog. den « August, nachm 3 Uhr in deu Vorgarten de? Gericht->wbä„d-s in der Oft-Anjaoc ichickcn.
Die Kinder, die nicht gerwtzt. aber ruber kemmen mögen, sollen nach dem Grade ihrer Entwicklung deichostigt werden. Be- ionders imd un« Kmder willkommen, deren Väter im Felde steben werden ist weiter «rwüniün. daß Neinere Kinder et»«, Zenel mirbrrngen. aui dem chr Bor» und Zuname lowie di« Dodnuna anaegeben ist
Tie Zuiarnmenkunir imdet auch b:> icklechtem Keller statt, da dem Krieg-kinderdor« geeignete Raume zur Vrriugung stehen.
Lecker können wir krank: Kuchcr wegen oer Ämreckmio-geßchr n«b< aufnehmen. ^ .Krieg-kinderhort.


