unsere Händler immer noch Möglichkeiten finden werde», das noct) Notwendige an fremden (Getreide ins Land zu bringen. Auf jeden Fall steht Deutschland heute bei Beginn ves Erniejahres, bezüglich seiner Versorgung auf eigenen Füßen, eS handelt sich nur darum, daß die Inlandsernte erst mobil wird.
Tie Aufuhr von iiartoffcln.
Es wird uns geschrieben: Da die deutsche Ernte in Kartoffeln in diesem Jahre eine gute ist und wir intolgc- , dessen der Einfuhr aus andern Ländern nicht bedürfen, so hat der Deutsche Kartoffelgroßhändler-Verband sSitz Düsseldorfs den zuständigen Stellen vorge- fichlagen, für die Beförderung von Kartoffeln aus dem Norden unseres Vaterlandes «Hannover, Sachsen usw.) nach den ivestlichen Industriegebieten in zweckentsprechender Weise Sorge zu tragen. Tic in Betracht kommcn- dcn Handelskammern sind ersucht worden, auch ihrerseits entsprechende Schritte einzuleiten. Ter Deutsche Kartoffct- grojjhändlcr-Vcrband versichert, cs sei ganz ausgeschlossen, daß bei einer, wenn nur einigermaßen günstigen Beförderung von Kartoffeln, die übrigens einfach zu bewerkstelligen sei, dieses wichtige Lolksnahrungsinittel den Verbrauchern verteuert würde.
Vermittlung von Arbeikskräskcn für die Eruteurbeiten.
Bon der Landwirtschattsknmmer für das Großherzog- tum Hessen wird uns geschrieben:
Bei der Landwirtscstaflskammer stellen sich schon jetzt Arbeilskräsle für Erniearbeilcn usw. zur Verfügung. Wir sind bereit, die Vermittelung von Angebot und Bedarf zu übernehmen. Landwirte, welche von diesem Anerbieten Ge brauch machen wollen, werden gebeten, ihre Ansprüche hier anzumelden. Es ist hierbei anzugcben: V
1. Art, Beginn und Dauer der Beschäftigung,
2. Zahl der Arbeitskräfte, ob männlich oder weiblich,
3. Vergütung für die Arbeitsleistung pro Tag außer zu gewährender Naturalverpslcgung.
4. Besondere Wünsck>e.
An Deutschlands Franc»!
Aus unserem Leserkreis geht uns von einer Frau-der folgend« Aufruf zu:
Deutsche Frauen, deutsche Mädchen! Ernst wie nie zuvor rusl euch heute die Pflicht. Nun der Krieg, der surcknbare Weltkrieg entbrennt, beweist mit T a t e n euer Wesen, nicht durch Weinen und Wehklagen vergeudet die kostbare Minute! 'Jhui, da cs heißt: Sein oder Nicht- sein, müßt ihr stark »verdcn, ihr Frauen. Eisern sollt ihr sei» in euerin Willen, treu in eurem Handeln! — Unsere Männer müssen wir dahingcben, unsere Väter, Brüder, aber >vir wollen nicht hinter dem Marine zurückstehen. Zeigt nnn ihr Frauen, die ihr gleiche Rechte wollt, daß ihr stark genug seid, um euch solcher Rechte würdig zu erweisen. Nun lsk cs an der Zeit, durch Taten zu beweisen, was Worte
solange nicht erreichten. Unsere Männer treten dort draußen
auf dem Schlachtfelde ein für Baterland, Ehre und für unsere Kinder, laßt uns nun j<Le in ihrer Weise wiederum eintreten für sie. Wie wir das lönfien? Frauen Und Mädchen von heute, könnt ihr fragen? TutVure Augen auf, so werdet ihr sehen, wohin ihr gestört, ict> der Platz ist, an dem ihr zu stehen habt. — Nrchr jede kann die Verwundeten pflegen, das ist auch nicht nur mit diesen Dorten unter „P s l i ch t" gemeint. Aber wir können das forlführen — so gut als möglich —, was bisher unsere Männer getan. Die Dinge der„Notwendigkcit" laßt uns niit klaren Augen sehen und ftc dann angreisen mit aller Kraft, init allem guten „Wollen", dessen wir fähig sind. Jede an ihrem Platze, jede nach bestem Vermögen.
Schwestern, laßt nid* den Rus an euerin Lhr und Herz vorübcrhallen: Wir. du und ich müssen hclfcu, müssen um Pflicht, Ehre. Vaterland, '-landen und Liede mitten an nn ferm Posten stehen als: Ein guter Mensch für eine große gute Sache. —
Die dcutsckie Frau l><it stets Mul inid Treue dem Vaterland in schlveren Nliegszeiten bewiesen, mögen auch wir Frauen und Mädchen von heute den alten :>tustni cnvertien.
J.v. I.
Von anderer Seite bittet man uns um Abdruck folgender Mahnung:
In frühen Zeiten haben e» sich die deutschen Frauen angelegen sein lassen, in ihrer äußeren Erscheinung zum
Ausdruck zu bringen, daß sie den Ernst der Zeit begriffen haben und fick) danach kleiden. Es ist nicht unbedingt nötig, in tiefer Trauerklcidung sich aui der Straße zu bewegen, aber eine angemessenere Kleidung, als sie vielfach noch getragen wird, wäre sehr am Platze. Alle, die noch in hell farbigen oder ans Exzentrische grenzenden Erwandern und Hüten sich beivegeii, sollten dies unterlassen. Mler Mode- sirlesanz wirrt abstoßend und entspriäst »ichi dem Sinne, den eine echte deutsche Frau und Jrmgfrau in Zeiten, in denen die Mütter hunderttausender deutscher Krieger ihre Söhne, zahlreiche Frauen ihre Männer ziehen lassen müssen, bewahren soll.
Fungdentschland.
Der Hessische Landesverband „Jiingdenlschland" erläßt an seine ihm angeschlossenen Vereine und deren Jugendliche nachstehenden Ausruf:
Jungdeutschland heraus!
Unsere Jugend kann noch nicht gegen den Feind ziehen. Aber das Vaterland braucht auch sie, wenn die große Stunde gekommen ist. Und freudig und tatkräftig wird unsere Jugend helfen, wo immer die Arbeitskräfte schien werden. Vor alte», wird es gelten, die Ernte heimzuholen und damit die Verpflegung für Truppen und Zivilbevölkerung zu sichern.
XIungdeutschland hat jetzt Gelegenheit, i u jXigcn, daß es nicht zum Spiel gegründet ist. Wiir brauchen Jungen und Mädchen in großer Zahl zu ernster waterländischcr Arbeit.
Ausruf au Flugzeugführer.
Diejenigen nicht dienstpflichtigen Personen, welche sich im Besitze eines Flugzeugführerzcugnisses befinden und keine vertragliche Verpflichtung mit der Heeresverwaltung für die Zeit der Mobilmachung beschlossen haben, ivcrdcn im Interesse des Vaterlandes aufgefordert, sich dem Dienste des Vaterlandes als Flugzeugführer zur Verfügung zu stellen. Meldungen zum Abschluß des Vertrages mit der Heeresverwaltung sind umgehend persönlich oder schriftlich unter Beifügung des Fluzeugführerzeugniffes >utd eventuell vorhandener Militärpapicre an die Flieger- ersayabteilung in Posen, Darmstadl und Doeberitz bei Berlin zu richten.
Die Hilfe aus den Ltadtkassc».
Wie die B. Z. meldet, beschloß der Magistrat in Charlottcnburg den Familien der ins Feld ziehenden Bürger aus der Ltadlkasse eine Unterstützung von hundert Prozent des Betrages zu zahlen, den der Staat gewährt. Die Sladtverivattnng in Frankfurt am Main bewilligte zwei Millionen, die von Aachen 500000, von Dich drei Millionen, von Köln 6 Millionen für außerordentliche Zwecke.
Ein nachahmenswertes Beispiel.
Wein heim Bade»), 3. Aug. Die Lederfabrik Frendenberg bat für die Faniilicn der ei»gezo,fenen Reservisten jede» Tag 1000 Mark zur Verfügung gestellt. 3600 Arbeiter und die Beamten der Firma haben beschlossen, die verheirateten 10, die ledigen 15 Prozent ihres Lohnes für die Familie» der eingerückten Reservisten ad- zugeben.
Lingcsandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehende» übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber /leiiieiUi Verantwortung.) <
Könnte» nicht Stadt »nb Universität einigt. fl „ m c ,»r Dcruifliinfl stellen, wo die Soldaten i» ihrer bicnflL cleu (lt mit Ihre» Verwandte» »nd Bekannten zusammen (ein rannten — ohne T r in k z w n » g 7 Tie Lokale mühten durch 'iinjcüUn in der Stadl und an den Kasernen bekannt »»geben wer^.,, $^, m
dort Getränke reräBolat werben, Io bnrkieii c* >w,ürltch i>ur nlfobolirote |cm. l'liiditon doch auch unsere Mitbürg^ ihre Ein- auarlierlcn nictt mit alkohotischcn Getränken traktleie,, A j ( - ---—--—-——
2 AHNK\Sl?i.
verhindert den Anfalz von Zahnftcin und erhält die Zahne rein und gefund!
W Große Tube iM. Kleine Tube 60 P!
Die heilige Pflicht gebietet uns Landwirten, in jeder geeigneten Weise indem uns von ruchloser Hand aufgedrungenen Kriege alles auszubieten, um unsere brave Armee mit den nötigen Lebensmitteln zu versorgen.
Es ergeht an mich soeben seitens der Proviantämter das Ersuchen, darauf einzuwirken, dah alle Berufsgenossen ihre verfügbaren Vorräte möglichst nicht an Händler (mit Ausnahme derjenigen Großkaufleute, welche sich durch Vorlage der mit ihnen abgeschlossenen Verträge alsKommissionäre der Militärverwaltung aus- weisen) verkaufen, sondern sie unmittelbar dem entsprechenden Proviantamt zuzuführen, soweit die Transportverhältnisse es irgend gestatten.
S0t>2D
Daß jeder Landwirt diesen Ausruf befolgt, halte ich für unablässige Pflicht.
Breidenbach,
Vorsitzender des Landwirtschaftskammer-Ausschusses ______für Oberhessen.
«Grd.Moraen. wenn ich mein tmar bürstete, erschrak ich über bie Menge von Haaren,
die mir ansnelen, auch waren Büriie n»d Kamm siclS voll mm Jo .Inj pq tn. P hr in,.i der-
Emvichiuna henuhie ich tank. Xiick.i-i. OriainatKi-Nn («r-llnurnnNHcr. Rach
Kranen schon blieb der 5 Iain in sauber und bcr
hat voilnniidinaniachörl. Dt. ©.* ,z lasche M. t.25, 11 i. 1.77» n. in. 2.5Ü. Im ui 7. uo k «- r» f oin • binierleslennt,-,- k.liain- .innn.Bat.SoBs.Grobarliae Wirkiinn. von Tausenden de stätiat. Echt bei 2>ug. Noll. Ernst Roll, «arl Lcibcl. Ctlo L tt-iasn SG.klildinner
ünsslsüungS'Lcse
ä 1 Mk. sind bei allen Lose- Verkäufern zu halien. Xicliunj» 12. Aniinvt. 1640 Gewinns im Wirte v.tklk.
30000
1. Hauptgewinn Hk.
10000
2. Ilanpiffenlnn Iflk.
4000
n*w. 7171
General-Vertrieb! Rleierii Geckacksr, OieSra. Daselbst 11 Lose,auchxemischt, 1‘» M. Für Liste und i’orto 91'k«. mehr. Nachnahme teuerer.
| Die Verla Kinder TH1
A-r.
crlobnng ihrer |
EKLA und
„ , . ..beehre • sich .IC» itvlii.-nst.. 0 ^ .
aiizuzemen
Frau Dr. Emmerich jreb. Zinsser Gießen GebeimsokretÄr Stein und Frau Luise jrob. Emmerich Wllchtertbaeh
Meine Verlobui,^ m j t Fräulein TIIE^jj^ _EMMERICH3 ebt , ich mich ..nzuzehten
HEINZ STEIN cand. mcd.
Wflchte.rsbach, 2. August 1UM
Ü 047 D
Todesfall.
[ DieVersicherun" tritt sofort in Kraft. Anmeldungen werden entgegengenommen und Policen tnntr« halb 24 Stunden verabfolgt.
!A. Fröhlich, Generalagent!
Nord-Anlage 31.
KartoffeSn
u.Zwiebeln
werden su iedee Zeit, auch während meiner Abweseu- ijctt abaeacben. (sMOO
^ritz Rumpf
tzszelsgms« 0 Tel. 37 S
Nene Kartoffeln ?f.**|* • ^*
nctdl».CunlitätoufO'n«. j
Lonnknsrr.a I tf
J.Wrifel
Tcievhvnstri
zene motm
welch, bie HanSarbcit grünb- ä Stück arone wie kleine j pch verstehi nnb etwas kochen
trilher 42 II.
.112 iStil- '.tOHss j kann, ver 1. Sem. ob. j
^>Fr. Schreiner Hofl.>
vier kellatt
dal
>u «trfil.cn mt ,c»r.ei«e,lt> fio- liita<r Stalilrirfr »stört h>
eigenem 1ni»rr,»e -»»«rm fiajjtti- Ul3a i»fT UMnul alltr ^n.
acn wir ünii* »erjtnden.
Bfibr. Bwl, tfätra ' '87 11 Soling
——» JUiUHItistaA»«. »—
An liniere Mitglieder!
Viochdem die erste Unsre -nnn sich aeleat.ersuch, ivir Sic demBorstanbedaSiabre- lang geschenkte Beelraueii auch seiner .tu erhalten.
Tie Broivrcile wurden bereit» am Montag trüb, nachdem Nch die Vage ciwaS geklärt, geändert und stnb solgende: 8001D
Zchwarsbrot . l>1 Psg. istcmiich! Brot . 3b „ Lveinbrot , . . üü , Tie Meblvreise:
1. Qualität . . St> Psg.
2. Q.i>aliiät . . 24 . snU per tyfanb 12 Psg.
Alle übrigen Artikel werben ,u seicherigen Preisen verkamt und nur unter »wingenbewBerhällnisken er- höhl. Ter Borstav4>
^ & rst i vn m e n
im Abonnement und auf Einzelbestell uiir.
Reparat ur-Werkstätte
ftlr Pinninoß, Fiflircl und Harmoniumn. Kepa- ratur, die einfachste wie di<^ »ch wierißT'te, wird unter Garantie 1u tecJinisch vollkoninienft« r Weuo au»- geführt. Aufpollepen von FtmioM.
Wüih.RusSoSph, Hoflieferant
Fcrn.ppechcr 389
668C
Ncllersne» 91
Derßätuerfohf de n Ifa rfafPuiz /dir UcfofrfiuMfäNadunddlwu&


