flehen geprn den Setfufi, feine Kinde »u binden und ib» schon im voraus auf einen bestimmten Kur? de? Han- delnr sestjulegen c-eme einzige Aussicht. Europa in dieser Lage zu delsrii ist, ivenn er unparteiisch als Vermittler »wi-
»7' *" ?Z\'l l l T ® eban,c d-ß!wähE-d» seine ls>e, thelt betont, er tatsächlich e,n Parlc,- 'Eden Einsluß, den er aus die Machte verhängnisvoll fmt. Me 5 ,c ' I)in Ö c rittwickeln, und was dieser Woche erheischt. Es sind zweifellos ^v dar. unter denen England kein uninteressierter * europäischen Konflikts bleiben könnte. Alle j! n ^ die Umstände zu beurteilen und 0^"-..^der wir haben Interessen und Verpslich- zu berücksichtigen, die jede Entscheidung ernstlich berühren. die wir betreffend des europäischen Konflikts tressen Ä?E"rr *"? -Sicherheit Indiens und das
''f™!! 1 Pp- übe r se eischen Dominions und B e s i tz u n- •' 1 m , u “’8' in einem solchen Augenblick zu sprechen, als ob wir unbegrenzte Streitkräne hätten, die wir vollstän- oag iur militariiche Unternehmungen in Europa bcstiinmen tonnten, ohne an die gewaltigen Interessen ander- wartS zu denken, die unserer Obhut anvertraul sind.
in Gibraltar, 3V. Juli. Die Proklamation über i t > ch t s m a h n a hm e n zur Verteidigung der Ban ist aufgehoben worden.
Eine holländische Friedensmahnung.
Amsterdam, 30. Juli. Das Blatt „Telegraf" veröffentlicht einen Artikel des früheren bevollmächtigten Ministers, welcher der niederländischen Regierung empfiehlt, bei der englischen Regierung Schritte zu unternehmen, daß diese ui friedlichem, beruhigendem Ginne bei Rußland ihren Einfluß zur Aufrechterhaltung des Friedens in Europa ausübe. Der Artikel schließt mit einem Appell an die Königin Wilhelmine, die als Vorkämvserin für den Weltfrieden bekannt sei, sie möge sich persönlich beim englischen Hofe bemühen, dieses Ziel zu erreichen.
Ein Appell des Amsterdamer Stadtrates.
Amsterdam, 30. Juli. Der Stadtrat von Amsterdam hat einstimmig einen Antrag angenommen, in dem erklärt wird, daß angesichts der drohenden internationalen Lage der Stadtrat im Namen der Menschheit einen Appell an die Regierungen und Nationen richtet, um die Menschheit vor den Grausamkeiten bei dem Ausbruch eines Krieges zu bewahren. |
Die Haltung Bulgariens.
Sofia, 30. Juli. (W. B.) Die halbamtliche „Volia" erklärt in einem inspirierten Artikel, der sich mit dem Kriege befaßt: In diesen für Serbien entscheidenden und ernsten Augenblicken hegen wir, die durch die serbische Treulosigkeit am tiefsten getroffen worden, keine Schadenfreude. Die bulgarische Regierung erklärte bereits, daß sie Neutralität bewahren werde. Dies übersteigt alles, was Serbien berechtigterweise erwarten s. ante Jndesjen muß die bulgarische Regierung sehr aufmerksam die Entwicklung der Ereignisse verfolgen. Was sich heute ereignet, bildet die dritte Phase des BallkankviegeS. ®ie moralische Verantwortung dafür fällt ganz auf Serbien, denn diese dritte Phase wäre nicht in so schrecklicher Werse jum Ausdruck gekommen, wenn Serbien sich nicht geweigert hatte, den serbisch-bulgarischen Bündnis vertrag durchzufiihren. Wie sich die Entwicklung gestalten wird und wie die Folgen sein werden, das ist noch nicht klar. Gegenwärtig ist es das Wahrscheinlichste, daß der Konflikt lokalisiert wird. Die Regierung hat die Pflicht, wachsam und bereit zu sein und die Interessen Bulgariens und ausschließlich diese Ml verteidigen.
Konferenz««.
V ari s, 30. Juli. Der Ministerpräsident und Minister des Aeußcrn Viviani hatte gestern abend um 10 Uhr eine Besprechung im Ministcriuni des Innern mit mehreren Kollegen. Darauf empfing Präsident Poincare das Kabinett.
Paris, 30. Juli. Die heutige Vormittagssrtznng de? Ministerrctts unter dem Vorsitz des Präsidenten PoincarS war vollständig der Besprechung der auswärtigen Lage gewidmet. Wogen der gegenwärtigen Umstände wurde beschlossen, täglich im ffltjfee eine Ministerberatuna abzuhalten.
Paris, 30. Juli. Der russische Botschafter Jswolskh besuchte heute vormittag den Ministerpräsidenten Viviani.
London, 30. Juli. Marineminister Churchill besuchte heute früh und heute mittag das Auswärtige Amt. Finanzminister Lloyd Georgehat dauernd Unterredungen mit dein Premierminister A s q u i t h.
Wien, 30. Juli. Die „Neue Freie Presse" erhalt aus unterrichteten Kreisen über die Konferenzen des österreichisch-ungarischen Botschafters in Petersburg mit deui russischen Minister des Aeußern folgende Mitteilung: Es ist richtig, daß Graf Szaporp mit Sasonowan den letzten Tagen Konferenzen abhielt, welche in bester Form verliefen. ES ist möglich, daß bei dieser Gelegenheit Mich die Frage zur Erörterung gelangte, daß wir keinen Eroberungskrieg mit Serbien führen" Es ist, da es sich hierbei um einen Meinungsaustausch handelte, zu keinerlei Vereinbarung gekommen. '
Aus Frankreich
Paris, 30. Juli. Es werden hier Gerüchte in Umlauf gesetzt, wonach in den Wandelgängen der Kammer mehrere Minister sich in beruhigendem Sinne ausgesprochen haben.
Paris, 30. Juli. Dem „Journal des Debets" zufolge ist gegen den Leiter des Blattes „Paris-Midi", Wal esse, wogen der von diesem Blatte verbreiteten falschen Alarmnachrichten ein Haftbefehl erlassen worden.
Der Ramps zwischen Oesterreich und Serbien.
Risch, 27. Juli. lVerspätet eingetrvffen.) Me öfter- reichisch-ungarischen Militär- und Zivilbehördcn haben am 26. Juli auf serbische Schiffe auf der Donau das Feuer er- öffnen lassen und daraus Besitz von ihnen genommen. Bier Schiffe sielen den Lesterreichern in die Hände. Ein fünftes .serbische Schiff wurde bei Orchova von einem österreichischen Flüstkanonenbvot crngrhalten. Das Kanonenboot holte die serbische Flagge nieder und ersetzte sie durch eine ungarische. Am folgenden Morgen feuerten Finanzwachen auf zwei andere serbische Schiffe, die sich sogleich.ohne Bedeckung serbischer Truppen auf der serbischen Seite auf- steMen Der Schaden ist erheblich, dagegen sind keine Ber- laste an Menschenleben zu verzeichnen. Bon österreichischer Geste wird da? Feuer auf daS Fort Amont Snwderevo an Her Donau fortgesetzt. s
Wien, 30. Juli. Wie noch Läge derDinge nicht anders zu erwarten war, beschränken sich die bisherigen Kriegs- creigniffe auf unbedeutende Plänkeleien. Wiederholt kan, eS bei Patrouilleugängrn längs der che lljer irevnenben Gtemöff« zum lAoShmsch von Kschehrschstffen,
der jedoch keine nennenswerten Verluste im Gefolge hatte. GtwaS ernsteren Charakter hatten die kleinen Gefechte, che sich an der Semliner Brücke entspannen. In der Nacht vorn Dienstag zum Mitttovch sprengten, wie schrm gemeldet, che Serben die genannte Brücke, doch war der Erfolg unzu-> rfidxmb. Me serbischen Bemühungen, d«S Zerstvrungswerk zu vollenden, wurden durch che twn den österreichischen Vorposten unterstützte Lattd- und Schiffsartillerie vereitelt. Bei Progor an der Save scheiterte der.Versuch einer irregulären scrbffchen Bande von 60 Mann, den Fluß zu überschreiten, an der Wachsamkeit der österreichischen Vorposten. Endlich gelang es chr österreichischen am Ufer gegenüber Velko Gradiste aufaestchrenen Artillerie, zlvei in Ausrüstung befindliche feindliche Dampser unter Feuer zu nehmen,und zu vernichten. i
Nisch, 30. Jüli. Einige Banken soioie öffentliche und private Gebäude, besonders die englische Gesandtschaft, sollen wahrend des Dymbardemrnts von Belgrad ge- t r o s f e n worden sein. Belgrad soll von Truppen entblößt sein. >
B erlin, 30. Juli. Die „B. Z." meldet aus Wien: Einer hier eingetrosfenen Meldung zufolge hat an der serbisch-bosnischen Grenze bei F o t s ch a ein für die österreichisch-ungarischen Truppen ersolgrcicher Kamps slattgcsun- dcn. 600 Serben sollen gelötet und 2000 gefangen worden sein. Auf österreichischer Seite sind 200 Mann gefallen.
Nisch, 30. Juli. Bei Kicznicy und Smederovo hat ein Artilleriekampf begonnen. I.
Wien, 30. Juli. Der Kaiser Und der Thronfolger sind heute mittag in Wien eingetroffen und haben sich nach Schönbrunn begeben. Me Begrüßung des greisen Monarchen durch die seit dem frühen Morgen aus den Kaiser harrende Wiener Bevölkerung. von der sich Lmnderttausende in der Estisahrtsstraße ein gesunden hatten, gestaltete sich zu einer einzigartigen und überwältigenden Kundgebung für den Heur scher.
Nisch, 27. Juli. (Verspätet eingetroffen.. Serbisches Korr.-Bnr.) Die österreichisch-ungarischen Militär- und Zivilbehörden haben am 26. Juli ans serbische Schfffe auf der Donau das Feuer eröffnen lassen und daraus Besitz von ihnen genommen. Vier Schiffe fielen den Oesterreichern in die Hände. Ein fünftes serbisches Schiff wurde bei Orchova von einem österreichischen Flußkanonenboot angehotten. DaS Kanonenboot holte die serbische Flagge nieder und ersetzte sie durch eine ungarische. Am folgenden Morgen feuerten Finanzwachen aus zwei andere serbische Schisse, di« sich sogleich ohne Bedeckung serbischer Truppen auf der serbischen Seite ausstellen. Der Schaden ist erheblich, dagegen sind keine Verluste an Menschenleben zu verzeichnen. Von österreichischer Seite wird das Feuer aus das Fort Amont Smodenevo an der Donau fortgesetzt.
B e rli n . 30. Juli. Die „B. Z." meldet aus Semli n: Seil Miltcrnachl wird das bei Belgrad gelegene serbische Milttärlager von B r u n i c a beschossen: vom serbischen User sind nur vereinzelt Gewehrschüsse hörbar. Belgrad selbst liegt in liesstem Dunkel. (Notiz des W. T. B.: Eine Bestätigung der Nachricht liegt noch nicht vor.) Das Gewehrfeuer verstummte gegen Morgen. Etwa um 1 Uhr wurde der ungarische Schleppdampfer „Allotmany" mil einem großen Boot im Schlepptau von serbischer Seite mit einem mörderischen Feuer überschüttet. Das Schiss geriet in Brand, doch gelang es, es bald zu lösche», woraus der Schleppdampfer an das österreichische User zurückkehrte. Bon fünf Mann der Besatzung wurden zwei gerötet und einer verwundet. Das Manöver des Danipstrs hatte seinen Zweck erreicht, den Beweis zu führen, daß die Belgrader Festung nicht geräumt ist, sondern noch zahlreiche Verteidigung hat. (Diese Nachricht ist noch nicht bestätigt. D. Red.)
Kampf um Belgrad.
Wien, 30. Juli. Etwa um Mitternacht begann auf der Belgrader Teste nad). längerer Ruhe wieder ein Maschinengewehrfeuer, woraus hie österreichischen Monitor« die Stadt beschaffen. Gegen 1 Uhr nachts explodierte infolge des Bombardements in der Stadt der Pulvertum. Heute b«tm Mor- ävauen versuchteu hie Serben abermals erfolglos die Brücke zu sprengen und die BrückenpseUer zum Einsturz zu bringen. Da vom serbischen Zollhaus die oiter- reichischcn Truppen beschossen nmrden, richtete dir österreichische Arttllerie ihr Feuer auf dieses Clebäude, dä? bald darauf in Schutt lag. Sodann wurde wieder Gewehrseuer hörbar. Gleichzeitig wurden in Belgrad mehrere Feurrs- brünste sichtbar. Im Verlaus der verschiedenen serbischen Versuche, die Brücke zu sprengen, wurden 16 Serben gefangen genommen. Gerüchte wollen wissen, .daß in Neu- serbien Unruhen b«dentenderen Ilmf anges ausgebrochen sind. Me mchffcrbischen Elemente weigern sich, in die Armee einzutrcteN, so daß bei der Aufstellung neuer Regimenter erhebliche Schwierigkeiten eintreten.
Belgrad von den Leftcrreichern besetzt.
London , 3l„ Juli. Einer Meldung des „Standard" zufolge ist Belgrad von den Oesterreichern besetzt worden. Me Truppen. welche bei Senionarie in serbisches Gebiet eingerückt sind, (marschieren gegen Osipaonica auf dcnt Woge »<ub Nisch vor.
Wien, 30. Juli. Me Sicherungslinie der österreichisch- ungarischen Truppen an der Drina witrdc unter kleineren Kämpfen bis an den Hauptarm dieses Flusses vorgeschoben. Aus österreichischer Seite wurde ein Mann getötet, auf serbischer Seite zehn Mann. Serbische Banden versuchtest vergebens, Bjelina zu beunruhigen.
Serbien ist gekränkt.
N i s ch, 30. Juli. 10 Uhr 47 Min. abds. (Ueber Petersburg.) Der Minister des Auswärtigen veröffentlicht folgende Depesche: Die K. serbische Regierung trifft Maßnahmen, um sich über die Echtheit der untenstehende» Depesche zu vergewissern, die ihr in einer ungebräuchlichen Form übermittelt ist, und von der Seine Exzellenz der deittschr Gesandte, der die österreichisch-ungarische Regierung vertritt, erklärt hat, daß er darüber nicht unterrichtet sti. Diese Depesche hat solgenden Wortlaut: Do die K. serbische Regierung nicht in einer zufriedenstellenden Weist auf die Note geantwortet hat> die ihr durch den österreichisch-ungarischen Gesandten am 23. Juli 1914 überreicht worden ist, fo sieht sich die K. K. Regierung genötigt, selbst auf den Schutz ihrer Rechte und Interessen zu sehen und zu diesem Zweck an die Getvalt der Waffen zu appellieren. Oesterreich-Ungarn betrachtet sich von dtesem Augenblicke an als im Kriegszustand mit Serbien befindlich. Minister des Auswärtigen von Oesterreich-Ungarn : Gvaf Berchtold. Z
Ein Danktclegramm Kaiser Franz Josefs.
Budapest, 30. Juli. Auf die Huldigung der Hauptstadt hat Kaffer Franz Joseph telegraphisch für 'die erwiesene Treue und Anhänglichkeit gedankt. l
Kaiser Franz Josefs Ankunft in Schönbrunn.
Wien, 30. Juli Als Kaiser Franz Joseph nach seiner Ankunft im Schönbrunner Schlosse dem Wagen entstieg, hielt Bürgermeister M. Weißkirchner eine Ansprache, w der er den Schwur zu Kaffer und.Reich im Ncaneu best Wiener Bürgerschaft erneuerte. Der Äaiser-erUjhsre-, „Mt
treser Rührung nehme ich diesen Beweis der Treue, welcher mir aut allen Teilen der Monarchie zugekommen ist, entgegen. Ich danke Ihnen herzlich fiir diese .wundged-nncf" Biirgermeistcr Dr. Weißkirchner dankte sodann dem Kaiser
im ütameii der Bevölkerung für den Iwhen, gewiß schweren Entschluß und sagte: „Me Lesterreick>er wollen für die Ehre und den Ruhm Oesterreichs alles daran setzen." Der Kaiser sagte: „Ich glaubte, mein Alter in Frieden verleben zu können. Der Euffchkuß ist mir gewiß schwer gefallen, aber aus den allseitigen Kundgebungen gewinne ich die Ueber- zeugiing, daß mein Entschluß der. richtige war." Bürgermeister Dr. Weißkirchner sagte darauf: „Gott möge .die Mvnarichie schützen und die Waffen Oesterreichs segnen!"
Linz, 30. Juli. Kurz nach 9 Uhr vormittags berührte der Kai> er auf der Durchreise Linz. Auf dem Bahnhof hatten sich Erzl,erzog Joseph Ferdinand, die (Generalität und sämtliche Offiziere der Garnison eingesunden. Der Kaiser schritt das ganze Offiziersspalier ab und sagte .zu den Offizieren: „Es hat mich sehr gefreut, die Herren hier zu sehen. Ich sage Ihnen zum Abschied in dieser ernsten Stund« nur wenige Worte: daß ich auf den guten CKist, die Ausdauer und Tapferkeit meiner Armee baue." Als der Kaffer sich verabschiedete, sagte er: ^,Jch wollte den Frieden e r halten."
Beschränkung des Eiscnbahn-Berkehrs in Oesterreich.
Laut Kundmachung der k k. Siaatsbahndirektton Wien, namens der österreichischen Eisenbahnverwaltungen, ist auf einer Anzahl Eisenbahnsttecken und Donau-Schisfährtslinieii der Zivilpersonen- und Gcpäckvcrkehr, sowie der Zivileilgül- und Foackitgütverkehr eingestellt; rollende Güter wevden an- gehalten und zur Verfügung gestellt. Nähere Auskunft erteilen die Fahrkartenausgaben) Gepäck-, Eilgut- und Güter- abfcrttgungeu, cruck) werden entsprechende Bekanntmachuu- gen aus den Bahnhöfen crusgehänigt.
Das rote Kreuz,
Wien, 30. Juli. Durch allerhöchstes Handschreiben wurde der Protekwr und Stellvertreter des Roten Kreuzes in der Alo- navchie, Erzherzog Franz Salvawr, zum Generalinspcktor der stciwitligen Saiütätspstege ernanm. Erzherzogin Maria Theresia bat den Kaiser um Genehmigung, als Rote 'Kreuzschwester dienen zu dürfen.
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Benizelos bleibt in München.
K o n st a n t i n o p e l, 30. Juli. Mc griechische Regierung hat an Benizelos telegraphiert, er möge in München bleiben, denn der Grvßwesir könnte, falls sich die auswärtige Lage bessere, am l. August nach München zur Zusammenkunft mit Benizelos abreisen.
Die Börsen.
Paris, 30. Juli. Ueber ein Moratorium, das man von gewisser Seite zu fordern scheint, wird im Unanzministerium erdSrt, daß eine ähnliche Maßnahme nilrimänherstenNot- s a l l c getroffen werden könne. Man sei nicht der Ansicht, daß die gegenwärtige Lage diese Maßregel erjorderlich mache, die im allgemeinen nur im Kriegssalle gerechtfertigt sei.
Berlin, 30. Juli. Wie aus der gestrigen Meldung hervor- geht, bleibt an der Berliner Fondsbörse der Ultimvversthr eingestellt. Es sinden nur Geschäfte in Kassaverkchr statt. .— Das. selbe gilt auch von der Franffurter Börse.
Wien, 30. Juli. In der Zeit von Vrl bis 'k2 Uhr mittags fand die Versorgung sowohl per Wochenarrangement als per Ultimo statt. Die Prolongation gestaltete sich umeaelmäßig. Der Zinsfuß ist seitens der Banken aus b% Prozent festgesetzt worden. Einen beruhigenden Eindruck machte die namens der Banken! abgegebene Erklärung, wonach die unversorgt gebliebenen imd heut« im Lause des Nachmittags beim Wiener Giro- und Kaisenverem auigegcbenen Postttvnen settens der Bankinstitute zu ttesstcn Kursen vom letzten Freitag mit Zuschuß von 20 Prozent übernommen werden.
Englische Prestcstimmen.
L ondon , 30. Juli. Die „Times" betonen, datzdie Besprechungen zwischen Berlin und Petersburg fortgesetzt würden. Es sei ein offenes Geheimnis, daß Dcuffchland sein Bestes tue, »m den Draht zwischen der ruffischen und österreichischen Hauptstadt wieder herzustellen. — „Daily Telegraph" sagt, England bleibe der Tripelentente treu und sei vollkommen bereit, seine Verpflichtungen gegenüber der Entente zu erfüllen. — Der „Standard" schreibt, man müsse sich darüber klar fein, daß England stch in keinerlei Verpslich- tung befinde, Sir Edward Grey habe noch am 12, Juli im Parlament erklärt, daß England im Falle eines Bruchs zwischen europäischen Mächten vollständig freie Hand habe, — Der „Daily Graphic" hofft auf eine friedliche Ausgleichung, teils weil alle Mächte mit großer Aufrichtigkeit und Selbstverleugnung handelten und teils weil die Differenzen zwischen Oesterreich und Rußland tatsächlich nicht so außerordentlich groß seien. Der „Dailh Chronicle" meint, daß man aus den durchaus angemeffenen Vorbereitungen der brilischen Flotte keine falschen Schlüsse ziehen dürfe. Das! Blatt sagt, in den wichtigsten Haupfftädten ist so viel guter Wille vorhanden, daß wir uns an die übriggebliebenen Hoffnungen klammern. — „Daily Mail" schreibt, so lange der deutsche Kaiser und der Zar, die beide in der unmittelbaren Vergangenheit den Beweis für ihre Friedensliebe gegeben haben, in freundlicher Korrespondenz stehen, kann die Lage nicht als absolut verzweffett angesehen werden.
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Helgoland nimmt auch weiterhin Kurgäste ans.
Helgoland, 30. Juli. Me von Berlin, Hamburg und anderen Orten verbreiteten Gerüchte, daß wegen der Kriegsgefahr in Helgoland keine Kurgäste mehr angenommen werden dürfen, sind, wie vom Bürgermeister amtlich mitgeteilt wird, v o l l- stündlg unwahr,
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Konfiszierte deutsche Zeitungen.
Berlin, 30. Juli. Me Polizei hat diejenigen Exemplare der „Berliner Neuesten läachrichten", der „Deuffchen Zeitung", der „Deutschen Nachrichten" und der „Deutschen Warte" ungehalten, mebche die Meldung enthielten, daß mobllisiert sei. Me Kvnffskatvon erfolgte wegen groben:
Unfugs. I i ! : ; ,
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Die Rew Yorker Preffe an Kaiser Wilhelm.
New Bork, 30. Juli. Alle Schattterimgen der Presse und des Publikums erkennen an, daß jetzt die große Gelegenheit gekommen ift für einen wettsehenden und hoch- aesinnlcn StaalSmann, und in dieser Verbindung wird an den deutschen tSaffer der Appell gerichtet, der Menschheit einen gewaltig- n Menst zu leisten — Me „Evening Post" sagt, esset sehr glücklich, daß es'jetzt verantwortliche Staatsmänner gebe, die sich bewußt seien, datzsie sich nicht an das wilde Geheul des Straßenmops kehren dürfen. Sie wissen, welch ein sürchtvares Ding es sein würde„15> Millionen Soldaten Wer die weiten Gefilde Europas in den Kampf zu wvrsen, deffcn 7wScprng niemand vorherseyen könne. Wer alle Aäenschen kpmien vorhersehen, das; der fiinf Ländern zngefügte Verlust und das Elend für sie uneruietzlick» sein würden, während eS sich nur um eniM illujorffchen Rühm haudckln tont- M . . _


