verpflichtet ist, p r vNi sch sehr schwierig sein wird. -Man wird damit rechnen instjsen, daß auch in denjenigen 'Erkroackungsfallen, in denen der Angestellte an sich an der ^Verrichtung feiner DienftleisUwg nicht gehindert ist, in ' denen er aber aus Weisung der Reichsversicherungsansralt -eine HeÄanstalt auffucht, vvu ihm ein ärztliches Artest bei- ^ gebracht werden wird, nach welchem.gennrß 8 36 des W5G, die Gefahr einer Berufsunfähigkeit rnsoloe der Krankheit ! cutzunehmen ist und die Notwendigkeit der Berbrrngung sin eine Heilanstalt bescheinigt wird.
Der Arbeitgeber wird also in diesen Fallen, in denen 'der Angestellte infolge der auf Anordnung der Reichsver- jicherungSanstalt erfolgenden Einleitung des Heilverfahrens :'an der Leistung der Dienste verhindert ist, während der -Dauer von sechs Wochen zur Fortzahlung des Gehaltes in ^ den nreiften Fällen verpflichtet sein. Ob er sich dieser 95er« tchflühtuna durch vertragliche Abmarliungen entziehen kann, erst eine strittige Frage, die indessen von den Gerichten so- «oohl hinsichtlich des Z63 Abs. 1 HGB., wie auch hinsichtlich des z IXte 0C mehrfach bereits verneint worden ist.
Unter solchen Umständen dürfte eine grundsätzlich ab« dehnende Stellungnahme der Arbeitgeber in der Frage der Fortzahlung des Gehaltes während eines Heilverfahrens, wie sie von vielen Seiten empfohlen wird, kaum in Frage konrnren, Es wird vielmehr für die Durchführung des 95er- fahrens ein Einvernehmen sowohl mit den Angestellte» wie mit den Behörden anzustreben imb zu empfehlen sein. Hier« Lmf weisen die folgenden Erwägungen:
Weder der Angestellte noch die Reichsversichernngs« anstalt ist verpflichtet, den Unternehmer von der bevorstehenden Einleitung eines Heilverfahrens für einen seiner An gestellten rechtzeitig in «eirntnis zu setzen. Das kann schwerwiegende Nachteile für den Unternehmer zur Folge haben. Gerade bei denjenigen Firmen, die ihren Angestellten bisher regelmäßig ernen^ Erholungsurlaub ge- ioährt haben und daher über die Urlaubszeiten genaue Dispositionen zu treffen gewöhnt sind, wrrd das durch ern Heilverfahren ohne vorheriges Einverständnis der Firma bewirkte Fernbleiben tne einmal getroffenen Dispositionen «mpfiridlich stören.
Ein sehr bedeutendes industrielles Unternehmen hat daher den Versuch gemacht, diesem Miststand dadurch zu begegnen, dast es in seinem Werke durch öffentlichen Anschlag -eine Bekanntmachung erliest, derzufolge tue Firma in jedem "Jolle unbedingt von der Absicht, den Antrag auf Einleitung 'd«S Heilverfahrens zu stellen, benachrichtigt iverden must Dieser Weg dürfte als gangbar und zur einheitlichen Nochachtung anzuempfehlen sein Es ist ein durchaus berechtigtes Verlangen, dast die Angestellten sich, falls sie ein Heil- (verfahren beantragen wollen, vorher mü den Arbeitgebern in 95erbindung setzen, damit bei der Festsetzung und Durch- !fiihruug des Heilverfahrens auf die Bedürfnisse der Betriebe Rücksicht genommen werden kann und damit jedenfalls der Arbeitgeber in der Lage ist, sich gegebenensälls .früh genug nach Zertretungem für die Zeit des Heilverfahrens umzusehen. Dr. R.
Zur Freisprechung der Zrau Laillaux.
Pari». 2». Juli. Der »Figaro' erörtert den Freispruch der Frau tzaillatix n einen, übernu« hettiaen Leitartikel, in dem e« »>. a. helft: Drti h diesen ungeheuerlichsten Skandal unserer Zeit >t>at sich di« radikal« Republik mlt Kot und Blut beschmutzt. Die Richter, di« sich |» dieser abscheuliche» Parodie der Gerechtiqkett berqegebe» haben, bedecken sich mit unauslöschlicher Schmach, llaickaux Hai dielen Freispruch den anqstersullien Geschworenen, einer vor Furcht zitternden Regierung und deslochenen Richtern entrissen. Von lxute ad müllen wir uns aus die Rache Eaillnnx' >md seiner Anhänger geiaßi inacdem All« diejenige», welch« ihm den Weg versperren wollten, werden nunmehr an ihrem Lebe» und ihrem Eigentum bedroht werden. Eaillanx ist da« Oberhaupt einer neue» Schrecken«herrschalt, und gerade iin Augenblick, wo Frankreich so sehr der Gerechtigkeit und de« Recht« bedarl, um stark zu sein, Hot die radikale Pariei ihrem Führer einen schmachvolle» Triumph bereitet. — In den üdrigei» Blättern finden sich nur spärliche Kommentare. Der .Petit Parifien' sagt: 9lllc auten Bürger, welch« die Rechttpfiegr achten, mäßen sich vor diesem Wahrspruch beugen. Di« Angelegenheit der Frau llatllaux ist erledigt.
Nu» Stadt und Canft»
Sieben. 30. Juki 1914.
** Was bedeutet der österreichische Krieg? Heber diese Frage wird in einer vom Alldeutschen Verband veranstalteten Berfammlunq morgen Freitag abend Dr. Alb. Ritter sprechen. Dr. Ritter ist in Gießen bereits bekannt durch einen Bortraa über „Oesterreichs und Deutschlands Niederlage im Balkankriege", den er im vorrgen Herbst hwr dielt. Ter Redner ist Oesterreicher und weilt zurzeit noch in Oesterreich.
** Unfallversicherung Der Arbeiter Heinrich Beck in Vilbel zog sich bei der Arbeit einen Leist«nbruch zu. Die Beriissgeuosscuschaft lrhnte eine Rente ab. mit der Begründung, dasi ern BetrrebSunsall nicht vorlrcqe Nach dem von ltzeh. Mrd -Rat Haberkorn im Termin vor dem Oberverfuberungearnr erstatteten Gutachten ist der Bruch rächt durch die Dätigkcü im Betrieb verursacht. sondern nur gelegentirch der Arbeit zum Ausbrnch gekommen. Der Verletzte warbt deshalb neu fernem Einbruch ad- «-rwiesen. Anders erging es dem Ludwig Stoll in Vilbel, der sich im Belieb eine Rwprnauetschung zu gezogen hatte. Da nach dem Gutachten de« vorgenannten Arzte« der Untallfolgrn noch nrcht voUstandrg beseitigt sind, wurde dem Verletzten eine Rente von 10»o zugespiochen Der Renten empsäng« Gg, Konrad Gerhardt in Inheiden batte Antri^s aus Erböduug seiner Rente gestellt, tmirde aber vom Oberverszcherungsamt abqrwiefen, weil nach dem Gutachten der Chirurgischen Klinik Giestea eene Ber- schlrmnrerlrnu in den Unsallsolgen nicht eingerre«e» ist. Der Peter Z a b r t in Rüddingsdausen batte gegen einen 95efcherd der Berus«- „cnossrnschast. wonach die Rente aus 80^z herabgesetzt wurde, Bc- rumng tierlolgt, nrtt dem Erfolg, daß ihm vom Lderversichcrungs- ,rint die BoUrcnte ivleder zugesprochcn wurde,
> " Keine Kartoffelkäfer. Man frboeSt na« aus
Friedberg vom 29. Füll: Auch «nr kSnigllrcve Behörde ist nicht urrleblbar, ganz besonders der dMumickum und wologflcden „Exkursionen", Gestern warnte das Landratsamt de« O ber- tannnskreises zu Homburg eöünrnglich vor dem Kar- tokselkäser, der in unserm Kreis« au sin trete» lein sollte, und Mid gn,e VerdoltmnisNmßregekn qegeu i»S böse Infekt, Sn den aml- iixtKtt Siclhen in Hoznbnrg pramtken auch fett gestern ioqar große tlSaririmasroffln. Heu he ktcklt sich nun Kern»», dast der wflsen- schanlubc ,.I>*entnrt" für Zvokoqjc und Botaüik un Dlaudrats- crmt den Käfer in der Eile mit der — Kartof^felfü«le veo- irnktpelt hat. Es ist dns eine Knockhii:, dir Pchzen idre Ent- sirhung t>erdaokl und tatjöchlnb im Kreise verheerend grassiert, mit dem Käfer aber mtter keinen Umständen verwacht ist
•• Im Lichtspielbause erregt »ur^ett der imkenn che Kunstfilm „Blick des Herzen«" in drei Akten berechtigte« Aufsehen. Ein ebensallS dreiaktiae» Schauspiel „Seibstverlrugnung" ist ontzer- ordcntlich spannend. Eine prächtige Naturaufnahme von ttzebirg«- schluchten im Staate Rewvoek erstem da« Auge »nd biete! erae wertvolle Hille zur anschaulichen Derinzttlirnr geoaraptnscher Kenn, ■ nissc. Max Lindner glänzt in seine» Schlager „Max will sterben". Eine »conlKne ,Lwbn als Reiter" und da« Pathö-Jonraal vervoll- släudigcu da« voerLgliche Progrmm».
** Ja, ja; ^— her Krieg! (Hn Leser schreibt «ns: Gine solche Aufregung, wie sie augenblicklich uMer den Leuten in der Stadt und beionder« aur dem Lande vorherrscht, dal man sett !<n*rr Zeü nicht mabrnepmen können. Die itzenoflenschatrskrifen. Miheimen und andere Au«wüchse un'eve« unglückseligen Zeiten- lames baden dir Leute lauge nrcht so rn Schrecken versetzt, wie es nnumebr tue rn das Volk hrncingelragenen. teils jukrestenden und teils criundeven Meivnogen über den Krieg zwischen Oesterreich und Serbien vermöge». Wenn Extrablätter angeschlagen oder verteilt werden, dann bilden sich gleich große Gruppen und fieberhast volle« die Augen über ine seilgedruckten Zeilen... ein Augenblick Schweigen und Ueberlegen. dann lebhaste Auseinandersetzungen, bei denen die „Mögli chstste i i " eine große Rolle spielen Was nran da nickt alles hörl, wenn man unter die Leute kommt! Schon am Montag wurde mir in einem nahegeleqenen preuftzichen L«e von einem Manne verircheri: „Tie Lesterrcicher haben Belgrad bejetzt." Ewige Srunden später war ich in ernem anderen Ort. Dort hörte ich schon, daß der Zar ernem AtteMat zum Opfer gesallen sei — der arme Zar! Auf der anderen Zette de« Orntt wurde mir bedeutet: „Nein, der Zar ist e« nicht, der ermordet wurde, sondern der Kaiser Franz Joseph!" EKstern sah sch ein alles Mütterchen im lcbhasten Gespräch mit eurer anderen Frau mü> bcobachtere, w>r sie sich sortwädrend di« Tränen trocknete. Ich tr at am sre^ zu und sratte sie „Nun. was baden Sie dennl: warum Wernen Sie?" Erstaunt enmegegnerr du Fra«: ,^la. wisse se dann net, daß Rußland aach de Krieg erklari hoat, »nd wann doß so ist dann Mülle mci zwo Beuwe aach rn de Kriegt" Neben ernsten Austritten erlebt man auch manchen hsttrren Zwischenfall, Kvmmr da gestern ein Reisender in die Dirkichatt eine« Nachbarorte«. tritt an den vollbesetzten runden Tiich und verkündet mit wichtiger Mierre: „Die Russen sinh schon in Moskau!"
. „92fc . . . Da . . . was". . .. ertönt es wie aus einem Mund« . . . ,^chon in Mo-kau'" Schade, daß ein Allz»>chlaucr dabei war. der den Schtvrndel gleich auideckt«: cs wäre Mvrisellos eine interessante Unterholtung gefolgt, — Honentlich briNMN die nächsten Tage Aufklärung in di- Sache, damit das 95l»i in den 9ldern wieder ruhiger kreis! und hoffentlich trägt jeder sein Dell dazu bei, um das Voll zu beruhigen, denn „so schnell schießen die Preußen nicht"!
** Kleine Mitteilungen, Ern Landwirt zu Lauter, der seine drei fetten Schweine nicht verkausen konnte, grill zur Selbfthilse. schlachtete und verkauite sie auf der Kirmes zum Preise von 60 Psg. tür da« Piund Fleisch und Wurst I» einem Tage war alle« oerkoust. — In Viernheim ist bei der Montage der elektrischen Hochspannleitung aus der Nebeichadnstrecke Vicrnheim- Weinhrim der etwa 24 Jahre alte Arbeiter Christoph Falter- m a n n von etwa 10 Meter Höhe abgeikürzt und bat sich io schwere Verletzungen zuqezoqrn, daß er bald im Kranstnhause starb — Am letzten Sonntag wurde in Da »bringen der dmcb einen Hirnschlag an» dem besten Mannesatter dabingerissene GastrviN Wilhelm Lepper zur letzten Ruhe getragen.
Kouknrse in Hesse». Das Konkuröverlahrrn über da» Vermögen des Jakob R ü h l IX. z» P l u n g st a d t lst nach er- solater Abhallnnq des Schlußterms»» a»laeboden worden. — In dem stonkiirsverlahren über dos Vermögen des Friedrich Hermann Schober in Oppenheim ist zurPrülunq der nachträglich an- aemeldelen Forderungen Termin n»l Alittivoch, 23. Eevtdr. 1814, vormittags 10 Uhr, vor dem Großh. AuiISgerichl in Oppenheim anberaumt worden.
Kreis Büöinqen.
— Bad-Salzhausen, 29. Juli. Ta« Konzert, das am letzten Sonntag abend Hofovernsänaerin Frl. Minna Leopold aus Mannbeim unter Mitwirkung des Pianisten Georg Wetze! und de« Violinkünstlers Hermann Schmidt, beide au« Frankfurt a, M„ im hiesigen Kursaal vrranstallete, bot allen Besuchern einen seltenen maiikalischrn Genuß, war aber nur mäßig besucht Ein starker Gewitterregen vor Anjang de« Konzerts hicll vielr Musikfreunde an« der Umgegend ab. die gern ihre Lands» männin — die Sängerin ist in Nidda geboren — wieder einmal gehört hätten, — Gestern war hier unter Leitung de« Kurhau«- vächier« Lunicke ein große« Kinderfest, woran sich etwa 7f> Kinder von Kurgästen beterligten. Unter Vorantritt einiger Musikanten zogen die Kinder iml dualen Mützen und dazu passenden Schärpen. Kränzchen und Fähnchen vom .Kurhaus durch die Orts- ftrgßen und den Park in den Kursaal, Leider mußten de« unbeständigen Wetters wegen die weiteren Veranstaltungen st» Saale stgttiinden — Nächsten Sonntag wollen einige hier zur Kur ivei- lent* musikalische Kstnstler im Verein mit dem Dtrigertten de« Kaiser-Orchesters str Nidda, Gewerbelehrer En Hers, zum Besten des Roten Kreuzes hier ein Wohltätigkeitskonzert veranstalten,
X Nidda, 29, Juli, Die goldene Hochzeittzseier der Eheleute Wagner qestaltrlc sich für da« Jubelpaar »u nurm hohen Ehrentage, Vormittags erschirnen außer den nächsten Verwandten der Kirchenvorstand und eine 95ertretuug de« Stadtvor- standr« zur Beglückwünschung in der Wohnung und überreichten sinnvolle Geschenke, Pfarrer Werner dielt eine herzliche Ansprache: der Großherzog übersandte sein Bild nebst Glückwimsch- lkhreiben; nachmittag« land eine größere Feier im Hotel ,Lur Traube" statt, woher sehr zahlreiche Glückwünsche, Gefcdenke und Glückwunschschreiben dem goldenen Hochzeitspaare zuteil wurden, — Ober-Widdersdeim, Ä. Juli. Unsere malerisch gelegene, aus dem 13.Jahrhundert stammende Kirche wird einer Erneuerung unterzogen.
x. Bavenhausen II. 27. Juli. Endlich ist auch hier im VogelSbevg die Zett der Kirschenernte bernngekonrme» Trotz der mnTÜnstraen Witterung im Frübiadr zur 95lütezei: der Bäume, smd dre mrrsten Bäume doch lehr gut bedangen Auf der Kreisstraße Bobenhauscn—Ulrichstein, ebenso ans der Kreisstraße Boben- hauien—Ober-Seibertenrod ist man seit einigen lagen daran, die veredelten Kirichrn zu pflücken. Da tue Kinchen aufgrrissrn suid, kostet das Mund nur zwischen 20 und 25 Psch
Kreis Laitterbach.
R. Laitterbach. 23. Jbüi. Man schreibt rar«: Obtchon in den letzten Jahren die Bankätigkeit in unserer Stadt eine ganz rege gewtten ist und einige Mietshäuker. delmtders in der Nähe der beiden B>tdnl»ö»e entstanden lind, uuuht iich immer noch ein Mangel an belleoen Mtenovtarimmn bemerkbar. Sv waren bei der letzten Zälstunq nur zwei leerstehend« WohnutUngi von se »oe> Zrnnnern vorhan d en, die aber wegen ihrer Lage und unaenüqcnden Raum nur für kleine inid ärmere Familum in Betracht kommen kömwn. dagegen bcflere irrrü gröbere Wod- nungrn, w« sie von Privat- ooer sdaaütchen B e mm en gewünscht werden, ist nicht eine ernzroe leentehende zu verzeichne». E» droht deshalb, wie es tatsächlich vorgekourmen ist, die verwerfliche Sitte »ich erieznjcdieutien, daß Wohernngluchende bei den baus- rl>nm:ün»ern andere Mieter durch Ueberdirten des Mietprerie« au« ihren „rnrhadenden Wohmoegea zu oerdräoqen nuherr. De«- bald kömnr dmch Erbauung von Mirdchaufern noch «da ge- icheden urrd donrtt für ein jAnwachien des -t ä dkche u s gesorgt iverden, ohne daß dem Uinern-Hmer Gefahr für etwaige« Leersieden einer Wowrunq erttstchche Ein Pensionär, der gerne ferne alten Tage in Laicherbach ver t ede n und hierher zeeden wollte, lucht« dreier Tage veigetärch muh catrr vollenden Wolnarng roch l o en d ew dem Scäturhei, w»tzer den Rücken, um anderwärts sein ''Rück zu » rr j uchcn . --gcherkrch trägt der itcte^Mangel an MtttS- wvimuugen nicht dazu bei. cm stä r k e re s 'AnwachsM der Eur- imchnerzahl zu fördern. ,
Kreis Schotte«.
Die deei höchsten Gc meindeu »logen d«S Krelsri Schotte».
Hält man sich die Uebersicht üder die in den Gemeinde» des Kreise« Schoeic» zu erhebende» Gemrindcumkogen für das Rrch- nungchadr 1914 vor kluge», so «kennt man, da» die 3 Gemeruden Schotten, Laubach und Gedern an der Spitze marschttoen. Der ctiemeindeumlageubedarf ist der Rerhe nach folgend«: Schotte» 47 0«, M7 . Laubach 32000 MX, und Gedern 30000 Mk An versteoerbarem Vermögen flud ebenfalls diefe drei genannten Gemeinden die höchsten. Schotten versteuert ein B«mögen von 12146 400 MT. Laubach d 988 300 Mk mch Gedern «n solche, »m» Ä 773 400 ML Auf 100 ML Steuerwerk de« derrnogen« wer-
c^.. nmh 19 9SJ in Zaubach rund 17 Psg^, 'ütd II
0^, ^Zädr 21 Mo. Mt'sgr.'cdlasrn Die staatliche» Ernkom
^ue^eilen llÄ aur
95 > <¥) fiffubad) 21 12b, 10 Ml. uno «?cocri
12 742,90 ML Die ÄuSschlayÄkoefnZ^n^ ^M^staatkche |trt
kommrnsteu« imd im. Schölten 106 Ms., m Laubach 79, Mg
8 Eschenrod. 29, Juli. Die Arbeiten an unsere: neuen Kirche sind in vollem Ilmsange ausgenommen. Dn Grund st einlegung wurde durch den O rlvvrarrer nx Beisein der Gemeinde durch eine entsprechende Aniprache mit Einmauerung einer Urkunde vorgcnommen.
Kreis Fnrdbrra.
L. Feiedberg, 28 , Juli. Inder Stadtverordneten- sitzung führte Bürgermerst« Baural Stahl den <wriitz. Du Baupläne d« Gedrüd« Ullrich rür ern Warenhaus am neuen Babw hoi. der G. Schwarz Södnr für süni Einfamilienkäuler rn bei Langgafle wurden qcnedmiqt. Für eine neue städtticbe Wage an Gürerbadnhoi werden 1600 Ml beivilligt. Der irüderen Stadt- kapeile werden zur Deckung ihrer Schulden 200 Mk. und dei Mttttärmusrkschulr 500 Mk. bewilligt, ipontr 10 öllentfichc Konzer!, adgetmlren werden münen. Für die im Rooember d, I, stattllnden^ Landtagswadl soll die Stadl in dre, Wablbejirke eingetrll, werden Der insherrge OrlSgerichtSvorfteder und ^wndesbc-amtt im Stadtteil Fauerbach dat sein Amt niedergelegt. Aus Anrrvq de» Großd, Amtsgericht« 'oll da« Standesamt und Qrtsgerickt mit dem rn Frrcdtwrq vereinigt und diesem Mitglieder von Fauerbach zugewählt inerden Eine Beichlußsasiung hierüber wrrd au»- geictzt, eine Erböbung des städtischen Zuschusses adgrlebm, 95 « der Helliichen La«de»dvvo,dek«ldank sollen 50000 Mk, auigenonunen werden »nd in den ersten 10 Jahren mit 4,4 Prozent, danach mit 4,15 Proz. verzinst werden. Die Amortisation beträgt ein balde« Proiem, die Geldbeschaiiung«kostrn 3 Prozeut, Zum OVf- brlien d« Sradclalle wird L. Schäfer von Frirdberg. zurz«! in Wvrm«, angenommen. .
(t) Nieder-Erlenbach.Der zum dritten Male als Bürgermeister gewählte frühere Landlagsabgevrimete Wilhelm Ullmann von hier wurde deute vom Grosch. Krcisaml Friedberg als solcher bestätigt. GleichsallS wurde die Wahl des zum Beigeordneten der Gemeinde Klop- venheim gewählten Karl Wilhelm Kliem von Kloppenhcim vom Kreisaml Friedberg bestätig!,
-- Aus der We t I e r a » , 29. Juli. Die E :i^* fH" letzt in voller Reife, da« Korn ist zuin Teil aus Har st M Die schweren Regengüsse der letzten Tage sind dem 4 fi sehr hinderlich gewesen und haben vielfach Sch> - Lagerung und Ümknicken der vollen Äehrcn gebe W Wiesen zeigen für die Grnmmcrernlc einen guten G.rasä7!i>V
Hessen-Rassa«.
m Kirckbain. 29. Juli. Nach der jetzt im Amtsblatt der Königlichen Regierung vcrölleuiücliien Zusammenstellung hat die Sparkasse d« Stadt Zkirchharn im Jahre 1913 wieder fiiwn «deblichen Zuwachs »u verzeichnen und fleht an «ft« Stelle unter den Sparkaii'en de« Kreise«, Am Ende des Rechnungsjahres 1912 betrug d« Ernzrlbesland 3601 387,45 'IW. am Ende des Jahres 1913 -- 3 781 944.83 Mk. im Jahre >913 wurden 322 Spar- kassrnbüch« neu ansgegehrn und 240 Büch« zurückg«il'imnrn, nni emgeie^l wurden 696 229,54 Mk,, zurückgezablt 647 327,46 Mk, an Zogen wurden gutgrschrirben 131 655Z0 Mk. D« Reservefonds beträgt 230 184,85 Mk, Die Perwall>rng>kost«> betragen 3398,95 Mark Bon dem Vermögen d« Svarkasie sind 7 20 891,8 6 Mk in In had«vavieren, darunter 361 400 Mk, in Schuldverschreibungen de« Deutschen Reiches und Preußen« »estqelegt.
h, Herborn, 29. Juli, An den 98aldtt»rqendes Forst« orts Bicken wwrde von .Holisarnnflern ein noch neit Gers gefüllter Ballon, dercnn 17, Juli imPariS anfgestiegen war, aufgesunden. Der Ballon e.rrkchiekt die Adresse des Absenders und einen Zettel nrtt der tzvitte mir Bcnacß- rnlstrgung der Eigentümer.
b. Frankfurt a, M„ 29. Juli. Das Beispiel d« Mainz« Preller'errreter im dortigen Stadtpariament gegen allzu langn>eil,<is Stadtv«ordnetrnsitzungcu hat ln« aest«n Schule gemacht. Schon d« Anfang d« Pagunq v«zög«te sich um 45 Minuten, da wegen ein« SitzuuA d« Fortschrittlichen Fraktion von 71 Etadtvätern nur 16 im Saale weilten .Dann beriet man in dreistündiger Aussprache üb« die Brsoldungsoorlagr der städtischen Beamten, Al« man sästlcßllch nach 9 Uhr eine halbstündige Pause cintretrn ließ, machten die Prefsevertr«« mckl mehr mir und v«ließ«är die Tribüne Die Arbeit«1oscuversich«ung. die jetzt ihr fünfjährige« Jnbi^ läum als endlos« Beratungsgegrnstand des Plenums feierte, wurde daraus ohne d,e Presse in knapp 10 Minuten beraten und an- genonimen. Dann gingen die Stadtväter aus süns Woch«, iu d« Ferien.
h. Höchst a. M, 29. Juli. Die Eröffnung des neuen Eilgüterbahnhofs ist wntlichen Witteillntgen zufokge auf hcn l. August festgesetzt. ,
Da§ Scheren der lebenden Hecken.
Wir lesen in d« AUg. Tierschntz-ZeSschrist:
Seit uralten Zetten ist e« Sitte, die lebenden Hecken, die tritt znr Einfriedigung von Garten, teüs zur AL>irenzwlg von Weide- oder Acker stücken dienen, allsährlich im Lause de« Sommer' tmt der Heckenschere zu kürzen. Fast durchioeg geschicln dir« Ende Juni. Äniaug Juli, zu ein« Z«t allo, loo d« Jodanmstrieb sich <-»t- nnckelt. Im Wrntrr denkt, von g«ingtügrgen Ausnobinrn abge- iehen, niemand an dies« Verrichtnna, UiH doch jolllc inmz incinen. daß gerade daun der gegebene Zettpuntt wäre.
Die Monate Dezember. Januar, Februar stehen aus dem Laude im Zeichen d« Arbeitkruhe, Zwar gzbl e« auch zu noi, doch nicht eutiernr i» dem Maße wie im Früblmgc, Sommer und Lrrbste Jedenfalls kommen immer einmal etliche Tage vor. wo mau nicht recht weiß, womit man die Leute bcsihästigen soll. Warum dent.m wir da nicht an dat Schncidrn der Hecken'-' Das wärr ern fürsprechend« Punkt, Ab« ankerersrits können wir ü» Winter, im» die Pstanzen schlumm«» und ihr« grünen dichten Blätter entkleidet stich, die Fehlslellcn lcrcht aullinden, für cioc Nachvilanzung Zorge tragen und v«dorrtr. cingeganqcne Stämme aus merzen Im Sommer ist die« sehr viel schwrerrger und «- recht geschultes Auge, Nicht zuletzt aber mll dies t <U» w' ^ „ ... c lKUial- |
tfür den -omurerschnitt juui gibt es gar keine Gründe, die ernstlich in Betracht kommen. Zwar hön man hin und wicdcr lagen, denn Joh°une?schnttte wüchse die Hecke bcss« und icr am schlufle de« Jahres dichter. Allein, die« ist nur Vermutung. -tFü nn itynpid.
— »vi if. v. ir^ir ^m^porr uwrnaijm
rr ^.' n . de« DrftsZlischm Provinz,alverrins sü
Wiizenndatt und Kunst am 30. Immer 1903 auSführte seincrzei m„ «n« Pachtung zwei läng«e Weißdvrnhecken. die iniolge de b,« dadiu geübten Lommencknitte« derart schlecht standen, daß si Mrn^ien und Tieren überall freien Durchgang gestalkrten Nach dem der geuannte Gewährsmann den Wiuterschmn in den Mo nattu Dezember -J-umar während elf Jahren streng durchgcsühr batte, kn»« « dw, Hecke völl.g geschlossen zurückgeben, ohne das Nochmlanzunqen notig geweien wären
PA,LTn,!*!"^Bchcmvtung ausstcllt, durch d-- IX',” ti ^'de viel Unq-zrri«. zumal Blattläuse, mr-
b°tt dies ^Slrch als ««leqenhettsgrund gelten. Ab- Abschneiden der mit diesen Schädlinaer ;r- -Bwuir, bei der g«adezu ungeüeiwrkiche»
Ee Wirkung bleibt, erlcheinl awigenhto'srn und wird namentlich von bei T drok Frank — verneint, das; Plattkmise ^en hl r- ,u .p* itn Bcrwcndlma sinocn, sickt-
^.^bGade» »ufugen, «o gibt r« drnn eigentlich lciuru sncd- d"° 'k Matznahme. vielmehr Ntüsseu Ivtt darul nuc von den Almordern Lbcrhommcne Sitte, die die Jetztzeit getreu-


