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b« 3JFaln»n: Sanitätswache ins vtochushospital nach Mainz ge­bracht. ES dürste schwerlich mit dem Leben davonkonrmcn. Ern Aund der Bing er Wach- und Schliehgeselffchast im Werte von 0000 Wt, ist vom Südexpreß übcriahrcn und getötet worden Kreis Büdingen.

27 - Jiili. In nächster Zeit erhält auch Ober-Mockstadt die lange enetmte Wasserleitung Zur­zeit rk man mit Ausgrabungen nach guten, reichlichen Lucllen beschätttgt. Biesie Bewohner mus-.ten das Trinkwasser sehr weit lherbeiholen. und es wird der Beschluß des Gemeinderats daher freudig begrüßt. In den umliegenden Gemartungen wurdeii schon mehriach Kreuzottern angelrossen.

Kreis Alsfeld.

, «roh.Felda, 25 Juli Das 50j°hrige Ge- schäftsiubilaum des hieiigen Spar- und Vorschuß- vercrns wurde heule im GanbausZur Traube" seitlich be- gangen. Mit dem Jubiläum des Vereins ivar auch das goldene Amtsiubiläum seines Rechners und Miigründers. des Lehrers rn Pension Schmirmund, verbunden Um 2 Ubr crösfncte Direktor Völzing die Versammlung mit einer An- sprachc. Als Anerkennung der Tätigkeit des Rechners Schuir- Mund überreichte er ihm im Namen der Vorstandes ein Gk- ühenk. Der Jubilar sprach dem Direktor, dem Vorstand und den Mitglichcrn seinen Tank aus. Sodann gedaclne Tirektor Völ- »,ng des verstorbenen BürgcrmeiswrS Kreuder ,u Kestrich und seiner unermüdlichen Sorge um das Wohl der Kasse Tie Ver­sammlung^ ehrte den im Jahre 1897 Verstorbenen durch Erheben von den Sihen. Die revidierte Rechnung vom Jahre 1913 wurde voraelegt und genehmigt Sie schließt in Aktiva und Passiva mit je 1635 339 Mk ab. Dem Reservefonds konnten 3107 Mk. »u- gewiesen werden, wodurch er Ende 1913 aus 81093 Mk gestiegen ist Aus die haftbaren Mitglicdseinlgqen wurden nnedcr 8 Prozent Dividenden ,oie seit Jahren verteilt. Die bisher gewährten Zu- Wendungen für wohltätige und gemeinnützige Zwecke wurden weiter bewilligt. Noch Erledigung der Tagesordnung begann die Jubi- läumsseier mi, einem gemeinschaitliche» Festessen Die Festrede hielt Lehrer >. P nergarth zu Büdingen, einer der Gründer des Vereins, der iHm 50 Jahre lang ununterbrochen angehört hat. Eine von Lehrer N e e b verfaßte Tenkschriit über die Geschichte des Vereins wurde unter die Mitglieder verteilt.

Kreis Frirvber«.

r. Bad-Nauheim, 27. Juli. In der Stadtverord­netenversammlung teilte der Vorsitzende ms,, daß die Ver- saiirinlung sür die provisorische Herstellung des Eleonoren- Ringks 8720 Mk. bewilligt hat. Tie Arbeiten kommen zur Aus» schrechnnq und sollen möglichst beschleunigt werden Für die (sziisrie- digung des Volksschulgarlens aus der Cftfcite werden 1350 Mk be­willigt. Die Wanderhaushaltungsschule des Kreises will im Oktober d Js. hier einen Ilnterrichtskursns abhaltcn. Die Stadt übernimmt 200 Mk. Miete iür ein der Schule zur Ver­fügung zu stellendes Lokal. Am Elconoren-Ring sollen zunächst sieben Richtlaternen ausgestellt werden Die Versammlung ist ein­verstanden Der am Samstag »nd Sonntag zum Besten des Roten Kreuzes im Großh. Konzerthaus abgehaltene Basar war von ungesähr 3000 zahlenden Personen besucht. Die Roh- cinnabme aus Eiutrittsaeldern, Verlaus, Lotterie usw. schätzt man mit 8000 Mk. nicht zu hoch.

A Maibach bei Butzbach, 27. Juli. Veteran Phil Iauer- b a ch, der an den Feldzügen 1866 und 1870/71 feilnahm und zuletzt dem Jnsanterie-Reginient Nr. 81 in Frankfurt angchörte, wurde zur letzten Ruhe gebettet. Er war Inhaber des Eisernen Kreuzes. Der Hassiabezirk Butzbach lieh durch Medizinalrat Dr. Vogt einen Kranz am Grabe niederlegcn

Starkenburg und Rheins, essen, rw. Darmsiadt, 27. Juli. Aus dem Truppen. Übungsplatz Griesheim stürzte am Samstag ein Unteroffizier der Fliegertruppe mit einem Flugzeug aus geringer Höhe ab. Er blieb unverletzt; dar Fliigzeng wurde stark beschädigt. Zwei russische Studenten, die am Sonntag abend den an dem alten Palais auf dem Luisenplatz stehenden Infanterie-Wachtposten durch Zuruse beleidigten, wurden mit Hilse von Passanten und der dann rasch herbeigeeiltcn Schloßmachc fest g cn o in men, nachdem sie versucht hatten, zu entsiiehen. Mit aufgepflanztem Seitengewehr wurden sie durch die Wache nach den, Schloß gebracht und »ach Feststellung ihrer Personalicn wieder ent­lasten. Sie schienen etwas angeheitert zu sein, obwohl cS erst t/,11 Uhr war.

Kreis Wetzlar.

»cht. Hochelheim, 28. Juli. Das etioa drei Jahre alte Töchterchen einer hiesigen Familie ,var nach dem Felde gegangen, wahrscheinlich um die mit Feldarbeiten beschäftigte Dicnstmagd der Eltern anszuiuchen. Ilm nun über den Müblgrabenzu kommen, lies e^ über den Balken einer Schleuse. Dabei glitt das Kind aus und stürzte IN den Graben, der an dieser Stelle ziemlich breit und etwa einen Meter tief ist. Ein dabeistehendes sechsjähriges Mädchen erhob ein großes Geschrei, woraus die zwölsjäbrigc Maria Schwei- z e r sofort an die Unsallstelle eilte. Entschlossen sprang ste dem Kinde nach und brachte es wohlbehalten ans Land.

Hessen-Nassau.

ss M a r b u r g 27. Juli. An einer scharfen Kurve der Land­straße von Schröck nach Marburg üb erschlug' sich gestern abend gegen 11 llhr ein mit Damen besetztes Auto­mobil. Bon den Jnsastcn erlitt rin hier zu Besuch weilendes Schulmädchen namens Börner aus Frankfurt so schwere Ver­letzungen. daß eS in der Klinik ge st o r he n ist.

ss Marburg 27. Juli. Der letzte der gefährlichen Ein­brecher, die kürzlich in Gladenbach ausbrachen, ist jetzt an der luxemburgischen Grenze fest genommen worden. Es ist dies der Einbrecher, der dem Wackumcister Kreiling den Dostch- stich beibrachie. Dos Kleeblatt besindct sich jetzt im hiesigen Unter- suchungsgesängnis.

I. Frankenbcrg, 27. Juli. Der in Mainz bei einem Sturz mit dem Pferde tätlich verunglückte Dra­goner Faust von hier wurde gestern unter großer Beteiligung zu Grabe getragen.

b. Biedenkopf, 27. Juli. Die sür Zwecke der Waisen- pflegc im hiesigen Kreise veranstaltete Hauskvllekte ergab 2078,tzö Mark gegen 2001,22 Mark im Vorjahr Die Sammlung de; hiesigen Kreises sällt dem Landarmenverband zu, während die übrigen Kreise ihre Erträgnisse sür ein Zentrastoaiscnhaus ver­einnahmt haben.

--- Frankfurt, 28. Juli Eine Einkaussreisc des Direk­tor; des Zoologischen Gartens, Dr. Priemck, nach Hamburg und Alseld, war iür den Garten von großem Erfolg Nicht nur wurden überzählige, hier gezüchtete Tiere verkauft, sondern der Tierbcstand konnte um eine Reibe wertvoller, seit Jahren erwünschter Seltenheiten vermehrt werden. Darunter die Südafrikanische Reise-Antilovc, der sogenannte K a - vis che Spießbock, zwei in der Nähe der RaubvogelVolieren untergebrachte Katzenbären oder Pandas, die vom Himalaya stammen und vorwiegend banrnbcwvhncnde Bogrlsresser und Nest- räuber sind. Für das seit vielen Jahren im Garten besindliche Därenpavsanweibchen wurde ein starkes, nahezu erwachse­nes Männchen angekaust. Ein sunges Mandrilwcibchen, eine schwarzaesichtige Weißnasenmeerkatze und drei seltene Halb- assen vervollständigen das Asienhaus. Reich bedacht wurde auch die Dvgelsammlung. Ein kleiner südomerikanischer Raubvogel, der Ehima-Ehima. ein mexikanisches Zwerg käuzchen und ein Paar Goldvhr-Arasaris, Nilgänse und Buschwaldsittichc wurden erworben. Auch iür das Agua- rium Riesenchamäleone, einige große bengalische Warane, eine asrilanischc Riesenlandschildkröte, die sogenannte Leopardcnschildkröte.

h. Franksurt a M. 27 Juli. Die im Verband der Reiwigungsunternchmer Deutschlands zusammcn-

geschlostenen Berufskollegen bielten imKaiserhos" ihre Haupt­versammlung ab. Dem vom Vorsitzenden D a l l i st a t (Hamburg) erstatteten Gescliättsberich! zusoigc umsaßt der Verband bereits mehr als 200 Mitglieder und Körverichasten. Die Kasscnverhältnisse sind günstig. Man beschloß, den Beitritt zur Sterbeunterstützungs­kasse sür icdcs Mitglied obligatorisch zu gestalten. Tie Jahres­versammlung 1915 tritt in Düsscldori zusammen.

b Bad-b omburg v. d H., 27. Juli. In dem Streit der Acrzte des Bczirls Usingen mit der O r t s k r a n k k n - lasse Hamburg ist eine Einigung nicht zustande ge­kommen. Tie Kaisc beschloß deshalb, sür die in Frage kommenden erkrankten Mitglieder die von den Usinger Aerzten gesordertc Minim rltar c zu bezahlen. Ten Mitgliedern wird aber empsoblen. in KrankheitSsällen die Usinger Aerztc möglichst nicht zu bkhetligen, sondern sich an die Homburger Kassenärzte ZU weichen.

Sport.

X Offiziers - Lawntennis - Turnier in Bad Homburg Am Montag nahm das unter der Schirmherrschast des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen stehende Lawntennis- Turnier für aktive Offiziere des deuißchen Heeresnd der Flotte aus den Tennisplätzen im Homburger Kurpark seinen Ansang. Es sind diesmal 27 Nennungen eingelausen, darunter Hauvtmann See- bohm vom Jn'anterie Regiment Nr 167, der imKaiierpreis" wir ecner Vclastung tfoni39 spielti Die Leitung des Turniers liegt in den fänden des Hauptinanns o. Frankenscld (Mainz/. Zunächst sind vier Konkurrenzen vorgesehen und zwar das Herren- Einzclsviel um den vom Kaiser gcstisteten Goldpokal, um den 26 Offiziere kämpsen: sowie das Herren-Dovvelsvicl mit dreizehn Paaren Ferner kommen noch ein Herrcn-Einzel- und Herrrn» Tovvelspiel mit Vorgabe zum Austrag. Das Wetter ließ am ersten Turniertagc leider viel zu wünschen übrig, so daß bis jetzt nuv wenige unbedeutende Resultate erzielt werden konnten.

XDasersteJungmannen-Wettfechtend«s2. Be­zirks dom Mittclrheinturnkreis hat am Sonntag in Hanau stattgefunden, zu denk 18 Fechter der Zil dem Bezirk zählenden Vereine aus Franksurt. Bornheim, Bockenheim. Offen- buch, Hanau. Bürgel, Isenburg, Fechenheim und Klcin-Steinhrim sich eingcsunden hatten. Die Leitung hatte BezirkS-Fechtwart Zim­mermann aus Ossenbach. Gesochten wurde Mit Florett und schwerem Säbel in sestcr Stellung <29 Teilnehmer) und Florett und leichtem Säbel in loser Stellung (19 Teilnehmer). Bei dem Fechten in fester Stellung nnirde erster Sieger mit 18'/, Punkten Whil. Müller von der Turngemeindc Bornheim, bei dem Fechten in loser Stellung erster Sieger mit 55'/, Punkten A. Müller vom Turn- und Fcchtllub Franffurt a. M. An das Wettscchten schloß sich ein! Fecht-Akademie. an welcher die hervorragendsten Fechter des Bezirks II sich beteiligten.

Landwirtschaft.

** Der Kreis-Obst- und Gartenbauverein Gießen hielt am Sonntag nachmittag seine Hauptversammlung in G r ü nb e r g ab. In Vertretung des l. Vorsitzenden, des Regie- rungsrats Langerniann, erössnete der 2. Vorsitzende, Stadtverord­neter Simon 'Gießen) die außerordentlich gut besuchte Versamm­lung. Er begrüßte die Erschienenen aus; herzlichste und im be­sonderen den l.nd 2. Porfitzenden des Grünberger Ortsvereins, des KrciS-Obsl und Gartenbouverciiis. Er wies daraus hin, daß es im vorigen Jahre im Krcisverein dahin gekommen sei, die Selb- ständigmachuug der Ortsgrupven zu Ortsvcreinen anzustreben. Die erhofften Ersolge. wie Förderung des Bereiuslcbens und Aneisc- rung für die noch nicht als Mitglieder ausgenommenen Einwohner sind zur Wirklichkeit geworden. Mit den besten Wünschen sür das fernere Wohl d-S Vereins und mit dem Wunsche, daß auch serncr stets Ersprießliches geleistet iverden möge, schlietzt der Redner und erteilt hieraus dem l. Vorsitzenden des Grünbcrgcr Ortsvereins, Uhrmachcrmeistcr Jöckcl I., das Wort. Er begrüßt ebenfalls die Versammlung, bc-sondcrs Stadtverordneten Simon und den Redner des Tages. Dr. Hossmann (Fricdbcrg). Er weist daraus hin, daß der Grünbergcr Verein nunmehr schon über 70 Mitglieder ver­füge, und in absehbarer Zeit die 100 erreicht sein werden. Mit einem Hoch aus den Kreisvcrcin schließt der I. Vorsitzende des Ortsvereins Grünberg. Nunmehr ergriss Dr. H o s s m a n n (Fried- bcrg) das Wort zu seinem VorträgeD ieFraualsBlu men­gär t n e r i n". Er behandelt in knrzcn, leichtverständlichen Aus­führungen die Heranzucht der Pflanzen, ihre Pflege, ihre Feinde, vraltische Arrangements von Blumen, und macht schließlich noch praktische Vorführungen zum Vermehren von Blumen usw. Vor­sitzender I ö ck e l sprach ihm seinen Dank aus und begrüßte den inzwischen eingetrosscncn Gast, Herrn Landtagsabqeordneten Lutz (Elpenrod'. Dieser dankte sür seine Begrüßung uiw erwähnte, daß cs ihm als AbAcordneten sür den Wahlkreis Grünberg-Gicßen eine Ehre gewesen sei, der liebenswürdigen Einladung des Grünberaer Ortsvereins zu folgen. Es sreue ihn ungemesin, daß die Ziele des Obst- und Gartenhauvereins wieder ein neues Gebiet auch sür seine Gegend crössnelen und hofst, daß cs nicht mehr lange dauern loerde, daß man auch dort unter gleichen Verhältnissen eine solche Glanzversammlung abbalten könne. Er berührt, wie schon seit langem gerade in der Schweiz eine Dlumenzüchtung herrsche, der man bei uns noch selten begegne, und hofft, daß sich auch hier eine immer weitere Verbreitung der Liebe zu Blumen und schönen Zimmervilanzen entwickeln möge. Den Verhandlungen wünscht er gedeihlichen Verlaus. Hieraus schritt nian zur Verteilung der Me­daillen mrd der Diplome für die stalt^esiindene Prämiierung des Grünberger Blumenschmucks. Der Vorsitzende I ö ck e l wies daraus hin, daß zum erstenmal zu einer Wertung des Blumenschmuckes geschritten sei. Das Preisrichteramt lag in Händen der Herren Dr. H offmann (Fricdberg) »nd Emil Frank (Grüiiberg). Dr. Hossmann betont nochmals die Vorbildlichkeit Grünbergs auf dem Gebiete der Blumenpilege, obwohl die ganze Sach: noch in den ersten Ansängen begrisfcn sei und man sa^en könne, daß erst seit zwei Jahren sich eine solche Lilchc zur Sache berausgebildet habe. Den 1. Preis, die silberne Psedaille, gestiftet vom Kreis- verein, erhielt Herr Karl Gieß (Grünberg), das l. Ehrendiplom des Kreisvcresns Herr Karl Rohm (Grünberg), dos 2. Ehren« diplom die Schivestcrn Charlotte und Babctte (Grünberg), das 3. Ehrendiplom Herr Herm. Frank (Grünberg). Weitere Ehren- diplomc vom Verein erhielten! Frl. Marie Bock (Grünberg), Herr Konrad Bock, die städt Krankenschwestern Marie und Antoinette, Frau Rechtsanwalt Beilstesn, die Herren Philivv Müller, Karl Becker, Martin Schmidt, Lehrer Roth, Bricsirägcr Herz und Friedr. Ritter. Außer diesen Diplomen konnten noch 10 lobende Erwäh­nungen zur Verteilung gelangen, und das Preisgericht hofst mit Recht, daß diese nur lobend Erwähnten darnach streben werden, im nächsten Jahre ebcnsalls unter die Reihe der Ausgezeichneten zu kommen. Was die össcntlichen Gebäude in Grünberg anlange, so ließe sich noch vieles tun, gerade die Realschille und die städt. Schule böten mit ihren zahlreichen Fenstern ein gutes Feld für die Pflege von Blumen und würden auch auf die Einwohner und Besucher, ganz abgesehen von den Schulkindern selbst, einen sicher lcbenweckendcn, erfreulichen Eindruck machen. Herr Dr. H o s s - mann schließt mit der Hofsnung, daß man wohl^bald Grünberg als die hessische Blumcnstadt betrachten könne. Stadtverordneter Simon legt den Gästen ein Epempel an Grünberg ans Herz und bittet, wenn irgend möglich, Aehnlichcs zu Hause zu ver­anlassen. Züm Schluk; schritt man zu einer allgemeine» Verlosung von 10 Gebrmichsgcgcnstäichen. deren viele aus der Grünberger Bevölkerung gcsttftet tvaren und lnernach zu einer Verlosung eines Rex-Apvarates, nur sür die Mitglieder des Kreisvercins, und zwar unentgeltlich. Ter 2. Vorsitzerlde des Kreisvereins schloß mtt den besten Wünschen für sernerc Zeiten die harmonisch verlausene Fest­versammlung, die durch Konzert auch auss beste unterhalten wor­den war.

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Provinzialberband Oberhess. Kaninchenzüchter SitzGichen.

Gießen, 27. Juli. Am Sonntag, den 26. Juli fand hier eine Vertrctervcrsammlung statt. ES waren 20 Vereine nnd sieben Einzelzüchter vertreten. Auch war Landtagsabgeord«cter Pros. Urstadt der Einladung gefolgt. Neu ausgenommen wurden die

Vereine i Effolierbach, Ruppettsburg, Harheim, Nieder-Weisel und Garbentcich. Einem Einzelzüchter mußte die Ansnachne versagt werden. Den Geschästsbcricht vom 1. Halbjahr 1911 gab Herr Martin Schwall (Gießen). In diesem Jahre konnten dis jetzt sieben neue Vereine und füm Einzel Züchter ausgenommen werden. Ferner stehen noch 2 Nengründnngcn bevor. In den ersorderlichen Versammlungen sprachen Schmall »nd Bock (Gießen) sowie Ebert Gelnhausen). Dem Hess. Landes-Bcrbande sind vom Hess. Landtage zunächst 1000 Mark zur Förderin g der Kaninchen­zucht zur Verfügung gestellt worden. Aus Vorschlag des Verbands- vvrstandes werden die Gelder wie folgt verwandt: An 30 Vereine je dnc Stcnitsdeihilsc von. 20 Mark 600 Mark, 10 Staats-Ehren­preise i 15 Mark 150 Mark, sür Züchter, welche i» der Zucht »urückgekvmmen sind, 50150 Mark, für Vorträge und Agitation 100 Mark. Dem Provinzial-Verbände sind 50 Döark sür .Agitarion bewilligt. Ter 1. Schriftführer macht bekannt, daß für August 1911 eine größere Agitationsversammlung in Gießen geplant sei. Landtagsabgcordnctcr Pros. Ir städt habe einen Vortrag überFörderung her Kaninchenzucht durch Staat und Kommune" übernommen. Außerdem solle ein Vortrag über! Volkswirtt'chastliche Bcderttaing der Kaninchenzucht gehalten werden, den ein Vorstandsmitglied halten werde. Die Satzungen werden nach dem Vorschlag des Vorstandes angenommen. Ferner wiurde eine sclbstäichigc Preisrichter-Bereinigung gegründet. Die Provinzial-Verbonds-Ausstellung lindkl in Lollar im Oltober 1911 statt. Der Laudes-Bcrband Nistete 50 Mark zu Ehrenvreiscn, jedoch >.-urden noch weitrrc 50 Mark angesordert Ter Provinzial-Verba ch gab 32 Mark zu Ehrenpreise», ferner stehe» eine Anzahl sonstiger Ehrenpreise zur Versüguug. Bei dieser Gelegenheit sei mrtgrtcilt, daß im Voriahre anläßlich der Vcrbonds-AuSstellung in Butzbach vergeben wurden: l Bundes-, 8 Staats-, 2 Stadt-, 9 Verbands- imb 16 Bercins- Ehrenvreiie, sowie 96 Standgeldvreis«. In dieicm Jahre konnte,, in Mainz 1 Bundes-, 10 Staats-, 25 Verbands- imb 25 Vereins- Ehrenpreise, sowie weit über 100 Standgeldprcise vergeben Ivcrden.

'A Mücke. 26. Juli. Die 5 3. Waudervcrsammlung und Imkerei ausstelluizg des ove rh c s^i s chon Aienenzüch- terverein? fand heute hier in Verbindung mitt einem Öonig- niarkie statt. Die Ausstellung war gut beschickt und erfreute sich trotz des nicht sehr günstigen Wetters eines lebhaften Besuchs. Die Er­öffnung sand um 2 Uhr durch den Vorsitzenden siir Oberhcffen, Lehrer Buß (Leihgestern), statt. Die Prä^erung qrschah inl. Ab­teilungen durch die Imker Kumps (Gießen), Vetter (Gießen) und Seivv (Geiß-Nidda). E? erhielten Auszeichnungen in Gruppe I, Lebende Völker! l Preis Lchocr Hvnnann und Hübner cNidda), ferner erhielten Preise! Krast (Allcndors). Keck (Gedern). Gruppe II, Bienenhonig: l. Preis Erb (Mücke) Nich der Verein Schlitz, serncr wurden nttt Preisen bedacht! Funk 'Selln­rod) und Philippi (Mücke), Runk iOkarben), Hofmann lFreren- secn) und Kumps (Grünberg). Gruppe III, WvhnungundGe- rätk! Schminke stSachsenbcrg), Hübner (Nidda), Kraft (Allcn- dvrf>. Keck (Gedern). Gruhpe IV, Lchrgcgenstände: Me­daille des Zcntralvercins iür Oesterreich Schminke (Sachsenberg), Preise erhielten Buß cWctzlar) und Heidenreich (Sonnenberg'. Die Jahresrechnung des Vereins, welche Rechner Meergott (Nidda) stellte, zeigte ein recht crsrculiches Ergubnis, die Einnahmen be­trugen 3580 Mk., die Ausgaben 3251,50 Mk., so daß ein Ueberschuß von 228,50 Mk. zu verzeichnen ist, der Reservefonds konnte aus 2000 Mk. erhöht werden,

sl Marburg, 27. Juli. Uitter dem Vorsitz des Landrats v. Löwen st ein (Marburg) sand gestern im Hottl Kaiserhos eine Sitzung des Vorstandes des Kurhcssischcn Ziegenzucht- Verbandes statt. Es wurde beschlosien, eine Vcrtretting des Verbandes bei der Landwirtschastskammer in Kassel zu beantragen. Ferner genehmigte man den Antrag, füns Saaner Zuchtböckc in der Schwei» ankaufen zu lassen. Zwei sollen in Niederhcssen und je einer in Obcrhessen, im Kreise Schmalkalden und in der Hanauer Gegend statwnicrt werden.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 27. Juli.

Unbegründete Sorgen, dürsten es sein, die sich ein Einsender in Nr. 171 des Gießcner Anz. macht wegen des Umstandes, daß am 29. ds. die Gelderbewil- ligung sür den KlinikS,imbau den Stadtverordneten zur Beschluß- sassung unterliegt. Wenn auch die Befürchtungen aus Ersahrungen der Vergangenheit erllärlich erscheinen, so liegt doch in ihnen eine Verkennung der Gegenwart mit ihrer gänzlich veränderten, zu Aengstlichkeit vor erneuten Ueberrumpclungcn keine Veranlassung bietenden Lage vor. Ja. es ist nickr zu leugnen, daß sich die Zcit- umstände noch wesentlich mehr zugunsten der Bürgerschaslsmchr- hcit rcsp. deren Aufsassung verschoben haben. Es liegen auch keine Anzeichen dafür vor. daß die Krankenbaussreunde im Stadtvcrord- netenkollcgium den Einwohnern nach Geßlcrs Rczeot ein Zwinguri ausoktroieren wollen könnten. Im Olegenteil, dieser Verdacht müßte um so weiter »urückgeiviesen werden, als ja inzwischen die Dürgerschast durch das llare Votum der Wahlurne ihre Stimme in unzweidcuttger Weise gegen das ebenso kostspielige wie »nvovu- läre Projekt erhoben bat. indem sie die hauptsächlichsten Gegner desselben ins Sladtparlamcnt berief. Denn die nachträgliche zbassa- tion der Abstimmung ändert nichts an ihrem moralischen Gewicht. Auch darf nach dem Novembcrsturm des vorigen Jahres mit Frig und Recht angenommen werden, daß die Zwölf-Männcr-Masorität unseres Rathauses nach nnier Verantwortung am Vorabend der Neuwahlen nicht lüstern, sondern geneigt sein werde, den Willen der Bürgerschaft zu respektieren. Die letzte günstigste Wandlung aber sür den Sieg der guten Sache erblicken wir in der Person des verehrten neuen Leiters unserer städttschen Geschicke. Wir Nüssen uns sicher unter der Leitung eines wohlmein cndci- nnd charaktervollen Mannes, der nicht zugebcn wird, das die Brandfackel der ZwieirackK weitrrglimme in der Bürgerschaft durch Verletzung ihrer vitalsten Jrtteresien.

Herrn Oberbürgermeister Keller kann es auch unmöglich ent­gangen sein, wie schwer die durch diengünVgc Lage des Platzes verursachte Enttäuschung der Geschäftsleute und Wirte usw. ge­wesen ist, die ihre Hofsnung aus die Gewerbeausstelluug mit bit­tersten Gefühlen zu Schanden werden sahen. Einen solchen Zu­stand kann man nicht verewigen wollen. Darum Köpsc in die Höh'! Das Rathaus blnbt, wo es ist!

Mürtte.

ke. Franksurt a. M., 28. Juli. Aus dem heutigen Heu- u»d Stroh in arkt war nicht; angesahren.

Amtlicher Wetterbericht.

Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen am Mittwocv, den LS. Juli 19)1: Wechselnd bewölkt, Nachlaßen der Niederschläge, Temperatur wenig geändert; nordwestliche Winde.

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