faauaaftMym Presse aufkommen lassen wollen, sondern Mich, wert w>>- hie Uiiabhängigkrft der Presse ohne Unterschieb h»r Meinungen achten und es abtehnen müssen, uns als Wedeln für-die Hattunz der deutschen Presse behandeln zu lassen. Air kennen und achten die Rechte der Regierungen (gegenüber den Ausländern, aber wir weichen keinen pri- vale» Eiiischüänerungsversuckien und werden unbeirrt unsere Bcrschiersliattung aus Frankreich nach bestem Wissen und Genüssen so ersehen
Wir müssen schließlich miserm Bedauern Ausdruck geben, daß sich währimb dieser Tage ein Vertreter der deutschen Presse, der Korrespondent der „Deutschen Tageszeitung", nicht gescheut bat, unS in den Rücken zu sauen und den von uns geschätzten Vertreter des „Berliner Tageblattes" geradezu unseren Angreifern auszuliefern
Dr Äuberttn (Berliner Tageblatts, Dr, Ebstein lFrank- furtcr Gencralanzeiaerl, Fuchs (Berliner Lokalanzeiger), Hercovici (Berliner Zeitung am Mittag'', Dr, Kröger lKölnische Zeitung, Lsry (Straßburger Burgerzeitung), Loeb lDortmunder Zeitung), Neu Frankfurter Zeitung), Dr. Nordau Vossische Zeitung', Tr, Prevot (MünchenerNeueste Nachrichten , Pohk (Vorwärts), RegierungSrat Schiff lWolsir lelegraplischcs Bureau , Schottböser (Frankfurter Zeitung), Simon iTelcgraphenunio» , Stein Kreuzzeitung), Steinherz Pariser Courier, Tr. Tschiedel kDerl. Üokalanzeiger),
Dcutidt» I?etcb.
Der Kaiser hielt gestern vormittag an Bord der „Hohenzollcrn" Gottesdienst ab. hieraus nahm er den Vortrag des Vertreters des äußeren Amte.-, Gesandten von Wedel, entgegen, Nachmittags machte der Kaiser einen mehrstündigen Spaziergang mit einigen Herren seiner tlmgeb.-ng.
Ter kaiserliche Statthalter oon Elsaß. Lothringen I>at cs abgelehnt, den bisherigen Bür- germeist er Knöpflcr in Zubern wieder znni Bürgermeister zu ernennen.
Ausland.
Zu dem Besuch P o i n c a r e 3 in Petersburg hebt der „Rjetsch" die schweren Militärlasten hervor, die Rußland aus die Initiative Frankreichs hin übernommen habe. Das Blatt schließt,- Solche tleberlegungen sind selbstverständlich geeignet, den angenehmen Eindruck des Besuches unseres Verbündeten abzukühlen.
Ru» Stadt und Land.
Gießen, 20, Juli 191). *
" Tageskalender silr Montan, 26. Juli: Gewerbe- A >! S st e l l » » 9 : Slinbevtag mit Kinder-PreiSkorsosahrt. 4 bis 7 Uhr nachmittags. .
•* Landesuniversität. Herr Tr. Otto Hunte- inüller aus Hopa an der Weser, Assistent am hiesigen hygienischen Institut, der sich für das Fach der Hygiene an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält m» TicnStag, den 21. Juli d. I. abends 8 h. c. t. in der kleinc» Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: ,Ueber moderne Seuchenbekämpfung'.
"DerGroßherzog empsing am 18. Juli den Ober- l-uidstallmeifter Willich gen. o. Pöllnitz, den Tr. Mül- ler, den Postdirektor Har res von Friedberg.
** Ans dem Schu 1 di en st c. Bestätigt ivurde der von dem Stadtvorstand zu Mddo auf die erste Lchrerstelle an der Volksschule zu Nidda angebotene Lehrer Peter Gatzert aus Nidda für diese Stelle.
"JndcnRuheftandversetzt wurde Bahnwärter Heinrich Becker zu Alsfeld.
** Offene Lehrer st eilen. Erledigt sind: Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Merlau, Kreis Alsfeld. Gne mit einem evangelischcii Lehrer zü besetzende Lehrerstelle an der Volksschule zu Burg-G e münden, Kreis Alsfeld.
** Für d ie Sitzung der Stadtverordnetcn- Versammlung am Dienstag, den 21. Juli, nachmittags 5 Uhr, ist folgende Tagesordnung aufgestelli worden:
I. Mitteilungen. 2. Einfriedigung des Grundstücks des M. Kreiling, Rodheimer Sttaße 2. 3. Einfriedigung des Grundstücks des Karl Noll an der Goethescraße. 4. Dauqesuch des Georg Eirler für Hcrmmsbraße 1. 5. Bebauungsplan südwestlich des Schiffenberger Wegs bis zur oberhessischen Eisenbahn. 6. Anschluß der Wortanlage des Maschinenhauses des Elektrizitätswerkes an den städtischen Kanal. 7. Anschluß des Wasserwerks der Gemeinde Göbelnrod an die lleberland- anlage. 8. Festsetzung des Ortslohnes gemäß j? 149 SR. S O. 0. Wahl der Beisitzer für das KailfmannSgerichl. 10. Wahl des Vorsitzenden des Gewerbe- und Kaufmannsgerichts.
II. Wahl eines stellvertretenden Vorsitzenden des Gewerbe- Mrichts, 12. Gesuch des.Joh Gerlicher um Erlaubnis zum Schaerckwirtschaftsbetrieb im Hause Alicestraße 20.
** Jugendfest. An dem diesjährigen Jugendfest werden etwa 4300 Kinder aus allen Schulen der Stadt teilnehmen. Der Festzug stellt sich gegen 2 Uhr nachmittags in der Ost- und Südanlagc auf; der Abmarsch erfolgt pünktlich 2'/, Uhr von der Bürgermeisterei aus. Bei der Ankunft auf dem Festplcch nurrfchieren die zwei unteren Jahrgänge auf den Bretzelplatz, wo sie ihre Geschenke erhalten und dann an ihre Angehörigen entlassen werden. Die Kinder Sxs 3., 4. und 5. Jahrganges begeben sich im Walde sofort auf ihre Spielplätze, Tie übrigen Züge nehmen Ausstellung vor der Rednerbühne, Hier: Gesang und Ansprache, Für die Eltern der Kleinen und namentlich für die El t e r n von schwächlichen Kindern empfiehlt es sich, stets in der Nähe des Zuges und der Spielplätze zu bleiben, um sich nötigenfalls der Kinder sofort annehmen zu können. Es wird gebeten, verirrte Kinder zur Musiktribüne nben dem FesbcmS- schußzelt zu dringen, damit sie dort von den Eltern in Empfang genommen werden können. In einem Zimmer der ,har- iiickelsthcn Wirtschaft wird eine Sanitätswache eingerichtet, damit i,ölige,ifaNs sofort Hilfe zur Hand ist. Der SRückmarsch wird um 7>/> Uhr angeireten; er wird durch ein um 7>, Uhr am verschiedenen Stellen des Festplcrtzes abgegebenes Trompetensignal angezeigt und ersolgi in der- lelben Reihenfolge wie der Ausmarsch. Im Interesse der Jugend ist es sehr erwünscht, wenn die Eltern dafür sorgen, daß die Kinder auch beim SRückmarsch am Zuge teilnehmen und nicht noch länger im Walde zuruckbleiben. Denn ein Fest, das der Jugend gewidmet ist, muß mit Anbruch der Nacht beendet sein. Im Interesse eines ordnungsmäßigen Verlaufs deS Festes wird das Publikum ersucht, den Weisungen der Festordner zu folgen und sich nicht in den Zug zu drangen, nicht die Spielplätze zu betreten oder sich gar ,n die Spiele einzumischen,
"Voip Zuge überfahren. Am Samstag gegen 10 Uhr abends überfuhr ein Personenzng zwischen den Stationen Brau nse lS-Ober nd ors und BurgsolmS- Oberndors ungesähr 200 in vor dem Bahnhoj BurgsolniS- Obccndocs de» Arbeiter Rudolf Müller aus Oberndorf. Er
trug am Kopfe schwere Verletzungen davon, während ihn, beide Beine unterhalb der Knie überfahren ivurden. Das Zugpersonal uahui ihn im Packwagen mit nach Wetzlar, wo ihm durch den Bahnarzt ein Notverband angelegt wurde. Bahnhof Wetzlar sorgte für Ueberführnng mit Zug 11.08 91m. in die Klinik zu Gießen. Müller trug als Ausweis seine Lohiimarkc vom gestrigen Zahltage, wodurch seine Personalien seslzusiellen waren und die Bcuachrichtignng der z» Haus» wartenden Fran crsolgc» konnte. Wieso Müller um diese Tageszeit auf die Gleise gekommen, ob er den Weg abkürzen, oder ob er sich irre gegangen, ist noch nicht sestgestellt, da ei noch immer bemnßtios war.
** Ein verwegener Flüchtling. Unter eigenartige» Umständen nahm die Gießencr Polizei einen durch- gcgangenen ZwangSzögling fest. Der 18 jährige Bursche war feinem Lchrherrn vor 14 Tagen durchgegangen, und man vermutete mit Recht, daß er hier bei seinen Eltern eines Tages ankommen würde. Am Freitag vormittag — man hatte festgestellt, daß der Durchgegangene tatsächlich in Gießen war — rückten 3 Schutzleute vor das elterliche Haus. Ein Doppelposten blieb vor der Haustür als Wache zurück, während ein Beamter, der den Burschen persönlich kannte, sich vor die Wohnung begab, in
deren Türe die Mutter den Gesuchten mit ihrer
Person deckte. Der Vogel, der zweifellos Witterung von seinen Verfolgern hatte, brach inzwischen aus dem Boden des Fachwerkhauses ein Gefach durch und entkam über den Bode» des Nachbargebäudes unangefochten, er ging sogar unangefochten an den beiden Schutzleuten vorbei, die ihn nicht kannten. Ain andern Tage redete der eine Schutzmann dem Vater des Flüchtlings ins Gewissen und sprach die Ansicht aus, daß der Vater ja nur einen Antrag zu stellen brauche, um den Sohn aus der Zwangserziehiing heraus zu bekommen. Dies Vorgehen führte zu dem Erfolg, daß Vater und Sohn sich freiwillig auf dem Polizeiamt einfanden, und der junge Mensch wieder dahin gebracht werden konnte, wohin er gehörte. Auf der Polizeiwache händigte der Bursche einen geladenen Revolver und zwölf scharfe Patronen aus, von denen er Gebrauch gemacht haben würde, wie er freimütig versicherte, wenn man ihn mit Gewalt wieder festgenommen hätte.
*' Gewerbe-Aus st ellung. Die Ausstellung hatte am Sonntag den stärksten Besuch auszuwcisen. In Scharen flrömte unsere Landbevölkerung schon am frühen Morgen hcrzn. Unter anderen ivaren folgende Vereine vertreten: Landwirtschafil. Bezirksverein Alsfeld, Schützenverein Wetzlar- NiedergirmeS, OrtSgeiverbevereme: Crainscld, Herbstein,
Groß-Gerau, Turnvereine: Mimzcnberg und Agbach, Kricger- vcrein Kesirich.
** Der Oberhessische Geschickt s verein
unternahm am gestrigen Sonntag seinen Sommer-Ausflug nach Hirzenhain und Ortender g. ES sind Stätten, die abseits von der großen Heerstraße der Touristen liegen, aber gerade darum hat sich ihr Besuch gelohnt. In H i r z e n- hain steht die alte Wallfahrtskirche noch aufrecht, die bedeutsame Reste ihrer einst reichen Ausstattung bewahrt; Statuen, die einst Alräre schmückten und die Skulpturen der feingegliederten Chorschranken sind fast unbetannte, aber darum nicht weniger wertvolle Vertreter unserer hochgewerteten mittelrheinischen Kunst, deren Hauptort einst das goldene Mainz war. Und in dem reizvoll am BcrgeS- bang gelegenen Städtchen Ortend erg, schon mehr bekannt durch die Biloer unseres einheimischen Malers Fries, ist schier die ganze Stadt noch ein künstlerisches Denkmal der Vergangenheit, mit ihren mittelalterlich engen Gassen, ihrem sRathaus, der Kirche, die das Stadtbild krönt, mit dem stattlichen Torlurm der mittelalterlichen Befestigung,
** Vereinigung selbständiger Buchbcnder- Meister in Hessen. Ter heutige 8. Verbandstag der Vereinigung selbständiger Buchbindcrmcistcr in Hessen, der in B i n g e n abgehalten wurde, wies einen sehr guten Besuch auf. In manchen Bezirken werden die Submissionen noch nichtöffentlich behandelt. Herr Emmerich-Lampertheim stellte daher den Antrag, daß die Vereinigung dahin wirken möge, daß sämiliche Submiisionen aus öffentlichem Wege.behandelt würden, Herr Steinhänscr- Gießen stellte den Antrag, daß von der Vereinigung jedes Jahr in einem Rundschreiben die Preise der Vereinigung bekannt geben sollen. Dadurch hätte bei etwaigen Streitfrage» der Lieferant seinen Kunden gegenüber einen Ausweis. Beide Anttägc wurden nach kurzer AuSforachc angenommen und dem Vorstände zur weiteren Bearbeitung überwiesen Ter Kassenbericht schloß 'mit 528.46 Mark Einnahmen, 483.23 Mark Ausgaben uild 45.23 Mark Kaisenbestand. Herr Paul L e h m a n n - Bad-Nauheim hielt einen Vortrag über „Die gewerbliche Buchführung nach dem Zwci-Bücher-Shftem". Zum Orte des VerbandStageS im kommenden Jahr wurde oon her Versammlung die Einladung O s s e n b a ch S einstimmig angenommen. In den Vorstand wurden die Herren A. Greffer-Darmstadt, O. Weitz-Darmstadt, W. Müller-Mainz gewählt.
** Die Maul- und Klauenseuche herrscht fort in Groß-Bieberau und Neunkirchen, KckeiS Dieburg, in Hüttenihal un d Hain stad t, Kreis Erbach, in Affolterbach und Siedelbrunn, Kreis Heppenheim, in Seligenstadt, .Kreis Offenbach, in Rodheim. Kreis Friedberg, in Stadecken, Kreis Mainz, in Welgesheim und Zotzenheim, Kreis Alzey, in Ober-Ingelheim, Schwabenheim, Groß-Winternheim, Dromersheim, Elsheim und Bubenheim, Kreis Bingen. Tie Seuche wurde festgestellt in Reichelsheim i, L>„ Kreis Erbach, in Mackenheim, Kreis Heppenheim, und in Engelstadt, Kreis Bingen,
** Das Gcwcrbeblatt für das Großherzogtum Hessen sZeitschriit des LandeS-GewerbevereinS) Nr. 29, vom 17. Juli, bat folgenden Inhalt: Ocffenilich-rechtliche Versicherung oder Privatversicherung. Großh. Zentralstelle fßr die Gewerbe. Sitzung des Ausschusses des LandeSgewerbevereinS. Hauptversammlung des VerbandeS demscher Gcwerbeveretne und Handwcrkervercinigungen. Handwerkskammer zu Darmstadt. An die verchrl. Vorstände der gewerblichen Korporationen deS Kammerbezirkes. Bek, bett. Neuerrichtung von GesellenprüfungSausschüffen. Meisterprüfung. Sitzung des Verbandsvorstandes deutscher Gewerbevereine und Handwerkervereinigungen.
** Briefaufschriften. Der Briefverkehr Berlins hat einen solchen Umfang angenommen, daß es zur Ermöglichung einer unverzögerten Bestellung der Sendungen dringend erforderlich ist, in der Aufschrift der nach der Reichs- Hauptstadt gerichteten Briefe außer dem Postbezirke (C., N., O.,W. usw. - auch die Nummer des Postamts anzugeben, von dem die Sendung bestellt oder abgehvlt wird iz.' B Berlin, S. 42; Berlin, O, 17), Selbstverständlich darf aber auch die Angabe der Straße, der Hausnummer, des Gebäudeteils und des Stockwerks in der Auffchrift nicht fehlen.
** KleineMitteilungeii. Ter P v stneubau in N a i- sa u ist >etz' in Angriff genommen. — Das Missionskcst in Fellingshausen, welches im nahen Walde gefeiert wurdr, erfteuie sich eines außerordentlich starken Besuches Pfarrer Pö-
mes aus Tüffelial hielt die Felwreaigt. — In W a ll d o r t ffl» krankte am Donnerstag abend anscheinend nach dem Genuß mm Wurst der nierzehntähkige Sohn des Arbeiters Hirschhorn. Trotz rascher ärztlicher Hllte erlog der Junge berelli am zwecken Tage unter schweren DeigiitungSerscheinuugen seinen Leiben, — In Dvrmstad! wurde am Tamöiag vormittag das 3> r Jahre alle Kind des Schutzmanns Horst II. oon einem Motorwagen der elektrischen Straßenbahn überfahren und war sofort tot.
" Konkurse i» Heften. lieber das Vermögen bei Handelsmannes Julius Eohu zu Darnistadt ist am 13. Juli das ItoiikurSveriabreu eröffnet worden, da die Zahlungseinstellung dae- aetan ist. Ter Kauimann Ludwig Raab zu Darmstadl in zum KonkurSoerivalier ernauut. KonkurSiorderungen l»id vis zum l. August 1014 bei dein Gerichte anzuinelde». Es wird zur Beschluß- lastuiig über die Beibehaltung des ernaiiuteii oder die Wahl eines anderen Verwalters und über die Bestellung eines Gläubiger» auSschulleS aul Montag, 18. August 1814, vorinillngS !i Uhr, vor dem Amtsgericht I Tarmstadt Termin anberaumt. — In dem Konkursveriahren über den Nachlaß des Jakob Barl, zu Hot- Heim sind zur Schlußverleilung tür die »icbt bevorrechtigte» Forderungen 5288,78 Mk. nebst de» bei der Bezirkssoarkaffe Lorsch aut- gelanienen Zinsen versügbar. Zu berücksichtigen sind nicht bevorrechtigte Forderungen im Wesamtbetroge von 18 486,88 Mark. — In dem Konkursverfahren über das Vermögen der A n t o m o d i t- post EhringShausen — Kirtort — Kirchhai», e. i«. m. b. £>., zu Kirtori toll eine AbschlggSvsrleilung criolgen. Dazu sind 12 288,88 Mk. veriugbar. Z» berücksichtige» süid 21 781,48 Mk. nicht bevorrechtigte Forderuugen.
Landkreis Gießen.
4. VerbandSsest des Mitteldeutschen Sängervubandes.
A Großen-Linden, 19. Juli. Aus Anlaß des heutigen 4. DerbandSlesteS der Mitleldcnlsche» SänaerverbandS prangt« Großen-Linden im Festschmilckc, an den Eingängen deS OctcS waren Ebrenplorten errichtet. Bereits um XI Uhr traten die Sangesbruder ans nah und sern ein, sie begaben sich nach dem Ichön gelegenen Festplatz an der städtischen Turnhalle. Hier traten die VerbandSvereine zur Hauptprobe de- ÄlasteuchoreS an. Um 2 Uhr wurde in der Bahnhotstraße der Festzug ausgestellt, er mn- sabte 38 Gruppe», darunter 38 Gesgugvereine anS dem Lahntal und der Wetlerau. Dem Festzng voraus tnhr der Radiahrerverein mit prächtia gelchmückte» Rädern, dann lolgte der Stadtoorstand, der Festausschuß, der Vorstand deS Verbandes und an diese schloß sich die cndlole Reihe der Vereine. So waren erschienen Gesangvereine ans Gießen l..Liedertn«el'>,PoblgönS, Oberhörgen, 'Annerod, Butzbach t.Emtrachl'), Latig > Sons, Lollar, Leihgestern, Groksn-Buseck, Garbenteich, Steinberg, HörnSheim, Allendort a» der Lnbn, Steinbach, Wambach, Niederkleen, Klein-Linden, Watzenborn, Hattenrod, Wieieck und Lützellinden, Den Schluß des Jesi- zugeS bildeten die sämtlicheii Großen-Lindener Vereine. Nach dem Uiiiziig saminelte sich die Säiiqerschar des VerbaiideS — ivohl an 300 Mann — vor der sängerhallc jum Dortrag des MasscnchoreS. IliiiversitätS-Musikdirektor Prolffsor Tr aut IN an» leitete beit Chor und eine Aiusikkapelle begleitete ihn. Mächtig scholl daS ewig schöne, ergreiiende „Niedertändische Tankgebel' über den Festvlatz ,iiid lebhatter Bestall der Festgäste lotgte dein Gesang. LandtagSabgeordnster Biiraermeister L e:: n begrüßte die Sänger i»> Na»,ei, der Stadt. Lehrer Römer sv»ach im Austrag des FestniiSIchusieS und der beide,, biestgen Gesangvereiiie dem Verband herzitchen Dank a„S tür die Uebertragung deS 4. VerbandStesteS >ind toastete aul das de,,tsche Lied nnb den deutschen Männer» geiang. 2114 Vertreter des Mitteldeutsche» Sängerbundes hielt destsn ziveiter Vorsitzende, Proteisor Tr. A l l e S-Gießen, die Festrede. Er teilte niit, daß der I. Vorsitzende, Provinzioldirektor Geheimrat Tr. 11 (inner seine Verhinderung lebhaft bedaure und deni Feste besten Verlaiit ivünsche. Großen-Linden lei ein mohlgeeigneter Festort tür ein GesongSiest, hier tvo inan die oltehrwürdigen Bauwerke zu erhallen strebe, >,ndc auch daS alte deutsche BollSlied eine gute Pftegeliätle. Ter Lcrbaud siiche feine vornehmste Ausgabe darin Volksmusik, Volkslieder >,»d volkstüinliche Lieder zu erhallen und zu iördern, deiin sie seien KemütSivortc des deiitscheii Volkes. Eine Saminlnng geeigneter Volkslieder sei out Anregung des Verbandes von llniversitälSmiisikdirektor Protestor Trautinan» inid Reallehrer Gelter erschienen, tstuch habe der Verband die ziveckinäßigen Dirigeiitentage eingerichtet. Tie Entwicklung und die En'olge des Verbandes seien gut und hosteuttich würden sich in»»cr »och mehr Gesangvereine anschliitzen. Sein Hoch galt dem Mitteldeutsche» Verband und allen nngeschlossenen Vereinen. I» der Turnhalle begann da»u das WiltuugSsingen Ser 27 Ver- bandSoereine, das Ergebnis deS vlesangeS bleibt geheim und wird den Vereinen zugelandt. Ei,,e große Ate»Icheiimenge wohnte dem WertmigSsingen bei, und auch der Festplatz wimmclte von Besuchern.
ck. Reiskirchen, 19. Juli. Eine erfreuliche Bewegung für eine Kleinkinderschule macht sich jetzt in unserer Gemeinde bemerkbar. Scheiterte der Plan vor etlichen Jahren an der Zurückhaltung des fffemeinderatS, so sollen die neuen SRäte die Sache eiftig befiirworten. Als Tummelplatz hat man die alte Schule auSersehen, den oberen Saal für «t—7jährage und den unteren für die Kleinen Bei gutem Wetter steht der geräumige Schulhot zur Verfügung. — Der K i r ch b e r g , ein beliebter Ausflugsort der Vereine, soll eine Verschönerung erfahren. Die gute Einnahme bei der letzten Versteigerung wird den Anlaß dazu gegeben haben. Alte abgestorbene Baume sollen durch neue ersetzt und die durch Brechen von Mauersteinen enfftandenen Löcher zugeworfen werden.
Sl Burkhardsfelden, 19. Juli. In unserem Orte fand heute ein auch von auSwsirtS ^ut besuchtes Mission-, fest statt. Auf dem Lindenplatze inmitten deS TorieS sammelte sich unter sreiem Himmel eine andächtige Gemeinde. Missionar Win ner-Lichund Stadtmissionar H e r m an n- G ie ß e n waren die Festprediger. Ein Gießener Posaunenchor verschönte die Feier.
Kreis Büdingen.
— Mittelgründe! ii, 18. Juli. Deni Milchfuhrmann Joh«. Hafner von Rothenbergen ging gestern abend gegen 8 Uhr sein im Milchwagen cingespannteS Pferd durch und rannte mit dem Wagen durch das Dorf, wo es von einem Einivohner aufgehalten wurde. Ter Besitzer fuhr nun mit deui iuimer noch sehr unruhigen Pferde in das Dorf zurück, um noch Milchkannen aufznladen. DaS dreijährige Kind des TaglöhnerS Philipp Llchtzchnter in SRittclgründa» wurde vom linken Vorderrad des Milchwagens ersaßt und überfahren, die entstandenen Berletzungen waren so groß, daß kurze Zeit nach dem Vorfälle der Tod eintrat: scheinbar ist dem Kinde der Brustkorb eingedrückt worden. Den Fuhrmann soll angeblich kein Verschulden treffen. Zur Ausklärung weilte heute das Großh. Amtsgericht Büdingen und der Großh. Kreisarzt Medizinalrat Dr. Fresenius an? Büdingen hier an Ort und Stelle zur Sachnntersuchnng und Leichenschau.
Kreis Schotten.
Z H a rt m a n n S h a i ii, 18. Juli. Tie erste n Gurken kamen dieter Tage hier zum Verkaul. DaS Stück kostete im Tu ,<t- jdmitt 10 Piennig und da waren millinter »och ziemlich kleine ü>e» wächse dabei. Angeblich soll der Preis noch ivachsen, da die ffluv fei,ernte in der Wetteran schlecht ausgetallen und auch aus N^h- wuchS nicht zu rechnen ist.
z. AuS d e m oberen Vogels berg, 19. Juli. Tie E r d b e e re n e rn t e hat sich in diesem Jahre in den Waldungen deS OberwaldeS an Ertrag als (ehr arm erwieien. Wen» auch „> den Gärten nnlcier bochaelegenen Orts nur lehr wenige dieier Beeren gezüchtet werden, so sind doch die wenigen Erdbeeranlagen mit Früchten zahlreich behänge«.


