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Ä tnjfjnto» Ssterreichischen und den nichtdeutschcn Frei- V» zu einer ffimiferei gekonrnren fern.

Rom, 7. Juli DieAgencia Strfani" meldet aus Du­razzo vom 6. Juli 10 Uhr abends: Midi Ben lfat Kr-crja ge- räumt und sich in ba\ ; Gebiet vvn Pdati zurückgezogen. Der Abordnung Dun Argproeastro wurde erklärt, baß nmn derStzrd« itidjt Hessen Emire. hier sind 37 Freiwillige aus Skikturi airgekommen.

Ein netter Thronkandidat für Albanien.

Rom, 7. Juli. DieIritmmr" meldet! Burhen Eddin, der Sohn MH-ut Hamids hat sich bereit erklärt, die Nach­folge des Fürsten Willselm zu übernehmen. Er stellt solgende Bedingmrgen: Annahme seiner Kandidatur durch die lvtachte, Ernennung JZzet Paschas zum Ministerpräsidenten nird Kriegsminister, Festsetzung einer Zivilliste von ein- einhall' Millionen Franks, Betrauung der Kontrollkommis­sion mit der Aufgabe, nach der Abreise des Fürsten Wil- hekm, soweit als möglich, die Ordnung in Albanien wieder herzustcllc». endliel, Organisierung Liner albanischen Armee durch türkische Offiziere.

Ter neue Präfekt von Durazzo. - Durazzo, 7. Juli. >Per Fürst hat den albanischen Major Schcfket Frascheri zum Präfekten von Durazzo er­nannt.

Au» Stadt unv Land.

Gießen, 8. Juli 1914.

Bo» der Straßenbahn.

Das BcrkchrSbrld unserer städtischen Straßenbahn stellt sich für April bis Juli wie folgt:

Rote Linie beförderle Personen

1914 1913

63 600 56 074

66 462 75 059

76 696 110 872

April Mai Juni zusaminc»

Grüne Linie Personen 1914 1913

43 914 40 984

17 759 13 843

50 »09 50 595

206917 211 935 142542 140 422

Auf beiden Linien wurden im 2. Vierteljahr zusammen befördert:

1313 . . . 382 357 Personen 1914 . . . 319 159 1913 mithin mehr Personen 32 898.

A» Einnahmen aus dem Personenverkehr sind zu ver zeichne»:

1914 1913

rote Linie . . Mt. 19 266 Mt. 23 639 grüne . . . , 13 327 _ 13 717

zusammen Mt. .32 593

Mt. 37 408

1913 Mehreinnahin« Alk. 4 815.

Die Abreise der Fürstin?

Rom, 7. Juli. Die Gemahlin des Fürsten Wilhelm von Albanien soll nach verschiedenen Blät­tern gestern mit ihren beiden Kindern aus Durazzo ab« gercist fein.

Deutsche» Reich.

Ter Ka i f e r hat gestern morgen gleich nach 6 Uhr an Bord derHohenzollern" die Nvrdlandreise angetreten. Der Tnrl'inenkreuzerRostock' und das DepeschenbovtSleip- ner" begleiteten die Kaiserjacht.

D a s l i b e r a l c W a h l a b k o m m c n i n S a ch s c n ist vom Vertretertag der nationallibcralen Partei genehmigt worden. Das Walilabkommen erkennt der Fortschrittlichen Volkspartei ins­gesamt 28 Wahlkreise zu, die übrigen 63 Kreise sollen von der nationallibcralen Partei mit Kandidaten besetzt werden. Von den 28 Wahlkreisen, in denen die Fortschrittler die Einigungskandidateu ausstellen, besitzt die Fortschrittliche Vojkspartei letzt neun. Acht gehören den Konservativen, die übrigen jl sind im sozialdemokra­tischen Besitz.

TEtitlatiS.

Der König der Be lg ier traf am Dienstag vormittag von Montreux kommend, wo er seiner Gemahlin zum Kur­aufenthalt weilt, in Bern zu einem ofsiziellcn Besuch des schweize­rischen Bundesrals ein. Nach einem Empfang im Bundeshausc durch die gesamte Regierung und nach der Besichtigung des Parlamcnts- gebäudes folgte ein Gegenbesuch des Bundcspräsidentcn Hossmann in der belgischen Gesandtschaft. Mittags fand ein vom Bundesrat veranstaltetes Frühstück zu 30 Gedecken statt. Nachmittags stattete der König in Begleitung des Präsidenten und des Vizepräsidenten des Bundesrats und einiger ossiziellcr Persönlichkeiten der Schwei­zerischen Landesausstellung einen Besuch ab.

Oberstleutnant von Winterfeld hat vor seiner Abreise von Grisotles a» den Präfekten des Tharn et Garoiine-Departements ein Schreiben gerichtet, in dem cr für die ihm während seines fast zehnmonatigen Kranken­lagers von allen Seiten bewiesene Sympathie seinen heim­lichsten Dank ausspricht.

Die dreijährige Dienstzeit in Frankreichs Der radikale Deputierte Arme;, der für das Dreijahrgesetz gestimmt hat, brachte einen Gesetzesantrag ein, durch den die Rückkehr zur zweijährigen Dienstzeit ermöglicht werden soll. Arniez schlägt vor, alljährlich 40 006 Freiwillige an­zuwerben, die sich verpflichten sollen, fünf Jahre zu dienen nird dafür einen erhöhten Sold und nach beendeter Militar- dienstzeit eine Prämie von 2500 Fr. erhalten würden. Hier­durch würde es dem Kriegsniinister ermöglicht werden, die übrigen Mannschaften bereits nach 24 monatiger Dienstzeit zu entlassen.

Tie französische Kammer nahm den Kredit von 400 000 Franken für die Reise Poinrares nach Rußland, 'Schweden, Dänemark ll. Norwegen mit 428 gegen 106 Stimmen an.

Während der französischen Flottenübungen bei den Hherischen Inseln stieß das UnterseebootC a l n v s o" mit dem in seiner Begleitung befindlichen Torvcdobootszerstörcr Mousgueton" zusammen. Das Unterseeboot sank. Die Mannschaft wurde gerettet. Der Marincausschuß der Deputiertenkanimer hat den Amrag des Admirals Bienaime angenommen, in welchem die Regierung ersucht wird, baldmöglichst Abänderungen des Bau- vrogramms vorzuschlagen, die einerseits den Fortschritten in den Bauarbciten und andererseits der Entwickelung der konkurrierenden Marinen entsprächen.

General Stössel vom Schlage gerührt. Ver- schitchene Petersburger Blatter melden, daß der ehemalige Verteidiger Port Arthurs, General Stössel, auf dem Gute seines früheren Adjutanten, Ksidi, in Südrußland, vvn eineni^ schweren SchlaganfaN getroffen worden sei. Er hat das Sprechvermvgen verloren und alle Glieder sind ihm gelähmt.

ZuderVerhaftunganarchistischerRussen. Die beiden verhafteten Russen namens Trojanorowskn und Kiritcek wurden einem Verhör unterzogen. Krcitcek erklärte, daß er die beiden Bomben in Paris hergestellt habe und daß sie dazu dienen sollten, den Kaiser von Rußland bei nächster Gelegenheit zu töten. Er habe sich den Browning gekauft, um sich nach dem Attenlat selbst das Leben zu nehmen. Die Bomben, welche noch nicht untersucht sind, sollen nach An­gabe einiger Augenzeugen eine furchtbare Explosionskraft besitzen. Die Polizei nahm in den Wohnungen der beiden Russen, die sich in Paris aufhielten, Durchsuchungen vor, konnte jedoch nichts Verdächtiges finden.

Französische Krie gs führun g in Marokko. In der radikalen Pariser Presse werden.immer lebhaftere Angriffe gegen die Art der Kriegführung in Marokko er­hoben. So schreibt dieAurorc": Tank der Geistesverfas­sung des Generalstabes and des Besatzungskorps dehnen sich die kriegcrisckien Operationen immer mehr ans. Oleneral Liautep nennt dies, einen Oelfleck ausbrciten, es ist eher ein Blutfleck, der immer größer wird. Die Gegner sind Stämme, denen man ihre Kasbachs zerstört hat und die man durch ein unbarmherziges Kesseltreiben zur Verzweif­lung bringt. In einem Gefecht gegen 700 Marokkaner wür­ben auf französischer Seite 1800 Granaten und 80 000 Ge- wehrpatrvnen verbraucht. So sieht die Pazifizierung aus! DerExcelsior" schreibt: Die gegenwärtige europäische Lage gestattet es durchaus nicht, Verstärkungen nach Marokko zu entsenden. Aber ebenso unmöglich sec eine Berriugarunig der dortigen Mannschaftsbestände. Um die Eroberung Ma­rokkos durchznchchren, müsse man baldigst mehrere neue Regimenter vvn Eingeborenen schaffen, ein Späh, -Regement, die schwarzen Truppen beträchtlich vermehren und das Be- satznngskorpS mit einer stärkeren Artillerie ausrüstcn.

Wenn man die Zahlen genau betrachtet, so ergibt sich, daß der Verkehr und die Einnahme der grünen Linie im abgelaufenen Vierteljahr 1014 so ziemlich mit dem Ergeb­nis des Vorjahrs übereinstimmt. Die 2000 Fahrgäste, welche 1914 auf der Friedhofslinie mehr befördert sind, haben eine Mehrcinnahmc für diese Strecke offensichtlich nickst erbracht. Ter Unterschied ist wohl auch teilweise auf die Verbilligung der Fahrten, die im Juni eintrat, zu setzen.

Ter Minderverkehr in dem in Rede stehenden Zeitraum im letzten Jahre entfällt auf die rote Linie und beträgt für diese allein 34966 Personen, welche Zahl sich auf beide Linien zusmnmengenommen auf 32 898 Personen ermäßigt. Dieser Ausfall gegenüber dem Vorjahr hat seinen Grund in dem Masscnverkehr, .den das Regimentsfest der l t6cr im Juni 1913 gebracht hat, während eine Vermehrung der Benutzungszahl der Trambahn durch die Ge - w e r b c a u s st e l I u n g nicht c i n g e t r e t e n ist. Wur­den doch in den drei Tagen des Regimcntsjnbiläums 45143 Fahrgäste ans der Schützenhaus- und 10973 Fahrgäste auf der Friedhofslinie befördert, also zusammen rund 56 000 Personen. Zieht man von diesem Festtagsberkehr den nor­malen Verkehr der drei Tage ab, der auf 11000 Fahrten zu veranschlagen ist, so bleiben 45 000 Fahrten übrig, die auf den Massenverkehr zu rechnen sind.

Diesen Verkehr muß mau aber, um zu einem Ver­gleichsergebnis der Straßenbahn zu komme», bei Abwägung der Zahlen von 1913 und 1914 berücksichtigen und es stellt sich dann heraus, daß die rote Linie im letzten Vierteljahr gegenüber dem Vorjahr unter Abzug des Massenverkehrs, von 12000 Personen mehr benutzt wurde als im Vorjahr.

" Tageskalender für Mittwqch, den 8. Juli. Konzert in der G eiv erbe-AnSstell» ng: 711 Uhr abends, Rcgimentskapelle. Solist: Harfenvirtuos Johannes Snoer a»S Bad-Nauheim.

T r i n k e r- F u r s o r g e st e l l e für Stadt und Landkreis Gießen Gießen Asterweg 9. Sprechstunde jede» Tonnerstag abend 6 bis 77, Uhr.

** Das Generalkommando des 18. Armee­korps hat sich aus Ersuchen des Großherzoglich Hessischen Ministeriums des Innern mit der Beurlaubung von Mannschaften zum Zwecke der Bekämpfung der Reb- schädlinge in der Zeit vom 25. Juli bis 10. August unter her Voraussetzung einverstanden erklärt, daß die ent­stehenden Kosten, auch bei etwaigen Unglücksfällen, von den Weinbergsbesitzern getragen werden.i Nach den Bestim­mungen gelten die Personen des Soldatenftandes als Ar­beiter und sind nach den reichsgesetzlichen Bestimmungen ohne weiteres gegen Betriebsunfälle als versichert an­zusehen.

** Von der Technischen Hochskhule. An der Diplom-Hanpiprüsung der Bauingenieur-Abteilung betei­ligen sich 16 Kandidaten, von denen 14 Staatsdienstanwärter sind. Als Hauptfach haben gewählt: Eisenbau 2, Eisen- betonbau 2, Wasserbau 5, Städtischer Tiefbau 4, . Eisen­bahnbau 3.

** Gewerbe-Ausstellung 1914. Wie wir hören, wird jetzt der Ankauf der Gewinne für die Verlosung fortgesetzt. Bekanntlich wurde als erster Preis eine vollständige Vierzimmer-Einrichlnng, als zweiter Preis ein Schlafzimmer mit Toiletteraum angekauft, die jetzt noch durch Erwerbung von Kunst- und Gebrauchsgegen- ständen ergänzt werden sollen. Beide Preise haben die Freude und das Entzücken der Besucher der Ausstellung erregt. Weiter gelangen zum Ankauf einige Gemälde, Zeich­nungen, Bronzen usw. Um die in hiesiger Gegend früher so lebhafte .Holzschnitzkunst zu ehren, wurde die herrliche BüsteTer Oberbaher" als Ergänzung zum 1. Preis bereits erstanden. Weiterhin kommen als Preise in Frage ein Bücherschrank, der mit Erzeugnissen klassischer und moderner Literatur ausgeshattet werden soll, auch von den herrlichen Produkten der Edelschmiedekunst sollen einige für die Ge­winne ausgewühlt werden. Von der Lotteriekommission wird besonderer Wert ans Gediegenheit und praktische Verwend­barkeit der Preise gelegt, so daß für die vielen Gewinner die Ausstellung auch nach dieser Richtung hin zweifellos eine angenehme Erinnerung bleiben wird. Der Loseabsatz ist recht gut, so daß Aussicht besteht, daß. schon vor dem Zrehungstag (12. August) der vorhandene Losebestand ab­gesetzt sein wird.

"EntscheidungenausderUnfallversicherung. Der Landwirt Pbil. Theis in Hochelheim wurde am 8. Juli 1912 im eigenen landwirtschaftlichen Betriebe vvn einem Pserde gegen den linken.Ringsinger geschlagen, wodurch cr zwei Glieder dieses Fingers verlor. Der Verletzte bezog hierfür eine Rente von 25 Prozent, die am 15. Mai 1913 auf 15 Prozent herabgesetzt wurde. Durch Endbescheid vom 9. April 1914 wurde die Rente dem Verletzten vollständig cMzogen. Hiergegen verfolgte der Ver­letzte Berufung und legte ein Attest des Dr. Rcisf-Lang-Göns vor, mit der Behaupwng, daß er nach wie vor in seiner Erwerbssähig- kcit beschränkt sei, besonders dadurch, ooß cr sich bei der Llrbeit fortwährend an den Fingerstumps'stoße und in der Arbeit gehindert sei. Das Ober-Bersicherungsomt wies den Verletzten mit der Br- gründung ab, daß nach dem kreisärztlichen Gutachten und dem Augenschein der Spruchkammer eine wenigstens mit 10 Prozent m bewertende Beschränkung der Arbeitssähigkeit nicht vvrlicge. Brau auch der Kläger durch die Verstümmelung nock> eine gewisse Unbeguemlichkeit verspüre, auch bei unvorhergesehenem harten An­stoß Schmerzen erleide, so würden nach der ständigen Rechtsprechung des Rerchsversicherungsamts bloße Schmerzen und llnbeqnemlich- ketten mit Rente nicht entschädigt. Der Lagerarbeiter Wilhelm Michel in Hörnsheim erlitt am 22. Juli 1913 beim Ab­trägen v«n Zuckersäcken eine Verletzung des rechten .Knies. Die Berussgeeoffcnschasi zahlte dem Verletzten eine Rente vvn 10 Proz. Da in diesem Bescheid nur von Beschioerden im Kniegelenk die Rede Mas, verfolgte der Verletzte gegen die Reuteujestsetzuug Be-

rusnng mit der Begründung, daß cr durch den Unfall mich Be­schwerden im Hüstgelenk lprbe niw eine höhere Rente beantrage. Er wurde mit seiner Berusung abgewiesen, weil nach Ansicht des ärztlichen Sachverständigen der Spruchkammer die Unsallsolgcn nur noch geringfügiger Nawr sind. Wenn auch dem Verletzten eine höhere Rente nicht zugesprochcn ivurdc, so ist durch die Verhandlung doch sestgestellt, daß auch die Beschwerde», im Hüftgelenk aus den llnsali zurückzusühren sind, was bei etwaiger Verschlimmerung der Unsallsolgcn von größter Wichtigkeit ist.

** Gießener Siadttheater: Wie einst im Mar. Das brüte Gastspiel des ttzroßherzogl. .Kurtheaters Bad-Nauhcinr brachte uns gestern vor ersreulickzeriveise sehr gut besuchtem Hause eine tadellose Aufführung der Posse Wie einst im Mai, die schon iin Winter so großen Anklang gesunden hat. Kapellmeister und Regie batten tüchtig gearbeitet und vor allem die Ehörc gut ge­schult, die zudem besser besetzt ivaren als im Winter, aber die' ganz mit einheimischen Kräften bestrittenen letzten Aufführungen brauchten vor der, Nie schon gesagt, sehr guten gestrigen Vorstcllrcng durchaus nickst zurückzustehcn. Frl. Haust Martini, unsere allerliebste Soubrette, die >ms im nächsten Winter gtücklicherfvcise erteilten bleibt, schuf wiederum eine feine, kleine Ottilie und »rußte sich zu mehrfachen Wiederholungen entschließen. Herr Kürt Harden fand als Fritz .Jüterbog ebenfalls sehr starken-Bcisall, und war ja auch ganz gut, aber die Kran und die Seele, mit der Herr Ludwig Grosser, den die Tirettion dankenswerterweise doch noch für den nächsten Winter zu gewinnen gewußt hat, diese Rolle erfüllt hat, vermochte er dock» nickst zu geben. Auch er mußte ßiehriache Wiederholungen machen. Leider blieb das Lied, Lieb­chen, i-Nnnf auf Sommerwohnung, jvcg. Herr Ähnelt, der auch die Regie führte, schuf als Stanislaus eine sehr gute komische Rolle, aber doch mehr einen behäbigen Bourgeois als einen feudale» Edelimnm. wie ihn Herr Go 12 so vorzüglich dargestellt hat. Eine blendende Augustora schuf wiederum Frl. Jüngling. An Stelle des Herrn B-o l ck, dem der Heinz Jüterbog übertragen war, ivielte Herr Georg Schmidt die Pergamenters. Bon den übrigen Darstellern sind noch die Herren Schubert, Steinbofer und G r o s - ser-Brann 4» nennen, sowie die Damen Stettner, Emnry Bahn Und Minni Fischer. Besondere Beachtung verdient noch Fräul. Philine Wen gerbt, die die Vera spielte, und nicht nur einen sehr sympathischen Eindruck machte, sondern auch über eine feinh Sprachtechnik verfügt. Die Skala des Körperlichen steckt zwar nock) sehr in den .Alksängen, aber es ist anzunehmen, daß sie sich unter Herrn Direktor Steingoctters Leitung gut entwickeln wird. Die Kapelle unter Herrn Lanzers sorgfältiger Leitung war an dem starken Erfolg wesentlich beteiligt.

*' Die Freilichtbühne mußte am vergangenen Sonn­tag die zfvejtc Aufführung der .Versunkenen Glocke' der »n. günstigen Witterung wegen auSsallen laffen. Die Aufführung findet nunmehr am nächsten Sonntag s / 4 3 Uhr statt; die gelösten Karten behalten ihre Gültigkeit. Mit den Proben zum 'Pfarrer von Kirchfcld' ist bereits ange­fangen worden.

(p) Die Preise für Gemüse und Obst. Aus un­serem Leserkreise erhalten wir folgende Zuschrift, deren Beschwerde wir für berechtigt halten. VieUeicht teilen noch andere Leser uns ihre Erfahrungen auf diesem »Gebiete mit, so daß für die Zukunft Abhilfe bewirkt werden kann:

Gar viele unserer Gießener Mitbewohner, die öfters Ge­legenheit haben, mit Bekannten oder Verwandten aus der Um­gegend sich über die Lebensmütelpreise zu unterhalten, tverdcn schon die Erfahrung gemacht haben, daß die Preise für Gemüse und Obst hier in Gießen ganz ungewöhnlich hohe sind. So kostet z. B. ein Psund Kirschen hier im Durchschnitt 30 Psg., während man es in Frankfurt gegenwärtig für 1015 Psg. belonnnt. In Mainz stellen sich, wie ich aus zuverlässiger Quelle Miß, die Preise für Gemüse und Obst auf ungefähr ein Drittel der hiesigen Preise. Sv ließen sich noch viele Beispiele aus anderen Nachbarorten anführen. Bei der großen Bedeutung, die Gemüse und Obst für die Ernährung haben, wäre es von größter Wich­tigkeit, wenn diesen bedauerlichen .und unbegreiflichen Zuständen abgeholsen werden könnte. Ich glaube bestimmt, daß es im allgemeinsten Interesse liegen würde, diese volkswirtschaftlich wichtige Frage in der Oessentlichkeit zu bespreckxm, und ich bitte Sie daher, sehr geehrter Herr Redakteur, aus diese Dincfe in einer Ihnen geeignet erscheinenden Form in Flfrem geschätzten Blatte einzugehcn.

"Die Heugras-Versteigerung der Ernte auf den städtischen Wiesen hatte in den letzten 4 Jahren folgen­des Ergebnis: 1911 16 208 Ml., 1912 20 764 Ml.: 1913 18668 Mk. und 1914 16 806 Mk. Der Ertrag der Wiesen- Wirtschaft ist also heuer Widder auf^den Stand des Notstands­jahrs 1911 zurückgegangen.

** Die Schweineseuche und Schweinepest herrscht nach der letzten Veröffentlichung im Reichsanzeiger gegenwärtig in Oberhessen in 7Gehöften, unter denen zwei Gehöfte neu betroffen worden sind. Die 7 Gehöfte liegen in 6 verschiedenen Gemeinden, und diese wieder in 3 Kreisen. Starkenburg blieb von der Schweineseuche ganz verschont, während sie in Rheinhessen noch in 2 Gehöften besieht, die in 2 verschiedenen Gemeinden und 2 Kreisen liegen.

** Neue Fernsprechanschlüsse. Im Interesse mög­lichst früh.zeisiger Inangriffnahme der Arbcüen zum weiteren Aus- bau der Fernsprecbanlagen ist es erforderlich, daß dir Aninelduncun neuer Fernsprechanschlüsse späte st ens bis zum 25.^ Juli den Kaiserlichen Teleqravbenanstalten vorlicgen. Verspätet an- gemeldete Anschlüsse, die insolgedesscn außerhalb des Bauplans nur mit Mehraufwendungen <z. B. durch besondere Entsendung einer Baukolonne usw.) herzustellen sind, werden in dem lausenden. Bauabschnitt nur dann ausgeführt, wenn die Antragsteller zu den entstehenden Mehrkosten einen Zuschuß von 15 Mk. leisten oder Ivenn diese Mehrkosten den Betrag von 30 Mk. übersteigen, den wirklich ausgewendetcn Kostenbetrag erstatten.

** Das Gcwerbeblatt für das Großherzogtmn Hessen jZeiffchrist des Landes-Gewerbevereins) voin 3. Juli hat folgen­den Inhalt: Großherzogl. Zentralstelle für die Gewerbe. Jugend­fürsorge. Lchrergcnich. 7ln die Mitglieder des Lanbesgewerbo- vereins. Elektrotechnischer Fachkurs in Gießen. Delegiertentag des Verbandes dctiticher ilunstgewerbevereine. Bczirksverband Worms- Oppenheim. Gewerbevereiyc Dormstadt, Mainz, Offenbach. Rechts- auskunsi. Handwerkskammer zu Tormstadt. Protokoll über die 19. Sitzung der Hairdwerkskammer, Bekanntmachung, betreffend »änderung und Ergänzung der Vorschriften zur Regelung des Lehrlingswcsens. Stalistik über das Durchschnittsgewicht der Schlachttiere,

** Güterrechtsregister. Karl Schenermann vvn Lauter und Ehcsran Elisabetha Scheuermann geb. Kaiser haben Errungenschajtsgemeinsckfajt vereinbart. Landwirt Karl Herz, b e r g e r und dessen Elfesrau Elise geb. Suppes, Klein-Felda, haben Errungenschgstsgemeinschasl vereinbart.

Grundstücksverkehr. Das Grundstück zu Gießen, Wetzsteingaffe 8, dxs aut den Namen des Philipp H o s m a n n und dessen Ehefrau Elisabeth geb. Rcitz in Gießen, als Gesamtgut der Errungenschastsgemeinsckfast eingetragen war, soll Freitag, den 28 August 1914, vormittags 9 Uhr, durch das Amtsgericht Gießen in dessen Saal Nr. 18 im Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 28. März 1914 in das Grundbuch eingettagen worden.

** Kleine Mitteilungen.. Im Stationsgebäude zu Ober-Roßbach wurde ein Einbruch verübt. In Vilbel verübte ein erst vor wenigen Tagen aus dem Butzbachcr Gcsängnis cnttassener Arbeiter an seiner 14jährigen Tochter ein Sittlichkeits- verbrcckfen. Er wurde verhaftet. Der bisherige Bürgermeister von Nieder-Erlenbach, Ullmann, wurde einstimmig aus weitere neun Jahre zum Ortsoberhaupt gewählt. Ern Ausstand der Zimmerleute zu Groß-Gerau mußte aufgehoben werden, da Streikende nicht mehr vorhanden sind. Als Bürgermeister der Stadt Geisenheim wurde der von der Stadtverordnetensivuna