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[toaiHidien hüben Staronu) eingenommen und bedrohen S»a*m.

«t l)o n, 5. Juli. («Igencc d'AthsneS,) Die gestrigen Abendblätter veröffentlichen Depeschen aus Cksios, nack> denen ein türkische« Kanonenboot gestern nachmittag einen griechischen Segler, der Flüchtlinge an Bord hatte, be­schossen und gekapert hoben soll, Ta« Kanonenboot sei dann nach der kleii«:» Insel Goui gefahren und liabe da« dortige Kloster durch Beschießung zerstört, Fischer aus DscheSme rersichern, sie hätten den gekaperten Segler ohne die Passa­giere gescyeng diese seien offenbar durch die Türken er­tränkt ' worden.

An» StaSt «nd Lani»,

Gießen. 8. Juli 1814.

Lande? Universität. Herr Dr. jur. et med. M. H. Gori >ig, 'Assistenzarzt an der Klinik für psychische und nervöse Krankbeiten, der sich für da? Fach der Psychiatrie an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält am Diens­tag, den 7. Juli, »in 6 Uhr, in der kleinen Aula eine öffent­liche Probevorlesung über da? Thema: »Die Sittlichkeitsdelikte unter besonderer Berücksichtigung ihrer Begehung durch Geistes­kranke^.

** Verband hessischer Be rkehrs-Be reine. Der Arbeitsausschuß des Verbandes hielt am 30. Juni in Mainz die 8. Sitzung int lausenden Geschäftsjahre ab. Nach Verlesung des Protokolls der letzten Sitzung, zu welchem keine Einwünde erhoben wurden, wurde in die Tagesord­nung eingetrctcn. Die Hauptversammlung des Verbandes iVerbondstag) soll in der zweiten Hälfte des September in Ossenbach a, M, stattfinden, nachdem Lberhessen (Gießen), das turnnsgemäß mi der Reihe gewesen wäre, gebeten liatic, den Bcrbandstag 1915 dort abzuhalten. Die Beteiligung des Verbandes an der großen AusstellungAus hundert Jahren Kultur und Kunst Düsseldorf 1915". Der Vor­sitzende verlas den Bericht des Rheinischen Verkehrsvereins über seine Generalversammlung in Barmen und regte an, daß sich unser Verband an diesen großen Rheinischen Lan­desverband, dem die mcisien und bedeutendsten Mitglieder unseres Verbandes ebenfalls angehören, und der die Ab­sicht habe, sich in großzügiger Weise an der Düsseldorfer Llusstellung zu beteiligen, in einer noch näher sestzustellen- den Form, mischließen solle. Der Vorsitzende wurde beauf­tragt, sich über die Einzelheiten mit dem Rheinischen Ver­kehrsverein, dessen Vorstände er ja ebenfalls angehöre, in Verbindung zu setzen und alsdann einer späteren Äus- schußsitzung zu berichten. Die Dioramen-Ausstcllnng der hessische» Städte und der Bergstraße i» Bad-Nauheim mußte unterbleiben, da die, für die Wiedereröffnung dieser wich­tigen Ausstellung nötigen Gelder, trotz monatelanger und energischer Bearbeitung nicht znsammenzubringen waren. Die 'Ausstellung ist nun durch die zuständigen Behörden sachgemäß abgebrochen und in Verwahrung genommen wor­den Es bleibt nun abzuwarten, in welcher Zeit der von Bad-Nauheim geplante Neubau des Berkehrsgebäudes, der eine zwingende Notwendigkeit für die Bod-Nauheimer Ver­kehrsinteressen selbst sei und in welchem auch für unsere Diorama-Ausstellung ein würdiger Raum vorgesehen ist, zur Ausführung getaugt. Der letzte Punkt der Tagesord­nung betraf innere Verhältnisse zum Bund deutscher Ver- kehrsvercine Leipzig, zu dem die besten Beziehungen be­stehen.

"Lesehalle-Verein, Am gestrigen Sonntag fand der vom Lesehalle-Verein für die Teilnehmer der öffentlichen Vorlesungen veranstaltete Besuch des M u - seums des Oberhessischen Geschichtsvereins und der Gail- Stifiung statt. Tic Beteiligung war sehr gut, sie hätte nicht großer sein dürfen, ohne bei der schon jetzt fühlbaren Enge des Raumes den Einzelnen allzusehr zu beeinträchtigen, Herr Museumsdirektor Dr, Kramer begrüßte in der Halle die Erschienenen im Namen des Geschichtsvcreins und gab seiner Freude und seinem Dank Ausdruck siir das große Interesse, das die Bürgerschaft dem Museum enlgegen- bringt, Daun begann unter seiner Führung die Wanderung durch eine vicltausendjährige Vergangenheit miscres Volkes und der Völker, die vor ihm den heimischen Boden bewohnt und belniut haben. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Teilnehmer den klaren und fesselnden Erklärungen, die ihnen tiefe und gensiß dauernde Eindrücke von der Fülle des Geschauten vermittelten. Schon rein äußerlich betrachtet, erzwingt unser Museum aber auch Achtung vor dem, was hier Bürgersinn und Begeisterung für das Altertum fast -ausschließlich mit freiwillig aufgebrachten Mitteln ge-

Büiett und Anrichte unten. Der weiße Wahnsalon (90) fjot etwas sehr Charakteristisches, das vielen sehr gefallen wird. Das Herren­zimmer 091) ist einfach und stilvoll. Im Jagd,immer söfft der -Woffeiychionk mit fetitcr wuchtigen und doch reinen Form sehr gut aus: leider ist die Wand dalsinter sehr unruhig. Ein Wohn- zimmerchen >93) und das Schlai,immer >Nr, 95) sind bcsvndcrs zu erwähnen Die sogenannte Bauernstube ist freilich nur für reiche Leute: ein wirklicher Bauer ivird sich heutzutage kein solches Bett mehr leisten und dafür einen größeren Tiläwlatz besämssen In der Arbeiicrwotmküche 101) fand ich das kleine Gelten mit Verschließbarem Schreibpultchen lehr praktisch: es wird für den eimachen Mann sehr gut den sonst Wohl schleichen Schreibtisch ersetzen. Der Wäscheschrank von A, Heß-Gießcn, dessen Einrich- timg mit kastrnartigen Türen ich, für Bücherickwänke selbst als sehr beauem erprobt hatte, erscheint .mir hier iricht praktisch: sein« Flächen sind zu schmal (um Auflegen der Wäsche. Ein Herren­zimmer grau-grün mit schnwrz (101) ist noch als recht gut zu erwähnen.

-soviel glaube ich den Oberhrssischcn Werkstätten zmn Lobe sagen zu kömreu: sie haben sich eifrig unk) mit Erfolg bemüht, dem kaufenden Publikum Beispieleguten Geschmacks" zu geben. Möge es ihm gelingen, auch fernerhin zur Besserung de-s aNge- meinen Gefühls silr Wohmmgskunst beizutragen,

Berfchiedenc Gegenstände, die eine Wohnung schön machen Hellen, können nicht in einem einheitlichen Wohnraumc allein ausgestellt werben, und als Ausstattung zu Möbeln übersieht man sie wir zu leicht. So die Tapeten von Höchst ä tt e r - Gießen und die Vorhänge mid Teppiche der Firma S. BlocdIIer Nachsolgcr-Gleßcn: beide in den Oberhess, Wcrkstätien mit aus- stellend. Tie letzte Firma brachte cs aber doch sersig in einer Sonderausstellung (63', zwei Ausstellungsräume von seiner und sogar brhaglicher Wirkung einzurichten. Ebenso ha, die Firma I, Drrn u, Eo.-Gietzen in ihrem Raume gleich links am Ein­gang versucht, mit ihren im einzelnen sehr wertvollen keramischen Erzeugnissen, Wand- und 'Fußbodenplättchen, Brunnen Kamin und Bad einen einheitlich wirkenden Raum zu schaffen, !va« hei der Verfchiebenanigkeil der Ausstellungsgegenstände nicht ganz qe- , Imgen koinile.

Die Gesaintausftellunq der Wohnungskunst überblickend muß rum der AussteNungslcitung dankbar sei», daß sre eine so'reiche und gute Auswahl mustergültiger Ausstattungen hier zusammen, führte und so einem jeden ißelegenheit bot, sich über die Wand- .Hungen des guten Geschmackes (sich die Entwickelung eines neuem T.ratfoctt etil«? zu unierrich.cn und sein eigenes Verständnis für Wolmungskunst weiterzubilden.

Das war ,a schließlich mit der Zweck der Ausstellung

schassen haben. Die Rcichhaltigleil und übersichtliche >Ilus- stellung der Schätze dankt das 'Uiufeinn in der Hauptsache der langjährigen uneigennützigen Tätigkeit seines jetzigen Leiters und ferner Helfer, Den Dank der Besucher silr die hervorragend lehrreiche Führung sprach Dr, Ebel ans

" Stadtthratcr, In der morgigen Aufführung der vom Winter her ja bestens bekannten Gesangspvffe Wie einst im Mai" wird eine größere Anzahl Rollen in der alten bewährten Besetzung gegeben werden, so vor allem dieOttilie" von Frl, Hansi 'Martini, Das Werk hat auck) in Nauheim und Homburg mit dem Na uh ei me r Ope­rettenpersonal jubelnde» Beifall gefunden und dürste auch morgen hier ein volles Hans erzielen, zumal ja die klei­nen Preise weiteren Kreisen den Besuch, ermöglichen,

" Abonncmentskonzerte, Man schreibt uns: Beim 4. Wonnementskvnzert unserer Regimentskapelle am Donnerstag, den 9, Juli, wirst de weltbekannte Trompeten­bläser der Königlichen Oper-Wiesbaden Herr Fr, Werner mit Aus den uns vorliegenden Kritiken gehl hervor, daß er ein Meister seines schwierigen Instrumentes ist, Herr Werner wird in jedem Teil des Programms einmal als Solist austreten. Ein guter Besuch ist dem Künstler mir zu wünschen,

"MitteldeutscherSän^erverband, Sonntag,den 19. Juli, feiert der Mitteldeutsche sängerverband in Großen- Linden sein diesjähriges Verbandsfest, Der Verband, dessen erster Vorsitzender Herr Provinzialdirelwr Geheimerat Tr, u s i n g e r ist, verzichtet varauf, durch äußeres Gepränge, durch Veranstaltung von Wettstreiten, durch Geld- und andere Preise aus seine Mitglieder zu wirken: er will vieliiuehr durch wohl­meinende Beratung und fachmännische Beivertung der Leistungen die Pflege des Männergesangs im Vcrbandsbereich fördern und die angeschlossenen Vereine in ihrem idealen Streben unterstützen. Durch namhafte Stiftungen ist er in den Stand gesetzt, Sachver­ständige zu den Veranstaltungen zu senden und den teilnehmenden Vereinen Partituren und Noten für die Gesamtchüre zu liefern, ohne daß die einzelnen Vereine dadurch belastet werden. Da außerdem die namhastesten Fachmänner in Gießen und der wei- teren Umgebung dem Verband anqehören und sich gern in seine Dienste stellen, ist er mehr als viele ähnliche Bereinigungen in der Lage, anregend und förderich auf deni Gebiete des Männer- gesanges zu Waken, ohne daß die angeschlossenen Bünde, Ver­eine und Mitglieder besondere pekuniäre Lasten zu tragen haben. Der Verband hat denn auch durch seine Berbandsleste, Dirigenten tage, Herausgabe non Volksliedern ulw. schon sehr verdienstvoll gewirkt und sich dadurch lebhafte Anerkennung erworben, Hoffent­lich reiht sich das diesjährige VerbandSsesi den vorausgrgangenen Veranstaltungen in Gießen iMenbelssohnieier u. a.), in Lich und Butzbach gleichwertig an durch einen recht anregenden, har­monischen Verlauf, Anzeigen in den nächsten Nummern ds. Bl, werden Genaueres über das geplame Fest bringen,

"Hassia-Bezirk Gießen, Der Hassia-Dezirk Gießen feierte am Sonntag in Leihgestern sein diesjähriges Be­zirksfest, Es batten sich zahlreiche Krieger- und Militärver- cine aus der Umgegend eingefunden, u. a, ans Gießen, Lollar, Heuäielheim, Wieseck, Großen-Linden, Steindach, 'Illbach, Staufen­berg, Reiskirchen, Klein-Linden, Allertsbausen, Oppenrod, Hausen, Watzenbvrn-Steinberg, Annerod, Allendors a. d, Lahn, Rödgen, Garbcnteüb, Trohe, Mainzlar, Treis und Allenvvrf ä, b. Lda, Aus dem F-estvlatze begrüßte der Vorsitzende Häuser die Gäste, die Festrede hielt Landtagsabg, Schäfer, Im Namen des Be­zirks Gießen sprach Bezirksvoriteher Lehrer Da ab-Lollar, Re­gierungsrat Langermann sprach das Schlußwort,

"Die Cey lon - A »8 sie llun g im Botanischen Garten batte am gesiriqen Sonntage einen überaus regen Besuch. Am Spätnachmittag war die Ausstellung zeitweise überfüllt.

" Et n u n li ebsam er Willkomm wurde einigen Leuten von Gießen zuteil, als sie am Sonntag früh gegen 4 Uhr auf der AnueröderPlatt" die Kirschen von einem erstandenen Baum abcrnten wollten, Bier mit Rucksacken und Körben ausgerüstete Männer waren ihnen bereits zuvorgekommen und schon tüchtig bei der Arbeit. Sic er- grifsei, ztvar zunächst die Flucht, als jedoch ein jungeü Mann sich zur Verfolgung anschsikte, gaben sie einen Re­volverschuß auf ihn ab, der zum Glück sein Ziel verfehlte. Infolge des herrschenden Nebels konnten die Täter un­erkannt entkommen,

" Feuer aufdem Gleiberg, In der letzten Nacht brach aus bisher unbekannter Ursackie in einem der Kirche gegenüberliegenden Hause Feuer aus. Die Krofdorfcr Frei­willige Feuerwehr konnte bald nach 3 Uhr den Brand löschen, der um Ve2 Uhr entstanden war. Der Schaden soll nicht sehr bedeutend sein,

* Die Maul- und Klauenseuche herrscht fort in Seligenstadt, Kreis Ossenbach, in Rodheim, Kreis Fricdberg, in Welgesheim, Kreis Alzcy, in Ober-Ingelheim, Schwnbenheim, Gcoß-Winternheim, Dromersheim und Els­heim, Kreis Bingen. Die Seuche wurde je st ge st eilt in Groß-Bieberau und Nennkirchen, Kreis Dieburg, in Hiittenthal itnd Hainstadt, Kreis Erbach, in Affolterbach und Siedels­brunn, Kreis Heppenheim, und in Bubenheim, Kreis Bingen.

Landkreis Gießen.

ch Klein-Linden, 5, Juli, Das 60jährige Jubcl- f e st des Posannenchors und des Missionsvereins nahm heute bei starker Beteiligung der Einwohnerschaft und zahlreicher auswärtiger Vereine einen würdigen Verlaus, Neun Brudervereine hatten sich eingefunden u, a, aus: Dutenhofen, Lützellinden, Hol,heim. Lang­göns, Beuern, Um 2 Uhr wurde der Festzug ausgestellt, der sich nach dem parkariigen WäldchenWoisting" bewegte. Hier erössneten die vereinigten Posaunenchöre die Feier durch den ChorHerr ich traue aus dich", Pfarrer Schulte- Großen-Linden begrüßte die Festversammlung im Namen der Gemeinde, Noch dem Gemeinde­gesangLobe den Herrn" hielt Ac, Dr, V o l l r a t h - Gießen die Festprcdigt über das Bibelwort:Er muß wachsen, ich aber muß äbnebmen". Pfarrer O, Lenz-Darmstadt, Elisabethenssist, sprach über die Entstebmig und Entwicklung des Vereins, Borträge und Pasaunenchöre und Gemeindegesänge wechselten ab. Nach einstün- diger Paule schloß sich die Nachleser an, die in ähnlicher Weise ver­lief, Ueber die MrssionStätigkeit berichtete Missionar 2 ch i r g e aus Hermannsburg, Dekan G u ß in a n n - Kirchberg überbrachte die Glückwünsche des Dekanats Gießeck, Das Schlußwort und den Segen sprach Pfarrer Schulte, Mit beiden Feiern waren Kollekten für die Heidenmission verbunden.

(B) Beuern, 5. Juli, Unser Missionsfest, das zur Erinnerung an die vor zwei Jahren erfolgte Ordination des von hier gebürtigen Missionars Heinrich Walther alljäbrlich anfangs Juli hier gefeiert wird, fand heute nach­mittag in unserer geräumigen Kirche statt. Die vereinigten Posaunenchöre von Bersrod und Beuern erössneten die Feier mit dem Niederländischen Dankgebet, wonach der hiesige Kirchengesoiigverein unter Leitung des Lehrers Kahle mit dem LiedWunderbarer König" folgte. Die anregende Fest- predigt hielt Pfarrer H o s m a n n - Winnerod über unsere Pflicht zur MissionSarbrit, Nach einem weiteren Bortrag der Posaunenchöre und des Kirchengesangvereins crzählle Missionar Meyer aus Kamerun in fesselnder Rede von seiner Arbeit in dieser unserer deutschen Kolonie, Er sprach von dem leiblichen und geistigen Elend der Heiden, ihrer Krankheitsnot, der unwürdigen Stellung der Frauen, Aber- glaub«», Zauberei u,a und zeigte dem gegenüber dieLiebes- arbeit der Miffion und ihre Erfolge, In Deutsch-Kamerun stehen zurzeit b4 Missionare, 40 iOiifj um« jrauen, 400 schwarze Gehilfen und 3 eingeborene Pfarrer an der Arbeit, gjuj

I" Stationen und 400 Außenstatume» dal die Baseler Mission 17 000) Getaufte und 23000 Schüler, ein Beweis von der Lebenskraft des Lxmgeliums und eine Bürgschaft für fernere Erfolge, Mit einen, nochmaligen Bortrag des Posauncnchors und einem gemeinsamen Gesang schloß da« Fest, das von fast 1000 Personen aus nah und fern besucht war,

Kreis Büdingen.

Michelnau, 5, Juli, Nach beinahe 45 jähriger Dienstzeit ist unser bisheriger Forstwart, Förster Josef Mandel, in den wohlverdienten Ruhestand getreten Er hat es verstanden, sich die Achtung und Liebe der Bevölke­rung hier und in seinem ganzen Dienstbezirk zu erwerben. Zu seinem 'Nachfolger ist Forstwart Jung von Fetdkrückcn hierher versetzt worden,

Kreis Schotten, tz) H c r ch e n h a i n, 4, Juli, Die heutige Hcugras- Versteigerung der Gemeindewiesen erzielte hoty- Preise. Eül dem Vorjahre gleich großes eingeteiltes Stück Feld stieg um 8 bis 10 Mark, welches wohl auf den Heumangel anderwärts znrückzusühren ist.

-ü Rainrod, 4. Juli. Bei dem gestrigen schweren Ge­witter entging zwischen hier und Scffotten Bürgermeister K r o m m von Kohden wie durch ein Wunder einer großen Lebensgefahr. Er befand sich im nahen Spießwalde mit seinem bochbeladenen Henwagen ans dem Heimweg und führte seine Pferde. Plötzlich verspürte er einen gewaltigen Truck und meinte, einen Schlag aus den Kopf zu erhalten, so daß er zu Boden fiel und die Pferde in die Knie sanken. Ter etwas hinter ihm gehende Knecht sah eine Flamme an der linien Seite seines Herrn herabsahren und als Feuer- jchlange aus der Straße und dann die Böschung hinablaufen. Merkwürdigerweise hatte aber Bürgermeister Kromm von dem Blitz nichts gesehen, sondern nur den gewaltig,en Tonnerschlag vernommen und gar keinen Schaden erlitten. Vielleicht hatte seine völlig durchnäßte Kleidung sich als vorzügliche Blitzableitung erwiesen. Der Lustdruck war so stark, daß Leute, die eine Strecke hinter dem Fuhrwerk des Bürgermeisters fuhren, den Wagen schwanken sahen und be­fürchteten, er würde nmsatlen,

Kreis Frievbcrg,

0 Fricdberg, 4,Juli. Lberschulrat Dr, Lucius- Darmstadt, der neue Dezernent für das Bolksschulwcsen im hessischen Ministerium, weilt seit dieser Woche hier und besuchte in Begleitung von Schulrat Süß bereits eine Anzahl Volksschulen des Kreises, u, a, die hiesige Muster­schule und die Bad-Nauheimer Stadtschule,

r, Bad-Nauheim, 4, Juli, Bei einer Beteiligung von etwa 500 Landsleuten feierte unsere amerikanische Kolonie heute im Grvßh, Konzerthaus da« Fest der Unabhängigkeits- Erklärung, Nach dem Kurdirektvr Oberst von Franken» b e r g sprachen hier amerikanische Redner, darunter der AuStausch- Projessor Dr, Boston aus Boswn, Tie beliebte amerikanische Sängerin. Frau R o t h w e l l - W o l s s - St, Paul verschöne das Fest durch Gesriigsvorlräge, 'Abends fand im Konzerlhaus Fcsl- ball statt.

Li Ober-RoSbach, 4. Juli. Ein 16jäyrigec Bursche holte gestern am Kirschberge Kirschen. Während er auf den Wagen stieg, scheute daS Pferd und ging durch. Dem Jungen, der eine Slrcckc weit geschleift wurde, wurde das Bein gebrochen.

Sessen-Nassau,

sj Marburg, 5, Juli. Im Ilnschluß an den Abgeard- nctentag des Kurhessischen Kriegerbimdes wurde heute hier das auf dem Friedrichsplatze errichtete Kr c is - Kr i eg erdenkm a l cingeweiht. ES hatten sich hierzi: etwa 60 Kriegervcrciiie auS dem hiesigen und den umliegenden Kreisen eingesuuden Mittags gegen 1 Uhr bewegte sich oom Bahnhof aus ein Festzug nach dem von einer tansendköpfigen Menschenmenge umsäumten Friedrichsplatz. Rach einem Vortrag des Kur- hessischen Sängerbundes sprachen hier Pfarrer Eißenbcrg, Geh. Rat Prof, Schenk von hier und der Ehrenvorsitzende des Knrhcssijchc»KriegerbundcS, Exzellenz Bern dt aus Kassel. Unter Böllerschüssen siel die Hülle, des Denkmals. Es schloß sich ans dem städtischen Festplatze Volksfest an, daS morgen erst zu Ende geht.

h. F r a n f f u r t a. M,> 5. Juli Aus hem Romerbos im Stadt­teil Bockenheim ist unter dem Großviehbestand die Maul- und K l a u e n s c u ck e ausgebrochcn,

(z) F i s chb o rn , 4, Juli, Mit dem Bau unserer Wasser­leitung ist man früher scrtia geworden, als es sich bei dem Vorgefundenen Felsen amiehmen ließ. Dieser Tage konnte man die Wasserleitung zu ihrem Zlvecke der Gemeinde über­geben,

(X) Ä a n a », 4. Juli, Im Kahlgrunde hat ein mit Wolkenbrnch und Hagel verbundenes Unwetter schreck­lich gehaust, Bon den Bcrgabhängcn des Vorspessarts ström­ten ungeheure Wassermassen herab, die die Straßen und den Bahnkörper der Kahltalbahn überschwemmten,

t,r) Wiesbaden, 4, Juli, Der Thronpratendcnt des Hauses Frankreiätz-Bourbon, Herzog Philipp von Orleans, ist bier zum Kurgebrauch cingetrossen und im Hotel Rose abgestrcgeii Ter Herzog reist unter dem Pseudonym eines Grasen de Billier,'

uftfd)iüabrt.

Fernflug Hamk> ur gK o p c n h a g e nS t o ck h o l m.

Stockholm, 4, Juli, Die beiden deutschen Flieger, die von Kiel aus den Weiterflug nach Kopenhagen angclreten hatten, sind heute abend hier glücklich gelandet und zwar Schlüter um 8,25 Uhr, Kaspar um 8,35 Uhr, Kurz vor ihrer Ankunft stiegen ein Wasscrskugzeng der dänisciienMarine, ge­führt von Prcmicrlciltnant Hock, und ein Militär-Farmaii- Toppeldecker, geführt von Premierleutnant Ussing, vom Flugplatz auf, und kreisten in etwa >000 Meter Höhe über dem Sund und der.Insel Amager, um den deutschen Flie- gern die Orientierung zu erleichtern. Als Schlüter gelandet war, gingen auch die beiden dänischen Militärflieger nieder, stiegen aber nach einigen Minuten wieder auf, um auch Kaspar die Orientierung zu erleichtern. Die deutschen Flieger erklären, daß der Flug ausgezeichnet gelungen sei.

«erlcht»sa«»l.

Dresden, 4. Juli, Weyen Mißhandlung eine« 14- iäftrigat Waisenkindes wurde die MarinestabSingenieurSwüwe I - bonna Tag vom hiesigen Schwurgericht zu drei Jahren Ge­fängnis verurteilt.

Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 7, Juli is!4: Unbeständig, stellenweise Regensälle, Winde aus westliche» Richtungen.

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