Ausgabe 
19.6.1914
 
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jjfa frqcb qi furütI<tf)<SIaflcn und die Stabt gerettet sein ttttib. W wSre überflüssig, zu sagen, da« unsere volle Svmpaihre die Pemuhungen de» Fürsten begleitet, der sich mit großer Energie und deutscher Zähigkeit slvndhafi aus dem Kamvivlatz der Beivegung der Ausständisckicii cnlgcgeiigestellt bat und bestrebt >st, sein An- leben in Albamen zu festigen, Italien bat alles Inter- e I ft daran, daß di c Herrschaft des Fürsten b c - lenig, werde und daß er die schwere, ihm von Europa an- vertraute Ausgabe lösen könne, die albanesischen Stämme allmählich »u einem organischen Staaiswcien zu verschmelzen. Jede andere Lösung der albanischen Frage bietet in der Tat viele ungewisse Tunkte und eine Reihe von vielleicht unüberstcigbarcn Hinder­nissen, Ter volltische Sinn der Italiener ist naturgemäß dem Hgsardsvielen abgeneigt.

Sieg einer mexikanischen Kanonenbootes?

Washington, 17, Juni. Es wird bckanntgcgcben, daß das KanonenbootG u c r r c r o" der mexikanischen Re­gierung das KanonenbootTampico" der Konstitu- t i ona listen in der Nähe von Mazatlan besiegt hat. Rach einem Bericht des Kontreadmirals Howard haben der Kapitän und der e r st c M a s ch i n i st d e sT a m v i c o" Selbstmord begangen,

Mexiko, 18, Juni, Ter Kongreß ist vertagt worden. Man erwartet, daß Huerta ihn für Tonncrstag oder Freitag zu einer außerordentlichen Session cinberuft.

Aus ßcficn.

Ersatzwahl im Landiagswahlkreis Alzcy-Gau-Ldernheim, Alzen, 18, Juni, Bei der heute erfolgten Ersatzwahl im Landtagswahlkreisc Alzen-Gau-Ldernheim, die durch die MandatSnicdcrlegung des bisherigen Abgeordneten Dicht erforderlich wurde, erhielten I ust i z r a t C a l ni a n (Natl,) 2522 Stimmen, Knell lF, Vp) 1817 und Lückcl (Soz.) 346 Stimmen. Aus einigen Orten steht das Ergebnis noch aus, doch dürste dies an dem Ergebnis nichts ändern.

Reich.

Der Ausschuß des Preußischen Abgeordneten­hauses für das Kommunalabgabengesetz nahm bei 8 38 (Veranlagung von Personen mit weniger als 900 Mk, Ein­kommen) einen Zcntrumsantrag an, der eine Ausdehnung des Kin­derprivilegs auch bei der Gemcindebestcucrung dieser Zen- siten vorsieht,

D c r B u n d c § r a t hat einem Anträge dcsGroßhcrzog- tums Sachsen zugcstimmt betressend die Prägung von Trei- marckstücken in Form von D e n k m ü II z e n aus Anlaß der im Jahre 1915 bevorstehenden Jahrhundertfeier der Annahme der Großherzogswürdc und des Bestehens des Großherzogtums, Be­schluß wurde ferner gefaßt über die Vorlage betreffend die Acnde- rung der Ausführungsbestimmungen zum Erbfchaftsstcucrgcsetz, über die Vorlage betreffend die Befreiung von 16 eingetragenen Genossenschaften des Regierungsbezirks Posen vom Geicllschasts- stempel, über die Vorlage bctrcsscnü die Aenderung der Salzab­gaben und der Befreiungsordnung, über die Aenderungen der Aus- führungsbcstimmungen zu dem Gesetze betreffend die Schlacht-, Vieh- und Fleifikcheschau vom 3, Juni 1900, über die Vorlage be­treffend die Bestimmungen über die Fachausschüsse für die Haus­arbeit, über die Vorlage betreffend die Weitersührung der Post- damvfcrvcrbindung mit Australien, über den Entwurf eines Ge­setzes wegen Aenderung der Zivilprozeßordnung und über die Vor­lage betreffend die Versetzung von Orlen in eine andere Ortsklasse des Wohnungsgeldzuschuß-Tarifs,

Die Betriebseinnahmen der vreußisch-hcsli- schen Staalscisenbahnen betrugen im Monat Mar gegen­über dem gleichen Monat des Vorjahres im Personenverkehr 6^2 Milionen Mark, gleich 8,90 v, tz, weniger, im Güterverkehr k,6 Millionen Mark gleich 4.23 v, H, mehr, insgesamt unter Berücksichtigung der Mindereinnahmen aus sonstigen Quellen 2,0 Millionen Mark gleich 0,93 v, tz, weniger, Tie Zahl der Werktage war in den beiden Jahren gleich. Der Mar des laufenden Jahres hatte einen Sonntag mehr infolge der veränderten Lage des Pfingstfestes, aber einen Feiertag weniger als im Vorjahre,

Trc Beisetzung des Großhcrzogs von Mecklen- burg-Strelitz saich am Tonncrstag mittag mit großem Gepränge in dem Erbbegräbnis in M i r o w statt, Ter regierende Großherzog gab deni Leichenwagen, der von acht Pferden von Neustrelitz wach Mirow gezogen wurde, zu Pferde das Geleite,

Auslanv.

Die Wcttcrkatastrovhe in der französischen Kammer, Der konservative Abgeordnete Binder meldete eine Anfrage an über die infolge des jüngsten Unwetters in Paris vor- gckommcnen Unglückssällc und verlangte, daß die Erörterung darüber sobald als möglich stattiinden solle, Ter Minister der öffentlichen Arbeiten Renault crftärtc, daß er die Kammer in der nächsten Woche über die Ergebnisse der eingeleitetcn Unter­suchung untcrriuften u>erdc und schlug vor, die Angelegenheit Freitag, den 26, d, M, zu erörtern, Ter Lecinlgtc Sozialist L a u g h c behauptete, daß die )Erdsenkungen hauptsächlich auf die schle überhasten Arbeiten de rBauunter nehmer zurückzuführen seien und verlangte, daß in die von dem Minister der öfsentlichcn Arbeiten eingesetzten Unterinndikats entsandt wür­den, Ta der Minister der öffentlichen Arbeiten diese Forderung unbeantwortet ließ, erhoben die Sozialisten einen furchtbaren Lärm, so daß der Kammerpräsident Teschancl sich schließlich ge- nötigt sah, die Sitzung zu unterbrechen.

Der mißglückte Versuch eines Anschlages aus den Zaren, TieB, Z, a, M," meldet aus St. Petersburg:, Kurz nachdem die beiden Sonderzüge mit der kaiserlichen Fa­milie und dem Gefolge aus dem Wege von Kischinew nach St, Petersburg die Station Kosatin verlassen hatten, wurde von dort ein gewöhnlicher Postzug abgelasscn. Unweit der Statton Tfchudnow erfolgte eine gewaltige Explosion, Tie Lokomotive wurde umgeworfen, mehrereWagen entgleisten und eine Anzahl Passagiere schwerverletzt, Tic Ergebnisse der Untersuchung loerden streng geheim gehalten, doch unterliegt es keinem Zweifel, daß es sich um einen Anschlag aut den Zarenzug gehandelt Hai, der nur durch die verspätete Er- vloi'ion der auf die Schienen gelegten Sprengkörper unbeschädigt davon gekommen ist.

Die rumänische Thronrede, Tic Session der rumä­nischen Konstituierenden Versammlung wurde am Tonncrstag mittag vom König mit einer Thronrede eröffnet, die besagt: Ich bade die Uebcrzcuguug, daß Sic das große Werk der Reoision der Verfassung, das die Grundlagen des Staates zur Sicherung einer langen Periode friedlicher und gesunder Entwicklung be­festigen soil, zu einem gedeihlichen Ende führen und daß Sie cs in der .tzerbstsessian vollenden werden, indem Sic die berechtigten Interessen im Geiste der sozialen Harmonie zu einem Ausgleich dringen. In dem Augenblick, da Sic an ein Werk von so großer Bedeutung gehen, habe ich die ganz besondere Befriedigung, scst- stellen zu können, daß sich die guten Beziehungen zu allen Staalcn im Interesse des Friedens noch mehr be­festigen, Getreu diesem ständigen Ziel unserer Politik tverden wir über die Erhaltung des Gleichgewichts aut der Balkan. Halbinsel wachen, zu welchem wir im vergangenen Sommer so mächtig bcigctragen baben. Wir werden unsere Bcmübungen mit den Bemühungen aller derer vereinigen, welche für die Be­festigung des europäischen Friedens kämpfen, Ter Besuch, welchen der Kaiser von Rußland mit seiner Familie uns in Kon­stanza abstaticte, ist, abgesehen von der innigen Genugtuung, mit welcher mich die mir stets vom Kaiser von Rußland so warm bekundete versönliche Zuneigung erfüllt, auch ein Beweis der hohen Stellung, welche Rumänien durch seine kluge Politik sind durch den mächtigen Aufschwung aller Kräfte des Königreichs in Eurova erworben hat. Der Besuch .ist gleichzeitig für Rumänien ein Bewais des Wertes, welchen das mächtige russische Reich unseren

Bemühungen für Heu Frieden beimißt, sowie eure neue Seile der ruhmvollen Waffenbrüderschaft des Jahres 1877, und der immer freundschaftlicheren Beziehungen, die zwischen beiden Ländern be­stehen," Ter König wurde im Parlament mit besonders herzlichen Kundgebungen begrüßt. Die Thronrede wurde wiederholt von lebhaftem Beifall unterbrochen Auf der Fahrt brachte die zahl­reiche Mcuschenmeuge dem König lebhafte Ovationen dar.

Eine Note der Türkei an bis Großmächte, die am Mittwoch abend den Botschaftern in Konstantinopcl übermittelte Note, die vom Großwcsir unterzeichnet ist, sagt im wesentlichen: Die den Mächten von Griechenland angezeiglcn angeblichen Vorkommnisse entsprächen nichl der Wahrheit. Die Pforte gebe zu, daß Unzuträglichkeiten vorgekommen seien infolge des Aufstandes, daß Tausende, die aus Ana­tolien auswandern mußten, in Gebiete, die von den Balkan­staaten besetzt waren, eingewandert seien, Die Pforte hat ihre Botschaster beauftragt, den Kabinetten eine Note zu überreichen, in der dargclegt wird, daß die griechische Regierung durch die U e b e r t r e i b u n g der Nach­richten über die Auswanderung der Griechen die öffentliche Meinung ausrege, während die türkische Regierung alles mögliche tue, um die Auswanderungsbewegung cinzudäm- men. Wenn die Mächte es wünschten, könnten sie in pri­vater Form zum Minister des Innern Talaat Bei Vertreter entsenden, um die Lage sestzustellen.

Deutsche Tlolottien.

Telearaphcnverbindung zwischen Süd» westafrika und Togo, Wie aus Windhuk gemeldet wird, ist die Telcfunkcnverbindung zwischen S ü d w e st - a f r i k a und Togo hergestellt und wird nach erfolgter Ab­nahmeprüfung in den öffentlichen Dienst eingestellt. Es ge­lingt bereits jetzt, Telefunkcn-Tepeschen von Südwest über Togo nach Nauen bei Berlin zu senden, wobei 8200 Kilo­meter drahtlos überbrückt werden. Diese Entfernung ent­spricht der von Deutschland nach Siam,

Kreislehreroersammlling.

Gießen, 18, Juni.

Sämtliche Lehrerinnen Und Lehrer des Kreises und der Stadt Gießen hatten heute auf der Liebigshöhe eine amtliche Lchrcr- veriammtung unter dem Vorsitze des Provinzialdirektors Tr, Usrnger, Von der Kreisschulbehörde hatten sich ferner cin- gesunden, Kreisschulinspektor Professor Tr, Alles mid Kirchen- rat Pfarrer S t r a ck-Leihgestern, Provinzialdirektor Tr, II fing er begrüßte die Lehrer und dankte für die tatkräftige Unterstützung, die sie im, Verein mit Geistlichen und Bürger­meistern der Roten Kreuz-Sammlung erwiesen hätten, Krcis- schulinspektvr Prof, Tr, Alles macht einige geschäftliche Mit­teilungen über die Tierschutzvcrcine und BcsuchderGewcrbe- a u s st e l l u n g, bei gemeinsamem Besuche sollen die Korten zu bedeutend ermäßigtem Preis <50 Pfg, die Person) überlassen werden Bei der Kürze der Zeit wurde iür heute von dem gemein- samen Besuche abgefchen, Tagegen meldeten sich auf Anlrage des Lehrers Val, Müller zahlreiche Lehrer für einen noch zu be­stimmenden Nachmittag zur gemeinsamen Besichtigung der 'Aus­stellung, Lehrer V, Müller hatte zwecks Zusammenstellung einer tzetmatkunde für den Kreis Gießen an die Lehrer Fragebogen hinausgesandt. Er dankt für die Fülle de§ eingc- gangenen Materials, das er bearbeitet hat, und bittet noch um einige kulturgeschichtliche Mitteilungen, z, B, über Sitten, Trach­ten. und Gebräuche, Darauf folgten zwei Borträge, Privatdozent Tr, K o s f k a sprach über.Gedächtnis und Denken", Lehrer Li n d c n st ru t h-Gießen überDer freie Aussatz in der Schule", Beide Redner ernteten lebhaften Beifall, Darnach fand ein ge­meinsames Mittagessen statt. Die Lehrer des Bczirksoercins Grün­berg trugen unter Leitung des Lehrers Roth mehrere schöne Mannerchöre vor, wofür sich die Versammlung sehr dankbar zeigte.

Ans Stadt nnS LanS.

Gießen, 19. Juni 1914.

** Tagcskalendcr Wir Freitag, den 19. Juni: All­deutscher Verband: Vortrag: Zur rufsijchsn Frage. Abends Uhr,

G e w e r b s - A it S st e l l u n g : Konzert der RegimentskapeNe. Anlagemusik nachm, S^llhr lnur bei gutem Wetter),

** Provinzialausschuß sitzungen, Tagesord­nung für Samstag, den 20. d, Mts. vormittags 3 jO Uhr: 1. Gesuch der Johannes Kirzinger Ehefrau zu Gießen um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschast im Hause Seltersweg 75, 2, Klage des Hermann Reitz in Butzbach gegen Großh, Kreisamt Fricdberg wegen Aufhebung eines Polizeibefehls, 3, Klage des Viehhändlers EliaS Hofmann in Fricdberg gegen den Gr, Bürgcrnteister zu Friedberg wegen Aushebung eines Polizeibefehls, 4, Klage des Orts­armenverbands Friedberg gegen den Ortsarmenvcrband Echzell wegen Unterstützung des A, Kaufmann, Tages­ordnung für Samstag, den 4, Juli l, Js vormittags! 3' t 9 Uhr: 1. Klage der Firma Göbcl u, Appel zu Gießen gegen Gr, Polizeiamt Gießen wegen Versagung der Erlaub­nis zum gewerbsmäßigen Betrieb von Autodroschkcn, 2, Ge­such des Otto Wenzel in Gießen um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschast in dem Hause Brandgasse 4, 3, An­trag der Gemeinde Steinfurth aus 'Ablösung der der Gesamt­familie Löw von und zu Steinsurtb ohliegendcn Verpflich­tung zur Anschaffung und Unterhaltung des Fasclviehs dieser Gemeinde,

** Gewerbe-Ausstellung Gießen 1914. Für Montag, den 22, Juni, ist ein billiger Tag angesetzt, fürs den das Eintrittsgeld aus 40 Pfg, bemessen wurde, Tic Frist zur Einreichung des Fragebogens für das Preisgericht laust endgültig am 25, Juni ab, Die Besuche von nah und fern, Schulen und jeglicher Art von Vereinen zeigenj ihr Interesse für die Leistungen des heimatlichen Gewerbe- sleißes, In der Abteilung'Wohnungseinrichtungen haben inzwischen auch angemessene Verkäufe stattgefunden,

** Sehenswürdigkcitcn von Gießen, Es ist vielfach der Wunsch ausgesprochen worden, den Besuchern der 'Ausstellung Gelegenheit zu geben, auch wochentags die reichet: Schätze unserer Museen kennen zu lernen. Die Mu­seumsleitung will diesem Wunsche gerne entsprechen. Das Lbcrhessische Museum und daS Bölkermuseum können bis auf weiteres Mittwochs und Samstags von 3 bis 5 Ubr gegen ein Eintrittsgeld von 20 Pfg, für die Person besichtigt werden. Der Erlös ist zu wohltätigen Zwecken be­stimmt, Falls von Vereinen usw, eine Besichtigung an anderen Wochentagen gewünscht wird, so wird um vorherige Anmeldung gebeten,

** Das zweite Abonncmentskonzcrt der St- gimcntskapcllc hatte sich trotz des nicht besonders günstigen Wetters eines recht guten Besuches zu erfreuen, Herr Obermusik» Meister L ö b e r hatte wiederum einen abwcchslungsreicheit und vielsertigen SpielÄmi zusammengestellt, der sehr viel Anklang fand und der Kapelle starken Beifall cintrug. Der erste Teil des Llbeitds war Richard Wagner gewidmet und brachte außer dem ausgezeichnet wirdergrgebencn Vorspiel zuui Fliegenden Holländer den 'Abschied Wotans sowie Stücke aus Cola Ricnzi und Meister.- inger, die sehr freudig ausgenommen wurden. Den zweiten Teil >cs Adends^bestritt I, Strauß, der vor allem mit seinen Rosen aus dem Süden und dem hervorragend gespielten Vorspiel zur Fledermaus glänzte. Der mft seiner Parade der Zinnsoldaten in den weitesten Kreisen rasch bekannt gewordene Jessel war durch

einige sehr hübsche Ehtrafterstucke vertreten, van denen namentlich die Nacht im Svietwarenlagcr ganz reizend war und oicl An­erkennung fand, Herr Obermusikmeister Läbcr mußte sich zu einigen Zugaben entschließen,

** Engel in dcr Kunst. Zu den am Samstag, den! 20. Juni, und Sonntag, den 21, Juni, im Sladtlheater statt- sindcnden WohltätigkeitsvorstellungenEngel in der Kunst" wird uns mitgeteilt, daß die Preise für Speisen und Ge­tränke während der Busfetpause derart gehalten seien, daß jedermann sein Scherslcin für den guten Zweck beitragen könne. Die Orchesterplätze sind auch verkäuflichst

** 'Aus dem Bureau des StadttheatcrS, Am kommenden Dienstag wird ein erstklassiges Ensemble Wiener Künstler gastieren, das einenWiener Lustspiel­abend" mit Äabaret geben wird, der z, B, in Wiesbaden großen Beifall gesunden hat. Es sei schon heute auf diesen interessanten Abend hingcwiescn, der in den beiden Schwän­kenLord Spleen" undDas Bett Napoleons": zwei komische Schlager ersten Ranges bringt. Näheres ist aus den Theaterzetteln ersichtlich, 'Am übernächsten Dienstag, den 30, Juni, findet wieder ein Gastspiel dev Nauheimcr Operette statt und zwar gelangt die reizend« neue OperetteTer lachende Ehemann" von Eyßler zur Ausführung,

^ ** D ie Freilicht-Bühn e geht allmählich ihrer

Fertigstellung entgegen. Nach übereinstimmendem Urteil aller Besucher, die sich täglich an Ort und Stelle in großer Anzahl cinsinden, ein Meisterwerk des Erbauers, des Herrn Bautechnikers Köhler, Nach seiner Vollendung wird der Platz eine beachtenswerte Sehenswürdigkeit darstellen, Beß der Herstellung sind die Erfahrungen des Herrn Ober-Re­gisseurs und Dramaturgen Ä, Dworkowski, der die meisten deutschen Waldbühnen kennt, in glücklicher Weise verwertet worden, so daß die unserige eine Anlage werden dürste, dis ihresgleichen im Jnlande kaum wiederfindet, Bon einem Freunde der Freilicht-Bühne wird eine Untcrtrethalle (Zelt­dach- in unmittelbarer Nähe des Zuschauerraums in uneigen­nütziger Weise zur Verfügung gestellt werden. In der Chal- lierschen Musikalienhandlung sind die Eintrittskarten im Vorverkauf und die im Preise wesentlich ermäßigten, und zudem übertragbaren Scchserkarten erhältlich,

** Der Lchrkursus für Installateure der elektrischen Branche, der in der Gewerbeschule seit drei Mo­naten abgehaltcn wurde, ist gestern beendet worden. Daran teilgenommen haben 18 Spengler- und Schmiedemeister, dar­unter 16 nicht Gießener Handwerker, Wenn überhaupt ei« Bedürfnis für einen zweiten derartigen Kursus vorliegt, sollte man denselben im Winterhalbjahr abhalten, da in dieser Zeit die auswärtigen .Handwerker eher Zeit haben, um drei­mal in der Woche nach Gießen zu kommen,

** Krankenversicherung, lieber die Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen des neuen Krankenversichc- rungsgesetzes besteht in den beteiligten Kreisen noch sehr viel Unklarheit, Besonders die Frage, wann vorüber- gehe ndcDien st lei st ungen nichtvers icherungs- V f l i ch t i g sind, ist von besonderer Wichtigkeit, Vorüber- gehendeDienstleistungen bleiben nach einer Bestim­mung des Bundesrates u, a, versicherungs f r e i, wenn sie von Personen, die überhaupt keine berufsmäßige Lohnarbeit verrichten, nur gelegentlich, insbesondere zur gelegentlichen Ausbisse, ausgesührt werden und auf weniger als eine Woche entweder nach der Natur der Sache beschränkt zu sein pflegen oder im voraus durch den Arbcitsverlrag beschränkt sind. Ebenso sind vorübergehende Dienstleistungen versicherungs- frei, wenn sic von Personen ausgesührt'werden, die wohl berufsmäßig Lohnarbeit verrichten, ivährend vorübergehen­der Arbeitslosigkeit aber nur gelegentlich, insbesondere zur gelegentlichen Aushilfe, ausgesührt werden und sofern die Arbeiten aus höchstens drei Arbeitstage entweder nach der Natur der Sache beschränkt zu sein pflegen oder im voraus, durch einen Arbcitsverlrag beschränkt sind. Auch sind solche Arbeiten versichernngssre^die zwar in regelmäßiger Wider­kehr, aber nur ncbcnher^nid gegen geringfügiges Entgelt von Personen ausgeführt werden, die sonst keine berufs­mäßige Lohnarbeit verrichten. Als geringfügig gilt ein Ent­gelt, wenn er für den Lebensunterhalt während des Zeit­raums, innerhalb dessen die Beschäftigung in regelmäßiger Wiederkehr ausgeübt wird, n i ch t w e s e n t l i ch ist. Als Ent­gelt kommt bei der Krankenversicherung nicht nur bare Vergütung, sondern auch Naturalbezüge (Kost, Woh­nung, Kleidung usw,) in Betracht,

** Ihre silberne Hochzeit feiern morgen Herr Steuer- aufsefier Wilhelm Fischer und Frau,

** Ein seltener Fall, Daß ein Dorf seit langen Jahrzehnten feilt einziges Fest gefeiert hat und daß dort erst vor kurzem der erste Verein seine Zelte ausschlug, verdient im Zeitalter der Feste und der Bercinsineicrei besonders vermerkt zu werden. Der kleine Ort Fürfu rt bei Weilburg war bislang sorückständig". Jetzt hat er aber das Versäumte nachtz)eholt uild ist damit in die Reihe der Kulturgeineinden" eingerückt, 2lls wichtigstes Kulturbedürs- nis wurde ein Kegelklub mit dem NchmenFortuna" ge­gründet, der jetzt seine Bannerweihe feierte und damit dem Orte nach langen Jahrzehnten wieder ein Fest brachte,

** II in Verwechselungen vorzubeugen teilen wir aus Wunsch mit, daß cs sich bei dem dieser Tage mit einem Vergleich beendeten Prozeß des Architekten M, nicht um den Architekten Meper handelte, sondern um den Archi­tekten Dipl,-Jng, P, Müller,

* v Giiterrcchtsrcgister, Karl Alwin Ludwig Benn­dorf und dessen Ehefrau Martha Wfttzelmine geh. Schopper zu Bad Salzhausen haben durch Vertrag vom 6, Mai 1911 vor König­lichem Amtsgericht Kötzschenbroda die Verwaltung und Nutznießung des Mannes an dem Vermögen der Frau ausgeschlossen, Adolf Kunz Molker in Winnerod und dessen Ehefrau Anna ged, Rcdmann haben durch notariellen Vertrag vom 15, Mai 1911 Gütertrennung vereinbart, ,Dcr Schuhwarcuhändler Leopold Strauß und Ehefrau Thekla geh, Sommer, beide zu Sprend­lingen, haben Gütertrennung vereinbart. Der Kaufmann Vhilivv Gärtner und dessen Ehefrau Elisabelhc geb. Zulaus zu Rod- heim v, d, H, haben durch Vertrag vom 18, Mai 1914 unter Aufhebung ihres icilhcrigcu Gütersiandes Errupg.-nschaftsgemeiu- scktast vereinbart, Ter Land- und Gastwirt Konrad Becker und dessen Ehefrau Katharine geh. Mest zu Gleintenham haben durcki Ehevertrag vom 25, Mai 1914 die Errungcnschastsgemciw'chaft des Bürgerlichen Gesetzbuchs vereinbart,

" Konknrse in Hessen, lieber das V-ruiögen des Kau!- mannes Adolt Sund in Worms-Neuhanfen wurde ain 16. Juni das Konkursversahren eröffnet. Der Bureatworsteher Jean S cd vier in Worms wurde zum Konkursverwalter ernannt. Kon- kurslorderungen sind bis zum 20. Juli 1914 bei dein Gerichte an- zumeldeu,

Kreis Büdingen,

A Nidda, 18. Juni Unterm Apfelbaum vvm Blitz getroffen und schwer verletzt wurden der Land­wirt I, Weidmann und seine Frau,

8 Echzell, 18, Juni, Der 12jährige Sohn des Direk­tors A, vom benachbartenRömerbrunuen" fuhr im Walde an einer abschüssigen Stelle auf einem Fahrradc wider einen Baum und blieb bewußtlos liegen. Der Arzt stellte emc