Sport.
— V a d - N a n h e i m, 11. Juni. Am kommenden Sonntag den 14. Juni, findet auf dem hiesigen Golfplatz ein Hockey- Wett s p t e l statt. Al« Gegner werden sich gegenüberstehen der Deutsche H o ck e y k l u b Hannover und der Sportklub München. Der Deutsche Hockeyklub hat im letzten Herbst im Eröffnungsspiel gegen die Berliner Preußen glänzend abgeschnittcn und in dieser Saison steht er in Hannover noch ungeschlagen da. An Ostern siegte er über den Uiiiversit6-.Klub Paris mit 11:2 (7: 1) und mit 7:3 (3:1). Außerdem hatte er noch in Düsseldorf,
E amburg, Leipzig, München re. Siege zu verzeichnen. Da der portklub München in Sportkreisen als einer der besten süddeutschen gilt, wird der bevorstehende Wettkampf zweifellos äußerst spannend lind interessant werden und ein Besuch kann nur empfohlen werden. Das rege Interesse, das man den hiesigen Hockeyturnieren in den letzten Jahre»» entgegenbrachte, hat gezeigt, daß dies so schöne und gesunde Spiel sich in Te»»tschland i»nn,er mehr Freunde gewinnt.
Vas Ende eines hessischen Familienstreites.
4 Berlin. 12. Juni.
Ter Jomilienstreit au-? den Kreisen des hessischen Uradcls hat heute vor der vierten Strafkammer des Landgerichts III durch einen Vergleich einen versöhnenden Wschlus; genommen. In der Verhandlung vor der Straskammer war der Vorsitzende von Anjang an bemüht. einen Vergleich m schassen, der schlieblich aus sal- gender Grundlage zustande kam:
1. Der Angeklagte erklärt: Das Ungünstige, das ich über den Privatkläger und seine Ehefrau irgendwie gesagt habe, habe ich aus Jnsormationen geschöpft, deren Richtigkeit nachzuvrüicn ich keine Gelegenheit hatte und sür deren Richtigkeit ich daher nicht einstehen kann.
2. Ter Privatkläger erklärt : Rach der vorstehenden Erklärung des Angeklagten, deren Riästigkeit^ch nicht bestreiten will, nehme ich die von mir dem Angeklagten gegenüber gebrauchten beleidigenden Wendungen zurück.
In der Bcrusungsverhandiung gegen die Baronesse Panline von Dalwigk wegen des^chösscngerichtsurteils, das eine Gefängnis- strafe von einem Monat aussvrach. wurde überraschenderweise sest- aestellt. das, die AntragSsrist nicht gewahrt sei. Das Verfahren mußte daher eingcsteilt werden.
Vermischte».
* Der Dümmste im Saal. Don einem berühmten Gelehrten, der seine Kindertage in einem kleinen Landstädtchen verbrachte, weist eine Londoner Wochcnschrist eine hübsch: kleine Geschichte zu cr-ählen. Ter ffo"icher hatte sckwn längst versprochen, den Stätten seiner Kindheit einen Besuch abznstatten und dabei in dem Orte einen Vortrag zu Gunsten einer Wohlsahrtsciurichtung der Gemeinde zu halten. Endlich kam er dazu, das alte Versprechen einzulüscn, der Vortrag fand statt. Als er nach Beendigung seiner Vorlesung mit einer Anzahl jener Öcrreil sprach, die den Abend arrangiert hotten, beglücklvünschte man den Meister der Wissenschaft und dankte ihm Vor allem aber, io hob einer de- iderrcn bennindernd hervor, sei cs geradezu grostarltg, in wie meisterhafter »nd klarer Weise der Forscher cs verstanden habe, sein schwieriges Taenia der im Durchschnitt nicht gerade hochgebildeten Zuhörerschaft anschaulich zu machen. „Ach," incinte der Gelehrte erklärend, „sehen Sie, ich blicke bei meinem Vortrag in solchen svallen immer den Zuhörer an, der mir baS am wenigsten intelligente Gesicht zu haben scheint. Und nun erkläre ich die Sache so lange und so genau, bis ich an scncm Gesichte ablese, dast der Mann es verstanden l>at." Einen Augenblick später betrat der L>err Bürgermeister den Raum und ging ans den Gelehrten zu. „Oh. Sie glauben nicht, welche Freude Sie mir heute abend bereitet haben. Während des ganzen Vortrages hatte ich das Gefühl, als blickltcn Sie nur niich an und als sprächen Sic nur zu mir."
Spielvlan des Grotzy. Kurtiicaters Sad<lauheim.
Sonntag, den 14. Juni: »Rösselsprung." Montag, t»en 15. Juni: .Polenblni." Mittwoch, den 17. Juni: .Die Zarin.- Freitag, den 19. Juni: »Schneider Wibbel." Sonntag, den 21. Juni: »Der müde Theodor.-___
Spielplan de; König». «uttljeaters Vad-Lms.
Tiensiaa. de» I«. Juni: .TnS Glöckchen des Eremilen.' Donnerstag, de» IS. Juni: .»llmzauberck SamStag, de» 2t) Jimi: .Wie einst im Mai." sAniang der «orstellmigen 8 Uhr.»_
Spielplan der vereinigten zranifurter Stadttheater.
iSpcrntzaur.
Sonntag, den 14. Juni, abeiids 7 Uhr: „Der Rofenkavalier." Montag, den 1b. Juni, abends ^8 Uhr : »Endlich allein." Dienstag, den 16. Juni, abends ^8Uhr: »Iphigenie a»ls Tauris." Mittwoch, den 17. Juni, geschloffen. Donnerstag, den 18. Juni, abends V,8 Ut)r: »A essandro Ltradelta." Freitag, beu 19. Juni, abe-ds V,3 Uhr: ,Do„ Juan." Sainstag, den 20. Juni, abends'/,8 Uhr: »Orpheus und Eurydike." Sonntag, den 21. Ji,ni, nachmittags 3Ubr: ..Zar und Zimnlernianii." ^Abends 7 Uhr: »Tosca." Moiitag, den 22. Jiini, geschlosien. Dienstag, den 23. Juni, abends 7,8 Uhr: „Samson und Talila." Mittlvoch. den 24. Juni, abends M* Uljv: »Die schöne Helena." Donnerstag, den 25. Juni, abends 7 Uhr: »Lohengrin." Schauspielhaus.
Soiintag, den 14. Juni, abends *,8llfr: „Als ich noch im Flügelkleide..." Montag, den 15. Juni, abends >68 Uhr: Erstes Gastspiel von Alexander Moissi: „Hamlet." TieuStaq, den 16. Juni, abeiids 8 Uhr: Ziveiles und letztes Gastspiel voi» Alex. Ai o i s s i: »Jedermann." Aiittivoch, den 17. Jiini, abends 8 Uhr: „Die Stimme der Unmündigen." Hieraus: »Ter verwandelte
SloinöbinntDonnerstag, den 18. Juni, abends 8 Uhr: „Wie einst in» Mai." Freitag, den 19. Juni, abeiids 8 Uhr: „Der Zigaretlen» kasten." Saiiislag, den 20. Jinit, abeiids 8 Uhr: „Als ich noch im Flügelkleide . . Soiintag, beu 21. Juni, abends 7,8 Uhr: Zum ersleii Male: „Die Erziehiing z»»r Ehe." Komödie von Otto Erich Hartleben. Hieraus: »Der Brandstifter." Drama in einem Akte von HeyeriiiMis. Montag, den 22. Juni, abeiids 8 Uhr: „Tie Slimine der Unmündigen." Hierails: „Der verivandelte Komödiant." Dienstag, den 23. Juni, abends 8 Uhr: „Die Erziehung zur Ehe." Hierauf: „Der Braiidstliter." Mittwoch, den 24. Juni, abends 3 Uhr: »Der Zigarettenkasten."
Märkte.
Nießcn, 13. Juni Marktbericht. An» dem heutigen Wochcnmarkte kostete: Butter das Pfund 1,00—1,10 Mk.: Hühnereier 1 Stück 7—8 Pia-, 2 Stück 00 Pfg.: Enteneier 1 St. 9 Psg., 2 St. 00 Pkq Gänseeier 1 St. 0-0 Mg., 2 St. 00 Psg.: Käse das Stück 10—12 Psg., Käsemalte 2 Stück 5—6 Pfg.: Tailben das Paar 1,00—1,40 Mk., Hühner das Stück 1,50—3,00 Mk., Hahnen das Stück 1,50 - 3,00 Pik-, Enten das Stück 3,00—4,00 Mk., Gänse das P-d. 75—85 Pfg.: Welsche 4—5Mk.: Ochscnslevch das Psü. 86—96 Psg., Rindfleisch das Pllmd 90—04 Pfg., Klihsieisch 80 Pfg., Schweine- fleisch das Pfund 70-86-96 Pfg. Kalbfleisch da? Md. 90-94 Psg., Ham'.i»elsieisch das Pid 70—96 Pfg.: Kartoffeln 100 Kg. 7,00 bis 3,00 Mk.: Weißkraut das Stück 10—20 Big.; Zwiebeln der Ztr. 20,00—25,00 "Mk.: Milch das Liter 22 Psg.: Aepsel der Zentner 25—30 Mk.: Birnen das Pfund 25—30 Psg., Nüsse 100 Stück 50 Pfg., Kirschen das Psd. 30—^.0 Pfg. Erdbeeren das Psd. 70 bis 90 Pfg. Marklzeit von 7 bis 1 Uhr.
~ Lantcrbach, 11. Juni. Der gestrige Haupt markt, sogen. Prämienmarkt, hatte infolge des schönen Wetters einen leb- basten Freindenverkehr auszinveifen. lvie er an den gleichen Märkten der letzten Jahre »iicht beobachtet kvurde, was ivobl anch dein Um- stande zi» verdanken war, daß die Landwirte wegen des Regen- ivetters der vorausgeqange»ien Tage keine Feldarbeitcn/-verrichten koniiten. Der Rindviehmarkt zeigte einen gnte,l Austrieb. Z»ir Präniiierung wareu etwa 150 Zuchtbullen und -Kühe oder Rinder vorgeführt, die z»im großen Teil in A n g e r s b a ch gezüchtet »vurden, das a»lch die meiste,t Preise erntete. Das Prämiierungs
geschäft. für das im ganzen 320 Alk. zur Dersngiinq standen, wurde von der Landivirtschastskammer und der Sta t Laiilerbach besorgt. Der S ch w e i n e in a r k t ivar ebenfalls gut befahren imd trotz der hohen Preise der Ferkel wurden die meisten Tiere abgehetzt. Ten Hauptqegcnstand des Viehmarktes bildete in diesen, Jahre der Ziegenmarkt. der von dem KrciS'Ziegenzuchtverein veranstaltet und ebenfalls mit einer Prämiierung verbunden ivar. Es waren einige hundert Tiere aufgetrieben, wovon eine große Zahl an verschiedene Ankallsökominissionen, auch außerhalb des Großherzog- lums, zu giiten Preisen verkauft wurden. Etwa 25 Zuchttiere (Saaner Nasse) werden durch den Verein aus die Landwirtschasts- Aussletlung nach Hannover vcrsaiidt. Der Krämermarkr bildete an, Nachmittag de», Hanvtanziehungspnnkt; die Zahl der Verkaufs stände ,var gegen frühere Märkte ebenfalls größer. Die Geschäfte scheinen auch hier gut gewesen zu sein, da es an kauflustigem Publikun, liicht inangelte. Mit dem Prämienmarkt »vor eine Verlosung von Vieh und landwirlschaitlichen Geräten verbunden. Den 1. Preis, ein Kalb, erhielt Gastwirt Schäfer in Engelrod.
FC. Wiesbaden. Dlehhof -Markt bericht vom 12. Juni. Auftrieb: Rinder 105 (Ochsen 17, Bullen 1l, Kühe und Färsen 77,, Kälber 89, Schate 13, Schweme 202. Preise für 100 ^Zfd.
Geschält mittel. Lebend- Schlacht-
Ochs -n. gewicht
Vollsiesschkge, ansgemästete, höchsten Schlacht« Mk. Mk.
wertes im Alter von 4—7 Jahren . . . . 49—53 86—93
Junge, sietschige, nicht ausgemästete und älters
ausgemästete.................
Mäßig genährte junge und gut gegenährte ältere...........44—43
SuCleit.
Vollfleischige, anSqew^ höchsten Schlachtw. . . 42—45
Vollsieischige, jüngere..........33—41
Färsen. Kst h e.
Vollsieischige auSgemästete Färsen höchsten
Schlachtwertes....... . • • • 51
Vollsieischige ausgemästete Kühe höchsten
Schlachtwertes bis zu 7 Jahren.....39—43
Aeltere auSgemästete Kül>e und ivenig gut entwickelte jüngere Kühe.........
Mäßig genährte Kühe rmd Färsen.....34—38
Eermg genährte Kühe und Färsen.
Kälber.
29—33
65—92
78—35
72—78
63-71
62-90
70—77
76—82
62—68
58—62
Feinste Mastkälber.......63—66 105—110
Mittlere Mast- und beste Saugkälber.... 55—60 92—100
Geringere Plast- und gute Saugkälber . . . 51—55 85—92
Geringe Saugkälber.......... 47—50 80—85
S ch afr.
Mastlämmer und MasthammÄ .... 44,50—45.50 92—94
Schweine, vollsieischige Schweine von 80—100 k? Lebendgewicht .............. 45-47 53-60
Vollsieischige Schweine unter 80 kg: Lebendgewicht 44-46 57-59
Vollflcffchige Schwetne von 100—120 k * Lebendgeivicht . . ........ 46-48 58—60
Vollsieischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht .............. 44-45 55—56
Fettfchweine über 150 kg Lebendgewicht . . 40-42 50—53
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