leinen „Cftarlt)'', das schwarze Gigerl, seinen v,.'nippe ftlapp", seinen „Natzi", der von ver Ziehung kommt. Sann nicht zu vergessen das säst jeden Abend verlangte . Ob -sie vielleicht". Damit am Bcnesizabend möglichst die besten ® bes Programms zum Vortrag kommen, wird Herr
Pesch-Mano pünktlich 8Uhr beginnen und mindestens acht “ lö l e ,? n ™ aI "uflreten. Die Karlen zum Vorverkaufsprcis von .Kt Psg. cinichlicßlich Programm sind in der Zigarren Handlung Loeb, bei der Kasse am Eingang der Ausstellung wwie in der Festhalle bei den Kellnern zu haben. Ta nur «enau so viel Karren zur Ausgabe gelangen, wie die Fenhallc Platze saht, cmpsiehlr sich baldige Anschassnnq der Karten.
‘^\ c 3'irma A. I. Tröster, Butzbach, Fabrik landwirtschaftlicher 'INaschinen, bringt vom Sonntag am ihre laird- nnrtschastliäwn Maschinen und Geräte im Betrieb zur Borführung.
_ ,,** ®ern^eruttflSpfIit der sausaIIge - ft eilten. Bei der Durchführung der Krankenversicherung hat es ,ich herausgestellt, daß die Hausangestellten, welche Tienste höherer Art verrichten, z. B. Hausdamen, Gesellschafterinnen sowie Lehrer und Erzieher ortskassenpilichtig sind, auch wenn sie in die häusliche Gemeinschaft des Dienst - berechtigten ausgenommen sind. Abgesehen davon, daß dadurch die Tienstberechkigten, deren Dienstboten der Land- krankcnkaste angehören, genötigt sind, wegen den in die Häus- lichkeit aufgenommenen Personen mir zwei Kassen in Verkehr zu treten, spricht auch die Achnlichkeit der Verhältnisse gegen eine getrennte Zuweisung der beiden Gruppen zu ver- lchiedenen Kassen. Dazu kommt, das; eine Unterscheidung zwnchen Dienstboten im Sinne des 8 165 Abs. 1 Nr. 1 RVL. einerseits und den in die häusliche Gemeinschaft autgenom- rnencn Angestellten in gehobener Stellung und Lehrern und Erziehern >,8165 Abs. 1 Nr. 2,5) anderseits vielfach Schwierigkeiten bereitet, da sich in manchen Fällen, z. B. bei Kirr dermäochen und Kindersräulein, nur durch eine eingehende Prüfung der tatsächlichen Verhältnisse scststellen läßt, ob wesentliche Dienste niederer mechanischer Art zum Inhalt des Dienstvertrags gehören, oder ob Dienstleistungeil höherer, -mehr selbständiger intellektueller Natur, die mehr leitender und beaufsichtigender Art sind, verrichtet werden. Aus diesen Gründen hat der Bundesrat bestimmt, daß Angestellte, die -häusliche Dienste verrichten, Lehrer und Erzieher, sofern sic in die häusliche Gemeinschaft des Ticnstberechtigten ausgenommen sind, vom 1. Januar 1915 an Mitglieder der Landkrankenkasfen sind.
** Zu der Crainfelder Bluttat wird uns aus
Friedberg geschrieben: Ter hier wohnhaften Familie Heinrich Krämer, die früher in Grebenhain die Bahnhofswirtschaft gepachtet hatte, war vor ungefähr 4 Jahren ein Holzbcil von dem alten dofmann, dem Vater des wegen Mordverdachtes in Untersuchung sitzenden .Hofmann, gestohlen worden. Tiefer Tage las nun die Frau Krämer die Aufforderung, daß sich der Eigentümer des Beiles melden solle. Eie machte ihren Mann daraus aufmerksam und dieser verständigte die hiesige Polizei, sowie das Amtsgericht Herbstein, die das Beil zur Feststellung der Jdendität mit dem früher gestohlenen hierher sandte. Herr Krämer beschrieb das Beil vorher ungesehen so genau, daß man nicht mehr zweifeln konnte, daß cs dasselbe sei. Herr Krämer, sein Sohn und seine Tochter sollen erklärt haben, sie könnten unter Eid ausü sagen, daß dieses Beil dasjenige sei, das ihnen in Grebenhain gestohlen worden sei.
'* Gießen als Ausflugsort. Ter Verein für Geschichte und Altertumskunde zu Frankfurt a. M. trifft am nächsten Sonntag früh 8.52 Uhr hier ein Am Vormittag besichtigt er unter Führung hiesiger Herren die Stadt und das Museum. Nach einem gemeinsamen Mittagstisch im Hotel Schütz findet ein Besuch des Schiffen b e rgs statt. Tie Rückfahrt nach Frankfurt er- solgt abends 8.51 Uhr.
•* Fronleichnam. Die katholische Christenheit begeht heute da? Fest zur Verehrung der geweihten, nach der Lehre der kathol. Kirche in den Leib Jesn verwandelten Hostie, da? Fronleichnamsfest. Es wurde infolge einer Vision der Nonne Jnlicma zuerst in der Diöcese Lüttich gefeiert, 1264 von Papst llrban IV. für die ganze Kirche «„geordnet, aber erst seit 1311 allgemein eingesühft und ist eines der glänzendsten Feste der kalh. Kirche. I» einen, großen Teile Deutschlands ist dieser Tag gesetzlicher Feiertag, so auch in Nheinhessen.
"Ceylon-Ausstellung. Tie im Palmenhouse des 'Botanischen Gartens staltsindcnde K'olonial-Ausstcllung, die am 12. ds. MtS. vormittags zum erstenmale dem Publikum zugänglich sein wird, lfietet in ihrer Gesamtheit ein Bild tropischen Charakters. Bon der Erwägung geleitet, daß die- jenigeu Gewächse das yrößte Interesse des Publikums sin- den, deren Erzeugnisse in jedem Haushalt eine Rolle spielen, hat man dem EtNMMg zunächst Kaffee, Tee, Kakao, Reis, Zuckerrohr »sw. zair Aufstellung gebracht. Auf den Tabletten am Fenster entlang stehen di- lebenden Pflanzen,^während in den Schaukästen und auf Tischen der andern Leite das ergänzende Material Platz gesundei, iw: Im Mittelbau des Raumes ist das Modell einer singlsalcsisclzen. Hütte, einen .Torskramladen darstellend, umpflanzt von indischen Rosen und überragt von blüheuden und fruchtenden Bananen, cep- lanifchen Ziintbäumen und Palmen eirtstanpeit. In der Auslage dieser Hütte findet man Lebensmittel, Cbfr und primi- mitive Haushaltungsgegenftändc der Eingeborenen, wie sie der Geschäftsinhaber selbst baut und verfertigt. In der zivei- ten Abteilung sind die Gewürze, Tel und arzncigebende Pflanzen, Nahrungsmittel der Eingeborenen, Manihok, Yamswurzeln, Brotfruchtbäume, Eingeborcuen-Kartofftln, ferner Bauiitwolle und eine Sammlung tropischer Nutzhölzer zusammeugestellt. In der dritten Abteilung findet der Bc- 'suclrer eine große Auswahl von dem aus Ceylon gescunmeltcn Material nach der Art des Vorkommens in Pftanzen des Strandes, der Flußufer, des Urwaldes ufw. geordnet. Einen Teil der Rückwand nimmt ein 13 Meter langer Wedel der Raphiapalme ein In der vierten Abtellung find olle Clegen- stände vereinigt, ivelche auf das Leben und Treiben der Eingeborenen Bezug haben. Man sieht hier Spitzenardeiten, Holzschnitzereien aus Ebenholz, Zierrat aus Messing, ein sinqhalesischeS Bett, Muftlinstrumente. einen Palmenschirm, eine Eingeborenen Apotheke, eine singhalesische Totenbahre, Schmetterlinge und hunderterlei anderer Ttiigc. die uns in die Umgebung und Gedankeitweft eines alten Kulturvolkes einen Einblick tun lassen. Mehrere hundert Bilder nach eigenen photographischen Aufnahmen vervollständigen das Ganze Um den Wünschen des Publikums entgcgenzulommeu, ist aus allen Schildern die deutsche Bezeichnung vorangestellt worden. l
** Stadttheater. Es wird uns geschrieben: Am -Dienstag den 16. d. M., findet das erste diesiährige Gaft- sviel des Bad-Nauhcimcr Kurlheaters statt, das eine Wiederholung der reizenden neuen Operette ,.P o l c n b l u t" von Oskar Redbal bringt, die vom Em,er Ope«ttenensemdlc be
reits einmal gegeben worden war. Damals war der Besuch wegen Eröffnung der Gewerbeausstellung ziemlich schwach und es ist zu hoffen, daß die diesmalige Aufführung wefent lich besser besucht sein wird, da das Werk unzweiselhait die wertvollste Neuheit im Lverctlengebict seit einer Reihe von Jahren darstelll. Da die Auiführung eine Wiederholung ist, sind die Preise zu dieser Vorstellung ermäßigt worden, d. b. es gelten g e w ö h n l i ch c P r c i s c und keine Overettenpreise.
** Der Tierschutzverein für das Großherzog- tum Hessen hält am 27. Juni seine diesiährige 39. ordentliche Hauptversammlung in Alzen unter dem Doelitz des Geb. Ober schulrats Tr. Scbeuerman» ad. Nach Erledigung der Tagesordnung hält Professor Tr. deineck einen Vortrag über: „Tie natürliche» cchutzmitlcl der Tiere und Pflanze» gegen Wstterungs- einflüssb'.
** T i c neuen Feuermelder, die nun seit einigen
Tagen fertig gestellt find, können im Fall eines Brandes von Jedermann benutzt werden. Hierauf werden vom Feucrivehrdcpoi am Oswalds Garten sofort 44 Mann der Feuerwehr durch Klingeljignal zusammertgcrufcn, bei deren Alarmierung es sein 'Bewenden behält, wen» cs sich UNI einen kleinen Brand handelt. Noch sind mijcrc Tnrmwächrer auf dem Lladlturm in Tätigkeit für den Fall eines mittleren oder größeren Brandes. Erst lvcnn die AutomobiliPritzc in Bereilschaft stehl, also die schnellste Lösch bcreitschast vorliaudc» ist, loas erst im Lause dieses Monats der Fall fein wir», Hit die le»tc Stunde der Feuerwache aul dem Ltadtturm geschlagen. Hoffentlich wird unsere Stadt von größeren Brände» verschont bleiben, so daß die Sirenen nicht nötig haben, im Ernstfall unsere Feuerwehren z» alarmieren.
** Zur bevorstehenden Heuernte macht der Vogelschutz-Verein für das Großherzogtum Hessen aufmerksam auf den Schutz der Wiesenschmätzer. Er schreibt uns: Aus dem blumigen Wicfengrundc Hingen überraschend schöne Laute eines kukz abgeriilenen. mit einige, schmatzenden Konsonanten beqon neuen oder abgrichloifcnen Gesangs. Auf einen höheren Wiesen- pflanze fitzt der Sänger, ciuc kleine, kurze Bogelgestalt. Es ist der Wiesenschmätzer oder das Bramikchiche». Erst beim Abstiegen des Vogels erkennen wir in der blendenden Tonne seine bunte Färbung, die weiße Zeichnung an Flügeln und Schwanz. Reizend sieht anch fein Nestchc» aus, das er aul Dikjen am Fuße größerer Pflanzen baut, wegen der grünblauen, etwas rötlich bespritzten Eier, von denen in zwei Beuten jedesmals 4—6 in den Monaten Mai-Juli bebrütet werden. Leider wird während dieser Zeit gelegentlich der Heuernte das Nestchcn oft ousgemäht, ehe die Jungen aus- geilogcn sind. Wohlmeinende Landwilte pflegen desltztlb häufig Grasbüschel zur Teckung des Nestes bestehen zu lassen. Es hat sich aber gezeigt, daß die stehcngebliebenen GraSbüschel das Nest erst recht den Feinden ;Raben und-Raubtieren' verraten. Datier wird empfohlen, solche bodenständigen Neste flach zu übermüden und ihnen in den Tagen der Ernte Vorsicht angedcihen zu lassen.
** P o st s ch e ck v e r k e h r Im Reichs Postgebict ist die Zahl der Kontoinhaber im Poslscheckvcrkehr Ende Mai 1914 auf 91522 gestiegen. ^Zugang im Monat Mai 940.) Auf diesen Postscheckkonten wurden im Mai gebucht 1818 Millionen Mark Gutschriften und 1611 Millionen Mark Lastschriften. Bargeldlos wurden 1733 Millionen Mark des Umsatzes beglichen. Das Gefamtgulhaben der Kontoinhaber betrug im Mai durchschnittlich 212,6 Millionen Mark. Im internationalen Postübcrwcisungsverlehr wurden 8,9 Millionen Mark umgcsetzt.
** Kalilauge als Straßen sprenginittel. Bekanntlich bstdet die Vcrweiidungsmöglichkcit der Kalc-Eudlaugen eine der am meisten die Kalisirdustrie interessicrenbe Frage. Ta die Ableitung der Kalilaugen in die Flüsse aus Gründen der öffentlichen Gesundheitspstcge beschränkt bleiben muß, io bleibt den Kaliwerken die große Sorge, wie sie sich am billigsten der Cndlaugen entledigen können. In neuerer Zelt ist man nun daraus Versalien, die Kalilauge als Strahensvrengmiltel zu be nutzen. Ueber die Erfolge m>l diesem Verfahren berichtet setzt das Bürgermeisteramt in Mülhausen i. E.. wo man mit der Ver locndung von Chlormagncsinmtange bei der Ttraßenbesprengung gute Eriolge gemacht hat. Tieie sogenannte Kalilauge wird bereits seit vier Jahren in Mülhausen verwendet, und zwar, da sic sehr kältebeständig ist, in der Hauptsache im Winter zur Bor- besprenaung bei der Trockcnrcinigung der asphaltierten Straßen. Auch die Makadamstraßen wurden im Sommer damit besprengt. Die Erfolge waren in beiden Fällen gut. Ans den asphaltierten Straßen wurde zwar durch die Besprcngung, trotz spärlicher Verwendung der Lauge, etwas Straßenglätte hervorgerufen. Diese tonnte jedoch durch eitze leichte Sandbestreuung vermindert werden. Auf den Makadamstraße», bei denen die Verwendung der Lauge in der Mischung von l: 2 erfolgte, während bei dem aspl-alticrten Straßen I Teil Lauge und 9 Teile Wasser kam, ließ der Erfolg nichts z» wünschen übrig, und die Staubentwick lang lvurde zufriedenstellend zurückqchalten. Ter einzige Grund, der obige sparsame Verwendung der Chlormagnesiumlauge bedingt, liegt für Mülhausen noch der Darlegung des dortigen Bürg, mcistcramtes lediglich in der erheblichen Löhe der Kosten. Zwar ist die Lauge selbst sehr billig. (25 Mark die 10 000 .Kilogramm.' Ta sie aber aus dem norddeutschen Kaligebiet bezogen lverden nmß. so stellt sich die Fracht sehr hoch ft. M. 144 Mark für 10 000 Kilogramme Tie Füllung eines Sprengwagens von 1500 Liier, mit dem rund 3000 Quadratmeter besprengt werden können, kommt daher i» Mülhausen aus etwa 10 Mark zu stehen.
Landkreis Gießen.
4. Sit (6, 9. Juni. Ein Stück „Ali-Lich" nach dem andern muß den Forderungen der Neuzeit weichen. So wird der alte Festungswöll mit jedem Jach mehr abgetragen, um der großen Tomvszicgclci das nötige Lehmmaterial zu liefern. Auch in die alte Stadtmauer, die teilweise noch vorzüglich erhalten ist, ist jetzt eine neue Bresche gelegt worden. Tie ist an der Ohlengasie abgetragen worden, wodurch eine neue Verbindung der Oberstadt »ul der Tuimgassc und dadurch mit dem neueren Stadtteil an der Gicßcner Straße hergestellt ist.
m. Lich, 10. Juni. Am II., 12. und 13. Juli ds. Js. findet dahier das 30. Fest des Lahntalsängcrbundcs, verbunden mit einem Wertungssrngcu, statt. Tos Fest wurde in den Jahren 1863 und 1896 hier abgehalten.
Kreis AlSfelü.
V. Alsfeld, 10. Juni. In der gestrigen Gemeinderatssitzung befaßte man sich mit dem städtischen .Beitrag zur hiesigen höheren 'Bürger (-Mädchenschule. Durch das neue Oiesetz über die Kosten der höheren Schule veranlaßt, hat sich das Kuratorium der Schule an die hiesige Stadtverwallung mit der Bitte gewandt, den jährlichen städtiichen Beitrag nach dem jeweiligen Bedürfnis z» richten, da dnrch den schwankenden Schülerinnenstand die Schule in manchen Jahren finanziell gut stünde, aber auch in anderen, wie auch dieses Jahr, mit dem glcichbleibenden Zuschuß der Stadt von 1.500 Mark nicht aus- sommen könne und so inanchmal der weitere Bestand der Schule in Frage gezogen sei. Ter Gemeinderat beschloß, nachdem die Angelegenheit durch die Finanzkommiision beraten und zu diesem Beschiusse gekommen war. der höheren Bürger-(Mädchen-'Schule künftig den Charakter als städtische Anstalt im Sinne des Gesetzes von, 11. Mai 1901 betr. die höheren Bürgermädchenschulen zu geben, wonach die Stadt Alsseld die sachlichen Ausgaben und zwei Trittcl der dnrch Schulgeld oder sonstige Einnahmen nicht gedeckten persönlichen Ausgaben nach dem Gesetz über di« Kosten der höheren Schulen vom 21. März 1914 übernimmt. Gegen den Beschluß stimmten 6 Gemeinderäte.
Kreis Lautcrbach.
= BermutShain, 9. Juni. Gestern wurde Gastwift Ernst Psann stiel unter großen, Trauergesolge zu Grabe getragen. Psannstiel war 71 Jahre alt.
Kreis Friedberg.
8 Bad-9! anheim, 9. Juni. Dem Rentner GlciS wurde, nachdem kürzlich in seinem Hose schon einmal vergistere Wurst gesunden worden ist. ein wenvoller Jagdhund vergiftet. Das Ticr ist heute bereits cingegangen und wurde nach Frankfurt
zur Untersuchung gebracht. Das ist in diesem Fahre nun schon der vierte derarsige Fall. Das Gericht beschäftigt sich noch mit den srüheren Fällen. — Tie Schwcinezählung vom 2. Juni er- mittzstte für unsere Stadt 818 Schweine. Am 2. Juni 1913 konnten 679 und am 2. Dezember 1913 651 Tiere gezählt werden. Starkcnburg und Rhcinhessen. rm. D a r m st a d t, 10. Juni. Tie Stadtverordneten beschlossen in ihrer heutigen Sitzung, die Mannschaften der ständigen Feuerwache in ein festes Tienswerhältnis der Stadt zu übernehme,I. Gleichzeitig soll auch eine Neuregelung der Dicnst- einteilung der Feuerwache durchgcführt werden. Eine längere ^Aus» spräche ticranlaßte der beabsichtigte Unchau der städtischen Sparkasse, für den 250OM Mk, davon 73 MO Mk für den Ge- ländeerwerb beanspiucht werden. Nach nichtöffentlicher Sitzung sinder das Proickt Annahme. Tas Gesuch des Verbandes der Staats- und Gemeindeardeiter und des städt. Arbeitervereins um Herabsetzung der Arbeitszeit in den städt. Betrieben soll nach genauer Prüfung besonders auch auf die sinanzicllc Wirkung im nächstsährigen Voranschlag Bcrüch'ichtlguug finden.
Hessen-Nassau, h. üerborn, 9. Juni. Fabrikmeistcr Ludwig Haar feierte sein diainantcues ArbeitSjubiläum im Ttcnste der Tabakfabrik I. Wchell.
l Frankfurt a. M., 9. Juni. Am Samstag sprang der 62jälrige Kaufmann Louis Strauß von einem sahrniden Stra- ßenbatmeagen ab. Er zog sich dabei Verletzungen zu, die am Monlag seinen Tod herbeisührtcn.
(h Vom Fcldbcrg, 10. Juni. Die Kas feehä u- ser aus dem Fuchstanz sind gestern früh aus bisher nicht ermittelten Ursachen bis aus die Grundmauern nieder- gebrannt. Eine Rettung der leichtgebaulcn Holzhäuser war bei ihrer einsamen Lage und dem herrschenden Nebel, der den Brand fast unsichtbar machte, unmögtich.
— Birstein, 10. 3»,u. Tic Autoniobil-Gesellschast
des Kreises Geliikausei, scheint von dem Vorhaben, ihre 21 u t o i» o b i [p o ft , ivelche in Lichenroth endet, auch bis Hartniannshain durchfahren zu lasten, abgekomnien zu sein. Schon am I. Mai sollle der Verkehr dorthin eröffnet lverden. Es iväre sehr zu wünschen, ivenn uns ein schnelleres Fortkommen dieser ?lrt nach nördlicher Nicht,»>g ermöglicht würde, und auch den Touristen iväre damit ein großer Vorteil erwachsen, ivril nia» damit von Frankfurt auS eine Stunde früher den Bogclsderg erreicht als mit der Bahn,
h. Bad Homburg p. b. H., 10. Juni In der heutigen Sitzung her Stadtverordneten wurde u. a. eine Vorlage ein- gebrachl über die Uebcrnahme der Garantie für ziveitc Hhvo- thekcn Nach einer langen Aussprache, in der ein Teil der Stadtverordneten die Garantieleistung auf kleine Wohnungen beschränkt wissen will, während der andere Teil die Unterstützung beim Bau oon 6—8-Zimmcrwohnnngen im Interesse der Kurgäste fordert, wird die Borlagc an die vereinigten Ausschüsse überwiesen.
h. S a l m ü II st 1 1 , 9. Juni. Nach monatelangem Leiden ist lier Fräulein Joscsinc Schell geswrben, die bei der bekanMcn Revolverassäre in 1er letzten Sylvesternacht von ihren, Vetter, dem Cvmnasiasten Anton Wolf, durch einen Schuß schwer verletzt wurde.
h. Okriltcl, 9. Juni. Im Main ertrank ein 6jähriges Bübchen, das seinen Hund waschen wollte. Der Vorfall wurde erst nach einiger Zeit bemerkt.
veretnsnachrichten.
— erb ft ein, 10. Juni Sonntag, den 21. Juni, findet hier das BezirkS-Krieqeriest des Bezirks Herbste,» statt.
LanSwirtscltttzft.
- Zentral-Ziegen markt in Darmstabt (Pferde- marktplatz' am 14. Juli 1914 betreffend. Ter LandwirtschastS- kammcr-Ausschuß für die Provinz Starkenburg wird auch in diesem Jahre wieder zu Darmstaüt einen Zemral-Ziegenmarkt veranstalten. Zugelassen werden nur Tiere, welche Mitgliedern von Ziegenzuchtvcreinen, die vom Landwirtschastskammer-Ausschuß an» erkannt sind, gehören. Ueber jedes aufgetriebene Tier ist! ein ordnungsmäßiger Abstammungsnachweis mitzubringen. Ans dem Markt ist für Gemeinden und Züchier die beste Gelegenheit, reinrassiges Zuchtmaterial käuslich zu erwerben. Der Lanbwirtschasts- kammer-Ausschuß für Starkenburg ist zu jeder weiteren Auskunft gerne^bcreit—^ m "
(ßcriditflaaL
Hanau, 10. Juni. Tic Strafkammer Hanau verhandelte heute gegen die 17,5 I a hr e a l t c n fr ü he r e n G VJN- nasia steil Anton Wolf aus Salmünster, der in der Shl- pestcrnacht. um sich in den Besitz von Geld zur Teckung seiner durch noble Missionen entstandenen Schulden zu setzen, einen Revolver« II schlag auf seine Verwandten ausgeführt hatte. Mutter und Tante wurden schwer verletzt, während der Anschlag aus Bruder und Schweller abgewehrt werde» konnte. Tie Anklage lautete ans Mordversuch in vier Fälle». Ta aber am Sonntag die Tante gestorben ist und in der Gerichtsverhandlung die ärztlichen Sachverständigen ausfagten, daß der Tod die Folge der Schußvcrletzung darstelle, wurde der Angeklagte wegep Mordversuches in .drei Fällen und Mordes in einem Falle zuscchsJahrenGefängnisvcrurteilt.
Kleine Tagezchronik.
Aus Marseille wird gemeldet: Vorgestern wurde, als in vielen Gegenden Frankreichs F r o st herrschte und Schnee frei, ein Land mann wenige Kilometer von Marseille entfernt erfroren aufgesunden.
Amtlicher Wetterbericht.
Oefsentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 12. Jimi 19H;
Ziemlich heiter, warm, ösNicti« Winde, Gewitterneigung.
Letzte ZZacbricbtcn«
E i ii Antrag der Sozialdemokraten im preußischen Abgeordnetenhaus. Bctlin, ll. Juni. Ein schleuniger Antrag der Sozialdemokraten im Preußischen Abgeordnetenhaus verlangt die Einslclliing des Tisziplinarversahrcns gegen den Abgeordneten Liebknecht, das vor dem Ehrengcrichtshos der Rechtsanwaltschaft in Leipzig schwebt. Der Antrag wird von einer Anzahl sorffchrfttlichcr Abgeordneter unterstützt.
Tas Endedes allgemeinen Ausstands in Italien.
Rom, 11. Juni. Tas Zentrakkomitee der italienischen Gewerkschaften hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, die Beendigung des allgemeinen Ausstandes in ganz Jtalieit jür Mitternacht seftzusetzen. A,«h eine am Nachmittag in Mailand abgehaltene, von 30 0M Personen bcsuchte Volksversammlung beschtvß hie Wiedcrausnahme der Arbeit für heute ftüh.
Hitze in Nordamerika.
New York, 11. Juni. In ganz Nord-Amerika herrscht eine furchtbare Hitze: infolgedessen find Mhlreiche Todesfälle vorgc- kommen. Hier sind 15 Personen am Hitzschlag gestorben: in Chikago bei 34" 6. im Schatten 11 Personen. In Kansas wurden 536° C. im Schatten gemessen, in Vigo 35, säst alles hält sich nachts über auf den Straßen und Plätzen auf.
Neben semcm medizinischen Werte hat der natürliche Fachingcr Brunnen auch große Bedcutwig als drättsches Getränk. o n / e .


