Ausgabe 
6.6.1914
 
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fhf> i>to Streitenden ttneber getrennt Satten, sprang Sd). dem nach feiner Wohnung zu «ebenden SH. nach und gab aus einem Revolver einen scharfen Schuß gegen ftl. ab. Die ShtgeL trat aber den S'L ntdjt, fwtbern das unbeteiligt auf der Strafte stehende Dtenst- m a-d.ch.e n L. B- von stier. Die Kugel drang in das Kniegelent ein und isk bis heute noch nicht entfernt. Wegen des verhäng, .^-wol l e n Schusses must Sch. nun aus 1 Monat ins "®e.f angnts, während die beiden Kl. und K. wegen Körper- Verletzung ftirm Nachteil des Sch. te 20 Mt (Geldstrafe erhielten, wobei dos Gericht ihre gute Absicht bet ihrer Htlssbereikschoft ftrcfnntbcrub in Betracht zog.

©crid)»>faaL,

iHorens, 5. Jum. Ser wegen Diebstahls derMona angeklagte P errugia ist zu vterundfünszrg Wochen Gefängnis verurteilt worden. .

Sport.

, Berlin, 5. Juni. Zu dem heutigen groben Armee- Jagdrennen aus der Grunewalb-Rennbahn erschienen d<r Kaiser imd die Kaiserin, die Pninzenpaare Eitel Friedrich und Auguit Wilhelm, sowie der Landwirtschaftsminister Freiherr von Schorlemer und wohnten dem Prinz von Preußen-Erinnerungs­rennen bei. in,welchem Leutnant v. Herder aus Asolian Collar siegte. Im Großen Armee-Jagdrennen wurde von 18 Teilnehmern Griter Leutnant v Herder aus Tory Hill 2. Zweiter Leutnant v. Egan-Krieger aus Scribo. Die Kaiserin überreichte den Siegern die Ehrenprerw Der Kaiser beglückwünschte die drei Ossiziere. Ten Nloernen Schild des Kaisers gewann Freiherr von Oppenheims Dolomit. _

Lnftichistahrt.

. Dreieckflug.

... F o b aM n i s t ha l, 5. Juni., (Privattelegramm.) Zum Durch- slregen der Strecke des Dreieckfluges JohannisthalLeipzig- Dresden Johannisthal brauchten die Flieger folgende Zeiten' Schüler 3 stunden. R. Böhm 3 St. 11 Min., Langer 3 St. 26,Mm Freindt 3 St. 26 Min.. Jan,sch 8 St. 7 Min.. Krieger 3 Kt. 19 Mm Oelench 4 «t., Stagge 3 St. 52 Min., Rosensiein 3 St. 45 Mi» , Krumftek 4 St. 9 Min., Sahnt 3 St. 56 Min , Ltnnckogcl 3 St. 36 Min., Stessen 3 St. 57 Min , v Lössel 3 St. 2 Mm,. Ruvv 3 St. 39 Min., König 3 St. 9 Min., Ballod 3 ®t. ^Mm, Friedrich 3 St. 45 Min., Hösig 3 5t. 29 Wnr. Bon Beck ift ddie Flugzeit unbekannt. Zu dem morgen früh an den Dreieckflug sich anschließenden Konkurrenz flu g Jo­hannisthalLeipzig meldeten sich zum Start die Flieger: Schüler, Böhm, Langer, Freindt, Janisch, Krieger, Oelerich, Stagge, Linne- kogel, v. Loftel, Rupp, Ballod, Hösig, v. Kießling. lieber Reiterer liegen bis letzt noch keine Nachrichten vor.

Johannisthal, 5. Juni. Am letzter, -Tage des Dreieck- Nu g es starteten 28 Flieger zur Etappe Johannisthal-Leipzig- Tresden-^ohannisthal. Das Wetter ist ungünstig, die Luft unruhig. iUNi 4.03 Uhr stieg der erste Flieger auf, dann starteten nach- di. Böhm, Krumsiek, Kießling, Linnekogel, Friedrich, ^-..oilel, Schlüter, Janisch, Kahnt, Stessen. Stiefvater, Hennig, Hong, Beck, Refterer, Rupp, Langer. Oelerich. Rosenstein. Schüler. H. Schulz, E. <5>chmidt, Ballod, Freindt, Hohendorf. Hanuschke, Krieger, A. Schmidt. Hanuschke und Stiefvater mußten wegen Mo- tordesekts nach Johannisthal zurückkehren. Als Erster traf in Leipzig Schüler D. F. W.-Doppeldecker nach 1 Stunde 5 Min. ein, als Zweiter Janisch L. B. G Eindecker in 1 Stunde 11 Minuten. Weiter sind in Leipzig gelandet: R. Böhm, A. Schmidt, Freindt, Friedrich, Rupp, Langer, Hösig, Rosenstein, v. Lössel, Ballod, Linnekogel. Oelerich. Reiterer, Schlüter. Krieger, Kahnt. Beck. Höhndorf, Krumsiek und H. Schulz.

Dijon, 5. Juni. Fliegerleutnant Gironne und der ihn begleitende Pionier sind heute vormittag infolge einer Motor­explosion über dem Gehölz bei St. Martin-^u-Mont aus einer Höhe von 720 Metern abgesLürzt. Beide wurden getötet.

vermischte».

* Deutscher Artilleristenappell in Bremer- h a v e ,i. Alle Deutschen, die einst am Rohr der Geschütze ihren Fahneneid abgelegt haben, sollen sich vom 11.14. Juli in Bremer­haven zu einer gewaltigen nationalen Kundgebung vereinigen. Ta dieses Fest eine seiner wichtigsten Außfaben darin sieht, das deutsche Nationalbewutztsein kundzntun und zu stärken, so hat es diese Aus­gabe auch aus das Deutschtum im Auslaiche ausgedehnt, das oft so schwer um seine Existenz zu kämpse» hat. Mit dem Fest ist auch eine Fahrt nach Helgoland verbunden. Näheres ist aus der heutigen Anzeige des Gieß. Art-Vereins z» ersehen.

* 160 Millionen unterschlagen. Aus New Bork wird berichtet: Die Amerikauer sehen mit Sorge von Ighr z i 4Zahr in ihrem Lande die Summe der Unterschlaguiigeu und Unter- schleife in bedrohlichem Maße zunehmen, und nicht ohne Grnnd beschäftigen sich die Vertreter der Volkswirtschaststehre mit der Frage, worin diese Zunahme der Unredlichkeit ihre Erklärung findet. Tie National Tureth Company hat nun auf Grund eine» umfang­reichen statistischen Materials zusammengestellt, welche Summe die Unterschlagungen während des Jahres 1913 erreichen. Ta» Er­gebnis ift, daß im pergangenen Jal^e in den Vereinigten Stauten nicht weniger als 160 Millionen Mark, unterschlagen worden sind. Man sucht dieses sozial bedenkliche Sympwm durch die schlechten Gehälter zu erklären, mit denen sich viele Angestellte und Kassieret begnügen müssen, die dann mit 300 oder 400 Mark Monatsgehalt be, amerilanischen Kosten der Lebensführung große Familie» er halten sollen. Einen großen Anteil au den Unterschlagungen haben auch die Kantionsfchwindeleten, bei denen die Arbeitgeber sehr sorg los das ihnen als Kaution anoertraute Geld ihrer Angestellten an- getastet haben. Ferner weiß man auf den zunehmenden dang zum Luxus bei den Frauen hin, die durch ihre Extravaganzen und durch ihre Sucht, den rastlos wechselnden neuen Moden zu folgen, direkt, aber vor allem auch indirekt, Anlaß zu Unterschlagungen werden.

* Der Sammler.Jedes Buch in meiner Bibliothek ist mit einer eigenhändigen Widmung des Verfassers versehen." Wie haben Sie das nur fertig gebracht?"Ich habe nie ein anderes geliehen."

Kleine Tageschronik.

Aus München wird gemeldet: Die Ehefrau Jung, die wegen Gatten morde» dom Schwurgericht Zwciblückeii zum Tode verurteilt worden war, wurde begnadigt. Tie (Todesstrafe war seinerzeit in lebenslängliches Zuchthaus umge- wandelt worden. Die Frau saß 3 0 Jahre im Zuchthaus.

Ter verstorbene frühere Hotschausvieler Adolf L a n d v o g t hat der Stadt Berlin 60000 Mark zur Errichtung einer nach ihm zu benennenden Stiftung vermacht, die ans ihren Einkünften kranke, gebrechliche oder durch Slter erwerbsunfähige Kraiilenvflegerlitnen, und zwar Privatschwestern, die keine Fürsorge als Mitglieder von Schwesterverbänden genießen, unterstützen soll.

DerBerliner Lokalanzeiger" meldet aus Prag: In Wöl­kau bet Krumhau fuhr ein Schnellzug auf einen bereits ent­gleisten P e r so n e >1 z u g. Bo» 28 Verletzten sind 8 schwer ver­wundet. Ter Materialschaden ist ielyr groß.

Aus KotaIIge im Kongogebiet wird gemeldet, daß zwischen K a m b o v e und Äomotonde ein Elsenbahnzug ent­gleist sei. Bier Eingeborene seien tot und 44 verletzt.

Universitäts-Nachrichten.

Der Mathematiker Sonoraretofeffor Tr. vhil. Max Simon an der Universität Straß bürg begeht am 8. d. M. seinen 70. Geburtstag.

Ter Privatdozent für Musikwissenschaft an der iUt un­ebener Universität Tr. Eugen Schmitz ist als Nachfolger des verstorbenen Tr. Robert Hirschseld zum Direktor am Mozar­teum in Salzburg berufen worden. Er ist 1882 zu Neu- burg a. D. geboren.

LinacsanSt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Gießen, 6. Juni.

Wiederholt ist es setzt »orgekommen, daß die Wagenführer der elektrischen Bahn, besonders vormittags, nicht mit Marken ver­sehen waren: letzten Samstag, den 6. l. M., waren sic um V,10 Uhr noch nicht im Besitz von solchen: es

wurde die Auskunft erteilt, daß die Tütchen erst morgens nach Leerung der Kassetten zurecht gemacht würden, sodaß eine Ausgabe erst um 11 Uhr erfotgen könne. Durch eina solch verfehlte Betriebseinteilung hebt man wahrlich nicht den IVerkchr. Auch zur Beschaffung der notwendig gewordenen größe­ren Marlenzahl ist reichlich Zeit gewesen.

Sandel.

Vom Zentralverband deutscher Industrieller.

Köln, 5. Juni. In der Abgeordnetenvcrsammluiig des Zentralverbandes deutscher Industrieller teilte der Geschäftsführer, Regierungsral Schweighosier-Berlin den Ge schäitsbericht mit, wonach die M i t g l i e d e r z a h l um 12 Ver­bände und 41 Einzelsirmen gewachsen ist. Tie neuerdings mit der Begründung der Deutschen Geseltschast für Welthandel zwecks gemeinsamen Vorgehens der beiden großen industriellen Zentral

organisattonen verfolgten Bestrebungen seien erfolglos geblieben.

Der Zentralverband beschloß deshalb die Errichtung einer be­sonderen AuslandsabteUung für sich, die zur engsten Fühlung­nahme mit den heimischen Jnleressenkreisen und zur Förderung der deutschen Anslandsbeziehungen berusen sei. Der Redner be- svrach die schwebenden Fragen der Gesetzgebung, namentlich bezüg­lich der Sozialvolitik. Es wurde ein Beschlußantrag angenommen, in welchem der Zentralvorstand eine weitere Belastung der deutschen Industrie durch Eiuschränkimg der Arbeitszeit, gerade angesichts der Berührung der Existenzbedingungen weiter industrieller Kreise durch die bevorstehende Neuregelmtg der Han­delsverträge für ganz besonders unangebracht erachtet Sodann wurde eine Entschließung zur Kaligesetz-Novelle ange­nommen, durch deren Bestimmungen sowohl aus allgemeinen ftnanzvolitischen und staatsrechtlichen Gründen wie auch im 3ntei» esse der deutschen Kaliindustrie Widerspruch erhoben wurde. _

Amtlicher Wetterbericht.

O essen Ili che r Wetterdienst. Gieße». Wctleraussichten in Hessen am Sonntag, den 7. Juni 1914; Fortdauer bet bestehenden Witterung, vereinzelte Regenlalle: nord­westliche Winde.

Letzte Nachrichten.

Königsberg, 6. Juni Der Geh. Medizinalrat Pros. Tr. Ludomar Hermann ist im Alter von 76Jahren ge­storben.

Die General st abreis e an der Grenze:.

M e tz, 6. Juni. Der Kronprinz und der Grosze General- stab reisten heute früh 8 Uhr nach Diedenhosen ab. Von, hier werden sie über Trier nach Kftllburg in der Eifel Wei­terreisen.

Etn Automobilunglück aus der Straße

Tübingen-Rotte n barg.

Tübingen, 6. Juni. Ans der Staatsstraße Tübingen» Rottenburg suhren gestern nachmittag zwei Rennwagen der Pariser Auiomobiliabrik Tarant, die ftch auf einer Pr»befahrt von Paris nach Wien befanden, in kurzem Abstand Mit etwa 80 Kilometer Stundengeschwindigkeft ltintereinander her. An einer besonders scharfen Kurve schien mm der vordere' Wagen durch Staubentwickelnng dem Führer des zweite» Wagens die Onen- tienmg derartig beeinträchtigt zu haben, daß dieser bei dem sebneilen Tempo von der Straße abkam und in den Graben geriet, wobei der Venter des Automobils Stesanotto Giovanni von dem sich über­schlagende» Kraftwagen zu Tode gedrückt wurde. Der Kraftwagen wurde vollständig zertrümmert.

Ein Wahnsinniger aus einem Kirchturm

verbarrikadiert!

Wien, 6.Juni. Der Bauenibursche T raste, der in Großhöslcn bet Ledenburg in Ungarn sich a u f d e in Kirchturm verbarrikadiert hat, und von dort die Menge mit Schlissen begrüßt, hat bereits 14 Personen verwundet, von denen vier gestorben sind. Weiter wird geineldet, der W a b n s i n n i g e habe zwei Gewehre und eine Pistole zur Verfügung. 50 Gendarmen uinstehen den Turm. Auch die Feuerwehr der umliegendei, Törser ist an- gerusen worden Nach jedem Schuß, den die Belagerer auf den Wahnstnnigeit abgeben, läutet er, womit er anzeigt, daß er nicht getroffen worden ist. Die Bevölkerung ist von etnev Panik ergriffen worden.

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an dem, waS er erlebt. Wer im vorigen Sommer während der großen Ferien die trostlose Regenzeit milgemacht bat, wer frierend in der Sommerfrische saß und seinen Schnupfen pflegte, der wird auch die Nutzanwendung ziehen, daß nian für alle Fälle sich vorsehcn und zum Reisegepäck auch ein vaar Schachteln Fays achter Sodenerman achte auf den Namen Fay! legen soll. Fays Sodener kosten &> Pfg. die Schachtel und und überall erhältlich. 342*8

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Wir bringen hierdurch zur Kenntnis, daß unser Ver­treter in Krofdorf Herr Fr. Drentli infolge vorgerückten Alters unsere Agentur abgetreten hat. Wir bitten unsere Versicherten, sich in allen Verücherungs-Angeiegenhetten nunmehr an Herrn Otto Koch in Krofdorf ivenden zu wollen.

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