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den, der sich ausschließlich der Aushilfe in der Seelsorge wwmn, die Errichtung von Niederlafsungen zu gestatten, wenn ein dauern des, vermehrtes Bedürsnis nach Ausbstse in der Seelsorge nach gewiesen iit". Der Aiisschiißberichlcrstatter fügt hinzu, das, hier der Jesuitenorden nicht in Betracht kommen kann, und lveist dabei aui die Einleitung des Berichtes hin, worin gesagt wird, der Einivurl 'sei hinfällig, daß nach einer etwaigen Aufhebung der Jesuitengeietze der Jesuitenorden zugelassen werden könne. Ganz abgesehen davon, daß an eine Aufhebung des Jesuiten, gesehes die Reichsregicrung jedenfalls zurzeit nicht denkt, kann aber der Jesuitenorden nach übereinstimmender Ansicht der Re­gierung und des Ausschusses auch nach dem Entwurf deshalb nie zugelassen werden, weil der Entwurf ebenso, wie das 187,her Gesetz nur von solchen Orden rede, die sich enttveder ausschließlich der Krankenoilegc oder ausschließlich der Aushilfe in der Seelsorge widmen. Zu diesen Orden gehört der Jesuitenorden als Lchrordcn nicht.

Der Uabinettswechsel in Frankreich.

Paris, 4. Juni, V i v i a n i teilte Poincare mit, daß er, da er noch einige Schritte unternehmen müsse, ihm nicht vor morgen mittag eine endgültige Antwort ertei­len könne, ob er den Auftrag, das Kabinett zu bilden, an nehmen werde, Poincare empfing daraus Bourgeois, Wie in den Wandclgängen der Kammer erzählt wird, bat Leon Bourgeois die Annahme des Portefeuilles des Aeußern ausdrücklich an die Bedingung geknüpft, daß die neue Regierung das Dreijahrgesetz ungeschmälert zur Anwendung bringe,

Paris, 4^ Juni, De > chancl wurde mit 411 von 435 gültigen Stimmen endgültig zum Präsidenten der Kammer gewählt. Zu Vizepräsidenten der Kammer wurden endgültig gewählt! Clementel (Radi kal> mit 375 Stimmen, Moncstier (geeinigt Radik,) mit 333, Godard (geeinigt, Radik,) mit 310 und A u g a g - neur (sozial, Republ,) mit 267 Stimmen,

Sine vergebliche Verhandlung des Nonlrollausschusses mit den albanischln Rebellen.

Durazzo, 4, Juni, (Verspätet eingetroffen.) Die Mit­glieder des Kontrollausschusses begaben sich heute nach­mittag nach Schiak, wo sie init den Delegierten der an der Aufstandsbewegung beteiligten Kazas zu­sammentrafen, Diese machten jedoch nicht den Eindruck wirk­licher Landschaftsvertretcr, sondern jenen von untergeord­neten Angehörigen der Kazas, Unter den Delegierten be­fanden sich zahlreiche aufgewiegelte Fanatiker, welche hauptsächlich Gegner der Verständigung waren. Einige anlvesende Muftis waren arg schüchtern. Sämtliche zeigten wenig Interesse für die von ihnen vor einigen Tagen bekannt gegebenen Wünsche, sondern riefen beständig, die Redner des Kontrollausschusses unterbrechend, daß sie die Türkei und einen mohammedanischen Für­sten haben wollten. Obwohl ihnen vom Kontroll- ausschuß die Unmöglichkeit der Erfüllung ihrer Wünsche vor Augen gehaiten wurde, bestanden sie auf ihnen und wieder­holten stets jenes Schlagwort, was die Verhandlungen ver­zögerte, Da die Verhandlungsart der Rebellen den Eindruck erweckte, daß sie Zeit gewinnen wollten, lehnten die Mit­glieder des Kontrollausschusses es ab, in neue Verhandlungen mit ihnen einzutreten, wiesen daher ihre panislamitischen Forderungen schlankweg ab und kehrten abends nach Durazzo zurück,

Entsendung von Schisse» au die albanische Küste?

Rom, 4, Juni, Die deutsche Regierung hat die Mächte wissen lassen, daß sie, wenn die anderen Mächte zu­stimmten, geneigt sei, ein Kriegsschiff nach Du­razzo zu entsenden. Man hat hier das Vertrauen, daß die moralische Wirkung in Albanien damit gleicherweise er­reicht wird, wie mit der Entsendung einer Truppcnabtcilung,

London, 4. Juni, Dem Reulerschen Bureau zufolge sprach die englische Regierung ihre Bereitwilligkeit aus, im Falle irgendeiner Gefahr für den Fürsten von Albanien ein Kriegsschiff nach Durazzo zu sen­den, wenn die anderen Mächte ähnliche Mittel ergreifen,

Durazzo, 4, Juni, Das Fürstenpaar nahm heute mittag an Bord des österreichischen SchlachtschissesTegctt- hoff" bei dem Kontreadmiral L ö f l e r den Lunch und vev- weilten nahezu drei Stunden au Bord des Schisses, Diese Gelegenheit nahmen sie wahr, das Schlachtschiss eingehend zu besichtigen, wobei sie ihrer Bewunderung über den mäch­tigen Bau und die Vollkommenheit der technischen Einrich- lungen Ausdruck gaben. Bei der Rückkehr war das Fürsten­paar beim Landen Gegenstand herzlicher Kundgebungen,

Aus Mexiko.

Mazatlan, 4, Juni, lieber San Diego wird ge­meldet: Die Verbindung zwischen der Westküste von Mexiko und der Stadt Mexiko ist durch die Konstitu- tionalisten völlig abgeschnitten. Nach einer von dem Admiral Howard cingetroffencn Nachricht ist die Stadt Guadalajara von drei Kolonnen des Generals O b r e - g o n eingeschlofsen. Die Stadt C o l i m a siel in die Hände des Konstitulionalistengenerals und früheren Gouverneurs des Staates Colima, A l a m i l l o.

Dcutjche» Neick».

Der Kronprinz in Metz, Aus Metz wird vom 4, Juni gemeldet: Der Kronprinz machte im Laufe des gestrigen Nachmittags eine Ausfahrt und besuchte bei dieser Gelegenheit im Garnisonslazarclt II den vor einigen Tagen durch einen Sturz mit dem Pferde verunglückten General- obersten v, Eichhorn, Gegen Abend traf von Trier das LustschiffZ, 8" hier ein, kreuzte einige Zeit über der Stadt und kehrte dann wieder nach Trier zurück. Heute morgen 8 Uhr wird eine Ausfahrt zur Besichtigung der westlichen Schlachtfelder und Fcstungsanlagen unter­nommen.

Dir baverische Kammer der Abgeordneten be- schäitigtc sich nochmals mit der Regierungsvorlage betreisend die Einstellung von 75 000 Mark für jedes der beiden Budgetjahre zur Förderung der gemeindlichen Arbeitslosen- Ver­sicherung IN Bayern, Von der Kammer der Reichsräte war diese Forderung abgelehnt worden, dagegen hatte sic die gleiche Summe im Budgel stehen lassen für die Förderung der gemeind­lichen Arbeitsvermittelung, Redner aller Parteien mit Ausnahme der des Bundes der Landwirte bedauerten die Haltung des Reichsrates, wobei der Sozialdemokrat T i m n, scharfe Angriffe gegen die Kammer der Reichsräte richtete. Fast einstimmig lehnte schließlich das .Haus es ab, dem Beschlüsse der Kammer der'Reichs­räte beizutreten. Damit ist die Einsührnnq der gemeindlichen Ar beitslosenversicherung mit staatlichen Zuschüssen gescheitert, da nach der Vcrsaisung ein Gegenstand, über den sich die beiden Kam mern nicht einigen, in derselben Session nicht wieder zur Beratung gebracht werden kann.

7Iu»Iand.

Der deutsche Botschafter in London und die deutsch-englischen Beziehungen, DerDaily Tele graph" beglückwünscht den deutschen Botschafter zu dem aka- ocmischcn Tribut, den ihm die Universität in Oxford gezollt hat

und zu der »vichtigen Tatsache, daß seine Verwalliung des Pot- schasterPosteus der Anlaß oder die Ursache der bcdcutmd verbesserten Beziehungen zwischen Deutschland und England gewesen ist. Das Blatt erinnert an die Zeit der gegenseitigen Verbitterung, die niemals eine andere Grundlage hotte als Rivalität und die all mäblich zu verschwinden begann, Fürst Lichnowsky habe diesen wohltätigen Wechsel benützt, und wenn sich ihm die Gelegenheit bol, sprach er stets nicht nur als Vertreter Deutschlands, sondern auch als Freund Englands, und man habe das schnell und mit Dank­barkeit anerkannt. Auch in Oxford bcwntc der Fürst nachdrücklich die Bonde, die beide Länder verknüpfen, anstatt die Rivalitäten, die sie trennen, und es ist eine wahre Freude, von dem Wirrwarr der europäischen Politik und der Erbitterung der innerpolitischcn Probleme sich der ruhigen Philosophie der Rede des Botschafters zuzulvcnden. Das Blatt schließt: Jedenfalls ergibt sich eine Moral aus der Rede des Botschafters, Es ist seine wohlüberlegte Ansicht, daß die angelsächsische und die germanische Rasse eine große Ausgabe vor sich haben, die sic gemeinsam vcrsolgcn müssen, und daß die Wohllate» der Welt in bedcutendeni Maße von ihren gemeinsamen Bestrebungen abhängen. Eine solche Ansicht könnten alle verständigen Leute, gleichwie ob Deutsche oder Engländer, unterschreiben,Daily Chronicle" schreibt: Es muß eine Genugttmng für Fürst Lichnowsky sein, daß seine Wirksamkeit als Botschafter mit einer merklichen Verbesserung in den amtlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zusammcnsälll. Deutsch- feindlichkeil ist jetzt sogar bei unseren Jingos in Verruf geraten.

veu'scher Freistudententag.

Weimar, 3, Juni,

In Weimar versammelten sich in diesen Tagen Vertreter und Angehörige der sreistudentischcn Organisationen von zahlreichen deutschen Hochschulen zum 14, Male zu einem Deutschen Frei­studententag, Gleichzeitig trat der Frcistudentische Bund, dem vor allem ehemalige Freistudenten angehören, zu seiner Hauptversamm­lung zusammen, In der Erössnungsversammluitg des Frei- studentischen Bundes sprach Tr, Walter A, B e r c n d s o h n (Ham­burg) überDie Etzhik des studentischen Lebens", Er versuchte kurz die Entwickelung der allgemeinen ethischen Strömun­gen zu schildern und charaklerisierle dann im Gegensatz zu der gebundenen englischen akademischen Erziehung imcollege" und durch dentutor" das deutsche akademische Bildungsidcal. Bon diesem ausgehend stellte er als Hauptforderung sür diesreistudentischc Arbeit die Bildungsarbeit an der Studentcnschait auf.

In der bauvtsitzung der Freistudentischen Bundes am Dienstag vormittag sprachen über die gcgewvärtige Lage der srcistudcntischen Bewegung und die Stellung des Freistudentischcn Bundes in ihr Professor Dr, Paul Sshmank (Posen!, Dr, Wilhelm Printz iHamburgf und Tr, Paul Roth (Leipzigs, Prof, Ssymank gab einen geschichtlichen Ucberblick über die Entwickelung der srei- studentischcn Bewegung und faßte seine Aussührungcn dahin zu­sammen, daß man sich heute nach langen Erörterungen über die programmatischen Grundlagen darüber klar sein müsse, daß die Freie Studentcnschait nur die Anhänger einer bestimmten Aussassung von der akademischen Bildung umfasse und sür diese Auffassung wirken müsse, Tr, Printz besprach interne Organisationssragen, Tr, Roth charakterisierte die gemeinsamen Aufgaben des Frei- studentischen Bundes und der Deutschen Freien Studentenschaft und die besonderen Aufgaben der Hochschulresormarbeit der älteren Atademiker ünBunde", Am Nachmittag folgten geschäftliche Verhandlungen, die durch einen Bericht des Vorsitzenden, R,-A, Vaterrodt (Köln) eingclettet wurden.

Die Tagung der Deutschen Freien Sttidentenschast wurde mit einer Ansprache von Kurt Soltmann (Marburgs crössnet, der sich mit den sttidentlschen Gruppen außerhalb der Freien Studentrn- schait auseinandcrsctztc.

Am Mittwoch bormittag wurden Fragen der inneren Organi­sation erledigt. Am Nachmittag sprach man über dieinter­nationale Studentenbewegung" und ihreOrganisatwn, Cand, tbeol, ,h e m p e l (Leipzig) sprach daraus überStu­dent und Körpert ultui".

Au» Stavt und Land»

Gießen, 5. Juni 4914.

Betrug und Sachbeschädigung,

Während der Gewerbeausstellung, die der Stadt Gießen zahlreiche Fremde zuführt, sind alle in Betracht kommenden Stellen eifrig besorgt, daß die Gäste einen möglichst günstigen Eindruck von Gießen mitnehmen und daß die lokalen Ein­richtungen und Annehmlichkeiten gut zur Geltung kommen. Da ist natürlich auch sür den Automatdes Verkehrs- Vereins am Bahnhofsplatz, wo für einen Groschen der kleine Führer durch Gießen bezogen werden kann, eine Zeit regerer Benutzung gekommen. Um so bedauerlicher ist es, daß wiederholt die Wahrnehmung gemacht werde» mußte, daß der Automat versagte, weil betrügerische Hände statt des Zehnpsennigstückes runde Bleiblechc eingeworscn hatten. Heute wurde uns eine Handvoll Blei- stückc, die im Automat vorgesunden worden sind, vorgczeigt, und es scheint, als sei es immer dieselbe Person, die mehr aus Mutwillen als aus anderen lliründen diesen Streich aussührt, der, wenn der Täter erwischt wird, hart bestraft werden müßte. Denn abgesehen von dem Betrug, der dabei vorliegt, wird mit dem Einwurf der Bleistückc der Automat unbrauckibar gemacht, und die Fremden, die ihn benutzen wollen, sind enttäuscht, die Stadt und der Verkehrsverein empfindlich geschädigt. Wir fordern dazu auf, den Uebel- tätern einmal aufzupassen, um ihnen ein für allemal ihr Handwerk zu legen Es gehört schon eine gehörige Dosis Roheit dazu, solche gemeinnützigen Darbietungen, wie sie der 'Automat des kleinen Fremdenführers vermittelt, un- inöglich zu machen,

** Tageskalendei kür Freitag, den b. Juni: Gewerbe- a u s st e I l u » fl: Konzert von 47 Uhr (Hanskapellej und von 713 Utir (Regimeiite-kapelle).

Anlagei» » sik der Regimenlskapeüe nachin, 6 Uhr.

*

**OcffcntlicheProvinzial-Ausschnß-Sit- zu n g en, 1. Mittwoch, den 10, Juni d. Js,, vorm, A t 9 Ü h r, a) Stadtvcrordnetenwahl zu Gießen im Jahre 1913, b) Antrag auf Enteignung von Gelände zum Ausbau der Ederstraße und der Parallelstraße zur Steinstraße von der Schottstraße bis zur Eisenbahn zu Gießen, 2, Sams­tag, den 13. Juni, vorm. s /i9 Uhr, a) Klage des Orlsarmenvcrbands Fricdberg gegen den Ortsarmcnver- band Groß-Karben wegen Unterstützung des Johs, Hübner aus Letschin, b) Klage des Balth, Mootz II, von Großen- Bus'eck gegen Großh. Kreisamt Gießen wegen Aushebung eines Polizeibcfehls, c) Klage des Heinrich Lippert IN. in Wahlen gegen Großh, Kreisamt Msseld wegen Auf­hebung eines Polizeibefehls, ck) Faselhaltnng der Gemeinde Eschenrod: hier: Aenderung der Zuchtrichtung,

** Der Bund Deutscher Verkchrsvereine bezweckt, sür das Beste des Verbandsortcs zu wirken, seine Anziehungskrast und seinen Ruf zu fördern und seine Vor­züge bekannt zu geben. Um diesen gemeinnützigen Zweck zu erreichen, tauschen sämtliche Verbandsvereine ihr Propa- gandamalerial, Führer usw, und durch Vermittlung des Jn- lernationalen Verkehrsbureaus Berlin aus. Der hiesige Ver- kehrsvercin ist hiernach und im Interesse unserer Sladt und deren Umgebung vcrpslichlet, die ihn, zur Auslage zu gesandten Führer, Reisebcschrcibungeii, Sehenswürdigkeiten, Wanderungen durch Gießens Umgegend" usw, dem Publi­kum möglichst kostenlos zuzusühren, Interessenten für Wan­derungen, Reisen sür In- und Ausland (Niedcrland und

Schweiz), Besuch von Bädern (besonders der Ostsee- und Nordscebädcr), Sommerfrischen, finden auf dcni Bureau des Berkehrsvercins auserlesenes Material vor,

** Fa hrvreiscrmäßigung zumBesuchderD rut­sch e n Werkbundausstcllung Köln 1914, I, Aus den Strecken der Preußisch-hessischen Sttlatseisenbahiien, der Reichs- essenbahnen, der Großherzoglich Mecklenburgische» Staatseiicn- bahnen und der Bayerischen Tlaatseiseiibahnen (Psälzischeg Rey-> werden zum Besuch der deutschen Werkbundausstellung Köln 1914 sowohl aus der Hin- als auch aus der Rückreise in der 3, Klasse zuni halben Fahrpreise für Eil- und Personenzüge, in Schnell­zügen außerdem gegen Zahlung des vollen larismäßsgcn Zu- schlages befördert, A. a) Versicherungspslichtige Mitglieder von Krankenkassen im Sinne der Rejchsversicherungsordnung (Orts­krankenkaisen, Landkrankenkassen, Betricbskrankcnkassc», Jnnungs- krankenkassen, von Bersicherungsvereinrn aus Gegeusetttgkctt, die als Ersatzkassen zugelassen sind, sowie von eingeschriebenen Hilss- kasse» und von knappichastlichcn Krankenkassen, b- Versichcrungs- vilichtige Versicherte der Versicherungsanstalten und der Sondcr- anstalten im Sinne der Rcichsvcrsichcrungsordnung, c> Freiwillige Mitglieder der unter A. ai und b) genannten Kassen und Ver­sicherungsanstalten, deren jährliches Gesamteinkommen 2500 Mk, nicht übersteigt, ck> Versicherte der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte, deren jährliches Gesamteinkommen 2500 Mk, nicht übersteigt, soweit es sich um handwerksmäßig bcschästigte Arbeiter, einschließlich der sogenannten gelernten Arbeiter in Fabriken, wwie um sonst im technischen Betriebe von Fabriken Angestellte handelt. 8, Selbständige Handwerker, die in ihrem Gewerbebetriebe nicht mehr als 8 Gesellen beschäsligcn, 2, Bon den unter 1, A. a) bis d) ausgesührtcn Personen müssen sich auf der Hinreise Iiilnoestens 10 Teilnehmer zu einer gemeinschastlichen Reise zusommenschlicßen. Die Rückreise kann auch einzeln ausgcsührt werden. Nähere Aus- kunst erteilen die Fahrkartenausgaben,

* Im Lichts viclhaus fand gestern wiederum ein großer Konzertabend statt, der unter Leitung des Kapellmeisters I, Hcrr- m a n n stand und sich dank seiner abwechstungsreichen und gut aus- gewählten Spielfolgc eines lebhaften Beifalls zu erfreuen hatte. Besondere Anerkennung fand die unvollendete Sinfonie in H-Mvll von S ch u b c r t, die als Konzerteinlage gegeben und sehr fein vor- gctragen wurde. Von dem übrigen Teil des musikalischen Pro­gramms ist noch zu erwähnen der Schatzwalzer von Strauß, An­dante aus der 5, Sinfonie von Beethoven, die Fantasie über Pnce einis Toska sowie Stücke von Sainl-Sacns, Lsicnbach, Zeller u, a. Die Lichtbilder waren teilweise sehr interessant, aber leider wurde das ongczeigte Lustspiel mit Moritz Prince durchHerzenskamö- dicn" ersetzt. Von großem Reiz ivar die Vorführung einer Glas­bläserei, wie sie jetzt ja auch! in der Ausstellung zu sehen ist, das Pathssournal und Der boshafte Freier, Den Schluß bildete der vieraktige Scnsationssilm Die Furcht vor Freude, der sehr schöne und auch gut inszwiiertc Bilder mit einer spannenden Hand­lung verbindet,

** Sin jugendlicher Brandstifter, In der Person eines 15jährigen Lehrlings wurde der Brandstifter ermittelt, welcher vor einiger Zeit die Scheune von Winn ani Aiilwege und den Ströhschnppen auf dem Gelände der früheren Aktienbrauerei in Brand setzte. Er ist auch weiter geständig, in 8 Fällen kleine Brände in Hausfluren an­gelegt zu haben, die aber bald entdeckt und ohne größeren Schaden zu verursachen abgelöscht tverdcn tonnten.

' Die Maul- und Klauenseuche ist ausgebrochen und erloschen im Schlachtviehhof zu Magdeburg. A»S- gebcochen ist die Seuche in, Mehhos zu Essen a. R., ferner im Bezirk Wertingen (Bayerisch Schwaben) und in> Bezirk Mühldorf (Oberbayern).

**DasGroßh, Hessische Regierungsblatt, Beilage Nr, 7, ausgegebcn den 3, Juni 1914, hat folgenden Inhalt: 1, Uebersicht über die in der Stadt Darmstadt zu erhebenden Gemeindcumlagen für das Rechnungsjahr 1914.

2. Uebersicht über die von den israelitischen Religions^ gemeinden des Kreises Gießen zu erhebenden Umlagen für das Rechnungsjahr 1914, 3. Uebersicht der von dem Gr, Ministerium des Innern für das Rechnungsjahr 1914 zur Bestreitung der Gemeindebedürfnisse der israelitischen Reli- gionsgcmcinden des Kreises Schotten genehmigten Umlagen.

4. Uebersicht der von Großh, Ministerium des Jmiern sür das Rechnungsjahr 1914 zur Bestreitung der Gemeinde- bedürsnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Laulerbach genehmigten Umlagen, 5. Nachweis der Be­fähigung zur Uebernahmc eines Kirchenamts, 6. Ordens­verleihungen, 7. Verleihung der Staalsmedaille sür Aus­stellungen, 8. Dienstnachrichten, 9. Dienstenthebungen,

10. Dienstentlassungen,

Landkreis Gießen.

h, Arnsburg (Oberhessen), 4, Juni, Staatssekretär von Jagow ist zum Besuche seiner Braut, der Gräfin von Solms-Laubach, aus dem hiesigen Schlosse cin- gelroffcn. Die Hochzeit des Paares findet Ende Juni oder Anfang Juli statt, -

Kreis Friedbcrg.

L, Friedbcrg, 4, Juni, Heute morgen ist unser Ba­taillon in einem Sondcrzug nach dem Exerzierplatz Bad-Orb gefahren, wo es vier Wochen bleibt,

---Friedbcrg, 4. Juni. Schon längere Zeit wurde die hiesige Bürgerschaft durch anonyme Briese in A»f- regunq versetzt. Kausteute, Metzger, Bäcker und Weinhändler erhielten fingierte Bestellungen, Kutscher Aufträge zu Fahrten, Eheleute wurden gegenseitig ausgehetzt usw. Jetzt ist es der hiesigen Polizei gelungen, den Täter in der Person eines hiesigen SchncideriiieisterS z crinilteln und zu überführen. Bon einer Verhaftung wurde vorläufig abgesehen, da ein Grund z» Fluchtverdacht nicht vorliegt.

v, Bad-Nauheim, 3, Juni, Zu dem heute aus dem Jnselteich veranstalteten S o,n m e rn a ch ts se st batten sich schätzungsweise etwa 10000 Zuschauer eingcsundeu, Den Höhe­punkt des Festes bildete das Erscheinen einer aus 12 secnhait pusgeschmücktcn Kähnen bestehenden Flotttllc, in denen die Sänger des GesangvereinsFrohsinn" saßen und vvlkstümlichc Lieder sangen, Lebhaften Bciiall errang der Turnverein 1860 mit iiackelschwiNgen und Marmorgruppen, Die Seeuser und Inseln waren mit 8000 Lampions und sonstigen Beleuchtungskörpern geziert, i

f. Butzba ch , 4, Juni, Bei der am 2, Juni 1914 ver­anstalteten Schweinczählung wurden gezählt: 150 Stück unter l'/a Jahr alt, 51 Stück >/- bis »Itter l Jahr alt, 4 Stück 1 Jahr alt und älter. Zusammen 205 Stück, darunter 1 Zuchteber und 2 Zuchtsauen,

k, Butzb ach , 4, Juni, Bezirkskassierer K r c u d c r (Rendant! Ist vom 4, Juni bis 16, Juli beurlaubt, während dieser Zeit wird drc Kasse vom Fistanzasvirant Klein von Mainz verwaltet, Bis zum 10. Juni b. I, liegt aus der Großh, Bürgermeisterei Butzbach das Hauptgeldausgleichsverzcichnis nebst den dazu ge­hörigen Verzeichnissen der Fcldbercinignng in der Gemarkung Butzbach osfcii und können Einwendungen während der Offcn- lcgungssrist bei Meidung des Ausschlusses bei dieser Behörde lchristlich eingereicht werden,

8 Rieder-Mörlen, 4. Juni, In einer Lößkriute wurden bei Aufräumuiigsarbcitcu einen Meter unter der Erde mehrere große Kanonenkugeln gesunden. Aus welcher Zeit sie stammen, ist nicht bestimmt, Mit dem

1. Juli wird die hiesige Posthilfstcllc aufgehoben und eine Postagcntur eingerichtet,

Starkcnburg und Rheinhcssen,

m, Dietzenbach a, M,, 5, Juni, Die Gemeinderats- Wahl, die am 2 . August u. Js, stattfand, beschäftigte gestern