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reguag von Wegen und llebeng.inqen nötig, auch der Zriej>° Hof wird in seinem nntcven Teile stark angeschnitten Mit dem Umbau des Bahnhofs wird Vovaussichtlich im Sep tember begonnen werden.

Kreis Friedbcrg.

^^riedverg, 27. Mai. Die Bezirkssparkasse Mathrldenstrft für Friedberg und Umgegend hat den rieften Geschästsiiberschiitz von 343305 ?1Lk, zst verzeichnen E M^eb-er Sparkasse belaufen sich im Gesamtbetrag aug 13322713 Mk., rn 1913 wurden neu eingelegt 2853 248

t. Brlbel, 26. Mai. Heute stand die ganze Familie L. von Petterweil, bestehend aus Vater, Mutter und zwei Töch tern^ wegen Widerstandes und Bedrohung vor Gericht "Im 16. <rebruar b. 5- trollte der Gerichtsvollzieher^Stellvertrerer Pfau hier das bei L. gepfändete Klavier und ein Mutter- seliwein wegsllmfsen lassen Kaum hatte er die Hofreitc des Schuldners betreten, als schon die Genannten mit Mist- gabeln auf ihn zukamen. Ter Gerichtsvollzieher, der den Widerstand vorausgeschen hatte, hatte einen Gendarmen zu­gezogen. Den Wütenden mußten erst die Mistgabeln ab- genvnrmen werden, bevor man zur Wegnahme der Pfänder schritt. Die Tochter MlL. die unter allen Umstanden die Wegnahme des Klaviers verhindern wollte, goß Spiritus auf das Klavier und steckte es an. Tic vier Angeklagten wurden vom hiesigen Schöffengericht unter Zubilligung mil­dernder Umstände zu Geldstrafen von 20 und 10 Mk, ver­urteilt. ,

Starkenburg und Rbcinhcssen.

Tarmstadt, 25. Mai. Ter Landesverband der Bürger imistrr im Groß Herzogtum Lessen hielt seine diciährige Haupt verianrmlmig am gestrigen Montag in Tarmstadt ab Der Vor­sitzende Bürgermeister M edger (Longen) verlas dann den Tätig keitsbericht. Die vorzährigen Beschlüsse wurden ausgcsührt und eine lAnzahl neuer Anträge vorbereitet. Ter Bericht iinder Genchmi gung, ebenso wie der durch Schäfer (Tortcllveil) vorgclragene Rechenschaftsbericht, nach dem aus dem lausenden. Fahre ein Ileberschuß von 154 Mark vorhanden ist. Das Vermögen des Verbandes beträgt jetzt 774 Mark. Bei der Vorslandswahl werden die seitherigen Rtrtstliedcr durch Zürnt einstimmig wiedcrgewählt. Tonn wird in die Beratung der einzelnen Anträge cingetreten: L'm Antrag Bingen, den Bürgermeistern, die bisher nur cill Einkommen von 800 Mart hatten, und deshalb nicht Mitglied der Eemeindebeamiciisürsorgekastc werden konnten, cs durch Ab­änderung der gesetzlichen Bestimmungen zu ermöglichen, wird be- lprochcn. Auch soll ihnen bei der Ausnahme in die Kasse ihre Vor» dicnstzeit ungerechnet Iverden. Ter Amrag wird nach eingehender Aussprache -mgcnommen. Es wird ferner gewünscht, datz allen Bürgermeistern ohne Ausnahme die Möglichkeit des Beitritts in die Fürsorgckassc gewährt wird. Ter Borstand wird mit den nötigen Schritten beaustragt. Ter Verband Ossenbach hat eben- salls verschiedene Anträge gestellt, mit deren weiteren Verfolgung der Vorstand beaustragt wird. Eine längere Aussprache verursachte der Gcbülircntaris, über den von verschiedenen Seiten Klagen laut wurden, ks wird beschlossen, eine kinsache Gebührenmarke einzusühren. Ter Antrag des Vorstandes, die Tagegelder aiif fünf und acht Mark zu erhöhen, wird einstimmig aiigenommen. Weiter soll dafür cingetreten werden, daß der Pensioussatz von! 75 Prozent auf 85 Prozem erhöht wird. Den freiwilligen Mit­gliedern soll die Möglichkeit gegeben sein, auch Mitglieder dcS Aussickitsrais zu werden, Dienstlich gehaltene Polizeihunde sollen auch staatlich steuerfrei bleiben. Tie Bürgermeister sollen bei standesamtlichen Vergehen nicht vor die Strafkammer kommen, sondern disziplinarisch bestraft werden. Als Ort der nächstjähri­gen Tagung wird dann Friedberg gewählt. Zn der SchlutzauS- fprache waren noch verschiedene Anregungen gegeben, worauf ein gemcinsames Mittagessen stattfand.

Hessen-Nassau, ff Marburg, 26. Mai. Tie Marburger Bäcker­innung setzte den BrotpreiS um zwei Pfennige b er aus. ES kostet ein Vierpfünder Weißbrot jetzt 52 mid S chwarzbrot 48 Pfennig.

m Bon der Edertalsperre, 2 ä. Mai. Jn> ßiebicte des W aldecker Sammelbeckens ist eine neue G e m e i n d e gebildet, die die anttliche BezeichnungEdersee" sührt. Tie Flur ivird ge bildet aus den bisher zu den Gemeinden Hentturth, BrinqhaulLii.

Niederwerbe, Berich und Waldeck gehöreiide» Ländereien. Für den Bereich der neuen selbständigen Gemeinde trägt die preußische Wasserbanoerwalkung alle Lasten, Sie ernennl auch in Verbindung mit dem Landesdieektor von Watdeck-Pnrmont auS der Zahl ihrer Beamlcn einen Bürgermeifier. Et» Eenieii,berat wird nicht ge­bildet. Die neue Gemeinde erhält auch keine eigene Schule, son­dern dle schulpflichtigen Kinder werden zunächst der Gemeinde Hemfurth zugeteilt.

Gcrichtssaal.

Gießen, 26. Mm. (s ch öl icn geri cht.)Ein drei­st c r B e t t le r". Ende Avril bettelte der aus Litzseld bei Bieden- kops gcbüttige Taglöhnrr W. Sch. in einem Lause in der Süd anlagc dahier. Als er von der allein im Lause anwcscnden Ehe­frau des Lausbesitzcrs abgewicicn wurde, wurde er frech und zudringlich und stellte der Frau einen unsittlichen Antrag. Ta Straianirag gestellt ist, wurde Sch. heilte wegen Beleidigung zu 4 Wochen Geiängnis, wegen Bcitclns zu 2 Wochen Hast ver urteüt und »hm aus die Slraje 3 Wochen Unicrsudiuugshist migerechnei. Wegenfahrlässiger B ra n d fti j i n n I," erhielt das Ticnstmädchen E. W. von Büdesheim bei Bingen eine Geldstrafe von 80 Mark, sie war in Gießen bei dem Kaufmann O. in der Bleichstraße in Sielinng. 'Am Morgen des 25. Januars betrat sie mit einer brennenden Kerze den Bodenraum und setzte durch Unachtsamkeit dort hängende Wäscht' stücke in Brand. Das Feuer griff rasch um sich und brannte der ganze Mansardenstock nieder und wurde ein großer Atobiliar- sckfadcn verursacht. Tie W. wollte den Verdacht durch cm ano- NNmes Schriststück von sich abwälzcn, legte aber später ein um- sasscndcs Geständnis ab.

Kiel, 26, Mai. Vor der Straskainmer I bcgmlii hcittc die Verlmidlung gegen den früheren Oberausseher des Kieler lGcsängnisscs Li st ermann, den ehemaligen Geriihtkdiencr Rolf und eine Reihe weiterer Angeklagter wegen Bcstechnng nn Zusanimenhang mit dem Kieler ,Werf tproretz im Jahre 1909,

Washington, 25. Mai. Ein Urteil, das der oberste Gerichtshof gefällt lmt, bat peaktisch die Bedeutung, daß die­jenigen, die durch den u tt t e r a a n g derTitanic" Ver­wandte oder Eigentuiii verloren haben, durch die amerikanischen Gerichte keinen Schadenersatz erhalten lömien. Ter Gc- licknshof entschied, daß die Daftbarkcit der Ozcanic Navigation Comvanp gegenüber den Ansprüchen, die in einer Gesamihöhc von 52 Millionen Mark erngekiagt waren, durch das amerikanische baftvtlichigcsetz von 1881 aus den Wert der acborgencn Güter >und aus die Beträge der Fracht- und Fahrtartcu beschränkt wäre, die iür die letzte Reife derTitanic" bezahlt waren, und diese bclicsen sich auf 364 000 Mark, i

Line morganatilche Verlobung im rialerhans.

In Bristow bei Teterow fand am gestrigen Dienstag die Verlobung des Prinzen Oskar von Preußen mit der Gräfin Ina Marie v. Bassemitz, der zweiten Tochter deS mecklenburgischen Staatsministcrs Grafe» v, Dassc- witz-Leoetzow und der Gräfin Margarethe v. Basscwitz, geh. Gräfin v. d. Sehiilenburg, statt, nachdem der Kaiser dem Prinzen seine Einwilligung zur Eingebung einer morganatischen Verbindung ertcill hat, lieber den Termin der Vcrinählnng sind noch keine Bestiunnnngen getroffen, _

tfimtdiirialirt.

Mailand, 26. Mai. Die Sülle des lenkliarcn LustschiffeS Usuell i" ist gestern bei Vanzaghello in der Nähe von Galla- raic ausgesunden worden.__

Universitäts-Nachrichten.

Eine Konferenz russischer Studenten. Bern, 26. Mai. Heute trat in Bern eine von den russischen Studcntcnorganisationcn säst aller europäischen Universitä­ten beschickte Konferenz zusammen, um die durch den Be­schluß der dentschen und schweizerischen Universitäten über die Zulassung von russischen Studierenden geschaffene Lage zu besprechen. Außer mehreren hundert Abgeordneten der Studentenschaft waren viele russische Professoren und Schriftsteller sowie eine große Zahl ausländischer Pressever­treter erschienen. Die Konferenz befaßte sich mit der Frage

der Gründung einer russischen Universität in Westeuropa oder der Anglicderung einer russischen Abteilung an eine bereits bestehende Universität sowie mit der Frage einer allgemeinen Untcrstützungskasse für die im Anslande leben­den russischen Studierenden, wofür große Summen zur Ver­fügung stehen. Professor Reichest, e rg-Bern begrüßte die Konferenz als deren Ehrenpräsident und sprach den Wunsch aus, daß die Tagung praktische Ergebnisse zeitigen möge.

Vermischte«.

* Unter den Rädern. Aus K o l m a r , 26. Mai, meldet ein Privatlelcgramm: Heute mittag kurz vor 12 Uhr warf sich ein aus dem Reichslande ftamincnder Soldat, namens Leonhard Wirz in dem Augenblick, als er von einem Gendarmen wegen Desertion verhallet werden sollte, vor den gerade cinfahrendcn Personcnzug in Weier im Tal und wurde sofort getötet.

* T I e schweren Gewitter der letztcn Tage habcii in Süddeuischland teilweise großen Schaden angcrichtct. In Eich­st ä t t c n äsckiertc der Blitz vier Gebäude ein) in LaII geII- iv i n k c l bei Lahr suhr der Blitz in das Laus eines Landiviris lund verletzte diesen und seine Tochter schwer. In Haslach schlug der Blitz in das Elektrizitätswerk und richtete große Zer­störungen an.

* Bei deni Sturm auf der Wolga gingen acht mit Holz und Kalk beladene Kähne unter. In einem am User liegenden Tors wurden 4 2 Häuser zerstört, zehn von den Fluten mst- gcrlsscn. Es sind Opfer VN Menschenleben zu beklagen. Bei R o w ii o j c (Gouv. Samara! sind infolge des Sturmes viele große und klcine Schisse gesunken. Auch dort sind Menschen nmgelominen.

* Ein Üassenbotc Übersallcn. Aus C herb in, 26. Mai, meldet ein Privattclegramm: Aus dem Wege vom Bahn hot zur Bahnvcrwallung wurde der Bahiikasscnbote.'der 30000 Rubel bei sich irug, von Räubern in chinesischer Klei­dung überfallen und nebst einem begleitenden Soldaten getötet. Zwei weitere Beglester wurden durch acht Schüsse lebensgefährlich verwundet.

* In den Banmwollagcrn zu Bombay wurden 16900 Ballen Baumwolle durch Feuer zerstört Der Schaden beträgt etwa 2 Millionen Rupien. Es war dies der vierzigste Brand seit 23. März d. I. Tic Ursache der Brände ist noch nicht auigctlari.

* Schreck ensszcnc ii bei einer Fe u c rsbru n st. Aus Petersburg, 25. Mai, wird gemeldet! In der Ortschaft Pvrochwhje, unwert Petersburg, brach in dem Dachraum eines Holzhauses Feuer aus, da« Mit rasender Schnelligkeit das zweite Stockwerk ergriff, wo der Arbeiter Fedorow mit seiner Frau und siclben Kindern loohnie. Die Frau stürzte sich aus dem Fenster auf die Straße, der Mann, der sic zurückhalieii wollte, stürzte ebensaUs auf das Pflaster; beide imirdcn schwer verletzt, Tic lieben Kinder verbrannten. Elf Arbeiter, die sich aus den Fenstern der angrenzenden Häickckr, auf die das Feuer überging, auf die Straße stürzten, erhielten Verletzungen.

* Der Zwist im Hause Wagner Aus München, 25. Mai, wird gemeldet! TieMünckien-Augsburger Abendzig." fährt heute mit ihren Veröstcntlichungen zum Konflikt im Hause Wagner fort. Soweit die Mitteilungen des Blattes neues Mate­rial enthalten, beruht dieses in der ZusaMmenstcllimg verschiede­ner Angaben, wonach Frau Isolde Beidler bisher fortgesetzt reiche Mittel tu der Form von Jahrcsrenten bezogen habe, »'doch erst dann mit ihren Rechtsansprüchen auf Wagners Erbe hcrvorge- treten sei und mit Skandal gedroht und Klage erhoben l>abc, als die Summe ihr von der Familie Wagner wegen des Fortfalls dcr Taniiemcii aus den Betrag von 22 000 Mark pro Jahr scst- gesctzt wurde.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt oller unter dieser Rubrik siehe,. Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teincrlei Verantwortung.)

Gießen, 26. Mar i Am Sonntag vormittag war ein Wagenführer der Straßen­bahn noch nicht im Besitze der 14 Fährmacken zu einer Mark.

Auf die Frage, ob sie denn am Nachmittag zu erhalten seien, erklärte der Wagenführer, daß er das nicht wisse. Wie kann so etwas Vorkommen? Warum werden die Leute nicht so insttuiert, daß sie dem Publikum eine genaue 'Auskunft geben können V

Wcikcraussichien in Heilen a»> Touuersiaa, den 28 Mai 1811:

Vorwiegend lrüb Mid wattig, Regeniälle, nur Ivenig wärmer, »ord- ösiliche Winde.

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Berliner Bolkszcitung iNr, 2!7i, 23. Mai 1914.

ES i» aerobe-u erstaunlich, was dieier wertvolle Führer in seiner Reichbattigkcil und Nebcrlichilichkeii alles bierci. Der VogclSberg, die Wetterau, wre die Rilün gcdürcn zu den ichöiiüen Austiiigsaegeii-.c» unseres drulschcn Paierlandes. Wer sich nun über diese herrlichen Ausfiugsoiie schnell orienliercn wili. der nehme diesen vralii-chen Führer zur Hand, mit Hilfe dessen er ans all die Schönheiten dieser <3 aen- deii auimcrksam aemachl wird. Für Tviiriste» ist er insofern uneuibelirlich, als er alle Wege gengu nn gib,. Der irrt des Führers meid» inioiern non den iibiigcn angeuebm ab, als er ln leicht slüsnacin, ieuilicioniiiüchen Sille gehaiicn ift und daher null, eine iiueicssanie Reiieickiurc vildel sür alle Besucher dietes sdiüncn Gcbiraes, Der billiae Preis von nur Mk. 2. iür diesen über 300 Seiten starken Führer ii, geradezu erstaunlich.

Badische Rrucstc Nachrichten iNr, 236), 23. Mai 1914.

Uebcr 100 Abbildungen, Siädic, Landsckaiicn, Traduen darstellend, schmücken den Band, der aus das ausiüdrtichste seinem Heimnigebiere Rechnung irägi und dem Touristen viele viakuschc Winke gibt, io daß idm an Hand dieses Führers kein landichaii- licki schöner Punkl, keine historiich merkwürdige Siäiie bei dcr 'Wanderung in den dortigen Gegenden eni- gcben wird. Skizzen und Plaudereien, die an oasien- der Stelle in den Ten eingeiireui lind, gebe» dem LeserIglcich Anischiiis; über Sitten und Gebräuche der Bewohner des Vogelsbergs, der Rbön und der Wellcrau und tragen zur vtelchdattigkeil des Führers in vorieildastcr und zwecken!,'»rechender Wette bei. Dem Führer ,'ind drei große Karlen, »ins Ueberstchis- kärichen und vier Siadtvläne beigesügl, illeine Presse". Frankfurt (Nr. 119), 23. Mai 1914.

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