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Sendung eines Verbandes hessischer

; Gewerbeschullehrer.

\ Frankfurt, 25. Mai,

ü«rn»sirrt veriammekten sich am gestrigen Sonntag im Saale der ».Alemoum«" dretechuischcnLehrerder igcwerblilcken Lehranstalten Hessens. stäach vor- ausgegangcnch Borde,prechung ersolgte gestern die ossiriellc Gmindung drÄAerbairdes, dessen Zweck sein sott:Pflege der Schulrnteresse« nach praktischen, theoretischen und pädagoai- 1* Gesichtstunften; Verwertung der Fortschritte in Lnssenschast utd Technik: Stärkung des persönlichen An­sehens, wie auch vornehmlich Hebung der materiellen Inter es seit'. Bei dew Wahl des geschaftssührenden Vorstandes tvurdc der I . Versitzende und d^r Schriftführer ans Ober Hessen, der stellvertretende Vorsitzende aus Ttarlenburg und der Rechner auck Rheinhesscn eruiählt. Hierauf wurden die Satzungen beraten und sesdgelegt. Ter angekündigtc Vortrag über das geivtrblrckp: Fvrtlnldungsschulwescn' ch Hessen musste wegen Erkrankung des Vortragenden aus die nächste Tagung, welch» rm Monat Juni d.J. in Giessen stattsinden imrd, verschoben werden. Bei dieser Gelegenheit soll auch der Ge Werbeausstellung ein Besuch abgestattei tverden. ^

haupiversamiKilung des IsraeHtschen Lchrervcreins im Gkotzherzogtiim Hessen.

,, .. ' m n. Frankfurt-. M , 25. Mai.

unter zahlreicher Beteiligung aus den drei Provinzen des Landes fand im ,/Phrlantropin" zu Frankfurt a. M die dies- iahrigr Hauptversammlung des Vereins statt. Lehrer Wert- b e i m c r - Heldenbergen leitete die Verhandlungen und bol den Bericht über lms abgelausenc Vereinsjahr. Wegen seiner grossen Verdienste wahrend der 25jähriqcr Dercinslätigkeit wurde Herr L-ertliermer zum Ehrenvorsitzenden ernannt nnd Lehrer Simon-Darmstadt zum Präsidenten der Vereinigung ge- wählt, der gleichzeitig über den Stand der llutcrstüvungskassc Be­richt erstattete. Von der beabsichtigten Gründung eines eigenen Lehrcrhcims soll Abstand genommen, dafür aber ein Fonds gegründet werden, aus dem erholungsbedürftige israelitische Lehrer unterstützt ivcrdcn können.

Rirche «nS Schule.

Eine Rede des Pap st cs.

Rom, 25. Mai. In dem heute vormittag abgehaltenen ge­heimen Konsistorium hielt der Papst eine Aniprache, in der er seine Trauer über die Lücken ausdrücktc, die der Tod in die Reihen des heiligen Kollegiums gerissen hat. Es handele sich um die Besetzung der erledigten Bischosssitze und außerdem um die Be­setzung der erledigten Stellen im Kardinalskcllcgium. Der Papst hob hervor, dass die Zeit andauernd voll llnruhgn süc die Kirche sei,' ioest die Berührung mit den herandrängcnde» schlechten Lehren den Glauben und die Sitten des christlicheii Dolles zu verderben suche und weil die Kirche gezwungen sei, fast täglich den Angriffen von Menschen stand zu halten, die das Reich Gottes bekämpften oder die Religion aus dem Bereich der Zivilisation ausschlicsten wollten.

Dem gegenüber fehle es auch nicht an zcitiveiligen Lichtblicken So erinnerte der Papst an das große konstaminische Jubiläum des Voigahres, durch das die katholische Welt einerseits tapser ihren Glauben bekrästigte, andererseits allein in ihren Länden das Krcuv Christi emporzuhebni und als einstige Quelle des Friedens und des Veils der leidenden Menschheit zu zeigen schien. Tatsächlich ver­lange man letzt mehr als ,e nach dem Frieden, da man Gcsellschaits- klasscn gegen Gesellschastsklassen, Stände gegen Stände und Völker gegen Völker sich erheben iehe. Dieser Rivalität, die von Tag zu Tag bitterer werde nnd ost und plötzlich in schreckliche Kämpse ausartc, z» begegnen, seien angeichcnc, sehr ernste Männer an der Arbeit,' welche die Sache der Rationen und der menschlichen Gesellsckigft im Auge hatten und geineinfam an den Ideen nnd Mitteln ar­beiteten, um das Unglück der inneren Unruhen und der Kriegs- greucl zu vermeiden, und sowohl im Inneren wie nach anftcil andauernd die Wohltaten eines fruchtbaren Friedens zu iördern.

Der Pavst hob die verderblichen Folgen hervor, welche der Man­gel an christlicher Lehre nach sich zieht, und die Hilfe, welck>c die Kirche der bürgerlichen Verwaltung leisten könne. Aber im Gegen­sätze dazu verfahre man meistens gegenüber der Kirche, als ob sie nicht die Schöpierin und die Mutter aller Tinge wäre, welche die menschliche Kultur und Zivilisation ausmachen, sondern als die Gegnerin^ und Feindin des Menschengeschlechtes anzusehen sei. Diese Tatsachen dürten uns nicht erschüttern, denn wir wist'cn durch das Beispiel Christi, hast die Kirche dazu da ist, wohlzutun und Ungerechtigkeit als Lohn der Wohllaken zu empfangen," Ter Dopst schloß seine Ansprache, indem er die Ernennung der neuen Kardinale bekannt gab.

0>cricf?t»faal.

Frankfurt a. M., 25. Mai. Dr. Spohr nnd Dr. Bachem hoben gegen bas Urteil der Frankfurter Strafkammer abermals Revision vor dem Reichsgericht eingelegt.

vermischte».

* Die Stadt Atlin in Britlsch-Kolumbicn ist durch Feuer vollständig zerstört worden. Das Geschäfts- Viertel! ist ganz verbrannt, ebenso mehrere Prioathäuser, drei Hotels, eine Kirche, das Postamt und das Telegraphcn- amt. Keines dieser Gebäude war versichert. _

Tic Marktpreise für Vieh und Frucht und die GieKener Fleisch- uud Brotpreise

am 25. Mal 1914.

Ochsen

Kälber

Schweine

Schlachtviebpreise in 8 r a n f i uvt a. M.

50 ltg. Schlachtgewicht 6488 Alk.

", Kg. Cchlachtgw. 85-107 <BV . . 58-82 .

Cetreidepreise i» Mannheim

Weizen 100 Kg. 21.5022.00 Dlt. Roggen 100 Kg. 18.26-00.00 Mk.

Jleischpreise in Kiesten

7, Kg. 8696 Psz.

7. . 9094 .

. 75-96 .

Brotpreise i» Gieße,

Weißbrot 2 Kg. 62

Schwarzbrot 2 Kg. 54 Big.

ntörtt«.

ob. Rieder-Fugelheim, 25. Mai, Ob st markt. Spargel l, Sorte 50-55 2. Sone 2530 Mk., Rhabarber 66,50 Alk,

Kirschen 253» Mk, Stachelbeeren 1720 Mk, der Zentner. Erd­beeren da? Psiinb 1,30 Mk.

le. Wiesbaden, 28, Mat. He», »nd Strohmark-t 3lm heutigen Slarft war weder Heu noch Stroh angesahren.

Letzte tlactiricbfcn.

Die Reise Poincares nach Petersburg,

P a r i s, 26. Mai. Einer offiziösen Meldung zufolge hak Kaiser Nikolaus den Präsidenten Poiucars eingcladeu, vor dem 20. Juli nach Petersburg zu koiitmcn. Der Zar habe dem Präsidenten gleichzeitig Mitteilen lassen, er wurde sich freuen, wenn sein Aufenthalt vier Tage dauern wurde, anstatt der ursprünglich tu Aussicht genommenen drei .Tage. Potncaro, der die Reise zur See unternehmen werde, toerde sich am 16. Juli nach Petersburg ein­schiff c n. Aus der Rückfahrt werde sich Poiucars nach K o - penhagcn begeben. um den ihm von dem dänische» Königspaar abgestatleten Besuch zu erwidern.

Die kritische Lage in Albanien.

Wien, 25. Mai. TicNeue Freie Presse" meldet aus Durazzo! Die Verhandlungen zwischen den Aufstän­dischen und der Regierung sind bisher ohne Ergebnis ge­blieben. Die Lage ist kritisch.

Entsend ungdcsKrcuzersGoebcn"nachDurazzo Berlin, 26. Mai. Wie dieVoss. Ztg." aus Konstantinopcl crsährt, erhielt der KreuzerG o c b c n" den Beseht, sich nach Durazzo zu begeben.

Die Reich stagscrsatzwahl in Stcndal-Osterburg.

Stendal, 25. Mai. Vorläufiges Wahlergebnis. Bei der heu­tigen Reichstagsersatzstichwahl erhielten Rittergutsbesitzer H o e s ch (Kons.) 12 518, Hofbesitzer WachhorstdcWentc (9?at.) 1.5027 Lliniincn. Sieben kleine Wahlbezirke stehen noch aus, die jedoch an dem Ergebnis nichts ändern werden.

Amtlicher Wetterbericht.

Oesscntlichcr Wetterdienst, Gießen. Wcttkraussichten in Hessen am Alittwoeb, den 27. Mai 1914 :

Vorwiegend wolkig, Regensälle, nördliche Winde, Temperatur nicht

wesentlich geänderi.

milcH

reinigt. Kräftigt und erfrifcHt das Haar und die Kopfhaut.

Flafchc zu 2 M. für mehrere Vcdbcn ausreichend.

_-|T

Au?

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Grünberg, 20. Mai 1914

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