Ausgabe 
22.5.1914
 
Einzelbild herunterladen

Landkreis Ticken.

' ^ Heuchelheitn, 22. Mai. Die Rote Kreuz-Samm­lung ist mich in Heuchelheim gut ausgefallen. Es mar ein 'Betrag von 100.65 Mt. zu verzeichnen.

ck. R e i s k i r ch e n, 21. Mai. Heute nachmittag 4.30 Uhr landete hier der BallonGladbeck", Eigentum des Nie­derrheinischen Vereins für Luslschifsahrl. Ter Führer Apo­theker Dieckmann, der mit dieser Fahrt seine 51. Fahrt vollendete, war morgens 10.30 Uhr in Dortmund ausge­stiegen. Außer einigen vertikalen Böen hatte der Ballon ruhige Fahrt und glatten Abstieg.

A Hattenrod. 21. Mai. Ein Waldgotlesdiensl land wieder, wie alljährlich, am Hiininsliahrlstage in dein Wnld- dislrikt M a i b n ch liait. In Anbetracht de? I>erriichen Wetter» hatie iich eine grabe Meiriche,imenge ans der Nachbarichaii ein» gelunden, besonders aus bei» Crtcii EtliiiasKanle», Burkhards eiben, Oppenrob, Etcinbach, Aldach, Lich, Blnnsier, Eber- und Nieder- Bessingen.

Kreis Büdingen.

A Büdingen, 21. Mai. Ter 31. Bcrbandstag des Rhein-Main-Eo st wirteverbands fand unter recht zahlreicher Betecligung statt. Tie Verhandlungen leitete bcr Ber- bandsvorsttzende Ha u st- Darmstadt, der beipnders die Vertreter der Regierungsbehörde und der Stadt, sowie den Vertreter der batzerischcn Gastwirte, P e te r- München, begrüßte. Bürgerntkistcr Fendt begrüßte den Gastwirteverband im Namen der Stadt, Krersamtmann H im men, für das Kreisamt Bei den nun tol- genden Verhandlungen wurde anstelle der allgemeinen Fortbil­dungsschule Fachunterricht gefordert. Für die Kellner- und Koch» lehrlinge sei unbedingt Fachkenntnis, Buchiübrung und Unterricht in fremden Smachen ersorderlich. Ter deutsche (öastwirieverband hat 3000 Mark zur Verfügung gestellt zur Unterstützung iur Lehrer, die an einem itzuriuS für Fachunterricht für das Gastwirtegcwcrbe teilnetmien. Es wird verlangt, daß die sogen, alkoholsreien Köst- bäuser unter Konzesjionsvslicht gestellt werden. Bei Erteilung von Konzessionen im Gastwirteaewerbe müsse die ZuvcrlässigkeitS- frage besser gevrüst werden. Vorher se, das Gutachten der ört­lichen Gastwirtevereinigunq zu hören. Gegen die spanischen Wein­stuben nrüsse ganz energisch vorgcganaen werden, um gegen die fremdländischen Weinsälschungen anzulämpsen. Vor allem soll für eine Aenderung der hessischen Stempelgcsetzgcbung gewirkt wer­den. Bei Konzessionsgesuchen soll die Bedürfnisfrage strenge ge­prüft werden. Als Ort des Berbandstages 1915 wurde Heppenheim bestimmt. Durch Zuruf wurde der Verbands­vorstand wicdergewäblt t l. Vorsitzender Haust, Stellvertreter Deppeiiheimer, Schriftführer Lind, Rechner Trautmann, Beisitzer Fink und Freund, sämtlich in Darmstadt.

Starkenburg und hihcinhcsscn.

= Darmstadt, 22. Mai. Ter verhaftete Student Bogt hat eingestanden, den Privatgelehrten Hcvdrich überfallen und niedergeschlagen zu haben, weil dieser ihm wegen unerlaubter Beziehungen Dorwü,rsc machte. Die Untersuchung hat ergeben, daß Vogt den am Boden liegenden Gelehrten init Spiritus übergossen und angczündct hat. Er scheint in einem Zustand plötzlicher geistiger Umnachtung gehandelt zu haben.

ch. Bingen, 21. Mai. Der im Kreise Bingen aufge- brachlc Wehrbcitrag stellt sich auf 400000 Mk. Davon entfallen allein auf die Stadt Bingen 250000 Mk.

Hessen-Nassau, d. U si n g c n, 21. Mai Ter Kreistag setzte den Kreis­haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1914 in Ein­nahmen und Ausgaben auf 150750 Mark fest. Zur Erhe­bung kommen 27 Prozent KreiSstenern.

h. AusdemTaunus,21. Mai. In Gegenwart einer nach Tausenden zählenden Festgemeinde wurde heute mittag bei O b k r- j o s b a ch die Grundsteinlegung für das Erholungsheim des Verba »desdeuts cherHandl» ngsgehilfenzuLeip- zig vollzogen. Nach dem Empfange der Gäste aus dem Niedern­häuser Bahnhof durch die Oberjosbacher Gemeinde begaben sich die Teilnehmer in endlosem Zuge nach dem Baugelände, überall, be- sonders in Jssbach selbst, herzlich begrüßt. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Begrüßungsrede des Verbandsdirektors Kl c i s und die Weihcrcde des Reichstagsabgeordncten M a r - guardt aus Leipzig. Später fanden gemeinsame Mittagessen und ein prächtiges Waldiest aus dem Heimgelände statt. Das Heim wird sich aut einem 15 000 Quadralmeicr großen Wald- und Ackcr- grundstück erheben und Raum sür etwa 100 Gäste bieten.

h. B a d S o d c n a. T., 21. Mai. Aus Anordnung der Regie­rung hat die Gemeindevertretung eine Neuordnung der O r t s z u - lagen sür die Lehrer beschlossen, die diesen erheblich bessere Vorteile als bisher bringt. Er erhalten die Lehrer vom 8. bsis 10. Dienstjahre 50 Mk., vom 10. bis 15. Jahre 75 Mk, vom 15. bis 20. Jahre 100 Mk. und vom 20. Jahre ab 150 Mk Orts­zulagen.

verelnsnachrlchten.

Gießener Turnverein von 1848. Begünstigt von herrlichem Detter unternahm der Verein am HimmelsahrtStag unter Leitung des Turnwarls Erb und zweier Vorttirner eine Tageswanderung nach Salz Hausen Nidda. Etwa 50 Turner und Turnerinnen hatten sich in aller Frühe am Bah» hoi pingesunden, um den Zug 5.37 Uhr bis Grünbcrg zu be nutzen. welches auch > -7 Uhr erreicht und durchgucrt lourde. Ein frohes Wanderlied hallte in den engen Gallen wider: verstohlen zeigte sich hier und da ein Kops hinter den Gardinen, um nach einem trästigcn Hallo sofort wieder zu verschwinden. Im flotten Tempo ging es durch das Brunnental nach dem nahen Wald, von wo aus man einen schönen Rundblick gcnicßen konnte Ganz prächtig nahmen sich die mit Mischwaldungen bestandenen Berglehnen aus, aus welchen die weißgekleidete Birke mit ihren grünen Wipfeln ganz besonders hervorragtc. _ Wald, Feld und Dörfer wechselten in bunter Reihenfolge ab, bis >tm 8 Uhr das Städtchen Laubach erreicht wurde. Ein h'iidKr Aufstieg, unt Laubaäi lag im Rücken. Inzwischen verlangte auch der Magen seine Rechte und es ivar bald ein geeigneter Play zum Lagern gefunden. Nach > .-ständiger Rast erfolgte wieder der Aufbruch Die Sonne spendete schon reichlich ihre warmen Strahlen, so daß der lnnter Fricdrichshütte wieder beginnende Wald mit^ Freuden begrüßt wurde. Laut tönte der Kuckucksruf durch die Stille und ein vielstimmiges Konzert der gefieberten Sänger erschallte. Froh. Turner und Wanderlieder halse» den Weg verkürzen und man war angenehm überrascht, als sich um ll Uhr schon das an mutig gelegene Törfchen Ulvba zeigte. Hier wurde daß Mittags- mabl eingeiiommen und nach längerem Disentbalt der Wcslermarsch angetretcn. 1 -3 Uhr zog die muntere Schar in Salzhausen ein und nahni nacki einer Labimg aus den Sprudeln die letzte Wegstrecke nach Nidda auf. Im ausgesuchten Restaurant Null- manu herrschte bald reges Leben. An einer gemeinsamen Tafel vereinigte man sich zu einem kleinen Kommers. Turnwart Erb dankte für die rege Beteiligung und ermahnte die Turner, auch weiterhin festzuhalten an der edlen Turnerei. Trotz der großen Strapazen kam auch der Humor noch zur Geltung und allzu früh schlug die Sttinde des Aufbruchs. Mit der Balm wurde die Heimfahrt angetreten, so daß die Teilnehmer gegen 10 Uhr wieder in Gießen waren. _

kl Lollar, 2l. Mai Vom schönsten Maiwetter begünstigt unternahm heute bei guter Beteiligung der Stenographen- vereinG a d e l s b e r g e r" Lollar einen Ausilug. Ter Weg führte über Kirchberg. der Main-Weierbah» entlang, über Schloß Friedelhausen nach dem romantisch im Lahntale gelegenen Tich- tcrshauien, wo be, Wirt Binqel Einkehr gehalten wurde. Die Ver­anstaltung galt als eine Keine Siegesfeier sür die beim Wett schreiben in Schotten liru Preisen ausgezcichnetcu Mitglieder In der Tischrede gedachte der Vorsitzende, .Herr Kaufmann Hugo Haas, der eitrigen Tätigkeit des Untcrrichtsleiters, des Herrn Bureauoorstehcrs Martin Jung. Gießen und ermahnte die Kunst genossen zu weiterem Fleiße. Bei deitcren Vorträgen, Tanz und dergl. vergingen die Stunden nur allzu schnell. Bei guter Stunde trat man den Heimweg an und mit Gesang zogen die Teilnehmer in Lollar ein.

^vc>r».

Akademische Futzballmeifterichaft »an Deutschland

(9 i c ü e n , 2i. Mai. A»i dom Soielptnize an der Hardt troff» sich firme uachiniltaa in der Vorrunde um die akademüche äuhdall elsierschait polt Deutschlaud der I. F. C. B tkt ori a Heidelderg iiud die akademische Mauni-c-ait des Vereins iur R a l e u I p j e I e vUeieu. Tie Heideliera-r Gäue waren die bei ipeltem iileil gcue Partei I» Zusam,»c»icue und Tempo. Zur erkies Tor stet tu der 2 >. Minute, Gie en ioizte und glich daun auch noch ein weiteres Tor HeidelberaS aus. so daß mit . nlbjeit das Spiel 2:2 staub. Bei n Anltob giuaen die Gäste euergiläi vor und errangen kurz hintere»ander zivei To e. loädlciid verschiedene iveitere Vorstöße Heidelberg; der bri nute Giehener Torwäc tev uereitelle. Zu»> Srtiliiii vermo I le Gieße» der Hei-clderger Eli nur no ein Tor enlgegeuzuste len Gl-'nzende Leistungen rot der internationale Fußballst-ieier Wegele von der peieelbergei Mannlchait. Das Spiel endete iouach »nt 4:3 Toren iiir Heidelberg.

Landwirtschaft.

Grünbcrg, 19. Mai. Gestern ließ die Landwirt­schaft s k a IN m e r stlr das Großhcrzogtum Heksen unter Leitung des Ockonomtcrats Weitzel von Lich bei der Ncunuihlc zwei F r u ch t h a ck m a k ch i n e n im Betriebe vorsührcn. Aul einem mit der Drillmaschine besäten Acker mit Hafer fand die erste Bor sührung statt, die zur allgemeinen Zufriedenheit verlies. Es waren etwa i>0 Zuschauer erschienen, die zum größten Teile aus den Orten Queckborn und Lauter gekommen waren. Auch Wetter seid, Röthges, Ettingshausen und Nicder-Ohmen waren vertreten. Lelonomierat Weitzel begrüßte im Namen der Landwirtschasts« kammer die Erschienenen und hielt dann einen kurzen Vortrag über die Hackmaschine», wobei er auf die großen Vorteile hin- wicch welche die Behackung nicht nur der Hackirücht-, sonder» auch der Halmfrüchte dem Landwirte bringt, indem, außer Beseitigung deS Unkrautes, durch das Hacken Licht, Luft und Sonne in den so gelockerten Boden viel leichter eindringen und das Wachstum der Pslanzen bedeutend iörüern können. Tic eine Hackmaschine, eineHasffa". ivar aus der Fabrik von Tröster in Butzbach, ar bcilcte vorzüglich und war leicht zu bedienen. Die andere war eineHallcnffs"-Maschine aus der Fabrit von Zimmcrmann in Halle, gestellt vv» Schiescrstein in Lich. Auch diese Maschine ging gut. Tic Messer sind i» Parallelogrammen geführt und passen sich infolge der varanlauicnden FührungSrvllcn, unab­hängig voneinander, den Uncbeuhcitcn des Ackerbodens au. Leider war dies aber bei der Vorführung gestern nicht ganz der Fall, weil die einzelnen Teile, wohl wegen ungenügender Oeluug, sich nicht spielend genug bewegten. Zu jeder Hackmaschine sind 2 Personen zur Bedienung und l Person zur Leitung.des Zug­tieres nötig. Nach Behackung des etwa 3,/, Morgen großen Haser- ackers, wobei eine Anzahl Landwirte abwechselnd die sc mit einem Pferde beipannten Maschinen bedienten, wurde die Vorsührung an einem mit Winterweizen bestellten Acker fortgesetzt. Von großem Vorteile beim spacken der Halmfrüchte mit der Hackmaschine ist es, wenn schon bei der Drillsaat möglichst gleichmäßig und nicht zu enge gedrillt wird. Deni durch die langauhalteudeu FrühsahrS- regcn in diesem Jahre außerordentlich sestsitzenden Ackerboden tut die Lockerung durch das Behacken besonders nötig.

A Lauterbacki, 20. Mai. Der Landwirtsckiaitskammer- Aiisickust für Oberhesse,, hat aus der hiesigen Jungviehweide eine B u l l e n - A u s z u ch t st a t i o n sür Simmentaler und Bogels- bergcr Bullen eingerichtet. Einen Beweis datür. daß auch die Pferdezucht im Vogelsberg im steten Auiblühcn begriffen ist, liefert die große Zahl der ausgetriehencn ein- und zweilährigcn Fohlen, sic beträgt 48.

Bingen, 21. Mai. Der Stand der Reben in den Ge- marlüngen des Kreises Bingen ist sehr gut. Nachdem wärmeres und trockenes Wetter eingetreten ist. mlachl di-' Entwicklung der Reben gute Fortschritte. Dort wo dist jungen Bläktcr infolge der kühlen Witterung etwas gelb geworden waren, haben (Tie jetzt be reitS ihre grüne Farbe erlangt. Den Gejcheinansatz ist durchweg zusriedcnstejlend. Da sich auch der Frostschaden nur wenig be» merköarslnacht, schauen die Wiirzer zurzeit voller Hoffnung in die Zukunft. In der nächsten Zart ivird die Bekämpfung des H e n - w u r m s mit Nilöffmpritzmitieln ihren Ansaug nehmen. Tic Wein- und Obstbauschule Oppenheim lässt kein Mittel unversnchi, um eine möglichst große Zahl der WeinbergShesitzer für diese B.'kämpsungs weise, die sich im letzten Jahr sehr gut bewährt har und die iich dcSlsttlb schon viele Freunde unter den Weingutsbesitzern erworben hat, zu gcivinncil. Nunmehr werden in einer ganzen Reih: von wcinbaiitreibcnden Orten scitcirs der Schule prailiscksti Unterwei­sungen m der Nikoiinbclämpimig veranstaltet. -

Lnftscbincihrt.

Friedrichs Haien, 21. Mai Das MarinelustschiffL. 3" ist heute marg.m 7 1 . Uhr zu einer ZSstündigcn Taueriahrt aufgc- stieqen. An Bord befand sich die Marineabnahmekoinmission. Das Lustschiss hat um 10 Uhr Basel passiert. Das Endziel der Fahrt ist Johannisthal.

Gsrichs^kaaH.

Ein best rasier Hetzer in Elsaß-Lothringen.

Straßburg i. Eli., 20. Mai. Ter Kommandierende General des 15. Armeekorps p. Deimling hatte gegen den verantwort­lichen Redakteur desJournal d'Alsacc-Lorrain e", Jung.Straiantrag gestellt wegen eines Artikels vom 5. De­zember v. I., in welchem erzählt worden ivar, daß angeblich zwei Offiziere vor dem Kasino aus dem Dcoglieplatz einen vorübergehen den Zivilisten durch das WortWacker" beleidigt hätten. Daß Land­gericht. vor dem heute in der Sache Termin anstand, erblickte in dem Artilcl eine Beleidigung des preußischen Osiizierskorps. Das Urteil lautete aus 400 Mark Geld st rase, eventuell 40 Tage Hast, Einziehung der betreffenden Nummer desJournal", Vernichtung der Platten »ich Publikation in derStraßburger Post" und im Journal d'Alsacc - Lorraine", sowie Tragung sämtlicher Kosten Ter Staatsanwalt hatte zwei Monate Gciängnis beantragt.

Königsberg i. Pr., 20. Mai. Die Strafkammer vcr» bandelte heule gegen den Mauteur Richard H cliS, zuletzt m Berlin ivohnhast, wegen Vergehens gegen das Lvionagegeietz vom .4. Juni I-lütz. Tie Lessciillichkeit war anögeschlosseii. Tas Uileil gegen de» Angeklagten lautet aus fünf Jalirc Gelängnts und Ziilässigkeil

4

der Polizeiaussicht. Di« Begründung des Urteils erfolgte in nicht

östentlicher Sitzung.

vermischte».

* Ein sehr umfangreicher Waldbrand pernichteie die Forsten von K'itamis auf der Insel Hokkaido iJapan. Die Gewalt der Flammen konnte im Laufe des Tages nicht ge­brochen n-erden, da der Holzbeftand infolge her großen Dürre sehr trocken ist. Die ganze Bevltlkerung beteiligt sich an den Löscharbeücn. 13 Personen sollen verbrannt sein.

* Tie UeberlcbcndcnvomColumbia n". Brüs­sel, 20. Mai. Gestern sind an Bord des TampserSManhattan" zwölf der Ueberlebcndcn derColumkiian" in Antwerpen an- gekommcn. Kurz vorher trafen an Bord des DampfersKroonland" 13 aichcrc Gerettete deS Dampfers ein. Nachdem die 25 Mann ver- einiit ivaren, brachten sie ihrem Kapitän Macdonald eine itumml aber übcrwälligcnde Kundgebung dar. Die Geretteten können sich nicht genug tun, in dem Lvlbe, das sie dem Käpitän und den Ossi» zieren für ihren Mut und ihre Geistesgegenwart zollen

* F! u ch t aus dem Harem. Aus Triest» 20. Mai, wird gemeldet: Hier ist an Bord des LlonddampiersLeopolis" die Toch­ter Jzzet Paschas eingetroffen, die mit Mazda Pascha verheiratet ist. Wegen angeblicher Mißhandlungen ist sic aus dem Harem ihres Gatten eniilohen. Sie hat um den Schutz der österreichischen Behörden gebeten.

* Gin Kamps mit Frauenrechtlerinnen. Lon­don, 21. Mai. Eine Anzahl Frauenrechtlerinnen ver­suchte heute nachmittag in den Buckinghampalast cinzudringen, um dem König eine Petition zu überreichen. Tic Polizei zerstreute die Maniiestantinnen. Frau Pank hur st wurde am Cuigang des Palastes verhaftet. Bei der V'rhaitung kam es an der am Htzdepark gelegenen Ecke des Schlosses zu einem Haitd- gemengc zwilchen Anhängern und Anhäitgerinnen des Frauen­stimmrechts und den Polizcibeamten. Vielen Beamten wurde der Helm vom Kopse geschlagen. Im ganzen sind 48 Personen verhaftet worden, darunter drei Männer.

* Dampferunglück Aus Nalvcston, 2l. Mai, ivird genieldct: Das aus einen drahtlosen Hilferuf hcrbcigeeiltc Sckslacht- ichissConnecticut" rettete etsva 100 Passagiere des! hundert Meilen nördlich von Tampico gestrandeten und zerschmet­terten DampfersAtlanta". Tic Passägtere setzten sich zum größten Teile auS Ausländern zusammen, die von GaGeston, wohin sie sich geflüchtet hatten, nach den Oclscldern vow Tampico zurückkehrcn wollten.

Meine Tagerchronik.

Der DampferVaterland" ist am Donnerstag vormittag 7 Uhr 47 Min. bei der. Quarantäncstation in New Bork ein getroffen.

Bei dem Athletenwett st reit in Heidelberg ivurde dem Arbeiter Schwegler das Rückgrat gebrochen, so daß er alsbald starb.

Märkte.

L. F> iedberg, 20. Mai. Der heutige Worben markt war

ielir aut teelänctt und währte bis t Uhr. Butter kostete das Pinud I 40 Ist., Eier das Stück » P>a. Käse st PIg., Kälematte das Pfund 2: P>a., Kartosie!» der Zentner st Tstars. Biel Eolat, Spargel», Frübgeniüse, Blninenstöcke, Maihlmne» nsw. waren zum Berkaus gebrack». Mit AnSnahnie der Bluinenstöckc wurde alles a»s- vei kaust.

vriefkasten der Nedaktion.

tAuonuiiic -tusragc» bleiben «nberücksichtigt-f

m. n. 25. Sic fragen an, ob wir ein Mittel g e g e. Zahnschmerzen lennen. Neuerdings empfiehlt man als ein sehr wirksames llNittcl gegen heftige Zahnschmerzen, beson­ders dann, wenn der Zahnnerv bloßgclcgt, folgende Mischung: Aus 5 Gr. Agua destillata kommen 0.2 Gr. Cocainmur und 0,3 Gramm Ar de earbol. Mit dieser Fjüssigleit beseuchtet man Wattebäuschchen und bringt diese in die hohlen Zähne

Müllerschc Badcanstall.

W at! e rlv ä 1 IN e der Lahn am 22. M at 17° u.

Ainlltckicr LSetlerlerickil.

Ocssentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetterausiichlen in Heilen am SamSlag, de» 23. Mai 1811»

Wolkig, trocken, Gewltleriieigniig, lndivestff-'be Winde.

Letzte 21«scHricl)tc«k.

Eine Landungsbrücke cingestürzt.

Berlin, 21. Mai. TaS'Kleine Journal" meldet: Heute nachmittag stürzte in dem benachbarten Caputh eine T a m p s e r l a n d u n g s b r ü ck e ein. 20 Personen, die auf den Dompscr warteten, sielen i ll S Wasser, konnten aber trotz der entstehenden Panik gerettet werden. Nacki Angabe eines Augcnzcugrti ist das Unglück daraus zurückzuiührcn, daß die Vrüclcnpieiler bcreils angelault u. die Brücke zu stark belastet war.

Kongreß des Jungdcutschlandbundes.

Stuttgart, 21. Mai. Hier nahm heute der Erste Kongreß des Jungdeutichlandbundcs mit der Erüiinung der Ausstellung sür Juugdeutichlandbcdarf, der auch der Kultusminister v. Haber- maß teilnahin, unter dem Vorsitz des GcncralseldmarschallS Frci- hcrrn o. ü. Goltz seinen Anfang, .heule nachmittag saud die erste Hauptveriammlung statt, hei der General p. Jung über das Wesen und die Wirkung des Jungdeutschlandbundes sprach. Tic Versammlung nahm einstimmig einen Antrag au, der die baldige Einiührung eines Nachweises ausreichender kör per­lt chcrVvrbildungs ürdene in jährig.freiwilligen Dienst sür wünschenswert halt. Tic Ortsgruppe Stuttgart per- anstallcte einen Begrüßnngsabend, der mit Orchester, Männcc- chörcn, lebenden Bildern und turnerischen Vorführungen von Mit­gliedern des JnngdeutlchlandlnmdeS ausgestalt.-t war. Oberlehrer T h u IN Nt entbot die Grüße der Ortsgruppe, während Oberbürger­meister L a II t c n i ch l a g c r die der Stadt Lbcrbrachle.

uuä eia bleaäeaä seböaer Teint. Alles dies erzeugt die echte

S teckenpferd-Seife

(die beste Lilienmilchseiie), von Bergmann Sc Co., Radebeul, Stück 50 Pfg. Ferner macht der CreamDada (Lilienmilch- Cream) rote und spröde Haut weiß und sammetweich. Tube 50 Pfg.

Bi ühlsche Universitäts-Druckerei. Schulstr. 7

E396*

Schuhhaus

Größtes Lager aller Sorten Schüttwaren zu billigsten Preisen