** ! '3>-er Bez irk Gießen OvobcIsbr t g i i rtH’ r Steno gtob-b-rm JbtFIt am 3orottnn in Schotten seine TVriUsobrS Ker trelercrrminmUinii ab, ntit der ein Wclttckireiben mm HO Silben aujwärts uetbunben iß. Ehrru Meise stellt hierzu der Verein Schot len. Adsabel 8.18 Uhr vormittags.
** Zni dem Ueberfall in d e x C it ?[ n la g e. Wir wer- iden NM die Feststellung gebeten, daß der Oberkellner G. nicht im Cajö Astmia an gestellt ist. Wir iolgen diesem Wunsche gern, da VS UNS imbillig erscheint, daß Unschuldige in Perdacht geraten.
** Ausd-cb » ung des Briestelegramm Verkehrs. Den am unmittelbaren Brieitelegrammverkehr teilnebmenden Orten treten während der Bade- und Reisezeit hinzu: Baden-Baden, die Bäder Hamburg vor der Höhe, Kissingen, Nauheim, Reichenhatl, ferner Borkum, Lindau iBodenieci, Misdro». Nardernen, Saßnitz, Seebad Heringsdars, Swinemünde, Westerland. Wildbad und Zoppot.
**GeldsendungeninSAusla n d. Nach den britische» Schutzgebieten der Gilbert - und El l ie e - 2 n s e l n und der Sctl » m on - I n s c l n sind fortan Postanweisungen bis 20 Pfund Sterling zulässig. Ter Berkehr ivird van der Postver- maltung des Australischen Bundes vermittelt. Tie Gebühr beträgt 20 Pfennig für je 20^ Mark bis Sydney: für die Weiternber- weisuna werden in Sydney van dem eingezahlten Betrage 0 Pence für je füns Piund Sterling abgezogen.
** Kleine Mitteilungen. In Lang-Göns wurden am Tvnnerstag vormittag von der Mitteldeutschen Reisevereinigung /Sitz Ofienbach 2 000 Brieitau- ben ausgelassen. — Aus der Bahnhvfswache zu Irankjurt a Main sollte am Donnerstag früh der 30jährige Böller Burkard Kästle Ivegen Schwindeleien verhaftet tverden. Er ergriff einen auf dem Tisch liegenden Revolver und schon sich ,n die Lchläie so daß er auf 'der Stelle tot war. Ter Erniährig-Freiwilligc Traugoit Marder von der dritten Batterie des Frankfurter freldartillerie Regiments „Frankfurt" Nr. 03 schoß sich auf der Rheininsel Oberwerih eine Kugel in den Kovi und stürzte sich dann in den Rhein Die Leiche Ivurde bei Koblenz gelandet. Das den jungen Mann in den Tod getrieben hat, konnte mit Sicherheit noch nicht festgestell! Iverde». Wie es heißt, sollen z>rrischen dem Batteriechef und Marder wegen des verweigerten Osterurlaubs, den keiner der bei der dritte» Batterie dienenden Einstihrigen erhielt, Differenzen entstanden fein. Marder stammt aus Berlin, wo noch seine Mutter und ei» Bruder wohnen Ein anderer Bruder ist a» der Technischen Hochschule in Tarm stadt tätig. Tie Leiche ivird am Freitag mittag auf dem Ko blenzer Friedhof im Beisein zahlreicher Batieriekamerade» und seiner Porgeseyten bestattet. Tas geübte scharfe Auge eines Kriminalbeamten har in Goddela u ganz nnerivartet zur Verhaftung eines „schweren Jungen" geführt. Der Beamte hatte in einer Strafsache dort Ermittelungen anzustellen. Als er ganz zufällig die Ortsstraßc überblickte, fiel ihm ein fremder Mellich, der ungeniert die Straße entlang schritt, durch seine verdächtige Physiognomie auf. Er veranlastte, kurz entschlosfcn, die Festnahme des Burichen. Nach kurzem Perhör stellte es sich heraus, day man einen gewsssen Änthcl, einen schon lauae ge suchte» schwere» Einbrecher, vor sich litte, der die ganze Gegend und die benachbarten Großstädte unsicher machte. In der Scheune des Gutsbesitzers Tupius in Waldböckelheim wurde ein dort arbritendes lüjäh riges Mädchen von dem Arbeiter Gustav Kit Vf er aus Nürnberg überfallen. Tas Mädchen wurde van dem Arbeiter zu Baden geworfen iiild am Halse gewürgt. Er sali and) versucht haben, sich an dem Mädchen zu verge he» Als aus die Hilsernie des Mädchens Leute hinzu kamen, ließ Kupfer von seinem Loser iiild ssüchtele. Zwischen Steinharterhas iiild Sobeinheim begegnete ihm eine Reihe van Schulkindern Ter Unhold ivarj tick, nun aus eins von diesen, ein 12jähnacs Mädck'en und »ersuchte dieses zu vergewaltigen Ais aber»,als Leute hinzueilten, ergrsts er die Flucht und entkam.
•• »ontiirsc in Hessen, lieber bas Scritiäfte» der Firma kdnard G e i st Nackilalgcr zu R i hi b n cb und deren alleinigen Inhaber Hermann W e st h e i me r von dg ivird heute, am 23. Avril 1914, vormittags 10'Uhr, das Konkiirsversahren eröffnet, da verschiedene Glänbioer den Antrag gestellt haben, die Firma Ed. Geist Nachfolger ihre Zahlungen eingestelll Hai und ihr Inhaber im- bekamit wo abwesend ist. Tee Reeblsanwalt Bergmann zu Türth i. Obi», wird zum KonknrSverwalter ernannt. Konkivs- lorbermmen lind bis ziim 29. Mal 1914 bei dem Gerichte anzii- ,neide». ES wird ,nr Beschlnstkaffnna über die Beibehaltniig des ernannten oder die Wahl einer anderen Verwalters iiiw. an! Donnerstag. 2«. Mai 1914, vormitlags 10 Uhr, vor dem Aints- oerickNe Fürth i. Odw., Zimmer Nr. 8, Termin - nberanmi. 'Allen Personen, welebe eine zur Konkursmasse aebörige Sache in Besty baben oder zur KoiikurSn,affe elwa-i fchuldii sind, .ivird au'gegeben, nichts an den Hfemelnschiildner ,11 verabsalqei! oder , 1 , leisten, auch die PeipNichtimg anlerleat. von dem Bel,he der Sache und von den Forderungen, kür welche sie ans der Sache abgeionderte «eiriedigima in Aiiivrnch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 20 Mai 1914 Anzeige ,n machen. — Das Konkursverlabren über de» Nachlaß der Frau Emil Sch we ickert Witwe, Elise, geb. Schreck, i» Alzey ist »ach eifolger Abhaltung des SchlichterminS aukgehoben. - Das Konkursverlalnen über da? Vermögen der zu Alzey all offene Handelsgelellschost unter der Firma »PH. E. M e b i c ii §* bestandenen Buchhandlung ist nach erfolgter 'Abhaltung de» Schluß,erininS anigehoben. - Im Koukuis über das Vermögen der offenen Handelsgelellfchast Jos. Ford. N a ch b a u e r »1 Main Kastei, Inhaber: Joses Dominikus Nachbauer und Marli»
Eruesttnus Nachbaver zu Mainz-Kastal, soll die «chlußverteilniig statt'indeii. Die vrrlngbare Masse beträgt Mk. 17 738.—. Zn berücksichtigen sind Mk. 1936,08 bevorrechtigte Forderunge» und 'Mk 183964,77 nHtt bevorrechtigte Forderungen — In dem Konkursverfahren über dos Vermögen des Landwirts H'eorg Jakob bött -» U » ter - Mo11a „ ist z»r - eschluhsaffuna über die Derwertmig der Immobilien und zur Prninng der nackträglich angemeldeten Forderungen eine Glgiibigerversginmlung oni Mittwoch. 13. AIgi 1914. nachmittags 3 'A Uhr, vor dem Aroyh, Amtsgericht AUchel- stadt anberanmt.
Kreis Büdingen.
h. Wolf. 30. April. Bon einem traurigen Geschick wird die hier wohnhafte Familie Nos heimgesucht. Im vorigen Jahre fand eine Tochter im Bleicky?nbachei Pfarrhaus bei einem Zimmerdrand den Flammentod. Jetzt verbrannte sich die zweite Tochter, die in Wenings bedienstet ist, beim Feueransachen in derart schwerer Weise, daß sie deni Büdinger Krankenhause zugesührt werden mußte.
Kreis Lauterbach.
Tie Mordtat in Crainfeld.
Hosmann, Vater und Sohn, auf freiem Fuße.
Der Uebersall auf die Familie Stein in Crainfeld stellt sich jeitt als geheimnisvoller und unerklärlicher heraus, ojs man zuern onnahm. Man glaubte tagelang dem Täter aui der —Dur zu (ein, glaube Um auch ich»» in der Person des Karl H o i m a ii^n aus Solz gesunden z» haken und iah sich nun. wie uns die staats anwallschast mitteilt, genötigt, die beiden Hoimanns, Vater »nd Sohn, die mon »stiert hatte, wieder s r e i h ut a f fe « , da i,e ihr Alibi nachzuwersen vermochten. Tie Staatsanwaltschgit teilt nns dazu mit, daß auch die Meldung, Stein iei am Sonntag be, den Hofmanns in Salz gewesen, um sie an die Bezahlung von föfligcn Schuld«,»seit zu mahnen, unrichtig sei.
In Gegenwart ungezählter Leidtragender wurde der ermordete Händler 'Abraham Stein am TonnerStag in Crainfeld bestattet.
Bon der Beerdigung geht uns foigende Schilderung aus Erorn seid zu:
= Crainfeld, 30. Avril. In der dichtgriüllteii Sy »agoge iaud eine sthlickäe, herzergreifend» Feier statt, die der Fürsprackie und dem Gebet für die Verletzten galt Der Groß berzogl. Pro».-Rabbiner Dr. Hirschseld von Gießen und die Knltusbeauuen der Nachbargemeinden waren anwesend. Nach alter jüdischer Litte wurden die Namen der Schioerverwnndeten geändert, nnd die zahlreiche Gemeinde brach in Schluchzen aus, als der junge Lehrer und Kantor, der mit der ältesten Tocküer verlobt ist, Mil lränenerstickter Stimme die .Gebete sprach. Sämtlüttz' jüdische» Einwohner von Crainfeld ballen den Be erdignngstag zum Fasttag bestinimt, um der Trauer Ni» das I surwtbare Vorkommnis Ausdruck zu rcrleilirn
lim 2 Uhr am Nachmittag versgiumelte sich eine gewaltige! Menge vor dem Tranerhaus, das einen furchtbaren Anblick bietet. Ter verkohlte Oberstock reckt sich zum Himmel, und geschwärzte Balken, zerbrochene Fenster, das verbrannte Warenlager liegen aus der Straße, während vom Nachbarhaus so zufogen ühelhaupt nichts mehr zu sehe» ist. Windstöße hüll:» die ganze Trauervrri'amlnlüNg oft in die Itinheilliegenden Astivn teile, und hier und da fällt' ein Fensterglas oder ei» Slein von der graue,iizolliM Stätte der llnheilstat herab. Sämtliche Be wahner von Crainfeld, 'Männer und Frauen, find zu der letzten Ehrung herbeigeeilt. aber auch die grsainteii 'liachbar orte, insbesondere deren jüdische Gemeinden, sind vollständig vertreten. Ter Sarg ivird aus dem Hanse getragen, Iiild der Rabbiner ruft dem Dahingeschiedenen die letzten Grüße^nach. In bezwingender, zu Herze» gehender Rede malt er das schick lal des »nglücklichen, ruft er den Beistand des Herrn herab iür die armen, noch lebenden, schwer leidende» Opfer.
Ter lange Trauerzug bewegte sich dann nach deni herrlich gelegenen Hvly'nfriedhof, wo die Gebete gefprochen wurden »nd Lehrer Bader Ober L-eemen warme Worte des Andenlens und Trostes fand, lieber das Bei,»den der Verletzten gibt uns eine Tepeiche ans Lauterbach Kenntnis: ^
' Laulerbach, l. Mai. Ter Zustand der Frau Stein, ihrer Tochter Lina und ihrer Söhne M a x » » d L e o v o l d lassen eine Wiedergenesung leider als a u s g e s ch l v s s e n gelten. Beide F-auen liegen noch völlig bewußtlos darnieder und geben nur fahr schwache Lebenszeichen von sich. Auch der Zustand der beide» Söhne, der zunächst nerhältnisinäßig günstig war, ist seit gestern schlecht geworden. Bei Heiden besteht mm auch keine Hoi, nung gut Erhaltung des Lebens mehr. So ioird das Beil des Mordbrenners waliricheiittich ist ns Ovier iordern. Tie jüngste Tochter S e l m a ist außer jeder Lebensge so l> r.
Wie uns ans Grebenhain gemeldet wird, ist die vvii der Stgatsanivgltichgii ausgejetzte Belohnung von l>00 Mk. auf die Ergreifung des Mörders von Herrn Sima» Summer Grebenhain. dem Schwager des Toten, im Namen der Verwandten um 3(X)Mk. erhöht worden.
Kreis Schotten.
§ Schotten, 29. April. Hier st arb der in weitere» Kreisen l'etännie Kaiisnian» Konrad Nock einer im 77. Lcbeiis- johre.
Kreis Fricdlierli.
h. Bad Nauheim, 30. April. Aus 'Antrag der Bad." »nd Kurverwgltnng und des Aer'leverems Nauheim hat der Kreistag für den Kreis Friedberg die Sperrung der neu nennten K i cisstraße von Friedberg nacki Bad Nauheim iür Lgstinhrwerle nnd Kraftfahrzeuge beichloiien Auch Vieh darf dort nicht getrieben werden, und ebensowenig dürfen Personen, „öi diese Straße nicht benutzen müisc»^ NM zu ihren dort belegenea Grundstücken m gelangen", diese evtraßc nicht begeh,-». Danach scheint di, neue Kieisi'traße nicht dem Verlebe dienen zu sollen.
t. Vilbel, 30. 2lpril. Gestern abend ivurden die Be wohner der Hanauer Straße durch Feuerruse erschreckt. In dem Hause des Metzgermeisters Stier hier, das von einer Familie Ziriksand bewohnt wird, erschienen die Kinder der Familie Zinks and an den Fenstern und schrien um Hilfe. Ta die Eltern nicht?,u Hanse ioarcn, eilten Nach barslcute in die Wohnung und gewahrten, daß das Bett brannte. Glücklicherweise lonnte das Feuer anf seinen Herd beschränkt werden. Iedensalts ist der Brand dilrch Spielen der Kinder mit Streichhölzern ent standen.
Starkenburg und Nhcinhesscn.
rb T g r in st a C t, 30. April. Heule nachmittag iond die erste Probejghrt der elektrischen BorortbahnTa r »i stadt E b c e stadt statt. Ein reich bckignztei Zug der alten, entsetzlich keuchen den Tampistraßenbadn führte Bürgermeister, und Olemeinberäte von Ebersladt hierher zur oberen Rbeinstraße, von Iva denn nach kurzer Begrüßnng dir Everslädter und die Tarmjtädtcr Fahrgäste. Regie rungsvertretcr, Stadtverordnete usio. in einem mit laschen Grün und Fähnchen geichmnckte» elekrrischen, aus drei ickjonen groß?» neuen Motorwagen gebildetem Sonderzuge di? Fahrt nach Eberstad: antraten, überall von zahlreichcti Zuschauer» begrüßt. In Eberstadt erfolgte zunächst eine Besichtigung der großen -neuen Bahnanlagen, besonders der elektrischen Kraststatio», III welcher Direktor M öl ler eine Schilderung der großzügigen Anlagen gab. Er irille ii. a. mit, daß die neuen Wagen ans der Strecke mit inner Spaiinung von 1200 Volt fahren und 40 Kilometer Geschwrndrg- krit entwickeln löniien. Man rechnet damit, daß später dis zu 2000 Arbeiter täglich an> der Strecke beivrdert werden müssen Bei einem späteren geselligen Beisamineniein begrüßte der Aus sichtsratsvorsitzende her Hessischen Eisenbahngesellschait, Ober bürgermeifter Tr. Iff l ä ss in g , die Fahrgäste und toastete ans das Blühen der jetzt elektrisch verbundenen Gemeinde Eberstadt, wofür deren Bürgermeister Schäser mit einem Trinkipinch ans Tarm stadt erwiderte. 'Auch Geh. Rai Provinzialdirektor Fei, und Gell. Oberiinanzrat sti o I, d e hielten Ansprache» nnd irirrteit bc sonders die Einigkeit zwischen Stadt nnd Land, wahrend Abg. ?>i a a b und Bürgermeister Held für die ltzemeindrn Pfungstadt und Setheim sprachen. __
m. Oftenbach a. M., 1. Mai. (S t a b t» t r o r b ii r l c » srtzn n g., Tie allgemeine Arbeit sord n u n g der Stadt Offenbart) über die Entlohnung der Arbeiter u:i Verletzung in eine höhere Lohnklaiie wurde dahin ergänzt, daß ein Arbeiter bei der Zuteilung einer anderen Arbeiterlategorie, die sich in einer höheren Lohnklaiie bciiitbct, vom nächsten 1. 'April an in die niedrigste Lohnituie der neuen Lohnllasi.' »ersetzt wird, vir ihm mehr als seinen bisherigen Lohn gewährt Ter Arbeiter hat dann 2 Jahre lang in dieser Lohntlaise zu bleibe».
Schweres Eiienbghnnnglnck i» Nieder Saulheim.
— M ainz, l. Mai. Heute vvrmittag ereignete sich aus der Station Ni eder-Saulheani ein schweres Eisen bahnunglück. Ter Personenzug 2llzey—Mainz suhr beim ?K a n g i e r e n in einen Gürerzug hinein Tie Personenwagen stürzte» die Böschung hinab. Bis jetzt sind 3 Tote und •’> Verwundete ans den Trüm mern heransgezoge» worden.
Hessen-Nassau.
— 2i o d li e i m a. d. B., 30. Avril. Das diesjährige Ober Ersah gefchält Iür den KreiS Biedenkopf ninmil ?rreitag, den 8. Mai, morgens 7*/, Uhr beginnend, hier in Rodheim feinen Anfang.
F. E. Wiesbaden, 30. April. Während der Anwesenheit des Kaisers in der Mairesrdenz Wiesbaden wird
voraussichtlich der Monarch eine Parade üb«r die Truppen der 'Garnisonen Wiesbaden unh Homburg v. d. H. und die Mainzer Pioniere abhalten. Bei dieser wird der Kaiser die Veteranen des Kriegsjahres lf«4 besonders begriißen.
Lnstjctfiffnhrt.
„S. 8.-11".
Leipzig, 30. April. Ten Morgcnblättern zusolge gestaltete sich die gestrige Landung des Lnslschiiies „S. L. II" im hiesigenPuii- schitfbaien schwierig. Das Lustschift setzte, da es ans der^ Fahrt viel Gas verloren hatte, etwas h a r t a II s. Tic vordere Maschinengondel, die sich hinter der Führergondel befindet, kam so stark aut de» Erdboden nieder, daß in der Führergondel die Streben brachen. In der Hinteren Maschinengondel wurde die Leiter zum Lauigang zcrtriiminert, -in den beiden mittlere» Motorengondeln, deren Motoren bei dem Niedergehen nochmals in Tätigkeit gesetzt worden waren, konnten die Schrauben nicht rechtzeitig in die wage- rechte Lage gebracht werden: daher stießen diese so stark in die Erde, daß die Flügclenden zerbrachen Am Schiliskörver selbst wurden zwei Längsträger geknickt. Der Schaden dürfte in einigen Tagen behoben sein.
vermischte».
* S ch n c e st u r »i i n R u ß I a n d Aus Pctersliu r g, 3<t. April, wird gemeldet: Gestern nacht wütete in Petersburg und Umgebung ein heftiger Schneesturm, Tic '.','eva ist erheblich gestiegen und hat die niedrig gelegenen Teile der Stadt überschivennnt. Zn der Umgebung von Peters bürg hat der Sturm großen Schade» angerichtet. Tnrch den Orkan sind »ichrere hundert Barken nnd kleinere Schisse von de» Anker» gerissen worden. Biele Barken wurden an die User geschlendert und gegen 200 Barken in das Fahrwasser der großen lßetva getrieben. Zn der Nähe des Som- mergartens ist ei» Kutter der Flnßpolizei und an anderen Sielten sind etwa 30 Barken gesunken Heule früh begann der Wind nachziUasse». Tie Tclephonperbindung mit Moskau nnd Kronstadt ist gestört. Zn der großen Newa sind die Senitasten der im Ban bcsindtichen Palaisbrncke überschwemmt nnd die eisernen Brückenpfeiler beschädigt worden.
^ S ch > j > s u » s al l. Aus C » pbav t n , 30. Avril, meldet ein Privattelegramin: Ter nvrtvegische Dampfer „Liv" aus Berge» der 'mit einer Ladung Hvlz ans der Ostsee tani, ist heute miilernackt iw 'Nebel mit dem hier ankernden jchwedifchen Tampier „Astadt" kollidiert. Tiefer ist sofort gesunken. Tie Mannschaft, mit 'Ausnahme des Cukhavener Lotsen, der ertrunken ist, wurde gerettet. Ein Mann tvnrdc schwer verletzt. Ter Dampfer „Liv" ist am Bug beschädigt.
Kleine Tagerchronik.
In B e u t h e n fcheute bei einer Besichtigung das Pferd d>-s Generalmajors N e f f nnd .stürzte. Ter Offizier erlitt mehrere Rippenbrüche
An der G o o d w i » - S a nd b a n k >m Süden ker Them e- mündnng ist ei» großer T o IN Pier g e strandet, dcffe» Name bisher noch unbelannl ist. Das Schiff befindet sich in gefährlicher Lage.
Ten, Pferdehändler Moritz D y m o n t wurde oni der Eisen- bghiifahrt von Gncscii mich Ioroschin seine Brirftaschc mit über '20 000 Mark gestohlen. Von de» Dieben seht! bis jetzt jede Spur.
In Saueerre, Departcuient Eher, erschoß sieh der Stcuereinnehnier Hugret, weil fein Buchhalter ein» Veruntreuung von 80 000 Francs verübt hatte.
Bei A nt > cns wurde ein 1.7 jähriger Bursche vcrhaslet, der ans das Geleise der Bahnlinie Amiens—Rouen mehrere Steinblocke gewälzt hatte, um, wie er vor dem Polizeikommissar erklärte, einnial eine Zugentgleisung mitansehen zu können. .
viichertisch.
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Märkte,
,'e. Frankfurt a. M., I. Mai. be»- nnd St robm arkt. Angetaliren waren 7 Waaen Heu, l> Wagen Stroh. Bezahlt wuröe iür- beu 1 . 20 — 4.10 Ptk., Stroh tKornlangstrolst 0.00—o.MMk,, Wirr- stroh 0,09—0,00 M.nk, Alles je DO Kilo. Geschält lebhaft. —
Die Zufuhren waren ans dem Obertainiuskreilc und dem Kreise Dieburg.
Amtlicher Wetterbrricht.
O c s s e n t I i ch e r W c I t c r d i e n st, Gießen. WettcrauSiichten in Hessen NI» Samstag, den 2. Ätgf 1914:
Borwiegend wolkig, ueremjclte '?!iederschläge, kühl, Winde ans nörd- liclien sttichtimgen
Letzte K^eliriciftc».
Einc'franzöiiichc Wahlvcrsa m m l u n g m i t Revolver schüssc n.
Marseille, 30. April. Im Verlaufe einer Wahlvcr- s a m m luun fand gestern ein Z n i g m m c n st o ß zwischen den Anhängern der beiden Kandidaten statt, die in die Stichwalil kommen. Es Ivurden R c v o I v e r s ch ü s s c abgegeben, wobei eine Person schwerverletzt wurde.
R o o s c v c l t L. Ä c i in k c h r.
New Bork, l. Mai. Loosevelt und icin Sohn Permi» sind wohlbehalten in Mauaos gngrkomnicn Roosevelt ist krank gewesen, hat sich aber wieder vollständig erholt. Er telegraphierte an das amerikanische naturgeschichtlichc Museum, daß er einen tiishcr unbekannten großen Nebenfluß des in, beiva criorscht habe. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sollen bedeutend sein.
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