EJrrt, der 05r(>tcnm<t ber HJcrriniaten Staaten unfrve ernten Dienste für eine friedliche tmb freundschaftliche Beilegung bei Streitfalles jiaifcbcti Den Bereinigten Staaten und Mexiko anzu bieten.
Wilson erwiderte: Tie Regierung der Bereinigten Staaten fi'ifüt das tiefste Vertrauen zu der Freundliwkrit, dem guten Willen und der grostmütigen Sorge um den Frieden und die Wohlfahrt Amerikas, welche in der gemeinsamen Note Eurer Exzellenzen kundgegeben werden, in der Sie die guten Dienste Ihrer Regierungen anbieten, um womöglich eine Beilegung bei Zwistes zu erreichen, der zwischen der Regierung der Bereinigten Staaten und denen ausgebrochen ist, die behaupten, Vertreter der Schmetter- republik Mexiko z» sein Jii Würdigung des Zweies, zu welchem Ihr Anerbieten gemaltst worden ist, kann die amerikanische Regierung fid> ihm nicht entziehen Ihr Hauptinteresse ist der Friede Auierikas, die herrlichen Beziehungen zwistlten Ihren Republiken und unserem Volke, das Glück und die Wohlfahrt. die nur aus einem freien gegenseitigen Verständnis und der durch gemeinsame Ziele geschafieneu Freundschaft entstehen können. Das g^oümütige Anerbieten wird deshalb angenommen werden. Die Regierung der Vereinigten Staaten liegt die ernsteste Hoffnung, dar, diejenigen, welche für die gemäßigteren Elemente des mexikanischen Volkes sprechen, sich Ivillig und bereit finden werde», über die Bedinmingen einer befriedigenden und dauernden Beilegung des Zwistes zu unterhandeln. Demi Eie diese Bereitschaft vorfinden, wird die amerikanische Regierung mit Ihnen sm offensten versöhnlichsten Meiste alle autoritativ sormulierten Vorschläae beraten , Tie ametifanifdjje Regierung hasst, das, diese Vorschläge sich als ausführbar erweisen und eine neue Zeit gegenseitigen veetrauensvatleu Zusammenwirkens in Amerika verbeißen. Natürlich ist es möglich, daß der Angriff der mexikauischcit Streiikräfte diese Hoffnung aus eilten sofortigen Frieden zunichte macht. Unsere Regierung hofft indessen aus die besten Ergebnisse innerhalb kurzer Zeit.
Japans Verhalten.
Tokio, 25. April. Ter Ministerpräsident ermächtigte das Reutersche Bureau zu der Erklärung, das; Japan keine rlei Absicht habe, die gegenwärtigen Verwicklungen in Mexiko auszunützen, um von den Vereinigten Staaten eine besriedigende Lösung der kalifornischen Streitfrage zu erlangen.
Die Kriegslage.
Vcracruz. 25. April. Von den britischen Kriegsschiffen, die vor Tamvfco liegen, ist an Admiral Badgcr berichtet worden, daß bei Tampico zwischen mexikanischen Bundestruppen und Rebellen ein K a m p s im Gange ist.
Washington, 25, Apris. Shivcly, Mitglied des Senatsausschnsses für auswärtige Angelegenheiten, erklärte nach einer Konferenz im Weiften Hause, daß die nord- amcrikanischen Streitkräste tn Mexiko keine weiteren offensiven Bewegungen unternehmen würden, wenn nicht gerade Unruhen in der Hauptstadt oder offensive Bewegungen Huertas oder die Konstilutionalisten Aufmerksamkeit beanspruchten,
Veracruz, 25, April. Die Zeitung „Ek Dictamen" meldet, daß in der Stadt Mexiko drei Amerikaner vom Pöbel von einem Straßenbahnwagen heruntergerisscn und aus der Straße getütet tourden. Eiu vierter Amerikaner sei im Gebäude des christlichen Vereins junger Männer von Mitgliedern des Fußballklubs, dem er,angehörte, ermordet worden. Die Meldung enkbchrt der Dästäligung.
Landung von Nassen unü pulvcr in Ulster.
London , 25. Llprff. Heule gelang es den lluioni- stcn, in Ulster 75000 Gewehre und 40 Tonnen Pu!v er zu landen. Die Landung wurde bei strengster Wahrung des Geheimnisses durchgcsührt. Tic Paraden der Kreiwilligenkorps, die au verschiedenen Orten stattfanden, tauschten die Behörden über den Plan. In dem Hafen von Karne, wo hauptsächlich die Landung stattfand, war eine starke Abteilung Freiwilliger bei einer Parade in der oberen Stadt, wo sie. von der Polizei beobachtet wurde, lvährend eine crnd-re nur einige Hundert Mann starke Abteilung sich unbemerkt nach dem Kai begab und diesen vollständig be- stchtc. Bald darauf lief der Dampfer „Montjoh" in den Hafen ein. Eint Abteilung Freiwilliger begab sich sofort an Bord und arbeitete ununetrbrochen, bis die Ladung ausgc- schrfst war. Die Waffen wurden in Automobile gebracht, die sofort abfuhren. Die Arbeiten wurden die ganze Nacht fortgesetzt. Bei Tagesanbruch fuhr das Schiff nach vollendeter Ausladung mit unbekanntem Ziele davon. In Bangor erwartete eine ganze Flottille von Motorbooten ein Schiss, das Waffen von dem ^ainpscr „Montjoh" erhalten hatte. Die Ladung witrdc schüell in die Boote geleichtert und gelandet. Ein anderer Dampfer landet« in Do- nag Hades, lvo 70 Tonnen Gelvehre und Munition auS- gcschsist wurden. Tic Polizei und die Küstenwache waren miachklos. Gin Mann, der auf die Polizei imune, »in Bericht zu erstatten, starb an Herzschlag.
Maßnahmen in Elsaß-Lothringen. Die „Nord- ,deutsche Allgemeine Zeitung" erfährt: Auf Veranlassung des
Reichskanzlers ist tm Interesse der Förderung des Reichsgedankens m El, aß-Lot bringen ein regerer B e a m t e n a n s t a u s ch Kwischen dem Reichs!aiibc und dem Reiche in die Weae geleitet worden. Reichslöndiiche Beamte mit akademischer Vorbildung wurden zur vorübergeheiEn Beschästigimg im Reichs- und prcutzi- stcheu Staotsdtrnst herangezogen, wie umgekehrt Reichs und Staatsbeamte tu Elsaß-Lothringen beschäftigt werden. In Betracht kommen Reterendare. Gerichts- und Reqierun,,sassessoren und Schul- amtskandtdaten. Diesen kann aus dem allerhöchste» TispositionS- iondS eine angemessene Remuneration gewährt ioerden Durch bteie Mayregel soll erreicht werden, daß aus Elsaß-Lothringen übernommene Beamte einen Einblick in die nationalen, kulturel- fen und wuti-haslffchen Lebensbedingungen des Reichs und des iuhrenden Bundesstaates bekommen, sowte daß die „ach Elsaß- Lothrmgen entsendeten Beamten auch Verständnis für die dort jn lotenden nationalen und wirtschaftlichen Fragen erhalten ES Ware nur freudig zu begrüßen, wenn dieser Beamtenanstiursch jtch ant immer breiterer Grundlage vollziehen würde.
In der Angelegenheit des bayerischen Landtag s a bg e o rdne t e n Abresch ist, wie die „Neue Badische Lcmdeszctlung" erfährt, eine entscheidende Wendung eingetreten indem näm'ich das Landgericht Mannheim die über Fräulein Ilse van Sarder verhängte vorläufige Vormund-chaft aufgehchen hat. Die ganz- Affäre Abresch ist bckanntml, aus der Frage entwanden, ob ,xrl. Ilse von Sarder geschäftlich zurechnungsfähig fei oder nicht. Das Urteil des Landgerichts Mannheim schließt diese Zurechnungssältzgteft deö Fräuleins Ilse von Sarder in sich.
AuslanS.
Ein italienisches Geschwader in Durazzo Aus Durazzo vom 26. April wird gemeldet: Gestern nachmittag ist ein italienisches Geschwader, bestehend auS den Kreuzern „Roma", „Napoli" und „Regina Elena", sowie drei Torpedobootszerstörcrn unter dem Oberkomniando des Herzogs der Ahbruzzen hier eingetroffeu. Der Herzog und die Kommandanten der Kriegsschiffe wurden von dem Fürsten von Albanien in einer scher eine Stunde währenden Audienz empfangen.
Da? verschwundene französische Torpedoboot. Im französischen Marincininisteriuin erklärt man das von Fischern verbreitete Gerücht, baß das ausgemusterte Torpedoboot „Stange", welches als Zielscheibe gedient hatte, von einem Dampfer nach einem italienischen Hafen gebracht worden sei, als unbegründet. Der ganze Wert des Torpedobootes betrage kaum 500 Francs und sein Verkauf würde kaum die Schleppkosten decken. Män vermutet, daß das Torpedoboot, dessen Rumpf von einem Geschosse getroffen worden war, als man es nach dem Hafen von Toulon schleppen wollte, sank und daß der Kapitän des Schlepp- dampsers aus Furcht vor einem Tadel den Vorfall zu melden unterlassen hat.
Arr» Stadt und LaieS.
Gießen. 27. April 1914. Von der städtischen Straßenbahn.
Das Verkehrsbild unserer Straßenbahn für das 1. Quartal 1914 liegt ,ctzt vor und stellt sich, verglichen mit den Be» kehrszahlcn des gleichen Zeitraums im Vorjahr, ivelche wir in Klammern stellen, wie folgt:
a) Beförderte Personen:
Rote Linie Grüne Linie beide Linie» z»f.
Januar 56 105 ( 56 703) 39830 ( 39 852) 95636 ( 96654)
Februar 51665 ( 51 617) 35 721 ( 35 670) 87 38« ( 88 287)
Marz 56 693 < 59 5 >2 4)593 I 43 524) 93 31« ,103 676,
zus 164
404 (1-7 -71) 117
074 (l -'O 046)
«281538 <287 917-
1914 weniger
3437
2972
6373
b) ©in
nahme aus de
IN Personen
verkehrt
Rote Linie
05cuue Linie
l eibe Linien zus.
Januar Alk
5 470 ( 5 513)
3 887 ( 3 874)
9 357 ( 9 388)
Februar „
5 038 ( 50241
3 483 ( 3 572)
8 621 ( 8 597)
Alürz „
5 '.5! ( 5 799)
4 053 (4 249)
0 575 (10 048)
zus. Mk.
16 029 16 536)
11 423 (11 H95)
274 453 (28 033)
1914 weniger
Mk. 308
272
580
Die Uebersicht für das abgelaufene Vierteljahr zeigt wieder, wie das Wcihnachtsvicrtelsahr, einen Rückgang im Personen Verkehr und in der Einnahme von rund 6000 wenig beförderten Personen mit 600 Mk. weniger Gelderlös.
Au sich ist diese Tatsache allerdings nur unerheblich, man muß aber berücksichtigen, daß bei Projekttcrung des Unternehmens eine Verstärkung des Verkehrs und damit auch der Einnahmen für das Jahr um 5 Proz. zugrunde gelegt war: rechnet mau hiernach diese Personenzahl mit rund 1.4395 zu dem Ausfall hinzu, so beträgt das Weniger rund 20 000 Fahrgäste und 2000 Mk. Fahrgeld im abgelau.se- neu Vierteljahr.
Diese Zahlen und der Umstand, daß man alles tun soll» um die stärkere Benutzung der Straßenbahn zu veranlassen, sollte der städtischen Verwaltung nahclegen, eine Verbilligung des Fahrpreises herbeizusühren. Es ist ein alter Er- sahrungssatz, das; eine Verbilliguiig des Fahrpreises die Frequenz eines Verkehrsmittels hebt und daß dadurch nicht ein Einnahmeausfall, sondern eine Mehreinnahme erzielt wird. Eine Straßenbahn ist ein Masseuverkehrstnittel, sie kann nur rentabel sein durch häufigen Wechsel der Fah-r-l gaste.
** Aus dem Ei s c ii b a h n d i c n st e. Weichensteller Peter Hofmann zu Rieder-Flörsheim und Bahnwärter Peter Spengler zu Langstadt wurden in den Ruhestand versetzt. Beide mit Wirkung vom 1. Mai 1914 au.
** Veränderungen in der 25. Division. Zum Oberst befördert: Oberstleutnant Fo erst er b. Stabe d. Jns.-- Aegts. Prinz Earl (4. Großherzogl Sess.) Nr. 118, unter Ernennung zum Kom. d. 10. Lathr. Jnf.-Rgts. Nr. 174. — Versetzt der Oberstleutnant u. Bataillonskommandeur: Frhr. v. Bibra im Jus.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Sess.) Nr. 118, zum Stabe des Jns.-Regts. Prinz Carl (4. Großh. Sess.) Nr. 118. Zum Ba- laillouskommandeur ernannt der Major oan Asten beim Stabe des Jns.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Sess.) Nr. 116. Zum Major befördert und zum Stab des betressenden Regimentes über- ijetreten: Stephan im Jus.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 118. Versetzt der Hcmptmaim o. Nor mann, Lehrer an der Kr -schule in Neiße, als Komp.-Chef in das Jnf.-Regt. Kaiser Wilhelm _ (2. Großherzoglich Hessisches) Nr. 116. —■ Ein Patent seines Dienstgrades verliehen oem Hauvlmann L i n b e n a u int Jnf.-Reg. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116. — Versetzt Leutnant Zieinßen im 5. Großh. Hess. Jnf.-Reg. Nr. 168, zur Unterossizierschule Weißenstls. — Zum überzähligen Major der Rittmeister und Eskadronches Witt im Gardedragoncr-Reg. (1. Großh. Hess.) Nr. 23. — Zum Rittmeister vorläufig ohne Patent Frhr. v. L o ö n, Oberlt. d. Res. d. Kür.-Reg. Herzog Friedrich Eugen von Württemberg (Westpr.) ?1r. 5, von dem Kommando zur Tienstleisiung beim Gardedrogoner- Regiment <1. Großh. Hess.) Nr. 23 enlh. — Wangeman», Hauplmqnn beim Stabe des 2. Großherzoglichen Hessischen Feld- artillerie-Regiments Nr. 6l, zum überzähligen Major besördett.
— Zu Oberleutnants befördert: die Leutnts. Ebel im Ins. N. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) 9h:. 116 Frhr. v. Hehl zu Herrnsheim im Garde-Drag. R. (1. Großh. Hess.) Nr. 23.
— Zu Fähnrichen befördert die Unlerossiziere Loerbroks, Meyer im Jns.-Regt. Kaiser Wilhelm (2. Großherzogl. Hess.) Nr. 116. Im Sanitätskorhs. Zum Regts.-Arzt ernannt
er Beförderung zum Ober-Stabsarzt: Dr. Z edler des
III. BalaMonS Jns.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.). Nr. 116, b. Drag.-Regt, von Bredow (1. Schlesisches) Nr. 4.
— Zum Assgtenzarzt brfördert: der Untcrant Buch hold b. Großh. Att.^ Korps. 1. Großh. Hess. Fe!art.-Reg. Nr. 25. — Versetzt der Stabs- und Bataillons-Arzt Dr. H aenisch d. 2. V. 4. Magdeb. Jns.-Regts. Nr. 67, zum 3. Bat. Jns.-Regts. Kaiser Wilhelm (2. Groß!). Hess.) Nr. 116.
** Bo >i der Ucbungsreise der Generalinspektion der Kavallerie. Ein buntes Bild boten die Mitglieder der Kavallerie-Inspektion in ihren verschiedenartigen Unisornien. die heute morgen zu Pferde die Stadt verliefen, um ihre Täligkeit zu beginnen. Mittags rückten sie wieder ein. Wie uns von dem iin Hotel Großherzog von sesseii cingerichteden Jnspeknons-Burcau mitgctcilt wurde, kann über den Verlaus der Uebungen nichts mitgeteilt lver- den, da ,,e kriegsmäßig ausgeführt werden. Um dem Feinde keine Kenntnis von der Tätigkeit der diesseitigen Truppe zu geben, darf auch der nächste Unterkunftsort nicht verraten werden Mer Voraussicht nach wird sich jedoch die Uebungs- reise über das untere Lahntal und weiter bis Koblenz erstrecken. °,
** Ober hessisches Museum und Gailsche Sammlungen. Gclegcntttch der Feldbereinigung in der Gemarkung L et h gestern wurde im März östlich des Weges Lethgestern—Lang-Göns ein weiterer Teil der «roßen bereits 1908 sestgeftelkteu ftei n z ei t li ch e u Sie d e l tut« bte etwa aus dem vierten vorchristlichen Jahrtausend stammt, freigelsgt. Auf der Höhe südlich wurde eine kleine Urne nrtt schöner Tiesstrichverzicruug dem Erdreich entnommen. Zu gleicher Zeit wurden ebenfalls westlich des oben- genanntcn Weges fünf fränkischeReihengräbermit Lkeletten ausgedeckt. Jn eineni Fraueugrab fand sich ein Halsschmuck von 67 Perlen verschiedenster Art. Weitere Grabbeigaben waren ein eigenartig geformter Fußbccher
aus Ton und ein zweiseitiger Dctnkamui. Der ,suud fiamntt auS dem 5. uack)ck)ristsicheu Jahrhundert. Bei dieser Gelegenheit möchten wir wiederholt cindringsick) daraus Hinweisen, daß der Eigentümer eines ttzrunvstüekcs, aus dem derartige Bodensunde gemacht werden, gesetzlich verpflichtet ist, sofort der Bürgermeisterei oder dem Kreisamt Mitteilung zu machen, damit eine wisscnschastiiche Feststellung und Bearbeitung der Funde ermöglicht wird.
** Hundeausstellung. Auf der Liebigshöhe fand am Sonntag die 6. allgemeine Ausstellung von Hunden pjklßr Rassen vom Verein .Hundesport für Gießen uitb Umgegend (E. V.) statt. 'Angegliedert waren Sonderausstellungen vom Pinscherklub, Sitz Köln, Boxerklub, Sitz München, Landesgruppe Südwcstdcutschland, und vom Deutschen Doggenklub, Abteilung Hessen und Hessen-IKassau. Schon am Samstag abend waren die Besitzer wertvoller Hunde-Exemplare, die zur Ausstellung kommen sollten, aus der Ferne nach Gießen gekommen und g-stern in aller Frühe schon gingen Extra- wageit der Straßenbahn, in denen ausnahmsweise Hunde mitgenommen werden konnten. Die Ausstellung war im allgemeinen sehr gut beschickt, das gezeigte Material in einzelnen Rassen war ganz vorzüglich. Die Hunde, etwa 350 Nummern, waren in drei verschiedenen Abteilungen ausgestellt: Jagdhunde, Schutz- und Haushunde, Zwerghuude. Innerhalb dieser Llbtciluugen waren die Tiere aus geräumigen, luftigen Platzen untergebracht. Sehr stark lvar der Wettbewerb in den Zuchtgruppen, in denen hervorragende Leistungen erzielt wurden. Erwähnenswert sind auch die Kol- lettioncn von Schloan-Gicßeu, Niemann-Gießen und Schön- dorf-Neundcroth. Für die allgem. Ausstellung standen tür ausgezeichnete Erfolge in Zuchtgruppen 12 Große Preise, 80 Ehrenpreise und ebensoviel Ehrenpreise fiir Spezialrassen usw. den Preisrichtern zur Verfügung. Die Vorführung der einzelucn Tiere zum Zwecke der Präinsierung, die am Vormittag um Vr9 Uhr ihren Llnsaug nahm, erregte allgemeines Interesse und war erst nachtnittag.' nach 3 Uhr beendet, so daß es unmöglich war, das Ergebnis des Spruches der 11 Preisrichter gestern noch zusammenzustellen. Den Preis der Stadt Gießen für die beste Gesaintzuchtleistung in Jagdhunden wurde .Sosmctzgerineister Fritz Schreiner zueckannt. Das Prämiierungsergebuis werden wir erst nach der Fertigstellung bringen können.
** Bauericher Gesangverein. Die Verein?kahne, in die das vom Eioßherzog zurFührung verliehene Staatswavven emgestickt worden ist, imb Die von den Damen des Vereins ge- sttstele werlvoüe Fahnenschlelie ist im Schautensler des - Herrn Iulins S rf> n 1 j e, dem die Lielernng uberlragen wurde, ansgestellt.
Kleine Mitteilungen. Ter Schreiber des zweiten Bataillans des 81. Jns.-Regts. Sergeant Ramps in Frankfurt hat sich am Freitag früh mit einer Wasserpatrone erschossen. Ihm war ein Schriftstück abhanden gekommen, das er heute vorlegen sollte. Ans Berzweislung über den Verlust nahm er sich das Leben. — In eurem Garten in Gonsenhetm wurde eine mit Dynamit gefüllte Patrone gesunden. Die Patrone wurde der Polizei übergeben. — Tie Friedber^er Militärmusik- schule macht zurzeit eine Konzertreise durch Oberhessen. — Ein allgemeiner Ausstand der Maurer ist heule in der Stadl Gr oß- 6) e r a u ausgebrochen. Die Leute forderten von ihren Arbeitgebern eine Erhöhung des Stnndenlohns van 48 aus 58 Psg. Dies lourde von sämtlichen Unternehmern abgelehnt. Daraufhin haben die sämtlichen organisierten Maurer und Handlanger die Einstellung der Arbeit beschlossen. Die nichtorgamsierten Maurer arbeiten weiter. — Ttc Stadt Alsfeld hat ersreulicherweise für den beabsichtigten ?lusbau der Straße durch den Junkerngarlen beschlossen, auf das entstehende Straßenbild einznwirken, indem jedes Baugesucki vor seiner Genehmigung durch die Baupolizei dem Stadtvorstand zur Genehmigung gleichfalls varzulegen ist. Dies ist eine ausdrückliche Bedingung, die an den Verkauf eines jeden Bauplatzes geknüpft ist. Van diesen Grundsätzen geleitet, hat Architekt Rohrbach ein Projekt zur Bebauung des Junkerngartens in Alsfeld ausgearbeilel. — In Henchelheim wurden 78 Kinder eingesegnet. — In der Hauptversammlung des Bürgervereins von Marburg wurden 100 Mk. für die Marburger Walderholungsstätte bewilligt. — In Todenhausen bei Weller fiel am Freitag das zweijährige Söhnchen der Eheleute Heck in den Mühlgraben und ertrank. — Am Samstag abend siel der Schlosser Friedrich Rupprecht in Frankfurt, als er sich in seine Wohnung begeben wollte, von der Trepve ab und brach dm Ltals» Wirbel. Er war aus der Stelle tot. — Wegen eines schmerzhaften Leidens stürzte sich am Freitag der Eisenbalmschassner Karl H o h - mann ans Klein-Karben in die bicoda und ertrank, ehe ihm jemand zu Hilfe eilen konnte. — Aus dein Fenster gestürzt ist im St. Josesskrankenhaus der 16jährige Gemütskranke Link aus Strom her g. Link weilte schon längere Zeit im Krankm- haus. Ter Sturz, der aus dem zweiten Stockwerk erfaßte, soll angeblich die Folge eines Biulstnrzes gewesen sein. Link war sosott tot.
LanSkreiS Gießen.
-- Be t t c n h au j cu, 27. April. Wie uns das Kreisamt Gießen mitteilt, ist der gewählte Bürgermesst«: Roth jetzt vom Kreisamt bestätigt worden. Mit dieser Entscheidung werden sich hosscutsich die aufgeregten Gemüter in Bettenhausen beruhigen.
Kreis Büdingen.
8 Echzell, 26. April. Bei der Kontrollvers s a mm l u n g am Freitag stürzte ein Landwehrma nn aus Melbach plötzlich zusammen und zog sich beim Falle am Halse eine stark blutende Wunde zu, welche ärztliche Hilfe nötig machte.
Starkcnburg und Nheiuhesscn.
m. Offen'bach a. M., 25. April. Mit der Frage der Besteuerung der zweiten Hypotheken bejchästtgtc sich gestern abend eine vom Osfenbacher 5p a us - und Gr und- be sitze rv c rei u etnberufene Bersammlmtg, zu der sich neben den Vertretern der Stadt und städtischen Körperschaften Vertreter der Handelskammer und der Landeshypo- thekcnbank eingefunden hatten. Syndikus Lippert erläuterte die im ganzen deutschen Reiche itt Erscheinung getretene Notlage des Haus- und Grundbesitzes, die in H e s - s e it durch das rückschrittliche Steuer sh ste m noch größer sei. Bankdircktor Dicht gab einen Rückblick über die zur Besserung der Lage des Hausbesitzerstandes cinge- leiteten Schritte, die heute, nachdem die bisherigen Schritte ergebnislos waren, dahiit zielen, einen H h p o t h e k e n v e r- c i ii zu begründen, dem mit ministerieller Genehmigung das Recht der Ausgabe von Schutdvcrschrcibungeii zustehtti sosi. In Verbindung damit soll eine Genossenschaft ins Leben gerufen werden, für solche Leute, die Hypotheken benötigen und sich an der Sache beteiligen wollen. Diese Genossenschaft soll fiir die Schuldverschreibungen in erster Linie und erst in zweiter die Stadt die Garantie übernehmen. Auf diese Weise sei das Risiko der Stadt auf ein Minimum beschränkt. Ein Ausschuß ist bereits beim Ministerium des Innern in dieser Angelegenheit vorstellig geworden, die den Bescheid erhielt, daß nicht eher ettvas von der Regieritng nnternominen werden könnte, als bis die Stadt Offenbach ihre prinzipielle Genehmigung dazu gegeben hat. Stadtv. Ulrich vertrat den Standpunkt, daß aus der angefiihrten Grundlage kein bedenkliches Risiko für die Stadt bcsteben könne. Wenn ein gangbarer Wog gesiin- den wäre, würde die Stadt der Frage wohlwollend gegon- übertretcn können.
— M aut j, 25. April. Gestern tagte hier eine Konferenz zahlreicher au der Rheinjchifsahrt interessierter Kürper-


