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on eine Ungerechügieit und Nilhöfkichki'it der dReßener Kri­tik nicht mehr glauben wird.

Wir meinen, sehr geehrter Herr Geheiinrat, das; man auch einer Zeitung, ebenso wie dem Theater und anderen Unternehmungen Gerechtigkeit widerfahren sassen sollte Daß Sic unsere Anwesenheit ii^ der von Ihnen einbernfe- ncn Versammlung am lebten Samstag ausgeschlossen da- ben, scheint uns dafür zu zeugen, daß Sie in diesem Punkte anderer Meinung sind. Wir haben im Anschluß an den Aufsatz des Herrn Geheimrats Krüger festgcsteNt, daß wir nicht genötigt werden könnten, künftig von einer Kritik abzusehen. Das ist richtig, aber wir wollen nunmehr aus eigenen Stücken darauf verzichten. Dieser Entschluß ist uns auch mit Rücksicht daraus gereift, daß wir auf eine fortdauernde Tätigkeit des von Ihnen bekämpften Musik- berichterstatters nicht mehr mit Bestimmtheit rechnen kön­nen. Es ist, wie Herr Gcheiinrat Krüger schon angcdeutet hat, keine leichte und keine erfreuliche Obliegenheit, über Ihre Opervorstellungen sachgemäß zu berichten. Ich würde nur dann dazu heranrreten, dos Amt neu zu besetzen, wenn Sie den grundsätzlichen Darlegungen des Herrn Geheimrats Krüger über die Aufgaben der Kritik in allen Punkten rück­haltlos zustimmten und mit Herrn Krüger Ihre Anerken­nung erklärten, daß unser bisheriger Referent seine Tä­tigkeit sachverständig, vor allem aber auch sachlich und in der Form einwandfrei geführt hat.

Hochachtungsvoll

R. Tange,

Verleger des Gießener Anzeigers.

ES folgte daraus noch folgender Briefwechsel:

Gießen, den 7. April 1914. Herrn Richard Lange

Verleger des Gicßcner Anzeigers.

Gießen.

Sehr geehrter Herr Lange!

Au? dem mir übersandten Schriftsatz ersehe ich, daß Sie aus die Zusammenkunft mit der vom Vorstand des Theatcrvercins in seiner Sitzung vom 20. d. Mts. gewählten Kommission verzichten wollen.

Ich bedaure aufrichtig, daß Sie ebenso wie die von mir Herrn Will bereits in meiner ersten Ausivrache mit ihm ange- botenc Besprechung zwischen Herren des Gießener Anzeigers und solchen des Thcatervereins so auch diese zweite ausschlancn.

Ich werde morgen, Mittwoch. 6 llhr dem Vorstand und den hinzugczogenen Herren Jusnzrat Grünewald und Geheimrat Krüger Mitteilung von Ihrem Schriftiati machen

Leider sehlt mir die Zeit. Ihre Ausführungen schriftlich zu beaMworten, und schon deshalb, aber auch von dem Wunsche getragen, die für Gießen so wichtige Angelegenheit in zutrieden» stellender Weise zu erledigen, möchte ich Sie einladen, dieser Vor­standssitzung bei,wohnen.

Tic Sitzung findet in meinem Institut, Braichplatz 4, statt.

Hochachtungsvoll

Dr. Fromme.

Gießen, 9. April 1914.

Herrn Geb Hohat Professor Dr. Fromme Vorsitzenden des Theater-Vereins

Gießen.

Sehr geehrter Herr Geheimrat!

Ihr Schreiben vom 7. d. Mts. ist mir, da ich gestern ver­reist war, verspätet zugcgangen. Ich hätte aber bei meiner Absicht beharren müsse», in diese Sitzung n i cht zu kommen, aus Gründen, die Sie meinem Schriftsatz entnehmen können. Herr Will teilt mir übrigens mit, daß eine Anregung, die Angelegenheit mit Herren des Theater-Verein? zu besprechen, nicht erfolgt sei. In der Tat haben Sie ja auch in der ersten diesen Gegenstand be­treffenden Sitzung am letzten SamStag unsere Jlnwcsenheit aus- tzeschaltet.

Hochachtungsvoll

R Lange.

Verleger des Gießener Anzeigers.

Gießen, den 19. April 1914 An den Verlag des Gießener Anzeigers.

Sehr geehrter Herr Lange!

Der Vorstand des Thcatervereins bat in seiner letzten Sitzung von Ihrem Entschluß, künftig keine Rezensionen der Opernvor stellungen im Gießener Anzeiger mehr zu bringen, Kenntnis genommen und hat ihm um io mehr z^kstiimnt. als er auch schon in der vorhergehenden Sitzung der auch von Herrn Gebein, rat Krüaer vertretenen Ansicht war. daß aus verschiedenen Grün­den Kritiken dieser ans reiner Gefälligkeit vom Lottheater gcoe benen Vorstellungen besser zu unterbleiben hätten.

Nachdem sich auch Herr Intendant Tr. Eger dieser Ansicht voll und ganz angeschlosscn bat, beehre ich mich, Ihnen dies mit- zuteilen.

Hochachtungsvoll

Dr, Fromme.

Gießen, 24. April 1914.

Herrn Geh. Hosra« Professor Tr. Fromme Vorsitzenden des Theater-Vereins

Gießen.

«ehr geehrter Herr Gcheimrat!

Die Bemerkung in Ihrem Schreiben von, 19. d. Mts auch Geheinrrat Krüger habe die Ansicht vertreten, daß aus verschiedenen Gründen Kritiken der aus reiner Gefälligkeit vom Hostheater gcqebenen Vorstellungen besser zu unterbleiben hätten geht von anfechtbaren Gesichtspunkten aus. Geheimrat Krüger hat nur für den Fall, daß die Tarmstädtcr eine sachgemäße Kritil nicht vertragen könnten oder daß sie verschnupst davon sein würden, angcraten, von einer Besprechung überhaupt abzusehen Er hat cs recht klar und deutlich ausgesprochen, entweder frei mütige oder keine Kritik. Da zu besorgen ist, daß im Publikun, falichc Aussassungen und Schlußfolgerungen sich verbreiten i, sehen wir uns genötigt, unsere Leser von dem Tatbestand der' zur Niederlcgung der kritischen Tätigkeit geführt hat, in der nächsten Nummer in vollem Umfange zu unterrichten.

Hochachtungsvoll __R Lang e.

Bon der Intendantur d"' r -r r " :ol; Gef ,m 11. V M. folgendes Schreiben ein:

Darmstadt, den 11. Apti 1911. Sehr geehrte Redaktion!

Der Herr Intendant ist loährend der Char- und Oster!age dienstlich verreist und tvird Ihr gcsch. Schreiben nach seiner Ruck­lehr beantworten.

Hochachtunasooll!

i. A.: Dr. Sander.

Die Antwort auf unser Schreiben und unsere Einsen­dungen lies vom Intendanten, Herrn Dr. Eger, erst am 18. d. M. ein. Sie lautet kurz und abweisend:

Darmstadt, den 18. April 1914.

Sehr geehrter Herr Chefredakteur! ,, t ^

Im Anschluß an das diesseitige schreiben vom 11. d. Mts. beehre ich mich auf Ihr gesl. Schreiben vom 1. d. Mts. zu er­widern, das; die Beurteilung einer llnhotlichkeit ernc rein sub­jektive Empsindungssache ist.

Ich kann daher von meinem bereits gekennzeichneten Stand­punkt nicht abgehen. __ , .

Die 3 Anlagen zu Ihrem ge,l. Schreiben beehre ich mich, anbei wieder zurückzugebcn.

Hochachtungsvoll

Dr. Eger.

Wir sind ungerne -u diesen ausführlichen Veröffent­lichungen geschritten, allein wir glauben, sie unseren Lesern schuldig zu sein. Da es uns nicht gelungen ist, Herrn Ge- hcimrat Fromme und Herrn Dr. Eger zu überzeugen, daß unser Kritiker gewissenhaft seine Pflicht erfüllt hat und da beide Herren nicht das leiseste Verständnis für die Auf­gaben und Pflichten der Zeitung gezeigt haben, so wäre zu besorgen, daß über unsere Entschließung, die Opernvor- stellnngen nicht mehr zu besprechen, falsche Meinungen und Auslegungen sich verbreiten könnten. Wir müssen feststellen, baß die Vorwürfe, die man ursprünglich der Tätigkeit des unserer Redaktion übrigens fernstehenden Musikberichterstat- tcrS gemacht hat, nicht haben aufrecht erhalten werden können. Tcni Vorstand des Theater-Vereins war es, wie ans dem letzten Schreiben des Herrn Geheimrats Fromme zu folgern ist, niemals um eine ernste und sachgeinäße Kri­tik der Opernvorstellungen zu tun, weil diese nuraus rei­ner Gefälligkeit" vom Hofthcater gegeben würden. Ob die verschiedenen Gründe", von denen in dem Schreiben noch die Rede ist, stichhaltig sind, wissen w-ir nicht, da wir sie nicht kennen. Auch der Herr Intendant Dr. Eger hat unse­ren! Nachweis, daß die ,.Figaro"-Kritlk sachverständig und saa.lich bercch igt war, nicht zu widersprechen vermocht, und während er in seinem ersten Schreiben an Herrn Fromme die Anforderungen der Gießener Kritik für zu weitgehend erachtet, hält er dem Kritiker in seinem Schlußschreiben nur noch formaleUnhöflichkeit" vor. Daß auch davon nicht gesprochen werden knitn, wissen unsere Leser, die, wie Herr Geheimrat Krüger, unseren Kritiker nie aus unsachlichem Wege ertappt haben werden. Es ivar ein subjektiver kritischer Standpunkt, der von vier Sachtundigen ubereinstiimuend geteilt wurde und gleichwohl als unrichtig und lote eine Verfehlung angeseindet worden ist. Das geschah vor allem aus mangelndem Verständnis für die Aufgaben der Presse. Wir mußten uns dagegen wehren, denn unsere Mitarbeiter sind nicht vogelsrei.

Ausländerei im §i!m.

kos. Ein bekannter Filmsachschriststellcr veröffentlicht im neu­esten Heft vonFilm und Lichtbild" (Stuttgarts beachtenswerte Ausführungen über dieses Thema, denen wir folgendes entnehmen: An anderer Stelle habe ich bereits einmal gegen den sehr ernsthaft ausgetauchtcn Vorschlag, ans ausländische Films hoben Einaangs- zoll zu legen, geschrieben. Auch heute noch bin ich der Ansicht, daß Films ebenso wenig im Verkehr beschränkt werden sollten, wie Bücher, ausgenommen natürlich die nötigen zensurpolizeilichen Aeschränkungtn. Es kommt mancherlei Gutes im Film vom Aus­land warum sollte es unser Leben nicht bereichern dürfen? Und doch heißt es, sich heute aus anderen Gründen gegen 'Aus­ländern im Film energisch zur Wehr setzen. Ganz ohne Chauvinis­mus.

Es ist wohl etwas anl'eres, ausländische Erzeugnisse zu,ulaffen oder sie so zu bevorzugen, daß die einheimische, gleich lcistungs- sähigc Industrie darüber ins Hinterlreiien gerät. Das Schlimmste ist, daß die Vertrustung des gesamten Filmniarktes unter dem ko­lossalen Kapitaleinsluß einer einzigen großen französischen Firnra droh!, znm mindesten die Bildung mehrerer großer Einzclringc. Es ist immer ungesund, wenn eine einzige Firma die anderen der Branche unter ihre Botmäßigkeit zu bringen und den Konkurrenten überall die Lebenslust ahziuchneiden sucht. Hier drohen dadurch für Deutschland sehr ernste Gefahren, die unbedingt beschworen wer­den müssen. Wir haben in Deutschland eine Filmindustrie, die durchaus lcistungssähig ist, auch vollkommen aus.der Höhe der ge­schäftlichen Situation stehen könnte, wenn sie sich ihrer nationalen Pflichten und Notwendigkeiten mehr bewußt wäre. Aber es kommt noch ein anderes Moment hinzu: die aussallende Bevorzugung der gwßartigcr austretcndcn, ausdringlicher sich gebärdenden und ge- vM auch durchaus leistungsfähigen ausländischen Kinematographen- in'oustne. Das hat sich geradezu zu einer Notlage ausgewachsen. Leider ist in dieser Hinsicht das üble Beispiel unseres kaiserlichen und mancher sürstlicher Hofmarschallämter und Behörden schule- ,nachend gewesen. Die französischen Firmen scheinen ein förmliches Monopol aus die Kaisermanövcr, die Berliner Paraden, Kaiser­reisen und bergt, zu haben. Ein Unsug ist außer der nationalen FahrlässigkHt dieser Stellen auch noch z beklagen: die Prosit - mscherei, die sich sofort der das Recht zu solchen Aufnahmen ver­lebenden Stellen bemächtigt hat. Das ist überhaupt ein sonder- oarcs Kapitel: die Aussassuna der leitenden Persönlichkeiten von dem Charakter der Filmauinahme. Was ist diese eigentlich ? Doch nichts weiter als eine moderne ivurnalistischc Tätigkeit. Dafür aber Erlaubnisgebühren zu erheben, ja sich die Erlaubnis meistbietend abkausen zu lassen, ist m. E. gänzlich unberechtigt und zeugt von geringer Einsicht der damit befaßten Kreise.

Dasselbe Schauspiel bietet der Kamps um die Schulkincmato- graphie. Wem wäre cS bisher eingefallen, für unsere deutsche Ju­genderziehung Lehrmittel, Lehrbücher und dcrgl. von ausländischen Firmen zu beziehen? Es galt als selbstverständlich, daß deutscher Gewerbcsleiß, deutscher Buchhandel daraus ein Recht hätten. Ganz anders mit dem Film! Deutsche Pädagogen, zuerst Herr Rektor Oemke. und chm nach Lehrer aller Arten von Schulanstaltcn sindcn

nicht nur nichts weiter dabei, daß sich französische Firmen ungeniert auch der Filmversorgung unserer deutschen Schule sustematisch zu bemächtigen suchen, sondern unterstützen dieses 'Vorhaben auch noch durch Wort und Schrift. Ein derartiger Vorgang stell wahrhastig auf dem Gebiete unserer nationalen Jugniirrzichung einzig dal

tzftttzcner Straft«? »inner.

Gienen, den 24 April.

Wegen D i c b st a h l s i. R. wurde der Althändler K. Sch aus Frie. rg zu vier Monaten Gcsängnis verueteilt. Er hatte in der Nacht von. u. aus '7. De­zember vorigeil Jahres einem Arbeiter, mit er abend- im Wirtshaus zusammen gewürfelt batte, beim Fortgelen heimlich ein Paket mit der Hose des Arbeiters wegg nommen. Bald nach dem Fortgang des Angeklagten ivurde der Verlust bcinerkt: man fand auch den Angeklagten, aus dem Heimweg begriffen, und einige Schritte davon das fragliche Paket, das der Angeklagte aus den Anruf hin' hatte lallen lassen.

Wegen Entziehung elektrischer A r b e ick wurde der Monteur W. M. aud Bad Ems zu einer Geldstrafe von 10 Mark verurteilt. Er hatte in Fricdberg in dem Neubau des Schuhhauses E., wo er die Jnställationsarbciten auszuführcn hatte, eine elektrische Lampe gebrannt, obwohl noch kein Zähler angebracht worden war.

Wegen schweren Dieb st ahls wurde der 18jährige Zahntechniker W. W. aus Bad Nauheim zu einer Gefängnisstrafe von 8 Wochen vernrieilt, welche durch die er­littene Untersuchungshaft für verbüßt erklärt wurde. Er hatte als 16jährigcr Mensch im April und Mai 1912 zu mehreren Malen aus der Somnrelbüchsc die aus dem Tisch im Lcsczinrmer des Volks­bildungsvereins in Bad-Nauheim ausgestellt war, und aus dem Schrank des Lesezimmers im ganzen.1,35 Mark entwendet. Dru Schrank hatte er durch Hincinstecken des Fingers gewaltsam ge­öffnet, und in den beiden ersten Fällen mit dem in dem Schränk befindlichen Sihtüssel die Semmelbüchse geöffnet. In den übrigen Fällen hatte er die Büchse mit einem Messer ausgebrochen. Da er vollständig geständig ist, wurden ihm mildernde Umstände zu­gebilligt.

Wegen Erpressungsversuchs wurde der 17jährige Wagner- und Küfcrgcsellc W. I. aus Pohl- Göns zu einer Geiängnisstrase von 6 Wochen, welche durch die erlittene Untersuchungshaft sür verbüßt erklärt wurde, verurteilt. Er hatte an den als wohlhabend im Dorse bekannten Rentner Sch. einen Brief svlgenden Inhalts geschrieben:Bitte stecken Sie fünf Zehnmarkscheine in dieses Kuvert und werfen Sie den^ Brief in den Briefkasten. Sagen Sic nieniand etwas lind tun Sie es sofort, sonst schieße ich Ihnen nächsten Sonntag eine Kugel durch den Kovs." Der Adressat, ein alter Psissikus, steckte 2 Papiergcld- scheine, in denen man manchmal Hestpslaster erhält, in das mit­gesandte Kuvert, das die Adresse trug:W. I. Nr. 11, Butz­bach, postlagernd", und benachrichtigte die Polizei. Diese nahm denn auch den Angeklagten in Emviaug. Das Gericht sah die Sache als einen Dummen-Jungcn-Streich an, weshalb die milde Strafe erkannt wurde.

Ebensalls wegen Entziehung elektrischer Arberl wurde Strumpfstrickerei-Besitzer L. W. aus Nidda mit 100 Mk. Gelbüraft belegt. Er hat in äußerst raffinierter Weise aus dev elektrischen Anlage in seineni Hanse, das an die elektrische Ucber- iandzenirake der Provinz Oüerhesscn angeschlossen ist, Strom entivendet, ohne daß per entwendete Strom den Zähler durch- Ii:f. Er durchstach mit einer Stecknadel die Umkleidung des Drahtes der Lichtleitung, kurz bevor dieser in den Lichtstroni- zähicr cintrat, und brachte diesen Stromkreis mit dem Null- leitcr der Kraststronileitung, die er sür seine Maschinen später verwerten wollte, in Verbindung. Er hat diese Anlage selbst hcrgesteüt und zivar nicht etwa, um die Monteurkosten zu sparm, sondern um den Strom unbemerkt entnehmen zu können. Bei der Strafzumessung wurde das gewöhnliche Motiv der Tat uni die naheliegende Möglichkeit, daß sehr leicht Kurzschluß ü?rd em Brand entstehen konnte, in Betracht gezogem_

vanvel.

Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg« werke vormals Fernie in Gießen. Nach dem Abschluß für das Geschäftsjahr 1913 beträgt der Reingewinn 487 483,48 Mark, wo­von sür Anleihetilgung 181 550 Mark, für Ausbeutezahlung 237 500 Mark verwende! wurden. Tie nach Rückstellung der Grubcn- vorstands-Vergütung vcrvletbenden 38 433,48 Mark dienten zu wci- ,ercn Abschreibungen: insgesamt wurden im Jahre 1913 190 933,48 'Mark abgcjchricbcn. Die ursprünglich mit 6 214 05,92 Mark be- loertcte Berggcrechtsame steht am l. Januar 1914 mit 4 650000 Mark -I, Buch Bon den Anleihen im Betrage von ursprünglich 4.500000 Mark sind bis dahin 1823 000 Mark getilgt worden, während 175.500 Mark unbegeben blieben. Bctriebsanlagen, Vor­räte, Kasse, Wertpapiere, Kautionen und Äußcnitände betrugen am 1. Januar 1914 insgesamt 1269 640,85 Mark, während die Ka- pitalrcchnung init 2 643 882,12 Mark unverändert blieE_

Meteorologische veobachtimgen der Station « Ziehen.

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1914

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höchste Temveratur am 23. bi? 2t. April 1914 = + 16,5C. Niedrigste . . 23. . 24. 1914 =+11,3°.

Niederschlag: 0,1 mm.

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